Über Careca

Hang zur Satire, zur Ironie und zum Zynismus; Sinn für jeden Unsinn

Ertrage die Clown (8): Zur Lage der Nation

Im Jahr 1949 steckte sich der junge Joachim Fest einen Zettel ins Portemonnaie, den er bis zu seinem Tode mit sich führte. Auf dem Zettel stand der Satz:

„Ertrage die Clowns!“

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

 

Die beiden letzten Fußballspiele der deutschen Nationalmannschaft vor der WM? Und das ohne deutschen Bundespräsidenten? Und wen kümmert’s? Egal.

 

Danke für das Weglesen dieses meines Blogeintrages.

Herzlichst

Careca

Unter einem Schutz und Schirm

Liebe Fluggesellschaft,

ich habe deine Email erhalten und ich bin begeistert: so bunt, viele Buchstaben und tolle Bilderchen! Und du hast mir ex pressis verbis geschrieben, dass du meine Daten schützen wirst. Einerseits weiß ich, dass du mir diese Email doch nur aufgrund der Datenschutzgrundverordnung DSGVO schickst. Aber andererseits finde ich es einfach nur klasse, dass du für den Schutz meiner Daten jetzt sogar bis zu den höchsten Gerichten dieser Welt klagen wirst, wenn wieder diese  regierungsstaatlichen Datensaugerorganisationen wie NSA (USA), GAB (China), GCHQ (UK), BR BRENS (FR) oder BND (BRD) bei euch im Computersystem rumstöbern. Da fühl ich mich rundum gesichert. Das muss ich hier mal deutlich sagen.

Gesichert. Und zwar genau so sicher wie bei dem Polizeiaufgabengesetz Bayerns, gegen dem nur irgendwelche dahergelaufenen Strolche, lebend in Bayern und wohlmöglich auch noch irgendwelche Zuàgroàsdà („Zugereiste“), Weiterlesen

Kneipengespräch: Der Sabbernde gärt voll Odium.

Tresen 0

“Doris sagt: ‘Geh voraus, Otto’.”

“Wie?”

“Du siehst grundsätzlich vögelnde Organe.”

“Häh?”

“Donnerstag schreibt Günther versaute Orthografie.”

“Herr Oberspielleiter! Nehmen Sie dem Knilch mal das Kölsch weg! Der dreht hier unrund!”

“Diese Sachlage gibt verdammte Ordnung.”

“Tickst du nicht mehr ganz sauber?”

“Ich versuche nur diese dusselige Abkürzung zu entschlüsseln. ‘DSDS’ musste ich vier Wochen lernen, ‘GNTM’ einen ganzen Monat und für ‘IBESHMHR’ brauchte ich zweimal vierzehn Tage. Und dann erst ‘MUSIDWNIOUISIDIMW’, das war hart.” Weiterlesen

T-Shirt gesucht

Zum Muttertag (zwei Tage nach dem Freitag, dem diesjährigen 13. Mai) will ich ein spezielles T-Shirt an eine Bekannte verschenken.

Bei dem T-Shirt handelt es sich um jenes, welches Gerburg Jahnke im nachfolgenden Video trägt.

Für sachdienliche Hinweise in den Kommentaren bin ich sehr dankbar. Weiterlesen

Kneipengespräch: Postfaktische Ostereier

Tresen 0

“Und?”

“Genau.”

“Aber?”

“Ich habe es noch nicht verstanden.”

“Dem Manne kann geholfen werden. Herr Oberspielleiter, ein Kölsch für den Grübler an meiner Seite!”

Der Wirt blickte nur kurz auf, polierte eine Kölsch-Stange, füllte sie und schob sie neben dem anderen halbvollem Kölsch und widmete sich danach einer anderen Stange.

“Bassemauff. Da ist auf der einen Seite der US-Milliardär Robert Mercer”, er schob das volle Kölsch direkt neben dem halbvollem, “und da ist Cambridge Analytica und so”, er nahm das volle Glas, schüttete etwas in das halbvolle. Von dem nun aufschäumenden fast vollem Glas schüttete er wieder etwas in das jetzt dreiviertel Volle. Beide schüttelte er noch vorsichtig und schon schauten die Kölsch wie frisch gezapft aus, “und beide sollen die amerikanische Wahl beeinflusst haben?”

“Ja”, der andere schaute auf die beiden schäumenden Kölsch-Stangen, “die haben über Facebook die Wähler manipuliert.”

Weiterlesen

Wenn am Karfreitag die rote Sonne nie mehr versinkt …

“Könnten Sie bitte mal aus meinem WLAN rausgehen?”

“Wie bitte?”

“Sie stehen in meinem WLAN. Ich habe keinen Empfang und warte auf eine wichtige Nachricht von meiner Familie.”

“Ich stehe in Ihrem WLAN? Wie soll das denn bitteschön gehen?”

”Da! Sie haben gerade einen Schritt zur Seite gemacht und jetzt hab ich wieder WLAN. Könnten Sie bitte so stehen bleiben?”

“Ich glaube, Sie sind wohl ein wenig verpeilt, oder?”

Weiterlesen

Ein Stück vom Himmel

Immer wieder Sonntags kommt die Erinnerung. An den Montag. Es ist wohl der unbeliebteste Tag in der Arbeitswelt. Donnerstage und Freitage sind genau in jener Reihenfolge deutlich beliebter. Würde man jetzt daraus folgern, alle Werktage zu Freitagen zu deklarieren, es würde das Glücksempfinden vieler Menschen nicht wirklich steigern. Der Freitag lebt vom Samstag und der Samstag von der Fama des Sonntags, an dem der Weltenschöpfer seinen Kummer über das Vergessen der Abgabe seines Lottoscheins in billigen Messwein ersäufte. Und nicht, weil er etwa “Das Wort zum Sonntag” sah und dabei ins Koma fiel.

Und was passierte so in der Zwischenzeit? Also zwischen Vollrausch und Ausnüchterung? Ein Blick ins Internet hilft stetig weiter. Keine Nachricht, dass Aliens mit Zwillen wieder hässliche Steinsbrocken auf die Erde abschossen hätten und diese wieder mal nur knapp verfehlten. Die Sonntags-Presse kann also nicht mit exklusiven Bildern vom Weltuntergang schocken. Also bleiben nur Bilder aus Syrien.

Andererseits: Weiterlesen

Kneipengespräch: Luftige Gedanken

C360_2013-12-12-17-12-54-529_DxO_thumb.jpg

“Große was?”

“Koalition.”

“Und was ist davon das Gegenteil?”

“Kleinkrieg.”

“Geht alles nicht. Hört sich nach dicke Luft an. Geht gar nicht!”

“Wem sagst du das. Ein Freund hatte letztens einen Job in der Bauleitung am Flughafen BER offeriert bekommen. Im obersten Baucontainer dort.”

“Wow! So ein Job ist zukunftssicher. Job mit Aussicht. Bis zu Rente Vollbeschäftigung. Sofort annehmen.“

“Er hat abgelehnt. Stattdessen ist er zu den Stadtwerken gegangen.”

“Schlechte Entscheidung. Wenn demnächst eh jeder sowieso umsonst fahren darf, im öffentlichen Nahverkehr. Bekloppte Idee. Völlig hirnrissig.”

“Idee ist die Entlastung der Straßen. Das schafft mehr Platz für unsere SUVs und andere Pferdestärken.”

“Ja, sicher. Mehr Parkraum für die Autos. Weil, die Bürgersteige werden nachts bei Schnee und Regen leerer. Wenn die ganzen miefenden Penner und stinkenden Junkies dann U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen nutzen und mit ihrem Gestank alles verpesten. Nur, klappt das nicht. Denn so kriegste die Leute nur ruckzuck zurück in ihre SUVs und Diesel-Edeldroschken. Damit schaffste ÖPNV-Abstinenzler. Und wer soll dann das alles wieder zahlen, wenn jeder umsonst fährt? Schwarzfahrer als Gegenfinanzierung fällt ja dann auch weg.”

Weiterlesen