Das Corona-Tagebuch: Provinznotizen aus Deutschland Süd bei Südost (42): Erdichtet

In einem Staate erging zum Schutze der Bevölkerung der Auftrag, die Freiheit einzusperren. Es gelang auch recht schnell, jene aufzuspüren, in Handschellen abzuführen und hinter Gitter zu bringen. Es wurde durchgeatmet, denn der Schutz der Bevölkerung war sicher gestellt. Doch die Freiheit an sich wäre wichtig, sogar systemisch, so sagte man, und daher sollte sie sich mit der Zeit auch wieder an sich selber gewöhnen und man ersann dazu einen 4-Stufen-Plan zur Freilassung der Freiheit.

Stufe 1: Du darfst alleine raus. Aber nur dann, wenn es nötig ist. Ansonsten 150 Euro. Wir müssen alle schützen.

Stufe 2: Okay. Du willst alleine raus. Aber du darfst nur mit Mund- und Nasenbedeckung einkaufen und unsere öffentlichen Nahverkehrsmittel nutzen. Einkaufen oder ÖPNV ist kein Privileg, sondern freiheitliche Teilnahme am freien Wirtschaftsleben. Akzeptierst du das nicht, dann wirst du auch nicht einkaufen oder umherfahren dürfen. Mund- und Nasenbedeckung ist Pflicht. Ansonsten 150 Euro. Wir müssen alle schützen.

Stufe 3: Hm. Okay. Du willst alleine raus. Du willst Freiheit leben, dich selber spüren. Gut. Nur, wenn wir ohne Einschränkungen erfahren dürfen, wo du bist, wohin du gehst, was du tust, mit wem du dich triffst, dann erhältst du ein wenig mehr davon. Freiheit war und ist ein kostbares Gut. Daher musst du ein Smartphone haben, auf welches unsere App funktioniert. Dann erhältst du in der Freiheit mehr von der Freiheit. Oder du musst in Kauf nehmen, zu Hause bleiben zu müssen. Du hast die Freiheit, unsere Bedingungen einverständlich zu wählen. Ansonsten 150 Euro. Wir müssen alle schützen.

Stufe 4: Du willst raus. Okay. Die Maßnahmen zur Förderung der Freiheit haben sich in den beobachteten Zeitraum bewährt. Die damals neue, ungewohnte Realität ist zu einer allgemein und akzeptierten geworden. Wir sind stolz unsere neu gewonnen Freiheit. Und für diejenigen, die immer nur Geisterfahrer sein wollen: Fügt euch unserer Freiheit. Ansonsten 150 Euro. Wir müssen alle schützen.

Nachdem jenes Stufen-Programm stand und es darum ging, dieses der Freiheit in ihrer Zelle zu präsentieren, wurde entsetzt festgestellt, dass die eingesperrte Freiheit aus der Zelle einfach verschwunden war. Das führte zur allgemeinen Verwunderung und Unverständnis. Es ging doch lediglich darum, die Freiheit zu schützen und ihre Einsperrung war wohlwollende Selbstschutz. Wie konnte die Freiheit darum einfach so dumm sein, aus ihrem abgeschlossenen Kerker zu verschwinden? Oder war sie ein Opfer einer Entführung geworden? Aber bislang verlangte niemand Lösegeld für ihre Freilassung. Man fand sie auch nicht erschlagen in irgendeinem Straßengraben. Oder wurde sie etwa ein Opfer von internationalen Terroristen?

Und weil keiner eine Antwort auf diese Fragen wusste, beschloss man, das 4-Stufen-Programm für sich zu behalten. Man müsse ja nicht alles herum erzählen. Zu viel der Offenheit würde der Bevölkerung auch nur Schaden bringen. Sie würde sich zu viele Gedanken machen und dann meinen, man würde ihr ungerechtfertigterweise zu denken geben statt jene selber denken würden. Dabei galt es doch die Bevölkerung vor unnötigen Schaden zu schützen. Also – so war der Gedanke – müsse man dieses verhindern und jetzt die Offenheit doch stattdessen im Kerker einsperren. Ja, auch jene müsse vor sich selbst geschützt werden.

Und somit …

Der Autor stockte und las sich das Geschriebene nochmals durch. Seine Stirn runzelte sich und er schüttelte den Kopf. Zu banal. Einfach zu banal. So etwas durfte er nicht schreiben. Völlig niveaulos. Und auch noch mit moralinsauren, erhobenen Zeigefinger geschrieben. Er zerknüllte kopfschüttelnd das Papier und warf es unbesehen hinter sich aus dem Fenster.

Als mir das zerknüllte Papier beim Spazierengehen direkt vom Kopf vor die Füße landete, hob ich es auf, entfaltete es und las das Geschriebene.

Jetzt wisst ihr, wie dieser ungeheuerlich beschränkte Blog-Eintrag zustande kam …

Das Corona-Tagebuch: Provinznotizen aus Deutschland Süd bei Südost (37): Lügengeschichten

Der junge Mann mit seiner Computertasche stand neben dem Auto, als dessen Fahrer ausstieg. Er blickte den Fahrer vorwurfsvoll an und fragte ihn mit anklagender Stimme, wie der Fahrer denn dazu komme, einen Aufkleber mit dem Slogan “Ich fahre sauber” am Heck kleben zu haben, aber ein Dieselfahrzeug zu fahren. Darauf erhielt er als Antwort: “Aber ich dusche doch jeden Tag zweimal ausgiebig.”


Die Preise auf den Gebrauchtwagenmarkt fallen. Durch die geringere Luftschmutzung gelang die gemeine Ferrorlitfraßamöbe (lat. “ferro manducans popularibusque amoeba”) eine unglaubliche Vermehrung. Autofahrer berichten inzwischen verzweifelt darüber, dass sie fast zusehen könnten, wie diese gemeine Amöbe unter dem Lack sich über das Blechkleid ihres Vehikels hermacht. Vereinzelnd meinten manche sogar das Schmatzen der Ferrorlitfraßamöbe deutlich vernehmen zu können. Eine Rückfrage bei den Experten der Automobilbranche ergab beruhigendes: Es gäbe kein Grund zur Beunruhigung. Von solchen Ferrorlitfrassamöben habe hier noch nie jemand etwas gehört. Das seien sicherlich Fake News aus der Verschwörerszene. Zudem könne man in den heimischen Garagen im hermetisch abgeschlossenen Raum den Automotor für knappe zwei Stunde laufen lassen, um mittels NOx-, CO- und Feinstaub-angereicherter Luft dieser hinterhältigen Fraßamöbe den Garaus zu machen. Mein Nachbar wollte den Rat vor vier Stunden zusammen mit seinem Lieblingsauto bei sich in der Garage umsetzen. Bislang hat er uns noch nicht Rückinfo über die Wirksamkeit des Vorschlags gegeben. Ich hoffe, dass er in diesem Test nicht allzu viel Energie reinsteckt. Ich glaube nämlich nicht an solche Ferrorlitfraßamöben.


A propos Energieverbrauch: Zu den aktivsten Stromsparern gehören die Verbreiter von Verschwörungstheorien. Sie tappen meiste Zeit im Dunkeln.


“Schreiben Sie mit! 5.” “Fünf.” “3.” “Drei.” “7.” “Sieben.” “3.” “Ja.” “5.” “Yep.” “4.” “Okay hab ich.” “537354 ist die magische Zahl. Sie hilft.” “Quersumme 27.” “Genau! Dreimal 9! Die Zahl vom Biest, wenn man die drei Neunen umdreht!” “Also 666? Die Summe der Summe der Quadrate der ersten sieben Primzahlen?” “Spotte nicht! Sonst wirst du an Corona erkranken und deine Lunge vom Biest verbrannt! Schreibe die Zahl ‘537354’ an deiner Haustür, an deinem Briefkasten und an jeder Ecke jeder Wand, damit das Biest nicht noch mehr Opfer findet.” “Geht auch zwounddreißig sechzehn acht? Darunter herrscht Konjunktur die ganze Nacht.” “Spotte nicht! Du wirst schon sehen, was du davon hast!” “Sex? Die ganze Nacht?” “Vade retro, Satanas!” …


“Ist dir das auch schon aufgefallen?” “Was denn?” “Schau mal hoch!” “Und?” “Strahlend blauer Himmel. Keine Flugzeug-Kondensstreifen, keine Chemtrails mehr! Und dann noch die Atemmasken. Die verlieren die Weltherrschaft und die Kontrolle über uns!” “Wer?” “Diese international vernetzten Reptiloiden und deren dumme Gefolgschaft.” “Ach.” “Ja.” “Soso.” “Nicht wahr, endlich mal völlig kontrolliert sein, ist ein ganz neues Lebensgefühl, nicht wahr.” “Hey, Brain! Was wollen wir denn heute Abend machen?” “Genau das selbe, wie jeden Abend, Pinky. Wir versuchen, die Weltherrschaft an uns zu reißen.”


Alles erfunden und erlogen. Hemmungslos und einfach mal so. Damit ihr’s wisst.

Ertrage die Clowns (11): Das Leben mit anderen wie in einem Gemälde

Im Jahr 1949 steckte sich der junge Joachim Fest einen Zettel ins Portemonnaie, den er bis zu seinem Tode mit sich führte. Auf dem Zettel stand der Satz:

„Ertrage die Clowns!“

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Wenn die Kneipe das reale Leben spiegelt, dann ist das Kino die Projektion der Leidenschaften. In besonderen Kinos kommt es immer wieder zu besonderen Begegnungen. Cineastisch gesehen verschmelzen in solchen Lokalitäten Kneipe und Leinwand, während der Film in Endlosschleife zusammen mit dem Leben dieser Welt einem am Auge vorbeiläuft. Jeder Regisseur dieser Welt würde sogleich seine Handkamera aus der Hosentasche hervorholen, um diese reale Wirklichkeit eins zu eins abzufilmen: verwackelt, unglaublich simple Dialoge mit unbändiger Intensivität, Farben wie aus einer billigen Waschmaschine, das ganze weder in 4K noch in FHD, dafür lediglich gefilmt in der Auflösung alter 8-mm-Filme. Ein neuer Film im Stile von “Blair Witch Project”.

“Weißte”, würde dann der erste Amateur-Schauspieler sagen, mit einem Auge auf Leinwand und Publikum schielend, das andere an seinem Gegenüber klebend, das schmierige Gesicht einem direkt zugewendet, “weißte, in unserer Lebensgemeinschaft sind wir Full-Swap-Swinger, nicht wahr, also so mit allem drum und dran, und wir sind uns auch für alles ohne auch nicht zu fies vor, wir testen uns ja regelmäßig und sind gesund, also sind wir sauber und darum nur echtes Full-Swap, verstehste, wir lieben das Leben und warum sollten wir es darum nicht auskosten, nicht wahr, aber diese Sache mit dem Virus momentan, glaub mir, in den Medien wird gelogen was das Zeug hält, alles nur Hysterie und Panikmache, weder neutral noch objektiv, die Medien sind doch das Sprachrohr der Regierenden, muss man denen nicht glauben, was die so verzapfen, genauso das wie mit der Klimakrise, alles gemachte Panik, Waldsterben, Ozonloch, Sars, Klimakrise, vermeintliche Bedrohung durch marodierende Rechtsradikale, Kassenbons für Brötchen, Bienensterben, Ausländerreserviertheit, Kritik an erfolgreiche Großunternehmer und Organisationen in Fußballstadien und so weiter und so fort, denk doch mal, das sagen die doch nur, um vielleicht von brisanteren Themen abzulenken.”

“Die wären?”

“Begreife einfach, das dies nur dazu dient, die Menschen in der EU von anderen Themen abzulenken, schau mal nach Griechenland, was da abgeht. Da werden Menschen und Systeme gepämpert und gebauchpinselt, da erhalten die Menschen die Butter, die man uns nicht auf dem Brot gönnt, da schafft man denen das Paradies auf Erden, während man uns hier durch unsinnige Verbote und Meinungsmache klein halten will. Man will uns unseren Stolz nehmen. Und wenn dann etwas einem etwas demokratisches nicht passt, einfach das Gegenteil machen. Erinnert mich an Erfurt und die Wahl zum Ministerpräsidenten. Da hat den Regierenden auch nicht gepasst, was das Souverän des Volkes als Stimmabgabe ausgedrückt hat und was in Folge zuerst parlamentarisch gewählt wurde.”

Der Regisseur würde sofort umschwenken, die nächste Szene suchen, etwas aus einem Gemälde wie von Hieronymus Bosch. Ganz im Sinne des christlichen Abendlandes würde er versuchen, jede der sieben Wurzelsünden kamera- und dialogtechnisch abzubilden: Hochmut, Habsucht, Neid, Zorn, Wollust, Selbstsucht, Ignoranz.

Aber seine Suche wäre zwecklos, denn am Markt käme er damit nicht durch, würde mit seinem Kurzfilm zu den sieben Wurzelsünden keinen Erfolg zu haben. Niemand würde das sehen wollen. Auch wenn der Film sich eines Vergleichs zu “Blair Witch Project” nicht scheuen müsste.

Anfangs wäre er verzweifelt, weil es niemanden interessiert oder keiner hinschauen mag, nach kurzer Zeit würde er aber erkennen, dass es gerade die nachhaltige Praktizierung der Wurzel”sünden” dazu führt, was ein Leben ähnlich in einem Gemälde von Hieronymus Bosch dieses eben erst ermöglicht. Wer so etwas nicht explizit und ausführlich praktiziert, der wird gesellschaftlich an das bittere Ende der sozialen Hackordnung eingereiht.

Der Regisseur würde sich zurückziehen und bitterlich weinen und dann in eines der Kinos gehen, in der Leinwand und Kneipe miteinander verschmelzen, sich die Szenerie anschauen, sich wie in einem Gemälde von Hieronymus Bosch fühlen, die Handkamera herausholen …

… aber dann wurde er pragmatisch und steckte die Handkamera wieder weg, schnappte sich sein Bier, fläzte sich in einen der roten Sessel, und sah dann kurz darauf die Szenen des wahren Lebens vor sich ablaufen, einen kurzen Ausschnitt aus Helmut Dietls “Kir Royal” aus München, über München, in München, abgespielt vor seinem inneren Auge:

Haffenloher: „Ich mach dich nieder, wenn du mich jetzt hier stehen lässt wie einen Deppen, dann mach ich dich nieder. Ich ruinier dich. Ich mach dich fertig. Ich kleb dich zu von oben bis unten.“
Schimmerlos: „Mit dem Kleber?“
Haffenloher: „Mit meinem Geld. Ich kauf dich einfach. Ich kauf deine Villa, stell noch einen Ferrari davor. Ich scheiß dich sowas von zu mit meinem Geld, dass du keine ruhige Minute mehr hast. Ich schick dir jeden Tag Cash in einem Koffer. Das schickst du zurück. Einmal, zweimal, vielleicht ein drittes Mal. Aber ich schick dir jeden Tag mehr. Irgendwann kommt der Punkt, da bist so mürbe und so fertig und die Versuchung ist so groß und da nimmst es. Und dann hab ich dich, dann gehörst du mir. Dann bist du mein Knecht. Ich bin dir einfach über. Gegen meine Kohle hast du doch keine Chance. Ich will doch nur dein Freund sein – und jetzt sag Heini zu mir.“

Betrunken wankte der Regisseur von dannen. Er hatte genug. Genug gesehen, genug erlebt. Er benötigte neue Eindrücke, bessere, wirklichere, draußen vor der Tür …

Bösartige Umfrage

Eine kleine Forschungsgruppe der Elite-Universitäts LMTU München ging Ende Februar 2020 in die Innenstadt von München und konfrontierte Passanten, die eine Atemmaske trugen, mit der folgender Situation:

“Angenommen Sie müssten zwischen der Aufnahme eines Flüchtlings aus Syrien und der Corona-Virus-Erkrankung wählen, was wäre dann Ihre Wahl? a) vierzehn Tage Quarantäne und dann mit akuter Erkrankung knapp dem Tod entgehen? b) zusätzlich zu den Masernparties für die eigenen Kinder in den Kitas eine Immunisierungsparty mit CoVid-19-Erkrankten zur Eigen-Immunisierung durchführen? c) Flüchtling sofort zu Hause aufnehmen d) Flüchtlinge in CoVid-19-sichere Drittstaaten ausweisen e) eine CoVid-19-genehme Alternative für Deutschland wählen?”

Folgendes war der völlig überraschende Ausgang der Umfrage:

Tja, leider reichte das Budget der kleinen Forschergruppe nicht aus, die Zusammenfassung zu veröffentlichen …

Die Ermittlungen Stand jetzt

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Nach aufwendigen Ermittlungen, diversen Datenbankabgleichen und Profiling-Analysen verkündigte ein Mitarbeiter des Polizei-Beamtenkreises, dass jetzt eine entscheidende Spur gefunden worden sei.

Der Mord an den CDU-Politiker Walter Lübcke sei in einer Linie mit den „Dönermorden“ zu sehen. Auch damals sei bereits eine individuellste Minoritäten-Randgruppe an den später als gemeinhin „NSU“-Morden bezeichneten Vorkomnissen widerlichster Art beteiligt gewesen.

Aufmerksame Polizei-Ermittler fanden jetzt unleugbare Parallelen zwischen jenen  Dönermorden und der Tötung des CDU-Politiker Walter Lübcke, welcher zuvor offenbar zu einer nicht näher begründeten Emigration auffordert hatte. Jenes politisch tätige Individuum aus einem deutschen Dorf sollte sich nachweisbar der vorherrschend mehrheitlich demokratischen Mentalität in Deutschland nicht mehr angepasst haben.

Wie aus informierten Kreisen einiger Privat-Ermittler zu erfahren war, handelt es sich bei dem Todesfall jenes Politikers nur um eine Privatfehde im rechtsgerichteten Milieu, welche keine Gefahr für die allgemeine Bevölkerung darstellt. Die Ursachen der Privatfehde sind noch nicht klar eruiert, könnten aber mit ungeäußerten  Immobilienvorhaben im Dorf zu tun haben, Vorhaben, welche es noch grundlegend als Mordmotiv zu analysieren gäbe. Diese Art der Motivation könnte man eventuell somit in einer Linie mit den damaligen deutschlandweiten Dönermorden sehen. Denn deren Hauptzeugen der damals von Ermittlern verfolgten „Dönermord“ könne sich ebenso wie Lübcke dazu nicht mehr äußern.

Festgestellt sei somit, dassalso kein Grund zur Besorgnis bestehe, so ein selbsternannter Vertreter der PI-News für die internationale, interessierte Presse erklärend vor seiner Wohnung auf Mallorca als auch ein weiterer auf den Kanaren, wo die ungehemmte Einwanderung von Schein-Asylanten ein sehr großes Problem geworden ist. Von beiden Stellen wurde unisono verkündet, man habe alles im Blick der Ermittlungen und werde in der Aufmerksamkeit nicht nachlassen. Aber alles wäre nur halb so wild.

Allerdings empfehle man der besorgten Bevölkerung ob solcher unangenehmen Vorfälle wie in der hessischen Kleinstansiedlung Wolfhagen von knapp 13.000 Einwohnern sich von linken, von linksradikalen und von linksextremistischen Gruppierungen fern zu halten, da jene ob deren Ablehnung demokratischer Mehrheitsäußerung und eigener Radikalität immer ein Problem für die Sicherheit jedes Bürgers darstellen.

Sobald neue Nachrichten durch die Bedrohung der Unterwanderung durch die AntiFa aufgedeckt worden sei, werde dies bereits morgen in den PI-News verkündet.

In der Zwischenzeit wird empfohlen dem ehrenwerten, ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck seiner Worte Folge zu leisten und die gleiche Toleranz, die momentan für jeden Schein-Asylanten eingefordert wird, auch erst recht für gute tradierte rechte und konservative Gedanken zu üben. Unser Land braucht dieses angesichts der Bedrohungen von außen mehr als sonst. Der Christdemokrat Joachim Gauck stellt sich mit seiner Besorgnis somit in einer Linie wie der Sozialdemokrat Thilo Sarrazin und der Mehrheit der demokratischen Bevölkerung.

Also, besorgter Bürger: stay tuned!

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Nö, keine Sorge. Mit obigen habe ich euch freilich belogen. Komplett. Lediglich ein schlechter Versuch einer hanebüchenen Satire. Und? Wer von euch Lesern hat es erkannt? Klar. Keiner. Weil es eine so schlechte, miese bis gar keine Satire ist  ….

Da uns schlägt die rettende Stund, Teil 6

[22.12.2018 10:11:21] „Hallo Careca, mit Interesse las ich deine Anzeige, dass auch du Weihnachten nicht allein feiern möchtest. Ist das noch aktuell? Frohe vorweihnachtliche Grüße, Anette“

[22.12.2018 11:21:11] „Hallo Anette, kennen wir uns nicht schon? Bist du nicht die mit den vier lebensfrohen Katzen von vor fünf Tagen?“

[22.12.2018 11:23:23] „Na und? Darf ich nicht mal fragen? Musst du gleich so ausfallend werden?“

[22.12.2018 11:59:13] „Hallo Anette, wo bin ich denn ausfallend geworden? Gruß Careca“

[22.12.2018 12:13:59] „Careca, ich fand schon deine vorherigen Mails an mich unverschämt. Du scheinst mich wohl zu stalken. Dir ist doch wohl klar, dass dieses strafbar ist?“

[22.12.2018 12:59:59] „Anette, ich stalke nicht. Du hast mich angeschrieben! Gruß Careca“

[22.12.2018 15:12:04] „Jaja, das sagen alle. Aber ich habe es schwarz auf weiß in meinem E-Mail-Postfach. Du hattest mich letzten Sonntag als erster angeschrieben. Du bist doch dieser notgeile Über-50-Jährige, mit dem es keine Frau paar Dutzend Jahre aushält? Du hast es doch auf einsame Frauen abgesehen, um dann zu Weihnachten deren Notlage auszunutzen und diese zu belästigen!“

[22.12.2018 16:00:00] „Hallo? Ich belästige nicht! Auch dich nicht!“

[22.12.2018 16:12:22] „Aha, aber wieso schreibst du mir dauernd? Kein Wunder, dass dich deine Frau nach 30 Jahren verlassen hat, denn du bist unfähig, dich anderen Menschen anzupassen. Du gefällst dir als institutionalisierter antideutscher Bilderstürmer und hirnbefreiter Traditionsbrecher. Als Widersprecher der guten Meinung? Solche Leute wie du sind erheblich gefährlich!“

[22.12.2018 17:01:44] „Anette, jetzt übertreibst du aber! Wer sagt dir, dass ich mit einer Frau zusammen war? Ich bin weder notgeil, noch lass ich mich von dir beleidigen! Gruß Careca“

[22.12.2018 19:39:24] „Du hast doch angefangen! Wer hat mir denn unterstellt, ich wäre eine Couch-Kartoffel? Ist das etwa keine Beleidigung unter der Gürtellinie? Ich werde deine Mails an meinen Rechtsanwalt weiterleiten. Du wirst von ihm hören. Deine dumme präpotente Arroganz werde ich dir austreiben. Du wirst es dir noch gereuen, mir begegnet zu sein!“

[22.12.2018 20:15:45] „Na dann. Da bleibt mir nur noch dir eine Frohe friedliche Weihnacht zu wünschen, Anette, und rutsche gut. Habe die Ehre, Careca“

[22.12.2018 22:45:09] „Noch eine weitere, dieser beleidigenden und ehrabschneidenden Mails von Ihnen, Herr Careca, und ich zeige Sie umgehend wegen permanenten Stalkens an, nur damit Sie es wissen! Solche Leute wie Sie gehören mit der Scheißhausbürste ausgekehrt! ARSCHLOCH! Mit vorzüglicher Hochachtung, Anette“

Da uns schlägt die rettende Stund, Teil 5

[21.12.2018 06:01:17] „Hallo Kerstin und Gerd, mit Interesse las ich eure Anzeige, dass ihr Weihnachten nicht allein, sondern in einer größeren Gruppe feiern möchtet. Ist das noch aktuell? Frohe vorweihnachtliche Grüße, Careca“

[21.12.2018 13:21:49] „Hallo Careca! Super! Du bist eingeladen! Wir freuen uns. Grüße Kerstin und Gerd“

[21.12.2018 14:41:14] „Hallo Kerstin und Gerd, das ist schön. Was habt ihr denn geplant?“

[21.12.2018 17:05:33] „Hey Careca, Kerstins Großeltern mussten dieses Jahr ins Altersheim, weshalb wir beide Weihnachten nicht bei Ihnen verbringen können. Und ihre Eltern verweilen gerade auf den Kanaren, also ist da auch nichts und wir sind allein. Wir beide würden uns sehr freuen, zusammen mit dir in einer Gruppe bei jemandem den Heiligen Abend verbringen zu können. Gedacht haben wir, zusammen zu kochen, Wein zu trinken und einen Filmabend bei Kerzenschein und Weihrauchduft zu machen. Bislang haben zwei Paare, eine Frau und ein Mann zugesagt. LG Kerstin und Gerd“

[21.12.2018 17:59:11] „Hallo Kerstin und Gerd, das hört sich vielversprechend an. Habt ihr schon genauere Pläne? Wo wird das ganze stattfinden?“

[21.12.2018 18:55:21] „Hey Careca, wir haben eine Liste aufgestellt, was so benötigt wird. Die anderen haben bereits einiges schon abgedeckt und können es mitbringen. Für dich wären dann noch folgende Punkte zum Auswählen: Weihnachtsbaum (geschmückt), Weihnachtsgans (Bio), Bordeaux-Wein (bitte keine Billigmarken, die schmecken nicht). Filme und DVD-Player stellen Kerstin und ich. Die anderen stellen Beilagen, Salate, Biosäfte, ausreichend selbstgebackenes Weihnachtsgebäck und Joints. Und: wir suchen noch einen Ort für die Weihnachtsfeier. Ich hoffe doch sehr, dass es bei dir gehen wird. LG Kerstin und Gerd“

[21.12.2018 21:12:16] „Hallo Kerstin und Gerd, ich habe gerade eine Einladung zu einem Weihnachtsfest von einer Freundin erhalten. Ich wünsche euch noch viel Erfolg für euer Fest. Careca“

Da uns schlägt die rettende Stund, Teil 4

[20.12.2018 07:31:52] „Hallo sehr geehrte Familie, mit Interesse las ich ihre Anzeige, dass Sie Weihnachten einem einsamen Menschen anbieten, mit Ihnen Weihnachten zu feiern. Ist die Anzeige noch aktuell? Frohe vorweihnachtliche Grüße, Careca“

[20.12.2018 22:35:02] „Hallo Careca, das stimmt. Sie ist noch aktuell. Können Sie mehr zu sich schreiben? Aufgrund der Entwicklung in Deutschland der letzten Zeit müssen wir auf die Beantwortung der nachfolgenden Fragen bestehen: Wer sind Sie? Warum sind Sie einsam? Aus welchen Verhältnissen kommen Sie? Was machen Sie beruflich? Leben Sie zur Miete oder in einem Eigenheim? Welche Bekanntenkreise haben Sie und warum feiern diese keinen Weihnachten? Darüber hinaus: Können Sie sich auch bei der Bescherung am Heiligabend entsprechend beteiligen? Wir können Ihnen eine Wunschliste von meiner Frau, mir selber und unseren drei Kindern zuschicken, wenn Sie uns Ihren Wunsch für ein Geschenk (max. 30 Euro) übersenden. Darüber hinaus wäre eine Unkostenbeteiligung für das Festmahl inklusive Getränke von 50 Euro erforderlich. Mit freundlichen Grüßen Familie Bode“

[20.12.2018 23:54:32] „Sehr geehrte Familie Bode, es hat sich erledigt, ich habe gerade vorhin Verlobung auf Schloss Neuschwanstein gefeiert. Die Hochzeit wird am Freitag vor Heiligabend in der Münchner Frauenkirche stattfinden. Sehen Sie meine Anfrage als gegenstandslos an. MfG Careca (nach Diktat vereist, übrigens auch verreist)“