Rosenmontag war gestern, heute ist Nelkendienstag!


Rosenmontag ist passé und der Südosten Deutschlands bereitet sich schon auf den politischen Aschermittwoch vor, um darauf natlos sich in der Starkbierzeit dem Vergessen des vorherigen Faschingstreibens hingeben zu können.

In der Zwischenzeit wurden kleine güldene Statuen an Personen für deren filmische Machenschaften von einem amerikanischen Elferrat mit Code-Namen „Filmender Frohsinn“ aus Los Angeles überreicht. Und während der Verleihung schauten unterdessen alle auf Twitter nach, was denn der @realDonaldTrump zu jener Oskarverleihung so zu sagen hätte. Aber es kam nichts von ihm. Hatte er etwa seinen Fernseher nicht an? Oder war er überhaupt im Weißen Haus oder seinem Trump Tower? Spekulationen um seinen Gesundheitszustand schossen ins Kraut.

Die der Fake News völlig unverdächtige Klatschpresse um Fox News und so hatte gleich heraus gefunden, was wirklich geschehen war:

Donald Trump versuchte sich in Begleitung eines Secret Service Agenten im Kölner Karneval beim Rosenmontagszug zu amüsieren. Unter den vielen anderen Menschen mit Trump-Masken fiel er, der @realDonaldTrump, ja eh nicht weiter auf. Jedoch – so soll Fox News berichtet haben – als @realDonaldTrump das zwölfte Küppers-Kölsch ge-ex-t haben sollte, brach er wohl zusammen. Er schien nicht mehr zu atmen, seine Augen waren verdreht, Schaum quoll ihm aus dem Mund und sein Smartphone wies kaum noch Akkuladung auf. Der Secret Service Agent griff zu seinem eigenem Smartphone und wählt die Nummer der Amerikanischen Botschaft in Berlin. „Ich glaube, der Präsident ist tot“, schrie er panisch in sein Handy, „was soll ich machen?“ In der Amerikanischen Botschaft versuchte man wohl zuerst, den Mann zu beruhigen: „Regen Sie sich nicht auf, wir werden Ihnen helfen. Stellen sie erst mal sicher, dass er wirklich tot ist.“ Am anderen Ende der Leitung herrschte einen Augenblick Stille. Dann fiel ein Schuss. „Erledigt“, sagte der Agent, „was jetzt?“

Der Agent hatte wohl nicht sorgfältig genug gezielt, wusste Breitbart News Network gleich aus gut unterrichteten Kreisen danach zu berichten. Der Präsident wurde per Luftfracht direkt in die Berliner Charité verfrachtet und dort notoperiert. So lag der @realDonaldTrump erschöpft, aber glücklich, weil lebend, in seinem Bett, als sein Vize Mike Pence auftauchte, um ihn zu besuchen. Mike Pence sah den Präsidenten vor sich liegend, verbunden an eine Unzahl von Schläuchen, die an der Decke und über den Boden liefen. Plötzlich fing der Präsident an zu keuchen. Da er nicht sprechen konnte, bat er Pence in Zeichensprache um einen Stift. Der @realDonaldTrump kritzelt auf einen Zettel einen Satz und fiel anschließend in ein tiefes Koma. Mike Pence sah den Zettel und reagierte sofort: „Das geht mich nichts an, weil nicht getwittert“ und brachte den Zettel umgehend der Frau des Präsidenten. Die studierte den Zettel und fiel in Ohnmacht. Daraufhin nahm Mike Pence den Zettel an sich und las: „Du Idiot, geh von meinem Schlauch runter!“

Berühmt berüchtigte Fake News-Vertreter aus den USA, also die New York Times, CNN und Buzzfeed, meinten dagegen berichten zu wollen, dass es sich bei der ganzen angeblichen Geschichte lediglich um mutmaßliche „Fake News“ handeln würde.

Gesichert ist jedoch laut diverser Teilnehmer der wöchentlichen Narrenveranstaltung in Sachsen, der PEGIDA-Dresden, dass von den berühmt berüchtigten Fake News-Vertretern aus Deutschland (wie SZ, FAZ, Zeit, Stern, Spiegel, taz und Bild) verschwiegen wird, dass an einem Reststück der Berliner Mauer am Berliner Wannsee offensichtlich eine Kinderhand in roter Farbe ein „Gott erhalte Donald Trump“ hinschmierte. Und in kleinen blauen Kleinbuchstaben drunter ein „möglichst bald“ kritzelte. Die Polizei wollte das bislang weder bestätigen noch dementieren, da ihr am Wannsee bislang keine Berliner Mauer bekannt sei. Sie vermutet berechtigterweise nicht „Fake News“, aber eine Ente verkleidet als ultrawichtige Nachricht vom Berliner Wannsee.

Und an dieser Stelle fragt sich der geneigte Karnevalsabstinenzler:

Ist das Humor?

Oder kann das weg?

Über das Lachen: Was lachst du? Rosenmontag?


Lachen ist gesund. Gesund Lachen. Lachen. Gesund.

Lachen ohne Humor ist genauso existent wie Humor ohne Lachen. Humor hat mit Lachen nur indirekte Verbindungen. Genauso wie umgekehrt. Die Beweisführung liegt jedes Jahr in den Händen des Aachener Karnevalsvereins mit seinem Orden „Wieder den tiereischen Ernst“. Laachen verboten. Oder in Mainz. Wenn der Karneval beim Sinken lacht. Oder wenn in München die Feierbiester am Faschingsdienstag punkt Mitternacht den Kehraus in Sachen Lachen erleben. Beim Zahlen der eigenen Zeche. Wenn nur noch das Bargeld lacht und am nächsten Tag im Fischbrunnen am Marienplatz der leere Geldbeutel geschwenkt wird. Quod erat demonstrandum.

Lachen kann tödlich sein. Absolut. Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Die letzten werden die ersten sein. Wenn dem Menschen dabei das Lachen nicht im Halse stecken bleibt, beim Heraushauen von Plattitüden über das Lachen. Lachen kann tödlich enden. Wie das Leben generell.

Erstrebenswert?

Vor 55 Jahren kam es in einem Landstrich am Viktoriasee im heutigen Tanzania zu einer Lach-Epedemie. In einer Mädchenschule für Zwölf- bis Achtzehnjährige setzte sie ein und führte zu Schulschließungen. Unbeweglichkeit und Inkontinenz bis hin zur Unfähigkeit zum Sprechen und Essen waren die Auswirkungen. Symptome wie Schwindel, Atemnot und Ohnmacht wurden immer zuerst bei heranwachsenden Frauen in christlichen Schulen dokumentiert. Von diesen christlich unterrichteten Frauen sprang der Funke auf Mütter und weibliche Bekannte über. Je intensiver die weiblichen Verbindungen, desto höher die Ansteckungsgefahr. Männer, Väter und andere Lebensabschnittsgefährten waren nie betroffen.

Lachen ist für Frauen lebensbedrohend?

Vor 60 Jahren, 1957, wurde der „lachende Tod“ bereits wissenschaftlich dokumentiert. Aber Beachtung erhielt dieser „lachende Tod“ erst bei der Diskussion um degenerative Hirnerkrankungen wie Alzheimer- und Parkinson-Krankheit Aufmerksamkeit. Der „lachende Tod“ ist eine Prionenkrankheit und wird als „Kuru“ bezeichnet. Festgestellt wurde sie auf Papua-Neuguinea und bei Sansibar. Zurück geführt wurde die Krankheit bei den Menschen von Papua-Neuguinea auf das Verspeisen von toten Stammesangehörigen (Endokanibalismus). Ein Symptom der Krankheit war das unnatürliche Lachen, die Lachkrankheit. Wissenschaftlicherseits wurde festgestellt, dass Männer von dieser Lachkrankheit weniger betroffen waren. Frauen davon um so mehr.

Lachen und Frauen. Eine ungute Verbindung?

Absolut. Bereits Homer hatte vor 2800 Jahren drei nicht enden wollende Gelächter der Götter aufgeschrieben. Jenes unlöschbare Gelächter der Götter, asbestos gelos, benannt nach dem Lachgott Gelos. Bei der ersten Gelegenheit ging es um eine nicht akzeptable sexuelle Affäre der Aphrodite, dann um einen Konflikt der Hera mit ihrem Mann, dem Zeus, und zu guter Letzt ein Gelächter der Freier, ausgelöst von der Athene im Hause Odysseus. Dreimal Frauen, dreimal göttliches Gelächter über jene.

Wesentlich geschlechterneutraler ging es vierhundert Jahre später zu: Plato nahm sich des Lachens an und identifizierte es als staatszersetzend und subversiv. Schadensfreude ist nach Plato Böswilligkeit, welche anderen Schmerz zufügt. Weitere hundert Jahre danach befindet Aristoteles, dass der Witz eine Form der gebildeten Frechheit bis gar Unverschämtheit sei. Lachen allerdings empfindet er als wünschenswert, wobei er ein zu viel des Guten als vulgär und possenreisserisch verurteilt. Lachen als rhetorisches Mittel allerdings befürwortet er zum Zwecke der Überzeugung, der Missbilligung und der Kontrolle.

Vor über 370 Jahren erklärte der Philosoph Decartes, dass das Lachen eine physische Fehlfunktion darstelle. Selbst Hobbes erklärt, dass Lachen einer der schlimmsten Eigenschaften des Menschen zur Steigerung des Selbstgefühls wäre. Lachen ist für ihn ein Zeichen von Hass und Verachtung gegenüber den anderen, den Gegnern.

Das 18. Jahrhundert brachte Philosophen hervor, die das Lachen unterschiedlich beurteilten. Kant sah eine Erklärung zum Lachen in psychosomatische Effekte, nach der Körper und Verstand mittels dem Gefühl in Balance gebracht werden. Hegel  erkannte in dem Lachen eine entäußerte Inkarnation des Inneren. Schopenhauer vertrat die Ansicht der Inkongruenz: Wahrnehmungen einer Sache, Person oder Aktion und deren abstrakten Darstellung wiesen Abgründe auf, die mit dem Lachen überbrückt wurden. Bergson betrachtete das Lachen als ein soziales Regulativ, in welchem die Mitglieder einer Gruppe durch Demütigung zur Einhaltung von Normen gebracht werden.

Andere Philosophen hatten noch weiter gehende Ansichten, aber immer war eines zu erfassen: das Lachen wurde im Zusammenhang mit dem Komischen besonders im Mittelalter als negativ bewertet, weil es dazu diente, Überlegenheit zu zeigen und gesellschaftlich erwünschte Normen zu stabilisieren. Lachen war immer das Störende gegenüber der Vernunft.

Umberto Eco beschrieb dieses in seinem Buch „Der Namen der Rose“. Dort ging es um ein Buch von Aristoteles, in welchem Aristoteles sich mit dem Lachen als Befreiung von Zwängen auseinandersetzte. Lachen als eine Kunst, als eine Philosophie. Im Roman fiel das Buch den Flammen eines gestrengen Klosters zum Opfer.

Nur, wo blieben die Frauen in der Geschichte des Lachens? Sie verbleiben bei der Thales-Anekdote von Plato: ein Denker und Sternendeuter schaut nur nach oben zum Himmel und fällt dabei in ein Loch. Eine Magd, als hübsch und witzig beschrieben, spottet darüber, dass der Denker immer nur nach oben schaute, für das wesentliche zu seinen Füßen aber keinen Blick übrig hatte. Die Magd spielte danach keine weitere Bedeutung mehr bei Plato. Ihr Lachen verhallte ohne großes weiteres Echo bei Platos Betrachtungen.

Frauen und Lachen. Frauen lächeln und lachen zur Konfliktregelung und zur Konfliktvermeidung. Sicherlich dient Lachen zur Stressreduzierung und hat auch einen Anteil an der Prävention von Krankheiten. Frauen lachen situativ und selbstbezogen mit einem Bestreben zum ausgleichenden Humor. Dabei werden Humor und Lachen oft gleichwertig benutzt. Das Lachen selber wird weitgehend als reflexartige und willkürliche Körperreaktion auf empfundene Emotionen definiert. Dabei leitet sich das Wort „Humor“ sprachlich von Körpersäften ( lateinisch von „humores“) ab,  nämlich Schleim, Blut, schwarze und gelbe Galle. Die Auffassung  der Säfte im ausgeglichenen Verhältnis („guter Sinn  für Humor“) im Hinblick auf mögliche Unausgeglichenheit („humorlose Person“) hat sich heutzutage gewandelt. Humor wird als die geistige Fähigkeit der Grenzüberschreitung angesehen, die sich in Lächeln oder Lachen ausdrücken kann. Gelacht wird allerdings auch über das, was eigentlich Angst macht. Somit wird ein inneres Gleichgewicht geschaffen, was verhindert, dass Aggressionen offen ausbrechen können. Lachen als Überdruckventil der eigenen Emotionen.

Von den Weltreligionen Buddhismus, Judentum, Christentum und Islam sticht das Christentum als die heraus, die sich vom Lachen am weitesten befreit und distanziert hat. Buddha war ein Meister des Lachens. Mohamed hat nachgewiesenermaßen gelacht. Im Alten Testament lachte Gott ein paar Mal lediglich im Buch Genesis, allerdings nicht mit den Menschen sondern über diese. Nur der Jesus des Neuen Testaments wandelt ohne Lachen durch seine Geschichte von Geburt über Kreuzigung bis zu hin zu seiner Auferstehung. Kein Lachen. Kein Lächeln. Nichts. Im Christentum wurde das Lachen eine Eigenschaft des Teufels, weil Lachen die Seele zerstört. Der Ernst war heilig und des Himmels. Lachen symbolisiert dagegen niedrige Weltlichkeit und Sünde. Nur ganz ohne Lachen lebt der Mensch nicht. Weswegen es in gelenkte Bahnen gebracht werden sollte. Bestimmte Zeiträume wurden dem Lachen zur Kanalisierung zugestanden. Der Karneval als Zeitraum des instituierten Lachens. Der Straßenkarneval als Zugeständnis der Belustigung des niederen Menschen und seiner Sündhaftigkeit. Seit den ersten Kapitel der Bibel ist die Ursprung der Sünde bei Menschen schon immer die Frau. Die immer lacht.

Und am Aschermittwoch ist dann alles vorbei, so erklärt der Mann dem „Immer wieder lockt das“-Weib, dass es am Mittwoch Schluss mit Lustig zu sein hat. Die Frau als das verführende Subjekt, jene Unersättliche, die immer das Böse im Manne hervorlockt, der sie darauf mit ewiger Potenz zu bedienen hat. Lachen war das Zeichen der unersättlichen sexuellen Begierde der Frau, das Zeichen der sich unkontrolliert öffnenden und zuschnappenden Vulva der Frau. Und die hatte der Mann unter Kontrolle zu halten. Kastrationsängste.

Lachen? Pygmäen liegen vor Lachen hemmungslos auf dem Boden, während bei den Dobuans in Neuguinea das Lachen als negativ angesehen wird. Für Thais gilt lautes Lachen als vulgär, was in mediterranen Ländern Europas mit erheblichen Unverständnis quittiert wird. Nur noch Kinder und die ärmeren Klassen Mitteleuropas lachen ausgelassen mit dem ganzen Körper. Darum wird Comedy oftmals mit dem angeblichen Humor von Hartz-4-Empfängern gleich gesetzt. Comedy als soziales Zugeständnis an das Lachbedürfnis der Armen. Im Gegensatz dazu wurde Kabarett immer als Spielwiese für Akademiker und anderen Intellektuelle deklariert. Wohlgemerkt, deklariert von vielen Akademikern und Pseudo-Intellektuellen, aber nicht von den Kabarettisten an sich. Wer etwas auf sich hält und nicht mit den Unterschichten einer Gesellschaft in Verbindung gebracht werden möchte, der hält sich von der Comedy und dessen Humor fern. Der spuckt ostentativ auf deren Humor oder was man selber dafür hält, weil man sich selber als etwas besseres beurteilt. Es gibt eine klare Trennung von lustig und nicht lustig, angemessenes und nicht angemessenes Lachen. Das gilt auch für Satire. Und wer diese Trennung nicht akzeptiert, der wird notfalls vors Gericht gebracht. Was gerichtsmäßig verwertbar ist, bleibt unterschiedlich.

Frauen lachen doppelt so häufig wie Männer, Kinder bis zu zehnmal häufiger als Erwachsene. Lautes Lachen bei Frauen gilt jedoch als unschicklich. In deren Pubertät wird es aber gerade noch geduldet. Lautes Lachen hatte schon immer etwas von Rebellion gegen soziale Normen und ist deshalb unerwünscht. Bis in den sechziger Jahren galt lautes Lachen von Frauen in Deutschland noch als Indiz für Wahnsinn oder als eindeutige sexuelle Erklärung. Die weibliche Rolle sieht Bescheidenheit und Passivität vor. Lachen in Anwesenheit von Männern wird auch noch heute als sozial-inkompatibel angesehen. Und je höher der gesellschaftliche Rang der Frau desto weniger wird gelacht. Darum ist die Queen auch nur noch maximal „amused“, aber öffentlich laut gelacht hat sie noch nie.

Bis Aschermittwoch werden im Fernsehen die Aufzeichnungen des diesjährigen Sitzungskarnevals heraus gehauen. Jede freie Minute wird dazu verwendet und kann als Beleg dafür gewertet werden, dass das Lachen in dieser Zeit als männliche Domäne gilt. Frauen haben dort wenig zu suchen. Selbst die Kölner Stunksitzung – ein Überbleibsel eines Karnelvalsansatzes der 80er Jahre, welcher sich als „alternativ“ zum „konventionellen Karneval“ definierte – kommt aus diesem Dilemma nicht raus, selbst wenn dort der Frauenanteil der aktiven Bühnenteilnehmer erheblich über dem der konventionellen Karnelvalssitzungen liegt. Auch dort tankt sich immer wieder das Bild der Frau als „Immer wieder lockt das“-Weib durch. Ein Bild, welches am Aschermittwoch „Schluss mit Lustig“ nach sich zieht.

Beruhigend ist, dass der Karneval  bald vorbei ist und dass dann Frauen auch weiterhin bei beim Lachen der Massen mitwirken werden. Auch wenn es bei einigen Frauen der Humorszenen zu Schmerzen beim Zuhören führt. Aber solange bestimmte männliche Comedians und Pseudo-Kabarettisten versuchen, das Volk zu bespassen, dürfen Frauen ruhig mitmachen. Mit dem Aschermittwoch endet längst noch nicht alles lachhaftes, was so einem zum Schlucken genötigt wird … aber das ist eine andere Geschichte über Kröten, die einem im Halse stecken bleiben …

Zum heiteren Karneval: Die Lage ist ernst …


Vielleicht hätte ich es unterlassen sollen. Am Alter Markt in der Kölner Altstadt. Zur Eröffnung des Straßenkarnevals am Altwieverfastelovend. Ich hätte es unterlassen sollen. Als ich bei einem der vielen Polizisten mit ihren durchgeladenen Maschinengewehren, die zum Schutze der Altwieverfastelovend-Jecken an strategischen Punkten öffentlich sichtbar positioniert waren, als ich in so einem Maschinengewehrlauf eine rote Nelke hinein steckte.

Nelken in Gewehrläufe. Tut man nicht. Nicht kurz vor Karnevalsbeginn, vor 11:11 Uhr. Und auch nicht kurz danach, nach 11:11 Uhr. Selbst dann nicht, wenn auf der großen Bühne diverse Karnevalsgesellschaften die Veralberung des Militärischen mit ihren offiziellen Karnevalsuniformen betreiben.

Nelke in Gewehrlauf. Das ist kein Spaß. Selbst wenn man es mit einem freundlichem Lachen tut.

Sie verkennen den Ernst der Lage, mein Lieber!“

Seine Worte waren von ihm langsam und bedächtig ausgesprochen worden. Mit einer Geste winkte er seinen Begleiter heran.

Ich bezweifle, dass die Lage überhaupt Ernst verdient hat. Sie ist eher lachhaft“, entgegnete ich und versuchte ebenfalls Ruhe in meiner Sprache zu bringen.

Sie sollten vorsichtig mit Ihrer Einschätzung sein. Es gibt viele Leute, welche die Lage sorgt.“

Sein Begleiter stand jetzt hinter ihm. Sein Blick fixierte mich wie ein Gerichtsdiener einen Verbrecher beobachtet. Ich war mir meiner Einstellung sicher, aber der Mann und sein Begleiter waren aus einem anderen Holz geschnitzt als vielleicht jene, die zuvor mit mir in Kontakt getreten waren. Freudloser erschienen sie mir.

Warum habe ich den Eindruck, dass Ihnen die Sorgen anderer Freude bereiten?“

Das Wort ‚Freude‘, mein Lieber, ist deplatziert. Eine solche Lage ist nie eine ‚Freude‘.“

Aber Sie schüren mit Begeisterung Angst.“

Ich schüre keine Angst. Ich versuche lediglich, die Situation stabil zu halten.“

Sie malen den Teufel an die Wand und nähren die Angst, dass der Teufel mächtiger sei als alles andere.“

Sein Blick musterte mich abwägend.

Nennen Sie es, wie Sie es wollen, aber akzeptieren Sie die Notwendigkeit des Ernstes … .“

… der Lage, ich weiß.“

Meine Ungeduld hatte mich ihm ins Wort fallen lassen. Und ich wollte der kurz entstandenen Gesprächspause keinen weiteren Raum gewähren:

Sie haben Angst vor dem Lachen der Menschen. …“

Das Lachen ist ein Zeichen der Beschränktheit des Menschen …“

Das Lachen ist ein Zeichen, dass Angst besiegt wurde, und dass Schreckensbilder keine Macht mehr über den Menschen haben. Ein lebensnotwendiges Ventil, Widersprüche weg zu lachen.“

Ein Mensch, der sich von einer Angst befreit, ist ein unkontrollierbarer Mensch.“

Ihr Leitbild ist somit der kontrollierte Mensch? Darum der Aufmarsch der Waffen hier?“

Was für das Individuum hin und wieder eine Wohltat sein kann, ist für die Massen eine Geißel, die durch so etwas in Anarchie abzugleiten droht.“

Es ist nichts Schlechtes dabei, wenn die Ernsthaftigkeit der Gegner durch Lachen zersetzt wird.“

Das Lachen ist ein Zeichen für einer niedrig entwickelten Gesellschaft, die es verdient, dass dessen Freiheit eingegrenzt wird. Sie muss durch demonstriertem Ernst erniedrigt und eingeschüchtert werden. Durch einen heiligen Ernst. Der selbst den Tod zum ehrfürchtigen Ziel werden lässt.“

Ich verstehe. Und wer sich diesem mit Lachen widersetzt, für den wird der Tod lachhaft. Der nimmt sogar dem Tod seinen Schrecken.“

Eine lachende Armee hat noch nie einen Krieg gewonnen!“

Eine lachende Armee ist ein Widerspruch in sich. Sie würde noch nicht mal das Töten im Krieg ernst nehmen.“

Ein Spotten und ein Verlachen hat noch nie einen Wert geschaffen!“

Lachen heilt Menschen.“

Wozu soll das ein Wert sein? Der Mensch wird geboren, um zu sterben. Der Tod lässt sich nicht weg lachen. Und Epidemien lassen sich nur mit nötigem Ernst aufhalten. Lachen wird es nie schaffen.“

Lachen ist aber das kleinere Übel, ein Leben zu verbringen. Über das Übel zu lachen, macht es erträglicher, statt es nur ernst zu nehmen.“

Ein kleineres Übel? Ihnen fehlt der notwendige Respekt vor dem, was anderen heilig ist. Das Lächerlich-Machen ist keine Kunst. Sondern es ist nur zerstörend und Gesellschaft zersetzend.“

Das Lächerlich-Machen, welches Sie meinen, hat auch nichts mit dem Lachen zu tun. Ihre Definition dazu soll nur Angst erzeugen. Angst vor der schneidenden Waffe des Lachens, welches die einengenden Stricke der Angst zerschneidet und den Menschen davon befreit.“

Sie sollten sich reden hören! Einfach unsinnig. Lachen ist kein Reinigungsmittel, welches den Menschen von seinen Mängeln und Lastern und Schwächen erlöst!“

Sie kann aber dem Menschen dabei helfen. Lachen erhebt den Menschen über seine Unperfektheit und lässt jene leichter schultern.“

Sie haben es nicht kapiert. Der lachende Mensch fühlt sich als Herr, als ein Umstürzler von Herrschaftsverhältnissen, als der Anarchist und Bilderstürmer, welcher die Ordnung stört und die Gemeinschaft zerstört. Und Ihre Nelke, mein Lieber, Ihre lächerliche Nelke im Gewehrlauf von Bereitschaftspolizisten zu Karneval ist so dermaßen schlecht, dass wir anfangs erst gar nicht in Erwägung gezogen haben, Sie Ernst zu nehmen.“

Seine Stimme war scharf und schneidend geworden. Sie erzeugte in mir eine Beklemmung, eine unbestimmte Angst. Sie verwirrte mich. Ich atmete tief durch und bemerkte, dass er das Spiel der Angst mit mir zu spielen versuchte.

Nein, mein Herr, das klappt nicht“, lachte ich auf, „darauf falle ich nicht rein!“

Das ist ohne Bedeutung, mein Lieber. Ohne jegliche Bedeutung. Denn mit ihrer letzten Handlung haben Sie die Grenzen des guten Geschmacks überschritten. Den Ernst vorsätzlich ignoriert. Das Wichtige versucht, ins Lächerliche zu ziehen. Ernsthafte Menschen mit den heiligen Idealen einer schützenswerten Gesellschaft versucht der Lächerlichkeit preis zu geben.“

Heilige Ideale einer Gesellschaft? Sie heben so etwas in die Höhe, um andere dafür leichter als Niedere abgrenzen zu können?“

Ideale sind immer hoch. Und eine Gesellschaft sollte Angst darum haben, die Entfernung zu diesen zu vergrößern!“

Das ist keine Höhe. Das ist lediglich eine Fallhöhe.“

Nennen Sie es, wie sie es wollen. Sie haben mit Ihrer Aktion an den Stützpfeilern dieser Ideale gesägt. Und das konnten wir nicht mehr ignorieren.“

Er gab seinem Begleiter mit seiner Hand ein Zeichen. Seine Begleitung öffnete seine Tasche, entnahm Handschellen und Stricke und trat einen Schritt auf mich zu.

Ich hatte mich geirrt! Sie haben keine hohen Ideale. Sie müssen die der anderen erheblich tiefer legen, damit ihre als höhere erscheinen. Sie sind Mitglied einer lachhaften Satire-Sharia-Polizei.“

Satire-Sharia-Polizei? Mäßigen Sie sich! Dass Mohammed eindeutig gelacht hat, ist überliefert. Aber Jesus hat nie gelacht. Niemals! Im Alten Testament, im Buche Genesis, lachte Gott maximal über törichte Menschen. Abrahams Sohn Isaak ist das Ergebnis und Isaak heißt übersetzt ‚er lachte‘. Und mit dem Neuen Testament wurde dem Lachen endgültig ein verdientes Ende gesetzt, mein Lieber. Wir leben hier in der Tradition des christlichen Abendlandes. Vergessen Sie das nicht nicht!“

Hören Sie sich überhaupt noch reden? Sie haben wirklich keine hohen Ideale. Nicht im Geringsten. Sie müssen die Ideale der anderen erheblich tiefer legen, damit ihre als die Höheren erscheinen. Sie sind Befürworter des Ernstes, der Lustfreiheit, Gegner jeglicher hedonistischen Regung, Verwalter eines eigenen humorbefreiten Sumpfes! Sie stehen in der Tradition der wahren Christen, die jedes Lachen als unfreundlichen Akt der Sympathie für den Teufel bezeichnen. Bei Ihnen hat dieses ‚Tiefer-legen‘ System. Allein, in Ihrem Sumpf bedeutet das ‚Tiefer-legen‘, dass Sie den anderen dabei ertränken. Ich lache über Sie.“

Mein Lachen erstickte auf halbem Wege, als der Begleiter Hand an mir legte. Ich spürte die Angst, konnte sie nicht mehr weg lachen. Ein denkbar schlechter Zeitpunkt, etwas zu versuchen, was ich nie intensiv gelernt hatte: Lachen als Bekämpfungsmethode der eigenen Angst.

Der Mann beugte sich vor und schaute mir direkt in meine Augen, während sein Begleiter mich mit den Handschellen fixierte und mit den Stricken um meinen Körper mir die Luft abschnürte.

Sehen Sie, mein Lieber, Sie haben Angst. Ihr Lachen hilft Ihnen nicht aus ihrer Situation, Ihr Lachen ist dabei zu sterben. Es ist Ihre eigene Schuld, es hätte nicht soweit kommen müssen. Sie hätten den Ernst der Lage anerkennen sollen, statt zu versuchen, sich mit jener dümmlichen Aktion zu profilieren.“

Meine Lunge war von den Stricken eingepresst, das Atmen fiel mir schwer und schwerer, ich hörte ein Rauschen in meinen Ohren, mein Gegenüber wurde schwammig, ich konnte ihn nicht mehr scharf sehen, es wurde immer dunkler.

Und mit einem Mal spürte ich den Schmerz nicht mehr.

Unvermittelt ging mir ein Satz durch den Kopf:

In diesem Theater sind alle Notausgänge verrammelt und abgeschlossen. Im Notfall bitte also nicht in Panik ausbrechen. Es lohnt nicht.“

Ich musste lachen.

Innerlich.

Ohne Angst und Panik.

Mein Kopf wurde schwer.

Alles gut …

Karneval 2016


„West-faaalen-land, West-faaalen-land, ist wihida aauser Rand un Band …“

„Kannste mal mit dem Geleiere aufhören? Bekommt dir das Bier nicht?“

Der Angesprochene hielt mit seinem monotonen Singsang ein und schaute seinen Saufnachbarn an.

„Wad willschte?“

„In Ruhe den Kehraus feiern!“

„Tu’s doch.“

„Aber du lallst monotone grässliche Lieder!“ Weiterlesen

Westfalenland, Westfalenland ist wieder außer Rand und Band


Mit lachen und scherzen und singen, woll‘n wir eure Herzen bezwingen, wer anders denkt, hat dich nie richtig erkannt, du schönes Westfalenland!

Jawohl!
Es wird wieder mit Konfetti gearbeitet! Unweit von Bielefeld!
Die fünfte Jahreszeit ist voll im Gange. „Helau“ auf allen Karnevalswagen. Kamelle und Blumesträuße regnet es und jeder ist bier-fröhlich und doppelt gekornt …

Hm, wie bitte? Ich soll mich zusammenreißen? Es ist schließlich Pfingsten?

Wieso? ist Pfingsten nicht der Tag als der Heilige Geist den Jüngern Jesus das erste Doping der Nach-Christi-Ära verabreichte? Was haben die Jünger da in allen Sprachen geplappert. Da hatte die Innung der antiken Dolmetscher protestiert. Was das denn solle? So einfach in fremden Sprachen reden? So ganz ohne Ausbildung und Diplom?

Ja, nee, is klar, nich, sagten darauf die Jünger, und interessierten sich einen feuchten für Dolmetscherausbildung, mittlerer Reife oder Abitur. Die sind einfach in alle Himmelsrichtungen raus und haben in allen Sprachen geplappert, dass die Innung der Dolmetscher stinkig hoch drei wurde.

Vergleichbar ist das heute mit den Friseuren. Da macht jetzt jeder Hinz und Kunz, jeder Grieche und Türke nen Friseursalon für 10 Euro den Haarschnitt auf, statt 35 Euro zu kassieren, wie es deren deutschen Pedanten normalerweise so tun.

Moment!
Bevor jetzt die weibliche Leserschar bei den 35 Euro respektive 10 Euro pro Haarschnitt nervös wird, der Preis gilt nur für Männer. Bei Türken und Griechen zahlen auch Frauen entsprechend mehr, plus Aufpreise versteht sich. Gleichberechtigung der Frauen zu den Männern bei den Haarschnibblern gibt es auch woanders nicht. Frauen zahlen generell mehr, weil sie Frauen sind.

Weiter im Kontext:
Während also die Jünger Jesu am Pfingstsonntag per Daumen trampend an den Straßen dieser Welt standen, um den jetzigen Status Quo des christlichen Abendlandes herzustellen, da müssen die auch ins Westfalenland getrampt sein.
Wieso denn „trampen“? Na, weil die „Reiter der Apokalypse“ die paar Jünger mitgenommen hatten. Direkt von Jerusalem bis hin nach Kamen. Und dann am Kamener Kreuz, da wurden die Reiter von einem mehrfachen PS-Pferdegespann – wahrscheinlich mit Stern – einfach niedergebrezelt und schon hatte das Altertum den ersten Verkehrsstau der Weltengeschichte.
Da sagten dann die Ureinwohner Kamens: „Nee, isse das wieder n Kreuz mit den Rasern.“ Die Reiter der Apokalypse wurden direkt am Unfallort begraben und die Jünger Jesu packten gleich noch ein Kreuz auf dem frischen Erdenhügel. Und schon hatte die Gegend ihren bösen Namen weg.
Kamener Kreuz.
Noch heute stauen sich viele PS-Gespanne mit und ohne Stern zum Gedächtnis an jenen verhängnisvollen Verkehrsunfall am Kamener Kreuz auf der BAB A1 und klagen, dass es der Offenbarung Johannes eine Freud gewesen wäre.

Nun, die Jünger Jesu sahen so dermaßen von den Apokalyptischen Reitern mitgenommen aus, dass sie sich also zu Fuß auf den Weg machten. Sie kamen von Kamen aus dann an Hamm vorbei (bei der gastfreundlichen Begrüßung einer Frau aus Hamm soll dann einer der Jünger auch gleich den ersten Hammer der Welt erfunden haben … Coitus Interruptus kannte der noch nicht …) und gelangten schließlich in eine Stadt, die von sich behauptete, sie hieße Beckum.
Das muss dann so um 1134 gewesen sein. An dem Tag, wann der Beckumer Chronist meinte, nu sei es geschehen, nu sei Beckum gegründet und wert schriftlich erwähnt zu werden.

Der Legende nach soll Beckum ja identisch mit der Stadt Schilda sein, der Heimat der Schildbürger. Das wussten die Jünger aber nicht. Als sie dann aber in einer Eulenspiegel-Verkleidung aus der Stadt flohen, hatten sie immerhin zweierlei geschafft. Die weltbekannte Geschichte von Schilda geprägt, war sicherlich ein erwirtschafteter Mehrwert für die Vergangenheit.
Aber was erheblich wichtiger für die Nachwelt sein sollte: Die Stadt war christlich geworden und man fing an, vor der langen Fastenzeit den Karneval zu feiern. Wie es nun mal bei frommen Katholen so Brauch ist. Denn schließlich ist nur am Aschermittwoch alles vorbei. Und nicht am Karfreitag.

Nun gut. So begangen Beckumer Bürger brav bäuerlich westfälisch beinhart Bauernkarneval: Karnevalsschlägereien, Kirchengottesdienste mit Beite am Aschermittwoch. Und jedes Jahr berichteten Zeitzeugen darüber, dass etliche brave Westfalen im Alkoholgenuss abstürzten.

Nur dieses Jahr da stürzte denn letztendlich auch der Prinz ab. Der Prinzkarneval von Beckum. Helau. Erst haben ja alle gelacht.
Toller Karnevalsstunt.
Fast wie in Bottrop-Kirchhellen im „Movie Park Germany“, da wo die Stuntmen Sponge-Bob doubeln, wenn der mal wieder von rachsüchtigen TV-Serien-entnervten Eltern gejagt wird.
Bei Erstürmung des Rathauses einfach mit dem Kranwagen abgestürzt. Eine Nummer wie aus einem Bruce-Willis-Film.
Dummerweise war das aber kein Stunt. Sondern echt. Drei Meter tief aus dem Frontlader eines Treckers runter in den Rathausstaub.
Das Rathaus verblieb also in politischer Hand und so wurde folgerichtig der Beckumer Karnevalsumzug an Rosenmontag abgesagt. Er wurde verschoben. Auf den 31. Mai 2009. Auf heute.

Das hatte bislang nur Düsseldorf im Jahre 1990 geschafft, als deren Karnevalsumzug von der Karnevalsgabel Düsseldorfs geweht wurde.
Nebenbei, Kölner schaffen solche Terminverlegungen nicht. Die feieren trotz Orkan, Golfkrieg und Kardinal Meisner einfach munter flockig ihren Karneval weiter.

Nun.
Weiter.
Wegen des Rathausturzes ist nu heute in Beckum Karneval. Und der alte Prinzkarneval und seine Marschälle sind gesund wieder mit von der Partie.
Und daher gilt es jetzt, ihr Westfalen, schunkelt diszipliniert jeder Zweite! Denn jeder Erste arbeite dafür heimatverbunden mit Luftschlangen, Konfetti, Doppelkorn und Doppelkopp-Blatt.
Und darum stimmen wir jetzt heute alle ein:

Kinder, laßt uns fröhlich sein, denkt nicht mehr an morgen, stimmt in unser Lied mit ein, und vergeßt die Sorgen! Und sollte auch mal einer strein‘, Westfalen, die sind stur. So laden wir ihn freundlichst ein und singen ihm dann nur:
Westfalenland, Westfalenland ist wieder außer Rand und Band, mit lachen und scherzen und singen, woll‘n wir eure Herzen bezwingen, wer anders denkt, hat dich nie richtig erkannt, du schönes Westfalenland!

Kennt ihr unsern Doppelkorn, und den prima Schinken, die besänftigen unsern Zorn, daß wir fröhlich winken.
Und sollte auch mal einer strein‘, Westfalen, die sind stur. So laden wir ihn freundlichst ein, und singen ihm dann nur:

Ja! Westfalenland, Westfalenland ist wieder außer Rand und Band, mit lachen und scherzen und singen, wolln wir eure Herzen bezwingen, wer anders denkt, hat dich nie richtig erkannt, du schönes Westfalenland!

Westfalenland, Westfalenland ist wieder außer Rand und Band, mit lachen und scherzen und singen, wolln wir eure Herzen bezwingen, wer anders denkt, hat dich nie richtig erkannt, du schönes Westfalenland!

Wer Westfalen richtig kennt, Städte, Land und Leute, gerne unser Freund sich nennt, so wie wir auch heute. Sollte auch mal einer strein‘, Westfalen, die sind stur. So laden wir ihn freundlichst ein, und singen ihm dann nur:

Ja! Westfalenland, Westfalenland ist wieder außer Rand und Band, mit lachen und scherzen und singen, wolln wir eure Herzen bezwingen, wer anders denkt, hat dich nie richtig erkannt, du schönes Westfalenland!

Westfalenland, Westfalenland ist wieder außer Rand und Band, mit lachen und scherzen und singen, wolln wir eure Herzen bezwingen, wer anders denkt, hat dich nie richtig erkannt, du schönes Westfalenland!

Jetzt fragt freilich der gläubige Christ zu Pfingsten:
Und was wurde aus den Jüngern?

Nun ja, da gehen die Geschichten auseinander. Die sollen über die B61 via Gütersloh und Brackwede nach Bielefeld gelangt sein. Dort haben sie eine Modefirma und ein Tennisturnier aufgemacht.

Aber das ist sicherlich nur tiefster, dunkelster Mär. Alles völlig unverbürgt. Einfach nur eine Geschichte aus westfälisch langsamer Doppelkornmentalität.
Denn wie jeder weiß:

Bielefeld gibt es gar nicht!!

Klarsoweit?