Rosenmontag war gestern, heute ist Nelkendienstag!


Rosenmontag ist passé und der Südosten Deutschlands bereitet sich schon auf den politischen Aschermittwoch vor, um darauf natlos sich in der Starkbierzeit dem Vergessen des vorherigen Faschingstreibens hingeben zu können.

In der Zwischenzeit wurden kleine güldene Statuen an Personen für deren filmische Machenschaften von einem amerikanischen Elferrat mit Code-Namen „Filmender Frohsinn“ aus Los Angeles überreicht. Und während der Verleihung schauten unterdessen alle auf Twitter nach, was denn der @realDonaldTrump zu jener Oskarverleihung so zu sagen hätte. Aber es kam nichts von ihm. Hatte er etwa seinen Fernseher nicht an? Oder war er überhaupt im Weißen Haus oder seinem Trump Tower? Spekulationen um seinen Gesundheitszustand schossen ins Kraut.

Die der Fake News völlig unverdächtige Klatschpresse um Fox News und so hatte gleich heraus gefunden, was wirklich geschehen war:

Donald Trump versuchte sich in Begleitung eines Secret Service Agenten im Kölner Karneval beim Rosenmontagszug zu amüsieren. Unter den vielen anderen Menschen mit Trump-Masken fiel er, der @realDonaldTrump, ja eh nicht weiter auf. Jedoch – so soll Fox News berichtet haben – als @realDonaldTrump das zwölfte Küppers-Kölsch ge-ex-t haben sollte, brach er wohl zusammen. Er schien nicht mehr zu atmen, seine Augen waren verdreht, Schaum quoll ihm aus dem Mund und sein Smartphone wies kaum noch Akkuladung auf. Der Secret Service Agent griff zu seinem eigenem Smartphone und wählt die Nummer der Amerikanischen Botschaft in Berlin. „Ich glaube, der Präsident ist tot“, schrie er panisch in sein Handy, „was soll ich machen?“ In der Amerikanischen Botschaft versuchte man wohl zuerst, den Mann zu beruhigen: „Regen Sie sich nicht auf, wir werden Ihnen helfen. Stellen sie erst mal sicher, dass er wirklich tot ist.“ Am anderen Ende der Leitung herrschte einen Augenblick Stille. Dann fiel ein Schuss. „Erledigt“, sagte der Agent, „was jetzt?“

Der Agent hatte wohl nicht sorgfältig genug gezielt, wusste Breitbart News Network gleich aus gut unterrichteten Kreisen danach zu berichten. Der Präsident wurde per Luftfracht direkt in die Berliner Charité verfrachtet und dort notoperiert. So lag der @realDonaldTrump erschöpft, aber glücklich, weil lebend, in seinem Bett, als sein Vize Mike Pence auftauchte, um ihn zu besuchen. Mike Pence sah den Präsidenten vor sich liegend, verbunden an eine Unzahl von Schläuchen, die an der Decke und über den Boden liefen. Plötzlich fing der Präsident an zu keuchen. Da er nicht sprechen konnte, bat er Pence in Zeichensprache um einen Stift. Der @realDonaldTrump kritzelt auf einen Zettel einen Satz und fiel anschließend in ein tiefes Koma. Mike Pence sah den Zettel und reagierte sofort: „Das geht mich nichts an, weil nicht getwittert“ und brachte den Zettel umgehend der Frau des Präsidenten. Die studierte den Zettel und fiel in Ohnmacht. Daraufhin nahm Mike Pence den Zettel an sich und las: „Du Idiot, geh von meinem Schlauch runter!“

Berühmt berüchtigte Fake News-Vertreter aus den USA, also die New York Times, CNN und Buzzfeed, meinten dagegen berichten zu wollen, dass es sich bei der ganzen angeblichen Geschichte lediglich um mutmaßliche „Fake News“ handeln würde.

Gesichert ist jedoch laut diverser Teilnehmer der wöchentlichen Narrenveranstaltung in Sachsen, der PEGIDA-Dresden, dass von den berühmt berüchtigten Fake News-Vertretern aus Deutschland (wie SZ, FAZ, Zeit, Stern, Spiegel, taz und Bild) verschwiegen wird, dass an einem Reststück der Berliner Mauer am Berliner Wannsee offensichtlich eine Kinderhand in roter Farbe ein „Gott erhalte Donald Trump“ hinschmierte. Und in kleinen blauen Kleinbuchstaben drunter ein „möglichst bald“ kritzelte. Die Polizei wollte das bislang weder bestätigen noch dementieren, da ihr am Wannsee bislang keine Berliner Mauer bekannt sei. Sie vermutet berechtigterweise nicht „Fake News“, aber eine Ente verkleidet als ultrawichtige Nachricht vom Berliner Wannsee.

Und an dieser Stelle fragt sich der geneigte Karnevalsabstinenzler:

Ist das Humor?

Oder kann das weg?

Dahinter steckt immer ein kluger Kopf


Die Messe ist gelesen, das Zäpfchen gelutscht, das Hühnchen gerupft, der Trumpf verbraten. Und weiterhin, sie haben noch immer den klugen Kopf. Immerhin. So deppert, wie andere ins Bild gesetzt werden, da ist mir der Kopf hinter der hochgehaltenen aufgeschlagenen Zeitung immer noch lieber als Bild-ungsbürgertum als Unterlage für ne Pommes. Denn am geschliffenen Geist macht es mehr Lenz, sich zu reiben als an deutscher Eichentümelei.

Nur, da lese ich auf „klugen Kopf“-Internetseite „Deutsche Manager reden sich Trump schön“. Nun, auf meiner Visitenkarte steht dieses plakative Wort. Nein. Nicht „Trump schön“. Sondern „Manager“. Und? Rede ich ihn mir schön? Auf meinem Tisch steht ein Glas Rotwein. Montes Alpha. Chile. Grüße aus dem Feuergürtel dieser Welt. Und sie können das, was andere in Deutschland nicht können, und zwar Rotwein. „Trump schön“? „Clown schöööön“! Der Besitzer der Autorenrechte dieses letzten Zitats ist bereits tot. Und: Gott erhalte Trump! Hat da gerade wer gedacht „möglichst bald“?!? Denkt dran, die NSA ist überall dabei. NSA geht immer. Und seid ihr jetzt sicher, dass diese harmlose kleine Glühlampe an eurem Schreibtisch nicht der Generation „Smart Home“ angehört und mit der NSA verbandelt ist? Präsidentenbeleidigung ist strafbar, woll. Da sei euch der Fall „Erdogan“ ein mahnendes Beispiel, wie sowas funktionieren kann. Also seid brav, nett und demokratisch linientreu. Lediglich lebende Fische sind dem Strom aufwärts eine Bedrohung. Sagt ja auch der der Mann am Joystick der Drohne in Rammstein.

Rede ich mir Trump schön? Nicht wirklich. Vielleicht sollte man hier endlich mal zur Kenntnis nehmen, dass Hillary Clinton mit Hilfe ihrer Partei einen Mitkonkurrenten kaltgestellt hatte, damit sie weiter um die Macht mit Trump konkurrieren konnte. Wenn man einen 2CV6 („Ente“) hat, um damit gegen einen alten Cinquecento (Fiat 500) anstinken will und deswegen einen „R5“ alten Kalibers im Rennen um das Präsidentenamt mit Hilfe der eigenen Partei die Reifen abmontieren lässt …

Die Amerikaner wählten schon immer die beste Nase aus der ganzen Schlammschlacht-Arena. Den den sie für als den besten erachteten. Star-Wars-Regen. Praktikant-Klintor. Bomben-Busch. Guantanomo-Auflöser-Drohnen-Obamama. Ach ja, okay. Das Wahlsystem … gut, einverstanden, die Spielregeln des Wahlsystems sind Scheiße, denn sonst wäre Hillary … und wenn vier Ecken ein Elfmeter ergäben, wäre Deutschland schon zehnmaliger Fussball-Weltmeister. Und wer hat’s verhindert? Ein Korrupter …

Das demokratische Leben ist nun mal ungerecht, Scheisse und blöde.. Nur Diktaturen haben eindeutige Spielregeln … würde die AfD ja auch sagen, wenn es nicht so unsäglich undemokratisch wäre …

Ob ich mir Trump schön rede? Nicht die Bohne.

Meine Kreditkartengesellschaft schrieb mir neulich, dass ich bei einem Kartenguthaben von 0 bis 10.000 Euro lediglich 0,2% Zinsen erhalte. Über 10.000 Euro vergüten sie mir mein Guthaben mit 0% Zinsen. Hey ich bin aufgewachsen, da gab es auf dem Sparbuch noch 3% pro Jahr. Heute tauchst du mit 11.000 Euro bei der Bank auf? Dann haste du erstens die Ermittlungsbehörden an den Hacken und danach ziehen dir die Banken auch noch noch zwei Fünfhunderter-Scheine als Strafgebühr bei der Einzahlung ab. Dein Geld ist nicht geschäftskompatibel ist. Du solltest doch lieber in Immobilien investieren. Mach mit bei der nächsten Blase. Kein Wunder, wenn die Mieten hier in München steigen, weil jeder versucht, das Beste aus seinem Geld heraus zu holen. Mit 11.000 Euro kriegste ja noch nicht mal einen Stein der Grundmauern einer Wohnung. Und wundert es den Leser, dass ich deswegen als Mieter auch nicht mit 11.000 Euro meiner Bank eine Krise auslösen kann, weil ich dazu keine Sparchance habe …

Es ist ja offensichtlich nicht mehr so schlimm, eine Bank zu überfallen. Denn um solche Gewaltaktionen kümmert sich der Staat. Nur ist es jetzt erheblich bedrohlicher eine Menge Geld einzahlen zu wollen. Da kümmert sich die Bank mit entsprechenden Zinsstaffelungen drum. Kommt ein Reicher mit seinem Vermögen in die Bank und droht ein Sparbuch aufzumachen. Da droht aber die Bank mit Zinsen und Gebühren dagegen. Aufrüstung der Reichen gegen noch Reichere. Wie sagte bereits der weltweit von Arm und Reich geachtete (wieso?) Mensch Warren Buffet: „If class warfare is being waged in America, my class is clearly winning.“ (übersetzt: „Wenn in Amerika ein Klassenkampf tobt, ist meine Klasse dabei, ihn zu gewinnen.“). Trump ist garantiert auf Warren Buffets Seite beim Buffet am Tisch der Armen (… dieser Kalauer musste jetzt sein …).

Also zurück zu Trump und der Zeitung, hinter der eh immer ein kluger Kopf steckt. Da fällt mir gleich als nächste Schlagseite auf, dass Hunderttausende unter anderem vor allem Frauen gegen Trump demonstrieren. Hunderttausende! Ist das nichts? Gut. Im nächsten Satz wird dann desillusionierenderweise das Wort „weltweit“ gebraucht. So, so. Es gibt wohl auch nur Zweihunderttausend Frauen auf dieser Welt, denn ansonsten wäre das keine Schlagzeile mit der Erwähnung des Wortes „Frauen“ wert. Manager Deutschlands (wie viele?) reden sich Trump schön (Prost!) und Hunderttausende mit „vor allem“ Frauen demonstrieren weltweit gegen den amerikanischen Clown Trump (… liebe NSA, das war nur ein harmloser, satirischer, unwichtiger Witz, ehrlich, echt jetzt  … oder doch nicht? …). Und links die Schlagzeile, dass die Partei „Die Linken“  eine Eintrittswelle verzeichnet, direkt rechts daneben Hurra-Rufe für Petry, Wilders, Le Pen und Trump …

Hm. Ich saufe, pardon, rede mir Trump nicht schön, ich bin keine weltweit demonstrierende Frau und trete auch nicht in die Partei „Die Linken“ ein … ernsthaft, ist mein Leben in Gefahr? Eine wirkliche Notwendigkeit? Ein echter Missstand? Oder ist das lediglich unschön?

Und jetzt das wichtigste! Fußball-Bundesliga zum Auftakt im Jahr2017: das Ergebnis „1:“2“ gab es bisher wie das Ergebnis „1:0“ gleich zweimal (Stand: Samstag vor dem Sonntag). Drei andere Spielergebnisse wollten sich wohl mit anderen Ergebnissen wichtig machen und damit Wettquoten verderben. Das ist bedenklich. Ernsthaft. Insbesonders da es keine Anhaltspunkte für Bestechung gibt. Und das beim Fußball. Das ist ja so wie Olympia ohne Doping. Geht gar nicht. Könnte da mal wer nachforschen? Ist jetzt absolut wichtig. Es geht um meine Quote! Ernsthaft. Meine Bank wollte mir die 10-Euro-Einzahlung mit 10 Cent strafen, also hab ich gewettet und jetzt schein ich auch im Wettbüro dieser abartigen Modeerscheinung „negative Zinsen“ zum Opfer geworden zu sein.

Trump schön saufen … äh, reden. Als Manager? Benötige ich nicht. Ich fang schon mit den AGBs meiner Bank an. Prost.

Pop … pop … populär: Tagebuch-Leak


Geheimer Auszug aus meinem eigenen, skandalösen Tagebuch. Von mir unbarmherzig veröffentlich, damit jeder die Wahrheit erfährt. Jeder. Aber auch wirklich jeder. Echt jetzt. Macht man doch so, oder etwa nicht? Egal. Total egal. Mir total schnurzpiepegal.

Heute ist mein Facebook-Tag. Ein knalliger Eintrag muss her. Aber end-knallig! Das letzte Katzenfoto hatte nur zwei magere Likes eingebracht. Irgendetwas, was zündet. Womit ich bekannter werde. Womit ich richtig stark geliked werde. Es muss doch möglich sein, dass ich mal bekannter werde. Höherer Bekanntheitsgrad, mehr Facebook-Likes, mehr Facebook-Freunde, mehr Leser von meinem Blog. Da geht doch was.

Böhmermann als Beispiel? Schon mal ein Anfang. Hat unheimlich viel Bekanntheit bekommen für ein Schmähgedicht, von dem er selber sagte, dass er es als Beispiel veröffentlicht, was nicht veröffentlicht werden darf, oder so. Aber nachher die Staatsanwaltschaft vor der Türe, muss nicht sein. Dann lieber ne andere Strategie.

Oder mal ne vorsätzlich fake news auf Facebook streuen und diese dann direkt als ‚fake news‘  bezeichnen? Hm. Nicht so gut, dieses ‚fake news‘. Da kommen dann die ganzen Pedanten aus den Löchern gekrochen und schimpfen mich wegen dem englischen Ausdruck ‚fake news‘, weil es bereits das ur-deutsche Wort ‚Falschmeldung‘ gibt. Nur ‚Falschmeldung‘ klingt einfach negativ. Schreib ich jedoch ‚Zeitungsente‘, dann kommt der Bundesagrarminister, dieser Freiheitskämpfer wider den fleischlosen Fleischbällchen, aber völlig-nicht-wider die literweise, vegane Kalthopfenschale, also dann kommt jener Bundesagrarminister Christian Schmidt der CSU und meckert, weil das wieder eine Täuschung des Verbrauchers sei. Facebook sei ja keine fleischhaltige Flugnachricht-Zuchtanstalt, und außerdem kenne er nur halbe, gebratene Enten mit Blaukraut aus Muttis Küche. Und dann noch, weil, mit Essen spiele man nicht.

Hm. Brauch ich nicht.

Oder doch!

Politikerschelte ist ja richtig populär. Die CSU-Flugente ‚Münchener Merkur‘  schrieb neulich, dass die als ‚Kabarettistin‘ bezeichnete Gruber Monika (schreibt man in Bayern so), also jene hat Zehntausend Likes erhalten, weil diese Gruber letztens eine Politikerin, jene Simone Peter aus NRW, als ‚dürrer Veggie-Hintern‘ und als ‚GrüPri‘  – Grubers Abkürzung für ‚Grünen-Pritschn‘ – bezeichnet hat. Nebenbei, ‚Pritschn‘ heißt ins Normaldeutsch übersetzt ‚Vagina‘, ‚Prostituierte‘. Es wird benutzt, um damit eine bösartige, aufsässige, klatschsüchtige Frau von einer ehrhaften, folgsamen, schweigsamen Frau abzugrenzen. Die eigene Wertsteigerung durch Abwertung einer anderen Person als Zeitgeist-Masche. Zehntausend Likes als Dreingabe zur Aufwertung und der Wertschätzung willen. Nur, wenn ich ‚GrüPri‘ und ‚dürrer Veggie-Hintern‘ verwendet hätte, also ich wäre dann als mieser Sexist und zusätzlich noch als elender Rassist öffentlich in Zeitungen gebrandmarkt worden.

Aber Frauen dürfen das. Und Christian Schmidt hat wohl auch nichts dagegen, dass der Hintern von jener Simone Peter als vegan klassifiziert wurde, obwohl da Fleisch drin ist. Die Bayern an sich dürfen das ja erst recht. Insbesonderes bei Leuten nördlich des Weißwurstäquators, auf welche die Bayern laut Grundgesetz ja eh nicht mehr schießen dürfen, auch wenn sie’s noch so sehr wollten. Tja, Stutenbissigkeit leben, das können nur Frauen wie Monika Gruber. Ausnahme vielleicht Mario Barth: bei dessen Programmen weiß ich nicht wirklich so genau, ob der in Wahrheit nicht doch ne Frau und dann auch noch mit Desiree Nick verheiratet ist.

Ich brauch ne Beleidigung, die sich gewaschen hat. Mit der ich auf Facebook geliked werde. Ich könnte was gegen Flüchtlinge, Mutti Merkel und Sarah Wagenknecht schreiben. Dann liest es vielleicht Dieter Nuhr und Alice Schwarzer, beide liken und teilen es mit wohlwollendem Kommentar. Das macht dann die ersten Tausend Likes. Eine Viertel Stunde später wird die AfD auf Schwarzers Vermerk aufmerksam und – Schwupps – habe ich fast ne Million Likes.

Nein, das ist es mir nicht wert. Zu billig. Und ich möchte auch nicht mit der AfD in Verbindung gebracht werden. Dieser parteigewordenen Kreuzung aus schlechten NRW-Witzen und Berliner Kalauern …

Es muss auch noch ein anderen Weg geben, um nach Komplimenten zu fischen. Katzenfotos bringen es nicht mehr. Außer vielleicht ein Foto von fünf, süßen, kleinen Katzenbabys. Putzig aus einem braunen Kartoffelsack schauend. Im starken Regen. Mitten auf dem Rhein. Und im Hintergrund, knapp zwei Meter dahinter, die riesige Bugwelle eines Schleppkahns …

Hätte wiederum etwas von AfD-Niveau. Mit Katzenfotos und AfD spielt man nicht. Obwohl, wenn ich so an Tiere denke … Tierschützer passen immer gut als Feindbild. Da sitze ich in einem Boot mit Christian Schmidt. Im gleichen Schleppkahn. Katzen ahoi!

Also. Nochmal. Es muss etwas her, was Aufmerksamkeit erregt. Irgendetwas, was zündet. Heureka, ich hab’s! Das ist es! Ich erstelle ne öffentliche Veranstaltung in Facebook. Einladung an alle:

Sonntag Abend, 21:00 Uhr, im Scheine des Mondes, öffentliche Dackel-Verbrennung auf dem romantisch verschneiten Münchner Marienplatz. Unterhalb der goldenen Mariensäule. Um Spenden an Zamperl, Reisigholz und guten Brandbeschleunigern wird gebeten. Mit anschließendem Absingen der Europa-Hymne am wärmenden Feuer. Hot-Dogs gibt’s gratis!

Genau. Absingen der Hymne an Freiheit, Frieden und Solidarität. Die ‚Ode an der Freude‘. Seid umschlungen Millionen! Töchter aus Elysium! Und Söhne freilich auch. Ludwig van ist doch immer passend zu so einem Event …, pardon, ‚Veranstaltung‘ heißt das.

Und weil die Hymne gesungen wird, kann ich es auch als politische Demonstration mit Partycharakter verkaufen. Sobald dann der erste Tierschützer auf meinem Eintrag meckert, kontere ich mit ‚Brunzbisslbled Verkloghafei‘ in Verbindung mit ‚deppater Kletznsepp‘ oder ‚damische Bluzn‘. Ist halt normaler bairischer Gendertalk. Und zack gehen die Likes in die Höhe. Der ‚Münchner Merkur‘ schreibt dann darüber, und Agrarminister Christian Schmidt kann darauf den Söder fragen, ob Dobrindt und Seehofer auch zum ‚Hot-Dog-Essen‘ auf den Münchner Marienplatz kommen. Singen können die ja, auch wenn deren Zungenschlag komplett nicht stimmt.

Hm. Vielleicht sollte ich auch vegan-vegetarsches Freibier organisieren, traditionell gebraut nach dem bayrischen Reinheitsgebot. Denn ansonsten kommt der Hintern von Seehofer garantiert nicht …

Kneipengespräch: Und willst du nicht mein Bruder sein, breche ich dir das Nasenbein


Tresen 0

„Kenn ich dich? Stalkst du mich?“

Er saß neben mir und starrte mich bedrohlich drohend durchdringend an. Ich hatte ihm ungefragt in sein überhebliches, nationalistisches Geschwafel reingequatsch und sein unreflektiertes Alphamännchen-Gehabe gestört.

„Nein. Aber du wünscht dir nachher, dass ich du mich nicht kennengelernt hättest.“

„Du willst mir drohen?“

„Dir kann man drohen? Du bist es doch immer, der droht, wenn er meint, er sei in seiner Meinung bedroht, nicht wahr. Der Wutbürger im eigenen luftleeren Hirnraum.“

„Pass mal auf, Bürschlein, …“

„Bürschlein ist nicht mein Name. Etwa der deine?“

„Arschloch! Ich heiße Oliver.“ Weiterlesen

Wissenschaftlich erwiesen


Liebe Freunde und Familienmitglieder, an dieser Stelle mal ein Ordnungsruf an ein komplett unintegriertes Mitglied aus dem Westfalenlande:

Herr H. ist 44 Jahre alt, Westfale, Vater von vier Kindern, Oberstudienrat und vormals Gymnasiallehrer, und dann auch noch leidenschaftlicher Hobby-Wissenschaftler. Letztens hat sich dieser Mensch glatt den theoretischen Ausführungen der beiden Ökologen Robert MacArthur und Edward Wilson verschrieben. MacArthur und Wilson haben in den 70er Jahren die Theorie der Zusammenhänge zwischen den Wachstumsraten („r“) und den Grenzen der Fassungsvermögen „k“ in der natürlichen Umwelt aufgestellt. Weiterlesen

Ertrage die Clowns (6): À tout de suite!


Im Jahr 1949 steckte sich der junge Joachim Fest einen Zettel ins Portemonnaie, den er bis zu seinem Tode mit sich führte. Auf dem Zettel stand der Satz:

„Ertrage die Clowns!“

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Charlie Abdullah ist tot. „König“ Charlie Abdullah. So viel Zeit muss sein.
Die Legende besagt, dass dieser letzte großherzigste Herrscher vor Gram starb, weil sein 1.000 PS Bugatti wegen Sand im Getriebe nicht mehr ansprang.
Charlie Wulf ging zu dessen Trauerfeier, weil Charlie Merkel und Charlie Gauck keine Zeit hatten. Charlie Abdullah soll es aber nicht bemerkt haben. Charlie Gabriel wäre auch ganz gerne dahin, aber irgendwie hatte er ein Date wegen Charlie Bachmann und Charlie Oertel und musste absagen. Charlie Obama, Charlie Cameroon und Charlie Hollande haben Charlie Abdullah gleich ihre Meinung verkündet und ihn über den grünen Klee gelobt. Wohlgemerkt „über“, denn ihn unter den grünen Klee zu belobigen, das hätte er schon verdient gehabt. Allein schon dafür, dass er die Freiheit des Bloggens mit 1000 Peitschenhiebe auf den Blogger Raif Badawi (kein Charlie) unterstütze, und dem gestürzten und politisch verfolgten tunesischen Diktator Charlie Ben Ali ein saudisches Asyl-Refugium zugestand. Diese beiden Fakten waren es dann auch, warum Charlie Merkel dessen „Klugheit, Weitsicht und großem persönlichen Einsatz“ […] „für eine behutsame Modernisierung seines Landes“ gepriesen hatte. Fast ähnlich hatte es Charlie Putin formuliert. Selbst UN-Generalsekretär Charlie Ban Ki Moon hat ihn posthum verbal geadelt. Haben eigentlich auch Charlie Netanjahu, Malis Präsident Charlie Keita, EU-Ratspräsident Charlie Tusk, Palästinenserpräsident Charlie Abbas und das Asterix-Imitat Charlie Sarkozy offiziell zitierbares zu dem Tod des Königs von sich gegeben? Weiterlesen

Endlich reich ins Heim! Die Rente ist gesichert …


So, das war’s.
Ich bin jetzt vermögend.
Sauvermögend. Supersauvermögend. Stinkreich sozusagen.
Gerade erhielt ich über LinkedLin folgende Mail:

Dear Careca da Silva ,
I am Mrs. XXX I am a citizen of Denmark, I am currently working with Natwest Bank. I have been working here for 17 years now, and I have a good working record with my bank.. I am Making an offer to you in relation to the death of my deceased client who left a huge amount of money £15,812,664 (Fifteen Million, Eight Hundred and Twelve Thousand six hundred and sixty four GBP.) in our bank. After unsuccessful attempts to find his relative then I decided to contact you since you have the same surname with him. For more information, If this proposal is alright by you then kindly get back to me via e-mail (***@hotmail.com) for confidential reasons.I anticipate your co-operation.
Thanks you for your time and do have a great day.
Regards,
XXX
Managing Director Natwest Bank

Habe schon mal bei Sixt nen Transporter bestellt. Schließlich wollen die 15 Millionen Pfund aus Dänemark von mir abtransportiert werden, woll.
Und dann?
Ganz klar: Meine Tochter macht dann in Wuppertal mit dem Papst ne Butike auf. Darin werden wir dann den Modezaren Deutschlands das Fürchten lehren, woll.

Aber jetzt erstmal nen Champagner köpfen. Ich gönn‘ mir ja sonst nichts.

Liebe Grüße vom Neu-Reichen

Careca

P.S.:
Bettelbriefe werde ich gnadenlos nicht lesen und dem Recycling der Wertstoffhöfe durch meinen noch einzustellenden Buttler zuführen lassen.

Kriegsgetrommel


Am 30. August lief die folgende Meldung über die Nachrichtenagenturen:

Litauens Staatschefin Dalia Grybauskaite sieht Russland „praktisch im Krieg gegen Europa“.

Die Medien verbreiteten diese Nachricht und widersprachen dem nicht sehr heftig.
Für alle war diese Nachricht opportun. Ein nachdrückliches Dementi dieser fatalen Ansicht erfolgte bis heute nicht.
Stattdessen die Meldung, dass England eine Eingreiftruppe für die Ukraine zusammenstelle …

Dazu an dieser Stelle das Video zu dem Lied „Krieg“ von Rio Reiser:

Konsequent wie bei Gustl Mollath?


Gustl‬ ‪Mollath‬ ist nun aus der ‪Psychiatrie‬ entlassen worden.

Nu fordert die bayrische Opposition, dass die bayrische Justizministerin auch entlassen werden möge.
Also liebe ‪‎bayrische‬ Opposition, so geht das nun mal nicht, okay.
Die ‪Merk‬ kann aus der ‪CSU‬ nicht einfach entlassen werden.
Die bleibt dort in der Psychiatrie inhaftiert bis zur nächsten ‪Bayernwahl‬.
Gewählt ist gewählt.
Hafterleichterung ist nicht.
Strafe muss sein …

Unglaubliches aus dem Sommer für den Sommer


Für alle, denen das heutige Wochenende zu heiß war (weil über 26° C) und die jetzt schon übers nächste Wochenende stöhnen (weil wieder nicht unter 26° C):
Es gibt da in den bayrischen Bergen (die eben welche, die der Franz Josef Strauß in einer Nacht und Nebelaktion eigenhändig errichtet hat), da gibt es einen Vanille-Eis-Gletscher. Da findet sich das weltbeste Vanille-Eis wohltemperiert und naturbelassen. Mit meinem Super-Duper-Extrem-Tele konnte ich eine italienische Familie dabei fotografieren, die sich diverse Portionen Vanille-Eis in knusprigen Waffelhörnchen schöpften, und diese dann unter ihrer Kappe talwärts brachten. Leider waren alle Bilder von mir gnadenlos überbelichtet, darum an dieser Stelle jene Stelle mit einem nicht so Super-Duper-Extrem-Tele fotografiert …

Alpen-Gletscher im Sommer