Sozialer Brennpunkt?
Vielleicht wenn man ein Streichholz reinwirft?

Archiv für den Monat Juli 2007
Tokio?
Oder doch Wuppertal?
Alle Zwerge sind schon da …
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Die nationalen Witze
Zwei Post vorher schrieb ich schon über die Studien aus dem Jahre 2002 vom britischen Psychologen Richard Wiseman und den Witz, über den international am meisten gelacht wurde.
Aber welchen Witz fanden die verschiedenen Nationen denn bei der Auswahl unter den 40.000 am witzigsten?
Die Belgier wählten ihren Witz:
Warum haben Enten so breite Füsse?
Um Feuer austreten zu können.
Warum Elefanten so breite Füsse?
Um brennende Enten austreten zu können …
Die Deutschen fanden diesen am witzigsten:
Ein General bemerkte wie sich einer Soldaten seltsam verhielt.
Der Soldat nahm jedes Stück Papier auf, das er fand, studierte es und sagte dann:
„Nein, das ist es nicht.“ und warf es wieder zu Boden.
Das ging so eine Zeitlang weiter, bis der General sich entschließt, den Soldaten psychologisch untersuchen zu lassen.
Der Psychologe kommt zu dem Schluß, dass der Soldat einen Detscher hat und unterschrieb dessen Entlassungspapiere aus der Armee.
Der Soldat hob das Schreiben auf, lächelte und sagte.
„Das ist es!“
Die Kanadier fanden folgenden witzig:
Als die NASA das erste Mal Astronauten hochschickte, entdeckten sie sehr schnell dass Kugelschreiber in Schwerelosigkeit nicht funktionierten. Um das Problem zu bekämpfen, forschten NASA-Wissenschaftler ein Jahrzehnt und investierten 12 Milliarden Dollar, um einen Schreiber zu entwickeln, welcher in Schwerelosigkeit, Kopfüber, unter Wasser, auf nahezu allen Oberflächen inklusive Glas und bei Temperaturen vom gefrierpunkt bis 300°C schreiben konnte.
Die Russen nahmen einfach einen Bleistift.
Die Amerikaner lachten hierzu:
Ein Mann und ein Freund spielten eines Tages Golf in ihrem lokalen Golf-Club. Einer der beiden war gerade dabei auf dem Grün einzulochen, als er eine große Beerdigungsprozession auf der Straße in der Nähe der Bahn vorbeiziehen sieht. Der Mann stoppt in der Ausholbewegung, nimmt die Golfkappe ab, schließt seine Augen und kniet sich nieder zum Gebet.
Sein Freund sagt: „Wow, das ist wohl die am meisten denkwürdigste und berührenste Sache, die ich jemals gesehen habe. Du bist wirklich ein höflicher Mensch.“
Da antwortet der Mann: „Nun ja, wir waren schließlich 35 Jahre verheiratet.“
Jeder Humor ist halt anders.
Und welches ist Euer Top-Witz?
Bin mal gespannt.
Quelle der Witze: laughlab.co.uk
Die Liebe. Es ist, was es ist. Die Liebe.
„Was tun Sie“, wurde Herr K. gefragt, „wenn Sie einen Menschen lieben?“
„Ich mache einen Entwurf von ihm“, sagte Herr K., „und sorge, daß er ihm ähnlich wird.“
„Wer? Der Entwurf?“
„Nein“, sagte Herr K., „der Mensch.“
von Bertolt Brecht (1898-1956), deutscher Dramatiker und Dichter
Der internationale Witz
Der britische Psychologe Richard Wiseman hatte im Internet ca. 40.000 Witze gesammelt und international bewerten lassen. Und er hatte ihn gefunden, den Witz mit der breitesten nationenübergreifenden Akzeptanz.
Hier ist er:
Zwei Jäger befinden sich im Wald, als einer der beiden zusammenbricht. Er scheint nicht zu atmen und seine Augen glänzen. Der andere Jäger zückt sein Handy und wählt den Notruf. Er stößt hervor: Mein Freund ist tot! Was soll ich tun? Er erhält den Ratschlag: Beruhigen Sie sich! Als erstes versichern Sie sich, dass er tatsächlich tot ist. Stille dann ertönt ein Schuss. Zurück am Telefon fragt der Jäger: Ok, was jetzt?
gefunden bei Wikipedia
Oscar, die Killerkatze!
Von der Katze Oscar gelesen, in deren Gegenwart im amerikanischen Altersheim immer die alten Leute wegsterben. Waren bei der Bank, 30000 Euro Kredit aufgenommen und Flug gebucht. Mit unserer schwerreichen Oma nach Rhode Island ins Altenheim geflogen. Oma ins Pflegebett verfrachtet und Oscar, die Krankenhauskatze, gewaltsam drei Stunden am Bett der Oma festgehalten. Oma wollte trotzdem nicht sterben. Haben dann aufgegeben, nachdem uns die Katze völlig zerkratzt hat. Krankenpfleger meinten kopfschüttelnd zu uns, dass die Katze Oscar nur dann den Tod zwei Stunden vorher voraussagt, wenn sie sich freiwillig ans Bett der Patentin setzt und wartet. Frustriert unsere protestierende Oma wieder auf den Dachgepäckträger gebunden und zum Flughafen zurückgefahren.
Zuhause dann heute morgen Oscar auf einem der gelben Mülltonnen der Post gesehen. Versuche jetzt panisch seit kanp eineinhalb Stunden meinen Broker zu erreichen. Muss unbedingt meine Postaktien loswerden! …
Lebenswichtiges für Beamte?
Ich hab mich schlapp gelacht.
Gerade las ich hier, dass im Marseiller Spital La Timone eine Besonderheit des Gehirns eines französischen Beamten erkannt worden ist. Sozusagen eine praktische Evolution des Lebens.
Leute der Evolutionstheorie aufgemerkt:
Der Beamter hatte ein stark verkleinertes Gehirn und einen IQ von 75 (100 ist Durchschnitt). Beides reichte vollkommen aus, seine Arbeiten zur vollständigen Zufriedenheit im Beamtensystem zu erledigen.
Dass nicht viel Hirn auch fürs deutsche Beamtentum erforderlich ist, kann man auch hier im folgenden nachlesen.
Und nu? Was folgern wir daraus?
Burokrauts mit wenig Hirn haben sich den maximalen Erfordernissen des Lebens angepasst …
Also nichts neues …
Generation "Vodka Red Bull"
Das ist mein Beitrag zur Blog-Parade von Frank Lloyd: Komasaufen – Wie schlimm steht es um unsere Jugend?
Ein Re-Up sozusagen, da ich schon mal zu diesem Thema gleiches schrieb.
Weitere Beiträge zu dieser Blog-Parade finden sich bei Frank Lloyd
Es ist Freitag abend.
Ich streife lauernd durch die Gänge des ReWe-Supermarktes.
Wo sind die chinesischen Nudeln? Und haben sie diesmal endlich die Geschmacksrichtung „Ente“? Oder wieder dieses billige Ersatzzeug, was so labbrig schmeckt, dass es einem schon um die Hitzebelastung der Herdplatte leid tut deswegen?
Während ich mich in den Untiefen der Regale verliere, kommt eine Gruppe Jugendlicher vorbei und bleibt direkt vor meinem Einkaufswagen stehen. Der eine hat eine Flasche „Wodka Gorbatchow“ und ergreift gerade ein Werbepaket „Jägermeister“, welches sich beim Regal davor befindet. Den anderen gefällt das nicht. Sie wollen mehr „Red Bull“ und irgendwie reicht deren Geld für alles nicht. Nach kurzer aber intensiver Diskussion wird der „Jägermeister“ wieder zurück gestellt und der offensichtlich älteste kriegt Geld für die Flasche, während sich die anderen Richtung „Red Bull“-Kühltonne aufmachen.
Später sehe ich sie auf der Staße vor mir gehen. Die Flasche erscheint wie eine Trophäe. Der ältere hält sie, aber die jüngeren flirten die Flasche an wie eine Edelschnitte. Sie ist noch verschlossen und die Truppe zieht sich nach „erfolgreicher Jagd“ zurück. Um die Beute redlich zu teilen?
An den Bushaltestellen lächelt mich die Werbung von APEROL an. Eine vielleicht 25-jährige Badenixe im Einteiler vor einem Pool. Dabei noch ein Wassermann.
Mir fällt die „Jägermeister“-Werbung mit den beiden Hirschen ein. Und auch deren „Jägermeister-Shop“. Immer laufen jüngere Menschen durchs Bild.
Die „Batida de Coco“-Werbung mit den leckeren Mädchen, den großen Kokosnüssen und dem Glas Batida in den Händen.
In einer Sendung im Fernsehen wurde vor nicht allzu langer Zeit über das Flatline-Saufen berichtet. Alkoholisierte Kinder in Krankenhäusern gehören inzwischen zu Normalität.
Da war mal eine Diskussion über den Verbot der Alko-Pop-Getränke wie beispielsweise „Smirnoff-Ice“ oder die „Bacardi Breezer“. Es wurden die Steuern auf solche Getränke erhöht und der Verkauf ging erheblich zurück.
Inzwischen mixen sich die Kinder diese Alko-Pops lieber selber. Das ist erheblich billiger.
„Red Bull“ als Energieträger und Süßmittel und Vodka als Unterlage. Das ganze ist süffig. Wirklich süffig, weil der Vodka so gefährlich fast nach nichts schmeckt.
Jedoch kommt irgendwann der Punkt, an dem der Alkohol im Vodka den Schalter im Menschen in weniger als 5 Minuten umlegt und aus dem vergnügten Menschen einen vergifteten Menschen macht. Es ist der Zeitpunkt, wann es günstig ist, einen Krankenwagen für die Notaufnahme zu rufen.
Die Kiddies schütten sich mit dem Selbstgemixten schon vor dem Betreten der Diskos zu. Das spart unheimlich Geld. Limes und Vodka vom Discounter kosten kaum knappe 8 Euro und sparen unheimlich. Wenn man die gleiche Menge in der Disco vertilgen will, dann ist man schnell ein Vermögen los.
Der gesellschaftliche Spaß kommt offenbar beim Trinken. Nachher. Nicht vorher. Am Schluss steht dann die Kapitulation des eigenen Organismus.
Es gibt genügend Diskotheken, die haben von 22:00 bis Mitternacht „Happy Hour“ oder auch „Flatline“-Tarife für bestimmte Alkoholika. Man zahlt einen bestimmten Betrag und kann sich während den zwei Stunden beispielsweise ohne Mehrkosten Tequilla oder Vodka reinhauen. Soviel halt wie man verträgt.
„Soviel wie man verträgt“ ist leider dabei der Knackpunkt. Wie viel man wirklich verträgt, weiß man immer erst hinter her. Nach den berühmt berüchtigten 5 Minuten. Wenn es zu spät ist. Wenn man gar auf der Intensivstation aufwacht.
Aber vorher?
Aufgrund der Änderung in den Gesetzen zum Jugendschutz können 16-Jährige in Begleitung eines Volljährigen bis Mitternacht in den Dissen bleiben. Aber das geht auch mit der Unterschrift der Eltern. Vordrucke dazu finden sich im Internet und die elterliche Unterschrift … haben die Türsteher dann noch eine Chance festzustellen, ob die Unterschrift wirklich von den Eltern ist?
Das Ergebnis ist fatal.
Liegt es daran, dass der Alkohol so billig ist?
Wenn er selbst schon im Vorprogramm der Jugendkinofilme als normal angepriesen wird?
Wenn die Werbeträger in den Medien junge, lockere, frohe und coole Menschen sind?
Liegt es daran, dass „Vodka Red Bull“ – das Standardgetränk cooler Menschen in Diskotheken – so süffig, kalt und erfrischend daher kommt?
Würde man Flatrate-Parties gemerell verbeiten, würden die Jugendlichen aufhören, sich vor dem Disko-Gang mit Selbstgemixten anzutrinken?
Oder ist der abendliche Rausch samt Weggetreten-Seins reizvoller als die wöchentliche soziale Realität?
Wo muss man anfangen?
Wo aufhören?
Prohibition?
Erice hat sich damals schon mal Gedanken darüber gemacht.
Das Thema tritt immer deutlicher denn je hervor.
Aber wo sind die Lösungen?
Es gibt keine Rezepte, soweit erscheint mir das klar.
Es gibt keine Handreichungen im Supermarkt, wenn sich ein 18-Jähriger eine Vodka-Flasche kauft. Auch wenn der Verdacht auf der Hand liegen mag, dass der Flascheninhalt den Abend nicht überleben wird.
Was tun gegen Alkohol, der gesellschaftsfähiger denn je geworden ist …
Mitten aus dem Leben: "War das etwa witzig?"
Quentin Tarantino ist eine Sache für sich. Man mag ihn, liebt ihn, versteht ihn einfach nicht oder hasst ihn einfach nur.
Als „Reservoir Dogs“ erschien, lief er mit nur wenig, aber steigender Beachtung an. Ich sah ihn erst viel später.
„Pulp Fiction“ war der Knaller. Es dauerte fast ein Jahr, bis ich ihn mir anschaute. Ich war begeistert, denn meine Erwartung eines Mainstream-Filmes wurde gnadenlos enttäuscht.
Als dann 1996 „From Dusk Till Dawn“ erschien und ich in den morgentlichen Nachrichten las, dass Tarantino diesen Film vom Regisseur Robert Rodriguez produziert hatte, war für mich klar, dass ich in die Vorstellung des ersten Tages musste. Dabei ist „From Dusk Till Dawn“ kein Tarantino-Film. Und dass er dabei auch noch mitspielte, dass hatte ich gar nicht wirklich mitbekommen.
Ich gebe zu, dass mich das deutsche Kino-Plakat mit seinen Untertitel animierte. Es war ein Wort, welches den ganzen Film passend charakterisierte und aus vielen Adjektiven zusammengesetzt war. Ein Monster-Wort zu einem Monster-Film. Passend für das Leben der beginnenden Nacht. Ein 20:00 Film „frei ab 18“. Das pralle Kinoleben.
So saß ich denn ab 20:00 im Kino in den unteren Rängen und harrte den Dingen, die da kommen sollten. Ich dachte, es wäre ein „Quentin Tarantino“. Aber was kam war ein „Robert Rodriguez“. Es waren annähernd geschätzt 10, 12 Leute im Kino, welches ungefähr 400 Leute fassen konnte und die größte Leinwand Aachens hatte.
Der Film begann und schlug einen Bogen über Road-Movie hin zum Splatter-Film. Der Spannungsbogen war so brutal, dass es nicht nur mich aus den Sessel haute. Offenbar erging es vier, fünf Leute ebenso wie mir. Anfangs voll atemloser Spannung kippte die Handlung im Titty Twister nach der „Pussy-Show“.
Ab dem entscheidenden Satz von George Clooney „War das etwa komisch?“(*), kurz bevor der Grinsewilli von den Gebrüdern Gecko gemeinsam gesiebt wurde, da schwenkte der Film in ein anders Film-Genre um.
Und alles das, was danach geschah, wurde nicht nur von mir mit genüßlichem Gelächter quittiert.
Es gilt dabei zu bedenken, dass wir Lachenden nicht die einzigen im Kino waren. Es gab da auch die von den zehn, zwölf Zuschauern, die ganz offenbar das weniger witzig fanden.
Aber das war mir so etwas von egal.
Ich krallte mich im Kino-Polster fest und hatte Mühe beim krallen, vor Lachen nicht vom Stuhl zu rutschen.
Als der Film dann zu Ende ging, und die Totale die Müllhalde hinterm „Titty Twister“ zeigte, rutschte ich vor Lachen nun wirklich beinahe vom Kinsosessel (schlechtes Polster halt). Und nicht nur ich allein hatte dieses Lach-Problem, wie ich bei jemanden paar Reihen links vor mir bemerkte.
Der Abspann lief, das Licht ging an und rechts zwei Reihen vor mir standen vier Leute auf. Zwei Pärchen alteren Alters so um die vierzig. Absolut seriös und humorresistent, wie ich damals fand. Sie zogen während des Abspanns gefließentlich ihre Jacken an. Aber einer drehte sich mit leicht säuerlichem Gesicht direkt zu mir, den Lach-Belästiger, um und blaffte mich für jedermann laut und vernehmlich an:
„War das etwa witzig?!?“
In jenem Augenblick konnte ich mich wirklich nicht mehr vor Lachen halten. Ich rutschte buchstäblich lachend vom Sitz. Und hinter mir ging von den anderen fünf oder sechs Leuten eine verschärfte Lachsalve los.
Ja, ich fand die Frage oberwitzig. :> :>> :>
Sorry für mein Lachen, liebe Leute von damals, dass ich den Teil der blutrünstigen Splatterhandlung vom Film nicht wirklich ernst nahm. Vielleicht hättet du mein Lieber Anblaffer nicht den Film für deine Frage zitieren sollen … :>
Aber das musste sein! :>>
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(*) P.S.:
Der wirklich letzte Satz des Road-Movie-Teils vom Film hieß freilich nicht „Do you think that was funny?“ sondern „Sit down!“. Und dann begann der Splatter-Teil.
P.P.S.:
Wie ‚Senator Film Verleih‘ mitgeteilt hat, startet „Planet Terror“, der zweite Teil der Tarantino/Rodriguez Filmreihe „Grindhouse“, nun erst am 04. Oktober 2007 in den deutschen Kinos.
Schade eigentlich. Als „Double Feature“ wird das Gemeinschaftsprojekt Rodriguez/Tarantino dann wohl erst im November laufen.
Locker, lässig, lasziv, … Quentin is back! … Bein ab …
Es gibt im Leben eine ganz zentrale Frage:
Darf man beim Fahren als Beifahrer in einem Schiff von Auto seine Füße locker, lässig, lasziv aus dem Fenster strecken und das Gefühl haben, wie der Fahrtwind an den rasierten, langen Beinen entlang streicht und wohlig die eigene knallenge Jeans-Pants aufbläst?
Die Frage ist eigentlich völlig nebensächlich, wenn man zur Beantwortung dieser ins Kino geht und der Regisseur Quentin Tarantino heißt.
Tarantino Filme sind keine leichte Kost, so zwischen Salzgebäck und Bier. Man benötigt schon eine ganz gehörige Portion Lässigkeit, um sich auf Tarantinos Filmwelten einzulassen. Man kann warten bis seine Filme im Fernsehen gezeigt werden, muss sich dann aber darauf einstellen, dass zuvor aber fleißig am Film geschmackskontrollenmäßig herum geschnibbelt wird.
So erging es „Reservoir Dogs“, so erging es „Pulp Fiction“ und „Jackie Brown“, so wird es auch noch den zwei Filmteilen von „Kill Bill“ gehen.
Inzwischen verbindet Quentin Tarantino eine starke Bande mit Roberto Rodriguez. Der hatte damals das geniale Werk „From Dusk till Dawn“ herausgebracht, was ja viele gerne Quentin Tarantino unterschieben. Dabei war Tarantino nur Produzent und zweiter Hauptdarsteller (direkt nach George Clooney).
Roberto Rodriguez und Quentin Tarantino haben sich mal wieder zusammen getan und ein Double-Feature-Movie im Grindhouse-Stil herausgebracht. Leider konnte weder das amerikanische Publikum noch die amerikanische Filmindustrie richtig mit dem Grindhouse-Stil etwas anfangen, also wurden die Filme getrennt aufgeführt.
Tarantinos Filmteil heißt „Death Proof“ und ist gerade in den deutschen Kinos angelaufen.
„Grindhouse-Stil“ an sich ist auch hier nicht wirklich ein Begriff. Man stelle sich vor, man nehme alte, schon in diversen Kinos gelaufene Russ-Mayer-Filmerollen und packe sie in ein Tagesprogramm und zeigt es dann so eine Woche lang. Dann hat man eine Woche lang ein Kinoprogramm mit seltsamen Farben und unheimlich vielen Filmschäden.
Grindhouse-Stil-Kinos waren die ARI-Kinos in den deutschen Bahnhöfen, wo zu guter Letzt nur noch Jodel- und Billig-Pornos im Non-Stop-Betrieb gezeigt wurden. Damals noch zur Unterhaltung einer bestimmten bahnreisenden Klientel gedacht, hat irgendwann die Deutsche Bahn diese Kinos mit Schmuddel-Image aus ihren Gebäuden geschmissen.
Zurück zum Film:
„Death Proof“ ist mal wieder ein gutes Stück Tarantino. Der Inhalt lässt sich schnell erzählen, aber darauf kommt es bei seinen Filmen nicht wirklich an. Hatten noch in PULP FICTION die Männer die coolen lässigen Sprüche auf Lager, so sind es hier die Frauen, die den Männern jeglichen Schneid abkaufen und jeden männlichen Satz blass aussehen lassen.
Kamerafahrten sind Tarantinos Blickwinkel. Eine frau bückt sich und die Kamera ist fasziniert von ihren knackigen Po, hält drauf zu und weicht im letzten Augenblick aus, nur um dorthin zu schauen, wo die Frau hinschaut.
Oder Tarantinos Gastauftritt als trinkender Bartender erinnert an „From Dusk till Dawn“.
Eine zweite Reminiszenz an „Kill Bill“ gibt es ebenfalls. Der amerikanische Polizist mit seinem „Sohn Nr. 1“ taucht auch wieder auf und nervt eine Krankenschwester. Ob er mit seinem Sohn auch im nächsten Tarantino-Film wieder mit machen darf?
Der Film ist eine Empfehlung meinerseits. Nur mit dem eindeutigen Hinweis, der Film ist nicht wirklich „Frei ab 16“. Selbst „Frei ab 18“ erweckt falsche Eindrücke, denn einen nackten Menschen in Paarungssituation gibt es ebenso wenig wie nackte Menschen.
Aber dafür recht viel nacktes Bein. Manchmal auch allein auf dem Asphalt einer Straße blutig vor sich hintropfend. Das ist halt Tarantino wie wir ihn haben wollen. Spiel mit den Gedankengängen der Zuschauer.
Zurück zu der Eingangsfrage.
Eine wirkliche Antwort gibt der Film auf diese Frage nicht. Aber nach diesem Film wird man so schnell seine Beine nicht mehr aus dem Beifahrerfenster stecken wollen …
100 Pfund gut abgehangen … in Stück und in Scheiben …
Jeder hat sie gewürdigt.
Die Angela Merkel, die Sommerpause, die Merkel und ihre Sommerpause, und zu guter Letzt die Sommerpause.
Angela hat schon die Halbzeit ihrer Regierungsperiode hinter sich gebracht, und versucht gerade noch die Planungen zum Zeittotschlagen für die zweite Hälfte auf die Beine zu stellen. Indessen versucht die SPD alles sich selber als Koalitionspartner politisch zu suzidieren, um mehr Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Aber Angela lässt das nicht zu.
Noch nicht.
Die SPD hat ihre Koalitionshausaufgaben schon seit zwei Jahren nicht gemacht und den Abstand zur CDU in der Wählergunst nicht vergrößert. Und daher strengt sie sich wie blöde an (im Ernst, das mit dem „blöde“ das kann sie) und duelliert sich mit Oskar der Lafontanelle.
Und langsam klappt es. Machtvoll strebt man auf die 10 Prozent Wählergunst zu.
Die FDP findet das nicht wirklich toll, denn der Westerwelle kann giften, wie er will, solange er aber nicht als Münsteraner Schalke-Fan mit Fallschirm auf dem Rücken auftritt, solange findet er nicht wirklich die Beachtung eines Möllemanns.
Er sollte mal bei WDR nachfragen, was den Möllemann ausgemacht hat:
Um fünf Uhr im Büro bei sich Manifeste verfassen, diese per Fax an den WDR (speziell WDR2) schicken und dann um spätestens um 7:00 für Dementis und Interviews zur Verfügung stehen. Da waren seine angegriffenen Politiker noch nicht ausgeschlaffen, da hatte er das politische Rad ein Stück weitergedreht. Und nachher ging es dann zum Fallschirmspringen. Und als Landefläche hatte er sich liebend gerne das Schalker Parkstadion ausgesucht gehabt. Am besten direkt vor Schalke-Spielen. Westerwelle hat es bislang dagegen nur zu Big-Brother-Containern gebracht, bei seinen politischen Punktlandungen.
Die CSU versucht es derweil als karnevalistisches bayrisches Dreigestirn.
Stoiber, Huber und Beckstein. König, Bauer und Jungfrau.

Das der Stoiber nur König sein kann, ist klar, wenn man über die nahe Grenze nach Österreich schaut. Denn da sitzt bekanntlich unser Kaiser und der mag keine anderen Götter neben sich beckenbauern.
Und der Huber? Letztens sah ich ein Bild vom Huber, wie er bei einer Münchener Kettenfirma zum Girls-Day auftauchte. Junge Frauen (oder solche, die es noch werden wollen) haben sich mal in einem technischen, metallproduzierendem Gewerbe umgesehen. Klar, dass der Huber dabei sein musste. Gibt es doch im Landtag in Bayern nur so verdammt wenige Girls. Denn man merke sich, im bayrischen Landtag sitzen nur Mann-Weiber. Das verlangt schon der bayrische Defiliermarsch so. Und sollte es doch eine Frau geben, die im bayrischen Landtag … . Nun, dazu komm ich später und der Huber kam erstmal zu seinem „Girls-Day“. Also, man kann es dem Huber nicht verdenken, wenn er dem Landtag entflieht, um ein paar „fesche Madl“ beim Zuschauen zuzuschauen, damit er nachher weiß, wo welches Holz vor welcher Hüte gelagert ist.
Politisch natürlich, versteht sich … .
Der Beckstein als Jungfrau? Nun, so jungfräulich wie der zu neuen Amt und Würden kommt, nur damit der Seehofer als offizielle Nicht-Jungfrau und offizieller Fremdgänger …
Okay, lassen wir den Beckstein als Jungfrau durchgehen. Nur wäre ich mir nicht wirklich sicher, dass es nicht doch ein paar Bayerinnen gegeben hat oder gibt, die völlig freiwillig und völlig enthemmt rufen würden:
«Günther, ich will ein Kind von dir!“»
Wie meinte Stoiber zum designierten bayrischen Ministerpräsidenten Beckstein letzten noch zu dem Thema?
«Du kannst auf mich zählen», sagte Stoiber nach Angaben von Sitzungsteilnehmern zu Beckstein.
Aber so recht will es ja nicht klappen.
Nicht Becksteins Kinderkriegen ist gemeint, sondern das mit dem dreieinigen Dreigestirn. Denn da millert jetzt so eine gehörige Portion Torheit mit. Ganz vorne weg. Auf der Kühlerhaube der CSU sozusagen. Eine Art Hamburger Millerntor. Eine Art Pauli. Jedoch nicht der Hamburger „Sankt“, sondern die bayrische „Frau“ Pauli.

Ja, eine Frau ist sie. Hübsch, verführisch und geheimnisvoll ist sie. Die Hälfte der bayrischen Männernschaft, die in Bayern bei Münchener Dominas verkehrt, hatte sie mit ihren Lack&Leder-Fotos verstört. Und dazu vertritt sie dann noch die CSU-Politik mit weiblichen Attributen!
Leider sind die weibliche Attribute bei CSU-Mitgliedern generell immer gut versteckt. Das schreibt so das CSU-Parteiprogramm vor. Die CSU-Politik ist generell gerne lederkrachend und völlig nebulös. Interessanterweise kam damit ja bei der letzen Bayern-Wahl über 60 % der Wähler voll klar damit.
Weswegen das Wort „nebulös“ somit eindeutig Beweis meiner politischen Inkompetenz ist, welche ich hier gnadenlos inkontinent verbreite.
Und was ist jetzt mit den Grünen?
Aufgrund des politischen Proporz müsste ich doch auch was zu den Grünen schreiben, oder?

Richtig, die Grünen. Da war doch was. Aber das schreib ich später mal. Denn im Augenblick sind sie nicht existent und alle vor der Klimakatastrophe in wärmere Gefilde zum Urlauben geflogen.
Was? Das sei jetzt böseste Verleumdung?
Okay. Ich nehm es zurück. Grüne fliegen dieses Jahr nicht in den Urlaub. Die stehen jetzt alle demonstrierend vor Krümmel und verstopfen mit ihren Körpern alles radioaktiven Reaktorenlecks.
Oder sie sind in Schweden nicht bei IKEA, aber bei Vattenfall. Und da ist es auch nicht wärmer als hier bei uns oder am Reaktor bei Krümel.
Egal. Für die Grünen interessiert sich augenblicklich eh keiner.
Insbesondere nicht die Grünen.
Ist halt Ferienzeit …
Und womit wir wieder bei der Lage der Nation wären.
Nämlich, nachdem jeder Urlaub macht, erkläre ich hiermit die Saure-Gurken-Zeit für eröffnet und das Sommerloch damit eifrig drapiert.
Und was bleibt dann nocht?
Wie wäre es mit einer erneuten Unsicherheitsdiskussion?
Schäuble, übernehmen Sie!
Oh Tu kän du
(Titelübersetzung: „O2 can do“)
Wegen zwei Euro Startguthaben kommt O2 nun ins Schwitzen.
Ich hatte mir zwei Karten bestellt und warte schon seit dem 1. Juli.
Und so hieß es direkt nach der Bestellung:
vielen Dank! Wir haben Ihre Bestellung für die kostenlose o2 LOOP Prepaid Card mit 2,- EUR Startguthaben erhalten.
Bitte denken Sie daran, dass maximal zwei unserer kostenlosen Prepaid Cards pro Person registriert werden können.
Wir werden so schnell wie möglich alle eingegangenen Bestellungen prüfen und bearbeiten. Aufgrund der großen Nachfrage kann es 3-4 Wochen dauern, bis Sie Ihre o2 LOOP Prepaid Card erhalten . Wir bitten Sie um Ihr Verständnis.
So weit, so schön.
Jetzt erhielt ich folgende E-mail:
Lieber Can Catch Kunde,
aufgrund der großen Nachfrage nach den kostenlosen o2 LOOP Prepaid Cards mit 2,- EUR Startguthaben ergeben sich im Moment leider Lieferverzögerungen. Auch wir haben mit diesem Ansturm nicht gerechnet.
Der Versand Ihrer kostenlosen o2 LOOP Prepaid Card mit 2,- EUR Startguthaben wird sich voraussichtlich leider um weitere 3-4 Wochen verzögern.
Wir bitten Sie um Ihr Verständnis für diese Verzögerung.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Can Catch Team
Das ist fast so gut wie der Spruch in der AVIS-Telefon-Warteschlange „We try harder“.
Gut.
Dann warte ich halt noch, um die kostenlosen 2 Euro abzuteflonieren … :> :> :>
Abhör-Attacke! Meine Handy-Gespräche wurden belauscht!
Warum habe gerade ich immer solche Briefe im Postkasten?
Warum nicht mal eine Lottogewinnbenachrichtigung?
Wer erklärt mir das?
Sehr geehrter Herr Careca,
nachdem einer unserer fleißigen Mitarbeiter Ihr Mittagsgespräch am gestrigen Tag abgetippt hat, liegt uns folgendes vor:
- Sie haben mehrfach das Wort „Bombe“ benutzt. Wir weisen darauf hin, dass die Verwendung des Wortes „Bombe“ auf dem Index für Hinweise auf terroristische Nähe steht. Wir fordern Sie auf, die Verwendung zu unterlassen, um amerikanische oder israelische Geheimdienstmitarbeiter bei ihren elektronischen Abhöraktionen nicht zu irrientieren. Vermeiden Sie auch eine Verwendung zusammengesetzer Wörter, selbst wenn Sie das Wetter als „bombenmäßig“ bezeichnen wollen.
- Sie haben sich abfällig über den Innenminsiter Schäuble und seine Behinderung geäußert. Diese Art der Diskriminierung ist nicht tolerierbar. Das Ermittlungsverfahren wegen Behindertenfeindlichkeit wird in den nächsten Tagen eingeleitet.
- Sie haben Ihren Chef Ihrer Firma XYZ mehrfach als „dummer Ostfriese aus Berlin“ bezeichnet. Hiermit haben Sie in Tateinheit mit der vorsätzlichen persönlichen Beleidigung auch noch nachgewiesen, dass Ihre Allgemeinbildung nicht mehr dem Stand der Erfordernisse entspricht. Dieses mussten wir feststellen, da Sie bemerkten, ihr Chef sei aus Rostock. Wir lassen gerade Ihren Realschul-Abschluss überprüfen. Ihren Chef unterrichten wir morgen per normalem Einschreibe-Brief mit Rückschein.
- Im darauf folgenden Gespräch hatten Sie sich lautstark mit Ihrer Frau unterhalten, weil Sie deren Beziehung zu dem Nachbar für nicht legitim empfanden. Unser Mitarbeiter erlitt bei Ihrer Brüllerei einen Gehörsturz. Wir werden Sie mit den Kosten seiner Gesundheitsbehandlung belasten.
- Als der Mitarbeiter hinter Ihnen wegen Ihrer plötzlichen Brüllerei mit Hörsturz durch begleitenden Vertigosymptom zusammen brach, haben Sie nicht den Notarzt gerufen. Wir haben eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung gegen Sie eingeleitet. Desweiteren werden wir Sie für den Verdienstausfall des Mitarbeiters und den schuldhaft verursachten Mitarbeiterausfall bei uns haftbar machen.
Aufgrund eines richterlichen Beschlusses müssen wir Sie von unserer Abhöraktion unterrichten, obwohl Sie durch die dadurch erzeugten Ermittlungsverfahren eh alles mitbekommen hätten. Also seien Sie nicht übermässig verstimmt, schon jetzt von uns über unsere Ergebnisse der Abhöraktion erfahren zu müssen.
Es steht Ihnen frei schon mal ihren Anwalt zu kontaktieren. Wir empfehlen Ihnen sich diese kosten zu sparen. Die Beweiskraft des Abhörprotokolls ist zu eindeutig.Mit freundlichen Grüßen
Ihr Geheimdienst aus PullachP.S.:
Wir haben noch weitere Mitarbeiter, um Sie zu belauschen. Machen Sie sich also keine Hoffnung, unabgehört zu bleiben.
Sie hören deshalb auch in Zukunft noch von uns. Und wir von Ihnen, sobald wir wieder einen neuen Mitarbeiter unauffällig hinten Ihnen platziert haben.P.S.S.:
Und bitte unterlassen Sie dann bei unseren Abhöraktionen das Brüllen. Zum Wohle unserer Mitarbeiter. Unser Betriebsarzt dankt Ihnen bereits jetzt für Ihre zukünftige Rücksichtnahme im Voraus.
Rio de Janeiro: Jeden Tag eine neue Ansicht
–
Aufgrund meiner Artikel zum Weltwunder in Rio de Janeiro hat mir Ivo Korytowski den Link zu seinem Blog geschickt.
Jeden Tag hat er ein neues Foto aus Rio de Janeiro dort drin. Sein Blog steht jetzt bei mir Sage-Feedreader.
Seinem Blog einen Besuch abzustatten lohnt sich.
–
Was macht eigentlich …
Hallo Monster, ich freu dich hier in meinem Loch zum Interview begrüßen zu dürfen. Mach es Dir gemütlich. Was darf ich Dir zu trinken anbieten?
Hm.
Darf es ein Ale sein oder einen Whisky?
Beides.
Nun. Was gibt es neues von Dir?
Nichts.
Wie nichts?
Nichts.
Absolut nichts?
Nichts.
Schön. Dann reden wir mal über diesen Sommer.
Hm.
Verbringst du deine Ferien diesmal wenigstens im Sommer am Loch. Sozusagen im Sommerloch, hehehehe …
Loch ist gälisch und heisst See.
Gälisch. Aha. Also du wirst du den See vergällen und als Lebensmittel somit ungenießbar machen?
Gälisch ist ne Sprache und kein Getränk, du ungebildeter Invantilist.
Weiß ich, weiß ich. Äh, ja. Doch zurück zum Thema. Was macht das Sommerloch?
Ich habe keine Zeit mehr es zu Füllen.
Stimmt, wir haben schon lang nichts mehr von dir gehört. Was war los?
Seit Godzilla habe ich keine Ruhe mehr.
Ja, Emmerichs Godzilla war beeindruckend. Das warst du? Ich dachte, du wärest sowas wie ne Urzeitschlange.
Die Maskenbildner hatten nachher die Schnauze voll, mich dauernd umzumaskieren.
Die Bilder von dir am Loch Ness sind also nicht gefälscht.
Gefälscht waren nur die Fotografen, die mich fotografierten. Es gab sie nicht.
Es gab sie nicht?
Es waren Selbstauslöseraufnahmen.
Soso. Und welche Projekte kamen nach „Godzilla“?
Jacksons „KingKong“.
„KingKong“? Der Gorilla sieht aber ganz anders aus als du!
Der Maskenbildner-Verschleiß war enorm. Einige sind noch immer in psychologischer Behandlung.
Was war dein letzter Film?
„Harry Potter und der Orden des Phoenix“ .
Wie bitte?
„Harry Potter und der Orden des Phoenix“ .
Du hast im aktuellen Harry Potter mitgespielt?!?
Ja. Ich war Stuntdouble von dem Ork, der die Ratte zertrat.
Der Ork, der die Ratte zertrat? Ich erinner mich nicht an solch einer Szene.
Man hat sie herausgeschnitten, weil man meinte, sie sei für den Film unwichtig.
Ach so.
Ja.
Und neue Pläne?
Ich habe die neue Rolle in „Cloverfield“. Ich beiß dort der Freiheitsstatue den Kopf ab. Ich habe einen Ausschnitt mitgebracht:
Nun. Das lässt ja auf neue spannende Einblicke hoffen. Wie sehen deine weiteren Zukunftspläne aus?
Wenn ich genug Geld habe, werde ich mir meine geheime Höhle in Loch Ness zu einer Luxus-Suite ausbauen und dort Flitterwochen mit Paris Hilton verbringen.
Paris Hilton?
Ja. Paris Hilton.
Aber, Paris Hilton ist doch kein … äh, Monster …
Nicht? Okay, dann nehm ich Lindsay Lohan.
Sie ist auch kein Monster.
Naomi Campel.
Auch nicht.
Heidi Klum aber.
Auch nicht.
Verona Pooth?
Nein.
Angela Merkel.
Neeein.
Claudia Schiffer?
Scheisse vielleicht, aber auch nicht.
Aber Alice Schwarzer.
NE-IN!
Oder …
Ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
Was? Schon zu Ende? Ist das Mikrofon aus?
Ja.
Hm, könnt ich dann noch ein Ale mit Whisky haben?
Mit oder ohne Eiswürfel?
Is egal. Gib mir gleich die Flaschen, dann wird die Spülmaschine nicht so voll.
Und das Eis?
Egal. Wusstest du, dass es im Winter im See von Ness nicht wirklich so kalt ist?
Ach ja?
Kommste mich mal besuchen? Ich habe da eine Kuschelecke.
…
Ergänzung zu: Die harte Realität unterhalb eines Weltwunders
Was hältst Du von der Theorie, dass dieser wahnsinnige Drogenkrieg seine Geschäftsgrundlage verliert, wenn die USA ihre Drogenpolitik liberalisieren würde?
Diese Frage kam von Prinz Rupi auf mein vorheriges Post.
Die eigentliche Frage ist freilich. Haben die Vereinigten Staaten maßgeblichen Einfluss auf den durch die Drogenmafia hervorgerufenen Bürgerkrieg?
Viele Theorien habe ich bislang dazu gehört. Und jedes Mal spielte die USA nur eine untergeordnete Rolle. Eine Theorie hat mich dabei schon am meisten überzeugt, weil sie in die Historie Brasiliens passt:
Wie alle Länder Südamerika, so erlebte auch Brasilien die Zeiten der Militärdiktatur, welche durch den „Kalten Krieg“ der Supermächte USA-UDSSR bedingt wurden. Die USA betrachtete Südamerika als seinen Hinterhof und so war den Amerikaner jegliche Regierungsform okay, wenn deren Prämisse die Ablehnung der UDSSR und Kubas darstellten.
Maßgeblich hatte die USA ihre CIA-Finger im Spiel, als die Regierung Allende in Chile gestürzt wurde und die Diktatur unter Pinochet ihre Gegner in das Fußballstadion von Santiago de Chile zusammen trieb, bevor die Gefangenen mißhandelt oder gleich erschossen wurden.
Ebenfalls in Argentinien putschten sich die Militärs an der Macht und marodierten in ihrem eigenen Land von 1976 bis nach der Niederlage im Krieg um die Ilhas Malvinas 1983. Wie in Chile verschwanden Menschen spurlos. Die „Madres de Plaza de Mayo“ wurden für ihren Kampf um Aufklärung des Verschwindens ihrer Söhne über Buenos Aires und Argentinien hinaus weltweit bekannt. Inzwischen weiß man bereits, dass dieses Verschwinden durch Hubschrauberflüge über den Atlantik erreicht wurde …
In Paraguay herrschte der deutschstämmige Diktator Alfredo Stroessner von 1954 bis 1989. Bekannt wurden die paraguayanischen Militärs, weil sie die Folter der Nazis „verbessert“ hatten und dafür in ganz Südamerika als berater gesucht waren.
Uruguay hatte von 1973 bis 1985 eine Militärdikatatur.
Und auch Brasilien hatte seine Militärdiktatoren von 1969 bis 1985.
Alle Dikaturen legitimierten sich mit dem Anspruch linksextremen, pro-sowjetischen bzw. pro-kubaischen Strömungen zu bekämpfen. Dieser „Kampf“ wurde auf brutalster Weise auf dem Rücken der Zivilbevölkerung durchgeführt.
In Brasilien war die Dktatur nicht „so“ blutig wie in Chile unter Pinochet oder in Argentinien unter Jorge Rafael Videla (seit März 2004 läuft gegen ihn das deutsche Auslieferungsbegehren wegen Ermordung deutscher Staatsbürger).
Aber Brasilien hatte auch ihre Opfer, welche einfach verschwanden. Berühmt berüchtigt hierfür war die Zeit unter dem Militär Emílio Garrastazu Médici von 1969-1974. Die darauf folgende Dikaturzeiten unter Ernesto Beckmann Geisel bis 1979 und João Baptista de Oliveira Figueiredo bis 1985 waren schon ein wenig gemäßigter.
Jedoch war den Militärs Brasiliens eines immer gemein. Für sie gab es keine Unterscheidung zwischen politischen Gefangenen und normalen Strafgefangenen. Zwischen beide wurde gefängniszellenmäßig nicht unterschieden. Die Militärs erhofften sich durch die normalen Strafgefangenen weitere Informationen über politische Hintermänner der politischen Gefangenen zu erhalten.
Hector Babenco hat diesen Sachverhalt in seinem Film „Der Kuß der Spinnenfrau“ (nach dem Roman von Manoel Puig) 1985 nachgezeichnet.
Als 1985 die brasilianischen Militärs ihre Macht abgaben und die Diktatur durch die demokratische Wahl Trancedo Neves beendet wurde, erhielten viele politische Strafgefangene und auch normale Strafgefangene die Freiheit.
In den Gefängnissen hatte nun die normalen Strafgefangenen nicht nur ihre Strafen verbüßt und die Polititschen bespitzelt sondern auch gelernt, dass die Strukturen der „Politischen“ ebenfalls hilfreich für den Aufbau eigener Strukturen sein würden. Und die „Normalen“ haben dann die Logistik der Politischen in ihren Favelas aufgebaut, um dort ihre Macht zu etablieren.
War anfangs der Drogenhandel (insbesondere Kokain) ein Geschäft, welches nur mit den sehr Reichen gemacht wurde, so erkannten die Drogenhändler das Potential, wenn sie die Basis der Drogenkonsumenten verbreitern würden. Somit wurden Drogen auch für die breite Masse konsumierbarer, da die Drogen billiger wurden. War die Drogenmafia am Anfang noch ein „gemächlicher“ Haufen, der im übrigen auch mit den Militärs zusammen arbeitete, so brachte die Verbreiterung des Geschäftes eine verstärkte Brutalisierung des Drogenmarktes und hierachische Straffung der Drogenmafia mit sich. Gab es am Anfang noch relative Patenverhältnisse mit Clans, so gibt es in der heutigen Zeit nur noch Bandenstrukturen, wo derjenige überlebt, wer am schnellsten mit seiner Waffe reagiert. Und mitten drin sitzen die Militärs und wollen aufgrund ihrer schlechten Bezahlung ebenfalls mit verdienen.
Als vor einem Jahr eine Bande in Rio Waffen aus einem Militärcamp geklaut haben sollte, rückte das Militär aus und belagerte die mutmaßliche Favela der Bande. Es ging dabei nicht drum, den Drogenbaronen habhaft zu werden, sondern die Waffen zurück zu erhalten. Sie erhielten die Waffen zurück und zogen wieder ab. Interessant war dabei ein wenig später, dass Ermittler heraus fanden, dass Offiziere die Waffen an die Drogenbarone der Favela verkauft und damit ein gutes Geschäft gemacht hatten. Ironischerweise „beklagten“ sich die Drogenbarone also nicht zu „unrecht“, dass die Belagerung unrecht sei, weil eben alles völlig „legal“ beim Kauf der Waffen abgelaufen sei.
Die Verquickung der Militärs Brasiliens (insbesondere von Rio de Janeiro) und der Drogenbarone ist nur auf ein Ziel ausgerichtet: Maximalen Profit. Dafür gehen beide Seiten über Leichen (auch unschuldigen).
Der Drogenhandel in den letzten 20 Jahren hat sich erheblich gewandelt. Es ist wesentlich mehr Geld mit den Drogen zu erzielen. Zugleich hat sich die Schere zwischen den Armen und Reichen weiter geöffnet und die Karriere als Traficante (Drogenkurier) ist lukrativer als ein normaler Job geworden. Allerdings ist die Lebenserwartung als Traficante auch nicht sehr hoch. Das wissen diese und somit produzieren sie all ihre Lebenshoffung auf die Waffen, die sie dabei haben.
Waffen sind einfach cool und Statussymbol. Wer die bessere Waffen vorweisen kann, kriegt mehr Frauen ab (kein Klischee!), hat mehr gesellschaftliches Prestige in seiner Umgebung, lebt dafür aber wohl möglich nicht mehr so lange, weil er bei einem Fehler entweder von der Militärpolizei oder anderen Bandenmitgliedern erschossen wird.
Das, was in Rio de Janeiro immer wieder in Berichten oder auch dem beeindruckendem Film „Cidade de Deus“ („City of Gott“) gezeigt wird, ist nicht nur in Rio ein Fakt. Sao Paulo oder Fortalezza oder Salvador de Bahia leiden unter dem gleichen Krebsgeschwür.
Nur fällt es bei Rio de Janeiro erheblich stärker auf, da die Stadt von Touristen lebt und eben weil sie so schön gelegen ist. Rio erscheint wie Himmel und Hölle in einer geografischen Landschaft vereint.
Will man den in Rio herrschenden Bürgerkrieg beenden, so muss man zweifelsohne auch innerhalb des Militärs und derer Militärpolizei brutal reinen Tisch machen und entsprechende aus ihren Positionen entfernen. Solange dieses nicht geschieht, solange werden die Militärs ihre Brut weiter aufziehen, die sie nachher bekämpfen wird. Und das alles zum einzigen Zwecke, um weiter mit Drogen Geld verdienen zu können. Um die Macht der Drogenbarone zu brechen, muss zuerst das Militär gesäubert werden. Ohne diese Säuberung kann der Teufelskreis nicht durchbrochen werden.
Es geht hier ja inzwischen nicht nur um solche Dinge wie Kokain, es geht inzwischen ja um wesentlich brutalere Sachen wie Crack oder chemische Drogen, welche nicht mehr auf Feldern gezüchtet werden, sondern aus Labors kommen.
Aber der Kreislauf wird nicht durchbrochen. Und so geht aber weiterhin der Krieg und das Sterben dort weiter.
Und das völlig unabhängig davon, ob die USA drogenliberal wird oder die Prohibition erneut ausruft.
Leider.
P.S.:
Wie ich bereits oben erwähnte, handelt es sich hierbei bezüglich der Entstehung der Drogenmafia um eine Theorie, warum sie so wurde, wie sie jetzt so ist. Diese Theorie muß nicht stimmen. Ich habe sie aber inzwischen mehrfach gehört. Sollte sie absoluter Quatsch sein, so bitte ich im Kommentarbereich um entsprechende Stellungnahme mit entsprechender Richtigstellung.
Besten Dank.
Die harte Realität unterhalb eines Weltwunders
Wie ich hier bereits schrieb, wurden letztes Wochenende sieben neue Weltwunder ausgerufen. Eines davon war der „Christo Redentor“ in Rio de Janeiro.
Im Kommentar-Bereich meines „Weltwunder“-Posts hatte ich bereits geschrieben, welche Bedeutungen die Statue in Rio hat:

„Man sagt, wenn man in die ausgebreiteten Arme Jesu sieht, dann ist man auf der sicheren Seite. Sieht man seinen Rücken, sollte man schleunigst wieder zusehen, auf die sichere Seite zu kommen. In der Zwischenzeit haben sich die favelas und die Armutsviertel auch vor dem Christo entwickelt. Aber im Grunde ist er noch der einzige, der trotz dem was unter ihm so abgeht, milde auf die Stadt schaut.
Eine andere Weissagung behauptet, wenn ein Arm von Christo abbricht, wird Rio in den Fluten des Meeres versinken.
Ob es Spökenkikereiei ist oder einfach nur fatalistisch zugespitzt bedeutet, dass es zur Klimaerwärmung kommt und niemand mehr Geld aufbringt, wichtige Arbeiten zur Restaurierung des Christo in der Zukunft durchzuführen, das kann jeder für sich selber entscheiden.“
Insbesondere das mit der Vorder- und der Rück-Seite und mit der Kriminalität ist so eine Sache.
Das Konzert „Live-Earth“ vom letzten Wochenende wurde in Rio zuerst abgesagt, weil die Stadt nicht für die Sicherheit der Konzertbesucher garantieren wollte. Letztendlich wurde es am Strand der Copacabana für die Besucher (als einzigstes Konzert der „Live-Earth-Reihe ohne Eintrittsgelder) durchgeführt. Es geschah nicht mehr und auch nicht weniger als zuvor.
Dieses „nicht mehr und auch nicht weniger“ ist ambivalent zu sehen. Denn was in Rio schon Standard ist, dass lässt die Christus-Statue als „Weltwunder“-Reisetipp zur Nebensächlichkeit werden. In Rio herrscht im Grunde ein Bürgerkrieg zwischen den Drogenbanden (insbesondere dem „Comando Vermelho“) und der Polizei.
Ein Krieg der mit brutaler Gnadenlosigkeit geführt wird. Die Anzahl der unschuldig Getöteten durch Querschläger und Schußwechsel über deren Köpfe hinweg ist schon unübersehbar hoch pro Tag.
Was geht ab in Rio?
Anbei eine Dokumentation über die Zustände einer riesigen Metropole, die dann gar nicht mehr so sehr an ein „Weltwunder“ erinnert sondern eher an ein Bürgerkriegssumpf unter tropischen Palmen …
Die weiteren Teile und auch andere Dokumentationen finden sich hier.
Wenn das Vergnügen besteuert wird
Das Verwaltungsgericht Köln hat die Vergnügungssteuer der Stadt Köln für rechtens erklärt (Az.: 23 K 4180/04 u.a.). Die Vergnügungssteuersatzung der Stadt Köln vom Dezember 2003 (modifiziert allerdings zum 1. Januar 2006) besteuert „die gezielte Einräumung der Gelegenheit zu sexuellen Vergnügungen in Bars, Sauna- , FKK- und Swingerclubs“ und „das Angebot sexueller Handlungen gegen Entgelt, z.B. in Beherbergungsbetrieben, Privatwohnungen, Wohnwagen und Kraftfahrzeugen mit Ausnahme von Straßenprostitution in Verrichtungsboxen“.
Wohlgemerkt, werter Leser:
Privater Sex muß in Köln noch nicht in der jährlichen Steuererklärung angegeben werden. Freibeträge für privaten Sex gibt es auch noch nicht.
Na, da sage ich mal ein dreifach donnerndes „Kölle alaaf“ …
Christo Redentor in Rio: Eines der neuen 7 Weltwunder!
Ich habe es vorhin gerade beim Brasilblogger in einem Post von ihm gelesen:
In Lissabon wurden gestern bei einer Galaveranstaltung im Stadion des Lichts folgende neuen 7 Weltwunder bekanntgegeben.
Taj Mahal Mausoleum (Indien)
Kolosseum in Rom (Italien)
Chichén Itzá Pyramide (Mexiko)
Machu Picchu (Peru)
Ruinen von Petra (Jordanien)
Chinesische Mauer (China)
Cristo Redentor (Brasilien)
Dass der Christo aus Rio de Janeiro dabei ebenfalls als Weltwunder aufgenommen wurde, freut mich richtig stark. Es ist eine beeindruckende Figur mit Charisma. Ohne Christo Redentor wäre Rio de Janeiro nicht Rio de Janeiro.
Zumindestens ist einer sehr deutlich in jener Stadt zu sehen, der mit wunderbarer Geduld auf die wunderbare Stadt blicken kann, trotz der brutalen Scheiße die dort tagtäglich geschieht …
Ein Bild von meiner letzten Begegnung mit ihm vor knapp 18 Monaten.





