Das Corona-Tagebuch: Provinznotizen aus Deutschland Süd bei Südost (49): The Director’s Cut

Die Spatzen hüpften um die Wette. Die Hunde lagen faul in der Sonne. Der Himmel strahlte sein schönstes 1.-Mai-Strahlen. Der Betontisch zwischen uns diente normalerweise dem Dame-Spiel. Oder einem Schach-Spiel. Seine Quadrate waren unbesetzt, nur in der Mitte stand die Gin-Flasche und eine Flasche Tonic-Water.

“Ohne Eis”, fragte ich vorsichtig.

Er schaute mich kurz an, ganz kurz. Seine Augen erschienen leer und leicht verheult. “Eis braucht es nicht.”

“Alkohol ist keine Lösung, Mann.”

“Kein Alkohol ist auch keine.” Mit seiner rechten Hand machte er eine wegwerfende Bewegung hinter sich.

“So schlimm?”

“Schlimmer.”

“Wie schlimm?”

“Kennen Sie den Film ‘Nuovo Cinema Paradiso’ ?”

Klar kannte ich ihn. Philippe Noiret spielte eine hervorragende Rolle. Die Rolle eines alten Filmvorführers, der dem jungen Toto das Kino näher brachte. Ich nickte. “Ein grandioser Film in den 80ern. Freilich kenne ich den. Ein Oskar als Bester fremdsprachlicher Film.”

“Bester fremdsprachiger Film”, korrigierte er mich, “1990 erhielt er den. Vor 30 Jahren. Ins Kino kam er hier 1989, als das erste große Kinosterben stattfand. Wegen Fernsehen und Videos.”

Ich nickte erneut. “Ja, dieser Lockdown momentan wird wieder ein Kinosterben erzeugen. Streaming Dienste schleifen gerade die Sargnägel für viele Lichtspielhäuser.”

Lichtspielhäuser. Schön hast du das gesagt. Ich wollte den Film ‘Nuovo Cinema Paradiso’ auf einen der Streaming Dienste anschauen. Aber kein Streaming Dienst führt den Film.”

“Echt?”

“Keiner. Vielleicht, weil der bei der Weinstein-Company in Lizenz steht und mit Weinstein keiner mehr in Verbindung gebracht werden will. Selbst als DVD- oder Blueray-Neuware fand ich ihn nirgendwo. Ich habe mir den Film im Gebrauchtwaren-Handel bestellt. Deluxe Edition. Redux. The Director’s Cut. Der dauert knapp 49 Minuten länger als die Version, die damals im Kino gezeigt wurde.”

“Die Weinstein-Company ist in die Insolvenz gegangen. Vielleicht deswegen? Lohnt sich die längere Version?”

Er schaute mich kurz prüfend an. “Du erinnerst dich doch noch an die Liebesgeschichte im Film zwischen Toto und Elena?”

“Ja, klar. Als Alfredo starb, erinnerte sich Toto an seine damalige Freundin Elena. Er sah sich bei seiner Mutter in dem Dorf Giancaldo noch den 8-mm-Film von Elena an. Durchlebte die Erinnerung mit seinen alten Schwarm als Film. Aber das Hauptstück vom Film ist doch letztendlich die Schlussszene, der von Alfred zusammengeschnittene mit seinen Kussszenen.”

“Nein, das ist nur eine Schlusspointe. Im Director’s Cut kriegt der Film eine neue Perspektive, was Alfredo, Toto und Elena angeht.”

“Welche?”

Er schüttete sich wieder ein Gemisch aus Gin und Tonic in seinem Plastikbecher zusammen, nahm einen intensiven Schluck, drehte seine Hand mit dem Becher vor seiner Brust ein und schaute mich an.

“Toto entdeckte, dass Elena wieder in Giancaldo lebte. Nach Alfredos Beerdigung traf er sie wieder und erfuhr, dass Alfredo einen großen Anteil damals nahm, dass sich Toto und Elena nie wieder sahen. Er erklärte Elena, sie sollte ihn vergessen, weil sowohl Toto als auch Elena ein eigenes Leben haben werden. Und Elena erklärte Toto, dass ihr Wiedersehen in Giancaldo der perfekte Schlusspunkt ihrer alten Liebesbeziehung wäre. Sie hätte ihr Leben. Toto sah das nicht so. 30 Jahre war er ohne längere Beziehung und in jeder Frau suchte er nur einen Ersatz für seine Elena von damals. Unverheiratet, ohne Kinder. Das Gegenteil von Elena. Toto hätte gerne die Beziehung wieder gestartet, aber für Elena war es eine Geschichte von damals. Toto fuhr zurück nach Rom, enttäuscht, weil er sah, dass er seine alte Liebe wieder gefunden hatte, aber seine alte Liebe sah ihn nicht als neue Liebe, sie hatte keine Zukunft. So sass er im Kino und ließ sich das Vermächtnis vom Filmvorführer Alfredo den Kussszenen-Film vorführen. Aber ihm war klar, dass seine Vergangenheit für immer Vergangenheit bleiben würde. Alle Hoffnungen der letzten 30 Jahre waren passé und es blieben ihm lediglich Kussszenen aus der Vergangenheit, an die er sich erinnerte.”

Er machte eine Pause und nahm erneut einen Schluck aus seinem Becher.

“Das ist der Unterschied zum Kino-Film?”

“Ich hatte den Film bestellt, weil ich über den Soundtrack gestolpert bin. Gestern traf er mit der Post ein.”

“Hm.”

“Vor vier Tagen erhielt ich allerdings eine andere Nachricht. Privat. Als ich jung war, hatte ich eine große Liebe. Ich liebte sie abgöttisch, verbrachte damals stundenlang damit ihr Liebesbriefe zu schreiben. Irgendwann hatte ich bemerkt, dass sie nicht mehr wollte, also hörte ich damit auf, schrieb nicht mehr. Aber dafür schrieb ich umso mehr in meinem Tagebuch über sie. Führte Dialoge mit ihr, erklärte ihr darin, was ich so tat und wie sehr ich sie verehrte. Sie lernte jemand aus meinem Bekanntenkreis kennen und heiratete ihn. So vor einem Viertel Jahrhundert. Er war erfolgreicher als ich, aber Eifersucht fühlte ich keine. Ich dachte mir nur, wenn sie irgendwann von ihm genug haben sollte, dann wäre ich da und dann könnten wir … Ein dummer Traum, dummer Jungentraum. Was soll’s. Ich hielt zu ihm noch Kontakt, denn er ist ein wirklich sympathischer netter Mensch. Aber zu ihr verlor ich den Kontakt. Sie reagierte nicht mehr auf mich. Aber das war mir egal. Ich hatte ja noch Kontakt zu ihm. Klar, ich war mir im Klaren, dass ich mit ihr niemals mehr zusammen kommen würde. Ich wollte der letzte sein, die ihre Ehe in Frage stellte oder sie zu etwas drängen würde. Vielleicht war dennoch insgeheim auf Rückkehr vorhanden. Aber mit jedem Jahr wurde das nur noch ein diffuser Traum. Nach dreißig Jahren erhielt ich jetzt von ihrem Ehemann die Nachricht, dass sich beide voneinander haben scheiden lassen und getrennte Wege gehen würden. Das einzige Bindeglied zwischen den beiden wäre nur noch deren beider Kinder.”

Er machte eine Pause. Ich schwieg. Er goss sich eine neue Mischung ein. Ich sah ihm dabei zu.

“Ich wusste nicht, wie ich auf seine Email reagieren sollte. Und dann kam der Film an. ‘Nuovo Cinema Paradiso’. The Director’s Cut. Nach zwei Wochen des Wartens. Ich schaute ihn mir an und es kam wieder alles in mir hoch. Alles von damals. Damals hatte ich die Kino-Version gesehen und ich sah Toto als mein Ebenbild an, so wie er für seine Elena von damals schwärmte. Unerreichbar und unkontaktierbar. Eine Erinnerung von damals aus seiner Jugend. Und dann sah ich den Director’s Cut.”

Er hielt inne, starrte vor sich hin, nahm einen Schluck aus seinem Becher und verzog sein Geischt.

”Warum muss dieser verdammte Director’s Cut das Ende haben, welches ich jetzt erlebe? Warum? Warum muss Film und Leben diese Parallelen haben?”

“Ruf sie doch an. Lass dir ihre Nummer von dessen Ex geben. Sie wird sich vielleicht freuen.”

“Du bist nicht ganz dicht, oder? Das, was ich damals erlebte, meine Liebe zu ihr, die ist passé. Wie die von Toto im Film. Das war kein 30 Jahren warten, das waren 30 Jahre bis zur Erkenntnis, was ich mit meinem Leben in der Hinsicht gemacht hatte. Warten auf etwas, was es gar nicht mehr gibt. Sie. Das Leben ging weiter und ich habe es verstreichen lassen für alte Erinnerungen.”

“Und das haben Sie erst durch die längere Version eines Filmes verstanden?”

Seine Blick war leer, in seinen Augen lag Leere, als er mich ansah. Und langsam fingen sie an zu schimmern. Er war dabei, in Tränen auszubrechen. Er nahm einen weiteren hastigen Schluck aus seinem Becher und blickte vor sich auf den Boden.

“Ja, vielleicht. Und? Ist das schlimm? Nur, als ich den Film bestellte, da dachte ich gar nicht an sie, da dachte ich nur an einen wunderbaren Film mit der traumhaften Musik von Ennio Morricone. An eine intensive Liebesgeschichte. An ein altes Kino in meiner Nachbarstadt, einem Kino mit großem Saal, in dem ich ‘Spiel mir das Lied vom Tod’ sah. Das Kino war alt und wurde abgerissen, um dort einen Parkplatz zu errichten. So wie in dem Film ‘Nuovo Cinema Paradiso’. Ich sah den Abriss, bevor ich aus der Gegend wegzog. Ich wollte nur eine alte Zeit der großen Kinosäle mit dem Film zurück holen. Aber dann erhielt ich die Mail und der Film traf ein.”

Ich nickte ihm verstehend zu. Zumindest versuchte ich mein Nicken das Attribut ‘verstehend’ zu geben.

“Wir müssen gehen. Dahinten kommen zwei Streifenpolizisten. Und es existiert noch das Kontaktverbot und die Ausgangsbeschränkung.”

Er nickte, verstaute seine beiden Flaschen in den Rucksack und stand auf, den Becher in seiner rechten Hand umklammert. Er war trunken und schwankte. Er drehte sich zu mich um und bemerkte noch:

“Und Alkohol ist doch eine Lösung!”

Dann schwankte er von dannen.

Die beiden Polizisten gingen an mir vorbei dem trunkenen Mann hinter her. Sie beachteten mich mit keinem Blick. Sie unterhielten sich locker entspannt über diesen sonnigen, sommerlich warmen 1. Mai.

Ich blickte vor mir auf den Betontisch. Der Tisch war wieder leer. Die Quadrate unbelegt. Das darauf eingravierte Spielbrett wartete auf seine Steine. Oder auf Schach-Spielfiguren, damit diese erneut aufgestellt werden. Für ein neues Spiel. Neues Leben. Neues Glück.

Schau hin und sei glücklich …

Der Cappu war edel drapiert. Ein Herz aus Milch hatte der Barista ihm in seiner Tasse gezaubert. Er mochte diese Kleinigkeiten. Der Cappu schmeckte dadurch nicht automatisch besser, aber er sah einfach besser aus. Dafür gab er auch mal gerne fünfzig Cent mehr aus. Es zeigte ihm, dass er als Gast Wertschätzung erfuhr. Mit zwei Fingern ergriff er das Tütchen Zucker, riss es auf und ließ den Zucker auf den Milchschaum rieseln. Er beobachtete, wie der Zucker langsam in seinem Cappuccino versank. Es hatte etwas von Salz auf Schnee, aber es schmeckte anders. Er tauchte den kleinen Löffel in das Gebirge aus Milchschaum, Kakaopulver und Kaffee und schaute aus dem Fenster. Vor ihm zog der Fluss ungerührt seine Bahn. Leichte Wellen zeigten Flusswiderstände, angedeutete Strudel Turbulenzen unter der Wasseroberfläche verursacht von der Vergangenheit. Weiterlesen

Nächtliche Intimgespräche

Leise ertönte der Klang zweier anstoßender Sektgläser durch den Raum. Ihr Schlafzimmer wurde mit einem blau-weißlichen Licht geflutet. Das Display ihres Smartphones hatte sich eingeschaltet. Eine neue Nachricht per WhatsApp. Sie war noch nicht richtig eingeschlafen und war sofort wieder wach. Die Uhr des Smartphones zeigte 1:35. Mit ihren Fingern fuhr sie über das Display, bis sie die Anwendung geöffnet hatte.

„Good morning, creature of the night“.

Yuzo hatte ihr geschrieben. Sie lächelte. Yuzo schrieb ihr regelmäßig, wenn er in seinem Büro in Tokyo eintraf. Sie hatte ihn vor drei Monaten auf einer japanischen Kunstausstellung in Düsseldorf kennengelernt. Sie waren sich mehr als nur sympathisch, es hatte sofort gefunkt und am gleichen Abend hatten beide ihren gemeinsamen Spaß in seinem großen Hotelbett. Zwei Tage war die Ausstellung und das Rahmenprogramm für beide nur noch Nebensache. Sie musste wieder zurück und er flog wieder nach Tokyo zu Kindern, Hund und Frau zurück. Seitdem schrieb er ihr regelmäßig zwischen 1 und 2 Uhr morgens und beschwor die beiden gemeinsamen Nächte.
Sie lächelte, als sie „ creature of the night“ las. In jenen zwei Nächten hatte sie ihm damals von der „Rocky Horror Picture Show“ vorgeschwärmt. Phantasiereich und dann – als er nicht verstand – hatte sie ihm handfest erklärt, was sie – wäre sie „Janet“ in dem Film gewesen – selber so gemacht hätte.

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TINDER oder: Eine Leidenschaft ohne Reue

Romantik

Ihre Hand hielt das Smartphone ans Ohr. Es klingelte am anderen Ende. Ihre Vorderzähne bearbeiteten die Unterlippe und ihr Blick ging recht ungeduldig im Zimmer umher. Ihr Fuß wippte ohne Unterlass, während sie auf der Sofakante hockte. Unwirsch fuhr sie sich mit der anderen Hand durch ihr Haar, als es in der Leitung in ihren Smartphone klackte:
„Alles klar, Tina?“
Die Stimme am anderen Ende der Leitung klang erregt, aufgeregt:
„Ist was passiert Tina? Nun, sag doch was!“
Tinas rechte Hand suchte weiterhin noch ihren Weg durchs Haar, um dann schützend vor ihren Mund zu landen.
„Es ist alles okay. Nichts passiert.“
„Wirklich nichts? Was geht ab? Warum rufst Du an?“
„Es ist alles okay.“
Tina hatte den letzten Satz nur zögerlich flüstert und wieder fuhr sie sich mit ihrer Hand nervös durchs Haar, erwischte ein Strähne und zwirbelte sie wie zuvor hastig um ihren Zeigefinger.
„Jetzt lass Dir doch nicht alles aus der Nase ziehen, Tina! Was ist passiert? Wie ist das Date gelaufen? Schon zu Ende?“
Tina schluckte und atmete kurz tief durch.

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Was ist Zeit? Wird alles anders?

Du kommst nach Hause,
legst deine Füsse hoch,
schüttest dir ein Glas Chardonnay ein
und sinnierst darüber nach,
was an diesem Tag geschehen war,
warum es gelaufen ist, wie es lief,
warum Traum und Realität ein Abgrund trennt,
öffnest die Augen und stellst irritiert fest,
dass du dir kein Wein, aber schales Bier eingeschenkt hattest,
schaust in die Firmen-Emails und grübelst,
denkst an den vergangenen Tag,
daran, was sich geändert hat,
daran, was das Leben macht,
daran, was du lebendig geändert haben möchtest.
Und dann summst du das kleine feine Lied …

Ja ich weiß es war ne geile Zeit, uns war kein Weg zu weit du fehlst hier …

Umarmungen frei für Jedermann – Free Hugs

Sich von wildfremde Menschen umarmen lassen?
Einfach so, ohne Grund?

Vielleicht sogar noch per Zettel darum bitten?
So einfach.
Warum?
Warum nicht?

Umarmungen frei für Jedermann.
„Free Hugs“ hatte er auf seinem Zettel geschrieben. Mitten auf dem Münchener Marienplatz zwischen den fotografierenden Touristen. Einfach so.

Und er wurde von wildfremden Menschen umarmt.
So einfach. Einfach so.
Geschadet hat es ihm nicht.

Musiktitel „Arrival“ von Sonic Mystery (http://www.myspace.com/sonicmystery).

http://www.youtube.com/watch?v=YxAn-LaIsjM

Freunde des Französischen

Französisch ist toll, französisch ist schön, französisch macht träumend beim Zuhören.
Wer diese Sprache aber leider – wie ich – in der Schule abgewählt hatte, weil ein paar Vollpfosten im Kurs denselbigen schnell ruinierten, der wird den folgenden Text leider so nicht direkt verstehen:

http://fichtre.net/yop.html

Aber alle Firefox-Browser-Nutzer haben eine geniale Möglichkeit sich eine schnelle Übersetzung hin zu zaubern:
Einfach den Text mit der Tastaturkombination „Strg“+“A“ oder mit der Maus alles markieren und träumen …

Opfer opfern …

Sie sind ungewollt an einem Gewaltausbruch beteiligt?
Dann sind Sie ein Opfer!
Sie gerieten in einen gewalttätigen Auseinandersetzung?
Dann sind Sie ein Opfer!
Sie wurden von der Situation überrascht und konnten nicht reagieren?
Dann sind Sie ein Opfer!
Sie versuchten Ihre Haut zu retten, wurden verletzt und bluten?
Dann sind Sie ein Opfer!
Sie können ab jetzt nicht mehr schlafen?
Dann sind Sie ein Opfer!
Sie sehen die Schreckensszenen immer wieder vor Ihren inneren Augen?
Dann sind Sie ein Opfer!
Sie würden gerne morgens aufstehen, aber sie schaffen es nicht?
Dann sind Sie ein Opfer!
Sie bekommen Herzrasen und Panik, wenn Sie erneut den Schulhof betreten?
Dann sind Sie ein Opfer!
Sie möchten am liebsten wieder weg nach Hause?
Dann sind Sie ein Opfer!

Du bist ein Opfer, du Ranzratte, du Sau,
Du verdammtes, elendiges Opfer!
Du hast es verdient, du typisches Opfer!
Du bist nicht der phat Burner, geschieht dir recht!
Du hast es dir selber zuzuschreiben, du Puddingdampfer!
Du bist das perfekte Opfer, du Brombeerbumser mit Analhusten!
Du bist selber Schuld, dass du ein Scheiss-Opfer bist!
Du wärest kein Opfer, würd‘ dir niemand was tun.
Du mit deinem Clearasil-Testgelände und dem Achselkaffee!
Du Drahtfresse, du Opfer, du MOF und Moppelkotze!
Du Opfer, geh doch in deinen Murmelschuppen, du Gehsteigpanzer!
Du Nullchecker verdienst es gedisst zu werden, du Hasenhirn.
Du wirst von uns gekorbt, denn du bist nicht unser Digger.
Du bist immer unser Opfer und entkorkst nur mit unserer Erlaubnis.
Du bist Opfer und sonst überhaupt nichts.

Wir dissen dich, wo immer wir dich sehen.
Wir wollen dich nicht, du bist nicht wie wir.
Wir hassen dich, du bist so anders wie wir.
Wir korben dich, denn korben ist tight.

Wayne interessieren deine Schreie,
Halts Maul, du Doppel-Whopper, die Lehrer-Tussi kommt.
Gut, wir sehen uns morgen vor der Schule, du Arsch.
Bereite dich vor, denn dort mitmeißeln wirste danach nicht mehr können.

Schulpflicht ist doch was schönes,

Du

OPFER!

(gewidmet all jenen Leuten, die nicht verstehen, dass das Wort „Opfer“ unter ihren eigenen Kindern nichts mehr mit „Mitleid“ zu tun hat, sondern jemanden bezeichnet, der von allen beleidigt, gemobbt, geschlagen und getreten werden darf, bis sie einen neuen Amokläufer geschaffen haben …)