Nostalgie

Na?

Wer erinnert sich noch?

'Nostalgie' von Careca

Übrigens.
Auf der Rückseite klebt noch das Preisschild:
„-,90“
… und davor verschämt senkrecht das Akrynom „DM“

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Fleisch ist ein Stück Lebenskraft …

Guten Morgen allerseits.
Hier ist die morgentliche Ansprache für das aufgeweckte Kind.

Heute schon etwas gegessen?
Vielleicht so etwas wertvolles wie ein kleines Steak?
Oder einen morgentlichen Döner mit viel Tsaziki und Zwiebeln, damit nachher gleich wieder ein frischer Wind in das Büroleben kommt?
Wir wissen ja nicht, was Schnappauf und Seehofer empfehlen. Aber die deutsche Fleischerinnung empfiehlt Fleisch. Weil das ist ja ein Stück Lebenskraft.
Wie beispielsweise Gammelfleisch. Verpackt und original umetikettiert in Bayern. Wo auch sonst? Denn das Fleisch war für den Erzfeind, dem Preußen in Berlin, bestimmt und seine Döner-Szene.

Und wenn uns das Fleisch mal ausgehen sollte, Alternativen gibt es zu Hauf. Wie wär’s mit einem Wiener Schnitzel? Original ausgeweidet und frisch zubereitet, aus der wienerischen Obdachlosenszenen frisch auf den Tisch.

Da grüßt Hannibal Lector hier unten gleich doppelt lieb …

… da werd‘ ich doch glatt wieder zum Salat-Fetischisten …

Veröffentlicht unter Privat

Der Trojaner für den Bundestrojaner

Da hat doch der Schäuble in seinem Rollstuhl drohend den Zeigefinger gehoben und allen potentiellen (jetzigen und zukünftigen) Daten-Highway-Terroristen mit dem „Bundestrojaner“ gedroht.

Haben wir da richtig zusammen gezuckt.
Haben wir uns da beschwert.

Aber inzwischen haben uns die Chinesen mal so richtig gezeigt, was so ein Trojaner wirklich kann. Gigabyteweise wollten sie von der Bundesregierung Daten downloaden. Ohne Vorankündigung.
Da hat dann des Schäubles Zeigefinger vor Schreck richtig stark wie ein Wackeldackel gewackelt.

Inzwischen ist die Angela Merkel nach China und dort loben die chinesischen Journalisten ihre Offenheit. Auch die anderen Chinesen begrüßten den Austausch mit der Kanzlerin.
Jetzt wissen wir, welche Offenheit und welcher Austausch damit gemeint war …

Tja, liebe Leute, der „Bundestrojaner“ ist nur ein lauer Vorspülgang. Andere kündigen erst gar nicht an, dass sie mit aller Macht zuschlugen und zuschlagen können. Freut euch, wenn China den Zensus in Deutschland ohne unsere Zustimmung mal eben schnell durchführt. …

Das Projekt „Bundestrojaner“ der Bundesregierung soll starten?
China hat daraus ne Lachnummer gemacht …

Von "Ihr Kinderlein kommet" wieder ins "Gangsta-Paradise"

Ein Gespenst in Deutschland durchtrampelt die Medien:
Das Wort von der „Kinderarmut“.
Als es mir zum ersten Mal begegnete, wurde es in Verbindung mit dem Wort „Pillenknick“ verwendet.
Doch die Zeiten ändern sich. Immer häufiger beschreibt es den monetären Besitzstand der Kinder und meint damit Kinder, denen zuwenig Geld zum Leben zur Verfügung steht.

Vor einem Jahr wurde das Wort „Kinderarmut“ in einer heftigen Werbekampagne für mehr Kinder von von der Leyen verwendet. Männlein und Weiblein sollten mehr Kinder machen, damit die Kinderarmut der Familien zurückgehe und unser gesamtes wirtschaftliches System nachher nicht am Rentenstock gehe.

Dann kam die WM. Fast jede Zeitung und jeder Boulevard jubelte danach genau abgezählte 9 Monate nach dem WM-Abpfiff über einen vermeintlichen Babyboom.

Jetzt ist das Wort „Kinderarmut“ wieder dort angekommen, wo es sich vorher befand:
Bei „Hartz 4“ und deren Empfängern.
Die gefühlte Bedrohung durch „Kinderarmut“ und deren Folgen (wie Gewalt an Schulen) hat sich verstärkt. Jetzt wird wieder darüber berichtet. Und auch über „Hartz 4“-Empfänger, die deren Kindern wieder alles weg saufen. Oder über jene Gangsta-Rapper, die ja ach-so-brutal die Realitäten überzeichnet darstellen. Über jene Gangsta-Rapper, die verhindern, dass Kinder diesen Spagat zwischen Erfolg („Reich“, „cool“) und Erfolglos („Arm“, „Loser“) demütig einfach so weg stecken.

Im Fernsehen wimmelt es von Casting-Shows, die die „Coolness“ des Erfolgreich-sein gebetsmühlenartig vorkauen. Oder von Doku-Soaps, die dem Zuschauer vorgaukeln, dass das Glück, die Zufriedenheit und die geheilte Welt mit der Kamera ins Haus kommt. Zeigt nicht die Fernsehrealität, dass der arme Mob selber Schuld an seiner Armut ist?

Nur, die Straße ist härter.
Dort pflastern andere Regeln den Kindern den Weg ins Leben. Geld besorgt eine ganz andere Pflasterung der Straße. Das weiß die „PS“-Generation. Das weiß die „Vodka Bull“-Generation. Das weiß sogar die alte „Generation X“.
Sozialen Gegebenheiten und Randbedingungen seitens der öffentlichen Gemeinschaft kennt keiner besser als diejenigen, die das Wort „Kinderarmut“ mit erleben. Die Kinder einerseits. Aber auch die „Street Worker“ beispielsweise andererseits. Aber für beide steht inzwischen immer weniger Geld zur Verfügung.

Vielleicht sollte als Triviallösung die eine Kinderarmut mit der anderen Kinderarmut verknüpft werden, um die andere Kinderarmut zu senken?
Gummis und Pille für alle?
Oder vielleicht doch lieber ein nachhaltiges Programm durchführen?

Wobei, nur im nicht funktionierenden Kommunismus wurde umverteilt. Ein hemmungsloses, aber völlig unchristlich gemeintes „Ihr Kinderlein kommet“ war nicht das Thema. Denn die Kinderlein kamen und den Eltern wurde immer unter die Arme gegriffen.

Freilich überhaupt nicht uneigennützig. Aber in Deutschland ist das alte Sprichwort „Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing“ eine Blutsangelegenheit. Deutsche haben ja noch nicht mal den „Lebensborn“ als pervers verdammt, weil er ja in den eigenen Kram passt und der Brotgeber sowieso sein Volk „über alles“ singen ließ.

Im real existierenden Kapitalismus und Heuschrecken-Zeitalter jedoch ist jeder Frömmste seines Glückes eigener Schmied. Aber nur soweit es dem bösen Nachbarn gefällt. Dann wird auch mal zurück gekeilt. Eben ein Gangsta-Paradise.

Nun, ich bin mal gespannt, wohin sich diesmal die Diskussion um „Kinderarmut“ hin entwickelt. So als Ende der „Saure-Gurken-Zeit“ in einem Sommerloch taugt solch eine Diskussion ja immer.

Nebenbei:
Was ist übrigens das Gegenteil von Kinderarmut im wirtschaftlichen Sinne?

Sonntagszitat

  Die ersten vierzig Jahre unseres Lebens liefern den Text, die folgenden dreißig den Kommentar dazu.

von Arthur Schopenhauer

Immer schön sauber bleiben!

Günter Nooke ist Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung verlangte neulich, dass wir im Urlaub auf Menschenrechte über den normalen Touristenzaun hinaus achten sollen.

Also nicht nur einfacher Urlaubs- und Erholungskonsument sein:
Sondern kritischer Urlauber mit ethischem Anspruch und der Moral im Gepäck.

Einfacher gesagt ist das so etwas, wie wenn man sich im Supermarkt die BILD-Zeitung kauft und dann an der Kasse entschuldigend sagt:

 „Ich weiß, dass die wie gedruckt lügen. Ich kauf‘, sie mir auch nur wegen dem Sport.“

 Oder beim Playboy-Kauf:

 „Frauenverachtend, diese Zeitschrift. Aber ich kaufe sie mir ja nur wegen den Interviews.“

 Oder das Sechser-Pack HAPPY WEEKEND aus dem Beate-Uhse-Laden. Man schaut die attraktive Verkäuferin servil an und bemerkt:

 „Ich weiß, absolut pervers. Aber meine Frau braucht sie zum Draufsteigen, damit sie beim Geschirreinräumen an die oberen Regale kommt.“

 So in etwa hat sich das wohl Günter Nooke vorgestellt, wenn wir unsere Urlaubstage verbringen.
„Political correctness“ wohin das Auge schauen kann.
Also überall dort, wo man sonst seinen Allerwertesten nie hoch kriegt.
Zum Beispiel am Strand auf dem Strandtuch.
Oder so.

Jetzt hatte ich doch letztens überraschenderweise einen Urlaubstag.
Und wo habe ich den verbracht?
Natürlich nicht auf Balkonien oder Terassien.
Sondern nur dort, wo es ein Herr Nooke auch sehr gern sehen würde.
Draußen vor der Tür.
Vor der eigenen Tür.
Oder etwa nicht?

So brach ich also zu meinem Lieblingsspanier auf.
Der nahe der Flaniermeile.
Zum Brunchen.
Ein kleiner, unterwürfiger Inder räumte mir lächelnd neues Geschirr auf meinem Tisch und nahm meine Bestellung entgegen.
Ich ergriff mir die „Süddeutsche Zeitung“ und studierte das Dickgedruckte. Die Druckerschwärze präsentierte sich mir wie üblich gleichmässig lückenlos aufgetragen, als der Besitzer mit seiner Zigarillo bei mir vorbei kam.
Mit leichtem spanischen Akzent fragte er mich höflich, ob alles zu meiner Zufriedenheit sei. Ich studierte gerade die Preisangabe der Zeitung und ohne aufzublicken, nickte ich und bemerkte nur:

„Dass du mir deine Inder nur gerecht bezahlst und sie nicht unnötig schlägst, okay!“

Seine Zigarillo-Reste fand ich darauf in meinem Kaffee, auf meinen Croissants und auf dem Serano wieder.
Ein ungehobelter Rohling.

Die Sonne hatte gerade ihren Zenit überschritten, als ich das gleiche mit der Schwelle zu einem Teppichdiscounter tat. Viele billige und auch bunte Teppiche lächelten in den verführerischsten Formen. Ein Türke, offenbar der Besitzer trat auf mich zu und fragte mich ob meines Wunsches. Ich nutzte die Gelegenheit und ermahnte ihn zuerst deutlich vernehmbar, keine von Kinderhände geknüpften Teppiche zu verkaufen.
Und ging dann schlendernd in seinem Laden auf Rundreise.
Als ich einen interessanten indischen Teppich sah und mich nach dem Preis erkundigen wollte, war niemand in der Nähe.
Vielmehr erschien es mir sogar, als würde man mir ausweichen.

So disponierte ich um und ging zum McDonalds.
Dort sind alle Produkte aus deutschen Landen und da dort die Milch zum Wohle notdarbender Landwirte angeboten worden wird, beließ ich es bei sechs Cheeseburger mit Pommes und verbiß mir die Frage nach ökologischem Fleischanbau und biodynamisch gebrauter Cola.

Zur Verdauung – es war schon so gegen fünfe – setzte ich mich in einem Straßencafe und bestellte mir einen Fair-Trade-Kakao. Den Kellner machte ich noch darauf aufmerksam, dass ich keine Schuhputzer vor mir auf Knieen rutschend haben möchte.
Er sah mich verständnislos an. Aber man weiß hier ja inzwischen nie wirklich.
In diesen Hartz-4-Zeiten.
Vorbeugen ist besser als gar nichts.

Nach zwei fair-gehandelten Kakaos und vier Bier später, beschloss ich noch ein wenig ins Rotlichtviertel zu gehen.
Hm.
Danach hatte ich aber nen Filmriß.

Nachdem ich erwacht war, meinte der Polizist an meinem Bett noch zu mir, ich sollte demnächst erst denken und dann reden. Ich hätte wohl nach Zeugenaussagen im Puff zu den Zuhältern im Hinterzimmern geschrien, dass ich erstens keine beschnittene Nutten dulde, zweitens meine Nutte ihr Geld ganz behalten dürfe und drittens gäbe es Prügel von mir, wenn ich nur eine zwangsverschleppte Ruhrgebietsnutte hier unterhalb des Weißwurstäquators entdecken sollte …
Die Luden sollen – nach Angaben des Polizisten – deswegen ein wenig verstimmt gewesen sein.

Egal.

Morgen brauch‘ ich meine Brötchen nicht mehr aus der Schnabeltasche zu lutschen.
Dann werde ich Günter Nooke einen Brief über meinen Erfahrungen mit „political correctness“ während meines Urlaubstages in München schreiben.

Ob er mir nen Orden dafür schickt?

Das Bild des Tages von gestern

Bild‘ dir deine Meinung!

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Immer irgendwer, wo da wer Wahrheit plappert

Das ist unsere Tochter.
Klein-Gretel.
Klein-Gretel ist ein sogenanntes „Nerverle“.
Klein-Gretel steht seit Wochen ausdauernd immer mit einem Schild vor unserem Bett, bis wir eingeschlafen waren.
Das Sexleben von mir und meiner Frau ist nun vollkommen erlahmt.
Wegen Klein-Gretel.
Vor zwei Wochen hatte Klein-Gretel einen Termin bei so einem BILD-Zeitungsreporter.
Seitdem schaut Klein-Gretel mich von jeder Bushaltestelle an und hält mir ihr Schild entgegen.
Klein-Gretel nervt mit ihrer fiesen Kampagne.
Sowas nennt man Mobbing!
Seit einer Woche nervt jetzt auch ihr Brüderle, das Klein-Hänsele.
Er will auch auf so einem Plakat von einer Bushaltestelle.
Es reicht jetzt.
Meine Frau und ich wollen wieder Sex.
Und unsere Ruhe.
Morgen werden wir Klein-Gretel und Klein-Hänsele die im dunklen Wald aussetzen.
Mit einer ALDI-Tüte voller Smarties und Playstation-Spiele.
Jawohl.
Sollen die doch sehen, wen die beiden nerven und ins Unglück stürzen.
Ein letztes Erinnerungsfoto noch von Klein-Gretel bei ihrem fiesen, öffentlichen Mobbing-Attacke.
Und dann geht es in den Wald.
Ciao, Bella.
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