9 Stunden für knappe 800 Kilometer. Ich habe offenbar jeden Stau mitgenommen, der sich finden ließ. Noch 300 Kilometer. Daher erstmal Pause. Mit Salsa-Musik am Aachener Elisenbrunnen. Aachen steppt ab.
Archiv für den Monat September 2007
Du_bist_der_Stau
Kandidat für das Unwort des Jahres einfach zum Fremdschämen
Ich nehme mir ein Makaken-Neugeborenes in beide Hände, halte es vor meinem Gesicht und strecke ihm die Zunge raus. Das Makaken-Baby streckt mir die Zunge raus.
Und jetzt schäme ich mich fremd für das Makaken-Baby.
Wie kann es nur solch eine ungezogene Unartigkeit für Mitteleuropa nachmachen?
Und weil ich mich jetzt für das Makaken-Baby fremd schäme, schämt es sich für mich fremd. Es spiegelt einfach mein Verhalten.
Was will uns diese sinnlose Übung sagen?
Sowohl Makaken-Baby als auch der Mensch scheinen über Spiegelneuronen zu verfügen.
Spiegelneurone?
Spiegelneurone (auch: Spiegelneuronen) sind Nervenzellen, die im Gehirn während der Betrachtung eines Vorgangs die gleichen Potenziale auslösen, wie sie entstünden, wenn dieser Vorgang nicht bloß (passiv) betrachtet, sondern (aktiv) gestaltet würde.
Quelle: Wikipedia
Diese Spiegelneuronen könnten eine Erklärung dafür sein, dass der Mensch die Fähigkeit besitzt, mit zu leiden. Genau das zu empfinden, was und wie der andere empfindet. Freude, Leid, Neid, Triumpf, Ekel. All diese Emotionen, die einem den Tag so bedeutsam machen können.
Aber der Mensch kann sogar noch mehr. Er kann sich sozusagen anstatt eines anderen schämen.
„Ich würd‘ mich an deiner Stelle schämen!“ ist so ein bekannter Satz. Nur kommt dieser Satz mit soviel erhobenen moralischem Zeigefinger daher, dass man sich dafür schon wieder schämen muss. Und das in Zeiten, wo es doch darauf ankommt, moralisch einwandfrei zu sein.
Daher hatten sich schlaue Köpfe in Deutschland zusammengesetzt, um einen Ersatz für den langen unhandlichen Satz „Ich würd‘ mich an deiner Stelle schämen“ zu finden. Diese Wortfindungskomission mit dem Gesamt -IQ von knapp 100 grübelte hinter verschlossenen Türen. Erst stieg dumpfer grauer Rauch auf und jeder meinte nur: „Das wird noch!“
Fünf Tage grübelten, überlegten und dachten sie.
Und am sechsten Tag stieg kurz vor Mitternacht urplötzlich weißer Rauch auf. Die Leute draußen jubelten und waren gespannt wie Flitzebögen. Aber am siebten Tag ruhte die Wortfindungskomission bekanntermaßen angesichts ihrer veritablen Schöpfungsphase. Somit gingen viele enttäuscht nach Hause und verpassten den Montag, als die Komission verkündete:
„Die Tätigkeit, sich ersatzweise öffentlich für andere zu schämen und die normalerweise mit dem Satz ‚Ich würde mich an deiner Stelle schämen‘ beschrieben wurde, heiße ab heute:
Fremdschämen.“
Nun ja.
So oder so ähnlich wurde dieses neue Unwort erfunden. Und ich muss sagen, es ist ein wirklich guter Kandidat für die Komission, die immer das Unwort des Jahres sucht.
Wenn nämlich ein Wort das ausdrückt, was man einerseits für andere moralischerweise machen würde, andererseits aber das ausdrückt, für was man sich generell schämen sollte, dann ist es das Unwort „Fremdschämen“.
Und das alles wegen ein paar lächerliche Spiegelneuronen bei uns im Hirn.
Nun ja.
Dann lasst es uns mal das Verb konjugieren:
- Ich schäme mich fremd.
- Du schämst mich fremd.
- Er, sie, es schämt mich fremd.
- …
Ups.
Kleiner Fehler.
Ich muss mich an dieser Stelle für mich fremd schämen. Denn das Verb ist eindeutig reflexiv und somit sollte es richtigerweise heißen:
- Ich schäme mich fremd.
- Du schämst dich fremd.
- Er, sie, es schämt sich fremd.
- Wir schämen uns fremd.
- …
Hm.
Kann ich mich eigentlich auch für jemanden fremd schämen, der mir bekannt ist? Kann ich mich folglich für jemanden „bekanntschämen“?
Wenn also ein Blogfreund, mit dem ich schon diverse Bierchen getrunken habe, plötzlich mitten des nachts auf der Strasse in Unterhosen steht, weil er ohne Hose da steht, kann ich mich dann für meinen Freund überhaupt „fremdschämen“? Müsste ich mich nicht „bekanntschämen“?
Wenn mir ein Schauspieler oder Fußballspieler bekannt ist, wäre dann „fremd“ schämen nicht eine radikale Brüskierung meiner eigenen Kenntnisse über diesen und für den nicht eine Art indirekte Beleidigung ihm gegenüber?
Und ist mir jemand wirklich absolut fremd, kann ich mich dann wirklich für ihn „fremdschämen“ oder ist das ganze nicht einfach nur eine Mache, um mich im moralisch besseren Licht dar zu stellen. Mich im Vergleich zu anderen als den besseren zu profilieren?
Inzwischen begegne ich dem Wort „fremdschämen“ immer häufiger. Auch hier in den Blogs ist das Wort ja eine ausgesprochene Modewelle geworden. Sei es in den Kommentaren, wo sich jeder wirklich kollektiv fremd geschämt wird. Oder in den Blogs selber, wo sich jemand mit erhobenen moralischen Zeigefinger fremd schämt.
Wie ich jetzt.
Das Wort ist fatal. Man kann es gar nicht benutzen, ohne dass man sich als den Besseren darstellt. Wir sollten uns für diejenigen fremd schämen, die das Wort „fremd schämen“ noch nie in ihrem Blog verwendet haben. Einmal so richtig gemeinsam „Fremdschämen“.
Außer natürlich für Enzyklopädie-Werke.
Nicht einmal Wikipedia kennt bislang dieses Wort. Zwar findet sich zum Thema „schämen“ der folgende Satz „Scham hat zu empfinden, wem Unrecht zugefügt wurde“. Aber das Wort „Fremdschämen“ ist dort noch undefiniert.
Vielleicht hat es auch noch niemand reflektiert, wie häufig das Wort inzwischen als neuer moralischer Zeigefinger verwendet wird.
Für mich ein Kandidat für das Unwort des Jahres. Ich werde der Uni Frankfurt dieses Wort als Unwort vorschlagen.
Wat mut, dat mut.
Fremdschämen.
Ein Modewort im Spiegel der Zeit.
Womit ich wieder bei den Spiegelneuronen wäre.
Ich strecke gleich nochmals dem Äffchen meine Zunge raus.
Und anschließend schäme ich mich mit brutalst offener Radikalität für das Äffchen einfach mal richtiggehend fremd.
Und fühle mich dann gut dabei.
Richtig fremd gut.
Im Zeichen der Spiegelneuronen.
Hugh.
Von Weihnachtsmännern und Affären …
Ich sah aus dem Fenster. Draußen rührte sich nichts bis wenig. Die Kneipe hatte früh auf. Das Kölsch schmeckte immer noch ein wenig wie gestern. Aber es gibt schlimmeres.
Zum Beispiel die Geschichte von dem Wies’n-Besucher, der nach dem Oktoberfest zu seinem Freund nach Hause ging, den Freund nicht antraf und dann meinte, dessen Wohnung von außen betreten zu müssen. Ein Hotelbesucher hörte später leise Hilferuf. Eine genaue Ortung der Rufe durch die Münchner Feuerwehr ergab, dass der Wies’n-Besucher 28 Meter tief in einem toten Haus-Kamin gefallen war. Der Wies’n-Besucher hatte sich in seinem Oktoberfestbierrausch offensichtlich aufs Dach begeben und fiel dann in einen Kamin.
Als man ihn fragte, ob er was benötige, war seine Antwort aus den Tiefen des Kamins: „Durst.“ Man ließ ihm eine Flasche Mineralwasser runter, bevor er befreit wurde. Vielleicht hätte der Kaminbenützer lieber „A Maß“ rufen sollen, statt die Oktoberfest-obligatorische Bestellformel „Durst“ zu verwenden …
Im übrigen beweisst diese Geschichte natürlich nicht nur, dass hier in München die wundersame jesu-erinnernde Wandlung von literweise Bier in Wasser vor sich geht, sondern diese Geschichte ist auch der endgültige Beweis, dass es Weihnachtsmänner gibt.
Die Frage ist jetzt natürlich, wieviel Weihnachtsmänner in München nach dem Oktoberfest in wieviel toten Kaminen vor sich hin modern. Erst werden die Weihnachtsgänse und -enten massenweise gekeult und jetzt müssen wir auch noch feststellen, dass die Weihnachtsmänner suizid gefährdet sind.
Das sind ja frohe Weihnachtsaussichten.
Der Regen tröpfelte auf das Pflaster vor der Kölschkneipe.
„Weißt du, als ich eine Affäre hatte, da hatte ich eine richtig entspannte Zeit.“
Ich sah ihn an. Seine Augen waren leicht angequollen und er sah vollkommen unausgeschlafen aus.
„Wahrscheinlich lag es daran, dass ich völlig entspannt war. Und dann war es auch meine Frau. Kein Streß.“
Er sah in seine Kölschstange und seufzte.
„Bis sie es bemerkte. Meine Affäre war der Meinung, ich sei zu entspannt. Und dann hat sie erst mir und dann meiner Frau Streß gemacht.“
„Und jetzt geschieden?“
„Ach wo. Wir haben uns berappelt.“
„Seltene Sache.“
„Das war vor zwei Jahren. Aber jetzt bin ich halt nicht mehr so entspannt. Der Job bringt Streß, ich komm gestreßt nach Hause und meine Frau reagiert wegen meinem Streß gestreßt. Und damit beginnt sie mir ebenfalls heftig Streß zu machen. Eine ewige Spirale nach unten. Ich komm kaum mehr zu meiner entspannten Einstellung zurück.“
Ja, ja, das Leben ist hart, dachte ich mir ironisch.
Aber sagen wollte ich ihm nicht, dass er mir am Arsch vorbei gehe. Und dass ihm mit dem Streß Recht widerfahre wegen seiner damaligen Affäre. Affären sind Beziehungstöter. No-Go-Area.
Ich schaute in mein Kölsch.
„Weisste was? Ich muss diese negative Spirale durchbrechen und meine Ehe retten, bevor alles den Bach herunter geht.“
Er nahm einen Schluck von seinem Kölsch.
„Ich such mir wieder ne Affäre. Dann bin ich wieder entspannter, wenn ich nach Hause komme und streße meine Frau nicht mehr. Und sie wird dann auch weniger gestreßt, mehr entspannter. Wir werden dann wieder glücklich zusammen.“
Ich blickte durchs Fenster.
Auf den nassen Asphalt.
Das Kölsch schmeckte immer noch ein wenig wie gestern.
Aber es gibt eben schlimmeres.
Transparenz und Harmonie
Es war eines der seltsameren Erlebnisse dieses Monats.
In einer mitteleuropäischen Kleinstadt in einer koreanischen Firma zu gelangen, ist ja nicht jedem vergönnt. Insbesondere nicht den Menschen jener Kleinstadt, wo die Firma sich zur Jobmaschine entwickelte und Dornröschen wach küsste. Mit absoluter Sicherheit sind die Beschäftigten der Firma stolz darauf, in ihr arbeiten zu können.
Aber deren Verhalten kam mir irgendwie seltsam vor. Der Gesprächspartner saß vor mir und wir fachsimpelten auf hohem Niveau im flüssigsten Englisch.
Soweit so gut, so beeindruckend.
Nur eines fand ich arg seltsam. Er wich meinem Blick permanent aus. Nein, nicht nur das. Er suchte einfach keinen Blickkontakt. Als ob Blicke die reinste Aggression mir gegenüber sein würden. Als ob ich sein Chef wäre und er von mir einen Rüffel erwarten würde. Seine Finger fuhren dauernd fahrig um seinen Bart und seine Handfläche verbarg immer wieder seinen Mund. Es schien, als wolle er seine gerade gesagten Worte wieder einfangen. Ungeschehen machen. Fast wie verlegen erschien er mir. Dabei war er derjenige, der die Forderungen stellte und nicht ich.
Situation paradox.
Paradox erschien mir auch, dass die Parolen in der Firma nicht in der Landessprache ausgeschrieben waren. Sie waren in Englisch und nur in Kleinschrift darunter übersetzt in der Landessprache.
Auf einem Firmenrundgang erblickte ich einen Schaukasten. Fotos befanden sich darin. Offensichtlich war die koreanische Konzernspitze zu Besuch in jenem niegel-nagel-neuen Werk. Auf einem Foto schritten acht kleine rundliche Herren in grauen Blousonjacken, schwarzen Hosen und gelben Helmen zielstrebig auf dem Fotografen zu. Nur die beiden Herren in der Mitte trugen rein schwarze Anzüge und weiße Helme.
Auf einem anderen Foto stand einer dieser gänzlich schwarz-gekleideten Herren vor einem Plakat und deutete darauf, während drei Blousonjacken militärisch straff aufgerichtet daneben standen und konzentriert auf das Plakat starrten. Das Foto hatte was von einer militärischen Lagebesprechung während eines Feldzuges. Ein Hauch von Zweiter-Weltkrieg-Lagebesprechung umwehte das Bild. Auch wenn es kaum zwei Wochen alt war.
Steinharte Gesichter.
Kein Lächeln.
Nur ernst erstarrte Gesichter.
Viele weitere ähnliche Fotos hingen aus.
Und dabei fiel mir auf, dass ich auf keinen der Fotos einen Mitteleuropäer sehen konnte. Es waren ausschließlich Koreaner zu sehen. Ich wandte meinen Blick von den Fotos ab und schaute um mich herum. In der Halle sah ich nur Mitteleuropäer arbeiten. Nirgends sah ich einen Koreaner oder Asiaten. Nur Mitteleuropäer. Aber auf dem Foto … .
Es war eigentümlich.
Klar, die Firmenleitung und alle wichtigen leitenden Positionen bis ins mittlere Management runter sind von Koreanern (Süd) besetzt worden.
Und dann fiel mir ein, was mir ein Erfahrener in Sachen „Südkorea“ erzählte:
Auf Besprechungen kann es bisweilen schon recht rüde und brutal zugehen. Da fliegen auch schon mal volle Papierkörbe auf Tischen. Es wird gebrüllt, gedroht und manch einer wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Und da kniet dann auch schon mal jemand sich vor den Oberen nieder und bittet weinend um Vergebung …
Und dann dachte ich wieder an meinen Gesprächspartner und sein Verhalten mir gegenüber.
Eine Idee kam mir. Eine ungeheuerliche Idee.
Konnte es sein, dass er koreanisch eingenordet wurde? Dass sein Verhalten das Verhalten eines Untergebenen ist? Dass der Untergebene mit den anderen Mitteleuropäern eine andere Klasse bildet und die Korea die „Unsichtbaren“ im Werk sind?
„Transparenz und Harmonie“ hat sich das Werk auf ihren Fahnen geschrieben, um als Firma in Europa respektiert zu werden. Das Werk strahlt wirklich harmonisches aus. Selbst als ich sah, dass deren Produkte dutzendweise zur Nacharbeit in eine Schlange standen. Harmonisch sah das aus.
Als ich das Werk verließ – mein Gegenüber hatte mich zum Tor gefahren und zu diesem Zwecke davor kurz gehalten – kamen drei Sicherheitsleute aus ihrem steinernen Verschlag gesprintet. Ihre Kleidung drückte an puresten Martialismus aus. Kahlgeschorene Köpfe gekleidet mit an Pluderhosen erinnerndes, schwarzes Beinkleid und mit glänzenden Springerstiefeln ausgerüstet. Mein Gegenüber musste sofort seinen Werksausweis vorzeigen und jenes Faktotum notierte sofort dessen Namen, bevor mein Gastgeber sich hastig verabschiedete und sofort wegfuhr.
Der Sicherheitbeauftragte stand vor mir in martialischer Pose und seine anderen Substituten beobachteten mich ausgesprochen und deutlich fühlbar mißtrauisch. Als ich das Werk verließ, wunderte ich mich, dass meine Taschen nicht gefilzt wurden. Hätte aber jemand gefunkt „Haut ihn weg!“, ich hätte diese Wunderbilder von „Viel Panzer wenig Hirn“-Vertretern nicht überlebt.
Als ich das Werk auf der anderen Seite des Sees passierte, lag das Werk vertäumt unter blauem Himmel vor der bergigen Hügelkette.
Irgendwie transparent und harmonisch … .
Nebenbei: Jene koreanische Firma plant einen eigenen Flughafen in dem 85.000 Einwohnerort, um dann eine Direktfluganbindung nach Seoul aufzubauen. Bislang liegt der nächst grössere internationale Flughafen 300 km entfernt in einem anderen Land. Vom Arsch der Welt in eines der Herzen dieser Welt …
Immer diese Kettenbriefe …
Gerade erhalten und hier gleich reingepackt.
Dies ist KEIN Kettenbrief!
Du darfst ihn auf KEINEN Fall weiterschicken, denn das wuerde grosses Unheil ueber Dich, deine Nachfahren und deinen Erdbeerjoghurt bringen ! Selbst Ausschnitte, ja sogar einzelne Woerter aus dem Brief koennten gefaehrlich sein.Die Urspruenge dieses Briefes gehen auf den Abschiedsbrief eines braven Bauernburschen namens Chutka Prowik zurueck, der seiner Familie in schriftlicher Form seinen Beschluss mitteilte, dass er sein Glueck in der Ferne suchen wollte. Kurz nachdem er sich von Zuhause aufgemacht hatte und die Berge ueberquerte, wurde er von einem Unwetter ueberrascht und eingefroren. Heute ist er unter dem Namen „Oetzi“ bekannt.
Bis heute weiss niemand genau, welche seiner Worte so gefaehrlich und unheilstraechtig waren, aber sie kommen auf jeden Fall alle auch in diesem Brief vor, also sieh dich vor! Ein Beispiel fuer die schreckliche Kraft dieses Briefes ist der arme Matrose
Pitr Owoschna, der auf dem beruechtigten Atom-UBoot „Blauer November“ als Ausguck arbeitete. Waehrend das Boot auf Patrouillenfahrt im Kaspischen Meer war, bekam Pitr diesen Brief an seine Heimatadresse geliefert. Ohne das zu wissen, schrieb Pitr einen Liebesbrief an seine Freundin Januschka, in dem er ungluecklicherweise mehrere der Unheilvollen Woerter benutzte. Noch in der selben Stunde explodierte der Dieseltank des Schiffes und es versank auf Nimmerwiedersehen in der See.
Beruehmte Menschen haben das Verbot zum weiterschicken missachtet. Darunter waren Lady Di, Falko, Boris Becker, Brittney Spears (kurz bevor sie beschloss, einen Film zu drehen) und diverse Angestellte im World-Trade-Center.
Doch auch die Internetabstinenz hilft nicht gegen das Unheil. Eine Gemeinschaft von ueber hundert Internetnutzern, die alle diesen Brief erhalten hatten (weiss der Himmel woher), beschloss im Sommer 2002, ihn zu entkraeften, und zumindest eine Weile weder Mails, noch Briefe, noch Schecks zu schreiben. Sie lebten ausnahmslos alle an der Elbe … Was du also tust … du bist auf jeden Fall in den Ar*** gekniffen. (wobei mir einfaellt: Habe ich schon erwaehnt, dass dir nur jemand, der dich ueber ALLE MASSEN liebt, dir diesen Brief schicken wuerde ???)
Wie gesagt: Dies ist KEIN Kettenbrief, und er sollte auf KEINEN FALL weitergeleitet werden. Sollte aber irgendwer, der diesen Brief liesst, meinen, er muesste mir Geld geben oder Schokolade schicken oder so, dann fragt mich einfach nach Adresse oder Kontonummer… ich sag da nicht „Nein“.
So .. und falls ihr es immernochnicht bemerkt habt: Dieser Brief ist genauso erfunden (inclusive der authentischen Beweise), wie die anderen Kettenbriefe auch (nur, dass dieser Brief KEIN Kettenbrief ist !!!)
Also nicht weiterschicken!
Wer mir allerdings Schokolade und Geld …
Behandle ich alles vertrauensvoll über PN.
Das Geld bitte nur unnummeriert und in ALDI-Tüten.
Danke im Voraus.
21 aus Europa
Seit dem Fall der Mauer 1989 hat sich das geflügelte Wort von der „Welt als globales Dorf“ zu dem Schlagwort der „Globalisierung“ gemausert. Diese Metapher steht inzwischen für die zunehmende Vernetzung der Welt. Vor nicht allzu langer Zeit kam die folgende Schilderung der „Welt als globales Dorf“ unter:
Wenn wir uns die Welt als ein globales Dorf mit 100 Menschen vorstellen, ergäbe sich folgendes Bild:
- Nach ihrer Herkunft kämen 57 Personen aus Asien, 21 aus Europa, 14 aus Amerika, 7 aus Afrika.
- 52 wären Frauen, 48 Männer.
- 6 Personen besässen 60% des Reichtums.
- Im Dorf gäbe es 1 PC, 1 Handy und 10 Kühlschränke; ausserdem 6 Tageszeitungen.
- 1 Person hätte einen akademischen Titel.
- Die durchschnittliche Lebenserwartung in unserem Dorf betrüge 64 Jahre.
- Jede Person hätte Anrecht auf 1 Stunde und 20 Minuten ärztliche Pflege pro Jahr.
- Pro Person stünden im Jahr 300 kg Getreide und 8,5 kg Fleisch zur Verfügung.
- Die Menschen im Dorf würden an durchschnittlich 60 Tagen im Jahr Hunger leiden.
- Das Getreide würde eine ausreichende Ernährung ermöglichen, wenn nicht 40% davon ans Vieh verfüttert würde.
- Pro Person gäbe es im Jahr 4,3 kg Seife und 3,4 kg Waschpulver. Ausserdem 20,8 kg Zucker und 900 g Schokolade.
- Die DorfbewohnerInnen könnten alle 10 Jahre einen Kurzstreckenflug machen (CH 2003: 5000 km pro Person im Jahr).
Quelle: Eine andere Welt ist möglich der CARITAS Hilfsorganisation
Also gäb es gemäß Punkt 4 nur einen Computer und nur ein Handy.
Und eben der eine sitzt jetzt gerade vor seinem PC, schreibt in seinem Blog einen Eintrag, den niemand lesen kann.
Außer er selber.
Der mit dem Computer.
Und auf diesen bekloppten Computerbesitzer, Handybesitzer und Blogger trifft all das nicht zu, was da oben so an negativem aufgezählt wird.
Nur dass er nicht aus Asien kommt, sondern einer der 21 Europäer ist.
Und auch an keinem Tag im Jahr an Hunger leidet.
Soweit die Entwicklung einer Welt zum globalen Dorf.
„21 aus Europa“.
Dieses war der Begriff, den ich in der Google-Suchmaschine benutzte, um obige Statistik zu finden.
Gibt man nur diesen Begriff in der Suchmaschine ein, so erhält man als erstes Ergebnis den Satz
Von den 34 Mannschaften, die ein WM-Finale erreichten, kamen 21 aus Europa […]
Weiter geht es mit
Insgesamt kommen 65 der 100 umsatzstärksten Biotechunternehmen aus den USA, 21 aus Europa […]
Dann kommt obige globale Schrumpfung aus dem „Großen Felix Weltatlas“ und dann wieder
Prinzessin Bint Talal (2005) wählte insgesamt 90 herausragende Beispiele immateriellen Kulturerbes aus 68 Ländern aus, darunter 21 aus Europa,
Letztendlich taucht der Begriff „21 aus Europa“ auch hier auf
Von den weltweit 60 – nach Zimmern – größten Hotelketten stammen 29 aus den Vereinigten Staaten, aber nur 21 aus Europa.
Und dann fand ich noch diese Pressemeldung:
Zu dem Fest werden etwa 150 Auslandskoreaner erwartet, darunter 62 aus Japan, 45 aus Amerika und 21 aus Europa.
„21 aus Europa“
Es ist immer wieder interessant, welche anderen Dinge auftauchen, wenn man was anderes sucht.
Eine Frage treibt mich um …
Was geschieht eigentlich, wenn Frau Merkel im nächsten Jahr schwanger wird?
Kann Sie dann Schwangerschaftsurlaub beantragen?
Oder wird sie schlechter gestellt sein als andere berufstätige Frauen und muss bis zum Ende der Legislaturperiode durchmalochen?
Und werden ihr die anderen Staatsoberhäupter Glückwunschtelegramme für ihre Schwangerschaft respektive Niederkunft dann schicken?
Wird Sarkozy ihr gegenüber dann plötzlich schäfchenweich werden?
Gut. Es gehört Frau Merkel nicht wirklich zu dem Verdächtigenkreis der Schwangerschaftsgefährdeten. Und weder Indira Ghandi, Maggie Teatcher noch Tanju Cilar wurden während ihrer Regentenzeit schwanger. Nebenbei, das konnte sich niemand wirklich vorstellen.
Aber was ist mit der Ministerin Frau von der Leyen? Die ist ja wirklich nicht unverdächtig mit ihren vielen Kindern …
Aber mal im Ernst:
Wenn die Kanzlerin Merkel oder die Familienministerin von der Leyen schwanger werden und sie beantragen den ihnen gesetzlich zustehenden Schwangerschaftsurlaub inklusive Kündigungsschutz. Werden dann die Bundestagswahlen verschoben werden müssen?
Muss dann eventuell eine neue Regierungspartei Platz schaffen für die Rückkehrer Merkel oder von der Leyen?
Sieht das Gesetz Ausnahmen von der Regel vor?
Kann mir da wer kompetent und gesetzesbasiert eine Antwort geben?
Wikipedia im Wandel der Zeit
Was ist Wikipedia? Im Grunde eigentlich eine geniale Idee. Aber an sich auch ein Portal für grandiose Manipulationen. Denn ein Eintrag bei Wikipedia gilt inzwischen immer schon als seriöse Quelle. Auch ich referenziere mich darauf manchmal. Auch wenn es mir ein wenig Bauchgrimmen bereitet, weil ich nie weiß, ob ich einem MacGuffin aufsitze oder der Wiki-Artikel recht objektiv ist …
Eigentlich hätte ich das folgende lieber selber geschrieben. Aber ich habe es weder entdeckt noch recherchiert.
Daher verweise ich auf Toms Linux-Blog und seinen Beitrag „Die Geschichte eines Wikipedia-Eintrags„.
Zum Link: hier klicken
Ich wünsche spannendes Lesen mit einigen Aha-Effekten …
… und wenn ich demnächst wieder mit Wikipedia zitiere, dann weiterhin mit Bauchgrimmen und selbst wenn es nur ein Scheißtag-Eintrag bei Wikipedia sein sollte …
Montag morgen
Die Woche, unendliche Längen.
Wir schreiben das Jahr 2007.
Und heute auch noch „Montag“.
Noch vier Tage und der Rest von heute …
… dann ist wieder Wochenende. …
Über Kölsch, Alt-Bier, Konvertiten und Gefährder
– Was ist denn das?
Die Stimme kam mir bekannt vor.
– Kein Kölsch? Ist das ein Alt-Bier?
Ich schaute mich um. Er war wieder da.
– Herr Oberspielleiter, dunn mir ne Kölsch! Das ist ein Alt-Bier, nicht wahr? Du bist umgeschwenkt?
– Das ist kein Alt-Bier, das ist Alt mit einem Schuß Malzbier.
– Aber Alt-Bier! Du bist doch nicht krank? Oder machste jetzt auch auf Konvertit?
– Auf was?
– Auf einer von den Konvertiten.
Was sollte das jetzt sein? Mühsam hatte ich mir beigebracht, was Stalagmiten sind. Dass diese das Gegenteil von Stalagtiten sind widerum aber kein Stalagtitten, auch wenn beides hängt.
Und jetzt er mit einem super neuen Fremdwort daher …
Angeber, elender.
Ich nahm ein Schluck des süßen Alt-Bieres und schaute ihn fragend an.
Der Wirt schob ihm ein Kölsch herüber und er nahm schnell einen Schluck.
– Die drei Terrositen neulich, die die Polizei hopps genommen hatte. Die beiden Deutschen der drei hatten die Glaubensseiten gewechselt. Einfach zu dem Islam kontertiert. Daher nennt man solche auch Konvertiten.
– Also sowas wie der Moslem Muhammad Ali, der vorher der Christ Cassius Clay war?
– Genau. Wie Malik Abdul Aziz oder Franck Bilal.
– Wer sollen diese sein?
– Der eine nannte sich zuvor Mike Thyson. Der andere begeistert als Franck Ribéry in der laufenden Fußballsaison Fussballfans. Wussten Sie übrigens, dass selbst in der Familie der Bushs Konvertiten gibt? Den Georg W. und seinen Bruder Jeb.
– Sind die jetzt auch Moslems?
– Nein, der eine Konvertit ist jetzt Methodist und der andere Katholik.
– Ich dachte der erstere wäre Präsident. Egal. Wenn ich also meine Glaubensansichten ändere, bin ich also Konvertit?
– Richtig.
– Und wen interessiert es? Glaubenswechsler gibt es viele und es hat niemand großartig interessiert. Der ehemalige Innenminister Otto Schilly war erst Rechtsanwalt der RAF, dann wurde er Grüner. Dann wechselte er zu SPD und wurde dann Innenminister unter Schröder. Jeder soll halt nach seiner eigenen Fasson glücklich werden.
– Der bayrische Innenminister Beckstein hat jetzt dem Handelblatt gesagt, dass Konvertiten eindeutig dazu neigen, sich durch besonderen Fanatismus der neuen Glaubensrichtung als würdig erweisen zu wollen und somit zu 150%igen werden.
– Wie Otto Schilly oder Georg W..
– Nicht ganz. Beckstein dachte dabei mehr an den Paragraphen §129, der sich mit kriminellen Vereinigungen befaßt.
– Stimmt. Eine kriminelle Vereinigung ist ja nur als solche anzusehen, wenn es keine Partei ist, hatten Sie mir mal erklärt.
– Aber klar. Beckstein redete eher über Fritz und Daniel, unsere beiden Wasserstoffperoxid-Experten.
Ruhe.
Mir kam der Gedanke, dass die Deutschen im Ausland immer gerne „Fritz“ gerufen werden. Und „Fritz“ ist auch immer gerne blond. Und jetzt hat Fritz auch noch Wasserstoffperoxid gehortet. Wenn jetzt in solchen BILDartigen Zeitungen wie SUN etc. stehen sollte, „Fritz plante Attentat mit Wasserstoffperoxid in Deutschland“, dann bleibt zu hoffen, der Leser versteht es trotzdem.
Nun ja, Terroristen sind im Grunde ihres Herzens und Gemüts ja immer recht blond. Da bräuchte es normalerweise kein Wasserstoffperoxid. Daher hatte es die Polizei ja auch schnell ausgetauscht.
„Wasser, Stoff und per Oxid sind für kleine Fritzchen nix.“
So oder so ähnlich wird wahrscheinlich bei der Polizei gekalauert.
Ich schätze, Fritzchen-Witze sind seit den beiden Fritz und Daniel ganz groß im Kommen …
Während ich mir langsam einen Schluck vom Alt-Bier gönnte, setzte er neben mir schon die zweite Kölsch-Stange an.
Hätte ich ihm jetzt sagen sollen, dass ich Otto Schilly und Georg W. aufgrund deren 150%igen Politik nicht wirklich mag? Der eine hatte hier entschieden den Orwellschen Staat vorangetrieben. Die Art von Staat, die er als Grüner zuvor politisch bekämpft hatte. Und der andere redet dauernd von Frieden und Freiheit. Seine Taten heißen aber Guantanamo, Afganistan und Irak. Rechtsfreies Gefängnis und menschenmordender Krieg.
Ein weiterer sehr bekannter Konvertit war Saulus. Er hatte vorher als Römer fleissig gegen Juden und deren Sektierer gehetzt und gemeuchelt, wo er sie nur traf. Da wurde er ganz schnell durch einen Blitz erleuchtet, es haute ihn aus seinem 1-PS-Sitz, in Folge nannte er sich Paulus und hetzte dann ungerührt gegen die Juden weiter.
Von ehemaligen Rauchern sagt man auch, dass es 150%ige seien. Das seien die militanten Nichtraucher, die bisweilen recht rabiat gegen Raucher hetzen. Und das obwohl diese brav ihre Tabaksteuer zahlen und die Abstinenz der Ex-Raucher zum Wohl der nie-rauchenden Steuerzahler auf deren eigenen Schultern umverteilen. Denn wer raucht, hilft nicht nur das finanzielle Staatssäckel zu füllen. Nein, seit November 2001 unterstützt der Raucher mit jeder Zigarette aktiv den Kampf gegen den Terrorismus durch eine erlassene Tabakzusatzsteuer. Rauchen im Kampf gegen solche wie Daniel und Fritz.
Ob diese beiden gefährlichen Möchtegern-Terroristen Raucher sind? Sie hätten somit den Kampf gegen sich selber finanziell unterstützt. Aber da dürfen die beiden 150%ig sicher sein, dass dieses vor Gericht dann nicht strafmildernd gewertet wird.
Während ich meiner Gedankenonanie noch ein wenig nachhing, schob er mir ein Kölsch vor die Nase und nahm mir das Alt weg.
– Komm trink mal wieder was vernünftiges. Das schönste am Konvertitentum ist ja, wenn man danach wieder heim kommt, gelle? Man konvertiert ja nur, um dann wieder zu Muttern zurück zu kehren. Stößcken!
Er stieß mit seiner Stange – inzwischen der dritten – an mein Kölsch und nickte mir aufmunternd zu. Ich hätte zwar gern mein Alt noch ausgetrunken, aber es gibt Dinge, die müssen getan werden. Oder wie hieß es noch in dem Adolf Winkelmann’schen Film „Jede Menge Kohle“ (der erste in Dolby-Stereo aufgenommene Film weltweit):
„Es kommt der Tag, da muss die Kettensäge sägen.“
Ich ergriff meine Kölschstange, prostete zurück und nahm ein Schluck.
Naja. Ne Cola wäre mir da jetzt lieber gewesen. Egal.
Er stubste mich freundschaftlich an die Schulter.
– Wissen Sie, was ich in diesem ganzen Terroristenkuddelmuddel erstaunlich fand? Gestern jenes Video mit dem Osama bin Laden.
– Ich hab es mir nicht angeschaut. Es war nicht nur nicht mit Unterttitel sondern auch nicht synchronisiert. Sowas schaue ich mir dann nicht an.
– Ist Ihnen der Bart von diesem Osama aufgefallen? Der war schwarz!
– Schwarz?
– Der hatte sonst doch immer so einen straßenkötergrauen Bart.
– Hm, sollte Osama auf sein Alter eitel werden und ihn sich schwarz gefärbt haben?
– Oder er hatte sich damals seine Barthaare schon immer grau gebleicht.
– Ja, das könnte passen. Früher hatte er noch selber seine Bomben mit Wasserstoffperoxid gebastelt. Heute lässt er die Fritz und Daniels dieser Welt basteln. Das entfärbt seinen Bart nicht mehr so. Er wird wieder schön schwarz. Nebenbei, man könnte Osama nach diesem Video auch in die Reihe der Glaubenswechsler und Konvertiten stellen. Er hat in dem Video kaum mehr von seinem alten Glauben, dem Islam, gesprochen. Er sprach jetzt von seinem neuen Glauben, der politischen Überzeugung. Osama als Terrorist war ja schon immer mies. Aber als Politiker-Konvertit? Dann wird er garantiert 150% mieser …
– Und vom Beckstein beobachtet. Jetzt wird mir einiges klarer, warum manche eher als Gefährder eingestuft werden als andere.
Er nahm einen Schluck und schaute mich fragend an.
– Warum?
– Wer eine bestimmte Einstellung schon seit langem hat und dort wohnt, wo sie beheimatet ist, der brauch‘ nicht beobachtet werden.
– Von welchen Gegenden reden Sie?
Er schaute mich verständnislos verstört an.
– Ich rede von Gebieten in Ost- und West-Deutschland, wo es keinerlei Konvertiten gibt. Die Neonazis in den No-Go-Gebieten. Da, wo man noch ungestraft Ausländer jagen darf, und von der Politik noch Rückenwind bekommt.
Er schaute mich befremdet an, nahm einen letzten Schluck und warf einen Zehner in Richtung des Wirtes. Er hob zum Einwand seine Hand hoch. Aber jetzt wollte ich meinen Gedanken noch zuende bringen.
– Wenn der Politiker Gauweiler beispielsweise, die Grundeinstellung des politisch korrekten Großlagers in Deutschland gegen rechts in Frage stellt und diesen wenig Nachdenken, viel Hysterie und noch mehr Selbstgerechtigkeit beim Kampf gegen Rechtsradikale vorwirft, dann wird klar, dass der Staat gegen Rechtsradikale erst was unternimmt, wenn diese zu Linksradikale konvertieren, oder? Weil dann sind es die 150%igen und nicht nur ein Mob, der eine Pizzeria mit Indern belagert.
Er ließ die Hand sinken, schaute mich finster an und das letzte, was ich von ihm hörte, bevor er die Kneipe verließ, war ein verärgertes:
– So ein Quatsch!
Der Wirt kam zu mir herüber und schaute mich fragend an:
– Na? Vertreibste mir wieder meine Gäste?
– Nein, ich versuche mir nur schwierige Fragen einfach zu stellen.
– Welche?
– Bin ich Konvertit? Oder was trinke ich als nächstes?
– Und? Was kann ich dir bringen?
– Keine Ahnung. Bring mir mal ein Kölsch im Altbierbecher …
Das Schweigen im Walde
… .
Mein Zitat des Tages: " Milchmädchenrechnung"
Bald ist die Milch so teuer, dass es sich schon alleine deswegen lohnt schwanger zu werden. GF
gefunden hier beim Eulenspiegel.
Ski und Rodeln gut . . .
4,9 war die minimale Temperatur hier und heute draussen begleitet von Graupelschauern. Und das ganz ohne Herbstanfang. Ich hasse Schnee. Dann plan ich halt über Weihnachten in Brasilien, wenn das Wetter sich jetzt schon so umgezogen verhält. Ich dachte, es käme ne Klimaerwärmung? . . .
Der Blick in den Tunnel
Es gibt sie wirklich nur noch selten: Die Filmplakate-Malerei.
Ich hatte diese zum ersten Mal in Aachen am BAVARIA-Kino kennengelernt.
Inzwischen ist die UFA pleite und wo einst ein Kino war, befindet sich jetzt ein Klamottengeschäft (H&M?). Nur noch am Aachener Capitol lässt die Kinomalerei letzte Erinnerungen aufblitzen.
Aber in anderen Städten in versteckten Winkeln findet man sie noch immer. Wie hier in München.
Allein diese Ansicht hat mich einhalten lassen.
Wäre es lediglich ein Kinoplakat gewesen, es wäre nur halb so interessant. Gemalt aber wirkt es wie ein lebender Schnappschuß. Eine traumhafte Szene. Ein Stil(l)leben. Und man wartet gemeinsam mit dem Mann, was dort auf der anderen Seite aus dem „Tunnel“ auftauchen könnte …
Die TITANIC wurde vom Hackereisberg gerammt …
Eigentlich wollte ich heute morgen lächelnd in den Tag gehen. Leider musste ich feststellen, dass irgendwelche Hacker die Internetseiten des TITANIC-Magazins gehackt haben.
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Nun ist die TITANIC ja ein Satire-Magazin und wir haben Monatsanfang – die neue Ausgabe erscheint – und irgendwie könnte ich mir vorstellen, dass sie sich selber gehackt haben … andererseits kommen Hacker inzwischen ja auch nicht mehr so ganz ohne Selbstdarstellung und Ironie aus …
Mal schaun, was das wird …
Wenn es kein Fake ist, wird die Reaktion der TITANIC interessant werden.
Rauchende Colts wieder frei ab 18 …
ENDLICH!
Es wurde auch Zeit. Jugendliche ab 18 können wieder eine Lizenz für großkalibrige Waffen erwerben. Nach dem Massaker an jener Erfurter Schule hatten einige Politiker Bedenken, dass Jugendliche großkalibrige Waffen nicht verantwortungsvoll bedienen können. Daher wurde das Lizenzalter für großkalibrige Waffen von 18 auf 21 Jahre hoch gesetzt.
Nach fünf Jahren Marktbeobachtung kamen Politiker jetzt zu dem Schluss, dass Jugendliche sehr wohl mit großkalibrige Waffen verantwortungsvoll umgehen können. Der Beweis lässt sich darin finden, dass kein weiteres Schulmassaker stattgefunden hat. Das hat die Politiker enorm beruhigt.
Und darum dürfen auch alle 18-jährige gegebenenfalls mit großkalibrige Waffen, um sich ballern. Aber natürlich nur mit Lizenz. Wie beim Autofahren. Und wer mit großkalibrige Waffen ohne Lizenz an Schulen rumballert, wird festgenommen und eingebuchtet.
Denn Waffenbesitz ist ja nicht ursächlich dafür, dass Menschen durch Waffen sterben. Ursächlich an dem Tod durch Kugeln, ist ja leider der schlecht kugelresistente Körper der Menschen und des Bürgers Unwilligkeit permanent mit Schusswesten herum zu laufen …
Ja, nee, ist klar, nech …
Irgendwann werde ich das ganze verstehen und nicht mehr so wirres Zeug schreiben.
Denn schließlich dürfen 18-jährige schon richtig heftige Ballermänner bedienen. Bei der Bundeswehr. Und da lernen sie ja wie es so geht mit dem zielgerichteten Erlernen der Waffenfunktionalität.
Dann werde ich einen gesellschaftlich voll akzeptierten Button am Revers tragen. Und darauf könnt ihr dann lesen: „Frieden schaffen mit großkalibrigen Waffen ab 18 Jahren“.
Und dann fühle ich mich voll logisch.
Und akzeptiert.
Bislang verwirrt grüßt
Careca
Rauchende Idee ab 18 …
Jetzt ist das Rauchen unter 18 Jahren verboten.
Und ehrlich, das kratzt mich aber …
Moment …
Mußte mir gerade nen Sargnagel zünden …
Wo war ich stehengeblieben? Ach so ja …
… das kratzt mich aber nicht die Bohne.
Ich habe dagegen ein ganz anderes Problem. Jedesmal wenn die Supermärkte und Tanken schließen, dann komme ich nicht mehr an meine Glimmstengel. Meine Bank gibt keine Chip-EC-Karten aus. Einen Bankwechsel habe ich nicht vor.
Und den Führerschein? Den habe ich für ein halbes Jahr uneigennützig in Revier 4 abgegeben, damit die Polizisten auch mal rauchen können.
Dumm gelaufen.
Jetzt muss ich also meine Aschenbecher abends auslecken, um an mein Nikotin zu kommen.
Und während ich so lecke, kam mir die leuchtende Idee!
Warum können Zigarettenautomaten nicht auch mit Nicht-Bank-Chip-Karten funktionieren? Mit einer Karte, deren Besitz sich auf einer Versicherungspflicht in Deutschland begründet und auf der mein Geburtsdatum vom Chip abrufbar ist?
Warum kann ich meine Krankenkassenkarte nicht zum Zichten-Ziehen am Automaten nutzen dürfen?!?
Vielleicht sollte ich ein Patent auf diese Idee anmelden. Jedoch mit Patenten ist das so eine Sache. Hat man eines, will die Massenproduktionsindustrie es nicht kaufen. Hat man keins, dann interessiert es sie auch nicht.
Und ich hätte dann immer noch keine Zigarettten.
Hallo, liebe Leser, ist unter euch wer dabei, der mal einen Politiker meine Idee schmackhaft unterjubeln kann?
Aschenbecher auslecken ist nur halb so spassig wie sich nen Sargnagel anzuzünden …
Also bringt mal meine Idee in den Raucherausschuß des Bundestags.
Danke.
Lange Vorbereitung für drei Tage …
Ich hatte mich noch mal auf meinem Kalender versichert. Die Zeitung sagte das gleoche aus.
Heute ist der 1. September.
In meinem REWE-Supermarkt um der Ecke wurden schon die ersten Paletten Weihnachtsgebäck aufgebaut …
Hiermit erkläre ich die Streßzeit des Kaufens für eröffnet!
Frage:
Habt Ihr schon alle eure Weihnachtsgeschenke beisammen?
Vorsicht!
Weihnachten kommt immer schneller als man denkt …



