Wikipedia im Wandel der Zeit

Was ist Wikipedia? Im Grunde eigentlich eine geniale Idee. Aber an sich auch ein Portal für grandiose Manipulationen. Denn ein Eintrag bei Wikipedia gilt inzwischen immer schon als seriöse Quelle. Auch ich referenziere mich darauf manchmal. Auch wenn es mir ein wenig Bauchgrimmen bereitet, weil ich nie weiß, ob ich einem MacGuffin aufsitze oder der Wiki-Artikel recht objektiv ist …

Eigentlich hätte ich das folgende lieber selber geschrieben. Aber ich habe es weder entdeckt noch recherchiert.

Daher verweise ich auf Toms Linux-Blog und seinen Beitrag „Die Geschichte eines Wikipedia-Eintrags„.
Zum Link: hier klicken
Ich wünsche spannendes Lesen mit einigen Aha-Effekten …

… und wenn ich demnächst wieder mit Wikipedia zitiere, dann weiterhin mit Bauchgrimmen und selbst wenn es nur ein Scheißtag-Eintrag bei Wikipedia sein sollte …

7 Gedanken zu „Wikipedia im Wandel der Zeit

  1. Mein Verhältnis zu dem Thema ist ambivalent. Aus der Praxis weiß ich, dass Informationen in Zeitungen und Fernsehsendungen auch oft nicht das halten, was sie versprechen. Fehlinformationen und Fehlsteuerungen gibt es überall, und immer stecken wir Menschen dahinter.

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  2. Von Verwandten hatten wir mal ein Lexikon geschenkt bekommen, das kam aus der DDR. Ich hatte da mühsam etwas zu der „Mauer“ gesucht gehabt. Bis ich dann eine megakurze Abhandlung drüber fand, über den „antifaschistischen Schutzwall“.
    „Päpste“ für bestimmte Themenbereiche sind ja immer so eine dubiose Sache. Das artet dann in so ein Kampf um die Lufthoheit über den Stammtisch aus …
    Naja, die Sache mit den Informationen, derer Verfügbarkeit und deren Wahrheitsgehalt, das ist eine verdammt harte Nuss …

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  3. Ich weiß, was Du meist, und es stimmt auch.

    Da ich (gedruckte) Lexika sammele, fällt mir in allen Ausgaben auf, dass bestimmte Positionen (z.B. christliche bei Herder) dominieren und die Artikel ideologisch beeinflussen. Die gedruckte Ausgabe, die von einer Redaktion zusammen gestellt werden, bieten keine Gewähr für höhere Genauigkeit oder Zuverlässigkeit. Auch dort bewegt sich vieles im Graubereich.

    Wird auf eine alles wissende Redaktion verzichtet, ist ein gewisser Schwund unumgänglich. Das würde sich übrigens nicht ändern, wenn Päpste für Themengebiete eingesetzt werden, denn die bestimmen dann letztlich doch den Tenor der Artikel.

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  4. Aber es ist nicht allein das. Es gibt Einträge, die sind schlichtweg schlecht bis falsch. Ein wenig kritischer „gesunder“ (was das auch immer für jeden ist) Menschenverstand hilft schon ein wenig.
    Aber beim obigen Link ist einfach interessant, wie sich ein Eintrag verändert. Es gibt immer welche, die die Hoheit über bestimmte Themen für sich reklamieren. Interessant ist dabei feststellen zu können, in welcher Richtung sich dabei im Laufe der Zeit Artikel verändern.

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  5. Natürlich gibt es immer wieder Spinner, Amateur-Schreiber und auch professionelle Fälscher, die Einträge manipulieren. Manchmal sind es auch Gags (z.B. Borat wird Präsident von Kasachstan).

    Dagegen steht aber viele hundert Kontrolleure in Eigeninitiative, die jede Änderung verfolgen und gegenlesen. Wenn der Nutzer auf das Eintragsdatum achtet und möglichst nicht gerade einen erst 24 Stunden jungen Text verwendet, ist er meistens auf der sicheren Seite.

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