Reibereien


Eine leise Stimme, fast unhörbar, trotzdem klar vernehmbar. Ruhiger, rauer Singsang.

“… ich reibe mich, du reibst dich, er, sie, es reibt sich, wir reiben uns, ihr reibt euch, sie reiben sich. Ohne Reibung entflammt kein Streichholz. Nur mit passender Reibfläche. Ursache. Wirkung. Ohne Reibung spür ich doch nicht, wo ich entlang schramme. Schrammen gehören dazu. Schrammen machen auch Wärme, Wunden heilen. Warum gesteht mir das niemand zu? Immer nur happy und heititei und La-la-land. Das erträgt doch kein Mensch! Oder ist Reibung etwa nur als menschliche Wärme akzeptabel, wenn einer vom anderen überm Tisch gezogen wird, oder was? Würde sie doch mal akzeptieren, dass ich so bin, wie ich bin, und ich so etwas nicht zum Affront mache. Das bin ich und nicht sie …”

Leise brummelnd schloss er penibel seine dunkelgrüne, wattierte Jacke, setzte sich ein schwarzes Käppi auf und schubberte sich bedächtig seine Hände. Die Tür des Busses öffnete sich. Lautlos. Schnell. Ein Schwall kalter Luft enterte den überheizten Innenraum.

“ … und ich akzeptiere doch auch ihre ungünstigen Eigenschaften. Hab sie noch nie deswegen gedemütigt. Ganz im Gegentum, hab sie sogar deswegen gewertschätzt. Aber für sie ist es bei mir anders. Und dann einfach abzutauchen. …”

Die Tür schloss sich. Der massiv herabfallende Schnee zog einen Vorhang zwischen meinen Blicken und seiner Jacke in der Dunkelheit. Seine leise, dunkle Stimme hallte wie ein Echo in meinen Gedankengängen. Langsam ausklingend. Verschwunden. Nachdenklich rieb ich mir meine Augen, während sie in meinen Gedanken auftauchte.

Die Sonne so hoch


Die Sonne steht immer dann am höchsten, wenn man am tiefsten gesunken ist.

Kneipenweisheit.

Je weiter man die Realität hinunter schreibt, desto tiefer wird der eigene Standpunkt. Und das wirkt. Der Kampf zwischen Gut und Böse würde keinen Geist rühren, ginge es nur um ein wenig Gut gegen ein wenig Böse. Erst der Kontrast macht den Unterschied. “Star Wars” wäre reinstes Disney-Mickey-Mouse-Kino, gäbe es nicht dort einen wirklich Bösen, also jemanden, der genauso sympathisch ist, wie auf einem Bürgersteig der frisch dampfende Hundekot, in dem niemand treten möchte. Und statt sich des blauen Himmels zu erfreuen, hält jeder nach der Scheiße vor seinen Füßen Ausschau. Es ist eine subtile Methode, Aufmerksamkeit zu lenken und alle Energien auf Scheiße zu fokussieren, ruft man auf der öffentliche Rasenfläche eines Parks nur richtig laut, man hätte mit seinem Schuh eine Tretmine erwischt. Und schon interessieren sich die Leute der Umgebung nur noch für Hundehaufen statt für Flora und Fauna.

Erheblich kontrastreicher wird der Effekt beim Kampf zwischen Gut und Böse, hat dabei die positive Utopie keine Chance mehr aufzutauchen. Leidet der Mensch unter Diktatoren und Egomanen und spürt die Einschränkung der eigenen Freiheit, dann ist das der Stoff, von denen Heldensagen leben. Nur fieser wird es, wenn der Protagonist alle Freiheiten hat, aber er trotzdem ohne Hoffnung für seine Utopie bleibt. Die Dystopien von Philip K. Dick und auch die aktuellen von Charlie Brooker lassen jede Eutopie, die positive Utopie, grau und altbacken ausschauen. Dystopien sind das Genre, welches in den letzten Jahren bis heute noch immer die Film-und Serienlandschaft füllt.

Aber was passiert, wenn sich Dystopien in Realität umwandeln? 1984? Der Roman von George Orwell war in den 80ern oft Anlass heißer Diskussionen, auch in dem Zusammenhang mit dem damaligen Zensus 1983 und den darin enthaltenen Fragen. Heute würden die Fragen keinen großen Geist mehr bewegen. Und unsere Realität würde in Teilbereichen eine Realisierung von 1984 möglich machen. Zur Realisierung fehlt lediglich das diktatorische Zwangselement.

China wird in zwei Jahren ein Social Credit System einführen. Vorbereitet wird dieses System bereits seit dem Jahr 2005. Das System beruht auf der Bewertung (Ranking) des Menschen durch Organisationen und Menschen. Führende Firmen, die dieses Ranking-System aufbauen sind Baidu, AliBaba und Tencent. Ein Mensch mit einem unzureichenden Ranking könnte beispielsweise nicht bestimmte Sozialleistungen erhalten. Oder keine Erste-Klasse-Tickets für Flüge kaufen. Das Social Credit System wird nicht per diktatorisch erzeugte Angst aufgezogen, sondern der soziale Faktor wird die Rolle spielen. Im Konfuzianismus ist die Harmonie einer der Handlungsmaximen im öffentlichen Verhalten. Das Land des Lächelns erzeugt eine staatlich verordnete Kuschelatmosphäre für seine Angehörigen.

Immer schlechte Laune und nur am Meckern? Das soziale Ranking wird die Rechnung präsentieren. Wir kennen das System von Yelp, Foursquare oder Trip Advisor. Hatte der Kellner nicht ausreichend gelächelt? War das Hotelpersonal nicht verhandlungsbereit? Hatte der Friseur nicht auf den Punkt geschnitten? Bewertungen auf den sozialen Medien können zum Sargnagel eines Start-Ups werden. Bei einem Ranking von 0,0 bis 5,0 könnte man sagen, dass nur Leute mit einem Ranking von mindestens 4,0 in die Nähe eines Fußball-Stadions dürften. Wäre doch toll, endlich keine Hooligans mehr, vor denen man sich fürchten müsste, oder? Wenn China dieses staatlich angeordnete System eingeführt hat, dann kann die FIFA denen doch endlich mal die Fußball-WM anvertrauen, oder etwa nicht? Vielleicht sollte man auf Facebook oder Twitter doch die ein oder andere kritische oder zynische Bemerkung löschen, wenn man auf Jobsuche ist. Es könnte dem Personalchef vielleicht als Zünglein an dessen eigene Waage dienen. Oder abfällige Bemerkungen im sozialen Netzwerk über das Finanzamt? Vielleicht liest ein Finanzbeamter mit und dann prüft der deswegen die Unterlagen deutlich gründlicher und stößt vielleicht auf Ungereimtheiten und macht Stunk?

Nach einer Idee von Charlie Brooker wurde dieses bereits als Dystopie in der ”Black Mirror“-Folge “Nosedive” (deutsch: “Abgestürzt”) 2016 umgesetzt. Eine Frau benötigt eine 4,5 um eine bestimmte Wohnung in einer privilegierten Lage zu erhalten. Sie lächelt und ist freundlich, was das Zeug hält, denn sie ist nur eine 4,2. Letztendlich erhält sie die einmalige Chance auf einer Hochzeitsfeier eine Rede zu halten, um die 4,5-Schallmauer zu durchbrechen. Ihr Rankingsabsturz beginnt unaufhaltsam, als sie nur einmal ihre freundliche Fassade fallen lässt. Das Ende ist ein Ranking von 0,6 und ihre Inhaftierung.

Das ist dann kein Kampf mehr zwischen Gut und Böse, denn Gut ist, was die Gesellschaft als gut bewertet. Und Böse muss auch nicht immer gleich böse sein. Denn wäre das der Fall, würde kein Mensch mehr in der westlichen Welt mit jener Frisur herumlaufen, die wir hier in Deutschland als “undercut” bezeichnen. Im englisch-amerikanischen Raum wird diese Frisur immer wieder mal auch als “Hitler-Youth hairstyle” bezeichnet wird, obwohl sie ihren Ursprung in den Nuller-Jahren bis den 20-Jahren des letzten Jahrhunderts bei Armen (weil kein Geld für einen richtigen Friseur vorhanden war, welcher einen passenden Übergang von langen zu kurz gestutzten Haaren geschaffen hätte) und bei den amerikanischen Street-Gangs haben dürfte. Stattdessen hat diese Art Kim-Jong-un-Gedächtnisfrisur eine Wiederbelebung erhalten, welche mit einem Rankingsystem wohl kaum Überlebenschancen hätte: eine Wahlfreiheit zieht eher selten negativen Konsequenzen nach sich.

“Keine negativen Konsequenzen” kann aber auch das Mittel sein, um nur vordergründig eine Wahlfreiheit zu lassen. “Compliance” ist dazu das neue Zauberwort. Früher war richtig gute “compliance” für mich wichtig, aber nicht bezahlbar. Das Wort bezog sich auf Tonabnehmersysteme (insbesondere auf die Nadel) für Plattenspieler. Aber das war einmal. In Zeiten von Edward Snowden und VW-Betrug wird “compliance” in Firmen groß geschrieben. Es regelt das Verhalten der Mitarbeiter und schlägt damit Grenzpfosten für das eigene Handeln, Kommunizieren und Reagieren innerhalb einer Firma ein. Es geht dabei nicht nur darum, dass Korruption, Betrug, Diskriminierung und Kinderarbeit bekämpft wird. Das sind wichtige Punkte, ohne Frage. Nur, liest man sich die Compliance-Regeln der verschiedenen Firmen durch, fällt einem das andere Wort “Whistleblower” ein. Dieses wird somit indirekt unter Strafe gestellt, denn jedes Compliance-Regularium hat auch einen Compliance-Ansprechpartner, der zuerst zu kontaktieren ist.

VW hatte seine Compliance bereits, bevor deren Skandal die Runde machte. Kennt man allerdings die Firmenkultur bei VW ein wenig (oder hat sich dazu das Wissen zwischen den Zeilen der Berichterstattungen angelesen), dann wird auch klar, warum es so kommen musste, wie es kam. Trotz Compliance. Zumindest hat die VW-Compliance dem inhaftieren Manager in der USA das Ergebnis gebracht, dass sich VW um ihn nicht mehr kümmerte. Der Mann wurde nach seiner Inhaftierung seitens VW entlassen und war somit kein VW-Mitarbeiter mehr, um den man sich bei VW kümmern müsste. Der Kampf gegen das Böse und jenen Mitarbeiter wurde firmenintern abgeschlossen. Dessen Social-Ranking wird nach der Strafverbüßung in den USA für den Arbeitsmarkt in Deutschland sich ganz unten befinden. Er wird dann wieder Freiheit haben zu fühlen, wie es ist, wenn das Internet nicht vergisst. Vorausgesetzt, er fühlt danach überhaupt noch irgendetwas.

Und wer weiß, wie weit das Social Credit System Chinas als Blaupause für unsere Internet- und Real-Welt bereits genutzt wird, um zwischen Gut und Böse bei den ganzen Internetfilterblasen zu differenzieren.

Zumindest wird uns demnächst wohl immer mehr verkauft werden, wie hoch die Sonne doch steht, wenn unser Internetverhalten synchron mit der Androhung der Einschränkung unserer Wahlfreiheiten um die Wette läuft. Es wird eine schöne neue Welt werden. Ohne diktatorische Maßnahmen. Denn bislang gibt es schon genügend Beweise, dass alle Macht vom Volke ausgeht, und dieses hat verdammt viele Hobby-Diktatoren im Internet. Da brauchen wir keinen Stellvertreter explizit küren.

Und:

Ich habe keine Ahnung, wie man solch eine Dystopie zu einer Eutopie wandelt. Der Mensch lebt immer nach der Maxime “was dürfen wir nicht”. Und entsprechend handelt er. Schwer und betrüblich in der Ansichtssache lässt dieses keine Hundekottretminen von Rasenflächen dieser Parks verschwinden. Besser wäre die konstruktive Entwicklung hin zu einem “was wollen wir werden” mit dem Ziel eine Frage zu beantworten: “Was wollen wir wollen?” (s.a. Yuval Noah Harari “Eine kurze Geschichte der Menschheit”). Statt den Fokus aufs Negative, den Fokus aufs Positive, aufs Helle, Leichte und Weite zu richten.

Na ja, vielleicht klappt es ja dieses Jahr.

Synchronizität?


Nicht jede Nachricht erfreut. Selbst die Nachrichten, die man selbst heraus findet, müssen nicht immer freudig sein.

Es war die Zeit der Buchhandlungen, in denen gebrauchter Lesestoff verkauft wurde. Von Comics bis unverdaulichen Wälzern. Meine Suche war zielgerichtet und ich suchte Bücher von Kabarettisten. Und so stieß ich auf ein Buch aus dem Jahre 1976 mit dem Titel „Die Zeit spielt mit – Die Geschichte der Münchner Lach- und Schießgesellschaft“. Es war schon damals gut erhalten und damals erst zwölf Jahre alt. Ich verschlang es. Vor drei Jahren trat der Autor im  „Laden“ auf. Solo-Programm in der „Münchner Lach- und Schießgesellschaft“. Zur Vorstellung hatte ich das Buch mitgebracht, um nach dem Programm eine Widmung von ihm drin zu erhalten. Er sah das Buch, blätterte erfreut ein wenig drin rum und fragte: „Wo haben Sie denn das her?“ Seine Widmung war mir Gold wert. Und sie stand in meinem Regal. Aber wie immer, wenn etwas in einer Wohnung umgeändert wird, kommt manches einstweilen in den Keller. Zur Zwischenlagerung. So auch dieses Buch vor einem dreiviertel Jahr.

Am letzten Sonntag ging ich wieder zu meinem Kellerabteil, um dort etwas hinein zu stellen. Mir fiel ein seltsamer Geruch auf und im schummrigen Licht einer Funzel stellte ich fest, dass es offenbar einen Wassereinbruch gegeben haben musste. Die Kartons zeigten Wasserlinien. Ich räumte aus und schaute mir den Schaden an. Viele Bücher, selbst Tagebücher, Fotos und Dokumente waren verklebt und mit Schimmel überzogen. Darunter  auch jenes Buch „Die Zeit spielt mit – Die Geschichte der Münchner Lach- und Schießgesellschaft“. Es war aber nicht die einzige Rarität, die dem Wasser und Schimmel zum Opfer gefallen war, aber das Buch bedeutete mir sehr viel. Es enthielt die Widmung eines Gründers des legendären Kabarett der Münchner Lach- und Schießgesellschaft des letzten Jahrhunderts.

Heute las ich, das Hans Peter Schreiner vorgestern am Dienstag im Alter von 86 Jahren verstorben ist. Mir blutet das Herz. Erlebte Synchronizität zwischen Entdecken und Erfahren.

Und ein weitere Gedanke schoss mir durch meinem Kopf:

Ich werde alt. Meine Idole sterben …

 


 

von der Internetseite der „Münchner Lach- und Schießgesellschaft“ (https://www.lachundschiess.de):

"Es sind nicht immer die Lauten stark,
nur weil sie lautstark sind.
Es gibt so viele, denen das Leben
ganz leise viel echter gelingt"

Konstantin Wecker

Die Zeit ist das Feuer, in dem wir verbrennen.


Die Zeitansage. Du warst meine erste Liebe, du eiserne Jungfrau.

„Beim nächsten Ton ist es …“

Damals hatte ich dich kostenlos anrufen können und dir überm Lautsprecher des Morgens gelauscht. Vor dem Rausgehen, um rechtzeitig den Bus zu erwischen. Oder des Mittags, um festzustellen, ob der Angelus rechtzeitig geläutet wurde. Oder des Abends, um zu sehen, ob die Tagesschau pünktlich begann. Oder wenn ich Langeweile hatte und einfach mal meine Uhr auf die Sekunde genau justieren wollte. Minute für Minute. Ein Reaktionsspiel, die Uhr genau mit dem „Pieps“ der vollen Minuten synchron zu bekommen.

Du kommst zu spät. Du bist nicht pünktlich. Meine Zeit habe ich nicht gestohlen. Wie Sand zwischen den Fingern ist es beim nächsten Ton …

Es liegen weniger Tage vor mir als bereits hinter mir. Und alle elf Sekunden verlieben sich zwei Minuten beim klar Schiff Machen. Stunde für Stunde. Tag für Tag.

Ich lauschte der Stimme. Sie klang so rational feminin, so sachlich weiblich, so überzeugt fraulich, so sinnlich zeitlos.

„Beim nächsten Ton …“

… komme ich zu dir, meine eiserne Jungfrau, und dann halten wir gemeinsam die Zeit an. Stunde für Stunde, Minute für Minute, sekundenweise.

Aber das reicht nicht mehr. Bei Wettläufen helfen nur noch genaue Uhren, um zu unterscheiden, wer schneller ist. Mit Unterscheidung auf Tausendstel des Augenblicks. Wimpernschlaglängen.

Die Zeit ist wie ein Raubtier. Du kannst versuchen, ihr zu entkommen. Aber sie wird dir folgen, dich jagen und erlegen. Auge um Auge, Zahn um Zahn, Falte auf Falte. Die Zeit vergeht und wartet auf niemandem. Diese vergängliche Erfindung des logischen Menschen. Der Mensch sagt, die Zeit vergehe. Die Zeit sagt, der Mensch vergeht.

Ich höre dich. Beim nächsten Ton. Ich dreh‘ mich um mich und schau mir ernst ins Gesicht. Ernste Zeiten bedürfen der Heiterkeit. Ohne Heiterkeit lässt sich das Leben in der Zeit nicht denken.

Ein Schwarzer saß in Dresden in einem Bus, las in einer seltenen Ausgabe des Talmuds und jedes mal, wenn er eine Seite im Talmud weiter blätterte, rückte er seine Kippah zurecht. Ein Mensch, der ihm gegenüber saß, stand auf, schlug ihm ins Gesicht und schrie erbost: „Reicht es nicht schon, dass Sie Jude sind?“

Zeit zu lachen. Lache zur Zeit, du könntest vor Abend weinen. Morgen und Abend. Leben und Tod. Zeit zu leben.

Begleite mich, Zeitansage, du meine 0119-Chiffre. Lebe mit mir, du eiserne Jungfrau meiner Jugend. Sprich mir dein Mantra für unsere Einheit. Bis ich das Zeitliche segne.

Beim nächsten Tod ist es …

… zu spät …

TINDER oder: Eine Leidenschaft ohne Reue


Romantik
Ihre Hand hielt das Smartphone ans Ohr. Es klingelte am anderen Ende. Ihre Vorderzähne bearbeiteten die Unterlippe und ihr Blick ging recht ungeduldig im Zimmer umher. Ihr Fuß wippte ohne Unterlass, während sie auf der Sofakante hockte. Unwirsch fuhr sie sich mit der anderen Hand durch ihr Haar, als es in der Leitung in ihren Smartphone klackte:
„Alles klar, Tina?“
Die Stimme am anderen Ende der Leitung klang erregt, aufgeregt:
„Ist was passiert Tina? Nun, sag doch was!“
Tinas rechte Hand suchte weiterhin noch ihren Weg durchs Haar, um dann schützend vor ihren Mund zu landen.
„Es ist alles okay. Nichts passiert.“
„Wirklich nichts? Was geht ab? Warum rufst Du an?“
„Es ist alles okay.“
Tina hatte den letzten Satz nur zögerlich flüstert und wieder fuhr sie sich mit ihrer Hand nervös durchs Haar, erwischte ein Strähne und zwirbelte sie wie zuvor hastig um ihren Zeigefinger.
„Jetzt lass Dir doch nicht alles aus der Nase ziehen, Tina! Was ist passiert? Wie ist das Date gelaufen? Schon zu Ende?“
Tina schluckte und atmete kurz tief durch. Weiterlesen