Lunatic

Da schreibt der nette Meister Frieling was über den Mondaufgang, bringt ein paar Dateien und vergisst die wichtigste überhaupt zu diesem Thema:

Aus dem Jahre 1981 Dieter Hildebrandt spricht Matthias Claudius

… oder „Der Mond, meine Damen und Herren – und das möchte ich in aller Offenheit sagen – ist aufgegangen!“ …

Voila, Monsieur Frieling, für dich!

Und dazu noch in Farbe und Stereiro!

Fastenzeit

Na, heute nur Cola?

Da stand er wieder am Tresen und statt der üblichen Kölsch-Stange hatte er ein bauchiges Glas Cola vor sich. Er schaute mich an, als wäre ich von einem anderen Planeten.

Es ist Fastenzeit.

Ja, ne, is klar.

Ich grinste ihn an. Fastenzeit in Deutschland ist ja bei der Mehrheit dieser Bevölkerung so, als ob es in Vatikan Freibier gäbe. Schlecht findet es niemand und moralisch gibt man dem anderen auch Unterstützung mit gewichtigen Sätzen wie „Ich müsste auch mal wieder abnehmen.“

Nein, wirklich. Es ist Fastenzeit und da will ich mich ein wenig mässigen.

Mit einer Cola-Diät?

Cola light.

Ich ließ mein Kölsch-Glas zwischen den Fingern rotieren, packte wild entschlossen zu, nahm einen großen fetten Schluck …

Herr Oberspielleiter, donn mir noch ens en Fastenkölsch!

Ich hatte den Satz kaum vollendet, als wie von magischer Hand das nächste Kölsch schon vor mir stand. War vom Kellner wohl so eine Art Notwehrreflex, denn mein Kölsch ist grausam und manch Kölner blockierte schon mit Fingern seine Ohren, um nicht mehr davon von mir hören zu müssen. Ich übe halt den sympathischen Dialekt noch. Deshalb führe ich mir Koelsch auch so gerne vor die Augen …
Wenn’s schon nicht durch die Ohren in meinen Verstande gelangt, vielleicht dann durch meinen Mund?…

Nein, ich kann nicht dauern Koelsch trinken. Da werde ich ja nur fett von.

Sein Cola-Glas schien momentan zur Wahrsagerkristallkugel zu mutieren, so wie er da rein starrte.

Altwieverfastelovend hab ich begonnen. Nach vierzig Stangen Koelsch …

Kinderkölsch?

Nein, ich trinke nur Null-Dreier. Am nächsten Tag war mir so übel. Und nen Flotten hatte ich danach. Da hatte ich keine Lust mehr auf Karneval.

Ich nickte. Ja, übermäßiger Kölschgenuss kann am Tage danach abführend wirken …

Außerdem wiege ich eh zu viel, da kommt mir die Fastenzeit grad recht.

Aha, da war der Satz wieder.

Wir essen eh alle zu viel. Da ist ein wenig Mäßigung eh nie verkehrt. Wenn ich an all die dicken Kinder …

Aus Landau?

Er schaute mich irritiert an.

Nein. Wieso Landau?

Ich grinste und zuckte bloss die Schulter.

Schaun se doch mal. Alle sind se hier doch so satt und überfressen. Da ist ein wenig Selbstmäßigung und -beschränkung doch nicht verkehrt, oder?

Wenn er es sagte, dann musste es wohl stimmen.

In England hat eine Mutter ihren achtjährigen Sohn so überfüttert, der ist absolut zu ner 90 Kilo-Kugel mutiert. Das ist doch Körperverletzung der üblen Art. Da ist ein wenig hungern doch okay. Schlank ist doch schick und gesellschaftsfähiger als dick und schwitzend.

Ich zuckte erneut die Schultern.
Das war mir egal. Jährlich betrachte ich mich zu meinem Geburtstag in dem Spiegel. Das heißt, ich seife morgens die Wandspiegel erst ein, damit ich mich nicht nackt sehen muss. Ein wenig Zucht und Keuschheit hat ja schließlich noch niemandem geschadet, oder? …
Also, ich hab‘ auf das Einseifen-Ritual letztens verzichtet gehabt und mich im Spiegel vom Scheitel bis zu den Zehen gemustert.
Fett bin ich geworden.
Richtig unförmig.
Wohlstandskind.
Wie gut, dass es Kleidung gib, sonst müsste man mich wohlmöglich weg sperren.
… sechs Monate Gefängnis bei Brot, Wasser und Bauchtrainer, bis ich wieder unter die Bevölkerung dürfte …

Wissen Sie, ein wenig Diät hat noch niemandem geschadet. Daher trinke ich jetzt vierzig Tage lang auch nur Cola. Meine Frau hat ja Erfahrungen mit Diäten. Am besten sind da die Brigitte-Diäten.

Ja, ja, die Deutschen haben eh die besten Erfahrungen mit Diät-Rezepten. Jeder kennt eines und jeder ist schlank und rank.

Er nickte und sah mich plötzlich mit einem verschwörerischem Grinsen an.

Ja, vollkommen richtig. Wir Deutsche haben uns schon zig-mal weg gehungert und leben immer noch. Da sollten sich die Afrikaner in den Hungergebieten mal ein Beispiel dran nehmen.

Hm, ich überlegte, ob ich jetzt politisch inkorrekt lachen sollte oder politisch korrekt ihn darauf aufmerksam machen müsste, dass solche Witze unfein seien.

Letztens kam übrigens zum roten Kreuz eine Medikamentenlieferung von einem Flüchtlingslager aus Dafur wieder zurück. Die konnten dort nichts mit anfangen. Die Tabletten durfte man erst nach dem Essen einnehmen.

Ich schnappte mir mein Kölschglas und ließ erstmal Luft rein und grinste dann sehr breit über die Po-Ente. Und das politisch völlig inkorrekt.

Sie haben wohl ein wenig Humor über den Aschermittwoch rüber gerettet, woll?

Wissen Se, wenn man etwas in der Fastenzeit mit dem Fluch der Mäßigung nicht belegen sollte, so ist es das Lachen.

Er winkte den Kellner herbei und legte Geld auf dem Tresen.
Der Kellner stockte.

Das waren fünf Whisky-Cola. Nicht vier.

Mein Gesprächspartner zuckte unangenehm berührt zusammen.

So, so. „Cola light“ statt Koelsch.

Er grinste mich verschmitzt an, gab dem Kellner das Restgeld und ging wortlos grüssend raus.
Ich drehte mich grinsend wieder zum Tresen.

Herr Oberspielleiter, noch ein Fastenkölsch bitte!

Ein was bitte?

Ein Kölsch vom Fass …

Augen auf Augenöffner – Langnase, sei wachsam.

Wie viel Geld braucht es eigentlich um eine Millionenstadt gänzlich zu plakatieren?
TOYOTAs Marketingabteilung dürfte hierzu eine Antwort geben können. Aber die nonchalante Noblesse des weltgrößten Automobilisten wird auf solche Fragen nur eine Antwort kennen: Das undurchdringliche japanische Lächeln.

Während FORD ihren neuen RANGER vor 14 Tagen hier und da diskret auf ein paar Plakaten in der Stadt angekündigt hatte, kleckert TOYOTA nicht erst rum. Mit einer rasenden Plakatierwut haben die seit letzten Samstag gleich jede verfügbare Plakatwand der Stadt gemietet und gleichgeschaltet.

TOYOTAs neuster Aufmacher heißt AURIS. Und zwar wird er nicht gleich als irgendein Aufmacher angepriesen sondern gleich auch noch als Augenaufmacher: „Augen auf AURIS“.
Und wer sich die Plakate anschaut, wird dabei fündig. Es ist nicht der Name des neuen Automobils mit jenem japan-untypischen „R“, der einen stutzen lässt, sondern das Grafikdesign der Plakate an sich.

TOYOTAs Marketingdesigner müssen wohl drei neue Grafiktexturen (grafischer Hintergrundflächen) erfunden haben und wollten das Volk an deren Grafikkreationen teilhaben lassen.
Da ist einmal die Textur „Himmel“. Schön blau mit leichten Federwolken. Wie ein frischer Sommermorgen. Leicht beschwingt und froh gestimmt.
Dann noch die Textur „Berge“ für den Hintergrund. Sattes braun, ohne irgendwelche Schneegipfel oder sonstige Fujijama-Anleihen. Ganz trendy abgestimmt für diesen frühlingshaften Winter.
Und dann der eigentliche mördermäßige Hammer. Das ist die Textur, die da so sandfarben vor sich hinstrotzt und an Wüste und Teppich erinnert. So warm, so weich, so flauschig … Neu? Nein, mit Perwoll gewaschen …

Diese Hintergründe erinnern einen an eine zukünftige Landschaft. Zum Beispiel an die Almen von Rosenheim. An die flache Umgebung der Stadt München. An den Anblick von Osten aus auf das Harzgebirge. An die Aachener Tiefebene vor dem massiven Eifel-Gebirge. An den Ausblick von Osnabrück auf die ostfriesischen Deiche. …
Aber alles freilich erst nach dem Ende der Klimakatastrophe. Wenn alles erst einmal so richtig verwüstet hier ist. Somit kündigt TOYOTA ihr neues Fahrzeug AURIS als eines der Pferdstärken an, welches die Reiter der Apokalypse wohl benutzen werden …

Auf diese grafischen Hintergründe lassen sich dann mittels Green-Screen-Technik so schöne Sachen drapieren wie Menschen, Stiere, Ferngläser und andere Nebendarsteller.
Denn der eigentliche Hauptdarsteller ist das kompakte Fahrzeug selber.
Das ist Werbung pur.
Selbst Innenansichten sollen potentiellen Käufern im Munde das Wasser zusammenlaufen lassen, was nachher eben jenes auf TOYOTAs Mühlen des Erfolges rauschen soll. Recht hübsch sieht das Cockpit ja aus. Nur die Lieferanten wissen wie viel Blut, Schweiß, Tränen, Schaumstoff und andere Push-up-Hilfsmittel genutzt wurden, damit die Spaltmaße und Oberflächen des Cockpits stimmig ausschauen. Ich möchte nicht wissen, wie viel Reklamationen seitens TOYOTA an deren Lieferanten herausgegangen sind, um durch die Hintertür sich noch einen Extra-Batzen Geld von den Lieferanten in der Entwicklung zu verschaffen. Das TOYOTA-System zu kennen, heißt Sysiphos als einen glücklichen Menschen einzuschätzen.
„Pressefahrzeuge“ werden dann solche Vehikel genannt und sind rein auf optimales Aussehen getrimmt. Sie sind Meisterstücke der Illusion eines perfekten Fahrzeugs. Für den 08-15-Käufer empfiehlt sich eh die alte Faustregel: Neuentwicklungen der Automobilbranche sollte man sich erst 12 Monate nach Markteinführung kaufen. Dann sind die meisten Kinderkrankheiten (im Automobiljargon auch „Serienanlaufprobleme“) hoffentlich ausgestanden. Wobei ja gerade TOYOTA nicht zu den Automobilisten gehört, die Bananen-Autos (= reifen beim Empfänger) fertigen.

Der massive Aufwand, den Toyota betreibt, ist beeindruckend. Um seinem AURIS im Mittelklassefahrzeugsegment gewaltsam seinen Platz zu schaffen, gleich eine ganze Stadt mit Plakaten zuzupflastern? Wenn’s schee macht …
Der Volkswagen-Konzern, insbesondere GM-Opel (Ex-Nummer 1 der Welt) und die restliche Konkurrenz dürften diesen massiven Werbeaufwand sicherlich interessiert beobachten.

Und sollte von denen jemand behaupten, deren eigene Fahrzeuge seien besser, kann man sicher sein, die Japaner haben auf solche Bemerkungen mit Sicherheit zumindest eine Antwort:
Mit brutalst möglicher Offenheit die Konkurrenz gnadenlos niederzulächeln. Unterstrichen von einer anmutigen, demütigen Verbeugung und einem „Konnichi wa“.
Als Langnasen-Antwort empfiehlt sich dann sowieso nur eine noch tiefere Verbeugung, ein breiteres Lächeln und ein heftigst nonchalant hingehauchtes „Nihongo wa hanasemasen“…

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Ein Sauerländer als Vorbild … oder: Das gezeichnete Vorbild …

Wohl dem, der alte Schallplatten hat. Der weiss, was ein Vorbild ist. Ein Bild, das man selber für sich gezeichnet hat. Und am besten ist freilich für den vorbildlichen Staatsbürger (auch ohne Uniform) als Vorbild immer ein Staatsoberhaupt. Und am besten freilich einer, der ein Sauerländer ist …

http://www.blog.de/srv/media/dewplayer.swf?son=http://data2.blog.de/media/758/1134758_8bda2efc91_a.mp3

Ausschnitt aus der LP „Pardon – Heinrich Lübke redet für Deutschland“

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Traue keiner Statstik …

Während ich auf der Suche nach neuen Gelegenheiten für ein überhaupt nicht ernstgemeintes Jubiläum in meinem Blog war, um meinen Frust wegen der Umwandlung von Trithemius Blog von einem lebendigen Blog in ein lesenswertes Denkmal zu kompensieren (Servus, Jules!), und dafür meine Statistiken nach irgendwelchen pseudo-denkwürdigen Schmarrn abzuklopfen, da stieß ich auf was ganz anderes.

Daher ein kleines geografisches Quiz:
Wo liegt wohl jene Gegend?

Pro Kopf gibt es fast eine Straftat pro Einwohner, so hoch wie nirgendwo auf dieser Welt.
Die eindeutige, erdrückende Mehrheit der Straftäter sind Ausländer.
Und auf je vier Einwohner kommt jeweils ein Wächter des Rechts. Also der Polizeistaat par excellence.
Zusätzlich gibt es 7 Zivilprozesse pro 10 Einwohner. Also auch noch richtig klagefreudig …

Telefonjoker und 50:50 Möglichkeiten kann ich keine anbieten. Und ein Veto gibt’s auch nicht. Daher gleich die Auflösung:

Tja, das da oben sind die statistische Daten eines 492-köpfigen Staates, der in Italien liegt und VATIKAN heißt.
Nirgendwo scheint das Verbrechen besser zu blühen als dort …
Soweit die Statistik, die der SPIEGEL hier ausgerollt hat.

Also, Pilger, seid vorsichtig, wenn ihr Ostern gen Rom pilgert! Auf dass ihr nicht Opfer der hohen Verbrechensrate dort werdet … :>

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Faux Pas

Tosenden Schweigen, stiller Protest und Regressansprüche in barer Münze.
All dies brandete mir aufgrund meines letztens Post entgegen.
Und dann brachen die Leserzahlen verstärkt ein. Sogar die Statistikanzeige für diesen Tag verringerte sich unaufhaltsam.
Und dann noch die Zahlen für „gesamt Seitenaufrufe“. Zum ersten Mal rutschten diese brutal unter die Zahlen „gesamt Besucher“.
Weiterhin wurden mehrfache Versuche zum Löschen von eigenen Kommentaren registriert.
Dann gegen 20:15: Mein E-Mail Provider rief mich an, mein Postfach sei im Zustand des Überquellen begriffen. Einen systematischen DOS konnte er allerdings dahinter nicht erkennen, aber dafür unheimlich viele Mails von Blog.de.

Und der Tenor all der Hey!-Do-you-remember-me-Mails war immer der gleiche:

„Du Arsch! Lobst immer nur die Kommentierenden. Für den Nur-Lesern hast du kein Wort des Dankes auf den computerisierten Lippen (aka Tastatur):!:“

Das war nicht meine Absicht.

Daher hier mein Dank an die dreizehn Nur-Leser meines Blogs.
Ohne Euch hätte ich überhaupt keine Leser.

By the way:

Müsst Ihr OCEANS THIRTEEN Euch immer nur einen Computer hocken, wenn Ihr Euch meine Seiten aufruft?!?

Warum werdet Ihr nicht zur „Wilden Dreizehn“ und nutzt zum Besuch meiner Seite jeder jeweils nur einen PC mit einer eigenen IP?!?

Menno.
Einstellige Besucherstatistiken sind immer soooo unerquicklich …

meint ein unendwegt nörgelnder, meckernder

Careca

Icon

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Eine runde Zahl …

Vorhin hatte ich den Blogstatus mir zu Gemüt geführt und mit großen ungläubigen Äuglein sah ich, dass es bei mir mittlerweile über 1000 Kommentare gibt.
Wollte auch gleich wissen, wer der 1000ste Kommentar-Schreiber war …
…hmpf, das war ich dann wohl selber …
… und der 999ste war ich auch …

Aber der 1001. Kommentator,
der Tausendunderste,
war wer total ganz völlig anderes:

Prinz Rupi.

Und was sagt mir das?
Neben Prinz Rupi bin ich es, der sich hier ganz rege, kreativ, toll und regelmässig in meinem Blog beteiligt …

Daher ein ganz großes Danke an mich. Ohne mich würde dieser Blog hier nicht leben.

Okay, okay.
Ich weiß.
Eigenlob stimmt.
:?:
Äh, moment, soll heißen „stinkt“.
… oder so …

… Mist, immer diese Freud’schen Fehlleistungen …

Daher ein ganz großes Danke an Prinz Rupi. Ohne Dich würde dieser Blog hier nicht leben.

Nebenbei und hauptsächlich:
Der Dank für jene runde Zahl gilt freilich Euch allen hier kommentierenden Lesern.

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Winterträume – Impressionen vom Mittwoch

winter

… und urplötzlich kam im Winter der Winter daher. Einfach so …

Striptease (frei ab 18 Jahre?)

Lang hab ich mit mir gerungen.
Nun gut.
Hier ein Striptease-Film.
Den Männern zur Erinnerung, den Frauen zur Mahnung und den Kindern zur Aufklärung.
Hab ich jetzt wen vergessen?
Ach ja, den anderen zur Belustigung. ;)

Fremder Inder Nacht …

Hier laufen hier viele Inder herum. Und die wischen und putzen und wienern …
Kein Wunder, dass der Flughafen BHX so glaenzt …
Englaender sehe ich hier nur als Passagiere oder als Wachpersonal …

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Gestrandet: 70 Meilen bis Stroke on Tent

1 Dose CARLING („enjoy extra cold“), 1 Beutelchen WALKERS SALT & VINEGAR, ein Buch von Umberto Eco und eine Internetstation, bei der 10 Minuten einen Pfund kosten. Es ist 22:00.
Ich bin in Birmingham gestrandet.
In Ausuebung meines Berufes fuhr ich gen Norden und wollte des Spaetnachmittags zurueck. Eine Blechkarambolage auf der M6 liess mir ausgiebig Zeit die Umgebung des Staus zu begutachten. Ehrlich gesagt, die Gegend war reichlich uninteressant …
So kam es, dass ich vor einer halben Stunde voellig uebermuedet am Flughafen Birmingham ankam, die Hotels in der Umgebung abklapperte und dort Preise von ueber 150 Euro geboten bekam und nun infolgedessen hier im Flughafen sitze.
Das angeblich von meiner Firma gebuchte Hotel hatte keine Buchungsbestaetigung erhalten. Und voll war es zudem auch noch.
Na denn, Prost Mahlzeit.
Mein naechster Flieger geht in knapp sechs Stunden.

Menschen im Flughafen.
Es gibt nichts schoeneres, oder?

Dabei werde ich morgen keineswegs nach Hause, sondern direkt in die Arbeit fahren. Manche Dienstreisen bringen es halt mit sich, dass die Ergebnisse recht unerquicklich fuer manche Abteilungen sind. Und ein Wochenende ungenutzt verstreichen zu lassen, dass kann sogar fuer mich unangenehme Konsequenzen haben.
„Alles fuer den Dackel, alles fuer den Club!“
Nein, so schlimm ist es nicht.

Diese Dienstreise hat eh sowas den gesetzen Murphys gefolgt, da macht diese Nacht den Braten nu auch nicht fett.
Gestern fing sie an.

Ich wachte unschuldig und nichtsahnend auf, liess die Rolladen hoch und sah meinen herzallerliebsten Hassfreund auf die Strasse stuerzen: SCHNEE. Im Radio plauderte der Moderator schon munter aus dem Erfahrungsschatz des OEPNVs und mir wurde anders. Alle Verbindungen zum Flughafen lagen brach. Also rein unter die Dusche, die Kleidung und dann in das naechste Taxi. Dem Fahrer dann die Order gegeben den laengsten Weg zu benutzen, weil es fuer mich der kuerzeste erschien. Ich behielt recht und kam just-in-time zum Einchecken an – trotz schneebedeckten Strassen und ca. 50 km/h ueber der Autobahn.

Dann erzaehlte mir die Fluggesellschaft, dass es wahrscheinlich eine halbe Stunde Verspaetung gaebe und bot mir eine Zeitung an. Die Zeitung nahm ich, der troestende Ausrede bitterer Konsequenz gewiss. Der Gegenflieger aus Bruessel musste wegen dem Schnee am Himmel noch kreisen, also wurde die Ersatzmaschine reisefertig gemacht. Eine Stunde war vergangen, als man uns zum Einsteigen rief. Dabei erzaehlte man uns aber auch noch, dass wir wahrscheinlich noch zwei Stunden im Flugzeug sitzend warten muessten. Der Tower wuerde unsere Maschine erst in die Startreihenfolge einreihen, wenn alle Passagiere an Board seien …

Gut, zwei Stunden haben wir geduldig gewartet. Und dann ging es los.

In Bruessel wartete ich vergeblich auf meinen Koffer. Die freundlichen Belgier verrieten mir, dass der Koffer schon weiter nach Birmingham eingecheckt sei. Nach einer weiteren Stunde warten, hatten sie meinen Koffer aus dem Lager gefischt. Denn Birmingham stand erst am naechsten Morgen fuer mich auf dem Plan.

Auf zum Leihwagenverleih …
Nein, ich muesse noch ein wenig warten, da ich schon drei Stunden spaeter als vereinbart angekommen sei …
Naja, nach zehn Minuten hatte ich dann einen.

Dann ab durch Belgien gen Frankreich, um den inzwischen schon informierten Kunden zu erreichen. Eine Radarfalle bremste mich dann fuer den Rest der Wegstrecke aus … Schoen, dass Radar-Knoellchen auch EU-weit von einem EU-Mitglied einforderbar sind. Da weiss ich, dass ich demnaechst auch wieder Post bekomme.
Also, bin ich dann brav die Geschwindigkeitsregularien beachtend gen Lille gebrettert.

Als ich beim Kunden ankam, musste ich erfahren, dass mein Ansprechpartner generell gegen 16:00 aufhoert zu arbeiten und er nicht mehr da sein … die Arroganz des Kunden, hart zu akzeptieren, aber ich muss sie tolerieren. Umgekehrt duerfte ich mir sowas nicht erlauben. Aber ich kenne da meine Moeglichkeiten, um jene Arroganz von meinem Ansprechpartner diesem heimtueckisch wieder einzuschenken. Sowas nennt man dann auch Kundenmanagement …

Nachdem mich das GPS (TomTom) dann uber die eingetippte Adresse meines Hotels noch direkt zu einem FKK-Club brachte, war der gestrige Tag fuer mich gelaufen.
So fiel ich dann muede ins Bett, um heute gegn halb fuenf wieder aufzustehen und weiter gen Birmingham zu fliegen.
Zwei weitere Kunden.
Und alle beide hatten mir frohe Botschaften bereitet: Arbeit, Arbeit, Arbeit.
Ich will mich ja nicht beklagen, aber ein wenig mehr positiveres faend ich doch hin und wieder auch nicht schlecht …
Und dann konnte ich beim Luxus-Kunden dessen Produkt noch nicht mal selbst benutzen. Denn vor lauter Themendiskussionen blieb dazu keine Zeit mehr.

Und jetzt sitz ich hier an der Internet-Station im Birminghamer-Flughafen und hoffe, dass die Nacht vergeht.

70 Meilen noerdlich von mir liegt Stroke-on-Trent.
Von dort kam ich.
Stroke-on-Trent ist auch der Geburtsort eines bekannten Saengers. Aber das nur so nebenbei. Ist ja auch nicht wichtig.

Wichtig ist, dass ich noch eine Kreditkarte, drei Pfund in bar und eine Digikam mit Ersatzbatterien habe.
Alles andere ist unwichtig.

Ausser morgen stattet mir auf meiner Rueckreise Murphy wieder einen Besuch ab.
Dann ist auch das absolut unwichtig.

Gestrandet in Birmingham.
Nichts besonderes.

Und was habt ihr heute unaufgeregtes erlebt?

meint Euch vom BHX-Flughafen zuwinkend

Careca
:wave:

P.S.: Und morgen Spaetnachmittag nach der Arbeit versuche ich auszuschlafen … toitoitoi …

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Dass das eine vom anderen kommt …

Die GEZ wird von der Staatsanwaltschaft Wuppertal mit einer Razzia belohnt. Wegen Korruption. Angestellte der GEZ, die auch eine eigenwillige Art Härte gegen andere exhibitionieren können, hatten mit ihrer Härte auf Kosten anderer Bordelle besuchen können.

Die Herren Volkerts und Hatz werden angeklagt. Ebenfalls Korruption. Dienstreisen in Form von brasilianischen Bordellbesuchen. Das war einmal für beide. Jetzt können die ihre eigene soziale Härte in Heimarbeit alleine abbauen.

Laut einer Umfrage der Frauenzeitschrift PETRA möchten 50 % der Mann mehr Sex, als sie es derzeit haben. Denn lediglich jede dritte Frau wünscht sich nach der Frauenzeitschrift PETRA mehr Sex. Zugleich haben drei von vier Männern mehr Lust auf Sex als deren Partnerinnen. Deren Bild sieht ganz anders aus: Von sechs Partnerinnen will nur eine mehr Sex. Die Männer wollen mehr, kriegen es aber nicht. Da sind die Frauen härter.

Und jetzt geht mir die Frage nicht mehr aus dem Kopf:
Was haben diese Nachrichten damit zu tun, dass jetzt PFIZER in Deutschland 720 Stellen abbauen will … .

P.S.:
Führende Pornodarstellerinnnen stehen der neuen HDTV-Zukunft skeptisch gegenüber.

„Wie sind alle besorgt“, so Stefani Morgan, Darstellerin bei Vivid Entertainment, einem der größten Studios in diesem Bereich. „Ich möchte eine Fantasie bleiben. Ich möchte keine Fehler zeigen“, so Morgan. Jenna Jameson, Gründerin und Darstellerin beim Studio Club Jenna, meint: „Ich denke, High-Definition ist aus der Perspektive eines Fans toll, da alles so schön in Szene gesetzt wird. Aber aus der Sicht einer Frau hassen wir es, da sie jeden Teil unseres Körpers sehen können.“

Wird jetzt auch in der Porno-Branche es zu einer Senkung des Viagra-Verbrauchs kommen, weil deren Darstellerinnenn angesichts von HDTV streiken.
Okay, PFIZER baut offenbar vor. Wegen der von ihr eigens erschaffenen Härte …

Die Lunge wird zum Skelett der Erde …

Der Mensch ist das einzige Lebewesen der Erde, welches seine Umwelt in großen Maße zerstört, nur um zu überleben …

Schnappschuss von der Lunge der Welt als Andenken für morgen …

Der Regenwald im Amazonas

Besuchen Sie die Erde, solang es sie so schön noch gibt …

Eine 4000 Jahre alte Siedlung in der USA muss umgesiedelt werden.
Kostenpunkt 200 Millionen Dollar.
Der Grund? Wasser, was da kommt.
Nein, in der USA wird kein Dorf wegen eines Staudammprojekts umgesiedelt. Der Grund ist der Klimawandel. Das kleine Dorf in Alaska muss aufs Festland umgesiedelt werden, weil das Meer immer höher steigt. Das Dorf heißt Shishmaref und wird als Beleg der schon vor 20 Jahren Prophezeiung des Klimawandels angesehen.

Nicht nur die Stürme in Mitteleuropa werden immer häufiger.
Steigen die weltweiten Temperaturen um drei bis vier Grad ist damit zu rechnen, dass beispielsweise der riesige Fluss des Amazonas und all seine Nebenflüsse vertrocknen. Die Verdunstungsrate wird dort höher werden als die Niederschlagsrate. Der größte Regenwald der Welt benötigt dann keine zweibeinigen Brandroder mehr, um als Wald zu verschwinden. Der Regenwald wird dann aufgrund des klimatischen Umschwungs versteppen. Die sauerstoffproduzierenden Lunge dieser Welt wird gnadenlos absterben und mit ihr eine Beschleunigung im CO2-Aufbau herbei führen.

Heute im Fernsehen gab es eine Dokumentation über die größten Wasserfälle dieser Welt, den grandiosen Wasserfällen Iguaçu.
Ein von den Guaraní-Indianer abstammender Bewohner der Gegend sprach die Einstellung der Guaraní zur Natur an: Dass wir die Erde nur für unsere Kinder geerbt haben und dementsprechend leben sollen. Und dabei sprach er nicht über den Klimawandel sondern lediglich über die Verantwortung zur Natur.

Vor mehr als zwanzig Jahren wurde dieser Sinnspruch der Guaraní von Umweltaktivisten geführt. Hierzu ernteten sie von den Etablierten nur Hohn, Spott, Hass und Verachtung. Es wurde ihnen vorgeworfen, keine Ahnung zu haben. Heute sitzen einige dieser Umweltaktivisten nicht nur hier in Deutschland in verantwortlichen Positionen und reden die gleichen Killerphrasen der Etablierten von damals nach.

In den letzten 20 Jahren hat sich weltweit nichts entscheidendes geändert. Was damals schon als klimabedrohend ausgemacht wurde, ist es heute noch immer. Und die Auswege aus der Katastrophe werden national und international als nicht praktikabel und weltfremd gebranntmarkt.

Wir leben so, als ob wir noch eine zweite Erde in unserem Kofferraum haben.
Nun, so lasst uns schon mal bald den Schlüssel für den Kofferraum suchen.

Oder statt gen Mars eine Weltraummission zur Erde schicken, so lang es sie so noch gibt.

Quelle zur Geschichte des Dorfes Shishmaref und des Schicksals des Amazonas:
Hier klicken.

Seitensprung ist Straftatbestand!

Endlich haben es Männer aber auch Frauen aus dem Bundesstaat Michigan nochmals schriftlich.

„Laut Gesetz ist jeder Mensch, der innerhalb einer ehebrecherischen Beziehung eine sexuelle Penetration vollzieht, eines Sexualdelikts erster Klasse schuldig“, heißt es in dem Spruch des Richters William Murphy.

Seitensprünge können dort also lebenslang bedeuten, wenn man oder frau sich nicht ausschließlich in ihrer Ehe befriedigen wollen. Somit ist der zu zweit genossene Orgasmus außerhalb der staatlich legitimierten Heteren-Zweierbeziehung nur ein klein wenig unverwerflicher als der kaltblütig geplante Mord …..

Gefunden hier bei yahoo.de

Dem iPhone gehört die Zukunft – Versuch eines Plädoyers

Habt ihr noch ein wenig Geld übrig von den vielen „Ich-spar-mir-die-Mehrwertsteuer“-Aktionen der letzten zwei Wochen?

iPhone Und hier sind 20 gute Gründe, warum jeder sich das neue Apple iPhone unbedingt unbedenklich holen muss.
Das Video ist zwar auf englisch, aber auch ohne Englisch-Kenntnisse ist es gut verständlich. 

Historie der Unwörter des Jahres

Heute wird das neue „Unwort des Jahres“ für das vergangene Jahr 2006 bekannt gegeben. Bisherige Unwörter:

1991: Ausländerfrei
1992: Ethnische Säuberung
1993: Überfremdung
1994: Peanuts
1995: Diätenanpassung
1996: Rentnerschwemme
1997: Wohlstandsmüll
1998: sozialverträgliches Frühableben
1999: Kollateralschaden
20ste Jahrhundert: Menschenmaterial
2000: national befreite Zone
2001: Gotteskrieger
2002: Ich-AG
2003: Tätervolk
2004: Humankapital
2005: Entlassungsproduktivität
2006: (wird heute veröffentlicht)

Erklärungen zu den Unwörtern: http://www.unwortdesjahres.org

Das Wichtigste von heute für morgen … Praktikantenplatz frei?

Was waren heute die wichtigsten Nachrichten?
Eigentlich sind es genau jene drei Nachrichten:

Stoiber hat sein Ende als Mini-Präsers Bayerns für September angemeldet. Schade eigentlich, denn nach Heinrich Lübke war Edmund Stoiber wirklich der unterhaltsamste Politiker in den letzten Jahren. Tröstend ist, dass er aus seiner Partei noch nicht austritt und daher sicherlich noch den Mikros dieser welt erhalten bleibt.

Aber Austreten, das hat Alexander M. bereits getan. Er verließ die CDU-Berlins. Seine Partei-mit-Glieder hatten ihn auf einem Porno wieder erkannt. Sie kamen und zwar während des Films und dann auch noch prompt ins laute Stöhnen, als sie erfuhren, dass Alexander M. auch noch Produzent, Regisseur und Darsteller eben solcher Filme sei. Sie fühlten sich am heimischen Fernseher von ihrem Kollegen im Film beim extensiven Wixen beobachtet. Tut man auch so etwas?!? Na also. Deren ejakulierende Empörung ist also voll nachvollziehbar. Und erst recht ebenfalls, dass sie erleichtert applaudierten, als Alexander M. sein Parteibuch abgab. Wobei, … wie applaudiert man eigentlich beim Wixen? …

Während also Alexander M. weiterhin seiner filmischen Passion nachgeht, hat ein gewisser Ulrich Rotermund keinen Bock mehr. Daher ging er zu seiner Hypobank und hat denen wohl gesagt, dass er seine Aktien los werden wolle. Er hat einfach keinen Bock mehr auf komerzialisierter Erotik und dem, was dazu gehört. Dabei ist Ulrich Rotermund doch der Sohn eben jener Frau, die damals von der CDU Schleswig-Holsteins (nicht Berlin) für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen worden war. Gerade weil sie, die Beate Uhse, so erfolgreich auch in Pornos machte.

Während also dieser Tag von Rücktritten gezeichnet seinem Ende entgegen sieht, aber das Leben weitergeht, ließ mich eine andere Nachricht aufhorchen:

Monica Lewinsky ist derzeit in London und sucht einen Job …