Ein Sauerländer als Vorbild … oder: Das gezeichnete Vorbild …

Wohl dem, der alte Schallplatten hat. Der weiss, was ein Vorbild ist. Ein Bild, das man selber für sich gezeichnet hat. Und am besten ist freilich für den vorbildlichen Staatsbürger (auch ohne Uniform) als Vorbild immer ein Staatsoberhaupt. Und am besten freilich einer, der ein Sauerländer ist …

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Ausschnitt aus der LP „Pardon – Heinrich Lübke redet für Deutschland“

8 Gedanken zu „Ein Sauerländer als Vorbild … oder: Das gezeichnete Vorbild …

  1. Gute Frage, die sich auch bei manch anderem Politikasper stellt. Ich habe längst aufgegeben, zu begreifen, wie eine Mutti Kanzlerin, ein Sprachfehler bayrischer Ministerpräsident oder eine Krippenfigur Familienminsterin werden kann. Insofern wundere ich mich auch über den Tatter-Heinrich nicht wirklich. Ich lache nur und schüttele den Kopf. Immerhin bietet diese Leute Steilvorlagen zum Lästern, und das ist gut so.

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  2. Vielleicht aus den gleichen Gründen wie das Schweigen des Carl Carstens. Oder des Werner Höfer. Oder des Günther Grass. Oder anderer Menschen mit Namen. Die Gründe dazu? Ich weiß es nicht.
    Man wird es wohlmöglich auch nie wirklich rausfinden und es werden Lübkes Ergüsse bleiben.
    Wahrscheinlich findet es sich in irgendwelchen Stasiakten, die niemand einsehen darf.
    Man darf allerdings auch nie vergessen, dass die DDR ein vitales Interesse daran hatte, die Gegenseite BRD schlecht aussehen zu lassen. So schickte sie auch immer wieder Leute los, die dann jüdische Friedhöfe schändeten (was aus Stasiakten hervor ging), damit in der BRD bestimmte Diskussionen politische Themen überschatteten.
    Im Grunde frag ich mich eigentlich, warum dieser Sauerländer überhaupt das erste Mal zur Kandidatur aufgestellt wurde und warum er später noch einmal wieder gewählt wurde. Seine Eintreten für die Wiedervereinigung und für Auslandsreisen dürften doch wohl nicht alles gewesen sein, oder?

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  3. Die gegensätzlichen Positionen sind mir bekannt. Historiker haben mir in meinen Leben schon zu viele Histörchen aufgebunden, darum bin ich skeptisch. Die Interessenlage ist so eindeutig: hier die Bundesregierung mit der weißen Weste, dort die bösen Stasi-Geschichtsfälscher. Warum sind Lübke & Co nicht 1967 schon aufgetreten und haben erklärt, dass die Unterschriften unter den Bauplänen gefälscht waren, denn den Job hatte Heini wohl zweifelsfrei???

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  4. Gemäß Wikipedia sind sich die Historiker aber einig, dass es sich bei jener Kampagne von konkret und DDR-Medien um eine Rufmord-Kampagne gehandelt haben soll …

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  5. Schön, dass Du an dieses Kleinod dauerländischer Köstlichkeit erinnerst. In seiner Unbedarftheit war es Herrn L. lange Zeit entfallen, dass es sich auch mal als KZ-Baumeister versucht hatte …

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  6. Der Satz ist nicht von ihm??? Dann hat ihn jemand täuschend echt nachgemacht! Aber egal, auf einen Kalauer mehr oder weniger kommt es ja nicht an.
    StoiBär ist aber auch auf einem guten Weg, finde ich.

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  7. Ja, der Satz ist schrill. Er ist aber weder auf der LP, noch hat ihn Lübke je gesagt. Der Satz wurde ihm angedichtet. Aber Lübke hat dafür so viele andere Dönekes von sich gegeben, da muss der Stoiber erst noch mal üben.
    Weitere Sprüche von ihm finden sich unter
    http://www.heinrichluebke.de
    :>>

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  8. Geil – diese Platte haben wir auch noch!

    Für den schrillsten Lübke-Satz halte ich: „Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Neger“!

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