Besuchen Sie die Erde, solang es sie so schön noch gibt …

Eine 4000 Jahre alte Siedlung in der USA muss umgesiedelt werden.
Kostenpunkt 200 Millionen Dollar.
Der Grund? Wasser, was da kommt.
Nein, in der USA wird kein Dorf wegen eines Staudammprojekts umgesiedelt. Der Grund ist der Klimawandel. Das kleine Dorf in Alaska muss aufs Festland umgesiedelt werden, weil das Meer immer höher steigt. Das Dorf heißt Shishmaref und wird als Beleg der schon vor 20 Jahren Prophezeiung des Klimawandels angesehen.

Nicht nur die Stürme in Mitteleuropa werden immer häufiger.
Steigen die weltweiten Temperaturen um drei bis vier Grad ist damit zu rechnen, dass beispielsweise der riesige Fluss des Amazonas und all seine Nebenflüsse vertrocknen. Die Verdunstungsrate wird dort höher werden als die Niederschlagsrate. Der größte Regenwald der Welt benötigt dann keine zweibeinigen Brandroder mehr, um als Wald zu verschwinden. Der Regenwald wird dann aufgrund des klimatischen Umschwungs versteppen. Die sauerstoffproduzierenden Lunge dieser Welt wird gnadenlos absterben und mit ihr eine Beschleunigung im CO2-Aufbau herbei führen.

Heute im Fernsehen gab es eine Dokumentation über die größten Wasserfälle dieser Welt, den grandiosen Wasserfällen Iguaçu.
Ein von den Guaraní-Indianer abstammender Bewohner der Gegend sprach die Einstellung der Guaraní zur Natur an: Dass wir die Erde nur für unsere Kinder geerbt haben und dementsprechend leben sollen. Und dabei sprach er nicht über den Klimawandel sondern lediglich über die Verantwortung zur Natur.

Vor mehr als zwanzig Jahren wurde dieser Sinnspruch der Guaraní von Umweltaktivisten geführt. Hierzu ernteten sie von den Etablierten nur Hohn, Spott, Hass und Verachtung. Es wurde ihnen vorgeworfen, keine Ahnung zu haben. Heute sitzen einige dieser Umweltaktivisten nicht nur hier in Deutschland in verantwortlichen Positionen und reden die gleichen Killerphrasen der Etablierten von damals nach.

In den letzten 20 Jahren hat sich weltweit nichts entscheidendes geändert. Was damals schon als klimabedrohend ausgemacht wurde, ist es heute noch immer. Und die Auswege aus der Katastrophe werden national und international als nicht praktikabel und weltfremd gebranntmarkt.

Wir leben so, als ob wir noch eine zweite Erde in unserem Kofferraum haben.
Nun, so lasst uns schon mal bald den Schlüssel für den Kofferraum suchen.

Oder statt gen Mars eine Weltraummission zur Erde schicken, so lang es sie so noch gibt.

Quelle zur Geschichte des Dorfes Shishmaref und des Schicksals des Amazonas:
Hier klicken.

8 Gedanken zu „Besuchen Sie die Erde, solang es sie so schön noch gibt …

  1. Ja Careca, das mein ich ja. Ich lebe, also zerstöre ich.
    Leider ist das so. Wird sich auch nie etwas ändern. Das ist fix. Dafür ist der Mensch zusehr Mensch. Auch nicht 10 Generationen nach mir wirds besser. Aber zumindest ein bisserl kann ich dagegen revoluzzern….gegen den Mensch und mich. Hmpf

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  2. Paar Tage – nachdem ich das obige schrieb – saß ich in einem Flieger, um eine Distanz von 800 Kilometer oder so zu überwinden – und half damit, der Erdatmosphäre schädliche Änderungen beizubringen. Würd ich konsequent im Sinne obigen Posts handeln, hätt ich mich geweigert zu fliegen und hätte mir vom Arbeitgeber ernsthafte Probleme eingehandelt.
    Ich stehe der obigen Entwicklung ohnmächtig gegenüber. Ich lebe, also zerstör ich, also sorg ich dafür, dass die Erde erhöhte Temperatur bekommt und ihren Schnupfen an uns auslebt …
    Der Mensch an sich ist ein ziemlich heftiges Raublebewesen, welches zwar Großmut zeigen kann, aber immer genau gegen die Natur lebt, eben weil es seine Existenz als Massenlebewesen aufrecht erhalten will …
    Ohnmächtig.
    Ohne Macht.

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  3. Nun Erice, natürlich könnten „die“ anfangen etwas zu ändern – nur leider sind wir alle Teil dieses großen Kreislaufes und somit das Problem. Weißt du wieviel Energie für die Herstellung deiner Jeans, bzw. meiner die ich gerade trage, verbraucht wird. Ach das alles ist ein riesen Thema, unglaublich facettenreich und tragisch und leider wird sich auch nie etwas ändern. Oder bist du bereit, alles was wir jetzt als Zivilisation bezeichnen und leben im großen Maße aufzugeben???! Und daran wird es wohl auch scheitern. Das die Masse sowas nie schaffen wird, somit immer Nährboden für skrupellosen Sumpf, Macht und Profitgier gegeben sein wird.
    Erzähl mal jemandem im Supermarkt, der grade 10 Dosen Thunfisch kauft, ob er sich schon bewußt ist, dass er dies vielleicht in 1-2 Jahren nicht mehr tun kann (hab ich gemacht). Wenn man zumindest anfangen würde, die Dinge zu ändern, von denen man weiß. Ich bin, kann ich da ganz stolz von mir sagen, Revoluzzer. Ich hör aber zumindest nicht auf, nur weil ich eine Einzelperson bin. Aber das Problem ist immer die Masse. Ich als Einzelperson kann die Welt nicht ändern. Ich hör aber trotzdem nicht auf, nach meinen Prinzipien, die ich finde nicht schlecht sind, zu leben. Ich lese immer mehr von Personen, die so denken wie ich – die gut denken. Ob die auch so handeln…..das wage ich noch zu bezweifeln (und selbst ich kann nicht in allen Lebensbereichen revoluzzern: dazu hatte ich schonmal geschrieben, den Wald in dem ich wie „Nell“ leben könnte, gibts gar nimma).

    Ois scheiße!

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  4. Ich auch nicht….wir schaffen es nicht die Menschen zu ändern, zur Einsicht zu bringen. Sagt OPA und das stimmt ja wohl auch, leider,leider:!: :(

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  5. Ja, da hast du recht. Es sind aber nicht nur die Amis. Die anderen Industrienationen (wie z.B. China) interessieren sich dafür auch nicht die Bohne, denn jeder will industriell und wohlstandsmäßig in den oberen Ligen mitspielen. :(

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  6. Ich danke Dir auch für den Beitrag aber leider :>>lesen es nicht diese UNGEHEUER die immer noch so weiter machen, wie bisher, als ginge es sie nichts an. Von der umsiedlung der Siedlung hatte ich schon vor längerei Zeit eine Reportage gesehen. Was können wir tun?:?: :?:

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  7. Mit der globalen Erwärmung werden wir noch viel Spaß haben, vor allem unsere Kinder. Allein der Anstieg des Meeresspiegels um 20 – 50 cm in den nächsten 100 Jahren wird noch spannend. Bei den Amis muß aber erst New York wie New Orleans mal so richtig überschwemmt werden, damit die Kyoto ratifizieren. Aber das mit der Emissions-dealerei ist wohl auch Blödsinn.

    Ganz wichtig aber, überhaupt erstmal Bewusstsein für die Probleme zu schaffen.
    Danke für den anregenden Beitrag.

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