Über Careca

Hang zur Satire, zur Ironie und zum Zynismus; Sinn für jeden Unsinn

Der Vergleich Mensch-Maschine … ein Gesprächsfetzen

'Marnaz Frankreich' von Careca

[…]
„Wissen Sie, vor zwei Jahren bin ich mal zum L’Alpe d’Huez gefahren. Ich wollte unbedingt mal ausprobieren, wie lange ich für die 15 Kilometer lange, brutale Steigung über 1200 Höhenmetern benötigen würde. Ich habe mitgestoppt, nach einer Stunde und 46 Minuten war ich oben. Meine Frau ist besser trainiert als ich und war eine viertel Stunde schneller. Und dann wollt ich es wissen. Ich bin mit meinem BMW, den X5, hoch. So schnell ich konnte. Es war kein Verkehr. Nach 20 Minuten war ich oben. Der schnellste Tour de France-Fahrer hatte die gleiche Strecke in etwas mehr als 36 Minuten geschafft. Da ist doch klar, dass die Fahrer da gedopt sind.“

„Hm. 20 Minuten? Ich würde eher sagen, Sie waren wohl eher beim Kauf zu geizig für ’nen stärkeren Motor in ihrem X5, oder?“
[…]

Hoch das internationale "ä" – Original und gespiegelt

Der NDR veröffentlichte auf seinen Internet-Seiten gestern das folgende Foto:

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Wenn man sich vom obrigen Foto einen Ausschnitt heraus greift und diesen spiegelt, vielleicht erschließt sich deswegen der Grund, was bestimmte Demonstranten so wollen …

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Solidarität mit „e“?
Naja …

Rock oder Demo – das ist hier die Frage …

Ich stirrte in meine Fanta. Die dritte des heutigen Abends.
Das Wetter war nicht überwältigend und der Wirt hatte eine Stimmung, wie in einem Zisterzienser Kloster. Wenn man dann auf zwei Meter Umkreis allein am Tresen steht, dann kann das schon recht hart sein.
Nach der zweiten Fanta brummelte er mich an:

„Kein Kölsch heute?“

Ich verneinte.
Aus den Lautsprechern drang ein vereinsamtes „Malagueña Solerosa“.

„Heute war der ideale Tag für ‚Rock am Ring‘.“

Das mit den „zwei Metern Umkreis“ stimmte nicht wirklich.
Er stand knappe eins zehn von mir entfernt und starrte in sein Kölschglas.

„Warum waren Sie dann nicht da?“
„Ich hatte eine Einladung für Heiligendamm.“
„Da wo die G8er sich bei den Krawallen getroffen haben?“
„Nein. Wo sich die Krawaller bei den G8ern getroffen haben.“
„Am Zaun?“
„Nein. Am Affenkäfig.“
„Na, das war jetzt aber nicht fein.“
„Trinken Sie Ihre Fanta und werden Sie glücklich.“

Er brummelte noch etwas und nahm ein Schluck aus seinem Kölschglas.

„Wären Sie jetzt lieber beim ‚Rock am Ring‘ oder am Zaun von ‚Heiligendamm‘?“

Er schaute mich an.

„Heiligendamm.“
„Sie sind politisch?“
„Nein, aber die Mädels bei der Demo sind lockerer drauf. Bei ‚Rock am Ring‘ kommen die Mädels immer nur mit ihrem Freund.“
„Also sind Sie nur Zweck-Demonstrant?“

Er schaute in sein Kölschglas.

„Sie trinken Fanta?“

Ich nickte.

„Die politischen Mädels sind promuskuitiver, als man gemeinhin glaubt.“
„Die sind was?“
„Die besten Erlebnisse waren mit Mädels von Demos.“
„Die besten?“

Er nahm einen Schluck aus seinem Kölschglas.

„Wenn es die besten waren, sind Sie im Grunde doch lediglich ein Mitläufer.“
„Na und?“
„Für Mitläufer wurde aber das Demonstrationsrecht aber nicht geschaffen.“
„Aber für Mitdenker.“
„Mitdenker?“
„Ja, bei ‚Rock am Ring‘ finden sich nicht mal halb so viel attraktive junge Mädels. Das findet man erst raus, wenn man mit denkt.“

Verwirrt leerte ich meine Fanta.

„Was hat Politik mit attraktiven jungen Mädels zu tun?“
„Damals viel. Heute weniger.“
„Damals?“
„Wissen Sie noch. Wir, die 300.000 Demonstranten in Bonn auf den Rheinwiesen! Vorne BAP. Und wir hinten am Feiern.“
„Aber das waren doch nur Alpacka-Pullover-Mädels.“
„Stimmt.“

Er bestellte zwei Kölsch. Eins für sich und das andere für mich.

„Das stimmt“, nickte er nochmals.
„Die sahen damals alle so aus, wie die Merkel vor derer Wahl bis heute ausschaute.“
„Hm. Und wie?“
„Wie? Halt politisch. Politik hat nichts mit Ästethik zu tun. Halt rein funktional.“
„Aha.“

Mir fiel nichts mehr ein.
Funktionale Mädels? Findet man die nicht mit der roten Laterne in der Hand am Ende der Straße des Gesellschaftszug auf deren gezogenen Moralstrichen?
Er schien meine Gedanken zu erraten.

„Ich hatte das beste Erlebnis mit einer kommunistischen Frau. Wir hatten eine rauschende Nacht. Direkt nach der Demo.“
„Sah sie aus wie Merkel?“

Er überhörte meine Ironie.

„Die rechten Mädels taugen so oder so nicht. Die sind total zugenäht. Im Kopf und auch unten.“

Er nahm gedankenverloren sein Kölsch in die rechte Hand.

„Die Linken sind dabei anders.“

Er nahm ein Schluck aus dem Glas und umschloss es zusätzlich noch mit seiner anderen Hand.

„Danach war ich bei einem Rockpalast auf dem Lorelei-Felsen. Auch mit BAP.“

Ich nahm einen Schluck Kölsch.

„Aber dort waren die Mädels entweder Hardrocker-Bräute oder Grüne mit Pippi in der Rinne.“

Beinahe hätte ich mich verschluckt.
Vor Lachen.
Nicht vor Empörung.

„Aber die Mädels waren lediglich heftig am Jubeln. Selbst bei dem letzten TAKE THAT-Konzert in Frankfurt waren die Mädels nur am Kreischen. Aber selbst da war mehr auch nicht.“

Prost. Noch ein Schluck Kölsch für mich dem Zuhörer.
Aber ein Frage lag mir noch auf der Zunge.

„Und warum waren Sie jetzt nicht bei der Demo in Rostock?“

Er schüttelte den Kopf.

„Mit Steinen von felsenfest überzeugten Menschen erschlagen werden?“
„Man muss doch für seine Überzeugung einstehen, oder. Und zudem war die Hauptdemo friedlich.“
„Aber ebenso wie die internationalen Gewalttäter waren die Zehntausend wirkunsvoll wie eine Träne im Ozean.“

Er wurde mir doch ein wenig zu prosaisch.
Ich bestellte mir derweil beim Zisterzienser Abt ein Pils-Schuss, sprich ein Veltins mit einem Schuss Malzbier.
Er beugt sich verschwörend zu mir rüber.

„Die Gewalttäter waren wirkungsvoller. Jeder redet über sie. Sogar die Polizei intern.“
„Die Welt lebt von schlechten Nachrichten. Only bad news are good news.“
„Und wissen Sie was das Geheimnis ist, warum ich heute hier bin?“
„Sie haben Ihr ‚Rock am Ring‘-Ticket verloren und kein DB-Ticket mehr für Rostock erhalten.“

Er schaute mich mit halb zugezogenen Lidern böse an, ergriff sein Köschglas und brummte, bevor er mit seinem halb gefülltem Kölschglas für den Rest des Abends verschmolz:

„Nein, ich habe mich gestern Abend in der Disko mit einem zwanzigjährigem Modell hier und heute verabredet. Und wissen Sie was? Das junge Gör hat mich versetzt!“

Kurzgeschichten an das Leben

Sie wollte „Marlboro Gold“, R6.

Eine Show in den Niederlanden … (2)

Die Show hat sich als Spiel mit den Zuschauer herausgestellt. Endemol wollte auf den knappen Markt der Organspender hinweisen. Und jetzt ist die Diskussion über fehlende Organspender los getreten. Für wie lange?

Eine Show in den Niederlanden …

Nachdem ich jemanden von der von mir unten bereits erwähnten Show in den Niederlanden erzählte, kam die von mir erwartete Ekelreaktion bei jener Person:

Unglaublich! Das ist ja pervers!

Zwei Stunden später fragte dann die Person bei mir an:

Sag mal, wann wird eigentlich die Show gezeigt?

Am Freitag.

Und wo?

Die läuft um 20:15 im niederländischen Fernsehen.

Und bei uns? Über Kabel? Wo muss ich denn hinschalten, um das sehen zu können?


… no coment …
Es funktioniert für Endemol.

Sinnvolles Organ-Recycling … ?

In der Niederlande wird nächsten Freitag ein neues TV-Format der allseits beliebten Firma ENDEMOL (zuständig u.a.a. für Big Brother) über den Sender gejagt. Eine todkranke Frau lässt ihre Niere unter drei vom Tode bedrohten Menschen ausspielen. Diese drei Kandidaten können nur mit einer Ersatzniere überleben.

Die Chance steht erstmal 1:2 für die drei Kandidaten eine Niere von der todkranken Frau zu erhalten. Das Abstossungsrisiko ist erstmal nicht eingerechnet. Eingerechnet ist aber von ENDEMOL die Einschaltquoten, die Werbung und das öffentliche Aufsehen. Und das klappt ja mal wieder recht prächtig. Aufregung geriert sich allerortens. Eine publikumswirksamere Aufregung, bei der sich jeder empört ins Rampenlicht stellen möchte. Zusammen mit Endemol.

Was leider nicht so publikumswirksam ist und in dem ganzen Ballihoo untergeht, ist der Fakt, dass auf viele Organspende-Suchende nur wenige Organspender kommen. Eben weil das hier in Mitteleuropa so ist, darum funktioniert auch so eine Show. Und weil niemand glaubt, dass die Lage so ist, darum funktioniert auch die Aufregung und das Spiel mit der Quote.

Wie sieht es bei Euch aus?
Wie steht Ihr zur Organspende?
Klickt bei der unteren Umfrage und/oder hinterlasst Eure ehrliche ungeschminkte Meinung.

Danke.

http://www.polldaddy.com/poll.swf

Was muss man in diesen Tagen, …

Ja, was muss ich da lesen?
Erntehelfer meiden deutsche Felder?
Sie wollen uns nicht mehr billigst mit günstigen deutschen Spargel versorgen?
Ja, wo sind wir denn hier?!?
Wer will schon teuren Spargel!

Die Erntehelfer sollen doch gefälligst auf die Äcker!
Aber stattdessen wandern die Herrschaften einfach ab nach Holland oder Großbritannien!
Und das jetzt, wo wir hier da den Aufschwung haben.
Ja, tut man denn so was?
Erst die Steuererhöhung, dann die Benzinpreiserhöhungen und jetzt auch noch teureren Spargel.  

Denkt da niemand daran, dass hier wer auch mal entspannt an Spargel gnagen möchte?
Spargel in einer triefend goldgelber Buttersoße?
Oder mit einer Sauce Hollandaise?
Wohin sind die nochmals abgewandert, die Erntehelfer, diese Polen?
In die Hollandaise?

Die wollen nicht mehr in deutschen Dreck eintauchen?
Das hier ist doch Gold im Gegensatz zu deren polnischen Wirtschaft!
Aber sich stattdessen lieber bei holländischen Wohnwägen rumtreiben?
Oder den Tommies das Ale wegtrinken?

Egal!
Dann müssen halt die untätigen Harz Vierler her!
Ein Euro die Stunde.
Arbeit schändet nicht!
Erst recht nicht für einen Euro.
Die deutsche Heimaterde bei Hitze oder Regen in Staub oder Schlamm vor sich. Auf Spargelwälle im Schweisse des eigenen Angesichts knieend. Den Spargel sauber, präzis und hingebungsvoll abstechen.
Jaaa!
So wollen wir diese Landesfrucht von den Erntehelfern.
Mit grabenden Händen in Mutter Erde aufopferungsvoll fürs Vaterland.
Ein guter Spargel-Erntehelfer kennt nachher jeden Maulwurf beim Vornamen! Und ist stolz darauf, wenn wir seinen gestochenen Spargel mit einem Glas deutschen Weißweins tafeln.

Aus deutschen Landen billig-frisch auf dem Tisch.

Ach was rege ich mich hier auf.
Ich mach mir nichts aus Spargel.
Die passen ja eh nicht zu meinem Beluga.

Schatzi, reich mir doch mal den Champagner und die Erdbeeren …

Veröffentlicht unter Privat

Fake der Woche: Handywochen

Sehr geehrte Blogger von Blog.de!

Die Handywochen sind vorbei. NOKIA hat sich bei uns für die kostenlose Werbung mit zwei Handy bedankt. Letztendlich haben wir diese behalten, weil uns kein Beitrag handy-wert erschien. Sie stehen auch in keinem Verhältnis zu den Werbeeinnahmen bei uns. Wir bedanken uns bei allen kleinen Bloggern, die eh nie in irgendeiner Blog.de-Hitliste auftauchen werden, dass sie unsere Google-Verweise erhöht haben.

Ob ihr nokia, N95, symbian, handy, sms oder N93 in euren Tags stehen hattet ist uns nur ein „Danke“ wert. Ihr könnt euch einen Abschnitt der „Danke“-Klopapierrolle bei uns persönlich abholen, wenn ihr euch durch unsere leeren Champagnerflaschen für die kostenlose Werbung für blog.de gewühlt habt.

Ach ja, noch was.

An all die armen Neider und Pinscher, die permanent jedes Handy-Post ihrerseits mit entsprechenden Tags gesetzt haben und nie in eine Hit-Liste von uns erschienen, weil wir von der Redaktion einen Besuch bei denen für wertlos erachten (außer wir würden sie pushen wollen):

Danke und seid still.
Oder kauft euch die PRO-Mitgliedschaft, damit ihr Verbesserungen im Quartalstakt tröpfchenweise erfahren könnt.

Mit vorzüglichster Hochachtung und so weiter

Die Lästerzunge von blog.de …

Frage: Wie nennt man es, …

… wenn das Wetter im Frühling 30°C produziert?

Oder was veranlasst Angela Merkel und Wolfgang Schäuble dazu, gemeinsam – wie gestern schon – zu Demonstrationen in Heiligendamm aufzurufen?

Na klar.

 

DOPING!

Was der Telekom recht und billig erscheint (jetzt wissen wir wohin das Geld der “Volksaktien”-Besitzer floss), da muss ich denen unbedingt eine SMS schicken:

MMS, SMS, handy, nokia
Hasta la vista, rosa Riese!

 

MMS,SMS, handy, nokia, handy
Veröffentlicht unter Privat

Dieter Hildebrandt zum 80sten …

Werner Fink war die Größe des 30-40er Jahre Kabaretts.
Wolfgang Neuss war der „Mann mit der Pauke“.
Lore Lorentz war die „Grande Dame“ des Kabaretts.
Matthias Beltz, der hessische Großmeister des Kabaretts.
Hans-Dieter Hüsch, das schwarze Schaf vom Niederrhein.

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Klaus Peter Schreiner der großartige Texter, den kaum einer auf Rechnung hat, wenn es um Kabarett geht.

Gerhard Polt, ein einzigartiger Mundartbayer mit Explosivkraft, neulich erst 65 Jahre alt geworden.

+++++

Dieter Hildebrandt ist der Fels in der Brandung, welche als Comedy die Hirne der Zuschauer gerne weich spült.

Heute ist Dieter Hildebrandt 80 Jahre geworden.

Meine Glückwünsche an ihn, auch wenn er hier mit Sicherheit nicht mitlesen wird. Dazu ist er zu viel aktiv und viel zu verliebt ins Leben, als dass er seine Zeit am Computer verschwenden würde.

Aus dem Jahre 1981 eines seiner Meisterstücke von ihm:

Dieter Hildebrandt spricht Matthias Claudius

… oder „Der Mond, meine Damen und Herren – und das möchte ich in aller Offenheit sagen – ist aufgegangen!“ …

Voila!
Und dazu noch in Farbe und Stereiro!

Rechnerumbau

Letztendlich, nachdem ich

– die gesamte Software auf den neuesten Stand gebracht
– sämtliche Virenattaken abgewehrt
– alle Hackerangriffe unmöglich gemacht
– Eindringen mit einer gewaltigen Firewall vereitelt
– die Verbindung zum Provider gekappt
– alle unsicheren Schnittstellen und Bauteile entfernt
– ein paar sichere Schnittstellen hinzugefügt
– und viele daraus resultierende kleinere Probleme beseitigt habe

läuft mein umgebauter Computer jetzt genau so, wie ich es zuvor nie zu Träumen wagte …

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Rechnerumbau_01

Wenn es Mitternacht wird und der Tag zu Ende geht …

… sollte man ihn kurz zusammen fassen.

Damals hat dann ARD und ZDF immer die Nationalhymne gespielt. Das Bayrische Fernsehen hat dann nochmals den bayrischen Defiliermarsch durchgerülpst.

Und nichts anderes sollte auch hier stattfinden.
Zur Mitternacht die Nationalhymne des Reviers.

Adolf Tegtmeier, bitte vortreten und lass den Jürgen von Manger nochmals zur Melodie von „Griechischer Wein“ singen:

http://www.blog.de/srv/media/dewplayer.swf?son=http://data4.blog.de/media/787/1604787_69173f06b0_a.mp3

Samstag 19-Mai-2007 um 17:20: Schalke ist erneut Meister der Herzen.

Denn wahre Schönheit kommt nur von innen heraus …

Schalkes Niederlage

Die Rückkehr der Schimmelreiter

Attac-Globalisierungsgegner sind ratlos. „Wir hatten uns nie vorgestellt, dass es so schnell und so plötzlich kommt. Ja, wir rechneten damit, dass man uns am Demonstrieren hindern würde. Aber wer konnte schon wissen, dass man uns jetzt so massiv dran hindert?“
Selbst altgediente Demonstrationsstrafrechtler wie Heiner Geissler sind schockiert. „Wer jetzt nicht aufsteht, um sich zur Sitzblokade zu setzen, der weiß nicht wo Recht und Unrecht Unzucht im Dunkeln der Vermummung begehen!“

Heiligenhafen.
Es ist eines der größten Tragödien dieses Jahres. Kameras diverser Fernsehanstalten haben die Szene live in alle Wohnzimmer übertragen. Zwei Politiker sitzen gemeinsam am Pult zusammen und heulen nach 6 Stunden gemeinsamen RTL-Dschungelcamp am Heiligenhafen gemeinsam in die Mikrofone:
„Ich bin ein Star! Holt mich hier raus!“
Angela Merkel und Vladmir Putin sollten die Kröten ihrer Diplomaten schlucken. Dabei mussten sich beinahe vor Übelkeit übergeben. Vor laufenden Kameras. Eine Weigerung, die in die Geschichte eingehen wird.
gefangen

Das Verbot von Demonstrationen am Metallgitterzaun in Heiligenhafen zum Schutz des G8-Dschungelcamps erhitzt die Gemüter: Während Globalisierungsgegner sowie Politiker von Linkspartei, FDP und SPD scharfe Kritik übten, verteidigte die Bundesregierung das Vorgehen der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern. Die Behörden müssten den friedlichen Verlauf des Gipfels sicherstellen, hieß es aus Berlin.

Doch dann geschah das Unfassbare. Angela und Vladimir wankten in die Pressekonferenz und gestanden vor den laufenden Kameras ihre Gemeinsamkeiten ein. Zum Beispiel die Unfähigkeit die servierten diplomatischen Kröten zu schlucken.

So äußerte Vladimir Putin unter Tränen, dass er im Grunde Schach liebe und er nie verstanden habe, warum Kasparow lieber auf dem Roten Platz rochiert als auf dem Brett. Und er sei absolut dagegen, dass es wegen ihm, dem Vladimir, Bauernopfer geben solle. Ein Tscheschenien sei doch wohl mehr als genug. Darum möchte er, der Ober-Bauer der Bauern, welche aus dem KGB-Holz geschnitzt sind, auch wieder raus aus dem Heiligenhafener Dschungelcamp.

Auch Angela Merkel fand die kurze Zeit völlig ausreichend und reagierte auf die Bodyguards am Metallzaun mit Unverständnis, weil sie am Verlassen des Spielgeländes mit Gewalt gehindert wurde. Angela setzte eine Zeitlang Hoffnung auf ihre Befreiung durch gewaltsame Aktionen einiger Demonstranten. Unverständnis brachte sie kopfschüttelnd den friedlichen Demonstranten entgegen. „Aber wenn jemand nichts gemacht hat, sondern nur auf dem Weg zu einer Demonstration ist, ist das aus meiner Sicht nochmal eine andere Sache“, fügte sie hinzu.

G8-Dschungelcamp-Gegner waren schon frühzeitig mit einem Demonstrationsverbot zweihundert Meter vor dem Metallzaun um das Dschungelcamp belegt worden. Regierungssprecher Thomas Steg wies in Berlin die Vorwürfe der Heiligenhafen-Dschungelcamp-Gegner zurück, mit dem Demonstrationsverbot Angela Merkel und Vladimir Putin für die SAT1-Sendung „Let’s dance“ weich kochen zu wollen. Vergleiche mit Sendungen anderer Sender seien „völlig überzogen, unbegründet, ja sogar infam“. Jeder Fernsehzuschauer habe hohen Respekt vor den jungen Leuten, die demonstrieren wollten und damit ein großes moralisches Engagement etwa für die Probleme Afrikas zeigten. „Solch friedlicher Protest soll und muss möglich sein“, betonte er. Aber für eine Demo vor den Metallzaun am Heiligenhafen zeigte er wenig Verständnis.

Eine konspirative Deich-Schlickrutscher-Gruppe namens „Hauke Haien“ kündigte an, gegen das Demonstrationsverbot der Bodyguards anwiehern zu lassen. „Notfalls werden wir unsere Schimmel von Amts wegen aktivieren“, verkündete Sprecher Günther Felslagen.

Im ARD-„Morgenmagazin“ sagte Staatssekretär August Hanning dagegen noch am Mittwoch: „Wir haben als Gastgeber die Pflicht, dass wir alles tun, um unsere Dschungelcamp-Gäste zu schützen. […] Aber wir werden auch dafür sorgen, dass Versammlungen stattfinden können, die auch den Dschungelcamp und bestimmte Aspekte der RTL-Programmstruktur kritisieren.“

Während Dschungelcamp-Gegner (Motto: „Befreit Merkel und Putin aus dem Metallzaun-Lager!“) aufgrund der Verbote noch 200 Meter vor dem Metallzaun stehen, haben Merkel und Putin gemeinsam bekräftigt, dass sie in den persönlich geführten Gesprächen viele Gemeinsamkeiten untereinander gefunden haben, und planen, am Pfingstmontag zu heiraten.
Unter Tränen bekräftigten sie dann vor laufenden Kameras noch einmal deren Wunsch und riefen gemeinsam im Gleichklang:

„Ich bin ein Star! Holt mich hier raus!“