Das Leben reduziert auf einer Platte

Im Neanderthal-Museum bei Mettmann (Nähe D-Dorf-Stadt) fand ich eine interessante Darstellung der Entwicklung der Weltbevölkerung geschrumpft auf einer 1-qm-großen Platte.

Auf dem folgenden aus vier Bildern zusammengestellten Bild findet sich oben die Weltbevölkerung vor 10.000 Jahren, darunter die Weltbevölkerung vo 2.000 Jahren, dann die Weltbevölkerung um das Jahr 1850 und zu guter letzt die Weltbevölkerung im Jahre 2006.

Eine für mich beeindruckende Darstellung, wie sich die Spezie „Mensch“ zahlenmäßig entwickelt hat (zum Vergrößern, das Bild bitte anklicken).

Entwicklung der Erdbevoelkerung

Im Fokus: Südamerika Abenteuer Amazonas (DVD)

Och nööö! Nicht schon wieder eine DVD-Vorstellung zu Brasilien!
Das ist doch schon die hunderste DVD auf dem Markt. Wetten, der schreibt gleich was von schönen Bildern? Wie toll Brasilien ausschaut? Dass die DVD genial ist?

Ich habe schon immer davon geträumt, dort arbeiten zu dürfen, wo andere Urlaub machen. Dass das ganze aber ein Traum geblieben ist, kann der Leser daraus ableiten, dass ich aus München schreibe und nicht aus Brasilien. Aber andere haben dieses Glück. Oder Geschick. Oder haben es sich hart erarbeitet.

Nun, die ARD unterhält in Lateinamerika zwei Sendestudios. Das eine liegt in Rio de Janeiro, das andere hat seinen Sitz in Mexiko-City. Das Studio in Rio de Janeiro deckt den südamerikanischen Kontinent ab. Das Studio muss also eine Fläche journalistisch beobachten, welches 48 mal so groß ist wie Deutschland. Oder vielleicht ein wenig griffiger ausgedrückt, einen Kontinent, der in etwa die Größe Russlands hat.

Dass das ARD-Studio Südamerikas gerade in Rio de Janeiro liegt, lässt freilich Träume aufkommen. Strand, Sonne, Meer und alles, was dazu gehört.

Allein die Berichte aus dem südamerikanischen Kontinent, die immer wieder in ARD, arte, 3Sat, Phoenix oder den anderen ARD-Programmen (wie den Dritten, EinsPlus, etc.) laufen, demonstrieren, dass die Redakteure dort nicht einfach nur ne ruhige Kugel schieben. Oder doch?

Dr. Thomas Aders ist ARD-Korrespondent, der seine Berichte immer wieder dem ARD überspielt. Zwei seiner Berichte sind nun auf DVD erhältlich:
„Im Fokus: Südamerika Abenteuer Amazonas“ heißt die DVD und ist im Handel (z.B. amazon.de) für 9,95 Euro erhältlich.

Die DVD enthält die beiden Dokumentation einer Amazonas-Flussfahrt, welche das ARD-Team dort von der brasilianisch-peruanischen Grenze bis zur Amazonas-Mündung gedreht hat.

Die Dokumentation schwankt immer wieder zwischen berauschenden Bildern eines gigantischen Flusses und Betrachtungen der Menschen die dort leben. Es beginnt mit der Dokumentation des Indio-Stammes der Matis und deren Probleme mit der modernen Zivilisation. Geht weiter über Hahnenkämpfe auf peruanischer Seite bis nach Manaus. Die Holzrhodung des Amazonas findet dort ebenso seinen Platz wie Betrachtungen der Stadt Manaus, dessen Theaters und der Honda-Motorrad-Fabrik in Manaus. Sie geht weiter zu dem farbenprächtigen und großen Volksfest auf der Amazonas-Insel Parintins. Letztendlich landet das Team in Belem, der Stadt an der Mündung des Amazonas und deren Marienfest.

Der Film kann nicht alles darstellen und beschränkt sich somit immer wieder auf bestimmte Geschichten und den Personen hinter den Geschichten. Er bietet bunte Mosaiksteine vom Amazonas ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die verschiedensten Facetten des Lebens am Amazonas finden sich wieder.

Besonders interessant fand ich hierbei die Dokumentation der in Brasilien Low-Income-Strategie. Diese ist gerade in Brasilien geschäftlich weit verbreitet und hat in Brasilien auch seinen Anteil daran, dass sich die Immobilien- und Bankenkrise in Brasilien nicht so ausgewirkt hat wie beispielsweise in Europa oder Amerika.

Insgesamt gesehen ist diese DVD lohnenswert. Insbesondere auch wegen dem Extra-Bericht über die Insel „Fernando de Noronha“ mit seinen vielen Unterwasseraufnahmen.

Meine Kaufempfehlung.

The winner takes it all …

Wie viel Minuten hat das „ARD Studio Rio de Janeiro“ im letzten Jahr produziert?

Diese Frage stellte das „ARD Studio Rio de Janeiro“.
Es waren 1260 Minuten.

Ich hatte mal 1200 Minuten abgeschätzt, nachdem ich mir deren DVD „Im Fokus: Südamerika Abenteuer Amazonas“ letztens gekauft hatte und dort auf der Rückseite „117 Minuten“ las und das ganze abzüglich den Urlaub der „ARD Studio Rio de Janeiro“-Mitarbeiter abgeschätzt hatte.

So.

La forza del destino.

Nun erhalte ich also jene DVD, die ich mir gestern Abend angeschaut hatte und von der ich morgen eigentlich schreiben wollte.

Und jetzt das unglaubliche:

Ich freue mich trotzdem tierisch drüber. „Gewinnen“ ist nicht gerade eine Gewohnheit von mir, wenn wo Rätseln mit Preise ausgelobt werden.

Das Buch "Der Dompteur der Affen" von Supergringo (eine Buchrezension)

Der Darsteller, der dem Zaungast ein gesellschaftliches Paradies vorspielt, ist von ihm abhängig, genau wie der Dompteur vom Affen; das Verhältnis beider ist dialektisch verschränkt; die Dressur des Zaungastes wirkt auf den Darsteller zurück; der eine ist jeweils Affe und Dompteur des anderen, beides zu gleicher Zeit.

Hans Magnus Enzensberger (1962)

Buch-Screenshot

Der Autor:
„Supergringo“ ist das Pseudonym eines 40-jährigen Mannes aus der Gegend Mannheim/Frankfurt. Sein Pseudonym hat der Autor nach eigenem Bekunden in Brasilien von Bekannten in Rio de Janeiro erhalten. Der Begriff „Gringo“ bezeichnet in Brasilien wie überall in Südamerika den Ausländer (seinen Ursprung hat das Wort aus dem Englischen „Green go“und bezeichnete anfangs die amerikanischen „Green Barrets“ und wurde dann zum allgemeinsprachlichen Begriff für alle Ausländer Südamerikas). Mit der Vorsilbe „Super“ wurde der Begriff „Gringo“ übersteigert, womit der Autor seinen Spitznamen in Brasilien weg hatte. Unglücklich darüber war er nach eigenem Bekunden nicht, weil er nicht wirklich negativ gemeint war. Lediglich für deutsche Ohren klingt einiges Negative in diesem Wortspiel mit.

Das Buch:
„Der Dompteur der Affen“ spielt in der Metropole Rio de Janeiro Brasiliens. Der Autor verbringt dort 14 Tage Urlaub. Das Ziel für ihn ist klar ausgerichtet: er will die Frauen jener Stadt treffen. Genauer gesagt, er will die Frauen, welche im südlichen Teil der Stadt Rio de Janeiro in jenen weltbekannten Vierteln Cobacabana und Ipanema leben. Und er will sie nicht nur sprechen, er will sie erleben mit Haut und Haaren. Durch seine bereits zehn Aufenthalte zuvor kennt sich Supergringo aus, wo er sie treffen kann. Er spricht nicht nur deren Sprache, er kennt auch deren Art und Weise, wie sie ticken und wie sie denken. In jenen 14 Tagen lebt Supergringo ein unbeschwertes Leben.

„Ich habe mehrere konträre Gefühle und Gedanken. Zum einen, ganz profan, ich bin im Urlaub und will ein unbeschwertes Leben.“

Der Satz im letzten Viertel des 136-seitigen Buchs ist nicht das formulierte Postulat seines Urlaubs, sondern dieser Satz unterstreicht, was bereits über 100 Seiten geschildert war.

Meine Bewertung:
In die Rubrik „Sextourismus“-Berichte lässt sich dieses Buch definitv nicht einordnen. Es ist zwar definitiv erst „frei ab 18 Jahre“ und dessen erotische Schilderungen werden manches Mal auch richtig konkret, aber nie werden sie vulgär. Sicherlich ist es möglich das Buch als „Sextourismus“-Berichte herunter zu machen und zu dequalifizieren, aber sowas wird dem Buch nicht annähernd gerecht.
Im Vergleich zu echten „Sextourismus“-Berichten (a la „Elicsan“, der über seine Tourismus in Thailand im Jahr 2001 berichtet hat, oder „Ebres“, der seinen 14-tägigen Aufenthalt im Jahr 2001 in Rio als Stafettenlauf von Prostituierte zu Prostituierte beschrieb; s.a. http://thailandbuch.de) kann Supergringos „Der Dompteur der Affen“ nicht mithalten. Mit detaillierten Tipps zur Prostituiertenszene in Rio de Janeiro kann dieses Buch nicht dienen. In jenes Paysex-Genres des „Kiss’n tell“ passt dieses Buch einfach nicht rein.
Mir ist klar, dass manche dieses Buch nach dem Klischee „Zuckerhut, Samba, Frauen“ gerne in so eine Schublade packen würden, aber es wird immer nur die eigene Schublade bleiben. Das Buch wird keine neue Schublade aufmachen, wo nicht schon eine vorhanden ist. Und wenn es geschieht, wird es schade sein.

Denn das Buch bietet überraschenderweise eine sehr klar strukturierte Handlung. Nicht nur lernt der Protagonist sein Mädchen kennen, auch lernt er durch sie deren Umgebung kennen, deren Lebensumfeld, deren Mutter und Schwester. Und dieses verkommt nicht lediglich zu einer Randnotiz, einem Einmal-Handtuch der Erzählung, sondern es bestimmt sowohl den Verlauf des Romans und als auch gibt es Einblicke zu den Personen der Geschichte und deren Leben. Dem Mädchen, die Mutter und der Schwester kommt gegen Ende des Romans eine Schlüsselstellung zur Auflösung dieser Konstellation zu.

Erst in den letzten beiden Kapiteln erklärt sich der Titel „Der Dompteur der Affen“. Er hat im Grunde wenig mit dem davor Geschriebenen gemein. Weder hat Supergringo zuvor Chancen die Dompteur-Rolle auszuüben, noch lässt ihn eine der weiblichen Protagonisten diese Rolle belegen. Die Rolle des Dompteurs kommt erst am Schluss, aber wie und warum, dass muss sich jeder selber erlesen.

Der Roman kommt nicht mit gerecktem moralischen Zeigefingern dem Leser daher. Ebenfalls begeht der Autor auch nicht den Fehler, einfach mal direkte und offene Vergleiche zwischen der deutschen und brasilianischen Kultur her zu stellen. Wenn es vergleiche gibt, so fallen sie dezent und fast unauffällig aus. Letztendlich bleibt es dem Leser selber überlassen, solche Vergleiche anzustellen und selber moralisch darüber zu urteilen.

Nebenbei ist die Handlung kein 1:1-Bericht, sondern die Figuren und Handlungen hatte der Autor nach eigenem Bekunden mir gegenüber aus verschiedenen erlebten Dingen verdichtet. Die Personen des Buches an sich sind bis auf den „Ich“-Erzähler wohl alle mehr oder weniger fiktional, deren Leben findet sich aber als mehr oder weniger große Mosaiksteinchen im Leben anderer Brasilianerinnen wieder.

„Der Dompteur der Affen“ ist locker und unterhaltsam. Wer eine Geschichte mit tiefgehender Analytik oder gar moralischen Anwandlungen zu Rio de Janeiro und Sextourismus im speziellen erwartet, der geht in diesem Buch leer aus. In diesem Buch findet sich dazu nicht das geringste.
Bei dem Buch handelt es sich um einen Roman, welches im Tagebuch-Format geschrieben worden ist. Für mich gehört es eindeutig in den Unterhaltungsbereich der erotischen Erlebnisromane.

Zusammenfassung
Auf einer Schulnoten-Skala zwischen 1 und 6 gebe ich dem Buch eine „2“.
Lockere, luftige Unterhaltung leicht und angenehm zu lesen.
Das Buch zu lesen hat sich gelohnt.

Zusatzanmerkungen
Zu den oben von mir erwähnten Schubladen, die bei manchem Brasilienfreund und Brasilienkenner aufgehen, und dort dann das Buch wohl endlagern wollen, fiel mir eine markante Szene aus dem Film „Harold & Maude“ ein. Nicht weil der Autor Supergringo des obigen Buches wie Harold als anfänglicher Antiheld durch den Roman schlurft, sondern weil das Thema „Sex und Brasilien“ bei manchem verdammt strenge Gefühlswallungen hervor ruft:

Mrs. Chasen füllt für ihren Sohn Harold einen Kontaktfragebogen aus und liest deren Fraggen laut vor:
„Wird das Thema Sex ihrer Meinung nach von unseren Massenmedien übermäßig ausgeschlachtet?“
Sie hält kurz inne. Harold lädt einen Trommelrevolver.
„Das muss man mit JA beantworten. Findest du nicht?“
Harold richtet einige Zeit später die Waffe erst gegen seine Mutter dann gegen seine Stirn.
Mrs. Chasen (aus dem Fragebogen vorlesend): „Sind Sie der Meinung, dass die sexuelle Revolution zu weit gegangen ist?“ (ausfüllend, leicht empört) „Aber sicher, ja.“ (wieder aus dem Fragebogen vorlesend) „Halten Sie die Idee des Partnertausch für geschmacklos?“ (selber antwortend) „Ich halte schon die Frage selber für geschmacklos.“
Harold erschießt sich.
Mrs. Chasen empört: „Harold, bitte!“
(aus dem Film „Harold & Maude“)

Weitere Buchdaten:
136 Seiten
Auflage: 2 (11. September 2008)
Bestellnummer: ISBN 978-3837040876
Preis: 9,80 €

Taxistand: Treffen der Generationen

Taxistand

Schlichtes Design löst die pilzartigen Säulen mit ihren oben drauf rotierenden Lämpchen ab.

*— CUT! Das geht so nicht. Die Einleitung schläfert ja nicht nur jeden Hund ein. Der Leser erwartet nicht wie ein Hund behandelt zu werden. Also nochmal von vorn. Uuuuund action:

„Ich bin der Computer HAL 9000, Seriennummer 3. Ich wurde am 12. Januar 1997 in der HAL-Fabrik in Urbana, Illinois, in Betrieb genommen. Gehirne der Serie 9000 sind die besten Computer, die jemals gebaut worden sind. Kein Computer der Serie 9000 hat jemals einen Fehler gemacht oder unklare Informationen gegeben. Wir alle sind hundertprozentig zuverlässig und narrensicher – wir irren uns nie.“

8 Jahre später, abgeschoben aufs Altenteil, verdient HAL 9000 sein Gnadenbrot an einem Taxistand als spacige Taxirufsäule, direkt neben seinem pickelhaubigen Vorgänger.

Treffen der Generationen.

Kauf mich!

Meinen Sie, ich würde meine Freundin für 5.000 Dollar verraten? Niemals! Bieten Sie mir 6.000 Dollar.

Graucho Marx

Binsen

Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben.

Konfutius

Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich verdienen

Robert Lembke

Bayern befreit sich …

… in Befreiungshallen.

Befreiungshalle

Gesehen in einem Biergarten.
Bier verdunstet nun mal auch in Bayern nicht so einfach. Und irgendwann fleht die Blase nach Befreiung vom Druck auf derselben. Und so geht’s dann im Laufschritt eben zur Befreiungshalle …

"Brasilien im Original" von Peter Reinhold: Eine Buchrezension

Brasilien hat Schönheit.
Brasilien hat Schönheit und Klasse.
Brasilien hat Schönheit, Klasse und Flair.
Brasilien hat Schönheit, Klasse, Flair und am achten Tag der Schöpfung verfügte Gott die erste Ausweisung aus seinem Garten „Eden“, um damit dort die Lebensqualität im Paradies zu steigern. Er siedelte Menschen aus dem Paradies jenseits von „Eden“ in Brasilien an.

Nein, das steht jetzt nicht in der Bibel, aber so erzählen sich die Menschen der ganzen Welt, wenn sie sich über die Situation der Menschen Brasiliens unterhalten.

Brasilien ist nun mal einzigartig. Dessen Land und dessen Leute sucht man in der Welt ein zweites Mal vergebens. Die meisten Menschen, die Brasilien kennen gelernt haben, lässt jenes Land nicht mehr los.
Und so kann es schon passieren, dass dann das ein oder andere Buch darüber geschrieben wird.

Peter Reinhold hat seine Erfahrungen im „Books on demand“-Verlag unter dem Titel „Brasilien im Original“ veröffentlicht.

Der Autor
Wolf Peter Reinhold ist mit 54 Jahren im Jahr 1997 zusammen mit seiner damals 25-jährigen Frau Tina nach Brasilien ausgewandert. Der gebürtige Dresdener kappte seine erfolgreiche Werbetexterkarriere und tauschte seinen damaligen Lebensmittelpunkt Düsseldorf mit dem in Brasilien. Dort lebte er in den zehn Jahren an vier verschiedenen Orten, kehrte dann aber 2007 mit seiner Frau nach Europa zurück. Zuerst zog es ihn nach Lissabon, dann nach Berlin. Seit September 2009 sind Peter und Tina Reinhold wieder nach Brasilien zurück gekehrt: „Nun endgültig“, wie er in seinem im Juli 2009 veröffentlichten Buch „Brasilien im Original“ am Schluss schrieb.

Das Buch
„Meine 10 Jahre auf einem anderen Planeten“ so lautet der Untertitel des Buches. Auf 438 Seiten versucht Peter Reinhold nicht nur spannende Lektüre zu bieten, sondern auch Anregung für Urlaubsplaner und Hilfe für Auswanderer. Höhepunkte des Buches sind nicht nur die Tagebuch-ähnliche Beschreibungen seiner Rundreise durch halb Brasilien (ca. 11.000 km in 26 Tagen) und die diversen Schicksale von deutschen Auswanderern mit Träumen, die von der brasilianischen Realität mehr oder weniger einkassiert werden, sondern auch die Beschreibungen der Umgebung im Nordosten in der Nähe des Amazonas-Deltas.
Peter Reinhold hatte vor seinem Leben in Brasilien bereits Erfahrungen als Camel-Trophy-Fahrer in Papua-Neuguinea sammeln können. Diese konnte er dann in Brasilien entsprechend bei seinen Fahrten über Dünen und unwegsamen Straßen mit seinem Landrover einbringen. In Randbereichen seines Buches geht er auch kurz auf brasilianische Realitäten ein, die ziemlich drastisch und kontrastreich dem zuvor beschriebenem entgegen stehen.

Meine Bewertung
Das Buch ist im Grunde kurzweilig und auch interessant geschrieben. Reiseberichte und Reisebeschreibungen sind lesenswert und detailliert. Das Buch hat zwar die Anwandlungen eines Romans. Es ist aber eher ein Zwitter aus reiner Reiseberichterstattung und Betrachtungen der brasilianischen Realität.
Allerdings liegt hier auch die Schwäche des Buches. Der Autor und seine Frau sind einerseits die Protagonisten des Buches, die als Klammer der Handlung dienen, andererseits bringt der Autor sich nur distanziert in bestimmten Situationen ein und seine Frau taucht eher als Randfigur auf.
Als ich das Buch in meinen Händen hielt und auf dem Buchrücken vom erklärten Ziele des Autors der Aufklärung über das wahre Brasiliens las, steigerten sich meine Ansprüche. Aber ein Buch, welches sowohl als „spannende Lektüre, Urlaubsplaner oder Hilfe für Auswanderer“ dienen soll, muss mehr bieten.
Um es vorweg zu nehmen, Auswanderungswillige nach Brasilien erfahren in diesem Buch zwar einiges detailliertes über Schicksale von Auswanderern, viel mehr als in jeder Doku-Soup der privaten Fernsehprogramme. Aber welche weitreichenden Schwierigkeiten Brasilien einem Einwanderer bietet, das findet sich nicht beschrieben. Dass Brasiliens Bürokratismus organisatorisch alles auf die Verantwortung seiner Bürger abschiebt und somit heftiger ist, als wie man den Bürokratismus aus Deutschland kennt, das wird in einem eigenen Kapitel über die Ummeldung eines Fahrzeugs nach Umzug beschrieben. Aber Tipps, wie man den Bürokratismus Brasiliens erträglicher machen kann, sind nicht beschrieben. Insofern bedient das Buch die Zielgruppe der Auswanderungswilligen nur am Rande. Zudem fehlt auch der eindeutige Hinweis, dass Brasilien längst kein Einwandererland mehr ist und insofern Einwanderer es heute erheblich schwerer haben als noch vor zehn Jahren.

Als „spannende Lektüre“ empfand ich das Buch nicht. Das Buch ist interessant. Das Buch beschreibt Gegenden und gibt merkenswerte Reisetipps.
Nur wenn sich für mich Spannung mal aufgebaut hat, so hat es der Autor geschafft, diese durch seine Ausdrucksweise zu reduzieren. Ich weiß nicht, wie oft ich die Worte „herrlich“, „köstlich“, „schmackhaft“ und „knusprig“ im Zusammenhang mit Essen oder „eisgekühlt“, „eiskalt“ oder „sehr kalt“ in Zusammenhang mit Bier lesen musste. Wie oft er sich Bier oder Kokosnuss-Wasser in den „Schlund geschüttet“ hatte, kann ich jetzt nicht sagen. Es waren viele, viele Male. Und das jedes mal erneut zu lesen, hat doch ermüdet.

Darüber hinaus nervten mich auch noch dann Wiederholungen: Beispielsweise findet sich in dem Buch dreimal an verschiedenen Stellen die Beschreibung, wie der Junge „Pedro“ einem undankbaren Holländer dessen Brille aus dem brauen Wasser eines Flusses gefischt hatte, nachdem jenem Tourist sie ins Wasser fiel. Und diese Beschreibungen waren fast identisch, ohne eine wirkliche Variation. Oder er schreibt über Jürgen Klinsmann in einem Zusammenhang, der in Deutschland schon längst keine Rolle mehr spielt, nachdem Klinsmann zweimal erfolglos Trainerjobs ausgefüllt hat.

Ebenso finden sich in dem Buch Rund-um-Schläge gegen verwöhnte deutsche Europäer, die nur ausgetretene Touristenpfade von Reiseveranstalter betreten möchten, und faule Brasilianer, die zwar höflich bedienen aber ansonsten keine europäische Ethik kennen. Es ist diese Art Überheblichkeit, wie ich sie schon bei anderen Auswanderern beobachten konnte. Eine Überheblichkeit, die die bedingungslose Lufthoheit über jeden Stammtisch sofort für sich einfordert. Ich spreche damit dem Autor nicht seine Kompetenz ab. Nur leidet darunter das Buch, wenn er fast generell kein Einfühlungsvermögen für unterschiedliche Positionen zeigt.

Der Sprachstil des Buches schwankt. Mal anspruchsvoll, dann wieder dahin gerotzt. Schreibt der Autor beispielsweise, wie er sich mit seiner Reisegruppe aufgrund des Fehlens von Trinkhalmen und Bechern „das frische Kokoswasser direkt ins weit geöffnete Maul“ gießt und zwei Sätze später schreibt er von „Reklame mit großmäuligen Qualitätsversprechen“ (bezogen auf ein gebrochenes amerikanischen Bärenmesser), dann ist das ganze nicht nur eine stilistische Blüte. Auf mich machte das eher den Eindruck einer sprachlichen Blutgrätsche als wirklich durchdacht. Solche Dinge mögen vielleicht sogar als Ironie gedacht gewesen sein, aber indirekte Hinweise, dass solche stilistische Blüten vorsätzlich begangen worden sein könnten, fand ich nicht.
Es scheint wohl dem Naturell des 66-jährigen Autors entsprechen.
Der Sprachstil ließ dann auch mehr auf den Autor blicken, als er von sich selber beschreibend frei gab. Aber ich kann mich meines Eindruckes ja auch irren.
Oftmals kratzt das Buch auch nur an der Oberfläche der brasilianischen Realität (jedes persönliche Gespräch mit Brasilianern bringt mehr soziologische Hintergrundinformationen zu Brasilien als dieses Buch).
Verwirrend ist auch, dass der Autor bei der Umrechnung der Landeswährung immer wieder zwischen Euro und D-Mark hin- und herspringt und das obwohl das Buch erst im Juli 2009 rausgebracht wurde.
Das Buch „Brasilien im Original“ von Peter Reinhold ist im Großen und Ganzen schon lesenswert. Der Autor steuert durch den Inhalt seines 10-jährigen Brasilienaufenthalts wie er seine Fahrzeuge durch unwegsames Gelände steuert.
Wer wissen will, welche persönliche Kämpfe der Autor in dem 10-jährigen Brasilienaufenthalt ausfechten musste, der wird nicht fündig.

Die Person „Peter Reinhold“ ist zwar der Motor des Buches, aber nicht Protagonist. Daher kommt das Schlusskapitel „Der Lack ist ab“ mit seiner Erklärung, warum der Autor mit seiner nach Europa zurück kehrte, auch genauso überraschend wie er manche brasilianische Regengüsse beschrieb: Völlig aus dem heiteren Himmel heraus.
In dem ganzen Buch fand sich nicht wirklich ein Hinweis, dass der Autor Probleme in Brasilien nicht souverän bewältigen und lösen könnte. Umso überraschender ist dann im Schlusskapitel die Verkündigung vom Ende des Brasilienaufenthalts.
Im Vergleich zu den ganzen beschriebenen Rückblenden auf des Autors schlechte Erfahrungen mit Deutschland und dessen Nachteile war die Erklärung für die Motivation nach Europa zurück zu kehren schon verdammt dünn.

Und auch hier taucht dann die weitere Schwäche des Buches auf. Seine Frau ging mit. Einfach so. Spannend wäre gewesen, auch von der Position seiner Frau und den Diskussionen zwischen den beiden zu erfahren. Aber in dem ganzen Buch findet ein Dialog zwischen dem Autor und seine Frau nicht statt. Die Frau des Autors taucht nur als beobachtetes Objekt auf.
Und auch die Lebensverhältnisse des Autors werden nie beschrieben. Über die Schicksale anderer deutschen Auswanderer erfährt der Leser mehr Details als über die ökonomischen Wirtschaftsbedingungen des Autors. Es muss nicht sein, aber interessanter wäre es schon gewesen. Denn in jedem Brasilien-Forum findet sich hierzu mehr als in jenem Buch.
Ach ja: Positiv fand ich definitiv, dass Rio de Janeiro in dem Buch nicht existierte. Dieses Reiseziel hat er sich und dem Leser zugunsten anderer guten Detailbeschreibungen erspart.
Wer nach Reise-Alternativen in Brasilien sucht, der wird in dem Buch garantiert fündig. Der Werbetexter Perter Reinhold hat seine Arbeitsprobe mit diesem Buch geleistet. Meine Anerkennung.
Wer Auswanderinformationen und behördliche Details in dem Buch sucht, wird nicht direkt fündig. Als Behörden-Reiseführer Brasiliens ist das Buch absolut ungeeignet.

Zusammenfassung
Auf einer Schulnoten-Skala zwischen 1 und 6 gebe ich dem Buch eine „3“ mit Tendenz zur „2“. Ausschnittsweise werde ich das Buch sicherlich noch lesen, aber sicherlich nicht in seiner Gänze.

Nebenbei:
Das Buch hat der Autor seiner brasilianischen Frau Tina gewidmet. Ob sie überhaupt ein bisschen deutsch? Im Buch erfährt der Leser es jedenfalls nicht.
Das Buch „Brasilien im Original“ findet sich bei Amazon hier.

Die Quintessenz

Je weniger man weiß, um so mehr muß man glauben.
Glauben ist einfacher als denken.

Verboten

Wir schreiben das Jahr 2009. Große Bedrohungen erfordern heroische Taten.
Das Volk zittert, aber die Regierenden handeln.
Das Volk bibbert, aber die Regierenden setzen Verbote.
Es tönt landauf landab ein Heulen und Zähneklappern, und die Regierenden verteilen „Oropax extra stark“.

Es ist Mai 2009.
Genauer gesagt die Woche um „Christi Himmelfahrt“.
Die Woche, in der Teile des Volkes erneut mit einem rigorosen Verbot geschützt werden musste.

Manche Männer feiern in jener Woche des Tages „Christi Himmelfahrt“ ihren „alternativen Vatertag“. Jedoch nicht alle dürfen enthemmt feiern.
Nur ein paar Wissenschaftler bleiben eingeschlossen und bekommen zum Troste von ihren Arbeitgebern ein Erfrischungsgetränk gratis. Ungekühlt und alkoholfrei. Dafür aber klebrig süß. Man ist ja nicht unmenschlich.

Aus purer Boshaftigkeit analysierte dann so ein Wissenschaftler nicht die Unbedenklichkeit der neusten Psychopharmaka in Hinblick auf das Betäubungsmittelgesetz, nein, sondern jener füllte einfach das Getränk in seinen Analysator. Dort gluckerte und blubberte das Getränk vor sich hin und der Wissenschaftler schaute seinem geschenkten Gaul ins Maul. Kurzum, die Alarmlichter gingen an und Sekunden später schützen die Regierenden deren Volk.

Höchste Gefahr im Verzug:
Zum Schutze der Volksgesundheit wurde „Red Bull Cola“ in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Bayern und Rheinland-Pfalz sofort verboten. Jetzt aber nicht, weil da in der Dose eine hohe Zuckerkonzentration geherrscht haben könnte. Nein, viel bedrohlicheres wurde entdeckt: In der Dose Red Bull Cola wurden 0,13 Mikrogramm Kokain gefunden, also 0,13 Millionstel Gramm mehr als nach dem Betäubungsmittelgesetz überhaupt zulässig ist.
Um die Gefährdung dieser Konzentration sich vor Augen zu führen:
Bei dem Verzehr von des Inhalts 7.000 Dosen jener Limonade in kürzestem Zeitraum würde das Kokain seine gefährliche Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem entfalten. Um mit einem mittleren Kokain-Konsumenten mithalten zu können, müssten man allerdings schon 20.000 Dosen in sich rein schütten (Quelle: Bundesinstituts für Risikobewertung am 25. Mai gegenüber dem FOCUS-Magazin).
Andererseits würde der Kokain-Drogenabhängige auf ein gleiches Niveau kommen wollen, wie der Red-Bull-Cola-Säufer, der Drogenabhängige müsste entsprechend 625 Kg Zucker in der gleichen Zeit in sich reinschauffeln.

Nebenbei:
20.000 Dosen entsprechen 2.698.000 kcal. Bei einem angenommenen Umsatz von 1800 kcal täglich pro Erwachsenen hat man zusätzlich zum Kokain-Vollrausch auch noch die nächsten 4 Jahre kalorienmäßig ausgesorgt. 4 Jahre keine Ausgaben mehr für Lebensmittel und das alles nur weil man einmal mutwillig einen Kokain-Vollrausch haben wollte.

Aber es geht ja auch noch anders.
Erheblich kalorien-schonender.

Die Euro-Geldscheine in Deutschland haben einen Kokain-Gehalt von über 50 Mikrogramm. Grob gesagt 400 Mal mehr als eine Dose „Red Bull Cola“. Oder anders ausgedrückt: Wenn man 50 10-Euro-Scheine intensivst abschleckt, müsste das für einen Kokain-Vollrausch völlig ausreichen. Und man hätte sich zusätzlich dann auch noch all die schrecklichen Nebenwirkungen eines Kokain-Abhängigen wie kaputte Nasen-Schleimhaut etc erspart. Gut, man hätte Mundfäule aber dagegen gibt es „Listerine ultra forte“ im praktischen Handtaschenformat. Ein Schluck Mundwasser und schon ist alles wieder im Grünen in Sachen Rausch.

Falls aber jemandem 50 Euro-Scheine zu viel sind, ein kleiner Hinweis:
In Spanien sind die Scheine fünf mal stärker kontaminiert.
Das heißt: Zehn 10-Euro-Scheine am Ballermann auf Malle gründlich abgeschleckt und schon lassen sich die kleinen Explosionen unter Polizeifahrzeuge und Toiletten gleich viel besser ertragen.
Oder man fährt gleich in die USA. Seit der Krise sind dort die 10-Dollar-Scheine noch einen Tick stärker belastet als der Euro. Die Leute leiden unter der Krise mehr als hier und schnupfen daher auch mehr in den dortigen Krisenzentren. Es wurden bereits Dollar-Scheine mit einer fast neun Mal höheren Kokain-Belastung gefunden als bei den lumpigen Euro-Scheine in Spanien.
Das bedeutet: Wenn man nach USA fährt, dann gleich rüber nach Detroit, da wo GM insolvent gegangen ist und Chrysler noch auf der Intensivstation liegt. Dort sich dann zwei krisenbewährte, gebrauchte 10-Dollar-Scheine über die Zunge zergehen lassen und der Tag ist dein Freund.

Dumm ist es jetzt allerdings, wenn man vom Shopping aus New York zurück kommt und noch Dollarnoten bei sich hat und dann der Drogenhund deswegen am Frankfurter Flughafen anschlägt. Dann droht Geldentzug und Knast. Schön ist das nicht.

Allerdings sollte sich jeder im Klaren sein, Kokain ist nach dem Betäubungsmittelgesetz verboten und wird grundsätzlich von jedem Polizisten eingezogen. Also vorsehen bei der nächsten Personenkontrolle der Polizei, dass man kein Scheingeld dabei hat. Es könnte aufgrund des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingezogen werden. Da wird man schnell arm.

Das einzige, was dagegen hilft, ist sofort zur Bank und seine Bargeldscheinreserven einzahlen. Die Bank wird er einem danken. Bei den nächsten Börsenspekulationen im Kokain-Vollrausch …

Das ARD-Studio Rio de Janeiro grüßt aus der Hängematte …

Mal ein Hinweis auf einen ganz anderen Blog.

Den „Tagesschau“-Blog.

Der behandelt nicht nur Themen rund um die „Tagesschau“-Themen, sondern es schreiben auch noch andere verschiedener ARD-Studios mit.

Seit heute findet sich dort ein Reisebericht, der lesenswert ist. Hinweise auf diesen Bericht finden sich weder in fast arrivierten Foren (wie z.B. brasilienfreunde.net) noch in qualitativ sehr guten Foren (wie z.B. in Brasil-Web, noch in auf Brasilien spezialisierte Blogs (z.B. Brasil-Blog). Aber vielleicht wird es sich ja auch noch bis dahin herum sprechen.

Im Tagesschau-Blog schreibt der ARD-Korrespondent (und ARD-Studioleiter Rio de Janeiros) Tommy Aders den ersten Teil über seine Erfahrungen einer längeren Amazonas-Reise. Der Bericht heißt „Abenteuer Amazonas – Teil 1: Schlafen“ und findet sich

hier.

Link anklicken und mitfiebern. Eine Nacht auf dem Fluss „Rio Negro“ ab Santarem durch das Amazonas Becken.

Viel Spass beim Lesen!

Flieger, grüsst mir die Sonne … für Zwischendurch …

Nur ein kleiner Witz:

Sitzen die Passagiere im Flugzeug und warten auf die Piloten.

Schließlich erscheinen Kapitän und Copilot. Beide scheinen blind zu sein. Der Kapitän benutzt einen Blindenstock und der Copilot einen Blindenhund. Beide tragen riesige Sonnenbrillen, die die Augen verdecken.

Anfangs reagieren die Passagiere gar nicht darauf, da sie denken, es sei ein Witz. Nach einigen Minuten beginnt das Flugzeug auf der Startbahn loszurollen. Es wird immer schneller und die Passagiere beginnen Panik zu bekommen. Als das Flugzeug dem Ende der Bahn näher und näher kommt, fangen die ersten Leute an zu schreien.

Als das Flugzeug schliesslich nur noch wenige Meter vom Ende der Bahn entfernt ist, fangen die Passagiere alle auf einmal zu schreien an. Im allerletzten Moment hebt es ab.

Im Cockpit seufzt der Copilot erleichtert auf und sagt zum Kapitän:
„Weisst du, eines Tages werden die Passagiere mal nicht schreien und wir werden alle sterben.“

Der Zahn der Zeit

Duro

Anfangs sah es aus wie eine dichte Reihe von Vogelhäuschen.
Ungewöhnlich, dachte ich mir. Es wäre mir neu, dass sich eine Großstadt um ihre Vögel sorgen würde, außer die sind in einem zoologischen Garten beheimatet.
Das Ganze ist eingezäunt, aber nicht sonderlich gesichert.
Am Zaun fand ich dann ein Hinweisschild:

Steinzerfall

Schade, dass sich die Internetseiten des Bochumer Bergbaumuseums nicht öffnen lassen. Seit wann der Versuchsaufbau existiert, fand ich nirgendwo. Leider.

Das ganze aus der Luft betrachtet findet sich auch bei Google Maps hier

Denk-mal

Ein kleines Rätsel:
Beim Schlendern über eine außer Betrieb gesetzten Trambahn-Bus-Verteilerstelle bot sich mir das nachfolgende Bild.

Was ist das?

Duro

Prominente durch Schweinegrippe bedroht (Fake der Woche)

Es ist die Meldung, die die Redaktionen von „Punkt 12“, „total“, „Brisant“, „Prominent“ und „taff“ aufgeschreckt hat:
Wie uns Mitarbeiter, die ihren Namen nicht nennen wollten, mitteilten, bedroht die Schweinegrippe – auch unter dem Namen „H1N1“ bekannt – auf Mallorca nicht nur normale Touristen sondern inzwischen auch schon völlig harmlose, unschuldige Prominente.

„Wenn uns wegen der Schweinegrippe unsere Prominenten wegsterben sollten, dann sind in unserer Redaktion nicht unerheblich wenige Arbeitsplätze bedroht“, erklärte uns Alfred T., ein Leiharbeiter aus der Pro7-Redaktion.

Alfred T.’s Befürchtungen sind nicht unberechtigt. Noch ist kein Prominenter der A-, B- oder C-Klasse erkrankt oder gar gestorben, aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es weniger Promis als normale Menschen gibt. Und gerade wegen deren geringen Anteil an der Normalbevölkerung sind Promis besonders durch die Krankheit bedroht.

Auch Petra F., Mitarbeiterin aus einem ARD-Vorabend-Boulevardmagazin, deren Name sie nicht genannt haben wollte, erklärte uns: „Es ist absolut berechtigt, sich darüber Sorgen zu machen. Wenn uns die Promis an der Schweinegrippe wegsterben, dann wird sicherlich darüber diskutiert werden müssen, ob Redaktionsstäbe nicht unerheblich verkleinert werden müssen, ob Mitarbeiter freigesetzt werden müssen. Die Schweinegrippe bedroht unseren Berufsstand.“

High Society-Expertin Klara Denk: „Ja, aufgrund ihres Standes sind auch Adlige und Promis nicht automatisch vor Krankheiten geschützt. Insbesondere herrscht ja hier eine Gefahr, dass die C-Promis den ganz normalen Menschen begegnen wollen, um sich ihren Promi-Status zu versichern, und sich dadurch Krankheiten einfangen und diese dann sukzessive an B-Promis und diese dann an A-Promis und Adlige weitergeben. Insofern herrscht wirklich schon eine Beunruhigung auch in Königshäusern. Denn nicht alle Königshäuser haben ihre Erbangelegenheiten eindeutig geklärt.“

Mittlerweile soll Lorenzo Loriella London – bekennende, bekannte Transe aus den DSDS und dem DschungelCamp – bereiterklärt haben, sich als erster Promi mit der Schweinegrippe anstecken zu lassen, damit ein Kamerateam den Verlauf der Krankheit für deren Fernsehzuschauer dokumentieren kann. Als Bezahlung soll er/sie/es sich eine Silikonaufpolsterung seiner Pobacken ausgehandelt haben.

Wir bleiben für Sie am Ball und berichten sobald Lorenzo Loriella London bei dem Selbstversuch gestorben sein wird.

Guten Tag.