Die Einhörner sind zurück

Die Einhörner sind wieder auf Erden zurück und möchten sich mit dir verbinden, sie möchten im Alltag sein. Die Einhörner möchten nicht mehr nur Gestalten der Legenden sein, sondern sie möchten aktiv in deinem Leben wirken. Als neuartige Energie, als Energie der neuen Zeit. Magisch und mystisch. Sie lassen deinen Alltag erleuchten und bringen deine Seele zum Leuchten.

Einhörner sind stark und können sogar Löwen besiegen. So es diesen Sommer mit dem MacGuffin-Sommerlochfüller 2023 geschah, dem Löwen von Kleinmachnow. Alle haben nach dem Löwen gesucht und niemand fand ihn. Weil? Eben. Einhörner! Die Einhörner haben den Löwen besiegt. Sogar Lübeck, Sandhausen, Aue, Ingolstadt und Ulm sind Namen, mit denen Siege der Einhörner über Löwen in Verbindung stehen. Münster und Dresden sind weitere Namen, die beweisen, dass Löwen gegen Einhörner nicht gewinnen können. Nicht-Löwen-Fans können sich nicht irren, Löwen-Fans würden es gerne. Dritte Liga halt.

Einhörner an sich mögen zwar weltabgewandt sein, sind dafür aber positiv aggressiv. Es soll Glückskinder unter den Menschen gegeben haben, die in ihrem Leben Ponyhöfe voller rosa Einhörner erspähten, wie sie liebevoll miteinander wieherten, sich lebensfroh umhüpften, spielerisch zärtlich voll Liebe ihre Einhornhorne aneinander rieben und Nashörnern mit deren spitzen phallischen Hörnern als Machos einer aggressiv-sexueller Potenz entlarvten und anschließend als alte weiße Männer hateten.

Und was wesentlich wichtiger ist: Jene Glückskinder fanden Einhornhörner unter güldenen Herbst-Eichen auf, weihten diese mit Gummibärchenstaub, Feenglückspuder und eingefangenen Einhornpupse und entdeckten damit magische Effekte, von denen manch Wissenschaftler heute noch träumt.

Einhörner stehen uns persönlich zur Seite. Jeder sollte ein Einhorn zu seiner Rechten haben. Es hilft in kleinen und großen Dingen. Auch im Alltag. Deine persönliche Einhorn-Einweihung kommt. Deine Seelengesundheit ist das oberste Anliegen dieser Wesen. Sie bringen Vernunft und Gerechtigkeit.

Schau auch selber jetzt zu deiner Rechten, wie dein persönliches Einhorn zum Schutz deiner Seele neben dir steht. Um wie das Einhorn gegen Löwen zu kämpfen vermag. Du wirst danach alles andere links liegen lassen. So wie das eine Einhorn der Einhörner es bereits tat.

Wende dich sehr schnell nach rechts, denn Einhörner sind auch sehr schnell und wollen von dir nicht gesehen werden. Also, wende dich besonders schnell um, denn sonst reagiert das Einhorn schnell und verbirgt sich vor deinen Blicken. Sei nicht verzagt.

Wende dich JETZT!

Nichts?

Noch einmal versuchen! Und jetzt wende dich ganz, ganz schnell, also ganz ganz schnell wenden, von links nach rechts …

Wieder nichts? Okay, wir machen es auf drei. Ich zähle, du wendest dich. Das Einhorn wird mit dir sein.

DREI!

Wieder nichts? Hm.

Du brauchst Geduld. Übe täglich. Du solltest auch nur deinen Hals schnell wenden, nicht deinen Körper. Sonst gerätst du ins Taumeln, fällst den Falschen in die rechten Fangarme und erlebst ein böses Erwachen. Versuche es daher mehrmals täglich.

Um dir den Glauben an Einhörner einzuprägen, also so einprägsam wie ein Esel seinen Karren aus den Dreck und dann den Wagen als Knecht für andere über eine Brücke ziehen muss, merke dir einfach einprägsam wie eine Bombe eine simple Eselsbrücke:

 

Besonders schnell wenden.

BSW.

Für Vernunft und Gerechtigkeit.

Aus dem Dreck für den Dreck.

Zieh den Eselskarren

Zum Erbarmen.

Amen.

Oh, Urne, oh!

Oh, Urne, oh,

stehst du nah bei weißen Papieren mit schwarzen Zeichen, du Urne,

ein Pianist summt dazu vom Blatt träumerisch eine feine Nocturne.

Oh, du Urne, oh,

du für Menschen mit Faible fürs Purpurne, oh,

Mit Weihwasserwedel und Tränen gewässert, du Urne zur Werft wirst,

auf dass das in dir verbannte Wrack zu anderen oder neuen Ufern pirscht

Oh, Urne, oh,

von außen neutral bemalt, nur im Innern bist du dunkel und hohl.

Um Urne zu sein, brauchst du eine Bestattung wohl, obwohl

Hast du keine Wahl, stehst nur herum, bist sterbenslangweilig

Nur hast du eine Wahl, stehste ebenfalls herum, unausweichlich.

Oh, du Urne, oh,

Bestattung oder Abstimmung, mit diesen beiden Aufgaben stehst du im Saal

Entweder mit Hauptrolle als Antagonist zum Sarg oder als Protagonist zur Wahl

Oh, Urne, oh,

lebst entscheidende Zeiten durch, verplombt oder nicht, immer zum Erbarmen

Oh, Urne, oh,

bei nächster Gelegenheit wird’ ich dich, oh du Urne, drum herzlichst umarmen.

IAA, damit auch morgen andere Messen wieder kraftvoll gelesen werden können …

Oha. Zwei Menschen zusammen. Nähe Fahrbahnrand.

Protestpotential! Auf einer Parkbank. Nah an der Straße.

Moment, ich notiere mir in meiner Kladde: Parkbank am Stemmer Hof, Kilometer Nullkommazwei, Richtung Kölsch-Kneipe. Er, eins achtzig groß, blond, circa 30. Sie eins fünfundsechzig, 19 oder 20 … hm, eher 24. Halten sich an den Händen. Sie verdeckt zusätzlich einen verdächtig tubenförmigen Gegenstand in der Rechten, sehr verdächtige Tube … .

Lippenstift … hm. Protestpotential negativ. Eher wohl Liebespaar. Hetero. Keine Klimakleber.

Hier in München ist was los. Dabei mögen wir es hier in München doch eher beschaulich. Da hinten, am Hotel, da hat sich schon das “USK Bayern” einquartiert. “USK”, das steht für “Unterstützungskommando” und nicht für “Universitäts- und Stadtbibliothek Köln”, wie so ein Schwurbler in jener Kölschkneipe versuchte, Fake-Nachrichten zu verbreiten.

Nebenbei, Kölschkneipe. Ha. Eine Kneipe mit nicht-Münchner Bier. Das sollte hier nicht erlaubt sein in unserer traditionsreichen Stadt. Dieses pissgelbe Gesöff in Reagenzgläsern ohne Trinkkultur. Da kommt keine Beschaulichkeit auf, weil die Kellner immer rennen müssen, um für ihre Gäste immer neues von diesem Noagerl-Bier herbei zu karren.

Also, wie gesagt, USK heißt Unterstützungskommando und sie bekämpft organisierte Kriminalität, Schwerkriminalität und Drogenkriminalität. Jetzt hier in München.

Also nicht wegen den Biertrinkern, Und auch nicht wegen dem Biertrinker Aiwanger und seinem Flugblatt, an dem sich jener genauso detailliert erinnert wie ein Bundeskanzler Olaf Scholz an seine Cum-Ex-Geschichte mit der Warburg Bank. Oder wegen dem Biertrinker Dr. Markus Söder, der sich inzwischen auch nicht mehr daran erinnert, dass er als bayrischer Umweltminister in 2011 mal mit persönlichen Konsequenzen drohte, sollte der Atomausstieg in Bayern nicht vollzogen werden. Oder wegen der Biertrinker Clan-Tochter. Die aus dem Tandler-Clan. Jene Frau, die ihrem Vater nacheifert und nun ebenfalls es wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung vor Gericht geschafft hat. Oder etwa wegen Akten zu Kindesmissbräuchen vom Freisinger Papst, die eventuell in München zwischen Augustiner-Mönch-Bierfässern gelagert sein könnten. Nein. Ganz und gar nicht.

Die USK ist hier, weil München seit 2021 eine neue Messe hat. Zur Erklärung: Messe, das ist das, wenn etwas Goldenes herumsteht und alle drumherum tanzen. Nicht ein Kalb oder Bierfass, sondern das heiligs Blechle. Eine Blechmarke. Von damals. Mit ihr konnten sich damals städtische Arme eines Ortes als approbierte bestätigte Bettler ausweisen, mit jener Blechmarke. Heiligs Blechle. Heute ist das ein Nummernschild an dem Deutschen seinen unantastbaren Heiligtum.

Bis 2018 hatte Frankfurt zum heiligs Blechle noch die passende Messe dazu. Aber dann strampelte Bayern wie ein trotziges Kleinstkind (“Wir sind mal Papst gewesen!”) und plärrte “Wui I aa Messe!” (auf deutsch: “Will ich auch Messe!”). Frankfurt kapitulierte und seit 2021 hat München die IAA.

Ab morgen wird sie erneut gelesen, die Messe. Zu Ehren dem heiligen Automobil mit der ehernen Sankt-Christophorus-Plakette auf dem Beifahrer-Airbag-Deckel. Wenn der Airbag zündet, dann schützt die dem Beifahrer sich entgegenschleudernde Plakette dessen Seelenheil. Sobald die Münze im Kopfe klingt, die Seele in den Himmel springt. Alte katholische Redensart. Als letzte Segnung sozusagen. Jeder seinem Glauben nach. Nur für mich wäre das nichts, weil so eine Plakette auf dem Cockpit ist für mich ein absoluter höllischer Designfrevel.

Also, zurück zur USK: die USK ist zur IAA hier, um den Kriminellen gewissermaßen die Messe zu lesen. Genauer gesagt, also das heißt, eigentlich will die USK nur Autofahrer vor organisierten Schwerstkriminellen mit Sekundenkleber-Fläschchen schützen.

Mein Nachbar meinte zu mir, man wisse doch, was solch ein technologischen Event wie die IAA an Gesindel anlocken wird: Lehrer, Studenten, vegane Körnerfresser, streikende Schüler, Öko-Hausmänner, queere Tabakdampfer und im Gepäck noch nen Habeck und ähnlich schreckliches Zeug. Und? Wo bleibt dabei die Staatsgewalt? Eben, Fehlanzeige!

Nicht mal der deutsche Geheimdienst wird hier tätig und lässt sich beim Observieren blicken. Kein Wunder, meinte der Schorsch vom Internet-Stammtisch, der wird bereits schon passend auf Englisch übersetzt, als “go home service” bezeichnet. Und recht hatte er. Darum bringe ich mich aktiv ein, helfe aktiv mit. Beim Schützen. Gewissermaßen ehrenamtlich. Unentgeltlich. Schon seit drei Monaten.

In meinem Internet-Stammtisch hatten wir bereits vor den Sommerferien festgestellt, dass es erforderlich ist, eine klare Trennung zu vollziehen, also genau das, was sauber denkende Menschen wie Domenika Gruber, Detlev Nuhr und Hubert Einfanger bereits umgesetzt haben. Eine klare Trennung zwischen Politik und Sachverstand. Wir können doch Klimaklebern nicht die Politik der Straße überlassen und uns von denen bevormunden lassen. Wo kämen wir denn dahin, wenn die uns überall nur am Fortkommen hindern? Wir hätten somit einen Progressionsstau. Und will den wer? Eben.

Also, ich hatte mich danach direkt mit Kladde und Bleistift auf den Weg gemacht, notiere seither jede verdächtige Bewegung zur Straße hin, in allen Details. Notfalls mit Fernglas. Ich hab da keine Scheu, dass ich dabei gesehen werde. Tue Gutes und zeige dich dabei, ist mein Motto.

Und was soll ich Ihnen sagen? Es passiert nichts!

Und warum? Weil der Feind bereits unter uns ist.

Eben! Der weiß seine Klimakleberabsichten zu tarnen! Diese Wölfe getarnt als Schlafschaf, welches sich urplötzlich als stauerzeugendes Klebemonster entpuppt! Da muss man doch aufpassen, den Anfängen wehren!

Drum führe ich Buch über alles und jeden. Dabei gibt es immer interessantes zu notieren.

Beispiel: der Mann von gegenüber, der Herr Niederwörgl, 36, verheiratet, zweieinhalb Kinder, Weißbiertrinker, BMW 5er-Fahrer, Affäre mit einer Frau in Schwabing und einer weiteren in Hasenbergl, Wohnhausbesitzer mit nicht mehr allen Latten am Zaun und einige davon sind sogar geklebt! Also, klar, das ist nun doch zu eindeutig! Wer seinen Gartenzaun nicht in Ordnung hält, das ist doch oberverdächtig. Wer dabei klebt statt ordentlich schreinert, der will wohl auch noch Zeit sparen und das ist ein Risiko. Mit seiner eingesparten Zeit klebt der wohlmöglich nachher in Maxvorstadt auf der Leopoldstraße auf dem Asphalt und hält den Verkehr auf. Vielleicht sogar noch auf dem Zufahrtsweg zur IAA!

Ja, solche Beobachtungen sind eindeutig präventiv zu notieren. Und zu bewerten. Wenn die USK bei so einem die Personalien überprüft, dann kann man die Fakten der eigenen Beobachtung präsentieren und – schwupps – ist die Klebersau für vier Wochen in Präventivhaft. Und mit welchem Recht? Mit allem Recht! Zum Wohle der IAA und der Autofahrer, die auf der Zufahrt zur IAA mit deren heiligs Blechle nicht selbstverschuldet wegen Klimaklebereien im Stau stehen wollen.

Nebenbei, Frau Niederwörgl kenne ich persönlich. Man nennt sie auch das Sendlinger Tageblatt. Der Frau Niederwörgl habe ich im Cafe Schuttner vor einem Monat mal meine Beobachtungen mitgeteilt. Danach war in Sendling der Teufel los. Die Hölle muss wohl das reinste Paradies dagegen gewesen sein. Und schnell hatte ich von interessierten Frauen weitere Termine im Cafe Schuttner.

Das Ergebnis? Fünf Scheidungen, siebzehn außereheliche Beziehungen beendet, vier außereheliche Kinder aufgedeckt, acht Zivilklagen, drei Strafverfahren und ein gebrochenes Nasenbein. Aber das war es mir wert.

Ich mache weiter, so etwas hält mich nicht auf. Denn seitdem herrscht in unserem Viertel wieder Zucht und Ordnung. Alles ist jetzt wieder moralisch gefestigt und Gartenzäune werden auch nicht mehr geklebt, sondern ordentlich geschreinert repariert. Wir sind wieder auf dem Weg zum Vorzeigeviertel.

Und sollte ich in der letzten Zeit auch keine verdächtigen klandestinen Klimakleber auf unseren Sendlinger Straßen beobachten können, so ist doch eines keinesfalls mehr von der Hand zu weisen. Man muss nicht alles gleich schlecht reden:

Die Klimakleber haben für unser Viertel eine ganze Menge Gutes gebracht.

“Row Zero”– die ersten, die nie die letzten sein werden

Nachdem von unermüdlich investigativen Boulevard-Journalisten aufgedeckt wurde, dass bei der Musik-Kombo “Rammstein” die erste Reihe der Zuschauer bei deren Musikaufführungen vor der Bühne mit Menschen bestückt wird, die nachher bei den sogenannten After-Show-Partys kostenlos mit Drogen zum Sex angehalten wird, ist das Wort “Row Zero” in aller Munde.

Leider gibt es noch keine gerichtlichen Urteile dazu, so dass die Bürger mit gesundem Menschenverstand, Sitte und Moral aufgefordert werden, ihr eigenes valides Urteil zu bilden. Opfer müssen Genugtuung für deren erlittenes Leid erhalten, wenn sie es denn ob der verabreichten Drogen dieses noch detailliert öffentlich beschreiben können.

So finden sich immer mehr Zeugen, dass “Row Zero” bei öffentlichen Veranstaltungen schon immer bestimmten obskuren Absichten dienten. Auf unserem Aufruf auf Telegramm und Twitter erhielten wir verschiedene Reaktionen. Wir sprachen mit Heiner P. aus D., der uns mit stockender Stimme seine Erlebnisse mit “Row Zero” erzählte:

Es war anfangs immer so ein Wettkampf unter uns Jungs, wer in die erste Reihe kam. Wir hatten uns deswegen hin und wieder auch schon geschubst dafür. Aber  ich weiß noch, dass meine Eltern stolz auf mich waren, dass ich in der ersten Reihe war. Und der Pastor vor uns hatte immer so freundlich uns, insbesondere mich angelächelt. Wir wurden danach immer eingeladen. In die Sakristei. Dort hat mir seine Weine gezeigt. Oder in seine Gesprächskreise. Mit Themen wie warum Kinder so rein seien oder so. Jedes Mal rückte er mir immer näher, berührte mich an bestimmten Körperstellen und meinte, ich wäre ein reines Geschöpf Gottes. Ich wollte dann nicht mehr in die erste Reihe, ich weigerte mich. Trotz meiner Eltern. Die fanden das gar nicht gut und schimpften mich “nichtsnutziger Rebell” oder so. Zur Strafe haben meine Eltern mich auf ein Internat geschickt, wo der Pastor auch Abends oder des Nachts unterrichtete und dort musste ich immer in die erste Reihe. Und immer danach …

Heiner P.’s brach dann seine Schilderungen im Interview ab. Allerdings schickte uns der Rechtsanwalt von Pastor F. die Androhung einer einstweiligen Verfügung, weil es kein rechtskräftiges Urteil gäbe und Pastor F. ein angesehener Mann in der Kirche und den christlichen Staatskreisen wäre.

Daher machen wir an dieser Stelle aufmerksam, dass es sich hier um unbewiesene Erzählungen aus den Erinnerungen von Kindern handelt. Einer Vorverurteilung darf damit kein Vorschub geleistet werden. Es gilt die Unschuldsvermutung, auch wenn die Schilderungen gar grauslich garstig sind und uns den Schauer überm Rücken jagen.

Trotz solchen Androhungen haben wir weiter geforscht und auch andere Menschen zum Thema “Row Zero” befragt. Wir wollen lediglich ein objektives Meinungsbild. Das hat mit Vorverurteilung nich im Geringsten zu tun. Wir trafen Andrea T. aus M. und sie erzählte uns bereitwillig von ihren “Row Zero”-Erfahrungen:

Ich finde das “Row Zero”-System voll in Ordnung. Hier im Bundesland geht es ja jetzt voll ab. Jedes Wochenende gibt es Wahlveranstaltungen der CSU, FDP und Freie Wähler. Wenn du dann über Twitter oder Telegram für “Row Zero” ausgewählt wirst, dann gibt es Freibier und hin und wieder auch nen Schmalzler oder ne Linie. Und die After-Show-Partys von denen in den Clubs sind auch nicht von schlechten Eltern. So viel gratis, was man normalerweise nur über Umwege erhält. Und man lernt die Wichtigen einer Partei kennen, erhält Connections, um beruflich voran zu kommen. Vor zwei Jahren erhielt ich so den Draht, um an die bayrische Staatsregierung Masken zu verkaufen. Die klassische win-win-Sache, nicht wahr, ich konnte auf den Malediven urlauben und die anderen hatten dafür einen Schutz im Gesicht. Allerdings, neuerdings, nach den letzten vier “Row Zero”-Veranstaltungen erinnere ich mich kaum noch, was nach den Veranstaltungen passierte. Und ich hatte Schrammen und Flecke an Armen und Beinen und auf meinem Dirndl. Vielleicht hatte ich zuviel Bier getrunken und mir waren wohl Bierkrüge darauf gefallen. Ich bin ja recht zierlich, nicht wahr. Am Wochenende bin ich wieder in eine Bierzelt-“Row Zero” geladen und dann soll es nachher in einen Club gehen. Ich find “Row Zero” okay. Mir dient es der politischen Bildung, das hat Niveau. Man sollte nicht alles schlecht reden, vor allem nicht bei bayrischer Kultur. Allerdings war ich mal auf einer Bierzeltveranstaltung von den Parteien, die ich vorhin nicht nannte und wurde in deren “Row Zero” eingeladen. Katastrophe. Ich möchte mich nicht dran erinnern, was dort abging. Sie erdreisteten sich, Drogen abzugeben, also uns Freibier und Schmalzler anzubieten. Wir wissen ja bereits, dass jene Lauterbach-Fanboys eine seltsame Vorstellung von Drogen haben, aber was da umsonst uns angeboten wurde, …

Andrea T. stockte in ihrer Erzählung und ihr entsetzter Gesichtsausdruck lies uns den Rest dieser schlimmen “Row Zero”-Erfahrung erahnen. Und danach konnten wir das System “Row Zero” live miterleben: Andrea T. erhielt für eine ihrer Anfragen bei einer CSU-Club-Veranstaltung ein Herzchen, die Reservierungsbestätigung für einen VIP-Platz direkt vor der Bühne und die Aufforderung, sich nachher mit ihrer jüngeren Schwester unbedingt backstage bei Marco S. persönlich zu melden.

Peter S., Basketballspieler aus F. am Main, konnte uns von gar ganz schlechten “Row Zero”-Erfahrungen erzählen.

Wenn ich in “Row Zero” stand, kam garantiert immer einer, der mir auf die Schulter tippte und meinte, ich solle den Kleineren Vortritt lassen, damit die auch etwas sehen könnte. Nur weil ich Zweizehn groß bin. Wenn ich nicht wollte, dann riefen die die Security, die mich der “Row Zero” verwiesen. So landete ich dann nachher immer in Reihe vier bis fünf. Bei Helene Fischer sogar in Reihe zwölf. Sauerei. Kann ich was dafür, dass ich so groß bin? Das ist doch Diskriminierung. Ich würde sogar behaupten, Rassismus uns Großen gegenüber. Nur einmal, bei einer Party mit Live-Gesangseinlage-Act von einem Glööckler, da durfte ich in “Row Zero” bleiben. Ich erfuhr erst danach, dass es wohl eine Schwulenparty war. Das war so … erniedrigend … so …

Auch Peter S.konnte seine “Row Zero”-Erfahrungen nicht weiter ausführen, weil seine Stimme stockte und er fassungslos den Kopf schüttelte.

Sieglinde D. aus doppel D. dagegen schrieb uns:

Row Zero? Fand ich geil. Früher konnte ich dann immer mit einen von denen von der Bühne vögeln. Super war’s. David Bauwie, Michael Jäger, Börth Kontrol, Die Härzte, Nana, Pater Lebbich, einfach geile Shows. Heute bin ich nicht mehr so aktiv, aber Row Zero hat mir schon viel Befriedigung gebracht. Außer einmal, bei einem Heino Nachmittagskonzert um ein Uhr mittags, im Münchner Olympiastadion, scheisse war’s, möcht’ ich nicht dran denken, da war Row Zero echt kacke, da wollten zwei von der Securities nen Dreier mit vier anderen Groupies innerhalb von fünf Minuten … also Sex vor Sieben, unter mein Niveau … shocking! …

Wir befragten noch Dutzende “Row Zero”-Opfer. Manche wie im Falle Heiner P., andere wie Andrea T., und immer wieder stießen wir auf das Phänomen, dass jene Opfer indirekt oder direkt das “Row Zero”-System nie in Frage stellten und danach drunter litten.

Es scheint wohl eindeutig, dass die “Row Zero” mit Realitätsverlust einhergeht, weil es ein selten gewährtes Privileg zu sein scheint, im exklusiven Club der “Row Zero”-Leute sich zu befinden. Unsere Schlussfolgerung ist daher, bei jeder Veranstaltung “Row Zero”, also die erste Reihe, zu verbieten, um das Wohl unserer Kinder sicher zu stellen. Hierbei sollte man immer ortsbezogen vorgehen. Also von der Security immer die erste Reihe aus dem Zelt oder Veranstaltungsort sicher hinausleiten. Das wird dann zwar dazu führen, dass nach kurzer Zeit, immer wenn die erste Reihe safe eliminiert wurde, der Veranstaltungsort leer ist, aber dann ist die Sicherheit von unseren Mädchen und Buben gesichert.

Wir, die Redaktion der bayrischen Vertretung für Anstand und Moral plädieren, dass dies zuerst einmal bei den nicht sittlich gefestigten Gruppierungen bis zum 3. Oktober durchgeführt wird. Damit ist der Fokus auf Gruppierungen gelegt, die keinerlei Bezug zu christlichen Werten haben. Also eindeutig identifizierbar, durch fehlende Namensgebung, fehlende Koalitionen, keine Sympathiekundgebung oder keine familiäre Bindungen zu unseren christlich-sozialen Grundwerten in Bayern.

Bei den Gruppierungen der SPD, den Grünen und den Linken und deren Bierzeltveranstaltungen sollte man sehr aufmerksam hinschauen, dass unsere Buben und Mädchen nicht Opfer eines “Row Zero”-Systems werden.

Denn wie unsere christliche Bibel schon sagt: “Die ersten werden immer die letzten sein” und wir in Bayern, wir werden entsprechend dafür sorgen, dass die Ersten ganz, ganz schnell und zügig die Letzten sein werden. Wir in Bayern haben schon mit den Klimaklebern in den ersten Reihen, also den “Row Zero”-Klimaklebern, mittels unseres Polizeiaufgabengesetzes begonnen. Generell sollte jede erste Reihe nicht erlaubt sein, erst recht keine nullte. Zum Schutze unserer Kinder! Und Kindes Kinder. Ja, wir sind eindeutig gegen Verbote und sind niemals eine Verbotspartei, aber so etwas wie “Row Zero” darf auch nicht erlaubt sein.

Und nach der Bayernwahl: Schaun mer mal. Schaun mer mal weiter, gell, ob wir das alles unter Kontrolle bekommen haben.

Denn: Wehret den Anfängen!

gez. Christlich-Bayrische Vereinigung für Anstand, Sitte, Moral und Liberalitas Bavariae

Germans next newest TV-Show: Fachkrafttalentsuche

Mia schreim as Joa zwanzger unsara krisdlichn Zeit vom Zwoaradausnder. De Preißn ham se ganze Fuaßboibundesliga untan Nagl grissn. Ganz Fuaßboi? Awa fei wiakli ned! Oa winzigs Gbiet hoid ganz aloa tabfa dageng und gibd ums Varegga ned auf. Do wona nemli lauta schneidige Bayern, de no dazua ziemli schdur san.

Alles verstanden? Hm. Nicht? Dann halt hier die Übersetzung:

Ganz Deutschland steht unter Schockstarre. So etwas hat es lange nicht mehr erlebt. Ein Land im Abwärtsstrudel des Fachkräftemangels. Händeringend sucht man per Papierzettelaushänge an Fußgängerampeldruckknöpfen, Laternenpfähle und Bushaltestellen nach Fachkräften. Aber nie meldet sich einer. Und die Konsequenzen sind brutal. Die Münchner Bäckereikette “Hofpfisterei” muss aufgrund von Fachkräftemangel gleich drei Standorte schließen. Da hätte auch nicht die Brötchentaste der FDP etwas ändern können.

Tja, der Standort Deutschland ist nicht mehr attraktiv. In Berlin sollen vier Puffs aus Gründen des Fachkräftemangels geschlossen haben. In München musste die Putzfirma “Bitzeblank mit Mindestlohn” ebenfalls schließen. Keine Fachkräfte mehr. Krankenhäuser sind auch schon bedroht, weil denen die weiblichen Pflegekräfte ausgehen. Fachkräftemangel. Nachdem bei der letzten Razzia die ohne Rechtsurteil kriminalisierte “Letzte Generation” ihr Vermögen vom bayrischen Staate eingezogen bekommen hat, fehlt auch ihnen jene Fachkräfte, die sich auf Straßen ankleben. Ohne Knete, keine Fete. Bei RTL sollte für das Sommerloch 2023 ein neuer Straßenfeger, also eine neue Show, rausgebracht werden: “Deutschland sucht den Quereinsteiger”. Abgesagt. Den Produzenten fehlen Kabelträger, Kamerahalter mit Galgenmikrofonausbildung und Scherenschleifer im Schnittraum für die Post-Produktion. Fachkräftemangel, wohin man schaut. Die Öffentlich Rechtlichen wollten “Wetten-Dass” ganz neu als große Samstagsabendshow rausbringen. Das Ergebnis ist bekannt. Sie fanden nur Gottschalk, da Lanz bereits seine Show hat, und Silbereisen und Harald Schmidt sich beide mit dem Traumschiff auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal verfahren hatten. Oder Sat1-Pro7, da munkelt man bereits, dass ChatGPT mittels den Archiven der 90er das aktuelle Programm erzeugt. Die Not ist greifbar, wenn die Fernsehprogrammzeitschrift einem nichts neues mehr erzählt.

Und was passiert? Wenn die Not am größten ist, dann bedient man sich bei Artfremden. Also, bei den Fachkräften, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Das hatte bereits bei der deutschen Comedy-Szene wunderbar geklappt. Und so bespaßen uns Comedians damit, dass sie vor Kameras um den Preis jeder Grimasse versuchen zu verhindern zu lachen. Oder sie füllen Spätabendprogramme und bespaßen uns. Dieses Konzept funktioniert also wunderbar.

Und was macht der FC Bayern? Also jene Vereinsmannschaft, die so effizient und effektiv spielt, wie die deutsche Nationalmannschaft es von der abgekupfert hat? Zwei Ex-Fußballer werden rausgeschmissen. Aufgrund zu wenig Ahnung von der Fußballmaterie. Tja. Kann schon mal passieren in Deutschland, dem Land des Fachkräftemangels.

Und man holt sich für den einen Ex-Fußballer kompetenten Ersatz. Und in Bayern taugt dazu schon lange kein Bayer mehr. Man krallt sich einen ehemaligen Angestellten der Volksbank Aurich. Erklärung: Aurich liegt nördlich von Emden, da wo der deutsche Comedian Otto Waalkes herkommt. Alles klar? Wenn das Ganze schon bei Comedy klappt, warum sollte der FC Bayern München dann nicht auch versuchen, einen Preußen nördlich von Emden einzusammeln und als nächsten CEO zu installieren?

Was ein Auricher mit Banken-Hintergrund an know-how für Fußball mitbringt? Geld? Verbindungen zur Finanzszene? Weil Fußballer werden ja inzwischen mit Geld bezahlt und nicht mit Naturalien. Auch in Bayern. Selbst wenn mancher noch denken mag, die Balltreter des FC Bayerns erhalten ihr Gehalt in Form von überschäumenden Bierfässern nach Hause gerollt. Ist nicht mehr so. Das war vielleicht so, als die Bayern noch hinter dem größten Isarkiesel hinterher liefen, ihn dann zum Fußball deklarierten, dann aber nach Kopfbällen immer so duhn durch die Gegend taumelten.

Hm? Die Bayern taumeln noch immer duhn durch die Bundesliga? Okay, aber schon mal die restlichen 17 Mannschaften angeschaut? Genau.

Da kann es nur hilfreich sein, einen Bänker zum CEO zu ernennen. Weil in Deutschland der Fachkräftemangel vor dem Fußball nicht halt macht. Klar, die deutsche Nationalmannschaft war schon immer eine Turniermannschaft und die Kinder mit 11 Jahren fragen bereits nervtötend deren Eltern, was denn vor deren Geburt so in der Bundesliga los war und warum denn immer nur Bayern Meister wird. Ob das mit dem Geld zusammenhängt, dass die Bayern auf deren Konten rumlagern haben?

Da gibt es garantiert jene Politiker a la Lindner, der diese Kinder dann anblafft, man solle das Fußballgeschäft denen überlassen, die sich damit auskennen.

Und ich komme dann ins Grübeln. Denn entweder man studiert Jura, wird Anwalt und schlägt dann eine Karriere als Politiker ein. Oder man fängt bei ner Bank an und steuert dann Fußballvereine. Ja, der Fachkräftemangel treibt seltsame Blüten.

Ich starre mein Telefon an. Ob es heute noch klingelt? Ich starre es hypnotisierend an. Will es heute noch klingeln? Da ist beim Bayern noch eine Stelle frei, jene von dem anderen Ex-Fußballer. Und da ich mich in Fußball null auskenne, aber in meinem Job als Fehlersucher in der automatisierten Produktion einen legendären Ruf habe, kann ich die besten Vorrausetzungen vorweisen. Denn ich kann in meinem Beruf noch lächeln, komödiantisch leichte Witzchen reißen und damit alle aufs falsche Gleis locken, bevor ich denen dann meine Fangzähne zeige. Der Söder ist ja schließlich auch Ministerpräsident geworden, obwohl der gar nichts kann. Also, dafür kann, wollt ich damit ausdrücken.

Komm, Telefon. Tu es! Klingel schon. Mach dem Fachkräftemangel beim FC Bayern den Garaus …

Alles für den Dackel, alles für den Club, unser Leben für den …

Da hatte es mich doch heuer ganz bös erwischt, da herinnen in München, im heimisch zünftigen Paulaner-Garten. Mir war bereits seit langem klar, dass die Drogenpolitik der Ampel-Regierung einem schwer zu denken gibt. Nachdem Herr von und zu Lauterbach seine neusten Drogenkontrollpläne bekannt gab, da schlug der Puls der Aufregung in Bayern auf neue Bluthochdruckwerte.

So hatte die BILD-Zeitung in die bayrische Staatskanzlei hinein ein Dokument als LEAK aus dem Ministerium vom Herrn Lauterbach verteil. Und dieses Dokument, welches ein Namenloser der vielen BILD-Arbeitsdrohnen klandestin und mit eigens installierter Internetverbindung von den öffentlichen Lauterbach-Ministerium-Internetseiten in mühevoller Kleinarbeit heruntergeladen hatte, dabei jenen Download Bit für Bit konsumierend und dann per Träger über die Staatkanzlei-Tiefgarage in die oberen Regierungszimmer vom Söder hochgebracht, also, dieses Dokument sagte etwas darüber, wie die Abgabe von Bier neu geregelt werden könnte: Der Bierkonsum solle entkriminalisiert und aus den Schmuddelecken der anonymen Trinkerhallen herausgeholt werden. Auf die mit Bier regelmäßig eingeleitete schwere Alkoholsucht sollte proaktiv reagiert werden. Proaktiv heißt, eine kontrollierte und gesellschaftlich verantwortungsvolle Abgabe von Bier wurde anvisiert.

Und weil “verantwortungsvoll” der Aufgabenbereich eines Ministerpräsidenten ist und nicht die eines dahergelaufenen, nicht-bayrischen Kölners mit Ministerposten sein kann, daher hat sich sofort der fränkisch Landesvater in seiner oberbayrischen Staatskanzlei per Twitter gemeldet:

Wir lehnen die Bierkontrollpläne der Ampel ab. 90 Bier im Monat, 3 Bier am Tag – das darf es nicht geben. Wir werden alles tun, das zu verhindern. Wir wollen keine Drogen in Bayern. Wir schützen unsere Kinder und Jugendlichen. #csupt23 #miteinander

3 Bier am Tag? Wie hatte der ehemalige bayrische Ministerpräsident Beckstein erklärt: „Wenn man die zwei Maß in sechs, sieben Stunden auf dem Oktoberfest trinkt, ist Autofahren noch möglich“, sagte Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein von der CSU dem Bayerischen Rundfunk in München. Das Trinkprofil eins Oktoberfest’lers ist am Anfang nur an seine Maß zu nippen und dann am Schluss seines Zeitfensters, Gas zu geben und zu schütten. Das ist weltweit bekannt und gehört zum bayrischen Kulturgut. Lediglich Preußen (- jene FDH’ler des Bierkonsums –) nippen ihr Bier schlückchenweise alle dreieinhalb Minuten und prosten sich dabei auch noch zu, was als harmloser einzustufen wäre, ganz im Gegentum zu dem Trinkverhalten eines bayrisch Traditionsverhafteten bei dessen Bierkonsum beim Starkbierfest oder beim Oktoberfest, welches Sprünge auf der zweifelhaften Karriereleiter einer tragischen Alkoholkarriere sein können.

Aber zurück zum jetzigen Landesvater:

90 Maß Bier im Monat, dass ist schon nicht mehr verantwortungsvoll. Selbst bei 60 Maß Bier im Monat (also zwei Maß Bier pro Tag im Monat mit dreißig Tagen), da ist der Alkoholsucht der Weg schon mit Bierleichen gepflastert. Mit kindlichen und jugendlichen Bierleichen. Das geht nicht. Da tritt der bayrischen Schutzinstinkt ein. Wehret den Anfängen, bevor zu spät ist! Hat schon der Strauß, der Franz-Josef, gesagt.

Kinder und Jugendliche gilt es zu schützen. Keine Macht der Liberalisierung von Bier. Daher war es wohlfeil und positiv gesonnen zu lesen, dass unser bayrische Landesvater diesen Schutz über alles stellt. Notfalls lassen sich ja Kinder und Jugendliche nach dem bayrischen Polizeiaufgabengesetz (PAG) genau so behandeln wie sogenannte “Klimabkleber”.

Bei Überprüfung der Sachlage und Feststellung der drohenden Gefahr (u.a.a. bei Selbst-Gefahr-dung) kann mit unbefristeten Sicherungsgewahrsams im Hinblick auf das rechtsstaatliche Bestimmtheitsgebot aus Art. 3 Abs. 1 Satz 1 Bayerische Verfassung reagiert werden.

Einfach mal vier Wochen Vorbeugehaft für diese Biertrinker und potentielle Alkoholmissbrauchsstraftäter. Allgemeine Anlässe des Bierkonsums und daher drohende Gefahren gibt es reichlich: Silvester/Neujahr, Karneval, Karfreitag, Tag des deutschen Bieres, 1. Mai, Muttertag, Vatertag, Geburtstage, Abi-Feiern, Schulschluss, Wochenende generell, Frühlingsfest, Internationale Tag des Bieres, Oktoberfest, Tag des österreichischen Bieres, Weihnachtsmärkte, usw. usf. .

Bei bereits in den Polizeiakten geführten “Klimaklebern” ist es denen verboten mit Kleber in der Tasche angetroffen zu werden. Falls, dann geht es gleich wieder für vier Wochen in Vorbeugehaft. Das gleiche sollte für Kinder und Jugendliche in Sachen Bier und Alkohol gelten. Es ist beruhigend, dass sich unser Landesvater Söder in seinem Tweet dazu eineindeutig klar und ohne Umschweife geäußert hat. Das würde man mal gerne von einem Habeck oder der Ampel an sich lesen.

Wie bitte?

Alles falsch?

Ich habe falsch zitiert?

Es geht gar nicht um Bier oder Alkohol?

Söder hatte in Wahrheit über “Cannabis-Pläne” mit über  “90 Joints im Monat, 3 Joints am Tag” gesprochen, als er sich um den Schutz von Kindern und Jugendlichen sorgte?

Ach so.

Dann habe ich mich wohl verlesen. Gott sei Dank.

Ich hab mich schon wundern getan, warum Söder jetzt von Bier als Einstiegsdroge für Alkoholsucht und Alkoholspätfolgen schrieb. Bier ist natürlich nicht schädlich, sondern hat sogar wohltuende Effekte fürs Haar. Darum sieht man den Söder auch immer wohlfrisiert auf Twitter, wie er biergefüllte Krüge auf diversen bayrischen Bierfesten festhält. Bierkrüge zwischen den Fingern, nicht Joints. Bayrische Kultur und nicht Einstiegsdrogen zu einer Suchtkrankheit.

So. Das wär’s von hier aus’m Paulaner-Garten. Ich trink noch mein Starkbier-Maß, zuzle meine restlichen Fränkischen Bratwürste aus und gehe heim in meine Staatskanzlei, zu meinen Dackel und zu meinen Club. Mei Leb’n für an Hund …

Luhja sog i …

Eine Familie ist ein Elendsverband

Es ist beruhigend, dass KIs den Menschen einfach nicht vollumfänglich ersetzen können. Eine KI kann dem Menschen zeitnah nie das Wasser reichen. Wer am Wochenende sich von diesem alternativen Fakt noch nicht überzeugen hat lassen, … keine Sorge, der neuste Schweiger-Film “Manta Manta – Zwoter Teil” läuft auch noch am nächsten Wochenende.

Der Mensch ist und bleibt ein Unikum. Der Mensch an sich benötigt bei Schweiger-Filmen immer einen Standard erwarten, den ChatGPT wie folgt beschreibt, wenn man die KI fragt, wie denn so ein “Manta Manta”-Sequel in den Schlussszenen aussehen könnte, der erhält dann auch mal folgenden Vorschlag:

Der Zuschauer wird durch die starke Botschaft des Films berührt, dass Familie und Freundschaft die Grundpfeiler des Lebens sind und dass es nie zu spät ist, sich wieder mit seinen Lieben zu versöhnen.

Allerdings erzählt ChatGPT auf Nachfrage auch folgenden Manta-Witz:

Warum haben Mantafahrer immer eine leere Flasche im Kofferraum? Für den Fall, dass sie mal auf eine Tankstelle ohne Bier treffen!

Somit relativiert sich die Intelligenz der KI doch erheblich. Denn am Filmende im Schweiger-Film gibt es nicht irgendein Bier, nein, sondern das Bier, das man aus der Werbung mit dem verstorbenen Rudi Assauer

Nur gucken, nicht anfassen!

kennt. Damit ist eigentlich alles wichtige zum neusten Schweiger-Film erzählt, an dem sieben Köche in dem Drehbuch-Brei mit rumgerührt haben. Einer der Drehbuch-Köche kennt sich in Werbefilme aus. Da darf man am Filmende auch mal mit nem Biercken drauf anstoßen, woll.

Was lange gerührt wurde, das kann einen nichts mehr schütteln. 400.000 Besucher seit fast zwei Wochen haben den Film gesehen und können sich nicht irren. Der Film muss somit auch nicht sofort aus den Kinos verbannt werden, denn es gibt in Deutschland die 0,5 Promillegrenze und mit momentanen 0,47 Promille darf der “Manta”-Film in den Kinos noch weiter gefahren werden. Sollte der Til-Schweiger-Film allerdings die 1,1 Promillegrenze noch überschreiten, denn dann muss man sich drüber unterhalten, ob eine absolute Fahruntüchtigkeit für Manta-Zuschauer gelten muss. Vox populi, vox Rindvieh.

Hm? Den letzten Satz hatte ich bereits im vorherigen Blogeintrag von mir verwendet? Nun, Til Schweiger hat mit dem “Manta Manta – Zwoter Teil” ja auch nichts sonderlich neues geschaffen, sondern sich erneut zitiert, womit er schon dauernd und nicht erst seit den “Zweiohrküken” und dem “Kokowääh” rumspielt: die Familie als Keimzelle der Gesellschaft und Vernunft. Und als gutes Beispiel geht er voran und beschäftigt seine Töchter Luna und Emma auch in seinem “Manta”-Film. Das ist natürlich und nicht zu beanstanden.

Wer allerdings meint, der Schweiger-Clan spielt hier kriminell mit der cineastischen Kunst, und somit das Thema “Clankriminalität” als Assoziation bemüht, der hintertreibt den in Deutschland als Ideal propagierten Leistungsgedanken. Warum darf sich Til Schweiger seine Töchter nicht als Darstellerinnen leisten? Leistung muss sich wieder lohnen. Und 400.000 Besucher bislang können sich nicht irren, dass sich Schweiger mal wieder etwas geleistet hat.

Die Familie ist ein Elendsverband und so etwas verlässt man nicht, hatte bereits Martin Walser erklärt und Til hat es verstanden, dass ein Clan nichts anderes als eine Familie ist. Und die Familie ist gerade in unseren Zeiten das propagierte Ideal: die “family” als safes Band angefüttert aus Blutkonserven und die “family” lost dicker als Wasser aus ner Eiswürfelmaschine. Da darf denn auch geschwisterliche Teilung und brüderliches Betrügen erlaubt sein.

Und wenn man ChatGPT nach dem Zusammenhang von Til Schweigers “Manta Manta – Zwoter Teil” und “Familie” in Form eines Witz fragt kommt auch gleich die Antwort:

Warum fährt die ganze Manta-Familie in einem Auto? Weil sie sonst auseinanderfallen würde!

Und so lehne ich mich mit der Aha-Erkenntnis zurück, warum so viele Leute in den neuen Schweiger-Film gehen: Schweigers “Manta”-Film ist das letzte Refugium für laute, prollige und biertrinkende Menschen, die Angst haben, dass im Zuge der Auferstehungsgedanken Rudi Assauer wieder bei denen auf der Mattscheibe auftaucht und den unschuldigen Zuschauer mit einem

Nur gucken, nicht anfassen!

anblafft. Und das entspreche doch einer Verbotskultur. Und nur gucken, das will doch keiner dieser Schweiger. Obwohl, im Kino gucken sie. Und sie lachen. Lachen bis zum Cringe. Besonders das Lachen mit dem “aus” als Vorsilbe ist derzeit en vogue.

Obwohl, “en vogue”? Ist das nicht erst recht cringe? Weil da würde der Til Schweiger Pickel von bekommen. “En vogue”. Würde Til Schweiger das hören, er würde gleich wieder gegen die Volkskrankheit “Wokeness” und zur Impfung dagegen seine Filme empfehlen. Dabei hält er es doch bekanntlich nichts vom Impfen an sich. Das war ihm bereits damals zu “woke”. Aber ich schätze dass er nicht der einzige wäre, der “en vogue” für Teufelszeug hält  Momentan laufen genau so viele Bedenken-Träger wie Pickel-Träger herum, da hilft auch keine tonnenweise kostenlose Ausgabe von Anti-Pickel-Wasser mehr …

Aber Hauptsache Familie ist und bleibt “en vogue”. Vitamin “F” hilft immer und übertrifft jedes Anti-Pickel-Wasser bei Talentlosigkeit. Möchte irgendwer seine Familie lieber bei Reality-Formaten in der Glotze wiederfinden oder doch viel lieber in Filmen auf Leinwänden?

Egal. Solange KIs es nicht beherrschen, Drehbücher auf “Manta Manta – Zwoter Teil”-Niveau zu schreiben, so lange sind wir jedenfalls im Kino vor KIs sicher. Eine KI kann dem Menschen nie das Wasser reichen. Und den Rest erledigen dann die “Avengers”, nicht wahr. Oder die Wasser- und Eis-Verkäufer im Kino. Und die Schweiger-Familie auf der Leinwand. Für familiengerechte Unterhaltung.

Unterhaltung, das ist das, was man gerade noch unter Haltung ertragen kann. Und das dürfte bei dem “Manta”-Film jederzeit möglich sein, nicht wahr. Wer ein Komma in bedeutenden Äußerungen anderer wichtiger Menschen werden will, der krümmt seine Haltung beizeiten. Und jetzt mal ehrlich: Höret auf zu meckern und seiet froh, denn es könnte noch schlimmer kommen!

Nun, ich bin froh. Und sicherlich wird bald auch noch Film namens “Manta Manta – Dridder Deil” kommen.

Amen.

Warum mir das 6-Monate-KI-Moratorium von wichtigen beruflich erfüllten Persönlichkeiten Probleme bereitete …

Hin und wieder beteilige ich mich an Online-Abstimmungen. Also solchen Dingen, bei denen man eine Unterschrift unter einer Forderung setzen kann, welche dann wichtigen Personen zugestellt wird.

In den 90ern wurde diese Art der Forderungen an Schlüsselpersonen in Deutschland beliebt. Es schwappte sozusagen als Nachbeben des Tian’anmen-Massakers aus Peking (Chinesien) nach Europa. Bevor Panzereinheiten in Peking unangepasste Studenten niederrollten, gab es ein Zeitfenster, in welchem die Chinesen Eingaben an die Staatspartei machen konnten, um deren Systemfehler zu beseitigen, ohne dafür gleich in ein Arbeitslager geschickt zu werden. ´

Das Ganze in China wurde in Europa als so erfolgreich bewertet, dass diese Methode in der EU in Form von “Petitionen” übernommen wurde. Nur mit der generalistischen Antwort, also mittels Panzer wie in Peking 1989, darüber konnte sich die EU mit Orban & Co noch nicht einig werden. Das Thema wurde einstweilen in Deutschland und dessen Internet ge-outsource-ed . Man will schauen, ob solch ein System auch für die EU tauglich sein könnte.

Die Schweiz – ganz am Rande bemerkt – gehört nicht zur EU, also sind Anmerkungen wie “Wer hat’s erfunden” maximal drollig (ohne “t”) und einer Toblerone ohne Montblanc-Gipfel im Hintergrund wert.

Jetzt habe ich mich an solch einer Petition mal beteiligt. Klar, damit komm ich automatisch in den Ruch, ein Anhänger der “Die Linken” oder der “AfD” zu sein. Aber jeder Kleingartenkarnickkelschlachterverein mit temperaturüberwachter Doppelkugelgrilloption hat bereits bewiesen, nackt pinkelnde Gartenzwerge sind keine alleinige Option von Jugendlichen unter 25. Auch wenn diese so etwas bei sich im Regal stehen haben und damit deren Protest am Establishment Kund tun. Denn die Kleingartenkarnickkelschlachterverein-Angehörigen haben eh schon vögelnde Erotikskulpturen in deren Wohnzimmern in exponierter Lage direkt über die hygienisch abwaschbaren Swinger-Matratze für open-minded-People mit Faible für katholischer Lebensweise.

Also. Ich bin letztens aufgefallen. Ich hatte eine Petition auf ein Moratorium für KI-Entwicklung. Richtig. Es war jene, welche auch Elon Musk unterzeichnet hatte (hier). Ich unterzeichnete als besorgter Bürger. Richtig. Besorgter Bürger. Einem Bürger, dem es besorgt wurde.

Die entscheidende Frage der Petition (hier) ist:

Sollten wir alle Arbeitsplätze automatisieren, auch die erfüllenden?

NEIN!

Sollten wir  nicht! Und “soll” heißt “muss”, wenn “kann”.

Denn jedem Menschen mit Hirn sollte bereits klar sein, dass alle “nicht erfüllenden” Jobs bereits im Begriff sind, ersetzt zu werden. Niemand will mehr jemanden in einer Lackierkammer, in der Bleche so lackiert werden. Weill dann das Ergebnis oftmals nicht dem ästhetischem Empfinden des Auto-Käufers entspricht, und niemand ein Fahrzeug mit unregelmäßig aufgebrachtem Lack haben will. Also, gewünscht ist nur das Auto in der Lackfarbe des eigenen Vertrauens. Kein Käufer eines Fahrzeugs (weder in Deutschland, noch Chinesien) wird jemals einen Inhomogenität auf der Lackoberfläche seines 20.000 € Vehikels akzeptieren.

Gleiches gilt für PC-Monitore oder Fernseher. Wer akzeptiert schon einen Pixelfehler, der von einem Menschen verursacht wurde? Falsche Fragestellung! Niemand akzeptiert auf seinem Monitor einen Pixelfehler. Egal ob von Mensch oder Maschine verursacht.

Daher gibt es KI, die versuchen gerade solche Fehler zu verhindern. Reproduzierbar vermeidend. Dass dabei die Jobs der unteren Klasse, der Billiglohnkräfte, durch KI wegrationalisiert werden, das interessiert keine große Seele. Warum?

Sollten wir alle Arbeitsplätze automatisieren, auch die erfüllenden?

Das geht nun mal gar nicht. Die erfüllenden Jobs, welche Leute wie Musk, Bezos, Biden, Scholz, Putin und ich einnehmen, und sich dafür gnadenlos wie ein Trainer vom FC Bayern München bezahlen lassen … Wollen wir, dass solche Jobs von KIs ersetzt  werden?

NEIN!

Richtig, die Diskussion geht nicht mehr um die Arbeitsplätze von Hinz und Kunz und von dir und mir, sondern von denen, die dir und mir sagen, was zu tun sei. Denn Hinz und Kunz werden bereits de facto von KI ersetzt. Sollen auch die anderen durch KIs ersetzt werden?

Ich hatte unterzeichnet. Meine Zukunft war mir wichtig.

Mein Personalbüro meldete sich bei mir. Ob ich etwas gegen die Geschäftsführung meiner Firma hätte? Warum ich denken würde, dass diese durch KIs ersetzt werden könnte? Denn “Sollten wir alle Arbeitsplätze automatisieren, auch die erfüllenden?” bezöge sich direkt auf die GF meiner Firma. Und so etwas zu unterzeichnen, das impliziere, dass ich überhaupt diesen einen Gedanken auch gedacht hätte. Und das wäre bedenklich. Sehr bedenklich. So ein Gedanke an sich wäre illoyal und somit hätte ich meinen Arbeitsvertrag durch meine Unterschrift als “besorgter Bürger” in Frage gestellt. Ich soll am Montag um 9:00 Uhr Stellung beziehen. Ein Nichterscheinen würde als eindeutige Stellungnahme bewertet. Als negative im Sinne meines Arbeitsvertrages.

Ich werde meinen Urlaubstag annullieren und das Missverständnis vor Ort in Büro “No. 9” aufklären. Ich brauche meinen Job. Ich bin jung und brauche das Geld. Ich will nicht für Niedriglohn-Offerten von Bezos oder Musk in Deutschland arbeiten. Mit der Garantie durch KI ersetzt zu werden durch die, die einen erfüllenden Job besetzen und besetzt haben.

Wobei. Ich werde sowieso eh bald durch ne KI ersetzt.

Weil mein Job eh nicht als erfüllend angesehen werden kann …

Hasta la vista, maybe …