Abalone – Das Leben und Sterben einer pazifischen Meeresschnecke


Essen ist Nahrungsaufnahme. Und Essen kann auch zu einer Zeremonie werden. So wie es oft in Japan praktiziert wird.
Dann können sich Leben und Tod vor einem auf dem Tisch berühren, nur verdeckt durch einen Topfdeckel.
Zurück bleibt am Schluss die perlmutt-schimmernde Schneckenschale der Abalone.
Und was geht einem dabei durch den Kopf?
Ehrfurcht. Dankbarkeit. Und Verwirrung.
Das Leben sozusagen.

https://www.youtube.com/v/_VdP56VTa0g?version=3&hl=de_DE

Musik: „Point of no return“ von Roger Subirana Mata (http://www.jamendo.com/de/album/24858)

Internetlink zum You-Tube-Video: http://youtu.be/_VdP56VTa0g

Das Video ist auch in HD verfügbar.

Blick zurück in den Zorn (oder: Kernschmelze des Vertrauens)


Anfang 1987 fand der damals frisch eingestellte Geschäftsführer der Hanauer Atomfirma „Transnuklear“, Hans-Joachim Fischer, falsche und überhöhte Abrechnungen der Abteilung „Radioaktive Abfälle“ auf. Fischer erstatte Anzeige wegen Veruntreuung von Firmengeldern. Im April 1987 begannen die umfangreichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Ende 1987 erreichte der Skandal für nicht möglich gedachte Dimensionen. Kontaminierte Abfälle mit den radioaktiven Elementen Kobald 80 und Plutonium waren in Fässern als harmlosere Abfallstoffe deklariert worden. Diese Umdeklarierung hatten sich mehrere Mitarbeiter der Hanauer Firma „Transnuklear“ sehr gut bezahlen lassen. Fünfzehn Millionen D-Mark Schmiergelder sollen es gewesen sein.
Anfang Dezember tauchten dann die ersten falsch deklarierten Fässer bei der Preussag in Hannover auf. Immer mehr falsche Lieferungen wurden im Dezember letztendlich bei anderen Firmen entdeckt. Am Ende waren es 1942 Fässer. Kurz vor Silvester ’87 hatte der Skandal seinen Höhepunkt erreicht.

Die Firma SIEMENS war dabei im Atomdorf bei Hanau für ca. eine Milliarde D-Mark, eine Anlage zur Produktion von Mox-Brennelementen zu errichten. Das brisante dabei war, dass in Mox-Brennelemente das nach dem Höllenfürsten Pluton benannte Plutonium eingebaut wird. Mox-Brennstäbe bestehen aus einem Uran-Plutonium-Mischoxid.
Das Brennelementewerk sollte das bei der dort ebenfalls geplanten Wiederaufarbeitung von Brennstäben anfallende Plutonium zu MOX-Brennelementen verarbeiten. Die SIEMENS stellte die Anlage zwar fertig, konnte sie aber nie in Betrieb nehmen und verzichtet 1995 komplett auf die Pläne zur Inbetriebnahme.

Zuvor positionierte sich SIEMENS mit seinen Plänen bereits, nachdem sie im Umfeld des Hanauer Bestechungskandals ahnte, dass deren Pläne zum Umsetzen der Anlage problematisch werden würden.
Der Super-Gau von Tschernobyl aus dem Jahr 1986 war noch frisch in Erinnerung. Im September 1988 wurden 100 Eisenbahnwaggons mit Cäsium 137 verstrahlter Molke bei Rosenheim aufgefunden. Die Süßwarenfirma Ferrero stellte ihre Bewerbung deren Produkt „Ferrero Rocher“ mit dem Werbezusatz „mit Bizantiner Königsnüssen“ ein, denn nachdem die Bevölkerung mitbekam, wo Byzanz lag und wie es mit der Kontaminierung u.a.a. von Haselnüssen damals generell aussah.

Der im September 1998 gestorbene SIEMENS-Vorstandsvorsitzende Karlheinz Kaske sprach am 2. Februar 1988 in einer Münchener Pressekonferenz über den damaligen Skandal bei den Hanauer Atomfirmen. Zu einer möglichen Gefährdung durch falsch deklarierte Atommüllfässer meinte er:

„Nur 0,2 Milligramm Plutonium war in den Fässern. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.“

Vielleicht hatte Karlheinz Kaske den damaligen Bayerischer Staatsminister für Umweltfragen Alfred Dick (CSU) als Vorbild. Dieser hatte im September 1988 medienwirksam einen Teelöffel Molke, welche mit Cäsium 137 belastete war und aus den 100 Rosenheimer Eisenbahnwagon stammte, vor laufender Kamera gegessen und dessen angebliche Ungefährlichkeit mit den Worten „Des tut mir nix!“ kommentiert.

Nur, hätte der Atom-Gourmet Kaske das gleiche mit einem Teelöffel Plutonium verseuchten Lebensmittel getan, ihm wäre ein Staatsbegräbnis sicher gewesen. Seinen Worten des „auf der Zunge zergehen lassen“ folgten keine Taten.
Ein Milligramm Plutonium strahlt mit 2,5 Millionen Becquerel. In Konsequenz nach den Strahlenschutzverordnungen Deutschlands hätte dann aber die Aussegnungshalle als „radioaktiv“ und der Friedhof als „strahlengefährdetes Gebiet“ gekennzeichnet werden müssen. Mit 0,2 Milligramm Plutonium lassen sich langfristig 5.000 Menschen in Gräbern befördern, welche dann für die nächsten 100.000 Jahre Sperrgebiet wären. Das würde sich niemand einfach mal so auf der Zunge zergehen lassen, wie es der damalige SIEMENS Vorstandsvorsitzende Kaske lächelnd in die Kameras verkündete.

Die Bemerkung von Karlheinz Kaske war damals von den Medien als Beruhigungsmittel gedacht gewesen. Die Bemerkung fiel in einer durch die Hanauer Atomfabriken „Nukem“ und „Alkem“ aufgeregten Athmosphäre. Und, sie wirkte. Die Bevölkerung war beruhigter.

Jetzt wurde in der Umgebung von Fukushima Spuren von Plutonium nachgewiesen. Spuren von Plutonium. Wer möchte sich diese auf der Zunge zergehen lassen?

Vielleicht könnten sich diejenigen freiwillig zum Kernbrennstäbe putzen melden, welche jetzt meinen, dieser Fund wäre unbedenklich. TEPCO sucht sicherlich noch paar Freiwillige in Schutzanzügen, die deren schmelzende Brennstäbe runterkühlen … .

Quelle des Zitats von Karlheinz Kaske: „Süddeutsche Zeitung“ vom 3.2.1988, Nr. 27

Libyen, eine deutsche Blamage und was uns sonst noch fehlt …


Da tobt also die Presse von links bis rechts:
Westerwelle habe Deutschland blamiert.

So was dummes aber auch.
Da hat Deutschland gerade mal nen temporären Platz in der UN-Sicherheitsexpertenrunde und da macht das D-Land nicht das, was alle machen: Kriegerische Handlungen absegnen.

Wenn ich die renommierten Zeitungen jenseits des Boulevards lese, dann kommt mir der Eindruck, Deutschland habe einer dummen Minderheit gefolgt, den Einsatz gegen Libyen nicht zu legitimieren. Minderheit.
Wenn man dann so am Rande liest, dass die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) sich ebenfalls nicht für einen Militäreinsatz in Libyen …

Moment! Über Libyen. Denn es ging um die Lufthoheit in Libyen, nicht um die Bodenhoheit. Das sollte nicht vergessen werden, wenn Panzer und Truppen vor Bengasi aus der Luft von alliierten Kampfflugzeugen angegriffen werden. Panzer und Truppen können bekanntlich nicht fliegen, aber dieses Detail interessiert niemand. Eine UN-Entscheidung wird mal locker zum Gummiband degeneriert.
Flugverbotszone?
Haut weg, die Truppen von Gaddafi. Mit Bomben und Raketen. Schließlich geht es um den Schutz der apostrophierten „demokratischen“ Rebellen. Rebellen gegen Diktatoren sind automatisch gut.
Und schützenswert.
Sowieso.

Na, da werden wir ja wohl mit dem Angriff gegen Libyen auch militärisch die Bewegungen in Bahrain unterstützen, die niedergeschossen wird. Und die Widersacher bei den Diktatoren der Saudis demokratisierend aufräumen. Und überhaupt die seit 20 Jahren erwartete Demokratie in Kuwait, die soll dann wohl auch mit dem Frühlingsanfang endlich Einzug halten … .

Wurde eigentlich damals in der UNO in Sachen „Dafur-Konflikt“ (Sudan) genauso für einen Eingriff parliert? Hm. War da was? Ich glaube nicht.

Und Somalia? Ich mein, gleich eingreifen und die Piratenfraktion das Lebensgrundrecht entziehen. Was ist mit Kenia? Stimmt. Da wollten wir ja Waffen hinliefern, die uns die somalischen Piraten entführt hatten. Seitdem kreuzen dort Schiffe der Armeen und bewachen die Rüstungsexporte. Kenia gut, Somalia schlecht. Beide Länder sind alles andere als freiheitlich und demokratisch zu klassifizieren. Das eine entspricht Afghanistan, das andere liegt so zwischen Mubarak und Gaddafi.

Und was ist mit China? Dort werden politische Gegner gleich weg gesperrt und erhängt von den dortigen blutrünstigen Machthabern! Die sind genauso so wenig zimperlich wie der Herr Gaddafi. Wieso greift in China niemand ein? Ach, stimmt. Ich vergaß. Wir machen dort ja gute Geschäfte und der chinesische Markt hilft uns aus der Krise. Da sind uns die Demokratiebestrebungen der Leute dort herzlichst egal.

Nur Libyen, die Obersau von Terrorist, der Lockerbie-Bomber, der hatte sein Land nicht mehr im Griff. Vorher war ja alles so toll. Der Gaddafi, sein Öl, seine Armee, welches als Bollwerk für die EU taugte. Und jetzt haut der mit den Rüstungsgütern, die er sich von den Waffenhändlern der 1. Welt zusammen gekauft hat, seine Bürger kaputt. Und der Ölexport nach Europa klappt auch nicht mehr, stattdessen nur Boat People, die nur wegen des Wohlstandes nach EU kommen…

NATOd, übernehmen Sie.

IMHO haben sich unsere oberen Herrschaften Deutschlands, die Westwelles und Merkels, bereits schon lange vorher blamiert, dass sie Nordafrikanische Staaten als stabile und unterstützendwerte Länder klassifizierten, welches sie wohlwollend betrachteten. Und eine wie auch immer geartete Blamage kam nicht mit der Enthaltung im UN-Sicherheitsrat, wo Deutschland am gleichen Strick wie die BRIC-Staaten (Vertreter der Mehrheit der Menschen dieses Globus, so am Rande mal erwähnt, was ich jetzt mal nicht als deren moralische Legitimation verstanden wissen möchte, aber das ist USA und EU ja auch nicht) gezogen hat. Ist ja freilich verwerflich…

Wer es vergessen haben sollte, Haiti liegt immer noch im Erdbebenschutt, den auch Japan gerade neben seiner AKW-Zerstörung bekämpft. Das letztere Land interessiert uns aber erheblich stärker als Haiti oder den 30000 Flüchtlingen in Brasilien wegen den Regenüberschwemmungen.
Oder will wer wissen, dass im worst-case BMW und Daimler seine Produktion hier einstellen muss, weil wichtige elektronische Schaltteile in Japan nicht mehr hergestllt werden?
Eben.
Was ist Haiti uns wert, wenn Japans Wirtschaft Brüderles „XXL-Aufschwung“ im Exportbereich hindern könnte.

Und was hat das mit Gaddafi und der Sperrung seines Luftraums zu tun?
Nun, ich weiß allerdings, dass Gaddafis Sohn den bayrischen KTG in seiner Copy&Paste-Leistung übertroffen hat (die Internetschwarmintelligenz demaskiert inzwischen auch dessen Doktorarbeit und Gaddafis Sohn war ein erheblich besserer Kopierer als KTG), dass Gaddafis Familie vor einem Jahr auf dem Wiener Opernball noch ein gern gesehener Gast war, dass Gaddafi selber vormals in der EU keine persona-non-grata war.
Weil aber die Widerstandsbewegung gegen Gaddafi sich als Windei herausgestellt hat, wollen alle von außen eingreifen. In Tibet, Birma, Dafur und in anderen Ländern wurde zugeschaut. Warum nur?

Dieses Eingreifen ist in meinen Augen ein erneuter Sündenfall und dass Deutschland dabei nicht mitspielt, hat nichts mit moralischer Überlegenheit zu tun, sondern eher von dem Gleichnis von dem mit Blindheit geschlagenen Huhn, der neben dem Gockel auch mal groß da stehen möchte.

Aus dem Bürgerkrieg wurde ein internationaler Krieg.

Wenn der Wind weht


“Ich kann heute nicht erkennen, dass unsere Kernkraftwerke nicht sicher sind, sonst müsste ich ja mit meinem Amtseid sie sofort abschalten,” sagte heute die Kanzlerin Angela Merkel.

Wie versprach sie noch den Bürgern am 6.9.2010, nachdem die Laufzeitverlängerung als mit dem absurden Begriff dieser als „Revolution in der Energieversorgung“ den Medien verkauft wurde:
„… dass die Unternehmen auch in den nächsten Jahren noch erhebliche Summen in die Sicherheit investieren müssen. Denn Sicherheit geht vor und wir haben heute schon die sichersten Kernkraftwerke der Welt.“

Die WDR-Sendung Monitor berichtete am 9.9.2010 unter dem Titel „Bundesregierung will Sicherheitsstandards für Atomkraftwerke senken“ folgendes:
„Denn laut Bund-Länder-Liste müssen wichtige Nachrüstungen erst mittel- bis langfristig erfolgen. Beispiele: Die Vergrößerung der Flutbehälter, wichtig, für den Fall, dass das Kühlsystem des Reaktors ausfällt. Auf die lange Bank geschoben, ebenso die Trennung redundanter Sicherheitseinrichtungen. Also Systeme, die im Notfall unabhängig voneinander funktionieren sollen. Später vielleicht. Und auch der Austausch der Rohrleitungen. Laut Papier nicht so dringlich.“

Wie gut, dass die Flutbehälter nicht groß genug sind, dass Notsysteme offensichtlich voneinander abhängig sind und dass die Rohrleitungen auch nicht mehr dem aktuellen Standard entsprechen.

Wetten, dass Frau Merkel auch morgen mit ihrem Amtseid die AKWs nicht abschalten wird?
Denn an sich ist das ja nicht wichtig. Angesichts der sich materialisierten „worst case“-Szenarien im japanischen AKW „Fukushima-1“. Denn der Wind bläst ja momentan gen Pazifik.
Und alles ist gut …

… ob ich noch meine bereits geplante Dienstreise nach Japan antreten darf? …

Die japanische Weiterentwicklung von "Karaoke": "Air Sex"


Die Japaner sind erfinderisch.
Sie erfanden die Möglichkeit zu Musik zu singen und sich lächerlich zu machen, noch bevor RTL DSDS-Casting-Shows 1:1 abfilmte und als Abendprogramm uns verkauft hat.

Und jetzt haben sie auch noch eine andere Sache weiter entwickelt. Durch eine Email eines Bekannten, stieß ich auf eine neue Freizeitbeschäftigung mit Wettbewerbsgitarre.
Was dem jugendlichen Headbanger seine „Luftgitarre“ ist, das ist dem Japaner jetzt sein „Air Sex“.

Seht selbst:

P.S.:
Für diejenigen, die nicht so viel Englisch verstehen, der „Air Sex“-Wettbewerbsieger hatte nach eigenem Bekunden noch nie wirklichen Sex mit einer Frau …

P.P.S.:
Was denkt sich Frau nur jetzt dazu? …

Lebe wild und gefährlich (3)


Will im Flieger die Vodka-Flaschen öffnen.
Stelle mit Entsetzen fest, dass die Flaschen wohl noch in London auf dem Flughafen rumstehen.
Frage Stewardess, ob wir nicht noch umkehren können.
Stewardess versteht wohl mein Englisch nicht.
Wende mich an den Steward.
Aber der mag mich wohl auch nicht.
Beschließe mich ersatzweise an Boardgetränke zu berauschen.

Lebe wild und gefährlich, Careca

Stelle fest, dass das Glas aus Glas ist und die Dose aus Metall.
Finde in meiner Hosentasche noch eine Tüte „Düsseldorfer Löwensenf extra scharf“ und ein Gasfeuerzeug.
Überlege, wie ich aus der Dose, dem Senf und dem Feuerzeug eine Senfgasgranate basteln kann.
Versuche das Nachdenken mit diversen Fläschen Rotwein anzuregen.
Schlafe beim Nachdenken ein.
Wache auf meiner Brille sitzend auf.
Brille verbogen.
Fotoapparat jedoch nicht.

Erkenne zu meinem Leidwesen, ich lebe noch immer nicht wild und gefährlich.
Mist.

Lebe wild und gefährlich (4)


Stewardess kommt und fesselt mich an Sitz fest.
Denke erst voll erregt an leichte Formen von Sado-Maso.
Nach der Landung stelle ich leider fest, dass es sich nur um den Sitzgurt handelte.
Steward zeigt mir eine halbe Stunde später, wie der Sitzgurt aufgeht.
Fühle mich tief beschämt.
Verlasse Flugzeug und nehme den Narita-Express Richtung Tokyo Station.
Frage dort am Info-Schalter nach Bill von Toykio Hotel.
Unverständiges Schulterzucken und aufreizend provozierendes Lächeln.
Verschwinde erstmal in das nächste Kaufhaus.
Suche brasilianischen Schnaps.
Fehlanzeige.
Suche danach brasilianisches Bier.
Wieder nichts.
Will mir nun japanisches Bier kaufen.
Stosse dabei auf deutsches Kölsch.

Lebe wild und gefährlich,Careca

Beschließe ganze Reihe Kölsch aufzukaufen.
Werde von einem deutschen Ehepaar schief von der Seite angeschaut.
Japaner reagieren mit Gleichmut oder einfachem Wegsehen.

Ich spüre, ich bin auf dem richtigen Weg zu „Wild und gefährlich“.

Lebe wild und gefährlich (5)


Fühle mich richtig beschlußfreudig.
Beschließe also mir den giftigsten Fisch der Welt zu kaufen.
Stehe vor der Auslage mit den Kugelfischen, die man Fugu nennt.
Lebe wild und gefährlich, Careca

Fische erscheinen mir zu dünn für eine wilde und gefährliche Mahlzeit.
Ziehe weiter.

Später erzählt mir wer, Fugus pumpen sich auf, wenn sie sich in Gefahr wähnen.
Bin sauer und würde mich am liebsten ebenfalls aufblasen.
Nehme mir stattdessen nur meinen Schuh.
Scheitere beim Aufblasen.
Bin doppelt-sauer.

Lebe wild und gefährlich (6)


Wandere ziellos durch Tokyo.
Finde ein Holzgebäude mit einer Kugel davor.
Drinnen stecken Japaner seltsame Stäbe, zünden die an und schnuppern dann wie berauscht.
Beteilige mich an dem öffentlichen Kiffen.
Stäbchenzeug ist aber irgendwie unpotent.
Wohl schlechte Qualität.
Lebe wild und gefährlich, Careca

Verspüre überhaupt keinen Rauschzustand.
Sehe allerdings wie sich die Japaner den Rauch über ihre Köpfe schütten wollen.
Muss ein eigenwilliger Rausch sein.
Scheint zu wirken.
Denn sehe Hakenkreuzsymbol am Rand des Beckens.
Sehe Hakenkreuze an einer Glocke.

Lebe wild und gefährlich, Careca
Räucherstäbchen sind eindeutig Betrug für Kiffer.
Deutsche Frau klärt mich nachhaltig und intensivst auf, dass Symbol älter ist als das Tausendjährige Reich.

Sehe immer noch keine Gelegenheit für „Wild und Gefährlich“.