Zwischenstation_Aachener_Elisenbrunnen

9 Stunden für knappe 800 Kilometer. Ich habe offenbar jeden Stau mitgenommen, der sich finden ließ. Noch 300 Kilometer. Daher erstmal Pause. Mit Salsa-Musik am Aachener Elisenbrunnen. Aachen steppt ab.
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Kandidat für das Unwort des Jahres einfach zum Fremdschämen

Ich nehme mir ein Makaken-Neugeborenes in beide Hände, halte es vor meinem Gesicht und strecke ihm die Zunge raus. Das Makaken-Baby streckt mir die Zunge raus.
Und jetzt schäme ich mich fremd für das Makaken-Baby.
Wie kann es nur solch eine ungezogene Unartigkeit für Mitteleuropa nachmachen?
Und weil ich mich jetzt für das Makaken-Baby fremd schäme, schämt es sich für mich fremd. Es spiegelt einfach mein Verhalten.

Was will uns diese sinnlose Übung sagen?
Sowohl Makaken-Baby als auch der Mensch scheinen über Spiegelneuronen zu verfügen.
Spiegelneurone?

Spiegelneurone (auch: Spiegelneuronen) sind Nervenzellen, die im Gehirn während der Betrachtung eines Vorgangs die gleichen Potenziale auslösen, wie sie entstünden, wenn dieser Vorgang nicht bloß (passiv) betrachtet, sondern (aktiv) gestaltet würde.

Quelle: Wikipedia
Diese Spiegelneuronen könnten eine Erklärung dafür sein, dass der Mensch die Fähigkeit besitzt, mit zu leiden. Genau das zu empfinden, was und wie der andere empfindet. Freude, Leid, Neid, Triumpf, Ekel. All diese Emotionen, die einem den Tag so bedeutsam machen können.
Aber der Mensch kann sogar noch mehr. Er kann sich sozusagen anstatt eines anderen schämen.

„Ich würd‘ mich an deiner Stelle schämen!“ ist so ein bekannter Satz. Nur kommt dieser Satz mit soviel erhobenen moralischem Zeigefinger daher, dass man sich dafür schon wieder schämen muss. Und das in Zeiten, wo es doch darauf ankommt, moralisch einwandfrei zu sein.

Daher hatten sich schlaue Köpfe in Deutschland zusammengesetzt, um einen Ersatz für den langen unhandlichen Satz „Ich würd‘ mich an deiner Stelle schämen“ zu finden. Diese Wortfindungskomission mit dem Gesamt -IQ von knapp 100 grübelte hinter verschlossenen Türen. Erst stieg dumpfer grauer Rauch auf und jeder meinte nur: „Das wird noch!“
Fünf Tage grübelten, überlegten und dachten sie.
Und am sechsten Tag stieg kurz vor Mitternacht urplötzlich weißer Rauch auf. Die Leute draußen jubelten und waren gespannt wie Flitzebögen. Aber am siebten Tag ruhte die Wortfindungskomission bekanntermaßen angesichts ihrer veritablen Schöpfungsphase. Somit gingen viele enttäuscht nach Hause und verpassten den Montag, als die Komission verkündete:
„Die Tätigkeit, sich ersatzweise öffentlich für andere zu schämen und die normalerweise mit dem Satz ‚Ich würde mich an deiner Stelle schämen‘ beschrieben wurde, heiße ab heute:

Fremdschämen.“

Nun ja.
So oder so ähnlich wurde dieses neue Unwort erfunden. Und ich muss sagen, es ist ein wirklich guter Kandidat für die Komission, die immer das Unwort des Jahres sucht.
Wenn nämlich ein Wort das ausdrückt, was man einerseits für andere moralischerweise machen würde, andererseits aber das ausdrückt, für was man sich generell schämen sollte, dann ist es das Unwort „Fremdschämen“.
Und das alles wegen ein paar lächerliche Spiegelneuronen bei uns im Hirn.
Nun ja.
Dann lasst es uns mal das Verb konjugieren:

  • Ich schäme mich fremd.
  • Du schämst mich fremd.
  • Er, sie, es schämt mich fremd.

Ups.
Kleiner Fehler.
Ich muss mich an dieser Stelle für mich fremd schämen. Denn das Verb ist eindeutig reflexiv und somit sollte es richtigerweise heißen:

  • Ich schäme mich fremd.
  • Du schämst dich fremd.
  • Er, sie, es schämt sich fremd.
  • Wir schämen uns fremd.

Hm.
Kann ich mich eigentlich auch für jemanden fremd schämen, der mir bekannt ist? Kann ich mich folglich für jemanden „bekanntschämen“?
Wenn also ein Blogfreund, mit dem ich schon diverse Bierchen getrunken habe, plötzlich mitten des nachts auf der Strasse in Unterhosen steht, weil er ohne Hose da steht, kann ich mich dann für meinen Freund überhaupt „fremdschämen“? Müsste ich mich nicht „bekanntschämen“?
Wenn mir ein Schauspieler oder Fußballspieler bekannt ist, wäre dann „fremd“ schämen nicht eine radikale Brüskierung meiner eigenen Kenntnisse über diesen und für den nicht eine Art indirekte Beleidigung ihm gegenüber?
Und ist mir jemand wirklich absolut fremd, kann ich mich dann wirklich für ihn „fremdschämen“ oder ist das ganze nicht einfach nur eine Mache, um mich im moralisch besseren Licht dar zu stellen. Mich im Vergleich zu anderen als den besseren zu profilieren?

Inzwischen begegne ich dem Wort „fremdschämen“ immer häufiger. Auch hier in den Blogs ist das Wort ja eine ausgesprochene Modewelle geworden. Sei es in den Kommentaren, wo sich jeder wirklich kollektiv fremd geschämt wird. Oder in den Blogs selber, wo sich jemand mit erhobenen moralischen Zeigefinger fremd schämt.

Wie ich jetzt.

Das Wort ist fatal. Man kann es gar nicht benutzen, ohne dass man sich als den Besseren darstellt. Wir sollten uns für diejenigen fremd schämen, die das Wort „fremd schämen“ noch nie in ihrem Blog verwendet haben. Einmal so richtig gemeinsam „Fremdschämen“.
Außer natürlich für Enzyklopädie-Werke.
Nicht einmal Wikipedia kennt bislang dieses Wort. Zwar findet sich zum Thema „schämen“ der folgende Satz „Scham hat zu empfinden, wem Unrecht zugefügt wurde“. Aber das Wort „Fremdschämen“ ist dort noch undefiniert.

Vielleicht hat es auch noch niemand reflektiert, wie häufig das Wort inzwischen als neuer moralischer Zeigefinger verwendet wird.
Für mich ein Kandidat für das Unwort des Jahres. Ich werde der Uni Frankfurt dieses Wort als Unwort vorschlagen.
Wat mut, dat mut.
Fremdschämen.

Ein Modewort im Spiegel der Zeit.

Womit ich wieder bei den Spiegelneuronen wäre.

Ich strecke gleich nochmals dem Äffchen meine Zunge raus.
Und anschließend schäme ich mich mit brutalst offener Radikalität für das Äffchen einfach mal richtiggehend fremd.

Und fühle mich dann gut dabei.

Richtig fremd gut.

Im Zeichen der Spiegelneuronen.

Hugh.

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Von Weihnachtsmännern und Affären …

Ich sah aus dem Fenster. Draußen rührte sich nichts bis wenig. Die Kneipe hatte früh auf. Das Kölsch schmeckte immer noch ein wenig wie gestern. Aber es gibt schlimmeres.

Zum Beispiel die Geschichte von dem Wies’n-Besucher, der nach dem Oktoberfest zu seinem Freund nach Hause ging, den Freund nicht antraf und dann meinte, dessen Wohnung von außen betreten zu müssen. Ein Hotelbesucher hörte später leise Hilferuf. Eine genaue Ortung der Rufe durch die Münchner Feuerwehr ergab, dass der Wies’n-Besucher 28 Meter tief in einem toten Haus-Kamin gefallen war. Der Wies’n-Besucher hatte sich in seinem Oktoberfestbierrausch offensichtlich aufs Dach begeben und fiel dann in einen Kamin.
Als man ihn fragte, ob er was benötige, war seine Antwort aus den Tiefen des Kamins: „Durst.“ Man ließ ihm eine Flasche Mineralwasser runter, bevor er befreit wurde. Vielleicht hätte der Kaminbenützer lieber „A Maß“ rufen sollen, statt die Oktoberfest-obligatorische Bestellformel „Durst“ zu verwenden …

Im übrigen beweisst diese Geschichte natürlich nicht nur, dass hier in München die wundersame jesu-erinnernde Wandlung von literweise Bier in Wasser vor sich geht, sondern diese Geschichte ist auch der endgültige Beweis, dass es Weihnachtsmänner gibt.

Die Frage ist jetzt natürlich, wieviel Weihnachtsmänner in München nach dem Oktoberfest in wieviel toten Kaminen vor sich hin modern. Erst werden die Weihnachtsgänse und -enten massenweise gekeult und jetzt müssen wir auch noch feststellen, dass die Weihnachtsmänner suizid gefährdet sind.
Das sind ja frohe Weihnachtsaussichten.

Der Regen tröpfelte auf das Pflaster vor der Kölschkneipe.

„Weißt du, als ich eine Affäre hatte, da hatte ich eine richtig entspannte Zeit.“

Ich sah ihn an. Seine Augen waren leicht angequollen und er sah vollkommen unausgeschlafen aus.

„Wahrscheinlich lag es daran, dass ich völlig entspannt war. Und dann war es auch meine Frau. Kein Streß.“

Er sah in seine Kölschstange und seufzte.

„Bis sie es bemerkte. Meine Affäre war der Meinung, ich sei zu entspannt. Und dann hat sie erst mir und dann meiner Frau Streß gemacht.“

„Und jetzt geschieden?“

„Ach wo. Wir haben uns berappelt.“

„Seltene Sache.“

„Das war vor zwei Jahren. Aber jetzt bin ich halt nicht mehr so entspannt. Der Job bringt Streß, ich komm gestreßt nach Hause und meine Frau reagiert wegen meinem Streß gestreßt. Und damit beginnt sie mir ebenfalls heftig Streß zu machen. Eine ewige Spirale nach unten. Ich komm kaum mehr zu meiner entspannten Einstellung zurück.“

Ja, ja, das Leben ist hart, dachte ich mir ironisch.
Aber sagen wollte ich ihm nicht, dass er mir am Arsch vorbei gehe. Und dass ihm mit dem Streß Recht widerfahre wegen seiner damaligen Affäre. Affären sind Beziehungstöter. No-Go-Area.
Ich schaute in mein Kölsch.

„Weisste was? Ich muss diese negative Spirale durchbrechen und meine Ehe retten, bevor alles den Bach herunter geht.“

Er nahm einen Schluck von seinem Kölsch.

„Ich such mir wieder ne Affäre. Dann bin ich wieder entspannter, wenn ich nach Hause komme und streße meine Frau nicht mehr. Und sie wird dann auch weniger gestreßt, mehr entspannter. Wir werden dann wieder glücklich zusammen.“

Ich blickte durchs Fenster.
Auf den nassen Asphalt.
Das Kölsch schmeckte immer noch ein wenig wie gestern.
Aber es gibt eben schlimmeres.

Transparenz und Harmonie

Es war eines der seltsameren Erlebnisse dieses Monats.
In einer mitteleuropäischen Kleinstadt in einer koreanischen Firma zu gelangen, ist ja nicht jedem vergönnt. Insbesondere nicht den Menschen jener Kleinstadt, wo die Firma sich zur Jobmaschine entwickelte und Dornröschen wach küsste. Mit absoluter Sicherheit sind die Beschäftigten der Firma stolz darauf, in ihr arbeiten zu können.
Aber deren Verhalten kam mir irgendwie seltsam vor. Der Gesprächspartner saß vor mir und wir fachsimpelten auf hohem Niveau im flüssigsten Englisch.
Soweit so gut, so beeindruckend.
Nur eines fand ich arg seltsam. Er wich meinem Blick permanent aus. Nein, nicht nur das. Er suchte einfach keinen Blickkontakt. Als ob Blicke die reinste Aggression mir gegenüber sein würden. Als ob ich sein Chef wäre und er von mir einen Rüffel erwarten würde. Seine Finger fuhren dauernd fahrig um seinen Bart und seine Handfläche verbarg immer wieder seinen Mund. Es schien, als wolle er seine gerade gesagten Worte wieder einfangen. Ungeschehen machen. Fast wie verlegen erschien er mir. Dabei war er derjenige, der die Forderungen stellte und nicht ich.
Situation paradox.
Paradox erschien mir auch, dass die Parolen in der Firma nicht in der Landessprache ausgeschrieben waren. Sie waren in Englisch und nur in Kleinschrift darunter übersetzt in der Landessprache.
Auf einem Firmenrundgang erblickte ich einen Schaukasten. Fotos befanden sich darin. Offensichtlich war die koreanische Konzernspitze zu Besuch in jenem niegel-nagel-neuen Werk. Auf einem Foto schritten acht kleine rundliche Herren in grauen Blousonjacken, schwarzen Hosen und gelben Helmen zielstrebig auf dem Fotografen zu. Nur die beiden Herren in der Mitte trugen rein schwarze Anzüge und weiße Helme.
Auf einem anderen Foto stand einer dieser gänzlich schwarz-gekleideten Herren vor einem Plakat und deutete darauf, während drei Blousonjacken militärisch straff aufgerichtet daneben standen und konzentriert auf das Plakat starrten. Das Foto hatte was von einer militärischen Lagebesprechung während eines Feldzuges. Ein Hauch von Zweiter-Weltkrieg-Lagebesprechung umwehte das Bild. Auch wenn es kaum zwei Wochen alt war.
Steinharte Gesichter.
Kein Lächeln.
Nur ernst erstarrte Gesichter.
Viele weitere ähnliche Fotos hingen aus.
Und dabei fiel mir auf, dass ich auf keinen der Fotos einen Mitteleuropäer sehen konnte. Es waren ausschließlich Koreaner zu sehen. Ich wandte meinen Blick von den Fotos ab und schaute um mich herum. In der Halle sah ich nur Mitteleuropäer arbeiten. Nirgends sah ich einen Koreaner oder Asiaten. Nur Mitteleuropäer. Aber auf dem Foto … .
Es war eigentümlich.
Klar, die Firmenleitung und alle wichtigen leitenden Positionen bis ins mittlere Management runter sind von Koreanern (Süd) besetzt worden.
Und dann fiel mir ein, was mir ein Erfahrener in Sachen „Südkorea“ erzählte:
Auf Besprechungen kann es bisweilen schon recht rüde und brutal zugehen. Da fliegen auch schon mal volle Papierkörbe auf Tischen. Es wird gebrüllt, gedroht und manch einer wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Und da kniet dann auch schon mal jemand sich vor den Oberen nieder und bittet weinend um Vergebung …
Und dann dachte ich wieder an meinen Gesprächspartner und sein Verhalten mir gegenüber.
Eine Idee kam mir. Eine ungeheuerliche Idee.
Konnte es sein, dass er koreanisch eingenordet wurde? Dass sein Verhalten das Verhalten eines Untergebenen ist? Dass der Untergebene mit den anderen Mitteleuropäern eine andere Klasse bildet und die Korea die „Unsichtbaren“ im Werk sind?
„Transparenz und Harmonie“ hat sich das Werk auf ihren Fahnen geschrieben, um als Firma in Europa respektiert zu werden. Das Werk strahlt wirklich harmonisches aus. Selbst als ich sah, dass deren Produkte dutzendweise zur Nacharbeit in eine Schlange standen. Harmonisch sah das aus.

Als ich das Werk verließ – mein Gegenüber hatte mich zum Tor gefahren und zu diesem Zwecke davor kurz gehalten – kamen drei Sicherheitsleute aus ihrem steinernen Verschlag gesprintet. Ihre Kleidung drückte an puresten Martialismus aus. Kahlgeschorene Köpfe gekleidet mit an Pluderhosen erinnerndes, schwarzes Beinkleid und mit glänzenden Springerstiefeln ausgerüstet. Mein Gegenüber musste sofort seinen Werksausweis vorzeigen und jenes Faktotum notierte sofort dessen Namen, bevor mein Gastgeber sich hastig verabschiedete und sofort wegfuhr.
Der Sicherheitbeauftragte stand vor mir in martialischer Pose und seine anderen Substituten beobachteten mich ausgesprochen und deutlich fühlbar mißtrauisch. Als ich das Werk verließ, wunderte ich mich, dass meine Taschen nicht gefilzt wurden. Hätte aber jemand gefunkt „Haut ihn weg!“, ich hätte diese Wunderbilder von „Viel Panzer wenig Hirn“-Vertretern nicht überlebt.

Als ich das Werk auf der anderen Seite des Sees passierte, lag das Werk vertäumt unter blauem Himmel vor der bergigen Hügelkette.
Irgendwie transparent und harmonisch … .

Nebenbei: Jene koreanische Firma plant einen eigenen Flughafen in dem 85.000 Einwohnerort, um dann eine Direktfluganbindung nach Seoul aufzubauen. Bislang liegt der nächst grössere internationale Flughafen 300 km entfernt in einem anderen Land. Vom Arsch der Welt in eines der Herzen dieser Welt …

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Immer diese Kettenbriefe …

Gerade erhalten und hier gleich reingepackt.

Dies ist KEIN Kettenbrief!
Du darfst ihn auf KEINEN Fall weiterschicken, denn das wuerde grosses Unheil ueber Dich, deine Nachfahren und deinen Erdbeerjoghurt bringen ! Selbst Ausschnitte, ja sogar einzelne Woerter aus dem Brief koennten gefaehrlich sein.

Die Urspruenge dieses Briefes gehen auf den Abschiedsbrief eines braven Bauernburschen namens Chutka Prowik zurueck, der seiner Familie in schriftlicher Form seinen Beschluss mitteilte, dass er sein Glueck in der Ferne suchen wollte. Kurz nachdem er sich von Zuhause aufgemacht hatte und die Berge ueberquerte, wurde er von einem Unwetter ueberrascht und eingefroren. Heute ist er unter dem Namen „Oetzi“ bekannt.

Bis heute weiss niemand genau, welche seiner Worte so gefaehrlich und unheilstraechtig waren, aber sie kommen auf jeden Fall alle auch in diesem Brief vor, also sieh dich vor! Ein Beispiel fuer die schreckliche Kraft dieses Briefes ist der arme Matrose

Pitr Owoschna, der auf dem beruechtigten Atom-UBoot „Blauer November“ als Ausguck arbeitete. Waehrend das Boot auf Patrouillenfahrt im Kaspischen Meer war, bekam Pitr diesen Brief an seine Heimatadresse geliefert. Ohne das zu wissen, schrieb Pitr einen Liebesbrief an seine Freundin Januschka, in dem er ungluecklicherweise mehrere der Unheilvollen Woerter benutzte. Noch in der selben Stunde explodierte der Dieseltank des Schiffes und es versank auf Nimmerwiedersehen in der See.

Beruehmte Menschen haben das Verbot zum weiterschicken missachtet. Darunter waren Lady Di, Falko, Boris Becker, Brittney Spears (kurz bevor sie beschloss, einen Film zu drehen) und diverse Angestellte im World-Trade-Center.

Doch auch die Internetabstinenz hilft nicht gegen das Unheil. Eine Gemeinschaft von ueber hundert Internetnutzern, die alle diesen Brief erhalten hatten (weiss der Himmel woher), beschloss im Sommer 2002, ihn zu entkraeften, und zumindest eine Weile weder Mails, noch Briefe, noch Schecks zu schreiben. Sie lebten ausnahmslos alle an der Elbe … Was du also tust … du bist auf jeden Fall in den Ar*** gekniffen. (wobei mir einfaellt: Habe ich schon erwaehnt, dass dir nur jemand, der dich ueber ALLE MASSEN liebt, dir diesen Brief schicken wuerde ???)

Wie gesagt: Dies ist KEIN Kettenbrief, und er sollte auf KEINEN FALL weitergeleitet werden. Sollte aber irgendwer, der diesen Brief liesst, meinen, er muesste mir Geld geben oder Schokolade schicken oder so, dann fragt mich einfach nach Adresse oder Kontonummer… ich sag da nicht „Nein“.

So .. und falls ihr es immernochnicht bemerkt habt: Dieser Brief ist genauso erfunden (inclusive der authentischen Beweise), wie die anderen Kettenbriefe auch (nur, dass dieser Brief KEIN Kettenbrief ist !!!)

Also nicht weiterschicken!
Wer mir allerdings Schokolade und Geld …
Behandle ich alles vertrauensvoll über PN.
Das Geld bitte nur unnummeriert und in ALDI-Tüten.
Danke im Voraus.

21 aus Europa

Seit dem Fall der Mauer 1989 hat sich das geflügelte Wort von der „Welt als globales Dorf“ zu dem Schlagwort der „Globalisierung“ gemausert. Diese Metapher steht inzwischen für die zunehmende Vernetzung der Welt. Vor nicht allzu langer Zeit kam die folgende Schilderung der „Welt als globales Dorf“ unter:

Wenn wir uns die Welt als ein globales Dorf mit 100 Menschen vorstellen, ergäbe sich folgendes Bild:

  1. Nach ihrer Herkunft kämen 57 Personen aus Asien, 21 aus Europa, 14 aus Amerika, 7 aus Afrika.
  2. 52 wären Frauen, 48 Männer.
  3. 6 Personen besässen 60% des Reichtums.
  4. Im Dorf gäbe es 1 PC, 1 Handy und 10 Kühlschränke; ausserdem 6 Tageszeitungen.
  5. 1 Person hätte einen akademischen Titel.
  6. Die durchschnittliche Lebenserwartung in unserem Dorf betrüge 64 Jahre.
  7. Jede Person hätte Anrecht auf 1 Stunde und 20 Minuten ärztliche Pflege pro Jahr.
  8. Pro Person stünden im Jahr 300 kg Getreide und 8,5 kg Fleisch zur Verfügung.
  9. Die Menschen im Dorf würden an durchschnittlich 60 Tagen im Jahr Hunger leiden.
  10. Das Getreide würde eine ausreichende Ernährung ermöglichen, wenn nicht 40% davon ans Vieh verfüttert würde.
  11. Pro Person gäbe es im Jahr 4,3 kg Seife und 3,4 kg Waschpulver. Ausserdem 20,8 kg Zucker und 900 g Schokolade.
  12. Die DorfbewohnerInnen könnten alle 10 Jahre einen Kurzstreckenflug machen (CH 2003: 5000 km pro Person im Jahr).

Quelle: Eine andere Welt ist möglich der CARITAS Hilfsorganisation

Also gäb es gemäß Punkt 4 nur einen Computer und nur ein Handy.
Und eben der eine sitzt jetzt gerade vor seinem PC, schreibt in seinem Blog einen Eintrag, den niemand lesen kann.
Außer er selber.
Der mit dem Computer.
Und auf diesen bekloppten Computerbesitzer, Handybesitzer und Blogger trifft all das nicht zu, was da oben so an negativem aufgezählt wird.
Nur dass er nicht aus Asien kommt, sondern einer der 21 Europäer ist.
Und auch an keinem Tag im Jahr an Hunger leidet.
Soweit die Entwicklung einer Welt zum globalen Dorf.

„21 aus Europa“.

Dieses war der Begriff, den ich in der Google-Suchmaschine benutzte, um obige Statistik zu finden.
Gibt man nur diesen Begriff in der Suchmaschine ein, so erhält man als erstes Ergebnis den Satz

Von den 34 Mannschaften, die ein WM-Finale erreichten, kamen 21 aus Europa […]

Weiter geht es mit

Insgesamt kommen 65 der 100 umsatzstärksten Biotechunternehmen aus den USA, 21 aus Europa […]

Dann kommt obige globale Schrumpfung aus dem „Großen Felix Weltatlas“ und dann wieder

Prinzessin Bint Talal (2005) wählte insgesamt 90 herausragende Beispiele immateriellen Kulturerbes aus 68 Ländern aus, darunter 21 aus Europa,

Letztendlich taucht der Begriff „21 aus Europa“ auch hier auf

Von den weltweit 60 – nach Zimmern – größten Hotelketten stammen 29 aus den Vereinigten Staaten, aber nur 21 aus Europa.

Und dann fand ich noch diese Pressemeldung:

Zu dem Fest werden etwa 150 Auslandskoreaner erwartet, darunter 62 aus Japan, 45 aus Amerika und 21 aus Europa.

„21 aus Europa“

Es ist immer wieder interessant, welche anderen Dinge auftauchen, wenn man was anderes sucht.

Veröffentlicht unter Privat

Eine Frage treibt mich um …

Was geschieht eigentlich, wenn Frau Merkel im nächsten Jahr schwanger wird?
Kann Sie dann Schwangerschaftsurlaub beantragen?
Oder wird sie schlechter gestellt sein als andere berufstätige Frauen und muss bis zum Ende der Legislaturperiode durchmalochen?
Und werden ihr die anderen Staatsoberhäupter Glückwunschtelegramme für ihre Schwangerschaft respektive Niederkunft dann schicken?
Wird Sarkozy ihr gegenüber dann plötzlich schäfchenweich werden?

Gut. Es gehört Frau Merkel nicht wirklich zu dem Verdächtigenkreis der Schwangerschaftsgefährdeten. Und weder Indira Ghandi, Maggie Teatcher noch Tanju Cilar wurden während ihrer Regentenzeit schwanger. Nebenbei, das konnte sich niemand wirklich vorstellen.
Aber was ist mit der Ministerin Frau von der Leyen? Die ist ja wirklich nicht unverdächtig mit ihren vielen Kindern …

Aber mal im Ernst:
Wenn die Kanzlerin Merkel oder die Familienministerin von der Leyen schwanger werden und sie beantragen den ihnen gesetzlich zustehenden Schwangerschaftsurlaub inklusive Kündigungsschutz. Werden dann die Bundestagswahlen verschoben werden müssen?
Muss dann eventuell eine neue Regierungspartei Platz schaffen für die Rückkehrer Merkel oder von der Leyen?
Sieht das Gesetz Ausnahmen von der Regel vor?
Kann mir da wer kompetent und gesetzesbasiert eine Antwort geben?