Der ganz normale Wahnsinn

Das Ziel ist nahe. 50 Feinde soll ich gemäß meines Auftrages töten. Und aber maximal nur 3 Zivilisten.

Ausgerüstet mit der israelischen Tavor Tar-21 und 420 Schuss Munition hatte ich mich auf die stattliche Anzahl von 48 erschossenen Feinden herangekämpft. Der Feind ist gnadenlos, selbst schwer verwundet feuert dieser auf mich. Ich befinde mich in permanenter Gefahr für Leib und Leben. Mehrere musste ich deshalb einen Fangschuss setzen. Nichts bleibt mir erspart. Der Feind besitzt auch noch arg bissige Schäferhunde. Sechs dieser treuen Gesellen musste ich erschießen, zweien habe ich einfach mit bloßen Händen das Genick gebrochen. Das Leben ist gnadenlos.

Der Kampf unter dem blauen Himmel Rio de Janeiros zieht sich hin. Christo Redentor
Noch zwei Feinde. Vom Corcovado lacht mir mit ausgebreiteten Armen der Christo Redentor entgegen. Auf der rechten Seite kann ich sogar den Zuckerhut erkennen. Mein Kampfgebiet ist eine Favela im Süden der Metropole Rio de Janeiro. Bewaffneten Feinde rufen mir immer wieder zu, dass ich gefälligst aus deren angestammten Zuhause abhauen soll, dass ich hier nichts zu suchen habe. Aber ich tue ihnen den Gefallen nicht. Auftrag ist Auftrag. Und es ist ein heherer Auftrag. Es geht nicht bloß ums Töten. Es geht um Frieden, Freiheit und Demokratie. Gegen die Diktatur einzelner Warlords.

Noch zwei Feinde. An der Munitionskiste versorge ich mich nochmals mit Munition und Handgranaten. Der Herzschlagsensor zeigt mir Feindaktivität hinter einer der Favela-Hütten an. Oder sind es Zivilisten? Der Sensor zeigt keinen Unterschied. Ich muss es riskieren. Nur ein toter Feind ist ein guter Feind. Handgranate entsichert und blind geworfen, drei hintereinander. Explosionen und Rauchwolken hinter der Favela-Hütte. Der Zähler der vernichteten Feinde erhöht sich um eins: 49 tote Feinde. Dummerweise auch Kollateralschaden: zwei Zivilisten hat es auch erwischt.

Pao de AcucarEgal. Auftrag ist Auftrag. Wir leben im Krieg. Entweder der Feind oder ich. Der Feind kennt kein Erbarmen. Wieso sollte ich?

Der 50. Feind wird auch noch dran glauben müssen. Wie seine 49 Kameraden zuvor. Das ist mein fester Wille. Erneut werfe ich Granaten Richtung Zuckerhut. Explosionen erschüttern die Umgebung. Und dann die Stimme: „Glückwunsch. Sie haben ihren Auftrag erfolgreich erfüllt.“

Der 50. Feind ist vernichtet, die Favela die reinste Leichenstätte. Zufrieden lehne ich mich zurück.

Der Feind ist vernichtet.
„Vernichtet“.
Was für ein schönes, beruhigendes, entspannendes Wort.

Die nächsten Aufgaben warten. Mit einem Sniper-Gewehr. Das Töten der infamen Feinde auf Distanz. Die Kugel aus der Entfernung in den Kopf des Feindes. Und wenn die dann noch zucken, gleich noch eine Kugel. So ist das PC-Spiel „Modern Warfare 2“. Ein Spiel um Leben und Tod. Auch unter der Sonne Rio de Janeiros, im Angesichts des huldvoll lächelnden Christo direkt am Zuckerhut.

Wie bitte?
Das Spiel ist brutal?
Es gehöre verboten?

Aber nie und nimmer, lieber Leser! Solange wir in der Realität im Auftrage der Bundesregierung am Hindukusch den Feind der Freiheit bekämpfen, solange wir zusammen mit unserer James-Bond-Inkarnation, dem Kriegsminister zu Guttenberg, in der realen Welt Krieg machen dürfen, solange darf ich in „Modern Warfare 2“ die Feinde der Demokratie und Freiheit auch virtuell mit allen waffentechnischen Mitteln bekämpfen. Denn um nichts anderes geht es in „Modern Warfare 2“.

Und kommt nun mir keiner, ich wäre ein potentieller Amok-Läufer. All die deutschen Afghanistan-Veteranen mit ihren physischen und psychischen Schäden werden noch weit bedrohlicher, wenn die erstmal feststellen, was die Bundesregierung bei den Pflegebedürftigen an Leistungen gestrichen haben wird. Da ist meine Frustration, wenn ich in „Modern Warfare 2“ wieder mal in einem Hinterhalt gerate und die Landschaft auf dem Bildschirm rot verschwimmt, diese Frustration ist dagegen noch ein schöner Erfolgsmoment.

Was ich persönlich als perverser empfinde?
„Modern Warfare 2“ oder die deutsche Kriegsbeteiligung in Afghanistan?
Die Antwort ist klar: Nicht das eine ist perverser als das andere. Denn beides liegt voll im Trend des Zeitgeistes. Militär ist wieder in. Noch nie war Verteidigung unserer deutschen Demokratie am Hindukusch so schmuck und gut angezogen wie zu Guttenbergs Zeiten.

Viva la destruction!
Viva le plaisir en déclin!
Viva la mort!

Windows XP Resterampe

Frisch gesehen.

Noch für knappe 7 Stunden zum Mitbieten!

Als Ersatz für den eigenen Desktop-Mülleimer wärmstens zu empfehlen. Momentan bei 19,50 Euro …

Schnell noch hinklicken!

Ebay-Auktion (kein Werbe- oder Schocker-Link!)

Sollte die Auktion storniert worden sein, hier die Momentan-Aufnahme vor vier Stunden:
Link

Linux, sex me up!

So ein Mist.

Ich habe es gewusst.

Das war doch mal wieder total ganz klar.

Am Arbeitsplatz hatte ich meine Arbeitskollegin am ersten Tag mit sabbernd lüsternden Blick gemustert und nur einen gelangweilt angewiderten Blick als Quittung bekommen. Mir war dann klar, die Frau ist weder graue Maus noch sonst wie irgendwie sexy.
Meine damalige Chefin fand ich erotisch genau so prickelnd wie den Papst als Unterhosen-Model.
Und dann noch die vom Büro nebenan mit ihrem ausladendem Dekolleté, Körbchengröße 75D.
Völlig unerotisch.
Völlig uninteressant.
Nicht die Bohne.

Und wieso?

Jetzt weiß ich es.
Denn ich hatte mich vorhin auf der britischen „www.lovehoney.co.uk“-Seite verirrt. Einem Internet-Sex-Shop.
Nein, nein! Nicht dass ihr jetzt denkt, ich kaufe Sex-Spielzeug-Sachen übers Internet oder surfe in meiner Nicht-Blog.de-Zeit nur auf solche Seiten. Das ist doch Quatsch. Das ist doch Rufmord. Alles üble Nachrede. Pfui, wer solche Gedanken hat. Ich doch nicht. Ich bin doch nicht so einer. Überhaupt nicht. Da pinkle ich doch eher Weihwasser, als dass ich mir nackte Frauen und Dildos und Sexpuppen …

Nun da das jetzt mal geklärt ist …

Während ich also unschuldig wie die unbekleidete Nacht über die Seiten von LoveHoney.co.uk stolperte, fand ich die Erklärung meiner Lustlosigkeit am Arbeitsplatz. Warum ich am Arbeitsplatz nie den ewig weiblichen Rockzipfeln hinterher jage. Warum ich als Mann nicht alles jage, was nicht bei Drei sofort auf den Bäumen ist. Warum es mich stattdessen selber auf die Baum-Alternative, jene berühmt berüchtigte Palme, bringt, die dort eh nicht abgewedelt wird, wenn ich an Erotik am Arbeitsplatz denke.

Des Rätsels Lösung?
Ich arbeite dort am PC mit dem Microsoft PC-Betreibssystem „Windows“.

LoveHoney.co.uk hat festgestellt, dass zwar knappe 94 Prozent ihrer Besucher mit „Windows“ im Hintergrund auf ihre Seiten zugreifen und bei einem Besuch 9,61 Seiten pro Besuch abgrasen. Aber sie verweilen auf jeder Seite nur knappe 5 Minuten und 16 Sekunden (macht insgesamt eine durchschnittliche Besuchszeit von 50 Minuten und 37 Minuten) und kaufen nur für knappe 35,90 britische Pfund ein (macht 42,56 Pfund pro Stunde).

Wie sieht es jetzt bei Macintosh-Benutzer aus?
Knappe 5% der Besucher hatten dieses Betreibsystem installiert und besuchen weniger Seiten pro Besuch. Nämlich 8,36 Seiten pro Besuch. Dafür studieren diese aber durchschnittlich jede Seite 5 Minuten und 56 Sekunden. Das macht eine durchschnittliche Besuchszeit von 49 Minuten und 36 Sekunden, was kürzer ist als bei „Windows“. Dafür geben aber Macintosh mit 40,38 britische Pfund mehr als die „Windows“-Benutzer aus. Mit 48,38 Pfund pro Stunde sind Macintosh-Nutzer also freigiebiger als die geizigen Windows-Surfer.

Und jetzt zu der Linux-Gemeinde.
Erstens surft nur eine Minderheit von 0,67 % (ein Nutzer von 150 Nutzern) auf solchen Sex-Shop-Seiten herum und schaut sich durchschnittlich nur 7,76 Seiten pro Besuch in jenem Sex-Shop an. Und das auch nur für knappe 5 Minuten und 16 Sekunden (zwei Sekunden länger als Windows-Nutzer). Während der durchschnittlichen Besuchszeit von 40 Minuten und 52 Sekunden geben die Linux-User dafür durchschnittlich 48,55 britische Pfund in jenem Sex-Shop aus. Das sind 71,28 Pfund pro Stunde.

Was sagt uns das?

Nun, Windows-Nutzer sind erstens geiziger und überhaupt nicht zielorientiert. Sie verlieren viel Zeit, weil sie nicht wissen, was sie wollen.
Macintosh-Nutzer dagegen sind ein wenig zielgerichteter. Sie sind im Vergleich zu Windows-Nutzers durchschnittlich eine Minute schneller im Internet. Ob das jetzt mit Intelligenz und Auffassungsgabe zu tun hat oder gar mit der Geschwindigkeit des jeweiligen Betreibsystems, das geht jetzt nicht aus den Zahlen hervor.
Aber dass trotz einer Minute weniger Macintosh-Nutzer für knappe 4 Pfund mehr eingekauft haben als Windows Nutzer, dass lässt doch aufhorchen. Das sind pro Stunde knappe 6 Pfund Wirtschaftsankurbelung mehr als Windows-Nutzer. Satte 13,7 % mehr stündliche Wirtschaftsförderung als von Windows-Nutzern. Mit einer Minute weniger die Wirtschaft stärker anzukurbeln, das sollten sich manche Wirtschaftsnörgler durch den Kopf gehen lassen.

Aber jetzt kommt es erst:
Linux-Nutzer brauchen zehn Minuten weniger und geben aber über 13 Pfund mehr als Windows-Nutzer aus. Immerhin 8 Pfund mehr als Macintosh-Nutzer. Linux-Nutzer sagt das nichts neues. Schließlich haben sie mehr Geld zur Verfügung, weil deren Betreibssystem kostenlos ist.
Über die stündliche Wirtschaftsförderung der Linux-Nutzern lässt sich dann nur noch mit hören und stauen berechnen, dass da ein Mehrwert für die Wirtschaft von zusätzlich 67,5 % im Vergleich zu Windows-Nutzern entsteht.

67,5 % zusätzliche Wirtschaftsförderung erbracht von 1 aus 150 PC Nutzern!
Wenn das mal nicht Potential für Produktivitätssteigerungen aufzeigt …

Und zusätzlich macht die Statistik der LoveHoney.co.uk-Seite eines klar:
Linux-Nutzer wissen sie wollen: Wenig Zeit am PC verbringen und dafür ihr Sex-Vergnügen maximieren. Sie vergeuden nicht soviel Zeit mit Internet, sondern kommen im realen Leben lieber eher zur Sache und haben dann dafür auch mehr Zeit.
Besondere jenen Sex-Shop-Einkäufern mit Linux auf dem Rechner ist wohl zu bescheinigen, dass sie sexuell aktiver sind und somit eindeutig attraktiver sind. Sie verbringen weniger Zeit vor dem PC und mehr dafür mehr woanders: im Bett oder sonstwo, wo das Vergnügen Vergnügen bereitet. Linux-Nutzer sind effektiver und effizienter in Sachen Sex.

Linux macht halt sexy …
Sex-Muffel tendieren eher zu Windows.

Nun, morgen geht es wieder zurück in die Arbeitswoche. An meinem Arbeitsplatz. Mit meinem Windows-Rechner. Und die Frauen dort sehen so begehrenswert wie Windows aus. Und wahrscheinlich habe ich selber die Attraktivität einer 3-Monats-Kartoffel für jene Frauen.
Die Arbeit wird sich so dahinschleppen und ich werde vom PC-Monitor aufgesogen.
Und unser Oberchef macht sich sicherlich wieder dunkle Gedanken wegen Produktivitätssteigerungen.
Und das alles wegen Windows.

Tja, mit Linux würde die Arbeit nicht nur schneller gehen sondern das Arbeitsklima würde auch noch mehr Spaß machen. Gut, wohl möglich wäre es erforderlich Kondomautomaten in den Toiletten zu montieren, würde Linux eingeführt. Hauptsache sollte doch sein, die Dividende der Aktionäre stimmt. …
Aber es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Also?
Eben.
Schuster, bleib bei deinen Leisten. Denn erst die Arbeit, dann das …
… Linux …

Quelle der statistischen Daten: LoveHoney

Babylonische Woodway-Erlebnisse

Ein Arbeitskollege hatte vor längerer Zeit einmal einem englischsprachigen Kunden einen Bericht zugeschickt. Und da er nicht allzu gut englisch sprach, griff er auf das Übersetzungsprogramm „Babelfish“ zurück.

In einem Satz jenes Berichtes ging es um die Handhabung von Einstellteile. Jetzt muss man freilich wissen, was „Einstellteile“ sind. Da dieses nicht wirklich ein Begriff aus dem Umgangsdeutsch ist, hier mal die Kurzfassung der Definition: Einstellteile sind Teile, die bei einem Produktionsprozess anfallen, während der Herstellungsprozess noch eingestellt wird. Im normalen Leben wären „Einstellteile“ zum Beispiel jenes Flasch-Bier, welches vor zehn Minuten in den Kühlschrank gestellt wären und somit noch lauwarm wäre, während es nach 60 Minuten Trinktemperatur hätte. Solche „Einstellteile“ werden in der Produktion verschrottet, da sie den Ansprüchen noch nicht genügen.

Nun hatte jener Kollege „Babelfish“ für seinen Bericht bemüht und paar Wochen später rief mich der Kunde an und fragt mich, was mit „over the handling of adjusting hurry“ gemeint sei.
Ich habe es anfangs auch nicht verstanden.
Irgendwann kam mir dann eine Idee was mit „over the handling of adjusting hurry“ gemeint sein sollte.
Klar. „over the handling“ musste einfach wörtlich übersetzt werden und sollte wohl „concerning the handling“ („über die Handhabung“) heißen.
Und „Adjustment“ heißt „Einstellung“.
Und „hurry“? Richtig. „Eile“.
Und bei näherer Betrachtung findet man die Lösung: Das Babelfish-Programm hat das Wort „Einstellteile“ zu „Einstellt Eile“ gemacht. Logisch, dass dann daraus „adjusting hurry“ wurde.

Softwareprogramme sind manchmal brutal hilflos unserer Sprache gegenüber.
So ist beispielsweise das Wort „Montage“ nicht unproblematisch.
Schreibt jemand „Er geht alle Tage auf Montage“, dann ist es recht klar, was damit gemeint ist. Das Programm wird „Montage“ richtigerweise mit „assembly“ übersetzen.
Aber was ist mit „Er geht alle Montage auf Montage“? Weiß das Programm, dass das erste mit „Mondays“ und das zweite mit „assembly“ zu übersetzen ist?
Und wenn das ganze dann wieder zurück übersetzt wird?
Das Ergebnis erinnert an das Kinderspiel „Stille Post“.
Manche Begriffe dieser Welt lassen sich mit solchen Rückübersetzungen genauso spielend übersetzen und erklären.

Angenommen ich habe beruflich einen Montagewagen, also ein dienstliches Montageauto, indem ich mein Montagewerkzeug transportiere.
„Montageauto“ versteht Babelfish. Es wird zu einem „assembly car“. Aber das „assembly car“ wird bei der Rückübersetzung zum „Versammlung Auto“. Knapp vorbei ist auch daneben. Andererseits, wenn Babylon „Montageauto“ mit „Mondays car“ übersetzen würde, dann würde jeder Drittklässler das als „Montagsauto“ übersetzen, dessen Sinn manch Autokäufer bitter gelernt hat.

Solche Worte wie „Montage“ (Mehrzahl von „Montag“) und „Montage“ (Bauarbeiten) sind ausgesprochen (also wenn ausgesprochen) einfach zu erkennen.

Aber allein schon das Wort „Gewaltenteilung“ stellt einen nicht unkomplizierten Inhalt dar.
Diejenigen, die damals oder gestern in der Schule aufgepasst hatten, wissen, dass damit das Prinzip des Rechtsstaats einer Demokratie gemeint ist: Gesetzgebende Macht (Legislative; Parlamente), Gesetzausführende Macht (Exikutive; Polizei, Staatsanwaltschaft) und gesetzbeurteilende Macht (Judiskative; Gericht, Richter). Auf diesen drei Säulen beruht jeder Rechtsstaat.
Die Politiker erlassen folglich Gesetze, Polizei und Staatsanwaltschaft überwachen die Einhaltung und die Gerichte beurteilen Sachverhalte auf Gesetzesverletzungen.
Gewaltenteilung eben.

Genau, sagen da manche Politiker und setzen einfach einen leicht andere Betonung:
Statt „Gewalten-teilung“ einfach „Gewalt-enteilung“. Oder zu deutsch mit einer Hundepfeife unterstützt: „Hundertschaft zieht blank und vor!“ Wie halt letzes Jahr auf Heiligendamm.

Doch zurück zu „Babelfish“.
Denn „Babelfish“ macht aus der Gewaltenteilung die „Division of power“. Und zurück übersetzt wird daraus ein völlig unpolitisches „Abteilung der Energie“ …

„Babelfish“ (babelfish.altavista.com) hat seinen Namen wohl zurecht. Babylonische Sprachverwirrung. Genau wie bei Douglas Adams schon festgestellt …

Und wenn schon Sprachverwirrung, da fällt mir der berühmte Dialog der beiden österreichischen Auswanderer im Film „Casablanca“ von 1943 ein:
„Oh Liebchen, äh … Honey, what watch is it?“
„Ten watch!“
„Oh! Such much!“

Tja, vor „Babelfish“ kann man nur warnen. Besonders all diejenigen, die mit perfektem Englisch glänzen wollen und auf „Babelfish“ ohne Nachzudenken zurück greifen.
Dann fällt mir dazu nur noch eines ein:

„Sitzen machen!“

(aus dem Billy Wilder-Film „1, 2, 3“)

Radioaufnahmen per Computer leichtgemacht

Für Interessierte von Musikaufnahmen mit dem Computer:

Es gibt viele Möglichkeiten Radiosendungen aufzunehmen. Mit einem Kassettenrekorder direkt vor den heimischen wummernden Boxen, mit einem Kabel vom Tuner aufs Tapedeck oder gar zu seinem PC über den Audio IN-Stecker.
Naja, da eine Reihe von Radiosender inzwischen ihr Programm übers Internet auch online geschaltet haben, gibt es eine einfachere Sache. Man schneidet sich den den Stream auf den PC mit.

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder man greift sich mit einem Sonderprogramm die Soundausgabe der Grafikkarte ab, wandelt und schneidet das Ganze als MP3 um oder …

Vormals hatte ich für das problemlose Mitschneiden von Radiosendungen im Internet onlineTV verwendet.
Heute bin ich auf ein Programm gestoßen und das hat mich doch schon recht stark begeistert. Das Programm heisst „ClipInc.vier!“.

„ClipInc.vier!“ ist recht unkompliziert aufgebaut und nimmt all das auf, was von einem selbst gewählten Radiostream aus dem Internet ausgegeben wird.
Wobei, das stimmt nicht mit dem „einem“. Es kann von bis zu drei Radiosender gleichzeitig aufgenommen werden. Es ist ohne Probleme über die integrierte Timeshift-Funktion möglich, auf den drei Sendern hin- und herzuspringen und dann mittels der Timeshift-Funktion das bereits gesendete Programm stichprobenartig quer zu checken. Die aufgenommene Musik-/Programmstücke werden abhängig vom Radiosender bereits vom Programm so vorbereitet, so dass diese nur mit einem Mausklick abgespeichert werden können.
Desweiteren werden noch Infos zu Titel, Alben, Künstler und deren Historie, Songtexte und Coverbilder angeboten, die ebenfalls einen Mausklick entfernt aufrufbar sind. „ClipInc.vier!“ nennt dieses System „Mashup“ und es funktioniert recht gut und brauchbar. Viele Radio-Sender liefert das Programm bereits in einer Liste mit.

Das Programm ist freeware und übersteigt meiner Meinung locker den funktionalen Umfang von onlineTV. Insbesondere das Aufnehmen von drei Radiosendern gleichzeitig finde ich schon beeindruckend.
Ach ja, eine DSL-Flatrate ist für so ein Programm ratsam und unerlässlich. Eine Stunde Aufnahme einer 128 kbps-Sendung (z.B. EinsLive) erzeugt dabei eine ca. 50 MB große MP3-Datei auf dem Rechner.

Das Programm „ClipInc.vier!“ kann hier direkt herunter geladen werden.
Meiner Meinung nach lohnt es sich.
Vielleicht liest sich deswegen mein Post jetzt wie kritiklose Werbung pur, obwohl ich es nicht so meine und trotzdem fast eindeutig anders handle …
Aber „ClipInc.vier!“ finde ich schon ein recht imposantes Stück freeware-Software.

Immer diese Kettenbriefe …

Gerade erhalten und hier gleich reingepackt.

Dies ist KEIN Kettenbrief!
Du darfst ihn auf KEINEN Fall weiterschicken, denn das wuerde grosses Unheil ueber Dich, deine Nachfahren und deinen Erdbeerjoghurt bringen ! Selbst Ausschnitte, ja sogar einzelne Woerter aus dem Brief koennten gefaehrlich sein.

Die Urspruenge dieses Briefes gehen auf den Abschiedsbrief eines braven Bauernburschen namens Chutka Prowik zurueck, der seiner Familie in schriftlicher Form seinen Beschluss mitteilte, dass er sein Glueck in der Ferne suchen wollte. Kurz nachdem er sich von Zuhause aufgemacht hatte und die Berge ueberquerte, wurde er von einem Unwetter ueberrascht und eingefroren. Heute ist er unter dem Namen „Oetzi“ bekannt.

Bis heute weiss niemand genau, welche seiner Worte so gefaehrlich und unheilstraechtig waren, aber sie kommen auf jeden Fall alle auch in diesem Brief vor, also sieh dich vor! Ein Beispiel fuer die schreckliche Kraft dieses Briefes ist der arme Matrose

Pitr Owoschna, der auf dem beruechtigten Atom-UBoot „Blauer November“ als Ausguck arbeitete. Waehrend das Boot auf Patrouillenfahrt im Kaspischen Meer war, bekam Pitr diesen Brief an seine Heimatadresse geliefert. Ohne das zu wissen, schrieb Pitr einen Liebesbrief an seine Freundin Januschka, in dem er ungluecklicherweise mehrere der Unheilvollen Woerter benutzte. Noch in der selben Stunde explodierte der Dieseltank des Schiffes und es versank auf Nimmerwiedersehen in der See.

Beruehmte Menschen haben das Verbot zum weiterschicken missachtet. Darunter waren Lady Di, Falko, Boris Becker, Brittney Spears (kurz bevor sie beschloss, einen Film zu drehen) und diverse Angestellte im World-Trade-Center.

Doch auch die Internetabstinenz hilft nicht gegen das Unheil. Eine Gemeinschaft von ueber hundert Internetnutzern, die alle diesen Brief erhalten hatten (weiss der Himmel woher), beschloss im Sommer 2002, ihn zu entkraeften, und zumindest eine Weile weder Mails, noch Briefe, noch Schecks zu schreiben. Sie lebten ausnahmslos alle an der Elbe … Was du also tust … du bist auf jeden Fall in den Ar*** gekniffen. (wobei mir einfaellt: Habe ich schon erwaehnt, dass dir nur jemand, der dich ueber ALLE MASSEN liebt, dir diesen Brief schicken wuerde ???)

Wie gesagt: Dies ist KEIN Kettenbrief, und er sollte auf KEINEN FALL weitergeleitet werden. Sollte aber irgendwer, der diesen Brief liesst, meinen, er muesste mir Geld geben oder Schokolade schicken oder so, dann fragt mich einfach nach Adresse oder Kontonummer… ich sag da nicht „Nein“.

So .. und falls ihr es immernochnicht bemerkt habt: Dieser Brief ist genauso erfunden (inclusive der authentischen Beweise), wie die anderen Kettenbriefe auch (nur, dass dieser Brief KEIN Kettenbrief ist !!!)

Also nicht weiterschicken!
Wer mir allerdings Schokolade und Geld …
Behandle ich alles vertrauensvoll über PN.
Das Geld bitte nur unnummeriert und in ALDI-Tüten.
Danke im Voraus.

Mystik einer Bedienungsanleitung (Teil 2)

Zu meinem vorherigen Post fand ich noch einen weiteren sehr geheimnisvollen Satz. Fast schon pornografisch mutet er an …

Betätigen Sie MENÜ, um das Menü oben zu knallen, …

Und zu guter Letzt noch einen Satz aus der hohen Kunst der chinesischen Dolmetscherschule für Bedienungsanleitungen.
Ganz im Vertrauen verraten, es geht um das Datumsstempel-Menü …

Wenn es angeschaltet wird, wird die Fangenszeit auf dem Schlagrecht des Fotos gestempelt.

Und immer dran denken:

Sie können Film im Stummen oder mit Audio nehmen.

Da können wir nur hoffen, die chinesischen Übersetzerfinger bleiben von unserem Grundgesetz weg. Ansonsten findet sich nachher eine Fangenszeit mit Schlagrecht auf Fotos auch hier in Deutschland schon bald wieder … im Stummen oder mit Audio …

Darum lieber jetzt ein:

Gute Nacht da draußen, ihr chinesischen Übersetzer, wo immer ihr auch sein möget!

wünscht Euch

Careca