Bilderstürmer

“Sie haben es wahr gemacht.”

“Was denn?”

“Sie haben das Bild aufgehangen.”

“Welches Bild?”

“Das Bild von Abraham Bloemaert.”

“Abraham Bloemaert?”

“Ein niederländischer Maler des 16. Jahrhunderts.”

“Und welches Bild?”

“Jesus und die Samariterin.”

“Und?” Weiterlesen

Don’t Pay The Ferry, Man …

In dem weltbekannten Fernsehstudio “Mirigardas VIN“ des kleinen europäischen Zwergstaats “Neekzistas” wurden die Abendnachrichten aufgezeichnet. Ein Moderator im blauen Wollanzug und eine Moderatorin im knappen Schwarzen saßen hinter dem beigen Moderationstisch vor einer riesigen grünen Leinwand und wurden nochmals schnell abgepudert.

Stimme aus dem Off: “Gut. Und jetzt den Beitrag aus Deutschland! Den Dialog lest ihr bitte vom Teleprompter ab. Lächeln nicht vergessen! Und seid natürlich. Klappe ‚Fortschritt, die Erste‘!”

Moderator: “Heute erreichten uns verwirrende Bilder einer ganz neuen Zerstörung durch die Terrororganisation ISIS. Katrina, was kannst du uns berichten?”

Moderatorin: “Tja, Charles, das waren sehr verstörende Bilder, die wir heute aus Deutschland erhielten. Es war klar, dass die Terrorgefahr durch versprengte ISIS-Terroristen auch dort hoch war, aber dass diese inzwischen schon Landstriche erobert haben …”

“Das ist beunruhigend, Katrina. Die Terrorgefahr scheint in Europa also immens zu wachsen und selbst gut überwachte Länder Europas kämpfen vergebens gegen diesen Virus des Wahnsinns.”

“Du sagst es Charles. Sie haben nicht nur christliche Kulturgüter in Syrien oder jenes UNESCO-Welterbe unseres christlichen Abendlandes wie Palmyra zerstört, nein, sie haben ihr destruktives Werk inzwischen perfektioniert und jetzt auch wohl nach Deutschland exportiert.” Weiterlesen

Die Sonne so hoch

Die Sonne steht immer dann am höchsten, wenn man am tiefsten gesunken ist.

Kneipenweisheit.

Je weiter man die Realität hinunter schreibt, desto tiefer wird der eigene Standpunkt. Und das wirkt. Der Kampf zwischen Gut und Böse würde keinen Geist rühren, ginge es nur um ein wenig Gut gegen ein wenig Böse. Erst der Kontrast macht den Unterschied. “Star Wars” wäre reinstes Disney-Mickey-Mouse-Kino, gäbe es nicht dort einen wirklich Bösen, also jemanden, der genauso sympathisch ist, wie auf einem Bürgersteig der frisch dampfende Hundekot, in dem niemand treten möchte. Und statt sich des blauen Himmels zu erfreuen, hält jeder nach der Scheiße vor seinen Füßen Ausschau. Es ist eine subtile Methode, Aufmerksamkeit zu lenken und alle Energien auf Scheiße zu fokussieren, ruft man auf der öffentliche Rasenfläche eines Parks nur richtig laut, man hätte mit seinem Schuh eine Tretmine erwischt. Und schon interessieren sich die Leute der Umgebung nur noch für Hundehaufen statt für Flora und Fauna. Weiterlesen