Erlkönigfotos vom neuen FORD KA

Wer steht so früh am Straßenrand dort?
Es ist der Vater mit seinem Sohn an einem FORD.
Er hat den Knaben wohl an der Hand,
Er faßt ihn sicher mit dem Rücken zur Wand.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht!
Den Erlenkönig mit Kron‘ und Schweif? –

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönig KA am hellichsten Ort? –

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir jetzt leise verspricht? –

Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an,
Erlkönig hat mir ein Wunsch aufgetan. –

Dem Vater grauset’s nur in einem fort
Sein gierendes Kind will diesen KA, den neuen Ford

Erlkönig - der neue Ford Ka
Foto vom 29-April-2008

FORD bringt einen Nachfolger von seinem FORD KA heraus und der wird in zwei Werken dieser Welt montiert. Ein Werk befindet sich in Brasilien und das andere innerhalb der EU (nein, nicht in Köln).

Es war schon erstaunlich.
Am Straßenrand standen viele Leute an einer Bushaltestelle. Der „Erlkönig“ hielt vor diesen an. Aber niemand bemerkte das Fahrzeug mit seiner Tarnverkleidung. Jedes Auto erweckte bei den Leuten dort mehr Aufmerksamkeit als jene FORD KAs, die zu fünfe im Tarnanzug über die Straße preschte. Selbst mein Toyota AURIS erregte mehr Interesse als das Fahrzeug vor mir.
Leider gelang mir kein Schuss direkt von der Seite. Als ich auf passender Höhe war, bemerkte mich der Fahrer mit meiner Kamera.

Fahren und fotografieren sind halt nicht ganz verkehrskompatibel.

Ach ja. Meiner Meinung nach hat sich der Verkleidungsaufwand nicht gelohnt. Besser sieht der KA noch immer nicht aus.
Hoffentlich erspart sich FORD die Cabrio-Version, die bislang „Street-KA“ heißt …

Gelesen: Die Schlagzeilen von heute

Schäuble: Wir brauchen einen leistungsstarken BND

Meinte er gestern.

Babyfon im Hotelzimmer gefunden
Porsche-Chef Wiedeking bei VW abgehört

Das passierte bereits im November 2007.

Na also.
Es geht doch.
Herr Schäuble, hören Sie doch auf zu meckern. Es wird doch abgehört, was das Zeug hält.

So.
Und wer nichts zu verbergen hat, der lege sich jetzt auch ein Babyfon unters Bett, lieber Bürger, und stelle als Sendefrequenz den Polizeifunk ein. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Für ein Abgehört-werden-Recht für alle!
Nicht lediglich Manager, Journalisten und Regierungen.
Weg mit den Sonderprevilegien!

„Truman show“ für alle!

Lebe wild und gefährlich (Teil 17)

Auf dem Weg zum Fluchthafen D-Dorf Stadt vom Wuppertal ins Neandertal verirrt. Archäologischem Forscherdrang nachgegeben. Uraltes Automobil der Neandertaler entdeckt. Habe meinen Fund dem Dorfmarshal mitgeteilt. Wollte mir wegen Veräppelung seiner Staatsgewalt eins auf die Birne geben. Mit Neandertalern ist wohl nicht gut Kirschen essen. Bergauf aus dem Tal gen Flughafen geflüchtet. Wird Zeit eindeutig für den fliegenden Aufstieg.
Rückflucht.

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Werksverkauf

Oh, Hans Riegel, führe mich in Versuchung!

Mein Wunsch wurde erhört. 25 Euro gegen 15 Kilo getauscht. Extern. Demnächst verinnerlicht. Diät ade.

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Veröffentlicht unter Privat

Lebe wild und gefährlich (Teil 16)

El chefe hat hier wohl mitgelesen und mir befohlen, den nächsten Flieger zurück zu nehmen. Habe auch paar Straßen weiter einen gefunden. Warte schon seit Stunden auf Check-In. Aber niemand kam. Servicewüste Wuppertal. Typisch. Wenn bis morgen keiner auftaucht, gehe ich zur Flughafen-Konkurenz nach D-Dorf Stadt.
Zudem beobachtet mich wieder Grün-Weiß Wuppertal. Grüne Männchen mit weißen Käppies. Krieg hier noch nen Überwachungsphobie.

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Lebe wild und gefährlich (Teil 15)

Minibar angeschaut und nüchtern geworden. Minibar-Revolution beschlossen. Zu den Lebensmittelliebhaber Deutschlands gegangen. Festgestellt, dass EDEKA in Wuppertal-Varresbeck schon vor Ladensschluß geschlossen hat.
Unkontrollierter Wutanfall. Mit 5-Zentner-Betonkugel Scheibe eingeworfen. Polizeisirene gehört und in den LIDL gegenüber geflüchtet.
Mit Detektiv geplaudert und von meinen Beziehungsproblemen geklagt. Hoffe, dass er das aufschreibt und der STERN es veröffentlicht. Würde dann berühmt und reich.
Habe bar bezahlt. Mit unnummerierten Scheinen, da kein Feuermelder über Kasse hing.
Enttäuscht LIDL verlassen.
BILD-Zeitung gekauft und gelesen, dass LIDL-Manager höhere Preise vorhersehen. Weniger Überwachung, höhere Preise. Voll LIDL-logisch. Hoffe BILD-Zeitung wird ebenfalls teurer. 3 Euro für BILD waren okay.

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Lebe wild und gefährlich (Teil 14)

El Chefe hat mich wieder Wuppertal geschickt.
Am Hotel gleich Parkplatz auf eigene Gefahr benutzt. Laterne gerammt. Bei Hotel sofort beschwert, dass Laterne völlig deplaziert aufgestellt worden ist. Hotelmanager entschuldigt sich und will mir eine Übernachtung erlassen. Erhandle mir stattdessen freie Minibar. Werde Manager bei Michelin für einen Stern für ausgezeichnetes Schadensmanagement vorschlagen.
Beobachte vom Hotelfenster aus, wie Polizei und Hotelmanager Laterne und mein Leihwagen begutachten und Manager plötzlich auf mich am Fenster verweist. Werde mir das mit Michelin wohl doch wieder überlegen müssen. Wuppertaler scheinen Verräter zu sein. Werde mich vorsehen müssen.

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Fake der Woche: Nächtliche Pressekonferenz im Kanzleramt

Berlin.
Ungewöhnliches spielte sich heute Nacht kurz nach Mitternacht ab. Der Regierungssprecher Ulrich Wilhelm hatte zu einer Pressekonferenz für fünf nach zwölf geladen. Und pünktlich saß er dann in einer Reihe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Wolfgang Schäuble (CDU) und Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) auf dem Podest vor den geladenen Pressevertreter und reichte den Kabinettsmitgliedern das Wasser.

Während Herr Schäuble die Namen der Pressevertreter auf der Anwesenheitsliste nachprüfte, veranlasste Bundeskanzlerin Merkel, dass die Pressevertreter ihre Notebooks den ebenfalls anwesenden BKA-Beamten anzuvertrauen hätten. Sie verwies darauf, dass Frau Zypries gerade ihre prä-menstruelle Phase hätte und das Klappern der Tastaturen würde Frau Zypries Kopfschmerzen bereiten. Um die Regierungsfähigkeit nicht einzuschränken und den Krankenstand niedrig zu halten, müsste sie – Bundeskanzlerin Fau Merkel – darauf bestehen, dass die Notebooks der Journalisten den BKA-Beamten ausgehändigt würden. Diese würden diese in einem sicheren Raum verwahrt. Der Chef des BKAs, Herr Jörg Ziercke, werde persönlich durch seine Anwesenheit für die Unversehrtheit der Notebooks garantieren.

Nachdem die Journalisten dieser Anordnung Folge geleistet hatten, begrüßte Ulrich Wilhelm die anwesenden Presseleute insbesondere aus dem Nahen und Fernen Osten und übergab das Wort dem Innenminister Schäuble für das Vorwort zur Pressekonferenz. Schäuble fragte aber nur kurz nach, wo denn der Journalist von Al-Dschasira säße und warum der Journalist der Beijing Evening News so verdächtig europäisch aussähe. Nachdem diese Fragen schnell geklärt und deren Ausweise überprüft worden waren, übergab Schäuble das Wort an Frau Merkel.

Frau Merkel begrüßte die zu so später Stunde erschienen Journalisten. Diese Pressekonferenz sei erforderlich geworden, weil es offenbar erhebliche Missverständnisse wegen den computerunterstützten Visitationen in der deutschen Sicherheitsarchitektur gäbe.
Es sei infam – hierbei wechselte Frau Merkel drastisch ihren Tonfall vom herzlichen ins kühle – von bestimmten Presseorganen verdächtigt worden zu sein, dass sie mit ihren Regierungsvertretern ihre China-Aufenthalt im letzten Jahr nur dazu genutzt habe, neue Sicherheitstechnologien zu rekrutieren. Das sei insbesondere falsch, da unter ihren Regierungsvertretern auch staatstragende Menschen aus der Industrie dabei gewesen sei, die lediglich neue Wirtschaftsaufträge einfahren wollten. Und dabei seien weder der sehr geschätzte LIDL-Firmeninhaber Dieter Schwarz noch Vertreter von anderen deutschen Discountern darunter gewesen. Denn die hätten sich angesichts der chinesischen Standards garantiert gelangweilt.

Man habe sehr große Erfurcht vor den Technologien der Chinesischen Regierung, aber man benötige keine Technologien aus China, denn in der Sicherheitstechnologie sei Deutschland schon immer auf der Höhe der Zeit.
Desweiteren bräuchte es auch nicht den destruktiven Pessimismus der ewigen Meckerer Deutschlands und deren Behauptungen, dass Deutschland sich zu einem Überwachungsstaat entwickle. Das sei eine miese Unterstellung, denn hierfür gäbe es keinen Raum mehr. Für dieses sich Hin-Entwickeln. Schließlich hätten sich Generationen alter Politiker wie Kanther, Schilly und jetzt Schäuble erfolgreichst und zur vollsten Zufriedenheit der wählenden Bevölkerung gemüht, auch hier weltweit führend zu werden und die deutsche Tradition des pro-aktiven Am-Ball-Bleibens fortzuführen. Denn nur wer den aktiven Finger am Puls der Zeit aller ehrbaren Mitbürger habe, der könne erst mit Sicherheit sagen, wer unehrbar sei.

Und ob dieser Finger nun eine Minikamera in dem Brandmelder über der Discounterkasse sei oder der Trojaner auf dem PC und die multimediale Knopfkamera im heimischen Fernseher oder im WC, das richte sich freilich nach den Besitzverhältnissen. Somit seien die Datensicherstellungsmaßnahmen der Firma LIDL durch Detektive allein die Angelegenheit des Firmenbesitzers Herrn Schwarz. Gleichfalls sei im gleichen Maße das Interesse des Staates an seine Bürger zu bewerten. Als lediglich eine reine Angelegenheit der Besitzverhältnisse.

Sie – so Frau Merkel – würde deshalb mit viel persönlichem Einsatz in andere Länder reisen, um dort ausschließlich Anregungen für den Schutz ihrer eigenen Bevölkerung mitzunehmen. So würde sie beispielsweise am 13. Mai 2008 nach Brasilien reisen, um sich dort zu erkundigen, wie die Registrierungen von Internet-Nutzern in öffentlichen Internet-Cafes organisatorisch verlaufe und wie dieses auch für deutsche Internet-Cafes effektiv effizienter verlaufen kann.

Auf die Frage eines deutschen Journalisten, ob sie – Frau Merkel – das Siegen in Sachen pro-aktiver Bürgerbetreuung nicht eher von China lernen könne, fiel Wolfgang Schäuble dem Fragesteller ins Wort. Die Bundesregierung verbitte sich generell die Einmischung Chinas in innerdeutsche Angelegenheiten wie sie sich auch die Einmischung von inkompetenten deutschen Bürgern im Innern verbitte.
Auf die eingeschüchterte Nachfrage des Journalisten, ob es denn nicht China gewesen sei, welches während des Besuchs der Bundeskanzlerin im letzten Jahr im großen Stil versucht hätte, über einen gehackten Server Daten vom Bundeskanzleramt herunter zu laden, machte Schäuble darauf klar, dass es sich hierbei keineswegs um eine chinesische Hackerei gehandelt habe. Sondern vielmehr hätte die Bundesregierung den Chinesen funktionierende Bürgerüberwachungskonzepte zum Verkauf angeboten. Da aber die chinesische Regierung auf den deutschen Vorschlag, China solle 80 Millionen ihrer 1,5 Milliarden Bevölkerung zur direkten Überwachung der deutschen Bevölkerung abstellen, nicht eingegangen sei, hätte man den versuchten Download der chinesischen Seite abgebrochen, indem man die MS-Windows Firewall auf dem Regierungsserver wieder aktiviert hätte. Schließlich dürfe keine Nation erwarten, an deutscher Sicherheitstechnologie zu partizipieren, wenn bestimmte Sicherheitsanforderungen Deutschlands von denen nicht erfüllt würden.
Zudem solle der Fragesteller – so Schäuble mit einem Anflug von Altersmilde – lieber schnell nach Hause gehen, denn er hätte zuverlässige Informationen erhalten, dass des Journalisten Frau gerade käme. Und das ohne ihn.

Nach diesem gelungen Witz und dem allgemeinen Gelächter meldete sich noch der Vertreter der BDSM-Zeitschrift „Schlagzeilen“ und fragte, ab wann man denn eine Kamera für seine Wohnung beim BKA beantragen könne. Denn er kenne etliche die gerne Sex vor laufenden Kameras haben würden und das BKA würde denen dann helfen, einen entschiedenen Schritt aus der Illegalität zu machen, dürften sie vor laufenden Kameras …
An dem Punkte mischte sich Frau Zypries ein und verbat sich eine Diskussion über sexuelle Angelegenheiten, da sie gerade in der prä-menstruellen Phase sei und jetzt keine Tranquilizer mehr griffbereit hätte und nicht unbedingt hier bei so einem Thema vor laufenden Mikrofonen in die Tischkante beißen wolle.

Desweiteren – so führte sie aus – gelte die computerunterstützte Visitation mittels multimedialer Techniken durch hoheitliche Dienste nicht als Recht für den Bürger sondern als Privileg. Nicht jeder käme somit in Genuss dieses Privilegs. Man könne bislang nur eine 98%ige Abdeckung erzielen. Und man solle sich im Klaren sein – fügte Frau Zypries mit drohendem Unterton hinzu -, Privilegien können auch wieder entzogen werden.

Der Vertreter des „L’Osservatore Romano“ merkte an, ob es vorgesehen sei, auch in katholischen Beichtstühlen Mikros und Kameras einzubauen. Denn dann wäre der Vatikan eventuell bereit zu kooperieren, voraussetzt die Originalaufnahmen dürften dann in vatikanischen Archiven eingelagert werden. Beichtstühle, die über solch fortschrittlicher Technik verfügen würden, würden letztendlich dazu beitragen auch die Personalkosten in der katholischen Kirche zu senken, weil dann ein Beichtvater zentral mehrere Beichtstühle gleichzeitig verwalten könne. Auf diese Frage antwortete Frau Merkel, dass hierzu das letzte Wort noch nicht gesprochen sei. Die Entscheidung hierzu würde sie noch treffen. So wahr ihr Gott helfe.

Als dann der Journalist der Beijing Evening News sich meldete und nachfragte, ob es stimmen würde, dass die Bundesregierungen Deutschlands seit mehr als 25 Jahren der Meinung seien, der Bürger hätte zu viel Freiheiten und zu wenig Kontrolle. Und warum der deutsche Bürger gegängelt würde, aber im Gegenzug die großen Korruptions- und Steuerhinterziehungsfälle wie von Flick bis Siemens permanent in der Geschichte der deutschen Republik als Kavaliersdelikte wegdiskutiert würden, während nicht wenige außereuropäische Regierungen als korruptionsfördernd angesehen würden.
An dieser Stelle unterbrach der Regierungssprecher und Staatssekretärs Ulrich Wilhelm die Pressekonferenz mit Hinweis, dass man sich die Einmischung in innere Angelegenheiten des deutschen Volkes verbitte. Zudem verwies Wilhelm auf die bereits fortgeschrittene Stunde. Es sei ja spät, fast früh zu nennen, auch wenn längst noch nicht Dämmerung im Kanzleramt sei, so scherzte Wilhelm.
Außerdem wolle die Bundesregierung nicht nur durch Worte auf dieser Pressekonferenz glänzen sondern als Dank für diese späte Pressekonferenz habe er den Journalisten auch Taten zu präsentieren. Als Aktion guten Willens und dass man mit den neusten Gesetzesvorhaben niemand wirklich böses wolle, habe man allen Notebook-Besitzern ein Geschenk gemacht. Findige BKA-Beamte hätten jedes Notebook mit einer fest installierten Web-Cam ausgestattet. Die dazugehörige Software hätte man bereits kulanterweise ins Betriebssystem ebenso fest integriert, so dass die Notebooks direkt einsatzbereit seien.

Der minutenlange begeisterte Applaus der deutschen Pressevertreter über dieses Geschenk war augenscheinlich für die in letzter Zeit so gescholtenen Politiker ein Labsal.

Jedoch gab es bei dieser entspannten Pressekonferenz auch einen Wermutstropfen. Der Journalist von Al-Dschasira wurde vorübergehend festgenommen und erhielt eine Anzeige wegen mutwilliger Umwelt-Verschmutzung. Er hatte die Kamera von seinem Notebook gewaltsam entfernt und die zerbrochene Webcam nicht als Elektroschrott entsorgt, sondern diesen einfach in einen herumstehenden Mülleimer vor dem Kanzleramt geworfen. Sicherheitsbeamte griffen ihn nur unweit des Tatortes in der Berliner U-Bahn auf. Es steht zu befürchten, dass der Journalist seine Akkreditierung verlieren wird.