„Gott verzeiht. Der Mensch nie.
Nur das ist wahre Perfektion.“
Archiv für den Monat März 2008
Die Stimme Tokios verstummt – Programmtipp
Mal so auf die schnelle:
Da es ja heute in allen Medien rauf und runtergenudelt wurde, dass Bill Kaulitz von „Tokio Hotel“ an seinen Stimmbändern operiert wird (… jetzt wird ihm die Stimme nachträglich nochmal gebrochen … :> ), gibt es für alle TV-Kabel-Empfänger Deutschlands nur eine Programmempfehlung:
Schaltet das WDR-Fernsehen heute ab 19:00 ein. Die werden sicherlich darüber berichten, dass die schon seit letzter Woche für dem ersten Tournee-Auftritt campierenden Kiddies jetzt ihre Zelte in Dortmund abbrechen müssen. Dort sollte „Tokio Hotel“ am 31. März auftreten und schon letzte Woche berichtete der WDR über dafür bereits campierende Kiddies. Diese hatten in perfekter Organisationsmanie Listen erstellt gehabt, die am 31. März beim Einlass garantiert hätten, wer zuerst in den Konzertsaal rein hätte dürfen.
Ich wette, der WDR wird jetzt frierende, verheulte Kiddies zeigen, die über die Verschiebung des „Tokio Hotel“-Konzertes lamentieren werden. Und uns TV-Glotzern bleibt die Schadensfreude in der wärmenden Wohnstube vor dem heimischen TV. Live-Comedie der deutschen Art at its best.
Das ist dann fast so schön wie jener Tag, als Robbie Williams „Take That“ verließ und es diese Nachricht bis in die nächtlichen „Tagesthemen“ beim Wickert fanden … .
It’s showtime: Meine TV-Empfehlung für den gepflegten Sadismus. :>
Ramstein und die Rache am Osterhasen
Es ist amtlich (… auch wenn es kein Amt dafür gibt …)
Der Schnuffel-Kuschel-Song hat den ersten Platz der Single-Verkauf-Charts erklommen.
Noch vor Leona Lewis, Stefanie Heinzmann, No Angels und Fettes Brot.
„Du bist mein allerliebster Schatz!“ dröhnt es Land auf, Land ab.
Passend zur Hasenzeit. Passend zu Ostern. Haseneierjagdsaison …
Nur, wer kauft sich denn sowas?
Animiert durch andere Erfahrungsberichte hatte ich mich im Saturn strategisch günstig positioniert. Eine Stunde lang. Kein Käufer. Aber bei den anderen vieren wurde doch die ein oder andere CD rausgenommen.
Diese Verkleisterung der Gehörgänge aus den permanenten Sturm-und-Drang-Perioden der Jamba-Musik-Ingenieure schreit nach gnadenlosen Parodien.
Beim Sender 1 Live in der Comedy-Rubrik finden sich inzwischen schon die ersten Versionen. Die Ramstein-Version ist definitv die beste.
Einfach obigen Link anklicken und reinhören.
Ach ja, wer den originalen Schnuffel-Hasen-Song gekauft und/oder geladen hat, möge sich melden!
Hier im Kommentarbereich! Und wer diesen Song mag, ebenso!
Outet euch hemmungslos!
Schliesslich ist das der momentan meistverkaufteste Song!
Die Parodie:
http://www.blog.de/srv/media/dewplayer.swf?son=http://data3.blog.de/media/753/2422753_10c2f5e906_a.mp3
Gelesen und für gut befunden (Teil 2)
Zu meinem Makel fehlt mir noch die Perfektion.
Gelesen und für gut befunden (Teil 1)
Zur Perfektion fehlt mir nur noch ein Makel!
Wenn die Aktien fallen …
20 Prozentpunkte weniger binnen eines Jahres.
Das ist bitter.
Nein. Ich schreibe jetzt nicht über den Zustand der SPD.
Es geht auch nicht um die Siemens Aktie, die neulich ihren niedrigsten Stand seit Herbst 2006 erreichte.
Nein.
Es geht um den Papst.
Ja wohl, um den Papst.
Der deutsche Papst hat in der Popularität erheblich nachgelassen.
Das ist eine Katastrophe. Das schreit nach den Reitern der Apokalypse.
Wenn nur noch 51 Prozent der Deutschen mit ihm zufrieden sind, wobei es schon mal 70 % waren, dann muß der Vatikan ran.
Eine Popularitätsoffensive muß her.
Der Papst bei DSDS in der Jury? Oder am Laufsteg von „Germanys Next Topmodel“? Oder Benedikt einen Tag lang im „Big Brother“-Haus mit eigenem Dixie-Klo? Oder bei „Wetten dass“ mit einer Wette, dass er die Bibel sogar rückwärts auswendig kennt? Oder bei „Verstehn Sie Spass?“ am Kölner Dom vor verschlossener Tür mit nem Schild „Wegen Weltuntergang ab heute geschlossen“?
So kann das doch nicht weitergehen!
20 Prozent weniger!
Hört denn niemand die Signale, Völker?
Denn wenn das so weiter geht, mit diesen 20-Prozent-Verlusten, dann kennt ihn spätestens in drei Jahren niemand mehr! Das darf doch nicht sein! Wir sind doch Papst! Oder etwa nicht? Hallo?
Also: Analysten an die Front!
Wenn Aktienkurse in dieser Weise fallen, reagiert unsere Industrie immer mit Massenentlassungen und Schließungen. Das ist dann immer so sicher wie das Amen in der Kirche. Warum sollte also die katholische Kirche nicht ebenfalls so verfahren? Bei gleichzeitiger Steigerung der kirchlichen Kollektenfrequenz?
Und wenn alles nicht hilft:
Dann brauchen wir eben einen neuen Papst. Einen charismatischeren Papst. Einen Papst, der was hermacht! Einen niegelnagelneuen Papst! Einen Brad Pitt der Kanzel. So mit kreischenden Mädels und so.
Auf dieser Weise machen es die Fußballvereine ja auch, wenn bei denen nichts mehr läuft:
Altert Trainer weg, neuer Trainer auf den Stuhl und die Fans schreien vor Begeisterung. Warum nicht auch mal sowas im Vatikan?
Übrigens, Lothar Matthäus macht gerade eine DFB-Trainerausbildung. Wenn er nicht gerade mit Journalisten über den Busen seiner Freundin fachsimpelt.
Mit seinem Namen wäre unser Lodda doch von eh her prädestiniert für den Stuhl in Rom, oder? Eine wahre Matthäus-Passion könnte daraus werden und das fristgerecht noch vor Karfreitag …
Hm?
Ich riskiere gerade eine Abmahnung wegen Beleidigung religiöser Ansichten?
Um Gottes willen! Gott bewahre! Wie käm‘ ich dazu! Nichts liegt mir ferner!
Ein Matthäus gehört auch überhaupt nicht auf den Stuhl Petri. Da wird der nie landen, der Lodda. Eher wird er für den deutschen Fußball ein Reiter der Apokalypse. Ein „Apokalypse Wow“ für Fußballvereine mit vakanten Trainersitzen. Denn der würde seinen Spielern eh von Silikonkissen vorschwärmen statt denen die Abseitsregel zu erklären.
Außer natürlich, sollte der Ulli Höneß wahre Größe beweisen und ihn von allen Trainerämtern mit einer Festanstellung als Greenkeeper in die Münchener Allianz-Arena wegfangen, das könnte wahrlich edelmütig vom Ulli sein.
Aber man soll den Abend nicht vor dem Morgen verdammen. Lodda kann ja noch zu einen der ganz großen in der deutschen Trainerriege für deutsche Mannschaften werden. So wie Jupp Derwall. Oder Bertie Vogts. Nichts ist unmöglich.
Und der Benedikt mit seinen 20 Prozent weniger?
Der hat schon seinen Plan. Der wird zu Ostern seine nächste Popularitätsoffensive exklusiv live im ARD starten:
Urbi et Orbi am 23. März live ab 10:30 aus dem Vatikan …
Amen.
Dieser Abend gehört mir!
"Die Hessen-SPD ist ein Sauhaufen"
Besser kann man es nicht ausdrücken.
Und der Gewinner ist der CDU-Koch, der sich königlich dabei amüsiert.
Ein lesenswertes Interview von Dieter Hildebrandt in der „Süddeutschen Zeitung“ trägt den Titel „Die Hessen-SPD ist ein Sauhaufen“.
Zum Lesen:
Kritik vom Kabarettisten-Urgestein: SPD-Sympathisant Dieter Hildebrandt erklärt, wieso Andrea Ypsilanti es nicht verdient, Hessen zu regieren und warum Kurt Beck nicht hart genug für den Kanzlerposten ist.
Hier lang zur Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/116/162663/
Frauentausch: Nachzügler zum Frauentag
Rüffel von eigener Frau kassiert, da Internationalen Frauentag verpennt.
Beule tut noch weh.
Bin dann raus.
Habe einen Dackel für meine Frau bekommen.
Habe mir permanent selber dafür auf die Schulter geklopft.
War ein guter Tausch.
Nur gerade bemerkt, Dackel nervt auch.
Suche jetzt noch Hunderezept.
Und einen Kochexperten, da nun ohne Frau.
Reduced to the max
Die vier Apostel waren folgende drei:
Peter und Paul
Leben
Es kommt die Lüge
und klagt:
Mir geht es nicht gut
in diesem Land
Traut ihr nicht:
Sie könnte
gelogen haben!
Bayrische Panik: Angst vor 29 Prozent
Es war der Schenkelklopfer seit diesen Sonntag.
Der bayrischen CSU ist der Arsch auf Grundeis gegangen. Passend zum ersten Schneefall in diesem Jahr. Die 50 Prozent-Hürde wurde bei den Stadtrats- und Kreistagswahlen von der CSU erneut verfehlt.
Und Münchens OB-Posten bleibt weiterhin in der Hand der SPD. Mit 2/3 Mehrheit der Wähler gewählt.
„Jo, mei! Dös is der Untergang des Abendlandes!“ wird jetzt an allen bayrischen Stammtischecken gestöhnt. Und der Schuldige für dieses schlechte Abschneiden gesucht. Und dann auch gleich gefunden.
Der Raucher!
Der Raucher hat die CSU nicht gewählt!
Ist doch fast jeder zweite ein Raucher. Und bei der neuen restriktiven Anti-Rauchergesetzgebung Bayerns … Also will die CSU schnell ihr Anti-Rauchergesetzgebung kippen. Schnellstmöglch. Am besten nächste Woche schon.
Jedoch stimmt das mit den Prozentzahl der Raucher nicht so ganz. Nur 29 Prozent der Bevölkerung Deutschlands sind Raucher. Tendenz fallend. Das fand
IfD – Allensbach heraus. Die Zahl der Raucher wird erheblich überschätzt. Die Allensbacher-Studie zeigt, dass der gefühlte Raucher-Anteil bei 46 Prozent liegt, der faktische nur bei 29 Prozent.
Und vor diesen 29 Prozent – wie gesagt, Tendenz fallend – hat nun also die CSU die Hasenpanier bei deren Rauchergesetzgebung ergriffen.
Nebenbei zeigt die Studie auch noch, dass 25 Prozent der 14 – 19 Jährigen raucht.
Moment.
14 – 19 Jährigen?
Das sind ja exakt 80 Prozent Jugendkriminalität!
Rauchen ist ja bekanntlich erst ab 18 erlaubt.
Und jene 80 Prozent durften diesen Sonntag auch noch nicht mal für die Chance haben, für die CSU zu stimmen, geschweige denn überhaupt zu wählen! Das wären also 20 Prozent der Gesamtheit der Raucher Bayerns, die der CSU potentiell keine Stimme gegeben hätten können!
Möglicherweise brach angesichts solcher Zahlen der CSU der panikartige Schweiß aus. Dort will man doch bei den Landtagswahlen im September das Ziel – die „2/3 + X“-Mehrheit – im bayrischen Landtag erreichen.
Und alles soll an den Sargnägeln der 29 Prozent scheitern?
Ja, denn schließlich ist Ende September das Oktoberfest und wenn in den Bierzelten nicht geraucht werden darf, dann könnte die CSU eventuell sogar unter die 50-Prozent-Hürde im Landtag rutschen!
Unausdenklich, welche politischen Tragödien sich da anbahnen könnten!
Vordergründige Rücktritte!
Verbale Fehltritte!
Hinterfotzige Nachtritte!
Die Abspaltung Bayerns als letzte Konsequenz auf der nächsten CSU-Sitzung in Wildbad Kreuth!
Vielleicht sogar mit der nachfolgenden Errichtung einer Monarchie mit König Eddie Stoiber, dem Ersten, in Brüssel …
Hm.
So eine Konstellation hatte Bayern schon mal.
Da weilte deren König in Brüssel und die Bauern marschierten sauer und bitter frierend auf München zu und wollten beinahe unbewaffnet München einnehmen. Dem König in Brüssel waren die Bauern egal und er war ganz zufrieden, was denen später als Weihnachtsgeschenk vor den Toren Sendlings gemacht wurde. Das ganze endete in der berühmten Sendlinger Blutweihnacht.
Hirngespinste.
Das sind alles nur Hirngespinste. Denn ob mit oder ohne Rauchergesetz, am Ende wird die CSU doch die Landtagswahl gewinnen. Die Panik vor den Rauchern ist nur reine Panikmache und ein Sturm im Aschenbecher.
Freuen wir uns des Schenkelklopfens, solang wir es noch können:
Am 28. September 2008 sind die Verhältnisse wieder gerade gerückt und die CSU wird als gnadenloser Sieger aus der Wahl hervorgehen.
Und die SPD? Die wird mal wieder froh sein, über die 5-Prozent-Hürde gekommen zu sein und wieder staunende Vertreter in die CSU-Hochburg – das vom bayerischen König Maximilian II. gebaute Maximilianeum – schicken zu dürfen.
Dort darf die SPD ja noch rein.
Aber das Strausoleum am Münchener Hofgarten, das wird auf Immer und Ewig Tabuzone für die bayrische SPD bleiben.
Dem ist die CSU – unsere Patronae Bavariae – vor …
