Endlich reich ins Heim! Die Rente ist gesichert …


So, das war’s.
Ich bin jetzt vermögend.
Sauvermögend. Supersauvermögend. Stinkreich sozusagen.
Gerade erhielt ich über LinkedLin folgende Mail:

Dear Careca da Silva ,
I am Mrs. XXX I am a citizen of Denmark, I am currently working with Natwest Bank. I have been working here for 17 years now, and I have a good working record with my bank.. I am Making an offer to you in relation to the death of my deceased client who left a huge amount of money £15,812,664 (Fifteen Million, Eight Hundred and Twelve Thousand six hundred and sixty four GBP.) in our bank. After unsuccessful attempts to find his relative then I decided to contact you since you have the same surname with him. For more information, If this proposal is alright by you then kindly get back to me via e-mail (***@hotmail.com) for confidential reasons.I anticipate your co-operation.
Thanks you for your time and do have a great day.
Regards,
XXX
Managing Director Natwest Bank

Habe schon mal bei Sixt nen Transporter bestellt. Schließlich wollen die 15 Millionen Pfund aus Dänemark von mir abtransportiert werden, woll.
Und dann?
Ganz klar: Meine Tochter macht dann in Wuppertal mit dem Papst ne Butike auf. Darin werden wir dann den Modezaren Deutschlands das Fürchten lehren, woll.

Aber jetzt erstmal nen Champagner köpfen. Ich gönn‘ mir ja sonst nichts.

Liebe Grüße vom Neu-Reichen

Careca

P.S.:
Bettelbriefe werde ich gnadenlos nicht lesen und dem Recycling der Wertstoffhöfe durch meinen noch einzustellenden Buttler zuführen lassen.

Vom schnellen Reichtum komplett überrascht


So, meine Lieben, es ist vollendet. Mein Sargdeckel wird definitiv golden sein. Denn soviel, wie ich jetzt bald haben werde, kann ich einfach nicht ausgeben.
Lindsay schrieb mir.
Ihr kennt Lindsay nicht? Da seht ihr es mal wieder. Ich bin auf der Sonnenseite des Lebens und nicht im Schatten der Tür von Dagobert Ducks Geldspeicher. Lindsay Rogers meine ich und sie schrieb mir heute folgende Email:

Von: „Rogers, Lindsay“ lindsay. rogers ( ) ubc. ca
Datum/Uhrzeit: 24.01.2014 / 09:50(Empfang)
Betreff: Antworten für Details

Es tut mir leid, um Ihre Privatsphäre auf diese Weise stören. Es gibt eine gewisse verstorbenen Kunden von meiner Bank, die hinter US $ 18 Millionen übrig. Ich suche Ihre Partnerschaft in Empfang dieses Fonds. Wenn Sie interessiert sind, sofort zu antworten für detaillierte Informationen.

Danke,

S.L

Schon klar, Lindsay arbeitet wohl in der kannadischen Niederlassung der „Union Bank of California“. Richtig gelesen. Kalifornien. Kennt jeder. Liegt direkt bei Hollywood, da wo alle Reichen und Schönen leben. Demnächst auch ich. Ätsch.
Lindsay ist schon verdammt raffiniert, sie kürzt ihren Namen voll diskret mit „S.L“ ab. Klar, sie will ja nicht wie Snowden enden. Ein wenig die NSA nasführen muss schon sein, nicht wahr? Aber ich hab die Finte sofort erkannt, Lindsay Rogers, du geschicktes Luder! Ich spiel mit, du. Lass uns in finanziellen Kontakt treten, hey. Ich habe noch ne leere Abstellkammer, da kannste das Geld deponieren, woll!
18 Millionen US-Dollar. Das sind über 13 Millionen Euro! Und wie aus der Mail zu entnehmen ist, denke ich, wird das Ganze mir netto angeboten.
Leute, mir scheint die Sonne aus dem Allerwertesten und ich bin demnächst ein Star und rufe bald: „Nehmt mich hier raus! Aus Deutschland, ihr Finanzberater“. Und dann geht’s reich ins Heim statt heim ins Reich. In Geldmünzen werde ich baden, in Geldscheinen tauchen und zwischen all den Säcken mit Geld nicht mehr auffallen.

Endlich.

Jetzt muss ich nur noch auf jenes einmalige Angebot antworten. Wo ist nochmal der Antwort-Knopf des Email-Programms?
Hm.
Frau Oberpflegerin, könnten Sie sich mal wieder um mich kümmern und nicht um die Strickgruppe? Wie antworte ich hier?