Tagtraum

Schön ist es draußen. Und diesmal still.
Nicht wie gestern. Da herrschte in Nachbars Garten das pralle Leben.
Kinder spielten mit einem herumliegenden Wasserschlauch Feuerwehr. Und die Eltern sahen es frohgemut.
Da war ein Päpen und Plappern. Ein Stimmengewirr und immer wieder die kindlich freudig erregten „Mami“-Rufe. Und den Mammis hat es gefallen. Schließlich war „Muttertag“.

In meiner Phantasie sah ich ein Stadion und darin alle Kleinstkinder dieser Welt am Kieksen, Brabbeln und Kichern. Und wie ein tausendfaches Echo aus der Arena Richtung Tribüne:
„Mammi!“

Und auf den Rängen alle Mütter dieser Welt. Sich knuffend und puffend und mit „Ach wie süß, ach wie putzig“-Rufen antwortend. Tränen in den Augen verbunden mit einem unübersehbaren Leuchten. Mutterträume aller Länder vereinigt vor sich in der Arena in ihren Windeln.

Und dann eine kleine Stimme glockenklar, kindlich, laut und deutlich:

„Mammi, Fielmann.

Mist, ich seh zu viel Werbung fern …

Auf der Suche nach Feuchtgebiete

Wenn ich so auf meinen Blog und deren diverse zwei Dutzend Posts schaue, dann gibt es genau zwei Posts, die mittels der Ergebnisse von Suchbegriffen (bei Google und Co.) so richtig gerne besucht werden.
Das eine Post ist über die Intimrasur beim Mann und das andere über die katholischen Morgenlandfahrer im Alkoholrausch.

Eindeutig.
Die Internet-Menschheit ist unterwegs auf der Suche nach Feuchtgebiete.
Nicht erst seit Charlotte Roche.
Will ich also mehr Publikum, dann sollte ich meinen Content vielleicht doch stark überdenken:
Mehr „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“.

Oder wie der Deutsche zu pflegen sagt:
„Wein, Weib und Gesang“.

Daher jetzt für alle ein wenig mehr Erotik an dieser Stelle für alle Suchmaschinennutzer mit Worten á la Charlotte Roche:

Smegma!

Und dann ab mit ’nem Bier in die Feuchtgebiete.
Wohl bekommt’s …

Guter Versuch, aber schlechter Wirkungsgrad. Tschö, Anwerber, wa.

Da hat es wieder wer versucht, mich für den neusten „todsicher geldbringenden Job“ zu werben. Grob gesagt, es ging dabei um die Pille für den Tank.

Erklärung für die Frau:
Die Pille verhütet 100 prozentigen Spritverbrauch bei sieben- bis vierzehn-prozentiger Absenkung ohne Zunahme. Bei ihrem Alten. Die neuen schaffen das auch so.

Erklärung für den Mann:
Sieben- bis vierzehn Prozent mehr Potenz beim Wrooooooom bei gleicher Tankfüllung durch das Einwerfen einer Tablette. Und ihre Beifahrerin wird es Ihnen lasziv und hemmungslos danken, wenn ihr Shopping-Radius dadurch steigt.

Soweit der Hintergrund.
Und jetzt das entscheidende:
So funktioniert es mit dem Geldverdienen.

Karriere

Was sagt da der Ökonom?
„50 Dollar? Pah! Ich will 50 Euro. Das ist mehr wert.“

Und das System hat mich verdammt an das mir vor 20 Jahren präsentierte Allianz-Versicherung-Klinken-Drücker-Modell erinnert.
Hatte mich auch damals nicht wirklich motiviert.

Und heute hat mich das auch nicht wirklich die Bohne interessiert. Geschweige denn Pille. Zum Verhüten von Spritpreisen traue ich auf meine Natur.
Und wofür dann also die Pille für den Tank?
Für mich als Mann?
Ey, isch ‚abbe ga‘ kaine Auto …

Wie geil ist das denn?

Ja, super aber auch, liebe Telefongesellschaft.

Erst stellt ihr euer Briefzustellung auf PIN um, so dass offenbar nicht jeder Brief auch ankommt (weil PIN-Billiglöhne wohl nun doch nicht so motivieren wie POST-Tariflöhne).

Und jetzt will man bei eurer Hotline anrufen, die schon eh 49 Cent die Minute kostet. Sowas hatte bislang immer so an die fünf Minuten gedauert, da Ihr fast anscheinend ja Eure Personal immer aus dem firmeninternen Schwerhörigen-Heim rekrutiert. Oder könnten es freilebende, aus Bodenhaltung stammende Authisten sein, aus eigener Züchtung?
Und was kommt da jetzt, als ich die Hotline wählte? Ihr plaudert mir von Service-Verbesserungen und Umstellung auf eine 0900-Nummer, die jetzt 1,49 Euro die Minute kostet.

Hallo?
Wie geil ist das denn?

Nicht nur, dass 1 Euro Mehrkosten anfallen, sondern dass ich generell die 0900-Nummern bei euch habe sperren lassen? Damals, als ich den Anschluss zu euch verlegte? Um Abzockern und Mehrwertlüstlingen zu entgehen.

Erst das, und dann noch, dass Ihr mir per Brief zum zweiten Mal geschrieben habt, dass bei Euch Telefon-Flatrate nicht im Flatrate-Sinne zu verstehen ist sondern als Nutzung eines durchschnittlichen Benutzers. Was Ihr mir aber nie genau definieren wolltet, eben was „durchschnittlich“ in Minuten pro Monat ausgedrückt heisst.

Und jetzt die Service-Hotline auf eine 0900er umgestellt. Für einen Euro mehr die Minute.

Wollt Ihr jetzt Euren Aktienwert steigern, damit ihr als Brautjungfer der VODAFONE attraktiver erscheint?

Mann, mann, mann, mann.

Da wird der rosa Riese gleich wieder attraktiver für mich …

„(A)usschließlich (R)ichtige (C)hristliche (O)pferbereitschaft (R)ockt“ ist jetzt wohl die neue Erklärung Eures Akrynoms …

Gelesen: Die Schlagzeilen von heute

Schäuble: Wir brauchen einen leistungsstarken BND

Meinte er gestern.

Babyfon im Hotelzimmer gefunden
Porsche-Chef Wiedeking bei VW abgehört

Das passierte bereits im November 2007.

Na also.
Es geht doch.
Herr Schäuble, hören Sie doch auf zu meckern. Es wird doch abgehört, was das Zeug hält.

So.
Und wer nichts zu verbergen hat, der lege sich jetzt auch ein Babyfon unters Bett, lieber Bürger, und stelle als Sendefrequenz den Polizeifunk ein. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Für ein Abgehört-werden-Recht für alle!
Nicht lediglich Manager, Journalisten und Regierungen.
Weg mit den Sonderprevilegien!

„Truman show“ für alle!

Nicht gelesen, aber für gut befunden (Teil 3)

„Gott verzeiht. Der Mensch nie.
Nur das ist wahre Perfektion.“

Ramstein und die Rache am Osterhasen

Es ist amtlich (… auch wenn es kein Amt dafür gibt …)
Der Schnuffel-Kuschel-Song hat den ersten Platz der Single-Verkauf-Charts erklommen.
Noch vor Leona Lewis, Stefanie Heinzmann, No Angels und Fettes Brot.
„Du bist mein allerliebster Schatz!“ dröhnt es Land auf, Land ab.
Passend zur Hasenzeit. Passend zu Ostern. Haseneierjagdsaison …

Nur, wer kauft sich denn sowas?
Animiert durch andere Erfahrungsberichte hatte ich mich im Saturn strategisch günstig positioniert. Eine Stunde lang. Kein Käufer. Aber bei den anderen vieren wurde doch die ein oder andere CD rausgenommen.

Diese Verkleisterung der Gehörgänge aus den permanenten Sturm-und-Drang-Perioden der Jamba-Musik-Ingenieure schreit nach gnadenlosen Parodien.
Beim Sender 1 Live in der Comedy-Rubrik finden sich inzwischen schon die ersten Versionen. Die Ramstein-Version ist definitv die beste.
Einfach obigen Link anklicken und reinhören.

Ach ja, wer den originalen Schnuffel-Hasen-Song gekauft und/oder geladen hat, möge sich melden!
Hier im Kommentarbereich! Und wer diesen Song mag, ebenso!
Outet euch hemmungslos!
Schliesslich ist das der momentan meistverkaufteste Song!

Die Parodie:
http://www.blog.de/srv/media/dewplayer.swf?son=http://data3.blog.de/media/753/2422753_10c2f5e906_a.mp3

Gelesen und für gut befunden (Teil 2)

Zu meinem Makel fehlt mir noch die Perfektion.