Tagtraum

Schön ist es draußen. Und diesmal still.
Nicht wie gestern. Da herrschte in Nachbars Garten das pralle Leben.
Kinder spielten mit einem herumliegenden Wasserschlauch Feuerwehr. Und die Eltern sahen es frohgemut.
Da war ein Päpen und Plappern. Ein Stimmengewirr und immer wieder die kindlich freudig erregten „Mami“-Rufe. Und den Mammis hat es gefallen. Schließlich war „Muttertag“.

In meiner Phantasie sah ich ein Stadion und darin alle Kleinstkinder dieser Welt am Kieksen, Brabbeln und Kichern. Und wie ein tausendfaches Echo aus der Arena Richtung Tribüne:
„Mammi!“

Und auf den Rängen alle Mütter dieser Welt. Sich knuffend und puffend und mit „Ach wie süß, ach wie putzig“-Rufen antwortend. Tränen in den Augen verbunden mit einem unübersehbaren Leuchten. Mutterträume aller Länder vereinigt vor sich in der Arena in ihren Windeln.

Und dann eine kleine Stimme glockenklar, kindlich, laut und deutlich:

„Mammi, Fielmann.

Mist, ich seh zu viel Werbung fern …

6 Gedanken zu „Tagtraum

  1. Diese Werbung und der Spruch des Kleinkindes hat sich bei mir wie ein Mantra eingebrannt. Und nicht nur bei mir kam jene Assoziation am gestrigen Nachmittag auf.
    … ich bin – für jeden klar erkennbar – eindeutig fernseh kontaminiert. Da ist nicht mehr zu helfen …

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  2. Hm. Welche Schüssel? Die kleine pinke oder die große magentafarbene? Und überhaupt: Mein Hirn kann nicht verderben. Stroh kann nur faulig werden, aber dann müsste es feucht werden. Das verhindert aber mein rieselnder Kalk … :>>

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  3. Du hast eindeutig einen an der Schüssel, das allein assoziiert ja nicht nur die Werbung. Das macht Dein verdorbenes Hirn mit Dir. Lass Dich bitte untersuchen, es dürfte hilfreich in Deinem Fall sein :p

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