Ballkönige, und was sonst noch wichtig sein soll

Und wieder gelang eine Fußballgeneralprobe. Gegen Serbien haben wir 2:1 gewonnen.
Ich hab es zwar erst heute morgen erfahren, dass ich gewonnen habe, aber egal. Wir haben gewonnen und das zählt.
Nur, warum fand ich nur eben heute morgen beim Brötchenholen eine weggeschmissene Deutschlandfahne in der Gosse? War wohl doch nicht so toll, was sich Podolski, Ballack und Schweini zussammengespielt hatten? Gesehen hatte ich das Spiel nicht.
Warum auch? Im Endeffekt gilt auch für die Europameisterschaft die goldene Regel:
Es kommt nur der ins Endspiel, der das Halbfinale gewinnt.
Also nicht wirklich was neues.

Neu dafür fand ich folgende Nachricht:

In Bielefeld haben sich Diebe einen kompletten Kondomautomaten ausgegraben und mitgenommen. Hört sich nach einem heftigen One-Night-Stand eines Diebespaares an. Oder waren es gesundheitsbewußte oder gar erzkonservative Priester? Der Automatenbesitzer hat 300 Euro oder Kondome frei bis zum Lebensende für die Wiederbeschaffung des Automaten versprochen.

Glaubt ihr diese Nachricht?
Genau!
Ich auch nicht.
Denn Bielefeld gibt es nicht!

Und was ist sonst noch wichtig?
Heidi Klumm ist 35 Jahre geworden und geht voll aufs Oma-Dasein zu. Bis zur Rente kann sie noch locker 35 Mal Top-Models suchen. Als Geschenk zu ihrem 35sten reicht da ein ganz billiges Geschenk als Anmache: Einen Cheeseburger vom Plattenladen McD mit einem Schuss Douglas drüber …

Wohl bekommt’s.

Und so ist der Tag gelaufen … abgelaufen …

Altersdemenz?

Habe doch letzten Monat in einem Forum bei einem Fotowettbewerb gewonnen und war damit verpflichtet, sowohl das nächste Thema als auch die nächste Auswertung zu fahren. Freilich habe ich die Auswertung gemacht. Und veröffentlicht und dem Sieger gratuliert.

… und dann festgestellt, dass ich selber nicht abgestimmt hatte.

Hört sich jetzt nicht wirklich tragisch an.
Aber ich hatte vor meine Punkte dem vorläufigen Ergebnis angepasst zu vergeben. Ja, mal so richtig manipulativ tätig zu werden und gegebenenfalls dem Forumsprimus einen potentielle Sieg zu versaubeuteln.

Und nu?

Vergessen.
Ich hab einfach vergessen abzustimmen.
Scheinen wohl die ersten Tiefausläufer meiner zukünftigen Altersdemenz zu sein.

Aber keine Angst.
Ich habe dagegen letztens Pillen gekauft.

Nur, wo hab ich die hingelegt?
Und vor allem, wie hießen die?

Fragen über Fragen …

Geliebte Blog-Leiche meiner Freundschaftsliste

gac-lemi (Letzte Aktivität: 428 Tagen seit)

Na. Das ist aber doch auch ein Untätigkeitsalter.
Richtig würdig zu fördern durch Nicht-Löschen, oder?
:>> :wave: :b :>>
By the way: Was’n das für n Beschreibungsdeutsch? Dachte, dass „seit“ immer voran gestellt wird.
Ist wahrscheinlich „Yoda“-Sprache.
Tja.
Junger Blogger noch viel lernen muss.
Möge sein mit mir die Grammatik sehr.
Amen.

Recherchen bei der Lufthansa

Hört sich verdammt interessant an. Aber das ist recht eintönig.
Ich such auf deren Seite nur einen Flug für Juli, für einen Termin, den ich noch nicht habe.
Das Ziel und den Zweck kenn‘ ich wohl, allein mir fehlt das exakte Datum.
Ein Flug gen Sonnenuntergang in den Winter.
Man gönnt sich ja sonst nichts.
Bei 24 °C im Schatten. Okay, das letztere ist gelogen, die Sonne ist schon untergegangen …

Ein Lied für Europa

HURRA!

Platz 23!
Und das vor solchen unmusikalischen Ländern wie Polen und England!
12 Punkte aus Bulgarien und zwei aus der Schweiz!
Da habt ihr es, ihr dämlichen Österreicher! Ihr ward noch nicht mal letzter!
Die Alpen-Connection hat uns mal wieder – wie üblich – die verdienten 24 Punkte verweigert.
Nur, die Ost-Connection hat natürlich mal wieder unberechtigterweise die Russen auf Platz 1 gewählt.
Immer die Ost-Connection!
Immer!
Immer die!
Hm. Liebe EurovisionSongContest-Fans, dreht die Tabelle doch einfach um und feiert die ‚No Angels‘ als Drittplazierte.

Da werden die homosexuellen Männer und Frauen – Schwule und Lesben – nächstes Jahr in Moskau noch schwereren Stand beim EurovisionSongContest haben. Die Russen stehen auf Homosexualität noch weniger als die Belgrader. Die werden wohl schon mal deren Mob organisieren, um diese Homos in deren heterogene Sexualverhalten zu vergewaltigen.

Und ansonsten?
Wir rächen uns wie üblich. Beim Fußball. Diesmal bei der EM. Denn wer nicht singen kann, der muß ja nicht unbedingt den schweigsamsten 13ten Mann im Stadion haben …

Klimaversündiger "Dicke"

Na also! Jetzt ist es auch in der Presse! Dicke haben einen Anteil an der schlechten Klimabilanz:
Sie essen zuviel, sie schwitzen zuviel, sie furzen zuviel, sie verbrauchen zuviel Energie, sie sind schlichtweg einfach zuviel.
Das Weltklima kann sie als massive CO2-Produzenten nicht verkraften!
Und wo hab ich’s gelesen?
Na, hier! Bei der Netzeitung, die immer mehr gen Boulevard schlingert.

Wobei, mir fällt da eine Szene ein, die ich in Brasilien miterlebt hatte:
In der südbrasilianischen Küstenstadt Balneário Camboriú, ein Mekka der argentinischen Strandtouristen:
Ein Mercedes Straßenkreuzer kommt angerauscht und hält vor einem Restaurant, einer Churrascaria, einer Art „All-meat-you-can-eat“-Restaurant. Die Tür des Wagens öffnet sich und ein unheimlich fettleibiger Mensch quillt heraus. Ein Restaurant-Page übernimmt den dann lässig zugeworfenen Fahrzeugschlüssel und die Masse Mensch wogt gen Eingangstür. Und als der Mercedes mit dem Pagen weg fuhr, merkte ich, der Wagen war ja gar nicht tiefer gelegt.
„Das ist der Besitzer der Churrascaria“, raunte mir mein Begleiter zu.
Der Koloss verschwand ohne Probleme durch die Tür in sein Restaurant. Rechtzeitig zum Abendessen.
Ich wette, wenn jener Mensch flog, dann buchte der gleich immer drei Sitze nebeneinander …

Alles klar.
Dick-sein ist klimaschädigend. Bei der saumäßigen Umweltbilanz, die solche dickleibigen Menschen vorweisen können.

Aber es gibt ja auch den staatlich legitimierten Ablasshandel in Sachen Klima. Die einen Länder kaufen den anderen CO2-Emissionsscheine ab und dürfen dafür mehr CO2 rauspusten.

Und so machen wir es auch bei fettleibigkeit. Wenn wir hier zu dick werden, dann sterben halt woanders ein paar Menschen mehr an Hunger.
Somit passt’s schon wieder in der Öko-Bilanz.
Man sieht, Dicke können nun wirklich nicht für das schlechte Klima haftbar gemacht werden.

Selbst Caesar wollte schon als Staatsmann Dicke um sich haben. Sie kamen, die Dicken. Und wer starb dafür? Eben. Der Hungerhaken Caesar und danach auch er, sein nicht minder Magermodell Sohn Brutus. Die waren zu dünn. Das hatte die Natur passend nun mal so eingerichtet.

Da brauch also niemand über Dicke als „Klimaverschandler“ aufregen, solange wir hier nicht noch paar Verhungernde in der sogenannten Dritten Welt in petto haben.
Wir lassen uns doch unseren Hunger nicht vermiesen!
Auch nicht von der Netzeitung mit ihren Boulevard-Artikeln.

Mahlzeit.

Dumm und dümmer (Voll gegen die Wand … Teil 2)

Ich kam wieder zurück.
Der gleiche Weg.

Und da war er wieder.
Munter wie ein VARTA-Häschen. Kein bisschen abgekämpft.
Wieder stellte er sich mir in den Weg. Immer noch mit seiner selbst gewählten Mission gegen das Böse. In seiner Mission für das Gute. Gegen den Islam.
Penetrant wie ein Zeuge Yehovas.
Und wieder steppte er vor meiner Nase her.
Und wieder fing er an, mir seinen Sermon über die Gefahren des Islams vorzubeten.
Und wieder wedelte er mit seinen Papieren vor meinem Gesicht herum.
Und wieder verglich er Mohammed mit Hitler.

Wie es seiner Schulter gehen würde, unterbrach ich ihn schnell.

Überraschung in seinem Blick. Aber dann, ein Wiedererkennen leuchtete in seinem Gesicht auf.

Gut. Es habe nicht so weh getan und zudem würde er aber jetzt aufpassen.

Dabei tänzelte er wieder vor mir herum, meinen Weg blockierend.

– Vorsicht, hinter Ihnen hinten rechts, eine Laterne!

Wie instinktiv wich er nach links aus. Und donnerte erneut in eine Laterne.
Ich war verblüfft, dass es so einfach war. Fast so, wie in einem Bugs-Bunny-Zeichentrickfilm.
Durchdrungen von seiner Mission wollte der Knispel einfach nicht hinter sich schauen.

Bei manchen hilft der Satz „Lernen mit Schmerzen“, aber bei dem hier? Manche lernen halt nie. Da stand er nun erneut mit schmerzverzerrtem Gesicht und rieb sich seine Schulter.

Mein Weg war wieder befreit von diesem Überzeugungstäter. Einem nicht wirklich intelligenten.

Ich ging weiter.
Wie gut, dass es in der Innenstadt Straßenlaternen hat …

Voll gegen die Wand …

Da kam er in der Fußgängerzone auf mich zu.
Ein Papier in der Hand und den Kopf voll Überzeugungen.
In Mission gegen das Böse.
In seiner Mission für das Gute.
Mein Stoßgebet „Oh, Herr, lass diesen Elch an mir vorübergehen“ wurde nicht erhört.

Dieser Gutmensch fing an mir die Gefahren des Islams vorzubeten. Er verglich „Mein Kampf“ und den Koran. Mohammed mit Hitler.
Und immer tanzte er rückwärts gehend vor meiner Nase herum seine Blätter überwichtig vor meinem Gesicht wedelnd. Abnehmen sollte ich sie ihm. Da stehe die Wahrheit drinne. Und redete was von der Bedrohung des christlichen Abendlandes und dass wir – die Bewohner dieses christlichen Abendlandes – uns endlich wehren sollten.
Gleiches mit gleichen. Da wir die Guten seien, sei das okay.

Ich müsse nur eiligst zu meinem Termin.
Aber seine Botschaft sei wichtiger, meinte er.
Und er tanzte weiterhin vor mir herum. Und auch auf meine Nerven.
Ich wich nach rechts aus, um an ihn vorbei zu kommen. Er tänzelte ebenfalls nach rechts vor mir.
Ich ging weiter. Erbarmungslos.
Er tänzelte immer noch vor mir her. Erbarmungslos.
Ich überlegte kurz und tat einen Ausfallschritt nach links.
Er folgte diesem sofort.
Ohne hinter sich zu schauen.
Und knallte gegen den Laternenpfahl. Hart schlug er mit seinem linken Schulterblatt an und griff sich vor Schmerzen aufjaulend mit der freien Hand hin.

Ich ging weiter. Überzeugungstätern kann man halt nicht helfen …

Denn:

„Et jitt kei jrößer Leid, als, wat der Minsch sich selvs ahndeit.“

(„Es gibt kein größeres Leid, als, was der Mensch sich selbst antut.“)

Oder – für alle Anhänger des „christlichen Abendlandes“ – wie war nochmals der biblische Satz mit dem Splitter und dem Balken im Auge?