Sinnvolles Organ-Recycling … ?

In der Niederlande wird nächsten Freitag ein neues TV-Format der allseits beliebten Firma ENDEMOL (zuständig u.a.a. für Big Brother) über den Sender gejagt. Eine todkranke Frau lässt ihre Niere unter drei vom Tode bedrohten Menschen ausspielen. Diese drei Kandidaten können nur mit einer Ersatzniere überleben.

Die Chance steht erstmal 1:2 für die drei Kandidaten eine Niere von der todkranken Frau zu erhalten. Das Abstossungsrisiko ist erstmal nicht eingerechnet. Eingerechnet ist aber von ENDEMOL die Einschaltquoten, die Werbung und das öffentliche Aufsehen. Und das klappt ja mal wieder recht prächtig. Aufregung geriert sich allerortens. Eine publikumswirksamere Aufregung, bei der sich jeder empört ins Rampenlicht stellen möchte. Zusammen mit Endemol.

Was leider nicht so publikumswirksam ist und in dem ganzen Ballihoo untergeht, ist der Fakt, dass auf viele Organspende-Suchende nur wenige Organspender kommen. Eben weil das hier in Mitteleuropa so ist, darum funktioniert auch so eine Show. Und weil niemand glaubt, dass die Lage so ist, darum funktioniert auch die Aufregung und das Spiel mit der Quote.

Wie sieht es bei Euch aus?
Wie steht Ihr zur Organspende?
Klickt bei der unteren Umfrage und/oder hinterlasst Eure ehrliche ungeschminkte Meinung.

Danke.

http://www.polldaddy.com/poll.swf

Was muss man in diesen Tagen, …

Ja, was muss ich da lesen?
Erntehelfer meiden deutsche Felder?
Sie wollen uns nicht mehr billigst mit günstigen deutschen Spargel versorgen?
Ja, wo sind wir denn hier?!?
Wer will schon teuren Spargel!

Die Erntehelfer sollen doch gefälligst auf die Äcker!
Aber stattdessen wandern die Herrschaften einfach ab nach Holland oder Großbritannien!
Und das jetzt, wo wir hier da den Aufschwung haben.
Ja, tut man denn so was?
Erst die Steuererhöhung, dann die Benzinpreiserhöhungen und jetzt auch noch teureren Spargel.  

Denkt da niemand daran, dass hier wer auch mal entspannt an Spargel gnagen möchte?
Spargel in einer triefend goldgelber Buttersoße?
Oder mit einer Sauce Hollandaise?
Wohin sind die nochmals abgewandert, die Erntehelfer, diese Polen?
In die Hollandaise?

Die wollen nicht mehr in deutschen Dreck eintauchen?
Das hier ist doch Gold im Gegensatz zu deren polnischen Wirtschaft!
Aber sich stattdessen lieber bei holländischen Wohnwägen rumtreiben?
Oder den Tommies das Ale wegtrinken?

Egal!
Dann müssen halt die untätigen Harz Vierler her!
Ein Euro die Stunde.
Arbeit schändet nicht!
Erst recht nicht für einen Euro.
Die deutsche Heimaterde bei Hitze oder Regen in Staub oder Schlamm vor sich. Auf Spargelwälle im Schweisse des eigenen Angesichts knieend. Den Spargel sauber, präzis und hingebungsvoll abstechen.
Jaaa!
So wollen wir diese Landesfrucht von den Erntehelfern.
Mit grabenden Händen in Mutter Erde aufopferungsvoll fürs Vaterland.
Ein guter Spargel-Erntehelfer kennt nachher jeden Maulwurf beim Vornamen! Und ist stolz darauf, wenn wir seinen gestochenen Spargel mit einem Glas deutschen Weißweins tafeln.

Aus deutschen Landen billig-frisch auf dem Tisch.

Ach was rege ich mich hier auf.
Ich mach mir nichts aus Spargel.
Die passen ja eh nicht zu meinem Beluga.

Schatzi, reich mir doch mal den Champagner und die Erdbeeren …

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Fake der Woche: Handywochen

Sehr geehrte Blogger von Blog.de!

Die Handywochen sind vorbei. NOKIA hat sich bei uns für die kostenlose Werbung mit zwei Handy bedankt. Letztendlich haben wir diese behalten, weil uns kein Beitrag handy-wert erschien. Sie stehen auch in keinem Verhältnis zu den Werbeeinnahmen bei uns. Wir bedanken uns bei allen kleinen Bloggern, die eh nie in irgendeiner Blog.de-Hitliste auftauchen werden, dass sie unsere Google-Verweise erhöht haben.

Ob ihr nokia, N95, symbian, handy, sms oder N93 in euren Tags stehen hattet ist uns nur ein „Danke“ wert. Ihr könnt euch einen Abschnitt der „Danke“-Klopapierrolle bei uns persönlich abholen, wenn ihr euch durch unsere leeren Champagnerflaschen für die kostenlose Werbung für blog.de gewühlt habt.

Ach ja, noch was.

An all die armen Neider und Pinscher, die permanent jedes Handy-Post ihrerseits mit entsprechenden Tags gesetzt haben und nie in eine Hit-Liste von uns erschienen, weil wir von der Redaktion einen Besuch bei denen für wertlos erachten (außer wir würden sie pushen wollen):

Danke und seid still.
Oder kauft euch die PRO-Mitgliedschaft, damit ihr Verbesserungen im Quartalstakt tröpfchenweise erfahren könnt.

Mit vorzüglichster Hochachtung und so weiter

Die Lästerzunge von blog.de …

Frage: Wie nennt man es, …

… wenn das Wetter im Frühling 30°C produziert?

Oder was veranlasst Angela Merkel und Wolfgang Schäuble dazu, gemeinsam – wie gestern schon – zu Demonstrationen in Heiligendamm aufzurufen?

Na klar.

 

DOPING!

Was der Telekom recht und billig erscheint (jetzt wissen wir wohin das Geld der “Volksaktien”-Besitzer floss), da muss ich denen unbedingt eine SMS schicken:

MMS, SMS, handy, nokia
Hasta la vista, rosa Riese!

 

MMS,SMS, handy, nokia, handy
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Dieter Hildebrandt zum 80sten …

Werner Fink war die Größe des 30-40er Jahre Kabaretts.
Wolfgang Neuss war der „Mann mit der Pauke“.
Lore Lorentz war die „Grande Dame“ des Kabaretts.
Matthias Beltz, der hessische Großmeister des Kabaretts.
Hans-Dieter Hüsch, das schwarze Schaf vom Niederrhein.

+++++

Klaus Peter Schreiner der großartige Texter, den kaum einer auf Rechnung hat, wenn es um Kabarett geht.

Gerhard Polt, ein einzigartiger Mundartbayer mit Explosivkraft, neulich erst 65 Jahre alt geworden.

+++++

Dieter Hildebrandt ist der Fels in der Brandung, welche als Comedy die Hirne der Zuschauer gerne weich spült.

Heute ist Dieter Hildebrandt 80 Jahre geworden.

Meine Glückwünsche an ihn, auch wenn er hier mit Sicherheit nicht mitlesen wird. Dazu ist er zu viel aktiv und viel zu verliebt ins Leben, als dass er seine Zeit am Computer verschwenden würde.

Aus dem Jahre 1981 eines seiner Meisterstücke von ihm:

Dieter Hildebrandt spricht Matthias Claudius

… oder „Der Mond, meine Damen und Herren – und das möchte ich in aller Offenheit sagen – ist aufgegangen!“ …

Voila!
Und dazu noch in Farbe und Stereiro!

Rechnerumbau

Letztendlich, nachdem ich

– die gesamte Software auf den neuesten Stand gebracht
– sämtliche Virenattaken abgewehrt
– alle Hackerangriffe unmöglich gemacht
– Eindringen mit einer gewaltigen Firewall vereitelt
– die Verbindung zum Provider gekappt
– alle unsicheren Schnittstellen und Bauteile entfernt
– ein paar sichere Schnittstellen hinzugefügt
– und viele daraus resultierende kleinere Probleme beseitigt habe

läuft mein umgebauter Computer jetzt genau so, wie ich es zuvor nie zu Träumen wagte …

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Rechnerumbau_01

Wenn es Mitternacht wird und der Tag zu Ende geht …

… sollte man ihn kurz zusammen fassen.

Damals hat dann ARD und ZDF immer die Nationalhymne gespielt. Das Bayrische Fernsehen hat dann nochmals den bayrischen Defiliermarsch durchgerülpst.

Und nichts anderes sollte auch hier stattfinden.
Zur Mitternacht die Nationalhymne des Reviers.

Adolf Tegtmeier, bitte vortreten und lass den Jürgen von Manger nochmals zur Melodie von „Griechischer Wein“ singen:

http://www.blog.de/srv/media/dewplayer.swf?son=http://data4.blog.de/media/787/1604787_69173f06b0_a.mp3

Samstag 19-Mai-2007 um 17:20: Schalke ist erneut Meister der Herzen.

Denn wahre Schönheit kommt nur von innen heraus …

Schalkes Niederlage

Die Rückkehr der Schimmelreiter

Attac-Globalisierungsgegner sind ratlos. „Wir hatten uns nie vorgestellt, dass es so schnell und so plötzlich kommt. Ja, wir rechneten damit, dass man uns am Demonstrieren hindern würde. Aber wer konnte schon wissen, dass man uns jetzt so massiv dran hindert?“
Selbst altgediente Demonstrationsstrafrechtler wie Heiner Geissler sind schockiert. „Wer jetzt nicht aufsteht, um sich zur Sitzblokade zu setzen, der weiß nicht wo Recht und Unrecht Unzucht im Dunkeln der Vermummung begehen!“

Heiligenhafen.
Es ist eines der größten Tragödien dieses Jahres. Kameras diverser Fernsehanstalten haben die Szene live in alle Wohnzimmer übertragen. Zwei Politiker sitzen gemeinsam am Pult zusammen und heulen nach 6 Stunden gemeinsamen RTL-Dschungelcamp am Heiligenhafen gemeinsam in die Mikrofone:
„Ich bin ein Star! Holt mich hier raus!“
Angela Merkel und Vladmir Putin sollten die Kröten ihrer Diplomaten schlucken. Dabei mussten sich beinahe vor Übelkeit übergeben. Vor laufenden Kameras. Eine Weigerung, die in die Geschichte eingehen wird.
gefangen

Das Verbot von Demonstrationen am Metallgitterzaun in Heiligenhafen zum Schutz des G8-Dschungelcamps erhitzt die Gemüter: Während Globalisierungsgegner sowie Politiker von Linkspartei, FDP und SPD scharfe Kritik übten, verteidigte die Bundesregierung das Vorgehen der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern. Die Behörden müssten den friedlichen Verlauf des Gipfels sicherstellen, hieß es aus Berlin.

Doch dann geschah das Unfassbare. Angela und Vladimir wankten in die Pressekonferenz und gestanden vor den laufenden Kameras ihre Gemeinsamkeiten ein. Zum Beispiel die Unfähigkeit die servierten diplomatischen Kröten zu schlucken.

So äußerte Vladimir Putin unter Tränen, dass er im Grunde Schach liebe und er nie verstanden habe, warum Kasparow lieber auf dem Roten Platz rochiert als auf dem Brett. Und er sei absolut dagegen, dass es wegen ihm, dem Vladimir, Bauernopfer geben solle. Ein Tscheschenien sei doch wohl mehr als genug. Darum möchte er, der Ober-Bauer der Bauern, welche aus dem KGB-Holz geschnitzt sind, auch wieder raus aus dem Heiligenhafener Dschungelcamp.

Auch Angela Merkel fand die kurze Zeit völlig ausreichend und reagierte auf die Bodyguards am Metallzaun mit Unverständnis, weil sie am Verlassen des Spielgeländes mit Gewalt gehindert wurde. Angela setzte eine Zeitlang Hoffnung auf ihre Befreiung durch gewaltsame Aktionen einiger Demonstranten. Unverständnis brachte sie kopfschüttelnd den friedlichen Demonstranten entgegen. „Aber wenn jemand nichts gemacht hat, sondern nur auf dem Weg zu einer Demonstration ist, ist das aus meiner Sicht nochmal eine andere Sache“, fügte sie hinzu.

G8-Dschungelcamp-Gegner waren schon frühzeitig mit einem Demonstrationsverbot zweihundert Meter vor dem Metallzaun um das Dschungelcamp belegt worden. Regierungssprecher Thomas Steg wies in Berlin die Vorwürfe der Heiligenhafen-Dschungelcamp-Gegner zurück, mit dem Demonstrationsverbot Angela Merkel und Vladimir Putin für die SAT1-Sendung „Let’s dance“ weich kochen zu wollen. Vergleiche mit Sendungen anderer Sender seien „völlig überzogen, unbegründet, ja sogar infam“. Jeder Fernsehzuschauer habe hohen Respekt vor den jungen Leuten, die demonstrieren wollten und damit ein großes moralisches Engagement etwa für die Probleme Afrikas zeigten. „Solch friedlicher Protest soll und muss möglich sein“, betonte er. Aber für eine Demo vor den Metallzaun am Heiligenhafen zeigte er wenig Verständnis.

Eine konspirative Deich-Schlickrutscher-Gruppe namens „Hauke Haien“ kündigte an, gegen das Demonstrationsverbot der Bodyguards anwiehern zu lassen. „Notfalls werden wir unsere Schimmel von Amts wegen aktivieren“, verkündete Sprecher Günther Felslagen.

Im ARD-„Morgenmagazin“ sagte Staatssekretär August Hanning dagegen noch am Mittwoch: „Wir haben als Gastgeber die Pflicht, dass wir alles tun, um unsere Dschungelcamp-Gäste zu schützen. […] Aber wir werden auch dafür sorgen, dass Versammlungen stattfinden können, die auch den Dschungelcamp und bestimmte Aspekte der RTL-Programmstruktur kritisieren.“

Während Dschungelcamp-Gegner (Motto: „Befreit Merkel und Putin aus dem Metallzaun-Lager!“) aufgrund der Verbote noch 200 Meter vor dem Metallzaun stehen, haben Merkel und Putin gemeinsam bekräftigt, dass sie in den persönlich geführten Gesprächen viele Gemeinsamkeiten untereinander gefunden haben, und planen, am Pfingstmontag zu heiraten.
Unter Tränen bekräftigten sie dann vor laufenden Kameras noch einmal deren Wunsch und riefen gemeinsam im Gleichklang:

„Ich bin ein Star! Holt mich hier raus!“

Was Schüler in Brasilien so antworten, wenn ihnen der Tag zu lang wird (2)

Drohung

Die Frage betrifft die Einordnung der obigen mathematischen Gleichung in deren mathematischen Grundzusammenhang.

Übersetzung der Antworten unter dem Gesicht:

„Sie haben sich eine Ruhepause verdient. Los, korrigieren Sie die nächste Klausur.“
„Danke! Im nächsten Semester werde ich deine Klausur wieder korrigieren.“

Was Schüler in Brasilien so antworten, wenn ihnen der Tag zu lang wird …

Fundstück aus einem brasilianischem Schülerheft:

Übersetzung:
„5) Welches ist die grundlegende Funktion des Skeletts?“
„Antwort: Das Schloss von Greyscow einzunehmen!!!“

Zum Weltfernmeldetag am 17. Mai … (3) … zum letzten

Hm.
In keinem Blog lese ich heute was zum Weltfernmeldetag.
Dieser Tag ist wohl total abgemeldet.
Nicht mal der Herr Solana in Aachen hatte beim Karlpreis ein Wort dafür übrig.

Nun ja.

In vierzehn Tagen wird jeder über den „Weltnichtrauchertag“ reden.
Und das mit den Mitteln, die „International Telecommunication Union“ mit diesem Weltfernmeldetag vorantreiben will.

Aber Ihr könnt ja noch an diesem Tag teilnehmen.
Eine knappe dreiviertel Stunde habt ihr ja noch.
Nutzt eure Telefone, eure Handys, eure PCs, eure PSPs, SMS- Fax- oder PS3-Geräte.

Und wer noch ein Telex-Gerät hat, soll es auch noch mal anschmeißen …

Oder macht es hier bei mir.
Meldet euch hier bei mir aus der Ferne.
Macht bei mir im Kommentarfeld euren persönlichen Fernmeldetag!

Ich danke euch jetzt schon dafür.

:wave:

:P

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Der Handy-Toaster

Früher musste man noch Formel-1-Fahrer werden, um sich ein verkrüppeltes Ohr zu holen.

Heute geht das Problemlos mit einem Handy. Man muss nur lange genug mit so einem Ding telefonieren. Von Handy-Providern und Gehirnchirugen empfohlen. Von Krebsforschern festgestellt.

Und wer sein Handy dauernd nur in der Hosentasche trägt, muss sich nicht über Impotenz danach wundern … :>

Veröffentlicht unter Privat

Ein Bekenntnis aus dem Kreis der Süchtigen …

Unsere Katze ist Alkoholiker …
… und ich sag Euch, zusätzlich zu dem ganzen Whiskas und Co., das geht ins Geld …
:(

'image' von Careca

Oder sind es noch Auswirkungen vom alternativen Vatertag unter Katzen?

Veröffentlicht unter Privat

Korrektur per SMS: Francois Villon wird doch nicht französischer Premier …

Danke für die SMS, Heiner.
Was wär ich schon ohne mein Handy?
Wahrscheinlich ein gegenwärtiger Geschichtsbanause …
Der neue Premier schreibt sich mit „F“ und nicht mit „V“.
Und der Villon ist schon über 550 Jahre tot und der neue designierte französische Premier Fillon hat auch keinen Erdbeermund.
Schade. Da müssen wir unseren Klaus, den Kinski, doch erst einmal beerdigt lassen …
Da leg ich mir wolllüstig des Kinskis Platte auf und höre voller Erregung:

Du … du …
ich bin so wild nach deinem Erdbeermund,
ich schrie mir schon die Lungen wund
nach deinem weißen Leib, du Weib.
Im Klee, da hat der Mai ein Bett gemacht,
da blüht ein süßer Zeitvertreib
mit deinem Leib die lange Nacht.
Da will ich sein im tiefen Tal
dein Nachtgebet und auch dein Sterngemahl.

Veröffentlicht unter Privat

Francois Villon wird neuer Premier in Frankreich

Quatrain

Je suis Françoys, dont il me poise
Né de Paris emprès Pontoise,
Et de la corde d’une toise
Sçaura mon col que mon cul poise.

Die Übersetzung:
Franz bin ich, gram drum dem Geschicke, Geboren in Paris, nah bei der Oisebrücke, Und wissen wird, am ellenlangen Stricke, Wie schwer mein Hintern wiegt, bald mein Genicke.

Veröffentlicht unter Privat

Alles Bio halt …

Sie!

Wissen Sie, die Leute sind momentan ja so gesundheitsbewußt geworden. Überall liest man heutzutage in den Regalen das Wort „Bio“, dass man meinen könnt, vorher war alles viel schlechter.

Für mich war „Bio“ immer, so sag ich mal, ein Fach in der Schule, da wo wir Frösche seziert haben, oder Kaulquappen mit unseren Gummifletschen verschossen haben. Ich mein, ich selber habe da mit ja dem Bio oder Öko kein Problem. Ich ess da auch mal ganz gerne eine Rinderlende mit Blauem Engel oder GS-Zeichen. Da weiss ich, das kann ich essen, da steckt reine Natur drin. Und mein Klo muss ich nachher auch nicht mit einer Sondermülldeponie direkt verbinden.

Wissen Sie, damals als die Amis und Russen bei uns ihre ganzen Bomben und Granaten abgeschmissen hatten, da hatte meine Mutter schon immer drauf geachtet, dass das Gemüse oder Fleisch aus Gegenden kam, wo keine Bomben gefallen war. „Man weiss ja nie, was die alles an giftigem in die Bomben noch gepackt haben.“

Heute weiss man, dass die Brandbeschleuniger in den Bomben keine richtigen heissen Brände erzeugt haben und bei den Bränden in den Bombennächten von Dresden, Hamburg oder Berlin auch unheimlich viel schädliches Dioxin oder so Furane freigesetzt haben. Die Dunkelziffer der Menschen, die daran bei den Brünsten direkt starben, ist bis heute ja noch unbekannt, woll.
Wir hatten damals unser Gemüse immer von einem Gärtner bei Münster erhalten. Bei dem ist dann in ner Dezembernacht 43 in seinem Hühnerstall eine Bombe eingeschlagen. Wir haben dann von dem kein Gemüse mehr gekauft. Der Mann kam noch zu meiner Mutter persönlich angeradelt und hat ihr unter Tränen seine Rüben angeboten. Aber Mutti ist hart geblieben. Eine richtige Mutti ist ja Gold wert. Die kannte zwar Dioxie oder Furane nicht persönlich, also aus ihrem Leben her, mein ich, aber gekauft hat sie dann trotzdem bei dem nicht.

Oder damals 85 bei der grauslichen Sache mit Tschernobyl. Ich hab meiner Gernlinde gleich gesagt, die Pilze und Haselnüsse, die uns die Nachbarin geschenkt hat, kannste gleich alle ins Klo werfen. Hat sie dann sofort auch gemacht. Runtergespült. Wir haben uns dabei gedacht, vielleicht erwischt’s ja die richtigen und das unbiologische Zeug verstrahlt ein paar Ratten da unten. Schaden kann’s ja nicht.

Na, wir leben ganz Bio und das schon lange bevor es diese Vogelfutterfresser in ihren Allpacka-Pullovern gab. Grüne sind für mich und meiner Gernlinde eh nur jene, die jedes Viech im Wald direkt beim Namen kennen oder schiessen können. Alle anderen sind ja nur so Pseudo-Grüne.

Na, wir haben ja schon immer gesund gelebt. Gernlinde und ich, wir haben jede Köhnlechner-Diät mitgemacht, bis er 2002 ungesund gestorben ist.

Aber da gibt es ja jetzt Ersatz. Kennen Sie den Bankhofer? Der Bankhofer, das ist ein uriger Typ mit seinen Gesundheitstipps aus dem ARD-ZDF-Frühstücksfernsehen. Dessen Tipps sind echtes Bio. Seine letzte Brenneselsuppen-Entschlackungskur. Grandios, sag ich Ihnen. Einfach grandios. Ich hab vorher 85 Kilo gewogen und nachher immer noch 85. Kein Gramm verloren und trotzdem entschlackt. Und das bei 165er Grösse. Das hat schon was. Dass der noch nicht für den Nobelpreis vorgeschlagen wurde.

Wie komme ich jetzt auf das ganze Bio-Zeugs?
Ach ja, richtig.

Beim morgentlichen Walken in unserer Seniorenaktivgruppe an einem Kiosk hab ich die Schlagzeile gelesen, dass die Katja Ebstein durch Eigen-Urin sich jung gehalten hat. Also, verstehn Sie, die hat sich morgens mit ihrem ersten kleinen Geschäft sozusagen die Geschäftsgrundlage für die Titelschlagzeile der BILD erwirtschaftet!

Gut, da gab es ja die gute WDR-Frau, jene „Schalke-05“ Carmen Thomas, die kreuz und quer mit ihrem Ü-Wagen durchs Land pilgerte. Die hat da so ein Buch geschrieben „Urin – ein ganz besonderer Saft“. Die hat morgens auch statt einer guten Tasse Kaffee immer ein Glas lauwarme Pi …
Na, ich kann es nicht aussprechen.
Das ist doch abartig.
Ich hab ja gehört, dass Männer Frauen aus zwielichtigen Gesellschaftskreisen – dem Rotlichtgewerbe – extra dafür bezahlen, dass diese sie anpinkeln.
Ja, es soll da ja auch Männer geben, die wie ein Hund ihre Frau beim Duschen markieren und das toll finden.
Aber dass jetzt auch Frauen sich selber …

Ich muss schon sagen, Wunder gibt es immer wieder.
Aber warum muss diese Frau jetzt mit 61 Jahren damit prahlen, dass Sie zum Frühstück etwas anderes bevorzugt statt einen guten Kaffee. Das gehört sich doch nicht!
Warum sperrt man die nicht endlich weg?
Das hat doch nichts mehr mit Öko oder gar Bio zu tun.
Man sollte doch in Würde altern. Statt sich auf Titelschlagzeilen der BILD-Zeitung herum zu treiben.

Stellen Sie sich mal vor, Gernlinde und ich würden jetzt, wo wir 77 Jahre alt sind, damit prahlen, wir würden in unseren kleinen Morgen-Geschäften baden oder dieses auch noch trinken. Man würde uns zuerst ins geschlossene Altersheim abschieben. Und dann wohlmöglich noch die Rente kürzen, weil wir eh genug zu trinken hätten.
Man würde uns für bekloppt halten.
Und da soll nun diese Katja Ebstein …?
Tanzt die nicht auch noch da bei der Tanzsendung auf 3Sat mit? Jetzt hoffe ich nur für die anderen Kandidaten, die Ebstein hat sich gewaschen.
Schön für uns Zuschauer ist ja, dass es kein Geruchsfernseher gibt.

Wobei, wenn die Ebstein auf der Mattscheibe auftaucht, kann ja jeder mal an einen Heuballen riechen. Dann weiß jeder, wie die da riecht. Woll.

In diesem Sinne gehe ich jetzt mal aufs Klo.
Den Ratten was zu trinken und essen geben.
Alles Bio halt.

Schönen Tag noch.

Zum Weltfernmeldetag am 17. Mai … (2)

„Apropos, ham Sie eine Handy-Bedienungsanleitung von Nokia gelesen? – Samsung? – LG? – Nicht? An Panasonic-Ericson? Oder einen BenQ? Sie, das sind Bücher, da kann ich nur sagen: schaun S‘ amal nei …“

… frei nach Gerhard Polt …

Veröffentlicht unter Privat