Die Nacht ohne Morgen, am Tag ohne Sorgen

In leuchtendem Weiß stand Michazrael neben dem in weiß leuchtenden Gaphrael. Von hinten schien die lodernde Gestalt Mattatron, dessen Feuer alles überstrahlt.

Michazrael: Oh Gott, da kommt wieder der Angeber mit einem neuzeitlichen Doppelklingen-Lichtschwert.

Mattatron: Das habe ich gehört! Du sollst nicht nehmen des Herrn und Gebieters abwertenden Menschenbezeichnung in deinem Mund.

Gaphrael: Komm, Mattatron, mach dich mal locker und atme mal durch die Hose.

Mattatron: Hose? Was ist das? Kannst du nicht sehen? Mein goldenes Gewand ist keine stupide Hose.

Michazrael: Jetzt mach hier nicht die Welle, Mattatron. Wir wissen, dass Hosen nur für Leute mit Eier sind, also mit was in der Hose und wir sind nun mal geschlechtslos. Wir stehen über sowas, klar, unverbindlich mosaisch, verbindlich mächtig. Und trotzdem haben wir hier immer die Hosen an. Auch ohne Eier.

Mattatron: Wage es nicht, Michazrael! Beim letzten Mal hätte dich der unaussprechliche Unfehlbare als Assistent von Luzifer abgesandt, hätte ich nicht ein Wort für dich eingelegt gehabt.

Michazrael: Luzifer. Ein schöner Name. Dagegen ist der meinige etwas gewichstes Gemixtes aus. Aber nein, dieser Knilch erhielt den lateinischen Namen des schönen Morgensterns, der Venus, nackt wie sie uns vom Morgenhimmel grüßt. Nur weil dieser Herr der Fliegen gleich mehrfach “Hier!” bei der Namensvergabe gerufen hat, deshalb hat der so viele Namen. Aber ich, ich erhielt lediglich den “Michazrael”. In tausend Jahren wird sich eh keiner mehr an meinen Namen erinnern. Aber den Namen der Venus, den werden noch alle ehrfürchtig aussprechen. Nur weil er mehrfach “Hier!” blökte.

Mattatron: Wage es nicht, Michazrael!

Gaphrael: Komm, Michazrael, lass sein. Hätte der unaussprechliche Unfehlbare bei der Hirnvergabe das mal gemacht, wir müssten diesen Job hier nicht machen.

Mattatron: Gaphrael! Unterstehe ich!

Gaphrael: Ist ja gut.

Mattatron: Setzt euch gefälligst nieder, es kommt Kundschaft. Und seid ehrwürdig! Wenigstens ein bisschen. Wir wollen hier doch nicht an Anstand missen lassen, oder.

Gerne hätte ich länger zugehört, jedoch da mich Mattatron bereits gesehen hatte, schritt ich zum Schreibtisch vor. Mattatron wirbelte noch ein wenig theatralisch mit seinem Doppelklingen-Lichtschwert, schnaubte etwas unhörbares und fuhr die Lichtklingen ein. Erstaunt blickte ich auf dessen Gewand. Es erinnerte mich eher an eine goldene Rettungsfolie statt an teurer Seide oder anderem Geschmeide.

Michazrael: Name?

Ich: Hat man mich nicht angekündigt?

Gaphrael: Wir wollen deinen Namen wissen und nicht deine Kündigung.

Ich: Ankündigung!

Gaphrael: Klugscheißer.

Ich: Selber.

Michazrael: Noch eine solche Bemerkung, oder du kommst hier nicht rein.

Ich: Ihr wollt mich doch nicht etwa zum Belzebub runter schicken?!?

Michazrael: Warum nicht?

Ich: Ich habe keine Lust mit den ganzen Mördern, Kinderfickern, Hitler, Stalins und so den Rest meiner Zeit zu verbringen.

Gaphrael: Ach.

Ich: Aus der Kirche bin ich nicht ausgetreten, nur damit ich die Ratzingers dieser Welt nachher um mich habe.

Gaphrael: Warum sollte der des Teufels satanische Verse im Chor mit Doktor Faustus singen? Ratzinger und Meissner spielen hinter uns Skat und alle hören denen aufmerksam zu. Sie haben vor ihrer fristlosen Lebenszeitkündigung, den Namen des unaussprechlich Unfehlbaren angerufen und wurden erhört.

Ich: Ach? Sagt wer?

Gaphrael: Wagst du des unaussprechlich Unfehlbaren Ratschluss in Frage zu stellen?

Ich: Des unaussprechlich Unfehlbaren? Wenn die beiden im Himmel sind, dann wüsste ich nicht wirklich gerne, wie es um Menschen steht, die in die Hölle geschickt werden müssten.

Michazrael: Wen meinst du?

Ich: Zum Beispiel Karl, den große Sachsenschlächter. Barbarossa, den Kinderficker. Oder Jeanne d’Arc, die Schlächterin im Hundertjährigen Krieg.

Gaphrael: Warum schickt man uns immer nur die Klugscheißer aus dem kleinen Zentral-Europa, Michazrael, ich ertrag das nicht.

Michazrael: Geduld, Gaphrael, Geduld. Diese niederen Kleingeister müssen halt noch durch das Fegefeuer der Erkenntnis.

Ich: Ach, habt ihr sogar Knilche, die nicht Kaiser oder Könige waren. Also solche wie Stephan Letter, Niels Högel, Fritz Haarmann und all andere unfehlbar Unaussprechlichen reingelassen. Ich wette, weil die kurz vor deren fristlosen Lebensvertrag-Kündigung noch gebeichtet oder den Namen des unaussprechlich Unfehlbaren angerufen haben, oder?

Gaphrael: Bleib ruhig, Michazrael, erzähl ihm um Gottes Willen …

Mattatron: Das habe ich gehört! Du sollst nicht nehmen des Herrn und Gebieters abwertenden Menschenbezeichnung in deinem Mund!

Gaphrael: … nicht … ist ja gut, Mattatron. Sorry aber auch, dass ich das mal wieder gesagt hatte … okay, und du, Michazrael, erzähl ihm jetzt nicht die Geschichte, von dem Adolf, dem Hitler. Sonst sitzen wir hier noch bis zum jüngsten Tag am Rumdiskutieren.

Ich: Was? Was hast du gesagt? Hitler?

Michazrael: Name?

Ich: Hitler ist auch bei euch?

Michazrael: Der dritte Mann beim Skat. Er ist reuig. Kurz bevor die Kugel sein Hirn zum Platzen brachte. Nur Eva nicht. Die hat uns verflucht. Dein Name lautet?

Ich: Was?

Michazrael: Name! Wir können dich auch gleich wieder wegschicken.

Ich: Wegschicken? Und wer ist jetzt dort unten?

Michazrael: Name?

Ich: Careca da Silva.

Michazrael: Careca, hm. Der berühmte brasilianische Fußballspieler?

Ich: Nope. Wer ist denn in der Hölle jetzt?

Michazrael: Careca, hm. Ich find den Namen hier im Buch nicht.

Ich: Wer ist denn in der Hölle jetzt?

Gaphrael: Warum ist das wichtig?

Ich: Weil ich nicht mit Arschlöchern für den Rest meiner Zeit umgeben sein möchte. Wenn der Adolf hier oben ist, vögelt dann der Putin dort unten dessen Eva?

Gaphrael: Ein wenig mehr Mäßigung würde dir gut stehen, Careca. Würde dir sehr besser stehen. Und außerdem hat Eva was mit Fritz Haarmann und der Putin ist gerade mit dem Kini zusammen. Das wissen wir vom Mattatron.

Michazrael: Echt? Vom Mattatron? Wow. Der weiß so etwas? Oh Gott, wird mir schlecht.

Mattatron: Das habe ich gehört! Du sollst nicht nehmen des Herrn und Gebieters abwertenden Menschenbezeichnung in deinem Mund!

Michazrael: Tschuldigung, Mattatron.

Gaphrael: Careca, mäßige dich. Du bist hier nicht auf dem Kirmesrummel oder beim Kinderfasching.

Ich: Die Mäßigung ist der Nachbar der Mittelmäßigkeit. Immer mäßig in der Mitte.

Gaphrael: Was soll denn daran schlecht sein, Careca? Mäßigung ist das Werkzeug des Weisen.

Ich: Ach ja. Ich vergaß. Der Weise ist leidenschaftslos, beherrscht die Affekte, besitzt keine Begierde und denkt an die vollkommene Pflichterfüllung in der Gemeinschaft. Eine nützliche, angepasste Stütze von Staat und Landesreligion.

Gaphrael: Tugendhafte Bürger, das sind die, die der Ordnung die Ordnung geben. Sie stellen ihre persönlichen Interessen zurück, wenn es um das Wohl des Gemeinwesens geht. Opferbereitschaft, das ist ein hohes Gut in einer Gemeinschaft. Aber nicht die an der Lebenslust orientierte Genießer.

Ich: Jemand, der permanent an Essen, Trinken und Sexualität denkt, weil er auf drei Gebieten unterversorgt ist, kann sich nicht auf abstrakte Zusammenhänge konzentrieren. Nur der gesunde, entspannte, ausreichend ernährte Denker besitzt die Ausgeglichenheit und die psychische Entlastung, sich den Ideen zur Erforschung der Welt zu widmen.

Gaphrael: Schau an. Nicht nur Klugscheißer, sondern auch wohl noch so ein Querdenker, nicht wahr? Mit Mäßigung und Tapferkeit habt ihr verqueren Denker nicht wirklich was im Sinn.

Ich: Querdenker halten Tapferkeit für ein höheres Gut als Mäßigung. Darin unterscheiden die sich nicht von anderen Machthabern. Also jene, die bereits Macht haben, während Querdenker nach dieser noch streben.

Gaphrael: Aber dann bei Demos fordern, sich tapfer der ersten Ordnung entgegen zu stellen?!

Ich: Tapferkeit, das ist das, was unschuldige Männer dazu antreibt, mit glühender Begeisterung ihr Blut fürs Vaterland zu vergießen. Hat bereits Cicero niedergeschrieben. Tapferkeit dient dem Machthunger derjenigen, die das Wort als Tugend erheben. Tugenden gelten als Ideal. Nur nicht der klare Verstand. Darum gibt es Kriege und in Friedenszeiten Militär.

Gaphrael: Was du sagst, ist weder philosophisch, noch hat es tiefere Bedeutung. Dort unten bei euch nennt man das auch “Pornographie”. Also reine Wixvorlage für geistig Arme.

Ich: Ja, nee, klar. Pornographie als Vehikel des materialistischen Libertinismus mal wieder. Jetzt sogar im Himmelreich. Kein Wunder, wenn ihr die ganzen Klerikalen hier reinlasst. Und Erotik habt ihr dann wohl nur als trojanisches Pferd der Religionskritik. Sexuelle Wünsche sind ein Teil der empirischen Natur des Menschen. Wenn diese Natur Maßstab und Leitbild der Ethik sein soll, ist ihre Unterdrückung somit grundlos. Und in Kriegen und beim Militär findet sexuelles nur per Vergewaltigung als Demütigung und Zerstörung von Besiegten statt.

Michazrael: Hey, ihr beiden! Jetzt reicht’s mit eurer Schwurbelei! Hört auf! Wir sind hier nicht im “Club der toten Dichter und Denker”! Careca, bist du sicher, dass du eine fristlose Kündigung erhalten hast?

Ich: Wäre ich sonst hier?

Michazrael: Zeig mir mal deine Boarding-Karte.

Ich: Meine was?

Michazrael: Boarding-Karte. Das ist das, was bei euch immer als Tunnel mit hell gleißendem Licht dahinter beschrieben wird. Ist aber nur das Ticket zur Ewigkeit. Design und Copyright by Mattatron himself. Die müsste in deinem Besitz sein. Haste die vielleicht in einer der Taschen deines Gewandes?

Ich: Was? Ich dachte, das letzte Hemd hätte keine Taschen.

Gaphrael: Oh, Mann, immer diese Klugscheißer aus dem kleinen Zentral-Europa, immer nur am Rumdiskutieren und Recht-haben-wollen. Michazrael, ich ertrag das nicht mehr. Wirklich. Echt nicht.

Michazrael: Durchhalten, Gaphrael. Dieser Job ist ja nicht für immer, sondern nur für ewig. Mit Gott auf unserer Seite.

Ich: Und mit Jesus in einem Boot, nicht wahr. Leider ging einer baden. Man warf ihn über Bord.

Michazrael: Jesus ging nicht baden. Jesus geht selbst hier oben noch immer übers Wasser. Und verwandelt Wasser in Wein.

Ich: Das letztere schaff ich auch umgekehrt. Also. Ich nehme also an, bei euch hier oben ist das Boot noch immer nicht voll?

Gaphrael: Du willst sagen, in der Hölle wäre es für dich besser?

Ich: Nur wer seinen Nächsten liebt, der geht sogar durch die Hölle. Ich vermute, aus diesem Grunde kriegen bei Euch so viele Langzeit- und Last-Minute-Christen direkten freien Eintritt, nicht wahr.

Michazrael: Gaphrael, ich glaube, wir sollten Mattatron rufen. Das hier ist ein ganz schwieriger Fall von Mensch ohne gesunden Menschenverstand. ICH KANN SO NICHT ARBEITEN!

Gaphrael: Nein, nein, nein, wir rufen den jetzt lieber nicht. Er hat gerade seine Schicht als Karten-Mischer in der Skatrunde. Wir sollten ihn nicht stören. Du weißt doch, wie er beim letzten Mal rumwütete, weil er sich vermischt hatte und der Ratzinger dann wieder mal alle Asse auf seiner Hand hielt. Da konnte Mattatron keinen Stich bei der Runde landen.

Michazrael: Careca … ah, hier, da hab ich dich gefunden. Da steht noch was. Ich glaube, du solltest zuerst noch durch das Purgatorium gehen, bevor wir über deinen Fall endgültig entscheiden.

Ich: Purgatorium?

Michazrael: Anderes Wort für den Ort der Läuterung und Reinigung, dem “Fegfeuer”. Hört sich nobler an. Heißt, du bist noch nicht geläutert, in Himmel oder Hölle zu gehen. Du musst vorbereitet werden. Du gehst also von hier auf den rechten Weg. Du kannst auch den linken nehmen, aber dann musst du spiegelverkehrt zu dem gehen, was ich dir jetzt zeigen werde.

Ich: Und wenn ich vom rechten Weg abkomme, komme ich dann auf den linken?

Gaphrael: Recht so. Unglaublich, der Knilch versteht uns nicht. Oder will es nicht. HERR, SCHMEISS HIRN VOM HIMMEL! Was haben wir nur verbrochen, das hier zu machen. Oh Gott, sind wir verdammt.

Mattatron: Das habe ich gehört! Du sollst nicht nehmen des Herrn und Gebieters abwertenden Menschenbezeichnung in deinem Mund!

Gaphrael: Ja, ja doch!

Michazrael zog etwas unter dem Tisch hervorzog, tippte auf das rechteckige Ding rum und rechte es mir: ein Tablett mit einer stilisierten Birne drauf. Auf dem Display des Tabletts tauchte ein magisch leuchtend blauer Strich auf. Daneben erschien zusätzlich ein roter Strich, ein ganz dünner, vollkommen unscheinbarer, das Hauch eines Nichts von rot, lief parallel zum Blauen und bog dann in eine anderer Richtung ab. Und in der Mitte, da war dieser silbrig-goldene blinkende Punkt. Ich blickte Michazrael fragend wie blöde an.

Michazrael: Der Punkt bist du. Folge dem blauen Weg und alles wird gut.

Ich schaute aufs Tablett und nickte verstehend. Michazrael und Gaphrael standen auf, gingen zur Seite und zogen ihre E-Zigaretten hervor. Sie wollten deren gewerkschaftlich vereinbarte Raucherpause ausüben.

Ich machte ein paar Schritte vom Schreibtisch weg und erkannte, wie sich der silbrig-golden blinkender Punkt lenken ließ. Also lief ich und lenkte den Punkt. Auf dem blauen Weg. Alles gut. Der rote unscheinbare, blasse, kaum zu erkennende Weg lief noch zusammen mit dem blauen, dann schien er jedoch abzuzweigen.

Ich stoppte und stand am Scheideweg. Überlegend blickte ich vom Tablett auf. Vor mir hockte ein glatzköpfiges Hutzelmännchen im quietschgelben Ostfriesennerz. Er hatte sich auf einem durchnässten Blatt Papier ein großes Tier gemalt. Unter dem Tier erblickte ich ein Gekritzel. Das glatzköpfige Hutzelmännchen schaute zu mir auf, lächelte irre wirr, ergriff das Blatt und hielt es mir fragend vor die Nase. Eine mathematische Aufgabe.

2² + 3² + 5² + 7² +11² +13² +17² = ?

Die ersten sieben Primzahlen zum Quadrat, addiert …

Ich: Das Ergebnis willst du wissen, oder? Bist du Aleister, Sohn von Edward und Emily Bertha, aus Leamington Spa?

Das Hutzelmännchen nickte.

Ich: Ich sag dir das Ergebnis und du hilfst mir dann weiter, okay?

Das Hutzelmännchen nickte erneut. Regentropfen perlten von seinem Friesennerz ab. Regnete es? Ich spürte nichts.

Ich: Das Ergebnis ist 666. Du bist Aleister Crowley, nicht wahr. Und nun zu mir. Hilf mir. Welchen Weg soll ich gehen?

Ich zeigte ihm das Tablett. Nachdenklich schaute das Hutzelmännchen, schüttelte sich kurz, lenkte meine Aufmerksamkeit auf ein Kaninchen, indem er mit seinen Hand drauf deutete, das Kaninchen, welches unweit vor uns hockte. Mit leiser fiepender Stimme sprach er zu mir.

Aleister: Tja, wie heißt es schon im Kino? Folge dem Kaninchen. Nimmst du den blauen Weg ist alles aus. Du wachst auf in deinem Bett und glaubst an das, was du glauben willst. Nimmst du den roten Weg, bleibst du im Wunderland und ich zeige dir die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus.

Ich überlegte, welchem Weg ich risikoloser folgen sollte. Ein Nullrisiko ist an keinem Ort zu haben. Wohin nur? Mir wurde klar, nur derjenige verdient sich Freiheit wie auch das Leben, der sie sich täglich erobern muss.

Das Hutzelmännchen grunzte kurz, zerknüllte seinen Zettel und warf ihn ohne weitere Beachtung hinter sich. Die geknüllte Zettelkugel rollte in eine Ansammlung von anderer bereits zerknüllter Zettel.

Das Hutzelmännchen tat es wohl nicht zum ersten Male. Umweltverschmutzung gab’s also auch hier oben. Nun ja, vom Standpunkt der höchsten Sauberkeit aus betrachtet, wäre es für den Planeten am besten gewesen, der Planet wäre steril geblieben. Und somit war es ein gravierend schwerwiegender Fehler von jenem Gott, den Menschen zu erschaff …

Mattatron: Das habe ich gehört! Du sollst nicht nehmen des Herrn und Gebieters abwertenden Menschenbezeichnung in deinem Mund!

Aus, aus, aus, das Spiel ist aus! So lernt man.

Der Teufel besuchte Gott und fragte ihn, ob man nicht mal ein Fußballspiel Himmel gegen Hölle machen könnte.

Gott hatte dafür nur ein müdes Lächeln übrig:

„Glaubst, du fußkranker Belzebub, dass du mit deiner Mannschaft auch nur die geringste Chance haben magst? Sämtliche guten Fußballspieler sind im Himmel: Pele, Beckenbauer, Charlton, Di Stefano, Müller, Maradona, Ronaldo … “

Der Teufel lächelt baphometisch zurück:

„Macht nix. WIR haben dafür alle Schiedsrichter!“

 


 

Ach ja, wo die Pointe ist?

Nun:

Im Himmel öffnet der Engländer die Tür, der Franzose kocht, der Italiener sorgt für Unterhaltung und der Deutsche organisiert alles.

In der Hölle öffnet der Franzose die Tür, der Engländer kocht, der Deutsche sorgt für Unterhaltung und der Italiener organisiert alles.

Passt zwar nicht zum oben geschriebenen, aber wen interessiert es schon, wenn nicht die 895 Zeichengrenze überschritten wird?

Der fehlende Gottesbeweis

“Da schau her. Guck mal, wer da kommt.”

“Ja.”

“Da schleicht er wieder zum Amt rüber. Die reinste Hölle dort, aber er versucht es ja wieder und wieder.”

“Jo.”

“Haste noch das letzte Mal in Erinnerung? Als er verkleidet wie Gandalf, der Graue, ins Amt ging und mit Beihilfe zum Mord prahlte, aber dessen Asylantrag trotzdem abgelehnt wurde?”

“Jaja.”

“Das vorletzte Mal hatte er sogar auf vorsätzlich unterlassener Hilfeleistung mit Todesfolge plädiert, um den Passierschein zu erhalten. Ich sag nur, allein das Wort ‚Hilfeleistung‘ versaut einem den Antrag. Eigene Dummheit halt. Er hat dafür kein Asyl erhalten.”

“Jau.”

“Hätte er mal einen richtigen Mord begangen. Oder wenigstens nachweisbar Massenmord. Wer in aller Munde sein will, darf vor Mord und Totschlag nicht zurückschrecken.”

“Jooh.” Weiterlesen