Schweinfest (Fake der Woche)

Als die Panik um sich griff, weil ein Virus namena „H1N1“ jetzt auch schon von Schwein auf Mensch direkt übergehen kann, da haben die Oberen in Ägypten angeordnet, dort alle Schweine zu keulen.

Nun kam ein kanadischer Bauer zurück aus Mexiko und erkrankte an der Schweinegrippe. Zudem stellte ein Veteriär fest, dass jener Bauer danach sogar seine Schweine angesteckt hatte. Inzwischen hat der unabhängige Rat der kanadischen Schweine beschlossen, dass in Kanada alle Menschen gekeult werden müssen.

Inzwischen dementierten Verfechter des US-amerikanischen „Patriot Act„, dass sie von den Darstellern der Muppet-Show die Herausgabe von Miss Piggy gefordert hätten, um diese vorbeugend in Guantanamo in Quarantäne zu nehmen. Undementiert blieb aber das Gerücht, dass die Dreharbeiten an „Schweine im Weltall“ mit Darstellern der Muppet-Show abgesetzt wurden, um nicht auch noch Ausserirdische in gesundheitliche Gefahren zu bringen.

„Die Tiere draußen schauten von Schwein zu Mensch und von Mensch zu Schwein, und dann nochmals von Schwein zu Mensch, aber es war bereits unmöglich, zu sagen, wer das Schwein und wer der Mensch war.“


George Orwell, Farm der Tiere 1944

Krise im Kanzleramt, Chaostage in der Regierung (Fake der Woche)

Berlin.

Wie die Presseagentur Reuters verlauten ließ, kam es vor zehn Minuten zu der neunten Entlassung im Bundeskabinett aufgrund von Verdachtsmomenten. Bundespräsident Horst Köhler erhielt offenbar vorhin seine Kündigungsurkunde durch die Vizepräsidentinnen des Deutschen Bundestages überreicht.

Begonnen hatten die unerwarteten Massenentlassungen im Bundestag heute morgen, als der Präsident des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Norbert Lammert, diese vor überraschen Pressevertretern verkündete. Nach eigenen Aussagen wollte er bei einem Privatbesuch bei Peer Steinbrück, dem Bundesminister der Finanzen, zuhause auf dessen Schreibtisch drei Bleistifte und einen Bleistiftanspitzer aus dem Fundus des Bundestages gesehen haben. Diese drei Bleistifte und der Anspitzer seien aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Schrank für Werbegeschenke internationaler Finanzminister gewesen, so Lammert. Peer Steinbrück dementierte das und fügte hinzu, dass die Bleistifte handelsübliche der Marke „Stabilo“ seien. Er würde vor dem Arbeitsgericht gegen seine Entlassung klagen. Experten räumen ihm allerdings wenig Chancen auf Erfolg mit seiner Klage ein, da durch den vermuteten Diebstahl keine Basis für Vertrauen mehr existiere und somit eine Entlassung rechtfertige.

Eine Stunde später vermeldete dann der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Dr. h. c. Wolfgang Thierse, dass Wolfgang Schäuble, Bundesminister des Innern, ebenfalls entlassen worden sei. Ein nicht näher benannter Zeuge wollte gesehen haben wie Schäuble mit einem Bundestagskugelschreiber einen Kassenbon bei LIDL abgezeichnet habe.

In einem nachfolgenden Interview vor RTL 2 und MTV bezeichneten sowohl Steinmeier als auch Merkel die Anschuldigungen als ungeheuerlich. Generell verwiesen sie aber darauf, dass auch bei Verdächtigungen des Diebstahls von Kleinigkeiten fristlose Kündigungen gerechtfertigt seien. Horst Köhler wurde beauftragt die Kündigungsurkunden für die Minister zu unterschreiben.

Eine weitere Stunde später traten Lammert und Thierse gemeinsam vor die Presse. Sie verlasen eine Liste von zuvor gekündigten Ministern: Entlassen wurden Franz Josef Jung (Diebstahl eines BW-Kaffeelöffels in Afghanistan), Ilse Aigner (versuchter Diebstahl von diversen ausliegenden Schokoriegeln, die nur für Gäste ihres Ministeriums gedacht waren), Anette Schavan (vermuteter Diebstahl einer Deutsch-Kurzgrammatik aus ihrem Bildungsministerium) und Karl-Theodor zu Guttenberg (Verdacht auf Vorschwindelung falscher Tatsachen, er könne seinem Vorgänger Glos das Wasser reichen).

In einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz seitens Merkel und Steinmeier kam es dann zum Eklat. Nachdem sowohl Merkel und Steinmeier ihr Unverständnis über die vorherigen Entlassungen ausdrückten, betonten sie vor laufenden Tonbandgeräten der Sender VIVA, RTL2 und Hau-Ruck-TV, sie hätten damals auch schon mal Kugelschreiber und Kaffeelöffel aus dem Bundestagsrestaurant stiebizt und deswegen wäre die Bundesrepublik noch längst nicht untergegangen. In dem Moment öffnete sich eine Türe und Bundespräsident Horst Köhler überreichte beiden deren Kündigungsurkunde aufgrund von Vertrauensbruch durch Diebstahl von Bundestagseigentum.

Bundespräsident Horst Köhler ist nun also der neunte Fall in dieser Massenentlassungswelle im Deutschen Bundestag. Dessen Kündigungsgrund lautete im übrigen ebenfalls auf Diebstahl. Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu vernehmen war, hatte Bundespräsident Horst Köhler sich die Kündigungsurkunde ohne Unterzeichnung eines Antragsformulars aus dem Schrank der Urkundenabteilung geholt. Eine Praktikantin hatte ihn dabei beobachtet und dieses der Vizepräsidentinnen des Deutschen Bundestages Petra Pau und Gerda Hasselfeldt mitgeteilt. Diese beiden verfügten umgehend die Entlassung wegen den Verdacht auf Urkundendiebstahl.

Momentan vermelden Staatssekretäre, die nicht näher genannt werden wollen, dass die Massenentlassungswelle im Bundeskanzlerinnenamt als nächsten auch Brigitte Zypries (Bundesministerin der Justiz) und Olaf Scholz (Bundesminister für Arbeit und Soziales) erfassen könne. Ihr wird vorgeworfen, durch Untätigkeit im Dienst den Steuernzahlern genügend Geduld geklaut zu haben. Einen Diebstahl von 1 Euro 30 konnte denen allerdings noch nicht nachgewiesen werden. Und der Diebstahl immaterieller Wertgüter ist bislang als Straftatbestand und Kündigungsgrund nicht definiert worden.

Wir melden uns sofort, wenn wir neues von Der Kündigungswelle erfahren.
Guten Abend.

EC-PINs und SIMs geknackt! Alle Kombinationen for free!

Es ist geschehen.

Dank einer meisterhaften Leistung hat ein Blogger es geschafft, alle EC-Karten PINs und Handy SIM-PINs mittels einer geheimen Formel zu knacken. Das Ergebnis seiner genialen Leistung hat der Blogger in seinem Blog veröffentlicht.

Schonungslos.

Die Stellungnahmen der großen Banken wie Commerzbank, BfW, HRE, WestLB und BayernLB stehen noch aus. Auch von Arcor, Eplus, T-Mobile und O2 war noch nicht zu lesen oder hören.

Nach inoffiziellen Verlautbarungen aus gut unterrichteten Greisen halten alle hinter verschlossenen Türen noch immer Krisensitzungen ab.

Das Tragische ist allerdings:
Was einmal gedacht worden ist, kann nicht mehr zurückgenommen werden.
Nichts wird mehr so sein, wie es war.

Schaut selber nach, ihr werdet auch eure EC-Karten PIN oder/und Handy-SIM wiederfinden.
Hier der Link zu der Seite: Link zum Jannewap-Blog

Morgen ohne Sorgen (Fake der Woche)

Am Morgen ohne Sorgen geht die Sonne auf
Und klettert fröhlich unbeschwert den Himmel rauf

Man sieht die Menschen singend durch die Straßen gehn
Denn heute Nacht, da ist es geschehn.

Es zuckte durch die Dunkelheit ein rosa Strahl
Und änderte den Weltenlauf fundamental.

Fortgeweht ist alles, was uns drückt und ödet
Denn heute nachs sind alle
Reichen und Mächtigen
auf der ganzen Welt
ganz und gar
verblödet.

Doubleju Busch lässt die Anti-Terrorkriegsspiele stehn
Nimmt sich ’ne Flasche Bier und will die Sportschau sehn.

Gordon Brown läßt die Zügel schleifen
Will nur noch mit John Major im Hyde-Park reiten.

Der Steinmeier vergißt das ganze Finanzwesen.
Geht erst mal auf’s Klo, den neuen Playboy lesen.

Die Merkel hat den 500-Euro-Bogen raus
Sie fährt nach Disneyland und tanzt mit Mickymaus.

Ackermann schafft jetzt den Kapitalismus ab
Weil er mit ner Kubanerin ’ne Beziehungskiste hat.

Lafontaine gibt sein Parteiamt auf,
Weil er auf einmal seine Reden selber glaubt.

Der Papst hat heute keinen Bock
Und stopft sein ganzes Taschengeld in den Opferstock.

US-FED-Bank Chef Bernanke träumt voll Genuss
Sehnt sich nach dem Geschmack von Alan Greenspans Bruderkuss.

Krisenslalom der zweite (Fake der Woche)

Wenn das Postfach zweimal klingelt und der Spamfilter jodelt:

Sehr geehrter Empfänger meiner Email,

bitte löschen Sie meine Mail nicht. Es ist keine Spam, sondern ihre größe Chance in Ihrem kleinem Leben. Ich komme aus den USA und mein Name ist Lehmann. Natürlich nicht Jens, aber ich bin nur einfach einer der „Lehmann Brüder“.
Meine Geschichte ist eine dramatisch tragische. Und absolut wahre, wie sie aus der Presse entnehmen können.
Am Montag morgen war ich und mein Bruder absolut Pleite, weil das ganze Leben gegen uns schien. Doch dann kam da eine Überweisung von 300 Millionen Dollar aus Deutschland.

Alle wissen davon aus Funk und Fernsehen, klar. Und alle haben sich aufgeregt. Und alle meinten, das Geld sei auf immer und ewig verschwunden.

Aber keiner weiß, dass das Geld nicht weg ist. Wir haben nämlich schnell reagiert und all das schöne Geld auf einem kleinen Konto auf den Kaimanninseln zwischen geparkt. Jetzt wollen wir es von dort weg bekommen. Aber die Ermittler sind so habgierig.

Daher brauchen wir jetzt Ihre Hilfe. Sie können uns helfen und ihr Schaden soll es nicht werden.
Wenn Sie dort auf den Kaimanninseln ein Konto mit einem Grundvermögen von 10000 Dollar eröffnen (ihr Kreditinstitut wird Ihnen dabei helfen) und von ihrem Konto auf unser Konto dann nur 5000 US-Dollar überweisen, dann erhalten wir ihr Bankdaten. Danach überweisen wir Ihnen völlig unkompliziert 1 Millionen US-Dollar plus den Transferkosten von 4 Dollar 95 Cent.

Sie brauchen sich das Geld dann auf ihr Privatkonto in Deutschland umbuchen lassen (ihr Kreditinstitut wird Ihnen dabei helfen) und wir lassen es dann von unseren Safety-Guard-Mitarbeitern in großen Scheinen und kleinen Tüten abholen.
Ihnen wird dann exklusiv 10 % von den Inhalt der Tüten überlassen.

So haben wir dann beide was von dem ganzen: Sie die 10% abzüglich den 4 Dollar 95 Cent und wir nachher den kläglichen Rest aus der Überweisung aus Deutschland.

Hier nun unsere Kaimanninsel Konto-Daten: KfW (Kreditanstalt für Wertvernichtung) IBAN 300.000.000 beim vierten Kaimann von hinten links an der Piratenbucht südlich den Goldkästchen des Piraten der Karibik.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Lehmann (der eine der beiden Brüder)

Die perfekte Flugzeugentführung

Abenddämmerung

Reporter: Herr Mozek, wir konnten es bei der Ankunft des Fliegers am Flughafen Kattowiz beobachtet. Die Passagiere erschienen erleichtert beim Aussteigen.
Mozek: So?
Reporter: Ja. Ich würde behaupten, sie waren richtig fröhlich.
Mozek: Was Sie nicht sagen.
R: Aber ja. Ich sag es mal offen heraus: Sie haben das perfekte Verbrechen vollzogen.
M: Wie?
R: Nicht wahr? Sie haben das Flugzeug entführt.
M: Lächerlich! Ich bin Pilot. So ein Quatsch.
R: Würde ich nicht sagen. Noch nie sah ich Passagiere so froh einem Flugzeug entsteigen. Es musste sogar jemand die Leute beim Ausstieg bremsen.

Passagiere

M: Ach ja?
R: Ach ja!
M: Ach ja.
R: Also?
M: Sie sind ein scharfer Beobachter.
R: Danke. Das verlangt meine Profession.
M: Ja, ich und mein Co-Pilot Mizewski tragen hier die volle Verantwortung.
R: Verstehe.
M: Wissen Sie, die Sicherheitsvorkehrungen an europäischen Flughäfen haben uns genervt.
R: Heißt das, keine ideologische oder politische Motivation?
M: Nein, nicht wirklich.
R: Hm.
M: Es hat uns genervt. Und da hatte ich den Plan für das perfekte Verbrechen. Und mein Kollege ist gleich drauf eingestiegen.
R: Er ist Moslem?
M: Nein.
R: Oder mosaischen Glaubens?
M: Nein.
R: Tibeter?
M: Sein Schwippschwager dritten Grades kennt jemanden der evangelisch ist.
R: Also doch religiös motiviert?
M: Nein, nicht wirklich. Er führt im Internet einen Blog mit halbnackten Frauen.
R: Das ist uninteressant.
M: Er spricht ostdeutsch.
R: Aha. Ein Ansatzpunkt. Ist er unzufrieden mit der Bundesrepublik auf globalisierter Ebene bezüglich islamischen Terrorismus?
M: Wir wollten der Welt zeigen, dass die Sicherheitsmaßnahmen an den Flughäfen Hofnarrenonanie der Politiker sind.
R: Aha, also sexuell motiviert? Inzest?
M: Mein Co-Pilot und ich beschlossen einfach die eigene Maschine zu entführen.
R: Die Stewardessen waren eingeweiht?
M: Saftschubserinnen sind schmückendes Beiwerk im Cockpit, aber sonst nicht tauglich.
R: Haben Sie Handyaufnahmen von den Sexorgien im Cockpit gemacht?

Piloten

M: Kollege und ich waren uns einig. Wir wollten die Maschine auf den Weg vom bulgarischen Burgas aus nach Kattowiz entführen.
R: Hatten Sie Explosiva bei sich?
M: Die Servierwagen waren voll damit. Wodka, Sambuca, Whisky und Eau de Parfum massenweise. Alles hochprozentig.
R: Der Knaller schlechthin also.
M: Streichhölzer hatten wir auch dabei.
R: Ich verstehe. Statt dem klassischen Zippo-Benzinfeuerzeug die Streichhölzer als Aufschrei gegen die Urwald-Rodung.
M: Quatsch. Als Notleuchten. Falls mal wieder die Kabinenbeleuchtung ausfallen sollte.
R: Nur deswegen? Genial!
M: Auf der Hälfte des Fluges habe ich dann die Passagiere informiert, dass sie alle 10000 Meter über Normal Null entführt gelten. Und wir sie zu einem Flughafen unserer Wahl bringen würden.
R: Ich verstehe nicht. Sie flogen doch schon nach Kattowiz.
M: Aber das haben die doch nicht mehr mitbekommen. Denn um zu verhindern, dass die Passagiere wie damals in Pennsylvania von hinten die Maschine aufrollen würden, haben wir eine Boardrunde nach der nächsten für die Passagiere geschmissen.
R: Ich verstehe. Die Alkoholika.
M: Hochprozentiges brennt besser. Die Passagiere als lebende Molotow-Cocktaile.

Passagiere2

R: Aber wenn ich richtig verstanden habe, flogen Sie von Burgas nach Kattowiz. Wie soll denn dann eine Entführung nach Kattowiz funktionieren?
M: Nur wenn die Passagiere besoffen gemacht werden, dann ist deren Widerstand am geringsten.
R: Moment: Sie entführen eine Maschine, die auf dem Routineflug nach Kattowiz ist nach Kattowiz?
M: Nicht ich. Sondern ich und mein Co-Pilot. Ohne ihn hätte es nie geklappt.
R: Ich wette, es hat auch kein Passagier bemerkt.
M: Doch. Die haben aus Verzweifelung gesoffen. Wie bekloppt. Die Wodka-Vorräte waren total geplündert.
R: Ja klar. Der Freibier-Effekt.
M: Quatsch. Diese Ablenkung war Bestandteil dieses perfekten Verbrechens.
R: Ihre Meinung.
M: Schauen Sie doch Ihre Fotos an: Sie sehen erleichterte Menschen, die froh sind, diese Flugzeugentführung überlebt zu haben.

Passagiere1

R: Eine Entführung durch Piloten, die das Flugzeug zum Bestimmungsort bringen, aber noch nicht mal die Fluglotsen über die Entführung informieren?
M: Aber Sie haben es doch bemerkt.
R: Bin ich mir nicht mehr so sicher.
M: Gerochen haben Sie es und die Freilassungsfotos gemacht.
R: Knipsereien aus purer Langeweile am Flughafen Kattowiz.

Passagiere3

M: Ach man. Schwätzen Sie doch nicht so altklug daher!
R: Danke für das Interview. Ich hau mir jetzt nen Wodka-Bull hinter die Kiemen. Das habe ich mir jetzt verdient. Tschüss.
M: Sie dürfen das Interview auch ungekürzt und ohne mein Gegenlesen veröffentlichen! Ich zähl auf Ihren journalistischen Verstand!
R: Ja, ja.
M: Was?
R: Ja, ja, ich flieg mal lieber wieder in die Redaktion als raus …
M: …

Katowice

Fake der Woche: Nächtliche Pressekonferenz im Kanzleramt

Berlin.
Ungewöhnliches spielte sich heute Nacht kurz nach Mitternacht ab. Der Regierungssprecher Ulrich Wilhelm hatte zu einer Pressekonferenz für fünf nach zwölf geladen. Und pünktlich saß er dann in einer Reihe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Wolfgang Schäuble (CDU) und Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) auf dem Podest vor den geladenen Pressevertreter und reichte den Kabinettsmitgliedern das Wasser.

Während Herr Schäuble die Namen der Pressevertreter auf der Anwesenheitsliste nachprüfte, veranlasste Bundeskanzlerin Merkel, dass die Pressevertreter ihre Notebooks den ebenfalls anwesenden BKA-Beamten anzuvertrauen hätten. Sie verwies darauf, dass Frau Zypries gerade ihre prä-menstruelle Phase hätte und das Klappern der Tastaturen würde Frau Zypries Kopfschmerzen bereiten. Um die Regierungsfähigkeit nicht einzuschränken und den Krankenstand niedrig zu halten, müsste sie – Bundeskanzlerin Fau Merkel – darauf bestehen, dass die Notebooks der Journalisten den BKA-Beamten ausgehändigt würden. Diese würden diese in einem sicheren Raum verwahrt. Der Chef des BKAs, Herr Jörg Ziercke, werde persönlich durch seine Anwesenheit für die Unversehrtheit der Notebooks garantieren.

Nachdem die Journalisten dieser Anordnung Folge geleistet hatten, begrüßte Ulrich Wilhelm die anwesenden Presseleute insbesondere aus dem Nahen und Fernen Osten und übergab das Wort dem Innenminister Schäuble für das Vorwort zur Pressekonferenz. Schäuble fragte aber nur kurz nach, wo denn der Journalist von Al-Dschasira säße und warum der Journalist der Beijing Evening News so verdächtig europäisch aussähe. Nachdem diese Fragen schnell geklärt und deren Ausweise überprüft worden waren, übergab Schäuble das Wort an Frau Merkel.

Frau Merkel begrüßte die zu so später Stunde erschienen Journalisten. Diese Pressekonferenz sei erforderlich geworden, weil es offenbar erhebliche Missverständnisse wegen den computerunterstützten Visitationen in der deutschen Sicherheitsarchitektur gäbe.
Es sei infam – hierbei wechselte Frau Merkel drastisch ihren Tonfall vom herzlichen ins kühle – von bestimmten Presseorganen verdächtigt worden zu sein, dass sie mit ihren Regierungsvertretern ihre China-Aufenthalt im letzten Jahr nur dazu genutzt habe, neue Sicherheitstechnologien zu rekrutieren. Das sei insbesondere falsch, da unter ihren Regierungsvertretern auch staatstragende Menschen aus der Industrie dabei gewesen sei, die lediglich neue Wirtschaftsaufträge einfahren wollten. Und dabei seien weder der sehr geschätzte LIDL-Firmeninhaber Dieter Schwarz noch Vertreter von anderen deutschen Discountern darunter gewesen. Denn die hätten sich angesichts der chinesischen Standards garantiert gelangweilt.

Man habe sehr große Erfurcht vor den Technologien der Chinesischen Regierung, aber man benötige keine Technologien aus China, denn in der Sicherheitstechnologie sei Deutschland schon immer auf der Höhe der Zeit.
Desweiteren bräuchte es auch nicht den destruktiven Pessimismus der ewigen Meckerer Deutschlands und deren Behauptungen, dass Deutschland sich zu einem Überwachungsstaat entwickle. Das sei eine miese Unterstellung, denn hierfür gäbe es keinen Raum mehr. Für dieses sich Hin-Entwickeln. Schließlich hätten sich Generationen alter Politiker wie Kanther, Schilly und jetzt Schäuble erfolgreichst und zur vollsten Zufriedenheit der wählenden Bevölkerung gemüht, auch hier weltweit führend zu werden und die deutsche Tradition des pro-aktiven Am-Ball-Bleibens fortzuführen. Denn nur wer den aktiven Finger am Puls der Zeit aller ehrbaren Mitbürger habe, der könne erst mit Sicherheit sagen, wer unehrbar sei.

Und ob dieser Finger nun eine Minikamera in dem Brandmelder über der Discounterkasse sei oder der Trojaner auf dem PC und die multimediale Knopfkamera im heimischen Fernseher oder im WC, das richte sich freilich nach den Besitzverhältnissen. Somit seien die Datensicherstellungsmaßnahmen der Firma LIDL durch Detektive allein die Angelegenheit des Firmenbesitzers Herrn Schwarz. Gleichfalls sei im gleichen Maße das Interesse des Staates an seine Bürger zu bewerten. Als lediglich eine reine Angelegenheit der Besitzverhältnisse.

Sie – so Frau Merkel – würde deshalb mit viel persönlichem Einsatz in andere Länder reisen, um dort ausschließlich Anregungen für den Schutz ihrer eigenen Bevölkerung mitzunehmen. So würde sie beispielsweise am 13. Mai 2008 nach Brasilien reisen, um sich dort zu erkundigen, wie die Registrierungen von Internet-Nutzern in öffentlichen Internet-Cafes organisatorisch verlaufe und wie dieses auch für deutsche Internet-Cafes effektiv effizienter verlaufen kann.

Auf die Frage eines deutschen Journalisten, ob sie – Frau Merkel – das Siegen in Sachen pro-aktiver Bürgerbetreuung nicht eher von China lernen könne, fiel Wolfgang Schäuble dem Fragesteller ins Wort. Die Bundesregierung verbitte sich generell die Einmischung Chinas in innerdeutsche Angelegenheiten wie sie sich auch die Einmischung von inkompetenten deutschen Bürgern im Innern verbitte.
Auf die eingeschüchterte Nachfrage des Journalisten, ob es denn nicht China gewesen sei, welches während des Besuchs der Bundeskanzlerin im letzten Jahr im großen Stil versucht hätte, über einen gehackten Server Daten vom Bundeskanzleramt herunter zu laden, machte Schäuble darauf klar, dass es sich hierbei keineswegs um eine chinesische Hackerei gehandelt habe. Sondern vielmehr hätte die Bundesregierung den Chinesen funktionierende Bürgerüberwachungskonzepte zum Verkauf angeboten. Da aber die chinesische Regierung auf den deutschen Vorschlag, China solle 80 Millionen ihrer 1,5 Milliarden Bevölkerung zur direkten Überwachung der deutschen Bevölkerung abstellen, nicht eingegangen sei, hätte man den versuchten Download der chinesischen Seite abgebrochen, indem man die MS-Windows Firewall auf dem Regierungsserver wieder aktiviert hätte. Schließlich dürfe keine Nation erwarten, an deutscher Sicherheitstechnologie zu partizipieren, wenn bestimmte Sicherheitsanforderungen Deutschlands von denen nicht erfüllt würden.
Zudem solle der Fragesteller – so Schäuble mit einem Anflug von Altersmilde – lieber schnell nach Hause gehen, denn er hätte zuverlässige Informationen erhalten, dass des Journalisten Frau gerade käme. Und das ohne ihn.

Nach diesem gelungen Witz und dem allgemeinen Gelächter meldete sich noch der Vertreter der BDSM-Zeitschrift „Schlagzeilen“ und fragte, ab wann man denn eine Kamera für seine Wohnung beim BKA beantragen könne. Denn er kenne etliche die gerne Sex vor laufenden Kameras haben würden und das BKA würde denen dann helfen, einen entschiedenen Schritt aus der Illegalität zu machen, dürften sie vor laufenden Kameras …
An dem Punkte mischte sich Frau Zypries ein und verbat sich eine Diskussion über sexuelle Angelegenheiten, da sie gerade in der prä-menstruellen Phase sei und jetzt keine Tranquilizer mehr griffbereit hätte und nicht unbedingt hier bei so einem Thema vor laufenden Mikrofonen in die Tischkante beißen wolle.

Desweiteren – so führte sie aus – gelte die computerunterstützte Visitation mittels multimedialer Techniken durch hoheitliche Dienste nicht als Recht für den Bürger sondern als Privileg. Nicht jeder käme somit in Genuss dieses Privilegs. Man könne bislang nur eine 98%ige Abdeckung erzielen. Und man solle sich im Klaren sein – fügte Frau Zypries mit drohendem Unterton hinzu -, Privilegien können auch wieder entzogen werden.

Der Vertreter des „L’Osservatore Romano“ merkte an, ob es vorgesehen sei, auch in katholischen Beichtstühlen Mikros und Kameras einzubauen. Denn dann wäre der Vatikan eventuell bereit zu kooperieren, voraussetzt die Originalaufnahmen dürften dann in vatikanischen Archiven eingelagert werden. Beichtstühle, die über solch fortschrittlicher Technik verfügen würden, würden letztendlich dazu beitragen auch die Personalkosten in der katholischen Kirche zu senken, weil dann ein Beichtvater zentral mehrere Beichtstühle gleichzeitig verwalten könne. Auf diese Frage antwortete Frau Merkel, dass hierzu das letzte Wort noch nicht gesprochen sei. Die Entscheidung hierzu würde sie noch treffen. So wahr ihr Gott helfe.

Als dann der Journalist der Beijing Evening News sich meldete und nachfragte, ob es stimmen würde, dass die Bundesregierungen Deutschlands seit mehr als 25 Jahren der Meinung seien, der Bürger hätte zu viel Freiheiten und zu wenig Kontrolle. Und warum der deutsche Bürger gegängelt würde, aber im Gegenzug die großen Korruptions- und Steuerhinterziehungsfälle wie von Flick bis Siemens permanent in der Geschichte der deutschen Republik als Kavaliersdelikte wegdiskutiert würden, während nicht wenige außereuropäische Regierungen als korruptionsfördernd angesehen würden.
An dieser Stelle unterbrach der Regierungssprecher und Staatssekretärs Ulrich Wilhelm die Pressekonferenz mit Hinweis, dass man sich die Einmischung in innere Angelegenheiten des deutschen Volkes verbitte. Zudem verwies Wilhelm auf die bereits fortgeschrittene Stunde. Es sei ja spät, fast früh zu nennen, auch wenn längst noch nicht Dämmerung im Kanzleramt sei, so scherzte Wilhelm.
Außerdem wolle die Bundesregierung nicht nur durch Worte auf dieser Pressekonferenz glänzen sondern als Dank für diese späte Pressekonferenz habe er den Journalisten auch Taten zu präsentieren. Als Aktion guten Willens und dass man mit den neusten Gesetzesvorhaben niemand wirklich böses wolle, habe man allen Notebook-Besitzern ein Geschenk gemacht. Findige BKA-Beamte hätten jedes Notebook mit einer fest installierten Web-Cam ausgestattet. Die dazugehörige Software hätte man bereits kulanterweise ins Betriebssystem ebenso fest integriert, so dass die Notebooks direkt einsatzbereit seien.

Der minutenlange begeisterte Applaus der deutschen Pressevertreter über dieses Geschenk war augenscheinlich für die in letzter Zeit so gescholtenen Politiker ein Labsal.

Jedoch gab es bei dieser entspannten Pressekonferenz auch einen Wermutstropfen. Der Journalist von Al-Dschasira wurde vorübergehend festgenommen und erhielt eine Anzeige wegen mutwilliger Umwelt-Verschmutzung. Er hatte die Kamera von seinem Notebook gewaltsam entfernt und die zerbrochene Webcam nicht als Elektroschrott entsorgt, sondern diesen einfach in einen herumstehenden Mülleimer vor dem Kanzleramt geworfen. Sicherheitsbeamte griffen ihn nur unweit des Tatortes in der Berliner U-Bahn auf. Es steht zu befürchten, dass der Journalist seine Akkreditierung verlieren wird.

Jetzt wird es ernst! Jüdisch ernst!

ECHAD

STEIM

SCHALOSCH

So, Leute des heheren Glaubens an die eigene Potenz!
Ich habe gerade all eure Kafferlöffel verbogen.
Einfach so.
Ohne um eure Erlaubnis zu fragen.
Einfach so.

ECHAD

STEIM

SCHALOSCH

Das sagt der Geller, der urige –
„urig“ kommt von „ur“ – „ur“ wie Urzeitkrebse und wenn man es langsam spricht, kann man es auch mit einem „h“ schreiben; wie „uhr“-ig

Das sagt der Geller, der urige, immer vor seinen Publikumsbeschwörungen.

Sagt es mir jetzt nach:

ECHAD

STEIM

SCHALOSCH

Merkt ihr, wie es wirkt?
Es wirkt nicht?
Zuviel hebräisch?

Kein Problem.
Geht nicht über „Los“, zieht nicht „2000 Euro ein“ sondern geht direkt ins Übersetzerstüble vom deutschen Juden Billy Wilder (soviel Humor ist jedem Antisemiten Deutschland eh zuviel und das mag ich). Denn der hat schon längst einen Film über „ECHAD, STEIM, SCHALOSCH“ gemacht gehabt. Im Deutschen heißt das geniale Machwerk „Eins, Zwei, Drei“ („1,2,3“). Und Schlemmer ruft unisono immer noch dazu „Sitzen machen!“, während Hotte Buchholz stolz seinen Ehering – gemacht aus den Kanonen der russischen Armee von Stalingrad – in das Kamera-Objektiv reckt und das Pepsi-Girl vor Wonne zerfließt.

Sitzen machen!

Echad,
Steim,
Schalosch!

Eins, zwei, drei.

So, da dieses jetzt gesagt worden ist, empfehle ich euch direkt ins nächste Kaufhaus eures Gefallens zu gehen und neue Kaffeelöffel zu besorgen. Denn eure alten sind allesamt verbogen.

Echad,
Steim,
Schalosch!

So ist das halt.
Alles, was in der Warteschlange ist, wird verbogen.
Gerade Kaffeelöffel nur für Mentalisten!
Mentalisten aller Länder, vereinigt euch!

Echad,
Steim,
Schalosch!

Frau Werwolf meint, dass muss so sein.

Und ich frage:
Weiß wer, wann die nächste Wiederholung von Billy Wilder seinem Film „1, 2, 3“ läuft?

Edit:
Echad, staim, schalosch, arba, chamesch, schesch, scheva, schmone, teischa, eser.
Bis 10 gezählt auf Hebräisch.

Seltsam – Montags morgen 5:30

Hm.
Habe doch gerade in meinen Briefkasten geschaut und überrascht festgestellt, dass ich am Samstag Post erhalten hatte.
Brigitte hatte mir geschrieben.
Dabei hab ich sie doch gar nicht abonniert …

Exklusiv für meine Blogleser: Das erste Adventstürchen

Damit für heute abend die Spannung bei der Ziehung der Lottozahlen ab sofort mal weg ist,
an dieser Stelle die Lottozahlen von heute abend:

Lotto: 25, 31, 32, 33, 37, 41
Zusatzzahl 18
Superzahl: 11
Spiel 77: 5473839
Super 6: 046557

Die Verwendung dieser Zahlen in dieser Reihenfolge, um damit heute abend an dem 38 Millionen-Jackpot teilhaben zu können, ist hiermit ausdrücklich untersagt und unterliegt ab sofort den weltweiten copyright-Bedingungen.
Leute, die die Zahlen oben unbefugt verwenden, werden strafrechtlich wie Raubkopierer von CDs und DVDs verfolgt und müssen mit erheblichen Einbußen in ihrer Freiheit rechnen.
So.
Damit dürfte alles wichtige dazu gesagt sein.
Wie schön, dass wir mal drüber gesprochen haben …

Evolutionärer Fortschritt (Fake der Woche?)

Es war eigentlich nur eine vage Hoffnung, als am Freitag den 12-Oktober die Meldung um die Welt ging, dass Astronomen mit 350 Empfangsschüsseln von jeweils sechs Metern Durchmesser in der Nähe von Hat Creek (Kalifornien) den großen Lauschangriff verwirklichen würden. Federführend sind hierbei das Institut für die Suche nach intelligentem Leben (Seti) und die Universität von Kalifornien. Die ersten 42 Antennen nahmen letzte Woche am Donnerstag ihren Betrieb auf.

Eigentlich wollte man ersten Ergebnissen in 18 Jahren vorzeigen können. Aber jetzt kam den Forschern eine seltsame Nachricht in die Schüsseln rein.
Nein.
Es war nicht jenes „Wow-Signal„:
6EQUJ5.

Die Forscher in Kalifornien erhielten wesentlich klarere Signale.
Am Samstag konnte man noch nichts damit anfangen. Da jedoch gerade der Gouverneur von Kalifornien im Seti-Institut verweilte, hatte man ihm das ganze ungefiltert vorgespielt.
Der Governeur soll überrascht mit den Worten „Woisn döss?“ reagiert haben. Erst mit Hilfe dieser Spontanreaktion von Herrn Schwarzenegger kamen die Forscher dem Signal auf die Spur.

Wie aus unbestätigten Quellen zu erfahren war, soll der aufgefangene Satz in deutscher Sprache gewesen sein und habe „Und hab entschieden, dass ich mit meinen drei Gästen hier weiterrede und Dich – Eva – verabschiede“ gelautet.
Noch ist unklar, was dieser Satz bedeuten soll.
Da aber international der Blog Action Day am heutigen Tag zelebriert wird und man am Seti-Institut auch einen Beitrag dazu leisten wollte, entschloss man sich diesen Satz heute noch zu veröffentlichen.

Der Ursprung des Satzes soll übrigens ein geostationärer Satellit sein. Momentan wird dieser Satellit noch vom SETI-Institut auf Spuren außerirdischer Intelligenz untersucht.
Der Hinweis eines deutschen Studenten, bei den Satelliten handele es sich um den ASTRA-Satelliten, dieses wurde empört als billige OPEL-Reklame abgewiesen.

Weiter Nachrichten folgen.

Guten Abend.

Was macht eigentlich …

… das Monster von Loch Ness?

Hallo Monster, ich freu dich hier in meinem Loch zum Interview begrüßen zu dürfen. Mach es Dir gemütlich. Was darf ich Dir zu trinken anbieten?
Hm.
Darf es ein Ale sein oder einen Whisky?
Beides.
Nun. Was gibt es neues von Dir?
Nichts.
Wie nichts?
Nichts.
Absolut nichts?
Nichts.
Schön. Dann reden wir mal über diesen Sommer.
Hm.
Verbringst du deine Ferien diesmal wenigstens im Sommer am Loch. Sozusagen im Sommerloch, hehehehe …
Loch ist gälisch und heisst See.
Gälisch. Aha. Also du wirst du den See vergällen und als Lebensmittel somit ungenießbar machen?
Gälisch ist ne Sprache und kein Getränk, du ungebildeter Invantilist.
Weiß ich, weiß ich. Äh, ja. Doch zurück zum Thema. Was macht das Sommerloch?
Ich habe keine Zeit mehr es zu Füllen.
Stimmt, wir haben schon lang nichts mehr von dir gehört. Was war los?
Seit Godzilla habe ich keine Ruhe mehr.
Ja, Emmerichs Godzilla war beeindruckend. Das warst du? Ich dachte, du wärest sowas wie ne Urzeitschlange.
Die Maskenbildner hatten nachher die Schnauze voll, mich dauernd umzumaskieren.
Die Bilder von dir am Loch Ness sind also nicht gefälscht.
Gefälscht waren nur die Fotografen, die mich fotografierten. Es gab sie nicht.
Es gab sie nicht?
Es waren Selbstauslöseraufnahmen.
Soso. Und welche Projekte kamen nach „Godzilla“?
Jacksons „KingKong“.
„KingKong“? Der Gorilla sieht aber ganz anders aus als du!
Der Maskenbildner-Verschleiß war enorm. Einige  sind noch immer in psychologischer Behandlung.
Was war dein letzter Film?
„Harry Potter und der Orden des Phoenix“ .
Wie bitte?
„Harry Potter und der Orden des Phoenix“ .
Du hast im aktuellen Harry Potter mitgespielt?!?
Ja. Ich war Stuntdouble von dem Ork, der die Ratte zertrat.
Der Ork, der die Ratte zertrat? Ich erinner mich nicht an solch einer Szene.
Man hat sie herausgeschnitten, weil man meinte, sie sei für den Film unwichtig.
Ach so.
Ja.
Und neue Pläne?
Ich habe die neue Rolle in „Cloverfield“. Ich beiß dort der Freiheitsstatue den Kopf ab. Ich habe einen Ausschnitt mitgebracht:

Nun. Das lässt ja auf neue spannende Einblicke hoffen. Wie sehen deine weiteren Zukunftspläne aus?
Wenn ich genug Geld habe, werde ich mir meine geheime Höhle in Loch Ness zu einer Luxus-Suite ausbauen und dort Flitterwochen mit Paris Hilton verbringen.
Paris Hilton?
Ja. Paris Hilton.
Aber, Paris Hilton ist doch kein … äh, Monster …
Nicht? Okay, dann nehm ich Lindsay Lohan.
Sie ist auch kein Monster.
Naomi Campel.
Auch nicht.
Heidi Klum aber.
Auch nicht.
Verona Pooth?
Nein.
Angela Merkel.
Neeein.
Claudia Schiffer?
Scheisse vielleicht, aber auch nicht.
Aber Alice Schwarzer.
NE-IN!
Oder …
Ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
Was? Schon zu Ende? Ist das Mikrofon aus?
Ja.
Hm, könnt ich dann noch ein Ale mit Whisky haben?
Mit oder ohne Eiswürfel?
Is egal. Gib mir gleich die Flaschen, dann wird die Spülmaschine nicht so voll.
Und das Eis?
Egal. Wusstest du, dass es im Winter im See von Ness nicht wirklich so kalt ist?
Ach ja?
Kommste mich mal besuchen? Ich habe da eine Kuschelecke.

Fake der Woche: Handywochen

Sehr geehrte Blogger von Blog.de!

Die Handywochen sind vorbei. NOKIA hat sich bei uns für die kostenlose Werbung mit zwei Handy bedankt. Letztendlich haben wir diese behalten, weil uns kein Beitrag handy-wert erschien. Sie stehen auch in keinem Verhältnis zu den Werbeeinnahmen bei uns. Wir bedanken uns bei allen kleinen Bloggern, die eh nie in irgendeiner Blog.de-Hitliste auftauchen werden, dass sie unsere Google-Verweise erhöht haben.

Ob ihr nokia, N95, symbian, handy, sms oder N93 in euren Tags stehen hattet ist uns nur ein „Danke“ wert. Ihr könnt euch einen Abschnitt der „Danke“-Klopapierrolle bei uns persönlich abholen, wenn ihr euch durch unsere leeren Champagnerflaschen für die kostenlose Werbung für blog.de gewühlt habt.

Ach ja, noch was.

An all die armen Neider und Pinscher, die permanent jedes Handy-Post ihrerseits mit entsprechenden Tags gesetzt haben und nie in eine Hit-Liste von uns erschienen, weil wir von der Redaktion einen Besuch bei denen für wertlos erachten (außer wir würden sie pushen wollen):

Danke und seid still.
Oder kauft euch die PRO-Mitgliedschaft, damit ihr Verbesserungen im Quartalstakt tröpfchenweise erfahren könnt.

Mit vorzüglichster Hochachtung und so weiter

Die Lästerzunge von blog.de …

Der Fake der Woche: "Sollen wir etwa nicht mehr in den Urlaub fliegen?"

Jetzt ist es raus.
Die „Umweltbehörde zur Sicherung der Amerikaner“, gemeinhin auch „USA“ abgekürzt, wird endlich die ersten radikalen Schritte zur Rettung dieser Welt einleiten.
Ein Bericht der BILD-Zeitung mit der tränenreichen Überschrift „Sollen wir etwa nicht mehr in den Urlaub fliegen?“ erfuhr die breite Aufmerksamkeit in Amerika. Oder besser gesagt: im Weißen Haus (gestrichen mit umweltfreundlicher weißer Farbe mit blauem Engel, bereitgestellt vom Klu-Klux-Clan). Dessen Bewohner soll sehr angetan von dem meckernden BILD-Bericht gewesen sein.

(Dialogzitat G.W.Bush: „Where the hell is the country with this marvelous journal?!? Condoleezza, I wanna meet the hairless boobie-girl from page one!“ „Oh, George, that’s Britney …“ „Doesn’t matter. I like all of Tony Blairs Britney citizen.„)

Im Weißen Haus errechnete dann Küchenmeister Sparhans mit spitzen Bleistift, dass Autos nur 5 % der CO2-Abgase verursachen.
Und die will man jetzt zu 95 % bekämpfen, so dass die Maßnahmen nachher zu 100 % wirken. Und das bei vollem Promille-Ausgleich.

So erging heute in den frühen Morgenstunden denn auch gleich in der Umweltbehörde „USA“ der weltweite CO2-Erlass. Die Umsetzung des Beschlusses sind unter Androhung von Hagel, Granaten und Napalm von den anderen Staaten kompromisslos anzunehmen und umzusetzen.

Für Deutschland erging somit das folgende Regelwerk:
Leute mit ungeraden Nummernschildnummern dürfen nur an geraden Tagen von ungeraden Monate ihr Fahrzeug benutzen. Zudem dürfen Bewohner von Häusern gerader Hausnummern nur noch an ungeraden Tagen, die durch drei teilbar sind, in den Urlaub fliegen. Die Tage für Rückflüge kommen nur dann in Frage, wenn die Flugnummer als Quersumme kein Vielfaches von 13 ist.

Die ersten Reaktionen auf der Straße waren verhalten.
Viele uninformierte Bürger kannten diesen Erlaß noch gar nicht. Sie stimmten aber sofort für die Abschaffung der Zahlensysteme in Deutschland, um diesem Erlass zu entkommen. Zusätzliches Argument war dabei gemeinhin, dann wären auch die schlechten PISA-Ergebnisse nicht mehr interpretierbar und das wäre die ultimative Revolutionierung der schon lange angekündigten Steuerreform.

Klara B. aus G. im Kreise D., 31, Hausfrau, Lehrerin und Mutter dreier Söhne:
„Eigentlich finde ich die Maßnahme recht gut. Nur habe ich kein Fahrzeug. Wie soll ich also die erste Maßnahme aktiv unterstützen? Das finde ich nicht richtig. Man sollte nicht jeden von der Beteiligung einfach so ausschließen. Das erzeugt doch soziale Randgruppen.“

Karl-Heinz O. aus L., Schweißer, verheiratet, kinderlos, mit Geliebte und vier außerehelichen Kindern, meinte dagegen:
„Das ist im Grunde Freiheitsberaubung. Aber uns trifft das nicht. Wir haben zwei Fahrzeuge und leben in einem Doppelhaus mit zwei Hausnummern. Und Flüge mit der Quersumme 13 buchen wir sowieso nicht. Da sind wir ganz überzeugt abergläubisch.“

Etwas Unruhe brachte dann doch die Nachricht am frühen Nachmittag, dass jetzt jeder Weltenbürger ein Kontingent CO2-Abgasberechtigungsscheine zugeteilt bekäme, mit denen er dann handeln könne.
Diese CO2-Abgasberechtigungsscheine regeln sowohl das private, persönlich körperlich produzierte Atem-CO2-Abgas als auch die darüber hinaus erzeugten CO2-Umweltbelastungen durch Fahrzeugbenutzung. Mit diesen CO2-Abgasberechtigungsscheine wäre es möglich, sich beispielsweise Abgasberechtigungsscheine von Nicht-Fahrzeugbesitzern zu kaufen und dann auch an geraden Tagen ungerader Monate mit ungeraden Nummernschildnummern zu fahren.

Paula B., 18 Jahre, Auszubildende Bankfachfrau, fand diese Idee hervorragend:
„Man könnte ja auch von den älteren Mitbürgern deren Scheine abkaufen. Die belasten eh die Umwelt nicht mehr so stark mit ihrem Atem-CO2. Zudem brauchen die auch eh nie ihr ganzes CO2-Kontingent auf.“

Auch Gustav J., 88 Jahre, bedürftiger Rentner, fand diese Idee ebenfalls positiv: „Ich kann nicht mehr Auto fahren, weil ich blind bin. Da kann ich mir etwas Zubrot mit solchen Scheinen verdienen.“

Bernie E., 76, zweimal verheiratet, zwei Kinder, Geschäftsführer der Holding SLEC, reagierte erstmal verhalten: „Zumindest ist die FORMEL 1 davon nicht betroffen. Die haben da keine Nummernschilder. Und unsere Rennfahrer haben eh weltweit mehrere Wohnsitze.“

Von den Ölfeldbesitzern dieser Welt dagegen war nichts zu vernehmen.
Aber aus gut unterrichteten Kreisen war zu erfahren, dass sich diese nicht so sehr für den automobilen Bürger und seine Probleme interessieren, solange die restliche Industriezweige deren Produkte weiterhin fleißig verbrennen. Zudem würden eigene Gewinnsteigerungsverluste generell wie bisher durch Preiserhöhungen ausgeglichen.

Nur eine Stimme fand das ganze nicht so toll. Dieter B. aus H. reagierte aufgebracht:
„Ich find die Idee Scheiße. Außerdem interessiert das jeden maximal wei ein Hasenfurz. Die Säcke da oben solln mal die Luft anhalten und uns Sänger nicht die Luft zum Singen rauben!“

Übrigens:
Morgen kommt die Ergänzung dieser ultimativ eingeforderten Umwelt-Bestimmung. Dann wird definiert, was mit all den anderen Bürgern geschieht, die in Häusern mit ungeraden Hausnummern wohnen und deren Autos gerade Nummernschildnummern haben.
Für diese Fälle und für all die Ausnahmegestalten in den Regierungsbehörden hatte die USA nämlich irrtümlicherweise noch nichts festgelegt.

Aber das kommt dann auch noch …

Der Fake der Woche (1)

Wie ich ja bereits vorher mal schon angekündigt habe, präsentiere ich

Der Fake der Woche

Dieses Mal ist es Belinda.

Hallo Belinda.

 Hallo Careca.

 Ich begrüsse dich hier zu meinem Interview „Der Fake der Woche“.

Hm. 

 Du hast heute in deinem Blog geschrieben, dass du jetzt ein Jahr am Bloggen bist. Wie fühlt man sich so als „Fake“ nach einem Jahr?

Wie jetzt? Ich bin kein Fake! 

 Das war jetzt nicht meine Frage. Ich wollte wissen, wie fühlst du dich so …

 Ich bin kein Fake, Careca!

 Bitte bleib beim Thema. Dein erster Beitrag begann mit der Überschrift „Kurzinfo …“ und den folgenden demaskierenden Worten „… zu meinem dritten Versuch“. Meine Frage, ist der jetzt als Fake endlich geglückt?

 Careca, wenn du noch einmal so einen Scheiß auf diesem Niveau weiterfragst, gehe ich! Aber vorher kriegst noch was auf die Backen! Vorsicht also!

 Interessant. Natürlich will ich nicht, dass du jetzt das Interview abbrichst. Deshalb zu einem komplett anderem Thema: Wie fühlst du dich so nach einem Jahr bloggen?

 Gut …

 Schööön. Endlich mal eine klare Antwort. Nach einem Jahr bloggen als Fake, ist das nicht anstrengend?
Belinda?
Was machst du da?
Zieh die roten Boxhandschuhe aus, Belinda!
Belinda?
Nicht Belinda!!
Belin



[Hallo, entschuldigt die kurze Interviewunterbrechung. Hier schreibt mal kurz eure Belinda zu Ende. Careca meldet sich, sobald er wieder feste Nahrung zu sich nehmen kann. Bis dann.]