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"Die Hessen-SPD ist ein Sauhaufen"
Besser kann man es nicht ausdrücken.
Und der Gewinner ist der CDU-Koch, der sich königlich dabei amüsiert.
Ein lesenswertes Interview von Dieter Hildebrandt in der „Süddeutschen Zeitung“ trägt den Titel „Die Hessen-SPD ist ein Sauhaufen“.
Zum Lesen:
Kritik vom Kabarettisten-Urgestein: SPD-Sympathisant Dieter Hildebrandt erklärt, wieso Andrea Ypsilanti es nicht verdient, Hessen zu regieren und warum Kurt Beck nicht hart genug für den Kanzlerposten ist.
Hier lang zur Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/116/162663/
Frauentausch: Nachzügler zum Frauentag
Rüffel von eigener Frau kassiert, da Internationalen Frauentag verpennt.
Beule tut noch weh.
Bin dann raus.
Habe einen Dackel für meine Frau bekommen.
Habe mir permanent selber dafür auf die Schulter geklopft.
War ein guter Tausch.
Nur gerade bemerkt, Dackel nervt auch.
Suche jetzt noch Hunderezept.
Und einen Kochexperten, da nun ohne Frau.
Reduced to the max
Die vier Apostel waren folgende drei:
Peter und Paul
Leben
Es kommt die Lüge
und klagt:
Mir geht es nicht gut
in diesem Land
Traut ihr nicht:
Sie könnte
gelogen haben!
(v. Helmut Lamprecht)
Bayrische Panik: Angst vor 29 Prozent
Es war der Schenkelklopfer seit diesen Sonntag.
Der bayrischen CSU ist der Arsch auf Grundeis gegangen. Passend zum ersten Schneefall in diesem Jahr. Die 50 Prozent-Hürde wurde bei den Stadtrats- und Kreistagswahlen von der CSU erneut verfehlt.
Und Münchens OB-Posten bleibt weiterhin in der Hand der SPD. Mit 2/3 Mehrheit der Wähler gewählt.
„Jo, mei! Dös is der Untergang des Abendlandes!“ wird jetzt an allen bayrischen Stammtischecken gestöhnt. Und der Schuldige für dieses schlechte Abschneiden gesucht. Und dann auch gleich gefunden.
Der Raucher!
Der Raucher hat die CSU nicht gewählt!
Ist doch fast jeder zweite ein Raucher. Und bei der neuen restriktiven Anti-Rauchergesetzgebung Bayerns … Also will die CSU schnell ihr Anti-Rauchergesetzgebung kippen. Schnellstmöglch. Am besten nächste Woche schon.
Jedoch stimmt das mit den Prozentzahl der Raucher nicht so ganz. Nur 29 Prozent der Bevölkerung Deutschlands sind Raucher. Tendenz fallend. Das fand
IfD – Allensbach heraus. Die Zahl der Raucher wird erheblich überschätzt. Die Allensbacher-Studie zeigt, dass der gefühlte Raucher-Anteil bei 46 Prozent liegt, der faktische nur bei 29 Prozent.
Und vor diesen 29 Prozent – wie gesagt, Tendenz fallend – hat nun also die CSU die Hasenpanier bei deren Rauchergesetzgebung ergriffen.
Nebenbei zeigt die Studie auch noch, dass 25 Prozent der 14 – 19 Jährigen raucht.
Moment.
14 – 19 Jährigen?
Das sind ja exakt 80 Prozent Jugendkriminalität!
Rauchen ist ja bekanntlich erst ab 18 erlaubt.
Und jene 80 Prozent durften diesen Sonntag auch noch nicht mal für die Chance haben, für die CSU zu stimmen, geschweige denn überhaupt zu wählen! Das wären also 20 Prozent der Gesamtheit der Raucher Bayerns, die der CSU potentiell keine Stimme gegeben hätten können!
Möglicherweise brach angesichts solcher Zahlen der CSU der panikartige Schweiß aus. Dort will man doch bei den Landtagswahlen im September das Ziel – die „2/3 + X“-Mehrheit – im bayrischen Landtag erreichen.
Und alles soll an den Sargnägeln der 29 Prozent scheitern?
Ja, denn schließlich ist Ende September das Oktoberfest und wenn in den Bierzelten nicht geraucht werden darf, dann könnte die CSU eventuell sogar unter die 50-Prozent-Hürde im Landtag rutschen!
Unausdenklich, welche politischen Tragödien sich da anbahnen könnten!
Vordergründige Rücktritte!
Verbale Fehltritte!
Hinterfotzige Nachtritte!
Die Abspaltung Bayerns als letzte Konsequenz auf der nächsten CSU-Sitzung in Wildbad Kreuth!
Vielleicht sogar mit der nachfolgenden Errichtung einer Monarchie mit König Eddie Stoiber, dem Ersten, in Brüssel …
Hm.
So eine Konstellation hatte Bayern schon mal.
Da weilte deren König in Brüssel und die Bauern marschierten sauer und bitter frierend auf München zu und wollten beinahe unbewaffnet München einnehmen. Dem König in Brüssel waren die Bauern egal und er war ganz zufrieden, was denen später als Weihnachtsgeschenk vor den Toren Sendlings gemacht wurde. Das ganze endete in der berühmten Sendlinger Blutweihnacht.
Hirngespinste.
Das sind alles nur Hirngespinste. Denn ob mit oder ohne Rauchergesetz, am Ende wird die CSU doch die Landtagswahl gewinnen. Die Panik vor den Rauchern ist nur reine Panikmache und ein Sturm im Aschenbecher.
Freuen wir uns des Schenkelklopfens, solang wir es noch können:
Am 28. September 2008 sind die Verhältnisse wieder gerade gerückt und die CSU wird als gnadenloser Sieger aus der Wahl hervorgehen.
Und die SPD? Die wird mal wieder froh sein, über die 5-Prozent-Hürde gekommen zu sein und wieder staunende Vertreter in die CSU-Hochburg – das vom bayerischen König Maximilian II. gebaute Maximilianeum – schicken zu dürfen.
Dort darf die SPD ja noch rein.
Aber das Strausoleum am Münchener Hofgarten, das wird auf Immer und Ewig Tabuzone für die bayrische SPD bleiben.
Dem ist die CSU – unsere Patronae Bavariae – vor …
Jetzt wird es ernst! Jüdisch ernst!
ECHAD
STEIM
SCHALOSCH
So, Leute des heheren Glaubens an die eigene Potenz!
Ich habe gerade all eure Kafferlöffel verbogen.
Einfach so.
Ohne um eure Erlaubnis zu fragen.
Einfach so.
ECHAD
STEIM
SCHALOSCH
Das sagt der Geller, der urige –
„urig“ kommt von „ur“ – „ur“ wie Urzeitkrebse und wenn man es langsam spricht, kann man es auch mit einem „h“ schreiben; wie „uhr“-ig
Das sagt der Geller, der urige, immer vor seinen Publikumsbeschwörungen.
Sagt es mir jetzt nach:
ECHAD
STEIM
SCHALOSCH
Merkt ihr, wie es wirkt?
Es wirkt nicht?
Zuviel hebräisch?
Kein Problem.
Geht nicht über „Los“, zieht nicht „2000 Euro ein“ sondern geht direkt ins Übersetzerstüble vom deutschen Juden Billy Wilder (soviel Humor ist jedem Antisemiten Deutschland eh zuviel und das mag ich). Denn der hat schon längst einen Film über „ECHAD, STEIM, SCHALOSCH“ gemacht gehabt. Im Deutschen heißt das geniale Machwerk „Eins, Zwei, Drei“ („1,2,3“). Und Schlemmer ruft unisono immer noch dazu „Sitzen machen!“, während Hotte Buchholz stolz seinen Ehering – gemacht aus den Kanonen der russischen Armee von Stalingrad – in das Kamera-Objektiv reckt und das Pepsi-Girl vor Wonne zerfließt.
Sitzen machen!
Echad,
Steim,
Schalosch!
Eins, zwei, drei.
So, da dieses jetzt gesagt worden ist, empfehle ich euch direkt ins nächste Kaufhaus eures Gefallens zu gehen und neue Kaffeelöffel zu besorgen. Denn eure alten sind allesamt verbogen.
Echad,
Steim,
Schalosch!
So ist das halt.
Alles, was in der Warteschlange ist, wird verbogen.
Gerade Kaffeelöffel nur für Mentalisten!
Mentalisten aller Länder, vereinigt euch!
Echad,
Steim,
Schalosch!
Frau Werwolf meint, dass muss so sein.
Und ich frage:
Weiß wer, wann die nächste Wiederholung von Billy Wilder seinem Film „1, 2, 3“ läuft?
Edit:
Echad, staim, schalosch, arba, chamesch, schesch, scheva, schmone, teischa, eser.
Bis 10 gezählt auf Hebräisch.
In vollen Zügen: Das Experiment von Trithemius
Das Experiment bei Trithemius ist beendet. 13 Autoren haben sich beteiligt. Und die unterschiedlichen Geschichten faszinieren.
Hier findet sich der gesamte Beitrag:
Lesen lohnt sich.
Ein eigener Beitrag von mir findet sich auf der nächsten Seite.
Aber ernsthaft: ich empfehle den Link oben.
Eben weil es sich lohnt.
Hatte ich das bereits gesagt gehabt, dass es sich lohnt dort zu lesen?
Hier mein Beitrag:
Laptop, Aktentasche. Alles dabei.
Umsteigen. Wieso eigentlich? Warum gibt es keine Direktverbindung?
20 Minuten Verspätung. Aber zwischen Köln und Frankfurt in einer Stunde an allen Tieffliegern der A3 vorbei geflitzt. Das ist der technologische Fortschritt. Man ist mit Verspätung schneller dort, wo der Bugatti-Fahrer erst in einer Stunde und mit mehreren geblitzten Geschwindigkeitsüberschreitungen später eintreffen wird.Immer wenn ich von Karlsruhe nach Köln gefahren bin, dann kam ich zweimal über den Rhein. Bei jeder Rheinüberquerung habe ich meine Arme ausgestreckt. Knöllchenverdächtig. Na klar. Und mancher Autofahrer neben mir hat geschaut, als ob ich einen an der Waffel hätte. Aber das war mir egal. Der Rhein ist die Macht im Lande. Er hat so eine Kraft.
Was haben wir dem Fluss nicht schon alles zugemutet. Nach dem zweiten Weltkrieg in den fünfziger Jahren schäumte er. Bis Henkel den Schaumbremser für häusliche Waschmaschinen erfand und die Städte ihre Abwasser klärten. Da war Ciba Geigy in der Schweiz. Die haben mal ebenfalls ein wenig Chemie in den Rhein geleitet und ihn damit total geklärt. Der Fluss war biologisch tot. Kein einziger Fisch, keine Kolibakterie hatte diese chemische Keule überlebt. Trotzdem war das Baden verboten. Obwohl kein Gesundheitsamt beim Fischen nach Kolibakterien fündig geworden ist. Inzwischen hat der Rhein wieder Leben. Rhein auf, Rhein ab wird drauf geachtet, dass die Fluss-Belastung durch Menschen verringert wird.
Ich hab den Vater Rhein in seinem Bett gesehn.
Der Zug schleicht über die Deutzer Brücke. Dort auf der Seite, wo Ballauf und Schenk immer ihre Tatort-Pommes-Büdsche-Szene haben. Leere. Schade, es wird kein neuer Kölner Tatort gedreht. Es wird mal wieder Zeit für diese beiden Kommissare. War damals der Hamburger Tatort die Wolke, so belegt für mich der Kölner Tatort den Sehenswert-Platz meiner privaten Rating-Liste.
Behäbig fließt der Rhein in seinem Bett dahin. Ein Schlepper kämpft sich gegen die Strömung an.
In meinen Gedanken sehe ich mich an dem einen Ufer in den Fluss springen und auf das andere Ufer zu schwimmen und mich von der Strömung abtreiben. Vielleicht würde ich es in Köln Niehl schaffen ans andere Flussufer zu gelangen. Dort wo die FORD-Werke sind. Und dann direkt in Niehl bei dem Verwaltungsgebäude aus dem Fluss entsteigend mir dann direkt im Schulungsgebäude erklären lassend, wie man mittels eines 8-D-Berichts alle Kunden dieser Welt zufrieden stellen könnte.
FORD.
Ford wollte mit dem FOCUS das Weltauto schaffen. FORD schaffte es nicht einmal bis zum FOCUS Cabriolet. Zu schwierig gestaltete sich das Projekt: Ein FOCUS in Indien muss anderes aufweisen, als in der USA oder in der BRD. In der USA ist der FOCUS ein Studentenfahrzeug, weil es so klein ist (der SMART dagegen ist ein Floh). In Indien ist das Cockpit uninteressant, weil diejenigen, die sich einen FOCUS leisten können, sich chauffieren lassen. Da muss es hinten im Komfort stimmen. Bei uns muss es vorne stimmen, weil der Fahrer an sich permanent aufs Cockpit starrt und allen Komfort haben will. In Indien brauch der Fahrer nicht zwingend einen Air-Bag. Wir steigen nur in Fahrzeuge ohne Air-Bag ein, wenn es sich um einen echten Oldtimer handelt.Der Rhein.
Bei Hochwasser steht auch die Produktion in den FORD-Werken von Niehl. Steht und unter Wasser. Geplant wird allerdings bei FORD in sicherer Distanz zum Rhein in Merkenich. FORD Merkenich wird unter FORD-Lieferanten auch FORD merket nicht genannt. Nun ja.
Der Rhein.
Das stehen am Ende der Deutzer Brücke die beiden Reiter.Frau Lüttchen war die gute Freundin meines damaligen Vermieters in Aachen (Karl Brzeskiewisc). Die wohnte nach dem zweiten Weltkrieg 1945 auf der Scheel-Sick. Sie musste rüber auf die andere Seite. Die Brücken lagen im Rhein und die Alliierten hatten notdürftig die Deutzer Brücke geflickt. Und nun musste Frau Lüttchen zum Ballettunterricht. Und sie wollte es. Auf die andere Seite. Und der Weg führte über die Brücke. Einspurig. Sie wartete den nächsten Zug ab und ging dann über die beiden Gleisschienen balancierend auf die andere Seite. Hoch über den Fluten des Rheins. Ein wenig Angst hatte sie schon. Aber es war nicht wirklich gefährlich. Die Schwellen zwischen den Gleisen erleichterten das ganze. Und so überwand sie die Strecke jedesmal.
Bis auf eines Mal. Ihr blieben noch 20 Meter, als plötzlich hinter ihr die Schienen vibrierten. Ihr überlief es eiskalt. Ein Zug war hinter ihr sich am Annähern. Sie versuchte schneller zu gehen und zu balancieren. Sie schaffte es schließlich bis auf Höhe des Ufers und sprang in die Uferböschung hinab. Sie lag unten im Dreck und über ihr fuhr der Zug vorbei. Geschafft. Verletzt aber lebend. Jene Ballettstunde musste sie ausfallen lassen, aber sie war jenes Mal nicht böse darum. Sie musste jedenfalls nicht in den Rhein springen. Zu viele sind schon in den Fluten gesprungen und abgetrieben und nicht mehr lebend heraus gekommen.Also doch nicht schwimmen. Ich wische mir die Idee weg. Nein, das muss nicht sein. Ich stehe in gebückter Haltung und starre den Rhein entlang, den braunen Fluten. Trübe ist das Wetter und die Touristenschiffe liegen schaukelnd vereinsamt am Ufer. Der Kölner Dom schiebt sich mir majestätisch in den Blickwinkel. Der Reiter der Brücke. War das nicht derjenige, der half den Dom zu vollenden. Jenes Bauwerk, welches fast über 500 Jahre Bauzeit verschlang?
Der Dom, er steht da so majestätisch. Es ist die einzige Sehenswürdigkeit einer Stadt, die einzig und allein von deren Bewohner und deren Flair lebt. Köln, das ist die Stadt des Lebens. Keine andere Stadt hat diese Power.
Mein Handy geht los. Jemand versucht mich zu erreichen. Ich lasse es schellen. Mir doch egal.
Ich beschließe den Anschlusszug zu verpassen. Die Bahn hat eh Verspätung. Und statt dessen in den Dom zu gehen und dann zum Früh Kölsch um die Ecke. Ein zwei Kölsch werde ich mir genehmigen.
Eine Frau hinter mir rempelt mich an und bohrt mir ihren Koffer in den Rücken.
Das Stahlskelett des Kölner Hauptbahnhofs schiebt sich vor dem Dom.
Gesichter ziehen draußen am Fenster vorüber.
Unzufriedene Gesichter, denn der Zug hat Verspätung.
Mir egal. Ich mach jetzt Pause.
Ich schiebe mich aus dem Zug raus und remple ein paar Ungeduldige an der Tür. Das muss sein. Das gehört inzwischen zur DB-Mentalität. Rempeln und nicht entschuldigen. Soweit habe ich gelernt.
Laptop, Aktentasche. Alles dabei.
Ich schlängle mich aus dem Bahnhofgewusel raus.
Ziel Domplatte.
Kölsch hier bin ich. Hier darf ich leben …
