Jetzt wird es ernst! Jüdisch ernst!

ECHAD

STEIM

SCHALOSCH

So, Leute des heheren Glaubens an die eigene Potenz!
Ich habe gerade all eure Kafferlöffel verbogen.
Einfach so.
Ohne um eure Erlaubnis zu fragen.
Einfach so.

ECHAD

STEIM

SCHALOSCH

Das sagt der Geller, der urige –
„urig“ kommt von „ur“ – „ur“ wie Urzeitkrebse und wenn man es langsam spricht, kann man es auch mit einem „h“ schreiben; wie „uhr“-ig

Das sagt der Geller, der urige, immer vor seinen Publikumsbeschwörungen.

Sagt es mir jetzt nach:

ECHAD

STEIM

SCHALOSCH

Merkt ihr, wie es wirkt?
Es wirkt nicht?
Zuviel hebräisch?

Kein Problem.
Geht nicht über „Los“, zieht nicht „2000 Euro ein“ sondern geht direkt ins Übersetzerstüble vom deutschen Juden Billy Wilder (soviel Humor ist jedem Antisemiten Deutschland eh zuviel und das mag ich). Denn der hat schon längst einen Film über „ECHAD, STEIM, SCHALOSCH“ gemacht gehabt. Im Deutschen heißt das geniale Machwerk „Eins, Zwei, Drei“ („1,2,3“). Und Schlemmer ruft unisono immer noch dazu „Sitzen machen!“, während Hotte Buchholz stolz seinen Ehering – gemacht aus den Kanonen der russischen Armee von Stalingrad – in das Kamera-Objektiv reckt und das Pepsi-Girl vor Wonne zerfließt.

Sitzen machen!

Echad,
Steim,
Schalosch!

Eins, zwei, drei.

So, da dieses jetzt gesagt worden ist, empfehle ich euch direkt ins nächste Kaufhaus eures Gefallens zu gehen und neue Kaffeelöffel zu besorgen. Denn eure alten sind allesamt verbogen.

Echad,
Steim,
Schalosch!

So ist das halt.
Alles, was in der Warteschlange ist, wird verbogen.
Gerade Kaffeelöffel nur für Mentalisten!
Mentalisten aller Länder, vereinigt euch!

Echad,
Steim,
Schalosch!

Frau Werwolf meint, dass muss so sein.

Und ich frage:
Weiß wer, wann die nächste Wiederholung von Billy Wilder seinem Film „1, 2, 3“ läuft?

Edit:
Echad, staim, schalosch, arba, chamesch, schesch, scheva, schmone, teischa, eser.
Bis 10 gezählt auf Hebräisch.

In vollen Zügen: Das Experiment von Trithemius

Das Experiment bei Trithemius ist beendet. 13 Autoren haben sich beteiligt. Und die unterschiedlichen Geschichten faszinieren.
Hier findet sich der gesamte Beitrag:

Link

Lesen lohnt sich.
Ein eigener Beitrag von mir findet sich auf der nächsten Seite.
Aber ernsthaft: ich empfehle den Link oben.
Eben weil es sich lohnt.

Hatte ich das bereits gesagt gehabt, dass es sich lohnt dort zu lesen?

Hier mein Beitrag:

Laptop, Aktentasche. Alles dabei.
Umsteigen. Wieso eigentlich? Warum gibt es keine Direktverbindung?
20 Minuten Verspätung. Aber zwischen Köln und Frankfurt in einer Stunde an allen Tieffliegern der A3 vorbei geflitzt. Das ist der technologische Fortschritt. Man ist mit Verspätung schneller dort, wo der Bugatti-Fahrer erst in einer Stunde und mit mehreren geblitzten Geschwindigkeitsüberschreitungen später eintreffen wird.

Immer wenn ich von Karlsruhe nach Köln gefahren bin, dann kam ich zweimal über den Rhein. Bei jeder Rheinüberquerung habe ich meine Arme ausgestreckt. Knöllchenverdächtig. Na klar. Und mancher Autofahrer neben mir hat geschaut, als ob ich einen an der Waffel hätte. Aber das war mir egal. Der Rhein ist die Macht im Lande. Er hat so eine Kraft.

Was haben wir dem Fluss nicht schon alles zugemutet. Nach dem zweiten Weltkrieg in den fünfziger Jahren schäumte er. Bis Henkel den Schaumbremser für häusliche Waschmaschinen erfand und die Städte ihre Abwasser klärten. Da war Ciba Geigy in der Schweiz. Die haben mal ebenfalls ein wenig Chemie in den Rhein geleitet und ihn damit total geklärt. Der Fluss war biologisch tot. Kein einziger Fisch, keine Kolibakterie hatte diese chemische Keule überlebt. Trotzdem war das Baden verboten. Obwohl kein Gesundheitsamt beim Fischen nach Kolibakterien fündig geworden ist. Inzwischen hat der Rhein wieder Leben. Rhein auf, Rhein ab wird drauf geachtet, dass die Fluss-Belastung durch Menschen verringert wird.

Ich hab den Vater Rhein in seinem Bett gesehn.

Der Zug schleicht über die Deutzer Brücke. Dort auf der Seite, wo Ballauf und Schenk immer ihre Tatort-Pommes-Büdsche-Szene haben. Leere. Schade, es wird kein neuer Kölner Tatort gedreht. Es wird mal wieder Zeit für diese beiden Kommissare. War damals der Hamburger Tatort die Wolke, so belegt für mich der Kölner Tatort den Sehenswert-Platz meiner privaten Rating-Liste.

Behäbig fließt der Rhein in seinem Bett dahin. Ein Schlepper kämpft sich gegen die Strömung an.

In meinen Gedanken sehe ich mich an dem einen Ufer in den Fluss springen und auf das andere Ufer zu schwimmen und mich von der Strömung abtreiben. Vielleicht würde ich es in Köln Niehl schaffen ans andere Flussufer zu gelangen. Dort wo die FORD-Werke sind. Und dann direkt in Niehl bei dem Verwaltungsgebäude aus dem Fluss entsteigend mir dann direkt im Schulungsgebäude erklären lassend, wie man mittels eines 8-D-Berichts alle Kunden dieser Welt zufrieden stellen könnte.
FORD.
Ford wollte mit dem FOCUS das Weltauto schaffen. FORD schaffte es nicht einmal bis zum FOCUS Cabriolet. Zu schwierig gestaltete sich das Projekt: Ein FOCUS in Indien muss anderes aufweisen, als in der USA oder in der BRD. In der USA ist der FOCUS ein Studentenfahrzeug, weil es so klein ist (der SMART dagegen ist ein Floh). In Indien ist das Cockpit uninteressant, weil diejenigen, die sich einen FOCUS leisten können, sich chauffieren lassen. Da muss es hinten im Komfort stimmen. Bei uns muss es vorne stimmen, weil der Fahrer an sich permanent aufs Cockpit starrt und allen Komfort haben will. In Indien brauch der Fahrer nicht zwingend einen Air-Bag. Wir steigen nur in Fahrzeuge ohne Air-Bag ein, wenn es sich um einen echten Oldtimer handelt.

Der Rhein.

Bei Hochwasser steht auch die Produktion in den FORD-Werken von Niehl. Steht und unter Wasser. Geplant wird allerdings bei FORD in sicherer Distanz zum Rhein in Merkenich. FORD Merkenich wird unter FORD-Lieferanten auch „FORD merket nicht“ genannt. Nun ja.

Der Rhein.
Das stehen am Ende der Deutzer Brücke die beiden Reiter.

Frau Lüttchen war die gute Freundin meines damaligen Vermieters in Aachen (Karl Brzeskiewisc). Die wohnte nach dem zweiten Weltkrieg 1945 auf der Scheel-Sick. Sie musste rüber auf die andere Seite. Die Brücken lagen im Rhein und die Alliierten hatten notdürftig die Deutzer Brücke geflickt. Und nun musste Frau Lüttchen zum Ballettunterricht. Und sie wollte es. Auf die andere Seite. Und der Weg führte über die Brücke. Einspurig. Sie wartete den nächsten Zug ab und ging dann über die beiden Gleisschienen balancierend auf die andere Seite. Hoch über den Fluten des Rheins. Ein wenig Angst hatte sie schon. Aber es war nicht wirklich gefährlich. Die Schwellen zwischen den Gleisen erleichterten das ganze. Und so überwand sie die Strecke jedesmal.
Bis auf eines Mal. Ihr blieben noch 20 Meter, als plötzlich hinter ihr die Schienen vibrierten. Ihr überlief es eiskalt. Ein Zug war hinter ihr sich am Annähern. Sie versuchte schneller zu gehen und zu balancieren. Sie schaffte es schließlich bis auf Höhe des Ufers und sprang in die Uferböschung hinab. Sie lag unten im Dreck und über ihr fuhr der Zug vorbei. Geschafft. Verletzt aber lebend. Jene Ballettstunde musste sie ausfallen lassen, aber sie war jenes Mal nicht böse darum. Sie musste jedenfalls nicht in den Rhein springen. Zu viele sind schon in den Fluten gesprungen und abgetrieben und nicht mehr lebend heraus gekommen.

Also doch nicht schwimmen. Ich wische mir die Idee weg. Nein, das muss nicht sein. Ich stehe in gebückter Haltung und starre den Rhein entlang, den braunen Fluten. Trübe ist das Wetter und die Touristenschiffe liegen schaukelnd vereinsamt am Ufer. Der Kölner Dom schiebt sich mir majestätisch in den Blickwinkel. Der Reiter der Brücke. War das nicht derjenige, der half den Dom zu vollenden. Jenes Bauwerk, welches fast über 500 Jahre Bauzeit verschlang?

Der Dom, er steht da so majestätisch. Es ist die einzige Sehenswürdigkeit einer Stadt, die einzig und allein von deren Bewohner und deren Flair lebt. Köln, das ist die Stadt des Lebens. Keine andere Stadt hat diese Power.

Mein Handy geht los. Jemand versucht mich zu erreichen. Ich lasse es schellen. Mir doch egal.
Ich beschließe den Anschlusszug zu verpassen. Die Bahn hat eh Verspätung. Und statt dessen in den Dom zu gehen und dann zum „Früh Kölsch“ um die Ecke. Ein zwei Kölsch werde ich mir genehmigen.
Eine Frau hinter mir rempelt mich an und bohrt mir ihren Koffer in den Rücken.
Das Stahlskelett des Kölner Hauptbahnhofs schiebt sich vor dem Dom.
Gesichter ziehen draußen am Fenster vorüber.
Unzufriedene Gesichter, denn der Zug hat Verspätung.
Mir egal. Ich mach jetzt Pause.
Ich schiebe mich aus dem Zug raus und remple ein paar Ungeduldige an der Tür. Das muss sein. Das gehört inzwischen zur DB-Mentalität. Rempeln und nicht entschuldigen. Soweit habe ich gelernt.
Laptop, Aktentasche. Alles dabei.
Ich schlängle mich aus dem Bahnhofgewusel raus.
Ziel Domplatte.
Kölsch hier bin ich. Hier darf ich leben …

Schreibgedanken

„Mach das Licht aus! Es ist schon elf! Du musst morgen um sechs raus!“

Warum müssen Mütter immer so sein?

„Ich schlaf doch schon.“

So irreal können nur Söhne bei vollem Bewußtsein antworten.

„Und was hast du da unter der Bettdecke? Zeig her!“

Nein, es war keine PSP. Und die Frage war doch genauso link wie meine Antwort zuvor. Da wärmte sich Old Shatterhand unter meiner Bettdecke. Was denn sonst?

„Du sollst schlafen! Lesen kannste noch, wenn du in Rente gehst. Morgen biste wieder knatschig.“

Knatschig war ich jetzt schon. Da war ich doch gerade an der Stelle, wo Old Shatterhand – das alte Greenhorn, wenn ich mich nicht irre, hi, hi, hi, hi – den Indianer zwang jedes einzelne Grashalm so aufzurichten, dass die anderen Rothäute nicht die Spuren lesen konnten, dass Old Shatterhand heimlich ihnen zugehorcht hatte …

„Jetzt schlaf aber, okay.“
„Okay, Mama.“

Das Licht ging aus und ich spielte toter Mann. Das hatte ich aus dem Buch von Old Shatterhand gelernt. Immer besser ein wenig länger toter Mann spielen, denn man weiß nie, ob die Indianer nicht doch noch mal schauen kämen.
Und sie kamen.
Die Tür ging schnell auf und Mama schaute rein. Aber das Bleichgesicht schlief schon. Zumindest tat es so. Erfolgreich. Hätte sie gelesen, was er gelesen hatte, dann wäre sie auf lauten Sohlen nach unten gegangen und hätte sich nachher einfach an geschlichen, rumms die Tür auf und mich erwischt. Aber so. …
Fünf Minuten warten mussten schon sein und dann hatte ich die Nachttischlampe wieder angemacht. Die Seitenzahl, die ich mir in der Zwischenzeit wie ein Mantra vorgesagt hatte, war gleich gefunden.
Wo war die richtige Zeile?
Da!

Rumms!
„Hatte ich dir nicht gesagt, du sollst aufhören zu lesen?!?“

Mist. Da stand sie wieder in der Tür. Sie hatte wohl doch schon vorher das gleiche Karl-May-Band gelesen.

„Nur noch das Kapitel!“

Ich hatte vor lauter Spannung Raum und Zeit vergessen und bin in das Buch eingetaucht gewesen.

„Nein!“
„Bitte! Nur noch das Kapitel!“
„Es ist schon Mitternacht!“
„Ich bin auch in fünf Minuten fertig.“
„Nein!“
„Bitte!“
„Nein! Du musst morgen zur Schule.“
„Bitte! Ich verspreche es.“
„Hm.“

Es schloss sich die Tür. Ich las wirklich bis zum Kapitelende und danach war Schlafen angesagt. Obwohl es trotzdem so spannend war.
Es waren nicht nur Karl-May-Bücher. Zuvor waren es „Burg Schreckenstein“ und später dann Wälzer wie „Quo vadis“ oder „Der Pate“. Letztere graste ich innerhalb einer Woche ab. Immer wenn ich Zeit hatte und dann bis mitternachts.
Nur einmal hatte ich meine Mutter und mein Vater gnadenlos angelogen. Als ich mit dem Buch fertig war, zeigte der Zeiger auf halb vier. Um neun Uhr hatte ich begonnen und knappe sechs Stunden später war ich mit dem Buch fertig.
Ich versuch mich zu erinnern, welches Buch es gewesen sein konnte. Ich glaube, es war das von Richard Bach „Illusionen“.
Am nächsten Tag nach der Schule kaufte ich mir ein DIN A4 Heft und fing an zu schreiben.
Nicht wirklich großartiges. Nicht wirklich weltbewegendes. Schülerhaftes eben.
Mit einem Tintenfüller, den ich mir zum Heft dazu gekauft hatte, obwohl ich normalerweise nur mit Kugelschreiber schrieb.
Und ich gestehe, es war nicht nur der Tintenfüller mit Patronen, den ich zum Heft kaufte. Es war auch das Eingeständnis des Irrens, welches ich ebenfalls kaufte. Den Tintenkiller.

„Was schreibst du da?“

Wollte mein Vater wissen.

„Och, nur ein paar Gedanken.“
„Darf ich das nicht lesen? Oder warum verbirgst du das Heft vor mir?“
„Es ist noch nicht fertig.“
„Oder darf ich das nicht lesen?“

Sein Ton war drohend. Als ob er bedrohliches in meinem Heft vermutet hätte.

„Nein, es ist nichts.“
„Dann kannst du es mir zeigen.“

Widerwillig, aber widerwortelos gab ich ihm das Heft. Was ich geschrieben hatte, war ins Unreine gedacht. Nichts literarisches. Nicht wirklich was für die Vor-,Mit- und Nachwelt. Eher peinliches als lobenswertes.
Er blickte ins Heft und las. Zusehends verwirrter arbeitete er sich durch mein unreines Geschreibsel. Er verstand alles, aber zugleich verstand er nichts.

„Aha. Das hast du also geschrieben?“
„Ja.“
„Hm.“

Er gab mir das Heft zurück und blickte mich nicht an. Es war ihm, als hätte er etwas getan, was er nicht hätte tun dürfen. Es war ihm peinlich, mein seltsames Geschreibsel gelesen zu haben.

„Hm.“

Ich blickte unsicher nochmals in mein Heft und ging wieder auf mein Zimmer, während er sich „heute“ anschaute.
Das Heft habe ich nicht mehr weiter beschrieben. Einstweilen nicht.

Dafür hatte ich ein anderes Buch auf meinem Nachttisch liegen. Es sollte zur heftigsten Herausforderung für mich werden. Herman Hesses „Steppenwolf“. Fünfmal setzte ich in meinem Leben an. Beim ersten Mal versagte ich nach der Hälfte des Buches. Beim zweiten Mal kam ich erneut nicht weiter. Beim dritten Mal zwang ich mich bis zum Ende. Als ich die letzte Seite nach einer Woche erreicht hatte, las ich das Buch nochmals in der gleichen Nacht von Anfang bis Ende. Das fünfte Mal las ich es in portugiesisch.

Ich lag also wieder mit dem Buch unter meiner Nachttischlampe.
Und wie üblich ging die Tür auf.

„Jetzt mach aber das Licht aus! Es ist fasst Mitternacht! Wann hast du deine erste Stunde?“
„Um acht.“
„Dann musst du um sechs raus. Und nicht wieder wie üblich trämpen! Du nimmst den Bus!“
„Ja, Mama.“
„Also Licht aus.“
„Nur noch bis zum Kapitelende.“
„Licht aus!“
„Ja, Mama.“
„Sag ‚Nein, Mama‘ und mach das Licht aus!“
„Nein, … äh, ja …“

Sie hatte gewonnen.
Old Shatterhand war müde vom Gräser aufrichten, um Spuren zu verwischen.
Die Frage „Quo vadis“ war auch bereits beantwortet.
Und auch Steppenwölfe müssen mal schlafen …

Veröffentlicht unter Privat

Vorbildfunktion

Ackermann hat sich geräuspert und ein Boulevard-Blatt sich nicht entblödet, es als zweiten Aufmacher zu verwenden:

„Top Manager müssen wieder Vorbild sein.“

Das meint Ackermann, der Anfang 2005 bei einem neuen Rekordergebnis der Deutschen Bank gleichzeitig einen Abbau von 6.000 Arbeitsplätzen ankündigte. Die WestLB-Arbeitsplätze waren freilich damals noch nicht in jener Kalkulation.

Top-Manager als Vorbilder.

Ich habe mich gerade in meiner Umgebung umgeschaut und darüber nachgedacht, wen ich entlassen könnte. Dumm, dass ich niemanden unter mir habe. Zum Entlassen. Um Vorbildfunktionen ausüben zu können. Um in Ackermanns Fußstapfen trampeln zu können.

Das Ackermann-Prinzip als moralisches Vorbild?
Für 600 Kunden und vier Millionen Euro Kosten ein Rolling Stones Konzert organisieren?
Weitere 3,2 Millionen hat Ackermann wegen seiner unrühmlichen Rolle in der feindlichen Übernahme von Mannesmann von Gerichtswegen zahlen müssen. Bei der Übernahme wurden bei Mannesmann auch wieder einige arbeitslos. Aber das hat Ackermann noch jener Esser bezahlt. bezahlt haben andere für deren Prämien mit ihrem Job.
Noch immer steht Ackermanns Satz im Raume

„Dies ist das einzige Land, in dem diejenigen, die Erfolg haben und Werte schaffen, deswegen vor Gericht gestellt werden.“

Top Manager als Vorbilder.

Aber klar doch!
Wenn man uns auch solche Gehälter bezahlt!
Mit Ackermann hat der zweithöchst bezahlte Top Manager Deutschlands gesprochen.
Jetzt warten wir noch auf den Porsche-Westfalen Wendelin Wiedeking. Aber der redet nicht viel, sondern macht von sich reden, indem er VW übernahmereif schießt. Dann wird auch dort moralisch verschlankt. Im Sinne einer Vorbildfunktion.

Top Manager als unsere Vorbilder?
Moral heisst im lateinischen „mos“ (im plural „mores“).
Und jeder weiss „Ohne Mos nix los“.
Und wer richtig Mos macht, der hat eben viele Scheine in der Tasche.
Und lebt in einer Schein-Gesellschaft.
Einer Mos-Gesellschaft.
Moralisch halt.
Ohne Moos nix los und Moral von unseren Top Mangern für alle.
Vorbildlich.

Nur weil Ackermanns Kollege im Geiste Klaus Zumwinkel wegen Steuerhinterziehung eingebuchtet wurde, redet der Ackermann in einem Blatt mit wenig Vorbildlicher Berichterstattung jetzt über Vorbildlichkeiten. Den Diekmann vom Blatt dürfte er dabei wohl nicht gemeint haben.

Schaun mer mal, wen die Steuerbehörde in den nächsten Tagen aufgabelt. Dann reden wir weiter über Vorbildfunktionen …

Katsching!

Mika.
Rauf und runter.
Von rechts nach links.
Von hinten nach vorne aber nicht.
Dafür von vorne nach hinten.
Bis mir das Lied aus den Ohren heraus kommt.
Mein Soundtrack für den heutigen Tag.
Danke allen Mail-Schreibern und Kommentatoren.

Katsching!

Quelle

Dopppelt gesprengt …

… hält besser.
Deshalb wurde in München das ehemalige AGFA-Hochhaus (52 m) und in Dortmund das Volkswohl-Bund-Hochhaus (61 m) gesprengt.
Beide am gleichen Tag.
Beide unter strahlend blauem Himmel.
Beide sind vor vielen Schaulustigen zusammengekracht.
Und beide sind jetzt nur noch Schutt und Asche.

In Dortmund verlief die Sprengung im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“. Dortmund kann sich jetzt mehr Chancen ausrechnen. Toi, toi, toi.

Im Falle vom AGFA- Hochhaus bleibt nur noch die süßsaure Bemerkung der Chronistenpflicht:
So unterhaltsam können Schlusspunkte einer Insolvenz sein …

Ich hatte vor mehr als 20 Jahren im AGFA-Hochhaus mein Industrie-Praktikum gemacht.
That’s all folks.

Kinokurzbeurteilung: Rambo Teil 4

Wie immer die brennend heißen Fragen:

Wie gut ist der neue Rambo?
Wie lange dauert es, bis der erste stirbt?
Wieviel Tote pro Minute?
Wieviel Sex?

Hier die eiskalten Antworten:

Rambo-Statistik
Quelle: http://www.geekstir.com

Na, dann.

Das Neuste von heute: Arbeitsverweigerer

Während die eine Zeitung ihre Kampagne weiter führt, erreicht ein anderer Mensch auf einem Hochstand seinen Tiefstand im Leben und gibt der Blöd-Kampagne ganz neue Aspekte.
Vorauseilender Gehorsam?
Oder super Zufall?

Fastenzeit

Veröffentlicht unter Privat

Dumme Arbeiter, schlaue Journalisten

Na also. Die Zeitung mit den vier blöd-roten Buchstaben hat wieder eine neue Serie eröffnet.

„Wer arbeitet, ist der Dumme“ titelte sie gestern.

Hört sich an wie „Der Ehrliche ist der Dumme“.

Aber im Zeitalter von WestLB, Nokia und IKB ist es nicht gerade opportun über Ehrlichkeit zu sprechen. Wenn woanders aufgrund der Fehlern von Sprücheklopfern, Windeiern und anderen Ahnungsbefreiten die Ehrlichkeit mit dem Bade ausgeschüttet wurde. Dem Bade, in dem diese vorher ihre eigenen Hände in Unschuld gewaschen hatten, dann ist es unklug solch traditionelle Weisheitssprüche zu klopfen. Auf Holz klopfen soll zwar Glück bringen. Nur manchmal dröhnt dann doch der eigene Schädel, wenn mal wieder zu heftig auf dem Brett vor dem eigenen Kopf geklopft wurde.

Und als Zeitung für den niederen Instinkt ist der eigene Kopf generell zu hoch, um sich dauernd auf die eigene Holzbirne zu klopfen. Also wird generell das Bauchgefühl angesprochen. Am besten mit einem gezielten Schlag in Höhe der Magengrube. Entweder geht einem dann der Bauchinhalt nochmal durch den eigenen Kopf oder aber es passiert das, was immer passiert, wenn in übler Laune am Stammtisch zuviel Bier genossen wurde: Diarrhoe am Tag danach.

Statt des Ehrlichen sei jetzt der Arbeitende der Dumme.

Und heute dann die ver-Media-Markt-isierung mit dem Aufmacher:

„Arbeiten? Ich bin doch nicht blöd!“

So weit, so gut.

Die ersten Reaktionen gab es schon.

So sprach der bekannte Lehmann: „Das war’s, jetzt soll das ein anderer machen“

Nein, nicht der Torhüter Jens ist gemeint (zum Leidwesen aller Lehmann-Hasser) sondern der Kardinal Karl (zum Frohwesen aller Lehmann-Hasser).

Oder der Garlich, jener Unicef Dietrich, der ebenfalls aufhörte zu arbeiten, um die Verantwortung für Vertrauensschäden zu übernehmen. Nach Informationen gut unterrichteter Kreise soll er zuvor auch noch die süße Arbeitslast des Veruntreuens von Spendengelder übernommen haben. Aber das steht jetzt auf einem anderen Blatt geschrieben. Dem Blatt der Ermittler …

Der Meyer Hans ist auch schon von seinem Trainerposten beim FC Nürnberg zurück getreten. Gut, der Vorstand hat aktiv nachgeholfen und somit intellektuelle Nachhilfestunden dem Meyer angedeihen lassen.

Berti Vogts dagegen weigert sich noch als Nationaltrainer Nigerias aufzuhören und ebenfalls nicht zu arbeiten. Aber auch hier wird es wohl bald Anti-Blödheit-Schulungsmaßnahmen vom nigerianischen Fußballverband speziell für Bööööörti Vogts geben.
Dummheit schützt vor Aufschlauen nicht.

Erstaunlich, was so ein paar gezielt platzierte Titelschlagzeilen doch bewirken können. Ab nächster Woche werden wohl die Schlangen vor dem Arbeitsamt wieder länger und die Arbeitslosenzahlen ins wilde Kraut schießen.

Oh du süße Last des Schlange-Stehens!

Arbeiten? Ich bin doch nicht blöd!

Will heißen: geistig Unterbemittelte arbeiten, die Klugen unter uns arbeiten nicht.

Das ist fast so schön wie „Dummheit frisst, Intelligenz säuft“.

Womit auch klar wird, dass arbeitslose Straßenpenner mit der 5-Liter-Flasche italienischer Bauerntrunk einfach die Intelligenzia Deutschlands präsentieren, weil sie strategisch geplant sich in deren eigenes Grab saufen. 100 % Zielerfüllung über rentenneutrales Ableben. Und als vereinbarte Incentive gibt es dann auch kein Sterbegeld mehr.

Und damit wird es seit heute jedem Menschen recht klar sein:

Bei der Vier-Buchstaben-Zeitung gibt es keine intelligente (also „keine nicht blöden“) Journalisten. Denn dann hätte die heutige Ausgabe des Blattes nicht erscheinen dürfen. Weil intelligente Menschen ständen schon seit heute morgen mit Antragsbögen auf Hartz IV an irgendwelchen Schaltern des deutschen Behördentums.

Aber die Realität ist härter. Jene exquisite Journalistenschar arbeitet auch noch weiterhin für die BLÖD-Zeitung, weil sie deren eigene Aufmacher nicht verstehen.

Ist das nicht blöd, ne?

Ach ja. Nebenbei: Ich selber bin auch blöd.

Mit vollem Vorsatz und ich fühl mich gut dabei.

Genau!

No brain, no pain.

Da bin ich vollkommen schmerzfrei.

Und blöd.

Weil ich arbeite.

Seelig sind die geistig Armen, denn meiner ist jetzt auch das Himmelreich.
Reich ins Heim mit Arbeit.

Und darauf jetzt ein satt dahin gerotztes:

„Mahlzeit!“

Veröffentlicht unter Privat

Virtueller Ice-Cubismus

Eine 3D-Spielerei.
Einfach mal so.
Mit einer Stunde Renderzeit.
Eiswürfel
Eiskalter trockener Kommentar meines „El Cheffes“:
„Na? Zuviel Zeit am Wochenende gehabt, oder?“

Linux, sex me up!

So ein Mist.

Ich habe es gewusst.

Das war doch mal wieder total ganz klar.

Am Arbeitsplatz hatte ich meine Arbeitskollegin am ersten Tag mit sabbernd lüsternden Blick gemustert und nur einen gelangweilt angewiderten Blick als Quittung bekommen. Mir war dann klar, die Frau ist weder graue Maus noch sonst wie irgendwie sexy.
Meine damalige Chefin fand ich erotisch genau so prickelnd wie den Papst als Unterhosen-Model.
Und dann noch die vom Büro nebenan mit ihrem ausladendem Dekolleté, Körbchengröße 75D.
Völlig unerotisch.
Völlig uninteressant.
Nicht die Bohne.

Und wieso?

Jetzt weiß ich es.
Denn ich hatte mich vorhin auf der britischen „www.lovehoney.co.uk“-Seite verirrt. Einem Internet-Sex-Shop.
Nein, nein! Nicht dass ihr jetzt denkt, ich kaufe Sex-Spielzeug-Sachen übers Internet oder surfe in meiner Nicht-Blog.de-Zeit nur auf solche Seiten. Das ist doch Quatsch. Das ist doch Rufmord. Alles üble Nachrede. Pfui, wer solche Gedanken hat. Ich doch nicht. Ich bin doch nicht so einer. Überhaupt nicht. Da pinkle ich doch eher Weihwasser, als dass ich mir nackte Frauen und Dildos und Sexpuppen …

Nun da das jetzt mal geklärt ist …

Während ich also unschuldig wie die unbekleidete Nacht über die Seiten von LoveHoney.co.uk stolperte, fand ich die Erklärung meiner Lustlosigkeit am Arbeitsplatz. Warum ich am Arbeitsplatz nie den ewig weiblichen Rockzipfeln hinterher jage. Warum ich als Mann nicht alles jage, was nicht bei Drei sofort auf den Bäumen ist. Warum es mich stattdessen selber auf die Baum-Alternative, jene berühmt berüchtigte Palme, bringt, die dort eh nicht abgewedelt wird, wenn ich an Erotik am Arbeitsplatz denke.

Des Rätsels Lösung?
Ich arbeite dort am PC mit dem Microsoft PC-Betreibssystem „Windows“.

LoveHoney.co.uk hat festgestellt, dass zwar knappe 94 Prozent ihrer Besucher mit „Windows“ im Hintergrund auf ihre Seiten zugreifen und bei einem Besuch 9,61 Seiten pro Besuch abgrasen. Aber sie verweilen auf jeder Seite nur knappe 5 Minuten und 16 Sekunden (macht insgesamt eine durchschnittliche Besuchszeit von 50 Minuten und 37 Minuten) und kaufen nur für knappe 35,90 britische Pfund ein (macht 42,56 Pfund pro Stunde).

Wie sieht es jetzt bei Macintosh-Benutzer aus?
Knappe 5% der Besucher hatten dieses Betreibsystem installiert und besuchen weniger Seiten pro Besuch. Nämlich 8,36 Seiten pro Besuch. Dafür studieren diese aber durchschnittlich jede Seite 5 Minuten und 56 Sekunden. Das macht eine durchschnittliche Besuchszeit von 49 Minuten und 36 Sekunden, was kürzer ist als bei „Windows“. Dafür geben aber Macintosh mit 40,38 britische Pfund mehr als die „Windows“-Benutzer aus. Mit 48,38 Pfund pro Stunde sind Macintosh-Nutzer also freigiebiger als die geizigen Windows-Surfer.

Und jetzt zu der Linux-Gemeinde.
Erstens surft nur eine Minderheit von 0,67 % (ein Nutzer von 150 Nutzern) auf solchen Sex-Shop-Seiten herum und schaut sich durchschnittlich nur 7,76 Seiten pro Besuch in jenem Sex-Shop an. Und das auch nur für knappe 5 Minuten und 16 Sekunden (zwei Sekunden länger als Windows-Nutzer). Während der durchschnittlichen Besuchszeit von 40 Minuten und 52 Sekunden geben die Linux-User dafür durchschnittlich 48,55 britische Pfund in jenem Sex-Shop aus. Das sind 71,28 Pfund pro Stunde.

Was sagt uns das?

Nun, Windows-Nutzer sind erstens geiziger und überhaupt nicht zielorientiert. Sie verlieren viel Zeit, weil sie nicht wissen, was sie wollen.
Macintosh-Nutzer dagegen sind ein wenig zielgerichteter. Sie sind im Vergleich zu Windows-Nutzers durchschnittlich eine Minute schneller im Internet. Ob das jetzt mit Intelligenz und Auffassungsgabe zu tun hat oder gar mit der Geschwindigkeit des jeweiligen Betreibsystems, das geht jetzt nicht aus den Zahlen hervor.
Aber dass trotz einer Minute weniger Macintosh-Nutzer für knappe 4 Pfund mehr eingekauft haben als Windows Nutzer, dass lässt doch aufhorchen. Das sind pro Stunde knappe 6 Pfund Wirtschaftsankurbelung mehr als Windows-Nutzer. Satte 13,7 % mehr stündliche Wirtschaftsförderung als von Windows-Nutzern. Mit einer Minute weniger die Wirtschaft stärker anzukurbeln, das sollten sich manche Wirtschaftsnörgler durch den Kopf gehen lassen.

Aber jetzt kommt es erst:
Linux-Nutzer brauchen zehn Minuten weniger und geben aber über 13 Pfund mehr als Windows-Nutzer aus. Immerhin 8 Pfund mehr als Macintosh-Nutzer. Linux-Nutzer sagt das nichts neues. Schließlich haben sie mehr Geld zur Verfügung, weil deren Betreibssystem kostenlos ist.
Über die stündliche Wirtschaftsförderung der Linux-Nutzern lässt sich dann nur noch mit hören und stauen berechnen, dass da ein Mehrwert für die Wirtschaft von zusätzlich 67,5 % im Vergleich zu Windows-Nutzern entsteht.

67,5 % zusätzliche Wirtschaftsförderung erbracht von 1 aus 150 PC Nutzern!
Wenn das mal nicht Potential für Produktivitätssteigerungen aufzeigt …

Und zusätzlich macht die Statistik der LoveHoney.co.uk-Seite eines klar:
Linux-Nutzer wissen sie wollen: Wenig Zeit am PC verbringen und dafür ihr Sex-Vergnügen maximieren. Sie vergeuden nicht soviel Zeit mit Internet, sondern kommen im realen Leben lieber eher zur Sache und haben dann dafür auch mehr Zeit.
Besondere jenen Sex-Shop-Einkäufern mit Linux auf dem Rechner ist wohl zu bescheinigen, dass sie sexuell aktiver sind und somit eindeutig attraktiver sind. Sie verbringen weniger Zeit vor dem PC und mehr dafür mehr woanders: im Bett oder sonstwo, wo das Vergnügen Vergnügen bereitet. Linux-Nutzer sind effektiver und effizienter in Sachen Sex.

Linux macht halt sexy …
Sex-Muffel tendieren eher zu Windows.

Nun, morgen geht es wieder zurück in die Arbeitswoche. An meinem Arbeitsplatz. Mit meinem Windows-Rechner. Und die Frauen dort sehen so begehrenswert wie Windows aus. Und wahrscheinlich habe ich selber die Attraktivität einer 3-Monats-Kartoffel für jene Frauen.
Die Arbeit wird sich so dahinschleppen und ich werde vom PC-Monitor aufgesogen.
Und unser Oberchef macht sich sicherlich wieder dunkle Gedanken wegen Produktivitätssteigerungen.
Und das alles wegen Windows.

Tja, mit Linux würde die Arbeit nicht nur schneller gehen sondern das Arbeitsklima würde auch noch mehr Spaß machen. Gut, wohl möglich wäre es erforderlich Kondomautomaten in den Toiletten zu montieren, würde Linux eingeführt. Hauptsache sollte doch sein, die Dividende der Aktionäre stimmt. …
Aber es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Also?
Eben.
Schuster, bleib bei deinen Leisten. Denn erst die Arbeit, dann das …
… Linux …

Quelle der statistischen Daten: LoveHoney

Logo hüpf!

Diesmal nur ein grafischer Platzhalter. Für ein absolut geniales Post, mit dem ich vorhin richtig Anlauf nahm, um endlich mal große Sprünge zu machen und es hier zu veröffentlichen …

… und dann einfach abstürzte …

… nun, das Leben ist hart, gemein und sprunghaft …

… und manche Stromausfälle sind einfach unberechenbar …

… es wird wohl nichts mit dem Pulitzer-Preis in diesem Jahr für mich …

Logo hüpf

Veröffentlicht unter Privat

Live mal unwitzig

Nun gut.
Ich hab nichts zu tun und verfolge die Live-Sendung von und mit Uri Geller.
Amüsiert.
Irgendwie distanziert.
Aber was ist, wenn sich einer der Mentalisten eine Nagelschuß-Maschine an den Kopf hält und einfach abdrückt? Russisch Roulette live.
Der Mentalist war sich sicher, dass die Maschine nicht geladen war.
Und drückte ab.
Und hätte er sich geirrt?
Dann hätte Pro7 die erste Live-Selbsthinrichtung übertragen gehabt.
Der Mentalist hatte auch mit ungeladener Maschine nen Schuß weg.
Schließlich schauen auch Kinder zu.
Pro7 hat seinen Skandal.
Und wir unsere Sensation.
Morgen in allen Zeitungen …

Es gibt für diese Aktion des Mentalisten zwei Möglichkeiten:
Durchgeknallt oder alles Fake …

Frühling ist’s (der zweite Versuch)

DSC00007
Nicht nur die ersten Krokusse, sondern auch bereits blühende Schneeglöckchen und Weidekätzchen habe ich gesehen.
Ein milder Winter halt.

Zu diesem zweiten Versuch:
Was vorher mittels Mobil-Blogging nicht gelang, jetzt auf dem „zu-Fuß Weg“. Schon ärgerlich, wenn das Mobil-Bloggen mal wieder nicht funktioniert, nachdem es bereits schon einwandfrei lief. Never change a running system, sollte auch für Monoko gelten, aber offenbar müssen die wohl permanent ihr System ändern …

Tja, der Sachzwang ist Schuld …

Fräulein Spears und ihr Gespür für Schnee (Teil 487)

Auch wenn es niemand mehr hören kann und deshalb um so intensiver nachlesen (jau, ich auch), hier der ultimative Härtetest:

Der „traurige Britney Fan“:

http://www.orschlurch.de/video/trauriger-britney-fan.html

Und wer dieses Video durchgehalten hat, der darf nachher auch wieder auf DSDS oder Dschungel-Stars umschalten …

Babylonische Woodway-Erlebnisse

Ein Arbeitskollege hatte vor längerer Zeit einmal einem englischsprachigen Kunden einen Bericht zugeschickt. Und da er nicht allzu gut englisch sprach, griff er auf das Übersetzungsprogramm „Babelfish“ zurück.

In einem Satz jenes Berichtes ging es um die Handhabung von Einstellteile. Jetzt muss man freilich wissen, was „Einstellteile“ sind. Da dieses nicht wirklich ein Begriff aus dem Umgangsdeutsch ist, hier mal die Kurzfassung der Definition: Einstellteile sind Teile, die bei einem Produktionsprozess anfallen, während der Herstellungsprozess noch eingestellt wird. Im normalen Leben wären „Einstellteile“ zum Beispiel jenes Flasch-Bier, welches vor zehn Minuten in den Kühlschrank gestellt wären und somit noch lauwarm wäre, während es nach 60 Minuten Trinktemperatur hätte. Solche „Einstellteile“ werden in der Produktion verschrottet, da sie den Ansprüchen noch nicht genügen.

Nun hatte jener Kollege „Babelfish“ für seinen Bericht bemüht und paar Wochen später rief mich der Kunde an und fragt mich, was mit „over the handling of adjusting hurry“ gemeint sei.
Ich habe es anfangs auch nicht verstanden.
Irgendwann kam mir dann eine Idee was mit „over the handling of adjusting hurry“ gemeint sein sollte.
Klar. „over the handling“ musste einfach wörtlich übersetzt werden und sollte wohl „concerning the handling“ („über die Handhabung“) heißen.
Und „Adjustment“ heißt „Einstellung“.
Und „hurry“? Richtig. „Eile“.
Und bei näherer Betrachtung findet man die Lösung: Das Babelfish-Programm hat das Wort „Einstellteile“ zu „Einstellt Eile“ gemacht. Logisch, dass dann daraus „adjusting hurry“ wurde.

Softwareprogramme sind manchmal brutal hilflos unserer Sprache gegenüber.
So ist beispielsweise das Wort „Montage“ nicht unproblematisch.
Schreibt jemand „Er geht alle Tage auf Montage“, dann ist es recht klar, was damit gemeint ist. Das Programm wird „Montage“ richtigerweise mit „assembly“ übersetzen.
Aber was ist mit „Er geht alle Montage auf Montage“? Weiß das Programm, dass das erste mit „Mondays“ und das zweite mit „assembly“ zu übersetzen ist?
Und wenn das ganze dann wieder zurück übersetzt wird?
Das Ergebnis erinnert an das Kinderspiel „Stille Post“.
Manche Begriffe dieser Welt lassen sich mit solchen Rückübersetzungen genauso spielend übersetzen und erklären.

Angenommen ich habe beruflich einen Montagewagen, also ein dienstliches Montageauto, indem ich mein Montagewerkzeug transportiere.
„Montageauto“ versteht Babelfish. Es wird zu einem „assembly car“. Aber das „assembly car“ wird bei der Rückübersetzung zum „Versammlung Auto“. Knapp vorbei ist auch daneben. Andererseits, wenn Babylon „Montageauto“ mit „Mondays car“ übersetzen würde, dann würde jeder Drittklässler das als „Montagsauto“ übersetzen, dessen Sinn manch Autokäufer bitter gelernt hat.

Solche Worte wie „Montage“ (Mehrzahl von „Montag“) und „Montage“ (Bauarbeiten) sind ausgesprochen (also wenn ausgesprochen) einfach zu erkennen.

Aber allein schon das Wort „Gewaltenteilung“ stellt einen nicht unkomplizierten Inhalt dar.
Diejenigen, die damals oder gestern in der Schule aufgepasst hatten, wissen, dass damit das Prinzip des Rechtsstaats einer Demokratie gemeint ist: Gesetzgebende Macht (Legislative; Parlamente), Gesetzausführende Macht (Exikutive; Polizei, Staatsanwaltschaft) und gesetzbeurteilende Macht (Judiskative; Gericht, Richter). Auf diesen drei Säulen beruht jeder Rechtsstaat.
Die Politiker erlassen folglich Gesetze, Polizei und Staatsanwaltschaft überwachen die Einhaltung und die Gerichte beurteilen Sachverhalte auf Gesetzesverletzungen.
Gewaltenteilung eben.

Genau, sagen da manche Politiker und setzen einfach einen leicht andere Betonung:
Statt „Gewalten-teilung“ einfach „Gewalt-enteilung“. Oder zu deutsch mit einer Hundepfeife unterstützt: „Hundertschaft zieht blank und vor!“ Wie halt letzes Jahr auf Heiligendamm.

Doch zurück zu „Babelfish“.
Denn „Babelfish“ macht aus der Gewaltenteilung die „Division of power“. Und zurück übersetzt wird daraus ein völlig unpolitisches „Abteilung der Energie“ …

„Babelfish“ (babelfish.altavista.com) hat seinen Namen wohl zurecht. Babylonische Sprachverwirrung. Genau wie bei Douglas Adams schon festgestellt …

Und wenn schon Sprachverwirrung, da fällt mir der berühmte Dialog der beiden österreichischen Auswanderer im Film „Casablanca“ von 1943 ein:
„Oh Liebchen, äh … Honey, what watch is it?“
„Ten watch!“
„Oh! Such much!“

Tja, vor „Babelfish“ kann man nur warnen. Besonders all diejenigen, die mit perfektem Englisch glänzen wollen und auf „Babelfish“ ohne Nachzudenken zurück greifen.
Dann fällt mir dazu nur noch eines ein:

„Sitzen machen!“

(aus dem Billy Wilder-Film „1, 2, 3“)

Woran Männer so tragen …

Nein, das ist kein Rudelbums-Foto, sondern nur ein Ausschnitt eines Werbeplakats für Tourismus in der Türkei. Logisch, ne.
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