Jetzt wird es ernst! Jüdisch ernst!

ECHAD

STEIM

SCHALOSCH

So, Leute des heheren Glaubens an die eigene Potenz!
Ich habe gerade all eure Kafferlöffel verbogen.
Einfach so.
Ohne um eure Erlaubnis zu fragen.
Einfach so.

ECHAD

STEIM

SCHALOSCH

Das sagt der Geller, der urige –
„urig“ kommt von „ur“ – „ur“ wie Urzeitkrebse und wenn man es langsam spricht, kann man es auch mit einem „h“ schreiben; wie „uhr“-ig

Das sagt der Geller, der urige, immer vor seinen Publikumsbeschwörungen.

Sagt es mir jetzt nach:

ECHAD

STEIM

SCHALOSCH

Merkt ihr, wie es wirkt?
Es wirkt nicht?
Zuviel hebräisch?

Kein Problem.
Geht nicht über „Los“, zieht nicht „2000 Euro ein“ sondern geht direkt ins Übersetzerstüble vom deutschen Juden Billy Wilder (soviel Humor ist jedem Antisemiten Deutschland eh zuviel und das mag ich). Denn der hat schon längst einen Film über „ECHAD, STEIM, SCHALOSCH“ gemacht gehabt. Im Deutschen heißt das geniale Machwerk „Eins, Zwei, Drei“ („1,2,3“). Und Schlemmer ruft unisono immer noch dazu „Sitzen machen!“, während Hotte Buchholz stolz seinen Ehering – gemacht aus den Kanonen der russischen Armee von Stalingrad – in das Kamera-Objektiv reckt und das Pepsi-Girl vor Wonne zerfließt.

Sitzen machen!

Echad,
Steim,
Schalosch!

Eins, zwei, drei.

So, da dieses jetzt gesagt worden ist, empfehle ich euch direkt ins nächste Kaufhaus eures Gefallens zu gehen und neue Kaffeelöffel zu besorgen. Denn eure alten sind allesamt verbogen.

Echad,
Steim,
Schalosch!

So ist das halt.
Alles, was in der Warteschlange ist, wird verbogen.
Gerade Kaffeelöffel nur für Mentalisten!
Mentalisten aller Länder, vereinigt euch!

Echad,
Steim,
Schalosch!

Frau Werwolf meint, dass muss so sein.

Und ich frage:
Weiß wer, wann die nächste Wiederholung von Billy Wilder seinem Film „1, 2, 3“ läuft?

Edit:
Echad, staim, schalosch, arba, chamesch, schesch, scheva, schmone, teischa, eser.
Bis 10 gezählt auf Hebräisch.

In vollen Zügen: Das Experiment von Trithemius

Das Experiment bei Trithemius ist beendet. 13 Autoren haben sich beteiligt. Und die unterschiedlichen Geschichten faszinieren.
Hier findet sich der gesamte Beitrag:

Link

Lesen lohnt sich.
Ein eigener Beitrag von mir findet sich auf der nächsten Seite.
Aber ernsthaft: ich empfehle den Link oben.
Eben weil es sich lohnt.

Hatte ich das bereits gesagt gehabt, dass es sich lohnt dort zu lesen?

Hier mein Beitrag:

Laptop, Aktentasche. Alles dabei.
Umsteigen. Wieso eigentlich? Warum gibt es keine Direktverbindung?
20 Minuten Verspätung. Aber zwischen Köln und Frankfurt in einer Stunde an allen Tieffliegern der A3 vorbei geflitzt. Das ist der technologische Fortschritt. Man ist mit Verspätung schneller dort, wo der Bugatti-Fahrer erst in einer Stunde und mit mehreren geblitzten Geschwindigkeitsüberschreitungen später eintreffen wird.

Immer wenn ich von Karlsruhe nach Köln gefahren bin, dann kam ich zweimal über den Rhein. Bei jeder Rheinüberquerung habe ich meine Arme ausgestreckt. Knöllchenverdächtig. Na klar. Und mancher Autofahrer neben mir hat geschaut, als ob ich einen an der Waffel hätte. Aber das war mir egal. Der Rhein ist die Macht im Lande. Er hat so eine Kraft.

Was haben wir dem Fluss nicht schon alles zugemutet. Nach dem zweiten Weltkrieg in den fünfziger Jahren schäumte er. Bis Henkel den Schaumbremser für häusliche Waschmaschinen erfand und die Städte ihre Abwasser klärten. Da war Ciba Geigy in der Schweiz. Die haben mal ebenfalls ein wenig Chemie in den Rhein geleitet und ihn damit total geklärt. Der Fluss war biologisch tot. Kein einziger Fisch, keine Kolibakterie hatte diese chemische Keule überlebt. Trotzdem war das Baden verboten. Obwohl kein Gesundheitsamt beim Fischen nach Kolibakterien fündig geworden ist. Inzwischen hat der Rhein wieder Leben. Rhein auf, Rhein ab wird drauf geachtet, dass die Fluss-Belastung durch Menschen verringert wird.

Ich hab den Vater Rhein in seinem Bett gesehn.

Der Zug schleicht über die Deutzer Brücke. Dort auf der Seite, wo Ballauf und Schenk immer ihre Tatort-Pommes-Büdsche-Szene haben. Leere. Schade, es wird kein neuer Kölner Tatort gedreht. Es wird mal wieder Zeit für diese beiden Kommissare. War damals der Hamburger Tatort die Wolke, so belegt für mich der Kölner Tatort den Sehenswert-Platz meiner privaten Rating-Liste.

Behäbig fließt der Rhein in seinem Bett dahin. Ein Schlepper kämpft sich gegen die Strömung an.

In meinen Gedanken sehe ich mich an dem einen Ufer in den Fluss springen und auf das andere Ufer zu schwimmen und mich von der Strömung abtreiben. Vielleicht würde ich es in Köln Niehl schaffen ans andere Flussufer zu gelangen. Dort wo die FORD-Werke sind. Und dann direkt in Niehl bei dem Verwaltungsgebäude aus dem Fluss entsteigend mir dann direkt im Schulungsgebäude erklären lassend, wie man mittels eines 8-D-Berichts alle Kunden dieser Welt zufrieden stellen könnte.
FORD.
Ford wollte mit dem FOCUS das Weltauto schaffen. FORD schaffte es nicht einmal bis zum FOCUS Cabriolet. Zu schwierig gestaltete sich das Projekt: Ein FOCUS in Indien muss anderes aufweisen, als in der USA oder in der BRD. In der USA ist der FOCUS ein Studentenfahrzeug, weil es so klein ist (der SMART dagegen ist ein Floh). In Indien ist das Cockpit uninteressant, weil diejenigen, die sich einen FOCUS leisten können, sich chauffieren lassen. Da muss es hinten im Komfort stimmen. Bei uns muss es vorne stimmen, weil der Fahrer an sich permanent aufs Cockpit starrt und allen Komfort haben will. In Indien brauch der Fahrer nicht zwingend einen Air-Bag. Wir steigen nur in Fahrzeuge ohne Air-Bag ein, wenn es sich um einen echten Oldtimer handelt.

Der Rhein.

Bei Hochwasser steht auch die Produktion in den FORD-Werken von Niehl. Steht und unter Wasser. Geplant wird allerdings bei FORD in sicherer Distanz zum Rhein in Merkenich. FORD Merkenich wird unter FORD-Lieferanten auch „FORD merket nicht“ genannt. Nun ja.

Der Rhein.
Das stehen am Ende der Deutzer Brücke die beiden Reiter.

Frau Lüttchen war die gute Freundin meines damaligen Vermieters in Aachen (Karl Brzeskiewisc). Die wohnte nach dem zweiten Weltkrieg 1945 auf der Scheel-Sick. Sie musste rüber auf die andere Seite. Die Brücken lagen im Rhein und die Alliierten hatten notdürftig die Deutzer Brücke geflickt. Und nun musste Frau Lüttchen zum Ballettunterricht. Und sie wollte es. Auf die andere Seite. Und der Weg führte über die Brücke. Einspurig. Sie wartete den nächsten Zug ab und ging dann über die beiden Gleisschienen balancierend auf die andere Seite. Hoch über den Fluten des Rheins. Ein wenig Angst hatte sie schon. Aber es war nicht wirklich gefährlich. Die Schwellen zwischen den Gleisen erleichterten das ganze. Und so überwand sie die Strecke jedesmal.
Bis auf eines Mal. Ihr blieben noch 20 Meter, als plötzlich hinter ihr die Schienen vibrierten. Ihr überlief es eiskalt. Ein Zug war hinter ihr sich am Annähern. Sie versuchte schneller zu gehen und zu balancieren. Sie schaffte es schließlich bis auf Höhe des Ufers und sprang in die Uferböschung hinab. Sie lag unten im Dreck und über ihr fuhr der Zug vorbei. Geschafft. Verletzt aber lebend. Jene Ballettstunde musste sie ausfallen lassen, aber sie war jenes Mal nicht böse darum. Sie musste jedenfalls nicht in den Rhein springen. Zu viele sind schon in den Fluten gesprungen und abgetrieben und nicht mehr lebend heraus gekommen.

Also doch nicht schwimmen. Ich wische mir die Idee weg. Nein, das muss nicht sein. Ich stehe in gebückter Haltung und starre den Rhein entlang, den braunen Fluten. Trübe ist das Wetter und die Touristenschiffe liegen schaukelnd vereinsamt am Ufer. Der Kölner Dom schiebt sich mir majestätisch in den Blickwinkel. Der Reiter der Brücke. War das nicht derjenige, der half den Dom zu vollenden. Jenes Bauwerk, welches fast über 500 Jahre Bauzeit verschlang?

Der Dom, er steht da so majestätisch. Es ist die einzige Sehenswürdigkeit einer Stadt, die einzig und allein von deren Bewohner und deren Flair lebt. Köln, das ist die Stadt des Lebens. Keine andere Stadt hat diese Power.

Mein Handy geht los. Jemand versucht mich zu erreichen. Ich lasse es schellen. Mir doch egal.
Ich beschließe den Anschlusszug zu verpassen. Die Bahn hat eh Verspätung. Und statt dessen in den Dom zu gehen und dann zum „Früh Kölsch“ um die Ecke. Ein zwei Kölsch werde ich mir genehmigen.
Eine Frau hinter mir rempelt mich an und bohrt mir ihren Koffer in den Rücken.
Das Stahlskelett des Kölner Hauptbahnhofs schiebt sich vor dem Dom.
Gesichter ziehen draußen am Fenster vorüber.
Unzufriedene Gesichter, denn der Zug hat Verspätung.
Mir egal. Ich mach jetzt Pause.
Ich schiebe mich aus dem Zug raus und remple ein paar Ungeduldige an der Tür. Das muss sein. Das gehört inzwischen zur DB-Mentalität. Rempeln und nicht entschuldigen. Soweit habe ich gelernt.
Laptop, Aktentasche. Alles dabei.
Ich schlängle mich aus dem Bahnhofgewusel raus.
Ziel Domplatte.
Kölsch hier bin ich. Hier darf ich leben …

Schreibgedanken

„Mach das Licht aus! Es ist schon elf! Du musst morgen um sechs raus!“

Warum müssen Mütter immer so sein?

„Ich schlaf doch schon.“

So irreal können nur Söhne bei vollem Bewußtsein antworten.

„Und was hast du da unter der Bettdecke? Zeig her!“

Nein, es war keine PSP. Und die Frage war doch genauso link wie meine Antwort zuvor. Da wärmte sich Old Shatterhand unter meiner Bettdecke. Was denn sonst?

„Du sollst schlafen! Lesen kannste noch, wenn du in Rente gehst. Morgen biste wieder knatschig.“

Knatschig war ich jetzt schon. Da war ich doch gerade an der Stelle, wo Old Shatterhand – das alte Greenhorn, wenn ich mich nicht irre, hi, hi, hi, hi – den Indianer zwang jedes einzelne Grashalm so aufzurichten, dass die anderen Rothäute nicht die Spuren lesen konnten, dass Old Shatterhand heimlich ihnen zugehorcht hatte …

„Jetzt schlaf aber, okay.“
„Okay, Mama.“

Das Licht ging aus und ich spielte toter Mann. Das hatte ich aus dem Buch von Old Shatterhand gelernt. Immer besser ein wenig länger toter Mann spielen, denn man weiß nie, ob die Indianer nicht doch noch mal schauen kämen.
Und sie kamen.
Die Tür ging schnell auf und Mama schaute rein. Aber das Bleichgesicht schlief schon. Zumindest tat es so. Erfolgreich. Hätte sie gelesen, was er gelesen hatte, dann wäre sie auf lauten Sohlen nach unten gegangen und hätte sich nachher einfach an geschlichen, rumms die Tür auf und mich erwischt. Aber so. …
Fünf Minuten warten mussten schon sein und dann hatte ich die Nachttischlampe wieder angemacht. Die Seitenzahl, die ich mir in der Zwischenzeit wie ein Mantra vorgesagt hatte, war gleich gefunden.
Wo war die richtige Zeile?
Da!

Rumms!
„Hatte ich dir nicht gesagt, du sollst aufhören zu lesen?!?“

Mist. Da stand sie wieder in der Tür. Sie hatte wohl doch schon vorher das gleiche Karl-May-Band gelesen.

„Nur noch das Kapitel!“

Ich hatte vor lauter Spannung Raum und Zeit vergessen und bin in das Buch eingetaucht gewesen.

„Nein!“
„Bitte! Nur noch das Kapitel!“
„Es ist schon Mitternacht!“
„Ich bin auch in fünf Minuten fertig.“
„Nein!“
„Bitte!“
„Nein! Du musst morgen zur Schule.“
„Bitte! Ich verspreche es.“
„Hm.“

Es schloss sich die Tür. Ich las wirklich bis zum Kapitelende und danach war Schlafen angesagt. Obwohl es trotzdem so spannend war.
Es waren nicht nur Karl-May-Bücher. Zuvor waren es „Burg Schreckenstein“ und später dann Wälzer wie „Quo vadis“ oder „Der Pate“. Letztere graste ich innerhalb einer Woche ab. Immer wenn ich Zeit hatte und dann bis mitternachts.
Nur einmal hatte ich meine Mutter und mein Vater gnadenlos angelogen. Als ich mit dem Buch fertig war, zeigte der Zeiger auf halb vier. Um neun Uhr hatte ich begonnen und knappe sechs Stunden später war ich mit dem Buch fertig.
Ich versuch mich zu erinnern, welches Buch es gewesen sein konnte. Ich glaube, es war das von Richard Bach „Illusionen“.
Am nächsten Tag nach der Schule kaufte ich mir ein DIN A4 Heft und fing an zu schreiben.
Nicht wirklich großartiges. Nicht wirklich weltbewegendes. Schülerhaftes eben.
Mit einem Tintenfüller, den ich mir zum Heft dazu gekauft hatte, obwohl ich normalerweise nur mit Kugelschreiber schrieb.
Und ich gestehe, es war nicht nur der Tintenfüller mit Patronen, den ich zum Heft kaufte. Es war auch das Eingeständnis des Irrens, welches ich ebenfalls kaufte. Den Tintenkiller.

„Was schreibst du da?“

Wollte mein Vater wissen.

„Och, nur ein paar Gedanken.“
„Darf ich das nicht lesen? Oder warum verbirgst du das Heft vor mir?“
„Es ist noch nicht fertig.“
„Oder darf ich das nicht lesen?“

Sein Ton war drohend. Als ob er bedrohliches in meinem Heft vermutet hätte.

„Nein, es ist nichts.“
„Dann kannst du es mir zeigen.“

Widerwillig, aber widerwortelos gab ich ihm das Heft. Was ich geschrieben hatte, war ins Unreine gedacht. Nichts literarisches. Nicht wirklich was für die Vor-,Mit- und Nachwelt. Eher peinliches als lobenswertes.
Er blickte ins Heft und las. Zusehends verwirrter arbeitete er sich durch mein unreines Geschreibsel. Er verstand alles, aber zugleich verstand er nichts.

„Aha. Das hast du also geschrieben?“
„Ja.“
„Hm.“

Er gab mir das Heft zurück und blickte mich nicht an. Es war ihm, als hätte er etwas getan, was er nicht hätte tun dürfen. Es war ihm peinlich, mein seltsames Geschreibsel gelesen zu haben.

„Hm.“

Ich blickte unsicher nochmals in mein Heft und ging wieder auf mein Zimmer, während er sich „heute“ anschaute.
Das Heft habe ich nicht mehr weiter beschrieben. Einstweilen nicht.

Dafür hatte ich ein anderes Buch auf meinem Nachttisch liegen. Es sollte zur heftigsten Herausforderung für mich werden. Herman Hesses „Steppenwolf“. Fünfmal setzte ich in meinem Leben an. Beim ersten Mal versagte ich nach der Hälfte des Buches. Beim zweiten Mal kam ich erneut nicht weiter. Beim dritten Mal zwang ich mich bis zum Ende. Als ich die letzte Seite nach einer Woche erreicht hatte, las ich das Buch nochmals in der gleichen Nacht von Anfang bis Ende. Das fünfte Mal las ich es in portugiesisch.

Ich lag also wieder mit dem Buch unter meiner Nachttischlampe.
Und wie üblich ging die Tür auf.

„Jetzt mach aber das Licht aus! Es ist fasst Mitternacht! Wann hast du deine erste Stunde?“
„Um acht.“
„Dann musst du um sechs raus. Und nicht wieder wie üblich trämpen! Du nimmst den Bus!“
„Ja, Mama.“
„Also Licht aus.“
„Nur noch bis zum Kapitelende.“
„Licht aus!“
„Ja, Mama.“
„Sag ‚Nein, Mama‘ und mach das Licht aus!“
„Nein, … äh, ja …“

Sie hatte gewonnen.
Old Shatterhand war müde vom Gräser aufrichten, um Spuren zu verwischen.
Die Frage „Quo vadis“ war auch bereits beantwortet.
Und auch Steppenwölfe müssen mal schlafen …

Veröffentlicht unter Privat

Vorbildfunktion

Ackermann hat sich geräuspert und ein Boulevard-Blatt sich nicht entblödet, es als zweiten Aufmacher zu verwenden:

„Top Manager müssen wieder Vorbild sein.“

Das meint Ackermann, der Anfang 2005 bei einem neuen Rekordergebnis der Deutschen Bank gleichzeitig einen Abbau von 6.000 Arbeitsplätzen ankündigte. Die WestLB-Arbeitsplätze waren freilich damals noch nicht in jener Kalkulation.

Top-Manager als Vorbilder.

Ich habe mich gerade in meiner Umgebung umgeschaut und darüber nachgedacht, wen ich entlassen könnte. Dumm, dass ich niemanden unter mir habe. Zum Entlassen. Um Vorbildfunktionen ausüben zu können. Um in Ackermanns Fußstapfen trampeln zu können.

Das Ackermann-Prinzip als moralisches Vorbild?
Für 600 Kunden und vier Millionen Euro Kosten ein Rolling Stones Konzert organisieren?
Weitere 3,2 Millionen hat Ackermann wegen seiner unrühmlichen Rolle in der feindlichen Übernahme von Mannesmann von Gerichtswegen zahlen müssen. Bei der Übernahme wurden bei Mannesmann auch wieder einige arbeitslos. Aber das hat Ackermann noch jener Esser bezahlt. bezahlt haben andere für deren Prämien mit ihrem Job.
Noch immer steht Ackermanns Satz im Raume

„Dies ist das einzige Land, in dem diejenigen, die Erfolg haben und Werte schaffen, deswegen vor Gericht gestellt werden.“

Top Manager als Vorbilder.

Aber klar doch!
Wenn man uns auch solche Gehälter bezahlt!
Mit Ackermann hat der zweithöchst bezahlte Top Manager Deutschlands gesprochen.
Jetzt warten wir noch auf den Porsche-Westfalen Wendelin Wiedeking. Aber der redet nicht viel, sondern macht von sich reden, indem er VW übernahmereif schießt. Dann wird auch dort moralisch verschlankt. Im Sinne einer Vorbildfunktion.

Top Manager als unsere Vorbilder?
Moral heisst im lateinischen „mos“ (im plural „mores“).
Und jeder weiss „Ohne Mos nix los“.
Und wer richtig Mos macht, der hat eben viele Scheine in der Tasche.
Und lebt in einer Schein-Gesellschaft.
Einer Mos-Gesellschaft.
Moralisch halt.
Ohne Moos nix los und Moral von unseren Top Mangern für alle.
Vorbildlich.

Nur weil Ackermanns Kollege im Geiste Klaus Zumwinkel wegen Steuerhinterziehung eingebuchtet wurde, redet der Ackermann in einem Blatt mit wenig Vorbildlicher Berichterstattung jetzt über Vorbildlichkeiten. Den Diekmann vom Blatt dürfte er dabei wohl nicht gemeint haben.

Schaun mer mal, wen die Steuerbehörde in den nächsten Tagen aufgabelt. Dann reden wir weiter über Vorbildfunktionen …

Katsching!

Mika.
Rauf und runter.
Von rechts nach links.
Von hinten nach vorne aber nicht.
Dafür von vorne nach hinten.
Bis mir das Lied aus den Ohren heraus kommt.
Mein Soundtrack für den heutigen Tag.
Danke allen Mail-Schreibern und Kommentatoren.

Katsching!

Quelle

Dopppelt gesprengt …

… hält besser.
Deshalb wurde in München das ehemalige AGFA-Hochhaus (52 m) und in Dortmund das Volkswohl-Bund-Hochhaus (61 m) gesprengt.
Beide am gleichen Tag.
Beide unter strahlend blauem Himmel.
Beide sind vor vielen Schaulustigen zusammengekracht.
Und beide sind jetzt nur noch Schutt und Asche.

In Dortmund verlief die Sprengung im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“. Dortmund kann sich jetzt mehr Chancen ausrechnen. Toi, toi, toi.

Im Falle vom AGFA- Hochhaus bleibt nur noch die süßsaure Bemerkung der Chronistenpflicht:
So unterhaltsam können Schlusspunkte einer Insolvenz sein …

Ich hatte vor mehr als 20 Jahren im AGFA-Hochhaus mein Industrie-Praktikum gemacht.
That’s all folks.

Kinokurzbeurteilung: Rambo Teil 4

Wie immer die brennend heißen Fragen:

Wie gut ist der neue Rambo?
Wie lange dauert es, bis der erste stirbt?
Wieviel Tote pro Minute?
Wieviel Sex?

Hier die eiskalten Antworten:

Rambo-Statistik
Quelle: http://www.geekstir.com

Na, dann.