Wenn die Aktien fallen …

20 Prozentpunkte weniger binnen eines Jahres.
Das ist bitter.
Nein. Ich schreibe jetzt nicht über den Zustand der SPD.
Es geht auch nicht um die Siemens Aktie, die neulich ihren niedrigsten Stand seit Herbst 2006 erreichte.
Nein.
Es geht um den Papst.
Ja wohl, um den Papst.
Der deutsche Papst hat in der Popularität erheblich nachgelassen.
Das ist eine Katastrophe. Das schreit nach den Reitern der Apokalypse.

Wenn nur noch 51 Prozent der Deutschen mit ihm zufrieden sind, wobei es schon mal 70 % waren, dann muß der Vatikan ran.
Eine Popularitätsoffensive muß her.
Der Papst bei DSDS in der Jury? Oder am Laufsteg von „Germanys Next Topmodel“? Oder Benedikt einen Tag lang im „Big Brother“-Haus mit eigenem Dixie-Klo? Oder bei „Wetten dass“ mit einer Wette, dass er die Bibel sogar rückwärts auswendig kennt? Oder bei „Verstehn Sie Spass?“ am Kölner Dom vor verschlossener Tür mit nem Schild „Wegen Weltuntergang ab heute geschlossen“?

So kann das doch nicht weitergehen!
20 Prozent weniger!
Hört denn niemand die Signale, Völker?
Denn wenn das so weiter geht, mit diesen 20-Prozent-Verlusten, dann kennt ihn spätestens in drei Jahren niemand mehr! Das darf doch nicht sein! Wir sind doch Papst! Oder etwa nicht? Hallo?

Also: Analysten an die Front!
Wenn Aktienkurse in dieser Weise fallen, reagiert unsere Industrie immer mit Massenentlassungen und Schließungen. Das ist dann immer so sicher wie das Amen in der Kirche. Warum sollte also die katholische Kirche nicht ebenfalls so verfahren? Bei gleichzeitiger Steigerung der kirchlichen Kollektenfrequenz?

Und wenn alles nicht hilft:
Dann brauchen wir eben einen neuen Papst. Einen charismatischeren Papst. Einen Papst, der was hermacht! Einen niegelnagelneuen Papst! Einen Brad Pitt der Kanzel. So mit kreischenden Mädels und so.

Auf dieser Weise machen es die Fußballvereine ja auch, wenn bei denen nichts mehr läuft:
Altert Trainer weg, neuer Trainer auf den Stuhl und die Fans schreien vor Begeisterung. Warum nicht auch mal sowas im Vatikan?

Übrigens, Lothar Matthäus macht gerade eine DFB-Trainerausbildung. Wenn er nicht gerade mit Journalisten über den Busen seiner Freundin fachsimpelt.
Mit seinem Namen wäre unser Lodda doch von eh her prädestiniert für den Stuhl in Rom, oder? Eine wahre Matthäus-Passion könnte daraus werden und das fristgerecht noch vor Karfreitag …

Hm?
Ich riskiere gerade eine Abmahnung wegen Beleidigung religiöser Ansichten?
Um Gottes willen! Gott bewahre! Wie käm‘ ich dazu! Nichts liegt mir ferner!

Ein Matthäus gehört auch überhaupt nicht auf den Stuhl Petri. Da wird der nie landen, der Lodda. Eher wird er für den deutschen Fußball ein Reiter der Apokalypse. Ein „Apokalypse Wow“ für Fußballvereine mit vakanten Trainersitzen. Denn der würde seinen Spielern eh von Silikonkissen vorschwärmen statt denen die Abseitsregel zu erklären.
Außer natürlich, sollte der Ulli Höneß wahre Größe beweisen und ihn von allen Trainerämtern mit einer Festanstellung als Greenkeeper in die Münchener Allianz-Arena wegfangen, das könnte wahrlich edelmütig vom Ulli sein.
Aber man soll den Abend nicht vor dem Morgen verdammen. Lodda kann ja noch zu einen der ganz großen in der deutschen Trainerriege für deutsche Mannschaften werden. So wie Jupp Derwall. Oder Bertie Vogts. Nichts ist unmöglich.

Und der Benedikt mit seinen 20 Prozent weniger?
Der hat schon seinen Plan. Der wird zu Ostern seine nächste Popularitätsoffensive exklusiv live im ARD starten:
Urbi et Orbi am 23. März live ab 10:30 aus dem Vatikan …

Amen.

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