Drei Wünsche frei (… da uns schlägt die rettende Weihnachtsstund; Ende)

Mit seinen flachen Händen klopfte Karl auf seine Jackentasche, fuhr kurz in seine Jackentaschen, strich sich über sein Hemd und hielt ein. In seinem Gesicht zeigte sich Ratlosigkeit. Etwas entsetzt murmelte ein „Nein, ich habe den Kugelschreiber nicht mehr“ und blickte hinter sich. Hatte er den Kugelschreiber etwa im Vortragssaal liegen lassen? Er überlegte. Ja, der Vortrag hatte ihn nicht mehr interessiert, deswegen hatte er die Tagungsunterlagen zugeklappt, in seine Stofftasche geschoben, hatte sich erhoben und zwischen den Stuhlreihen nach draußen begeben. Sein Kugelschreiber musste also noch an seinem Platz liegen.

Es war nicht ein x-beliebiger Kugelschreiber, sondern ein altes Erinnerungsstück. Er hatte ihn vor 25 Jahren während eines Praktikums geschenkt bekommen. Seine Arbeit im Praktikum war vielen so wertvoll gewesen, dass er als Abschiedsgeschenk eben diesen Kugelschreiber erhielt. Rebecca hatte ihn ihm überreicht, was seinen Wert für ihn noch gesteigert hatte. Rebecca war für ihn die Göttin seiner Praktikantenzeit. Er hatte es geschafft, sie einmal zu einem Abendessen einzuladen und es kam zu einem kurzen und intensiven Kuss. Weiterlesen