Geld stinkt nicht, ihr Geldgeber!

Jump you fuckers

„‚Jump! You Fuckers!‘ Eine Ermunterung aus persönlichem Fehlverhalten Konsequenzen zu ziehen.“

(von dem preußische Rentner Lothar Dombrowski alias Georg Schramm vom 25-November-2008 aus der ZDF-Serie „Neues aus der Anstalt“)

Es gibt eine Gemeinsamkeit zwischen der Schäffler-Gruppe und der Firma Porsche:
Jeweils zwei Familien haben mit ihrem Konzern in der Hinterhand sich an einem anderen angeschlichen und ihn dann sich einverleibt.
Bei der einen Firma ist es die Familie Schäffler und die Beute hieß CONTINENTAL. Die andere Firma heißt „Porsche“ und die entsprechende Familie heißt Piech und hat VW sich einverleibt.
Wendelin Wiedeking ist zwar die Gallionsfigur von Porsche, die den Piech Coup finaziell erst ermöglicht hat, aber der Strippenzieher belibt die Familie Piech.
Gleiches gilt auch für die Akte „Schäffler-Continental“: Jürgen Geißinger ist zwar der Schäffler-Chef, aber auch er hat nur das Geld zusammengebracht, welches die Familie Schäffler zur feindlichen Übernahme von Continental benötigte.
Schäffler geht inzwischen am Stock. Als der Schaeffler-Chef Jürgen Geißinger am 28. November 2008 noch erzählte, die Finanzkrise würde die Übernahme nicht gefährden (s.a. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/874/449602/text/), da trug Frau Schäffler ihr Haar noch attraktiv offen. Jetzt hält sich Geißinger mit Stellungnahmen zurück und Frau Schäffler verdrückt mit streng zurück frisiertem Haar (a la Frau Rottenmeier von „Heidi“) pressewirksam ein paar Tränchen, während ihre Mitarbeiter um ihre Jobs demonstrieren. 70 Millionen Euro ist die monatliche Schuldenlast und langsam aber sicher wird immer deutlicher, mit welchem wirtschaftlichen Ballast sich Schäffler plötzlich herumschlagen muss.Diese 70 Millionen Euro fressen die Rücklagen von Schäffler auf. Die Schiff „Schäffler“ hat den Eisberg in Sichtweite und Frau Schäffler versucht inzwischen Parallelen zur „Titanic“ (siehe ihren pelmantelumwobenen Kitzbühel-Auftritt) vergessen zu machen.
Der Familie Schäffler sollen übrigens neun Geldinstitute geholfen haben:
Deutsche Bank, die Royal Bank of Scotland, Merrill Lynch und UBS sowie Commerzbank, Dresdner Bank, Crédit Suisse, die Landesbank Baden-Württemberg und die Hypo-Vereinsbank. Die Banken hatten zu der damaligen Pressemeldung keinen Kommentar abgegeben. Heute sind ein Großteil dieser Banken sowieso in aller Munde. Als krisengeschüttelt und erheblich gefährdet. Ein Fall für die jeweilige Staatskasse …

Nun.
70 Millionen Euro hört sich viel an. Aber für Wendelin Wiedeking entspricht das den durchschnittlichen Jahresbonus der letzten zwei Jahre. Im Jahr 2007 hatte er 60 Millionen Euro Bonus erhalten. Für das letzte Jahr waren es 80 Millionen Euro.
Für das Porsche-Unternehmen ist das nicht so viel. 10 Milliarde Euro muss Porsche bis Ende März wegen dem Kauf von VW sicherstellen. Da sind 70 Millionen Euro nicht wirklich viel.

10 Milliarde Euro ist im übrigen auch die Schuldensumme von Schäffler.
Die Familie Schäffler und die Familie Piech trieben das gleiche Spiel, um sich an ihre Opfer (Continental und VW) heranzuschleichen. Im August waren beide Familien noch Helden. Die Franken-Familie (Frau Schäffler und Sohn) sind dabei in ihrem Poker-Spiel alles zu verlieren. Wie es bei Spielern halt mal so passieren kann, die das Abonnement zum Glück verloren haben.

Bei der Familie Piech und der Firma Porsche drohen ebenso Ungemach. Die Presse zweifelt inzwischen an der Finanzkraft von Porsche. Das Glück scheint sich zu verabschieden und falls es so sein wird, kann dem Herren Wiedeking (ehemaliger Aachener WZL-Student) sein öffentlicher Ruf wohl schon jetzt vorher gesagt werden. Vom Wirtschaftshelden zum Abzocker. Vom Erfolgsmenschen zum skrupellosen Bonus-Ritter.

10 Milliarde Euro sind übrigens auch nicht viel.
100 Milliarde Euro hat die erst fünf Jahre alte Bankorganisation HypoRealEstate (HRE) staatlicherseits erhalten. Und trotzdem ist die HRE noch immer nicht von der Intensivstation herunter. Und deren Wert liegt gerade mal bei 250 Millionen Euro.

Nebenbei:
100 Milliarde Euro soll das Hilfspaket für OPEL umfassen. Es soll bei der Staatsbank KfW angesiedelt sein.
KfW?
Genau das war jene deutsche Bank, welche der bereits pleite gegangenen Bank „Lehman Brothers“ noch mal schnell 300 Millionen Euro als Lebe-Wohl-Präsent überwies.

Und jetzt lese ich, dass Georg Schäffler gerne weiterhin seine unternehmerische Verantwortung ausüben würde. Daher gäbe sich die Familie Schäffler nicht mit einer Sperrminorität bei ihrem Unternehmen zufrieden. Sie würden gerne weiterhin die Kontrolle über Schäffler behalten und den Staat als Helfer in der Not sehen.

Übrigens, „Kaisers Tengelmann“ hatte eine Kassierin fristlos entlassen. Grund war freilich nicht, dass sie im letzten Jahr an einer Streikorganisation beteiligt war. Der Grund waren 1 Euro 30. Sie wurde verdächtigt diese nach mehr als 30 Jahren Kassiererinnentätigkeit einfach unberechtigterweise einbehalten zu haben.
Entlassen. Verdacht auf Diebstahl von 1 Euro 30.

Wer redet da noch von Milliarden, die andere einfach verbraten?

Treffer, versenkt.

Das meine Besucher überwiegend mit Google zu mir kommen, ist ja voll normal.
Die Zugriffe wegen den Last-Minute-Karnevalskostümen sind ja bemerkenswert.
Aber um Himmelswillen, wer sucht denn in meinem Blog nach „chinesischer potenz tabletten mit david beckhams werbung“ und „elektrode in penis stecken“?
Naja, wenn einem sonst nichts mehr einfällt, Google hilft dabei.

EC-PINs und SIMs geknackt! Alle Kombinationen for free!

Es ist geschehen.

Dank einer meisterhaften Leistung hat ein Blogger es geschafft, alle EC-Karten PINs und Handy SIM-PINs mittels einer geheimen Formel zu knacken. Das Ergebnis seiner genialen Leistung hat der Blogger in seinem Blog veröffentlicht.

Schonungslos.

Die Stellungnahmen der großen Banken wie Commerzbank, BfW, HRE, WestLB und BayernLB stehen noch aus. Auch von Arcor, Eplus, T-Mobile und O2 war noch nicht zu lesen oder hören.

Nach inoffiziellen Verlautbarungen aus gut unterrichteten Greisen halten alle hinter verschlossenen Türen noch immer Krisensitzungen ab.

Das Tragische ist allerdings:
Was einmal gedacht worden ist, kann nicht mehr zurückgenommen werden.
Nichts wird mehr so sein, wie es war.

Schaut selber nach, ihr werdet auch eure EC-Karten PIN oder/und Handy-SIM wiederfinden.
Hier der Link zu der Seite: Link zum Jannewap-Blog

Ode an eine eigenwillige Herrscherin

Leev Lisbet,

wie don et dir so jon?
Has luuter Kummer
Met ding Hummer?
Ov laachest du schon?

Leev Lisbet,
Du hänst et werklich net leichlevvig met dinge Levve
Du wärst gehasst, geliebt un och verehrt,
Stell dir vüür, mancher wünscht dich eckersch ane Häd
Nu haste du Untertane dir total ergebe

Leev Lisbet,
Ohne dich wär dieses globale Veedel so ärm
Met dir sind winnigstens noch einige andere rich
Millionen ömärmst do, erledigest se met enem Strich
Mügge sich Gott dinger endlich erbärm

Leev Lisbet,
Dat Levve is net eifach, präsentiere is Mörder-Päädsarbeid,
De Winter is kald, die Press gemein, die Welt so hadd
Ding Gemöd is rein, ding Gemöd is leevb un so zaat
Ävver ding öffentliche Gekriesche, ding Bleck bin ich leid

Leev Mari-Lisbet

Leev Lisbet,
Fastelovend is und du bess uns Funke-Mariechen-Lisbet
Dat Franken-Lady vun de Kitzbühel mim Pelzmantel und rude Wöbche
Dat bliche Künningin us Herzogenaurach göözesz uns ding Pingche
Und ding 8000 Untertanen formuliere us Angs ehr Stußgebedd.

Leev Mari-Lisbet,
Dreßegal, ov mer han Wieverfastelovend hück,
Un du bess ming en Raafalles för mich
Naschtige Arbeidshäng don all för dich
Jrielaache don ich över dich wie all de Lück

Un isch kriesche met mih als de 8000, die schufte
Und nu Driss-Scheß han,
Dat de Arbed von dene wie de Millione verdufte
Während do met andre ere Feez han

Leev Mari-Lisbet,
Do leevst afjehovve,
Opröplsche is dat Wood dä Jeföhle för dich

Mügge dich dä Düüvel hole!

Veröffentlicht unter Privat

Wahlversprechen?

Seehofer dementierte, dass es Absprachen bezüglich des neuen Wirtschaftsministers mit eben diesen gegeben habe. Der neue Wirtschaftsminister Guttenberg selber meinte dazu ebenfalls, seine Amtszeit ende zwangsläufig im Herbst mit der Bundestagswahl.

Wollen wir mal hoffen, dass das ein Wahlversprechen und kein Wahlversprecher ist.
Denn ansonsten drohen im Frankenlande die Wahlplakate von „Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg“ wegen dessen langen Namen die Straßen zu versperren … .

The world according to Marx

Wollte mir gestern ein wenig die momentane Weltwirtschaft erklären. War in der Bibliothek und hatte nach Karl seinen Büchern gefragt.

Hatte die ganze Nacht gelesen, bin aber nicht wirklich klüger geworden. Festgestellt, dass das Buch „Unter Geiern“ hieß. Und von einem Karl May aber nicht Karl Marx stammte. Aber der Titel klang zumindest vielversprechend.

Erneut zurück in die Bibliothek und diesmal eindeutig nach Marx verlangt. Erhielt von einer eingeschüchterten Frau eine DVD, wo gleich viermal Marx vorkommen solle. Wusste nicht das Karl vier Brüder hatte. Die hatten einen Film gemacht. Marx Brothers im Krieg mit den Brüdern Groucho, Chico, Harpo und Zeppo. Film handelte um ein Land in finanzieller Notlage und über Kredite zur Rettung desselben. Viel gelacht beim Anschauen, aber immer noch nicht schlauer geworden, was Wirtschaftsdinge angeht.

Ein Beter aus der Kirche gegenüber kam und verkaufte mir das echte Kapital. Meinte der wirkliche Marx hieße Richard und nicht Karl.
Hoffe endlich damit in der Wirtschaft durchzublicken.

Ansonsten muss ich doch noch Friedrich Merz Buch „Mehr Kapitalismus wagen“ lesen …

Ab, du Wrack!

Was haben Mehdorn (Vornahme: Bahnchef), Glos (auch mit Vornamen, aber unwichtig, da fast auch nur ein deutscher Michel), Maria-Elisabeth Schaeffler (mit Doppelvornamen), der Dürener Immobilienhändler Anno August Jagdfeld (ebenso Doppelname), Josef Ackermann (zweiter Vorname Meinrad), Klaus Zumwinkel und Kurt Beck (beide ohne zweiten Vornamen) gemeinsam? Sie sind alle über 60 und stehen im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.

Das ist jetzt eigentlich schön. Damit zeigt die deutsche Gesellschaft doch, dass sie was gelernt hat. Nachdem damals die deutsche Sprachgesellschaft eine öffentlichen Rüge wegen des Wortes „Altenplage“ (1995) aussprach. Und nachdem das Unworts des Jahres 1996 „Rentnerschwemme“ wurde.
Die Alten sind jetzt wieder wer.

Muss das jetzt sein?
Ich meine, da haben wir den Alten damals mal gezeigt, was wir von „Wohlstandsmüll“ (Helmut O. Maucher, 81 Jahre) halten. Und vor einer „Rentnerdemokratie“ hatte uns schon im letzten Jahr der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog gewarnt. Und da kennt sich der 74-jährige Roman als notleidender Bezieher satter Altersbezüge total sehr genau aus. Sprach doch bereits Karsten Vilmar von den positiven Effekten eines sozialverträgliches Frühablebens.

Warum kann man Leute über 60 nicht eine „Abwrackprämie“ einführen?
Die „Abwrackprämie“ ist doch die Errungenschaft der „Wegwerfgesellschaft“.
Mehrweg? Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.

Alte Menschen? Sind potentielle Langzeitarbeitslose. Belasten die monatliche Statistik. Bruche mer nit, fott domet. Einer Vergreisung der Gesellschaft wäre entgegengewirkt und die oben bereits erwähnten Namen könnten keine Probleme mehr machen.

Man stelle sich die Schlangen vor den Krematorien vor, wenn da die Enkel und Enkelinnen in der Mitte ihre „Abwrackprämie“ untergehakt heranschleppen würden. Da kommen gleich Gefühle wie im Mittelalter auf. So wie bei den „Ritter der Kokosnuss“ und der Szene „Bringt eure Toten raus„.
Gut. Die SPD hätte dann plötzlich keinen Müntefering mehr. Kurt Beck wurde gerade auch 60. Aber bei Georg W. Bush hätten sicherlich Milliarden gleich Applaus geklatscht.
Die Aufregung um Ackermann und Zumwinkel? Gäb es nicht. Blutdruck wäre automatisch gesenkt.
Ohne Anno August Jagdfeld würden die Hotelangestellten vom bekannten weißen Hotel am Heiligendamm (da wo die Merkel mit Bush und Sarkozy heftig flirtete) ruhiger schlafen.
Ohne Mehdorn und Schäffler? Keine Aufregung mehr in den morgentlichen Schlagzeilen. Die reinste Entlastung für den Blutdruck.
Eine „Abwrackprämie“ für die Ü60-Generation? Eine spannende Generation, diese Generation von Kurt Beck bis Jopie Heesters.
Bringt eure Alten raus!„.

Letztens in meiner Kneipe, da kam ein alter Bekannter von mir rein. Ein Vertreter der Ü60-Generation.
Er bestellte gleich ein Doppelkorn und sah mich müde an.

„Gott, sei Dank, noch zweieinhalb Jahre bis zur Rente.“

Er kippte sich den Doppelkorn gleich hinter die Binde und bestellte den nächsten.

„26 Jahre habe ich für meine Firma die Kohlen aus dem Feuer geholt. 26 Jahre lang. Hab mich abgerackert wie ein Idiot. Aber jetzt scheint meine Erfahrung als 63-Jähriger nicht mehr zu zählen.“

Er kippte den nächsten Doppelkorn und bestellte ein Kölsch.

„Heute kam der Personalchef auf mich zu, dieser junge vierzigjährige Spund. Er bot mir für jedes Jahr Betriebszugehörigkeit 1000 Euro Abfindung, wenn ich die Firma jetzt verlassen würde.“

Er nahm einen schnellen Schluck und schaute mich säuerlich an.

„Weißt du, der kann sich seine Abwrackprämie in den Arsch schieben! Ich bin doch kein Auto! Die zweieinhalb Jahre krieg ich auch noch rum.“

Ich gab meinem Wirt mein Glas zum Spülen. Ohne Abwrackprämie. Weil Mehrweg.
Mittlerweile kann ich das Wort „Abwrackprämie“ doch nun nicht mehr ausstehen. Vielleicht erfindet da wer noch eine „Abwrackprämie“ für das abwracken dieses gehirnverkleisternden Wortes.
Ich würde mich einreihen in die Schlange der Abwracker.

Bringt eure Abwrackprämien raus!„.

Das Feuchtbiotop – Das Interview: The days after …

– Wo ist eigentlich der versprochene 5.Teil?
– Mir sind die Camp-Insassen ausgebüxt.
– Was ist passiert?
– Die sind mir aus dem Camp abgehauen.
– Beweise?
– Hab ich leider nicht. Die Quote war so schlecht, da liefen keine Bestellungen mehr für Werbung. Und ohne Werbung konnte ich nicht mehr die Kosten bezahlen.
– Sie gehen auch nach Quote und Werbung?
– Freilich. Das Gesetz von Angebot und Nachfrage.
– Ich glaube, Ihnen sind die Ideen ausgegangen und jetzt erzählen Sie den Lesern einem vom Pferd.
– Mit Essen spiele ich nicht.
– Wie bitte?
– Pferde sind ein Nahrungsmittel. Pferdewürste sind wohlschmeckend. Fragen Sie den Pferdemetzger Ihres Vertrauens.
– Ich bitte Sie. Vielleicht lesen hier auch kleine Mädchen mit. Sie sagten, Ihre letzten fünf Kandidaten seien aus dem Camp entwichen? Wie kam es dazu?
– Die sind aufgestanden, haben das Tor geöffnet und sind gegangen.
– Einfach so?
– So einfach.
– Haben Sie den Videobeweis?
– Wir sind hier nicht beim Eishockey.
– Wissen Sie, ich glaub Ihnen nicht.
– Wieso?
– Ich glaube, aufgrund der zurückgegangene Werbeeinnahmen, hatten Sie nach und nach Ihr Equipment verkauft. Daher auch die vielen Tonstörungen. Das waren in Wahrheit Ihre finanziellen Probleme.
– Sagen wir mal, ich hatte entschieden inflationäre Stagnation im ambivalent fluktuierenden Nullwachstum …
– Aha.
– … aber die Merkel hatte mir ein Konjunkturpaket in Aussicht gestellt.
– Und?
– Wurde nichts draus. Zumwinkel konnte ihr nicht sagen, wie viel Porto auf das Konjunkturpaket muss. Es liegt noch immer unverschickt bei Merkel rum.
– Und Lambsdorff?
– Hat mich geflissentlich übersehen.
– Von Brauchitsch?
– Ebenso. Die sprechen nur mit Nicht-Blaublütern nur in äußerster Notwehr.
– Hat der von Brauchitsch Ihnen keinen Briefumschlag übergeben?
– Doch er hat sogar einen extra für mich geklebt und mit „wg. Careca“ versehen?
– Und? Wieviel war drin?
– Nichts. Mein Name wäre zu kurz und von Brauchitsch faltet keine Geldscheine. So barbarisch sei er nicht, hat er mir gesagt.
– Sie sgaten, von Brauchitsch spräche nur in äußerster Notwehr mit Nicht-Blaublütern. Er spach mit Ihnen? Was haben Sie ihm auf die Brust gesetzt?
– Geflickte Informationen.
– Ich dachte Flicks Leichnam sei schon gefleddert?
– Eben drum …
– Aha. Und der Freddy Quinn?
– Wollte zu neuen Ufern aufbrechen und da nähme er nur Seemänner mit.
– Becker?
– Er gab mir die Handynummer der Sandy Meyer-Wölden.
– Von der blonden Sandy?
– Genau der. Er meinte, die sei ganz nett. Aber er hat mich gewarnt. Die würde nicht nachdunkeln.
– Nachdunkeln. Soso. Ah ha.
– Da hätte man ihm vorher falsches erzählt. Er war froh mit einer SMS gekündigt worden zu sein.
– Soso. Zurück zum Camp. Was war das wichtigste, was sie aus dem Camp mitnehmen konnten?
– Die Beleuchtung und die Kameraausrüstung.
– Nein, ich meinte, was das Camp für sie persönlich eingebracht hat? So als Bereicherung für ihr jetziges Leben?
– Die steuerfreien von den Zuschauern gespendeten Gelder für die abgezogenen Kandidaten.
– Abgezogen? Ich dachte, die seien ausgebüxt.
– Erst ausgebüxt und dann von mir abgezogen.
– Sie meinten wohl „abgezockt“, oder?
– Oh yeah! That’s the word!
– Ah ha. Nun ja. Ich danke Ihnen für das aufschlussreiche Gewäsch.