Catch me, if you can … (1)

Zeitung aufgeschlagen. Klagen über den Preis je Barrel Öl gelesen. Weinende Autofahrer an meiner Tanke an der Ecke gesehen.
Von den Erdölfunden vor den Küsten Brasiliens gelesen.
Plan steht. Niemand ist eingeweiht. Werde gen Brasilien und nach Erdöl bohren.
Will auch mal im weißen Kaftan zwischen eigenem Bugatti Veyron, Lamborghini Gallardo, Ferrari 599 GTB Fiorano und Bentley Arnage vor irgendwelchen verkommenen Favelas mit hübschen Ghetto-Frau wie ein Gangsta-Räpper dann posieren können.
Koffer gepackt, Weinmesser eingesteckt und Reisepass mit neuem fälschungssicherem Drucker verlängert.
Brasilien, ich komme.

Klimaversündiger "Dicke"

Na also! Jetzt ist es auch in der Presse! Dicke haben einen Anteil an der schlechten Klimabilanz:
Sie essen zuviel, sie schwitzen zuviel, sie furzen zuviel, sie verbrauchen zuviel Energie, sie sind schlichtweg einfach zuviel.
Das Weltklima kann sie als massive CO2-Produzenten nicht verkraften!
Und wo hab ich’s gelesen?
Na, hier! Bei der Netzeitung, die immer mehr gen Boulevard schlingert.

Wobei, mir fällt da eine Szene ein, die ich in Brasilien miterlebt hatte:
In der südbrasilianischen Küstenstadt Balneário Camboriú, ein Mekka der argentinischen Strandtouristen:
Ein Mercedes Straßenkreuzer kommt angerauscht und hält vor einem Restaurant, einer Churrascaria, einer Art „All-meat-you-can-eat“-Restaurant. Die Tür des Wagens öffnet sich und ein unheimlich fettleibiger Mensch quillt heraus. Ein Restaurant-Page übernimmt den dann lässig zugeworfenen Fahrzeugschlüssel und die Masse Mensch wogt gen Eingangstür. Und als der Mercedes mit dem Pagen weg fuhr, merkte ich, der Wagen war ja gar nicht tiefer gelegt.
„Das ist der Besitzer der Churrascaria“, raunte mir mein Begleiter zu.
Der Koloss verschwand ohne Probleme durch die Tür in sein Restaurant. Rechtzeitig zum Abendessen.
Ich wette, wenn jener Mensch flog, dann buchte der gleich immer drei Sitze nebeneinander …

Alles klar.
Dick-sein ist klimaschädigend. Bei der saumäßigen Umweltbilanz, die solche dickleibigen Menschen vorweisen können.

Aber es gibt ja auch den staatlich legitimierten Ablasshandel in Sachen Klima. Die einen Länder kaufen den anderen CO2-Emissionsscheine ab und dürfen dafür mehr CO2 rauspusten.

Und so machen wir es auch bei fettleibigkeit. Wenn wir hier zu dick werden, dann sterben halt woanders ein paar Menschen mehr an Hunger.
Somit passt’s schon wieder in der Öko-Bilanz.
Man sieht, Dicke können nun wirklich nicht für das schlechte Klima haftbar gemacht werden.

Selbst Caesar wollte schon als Staatsmann Dicke um sich haben. Sie kamen, die Dicken. Und wer starb dafür? Eben. Der Hungerhaken Caesar und danach auch er, sein nicht minder Magermodell Sohn Brutus. Die waren zu dünn. Das hatte die Natur passend nun mal so eingerichtet.

Da brauch also niemand über Dicke als „Klimaverschandler“ aufregen, solange wir hier nicht noch paar Verhungernde in der sogenannten Dritten Welt in petto haben.
Wir lassen uns doch unseren Hunger nicht vermiesen!
Auch nicht von der Netzeitung mit ihren Boulevard-Artikeln.

Mahlzeit.

Wenn der Fernseher nur noch "Das Erste" spielt …

Hm.
Mist.
Den ganzen Tag gesucht und dann hab ich es gerade unter der Tastatur meines PCs gefunden. Der Flieger ist jetzt wohl weg.
Flucht misslungen.
Werde mir heute abend doch wieder Aachener Karneval „Wider den tierischen Ernst“ anschauen.
Scheiße, seitdem der Fernseher nur noch „Das Erste“ reinkriegt und ich meine Bücher seit gestern abend ausgelesen hatte …
Das Leben ist sooooo ungerecht …
Ticket

Seiten einer wertvoll klingenden Münze: Heirat und Scheidung

Irgendwie lief mir wieder eine Geschichte über den Weg, dass eine Frau einen Mann ausgenommen hat, indem sie ihn heiratete. Die Frau soll eine Frau aus einem anderen Land sein. Ein exotisches Land. Eines mit nicht viel Geld. Und die Bewohnerinnen dieses Land seien typisch für solche Heiraten mit der Absicht auf Scheidung, um damit gut Asche zu machen.

Dazu fiel mir eine andere Geschichte ein, die ich vor nicht allzu langer Zeit gehört hatte.

Er (Ingenieur) lebte mit ihr (arbeitslos) fünf Jahren unverheiratet zusammen. Im sechsten Jahr heirateten sie.
Zwei weitere Jahre stellten beide fest, dass sie zusammen lebten, aber das da sonst nichts mehr war.
Er bat um Scheidung.
Sie lehnte ab.
Er insistierte bei ihr deswegen. Es kam zu den ersten heftigen Streitereien.
Sie wollte um keinen Preis in die Scheidung einwilligen. Fehlende Liebe sei für sie kein grund zur Scheidung. Man könne auch gut miteinander leben, wenn man nebeneinander her lebt.
Er versuchte es auf einer anderen Weise. Er kündigte er den Mietvertrag der gemeinsamen Wohnung fristgerecht (drei Monate im voraus). Sie reagierte darauf in keiner Weise.
Er besorgte sich in der Zwischenzeit eine neue Wohnung und legte ihr ebenfalls ein großzügiges akzeptables Wohnangebot vor. Sie reagierte immer noch nicht.
Er zog aus und in seine neue Wohnung ein. Danach fuhr er für vierzehn Tage in Urlaub und hoffte, dass sie dann wohl aus der alten ausgezogen sein dürfte.
14 Tage vor Ende des alten Mietvertrages (nach dem Ende seines Urlaubs) musste er feststellen, dass sie weiterhin in der Wohnung lebte und keine Anstalten machte auszuziehen.
Seine Panik wuchs. Denn die alte Wohnung war inzwischen schon weitervermietet worden und wie es ausschaute, würde es zu einem Clash zwischen seiner Frau, dem Vermieter und der nachfolgenden Mietpartei kommen. Ein Clash drohte, dessen Leittragender als Vormieter er sein würde.
Zudem fand er ein Anschreiben eines Rechtsanwaltes vor, indem sie für 150.000 Euro plus Unterhaltskosten in eine Scheidung einwilligen würde. Zudem wollte sie alle während der Ehe gemeinschaftlich erwirtschaftetetn Güter haben.
Grund: Sie müsse auch noch ihre Mutter weiter versorgen, sei aufgrund der Beziehung arbeitslos geblieben und wäre somit mittellos. Er hätte einen gesicherten Job bis zur Rente und deshalb müsse sie für ihre Zukunft sorgen.
Er ging ebenfalls sofort mit der Forderung zu einem eigenen Rechtsanwalt.
Mit seiner Frau einigte er sich über die Rechtsanwälte vier Tage vor Ende des Mietvertrages auf eine Abstandszahlung von 50.000 Euro und sie dürfte ihre eigenen Sachen und bestimmte vereinbarte Dinge aus der alten Wohnung mitnehmen. Die Unterhaltsforderungen waren damit abgegolten. Und sie würde damit in einer sofortigen Scheidung einwilligen.
Er nahm sofort einen mühsam ausgehandelten Kredit wegen jenen 50.000 Euro Abstandszahlung (Ablösesumme, Freistellsumme, oder wie man das so nennt) auf.
Als er dann zwei Tage wieder in seiner alten Wohnung auftauchte, fand er diese komplett ausgeräumt vor. Sie hatte alles mitgenommen. Ein Freund meinte dazu nur:
„Sei froh, dann müssen wir nicht soviel schleppen.“

Zumindest konnte er die Wohnung besenrein übergeben. Im nachhinein fand er es sogar positiv, dass sie sich alles unter dem Nagel gerissen hatte, denn so erinnerte in seiner neuen Wohnung nichts mehr an diese Zeit.

Auf meine Frage, ob er jemals wieder heiraten würde nach diesen grauenhaften Erlebnis, kam offen und ohne Umschweife ein spontanes:
„Aber immer wieder!“

Er ist übrigens Deutscher. Sie ist Deutsche.

Was ich damit sagen will:
Das Problem sind nicht die Frauen, sondern eine deutsche Gesetzgebung, die die Männer aufgrund deren Heirat immer benachteiligt. Wer als Mann heiratet, geht immer ein erhöhtes Risiko nachher ein, sich dumm und dämlich zu bezahlen.

Bei dem letzen Spiel Deutschland-Brasilien kam ich mit einer Brasilianerin ins Gespräch, die mir offen sagte, dass die deutschen Männer dumm seien, sich von dem Staate so ein Gesetz verordnen zu lassen.
Und wenn sie es akzeptieren würden, dann seien sie überhaupt dumm, wenn sie dann noch heiraten würden. Sie meinte ganz frech zu mir: „Wenn wir Frauen wollen, habt ihr deutschen Männer hier keine Chance. Wir können sogar nachher bis zur Hälfte von eurem Verdienst bekommen. Wir brauchen euch nur zu heiraten.“

Die deutsche Frau aus der Geschichte oben war da wesentlich intelligenter und wurde mit erheblich mehr Geld belohnt als viele Frauen aus deutsch-internationalen Beziehungen. Deutsche Frauen sind wesentlich gewiefter, wenn es darum geht, die deutsche Rechtsprechung der Scheidungsgesetze zu verstehen und gewinnbringend anzuwenden!
Die deutschen Scheidungsgesetze sind die Rache der Frauen an den Männern für deren allgemein berufliche Diskriminierung (Lohn, Stellung, etc.).

Warum also heiraten?

Entweder man tut es oder lässt es generell bleiben …

Wir sind …

… Frauen-Fußball-WM …

Ja, super.

Deutschland darf 2011 die Frauen-Fußball-WM ausrichten.

Das wird eine harte Zeit. Immer wenn „Verbotene Liebe“, „Marienhof“ oder sonstige Telenovelas laufen, werden die Frauen sicherlich vehement und diktatorisch die Fernbedienung an sich reißen und auf Fußball umschalten.

Statt den Diskussionen über andere Themen wie „Kindererziehung“, „Kochrezepte“ und der Freund der Freundin des Freundes und dessen Ar*** werden die Frauen sicher nur über Abseits, Stürmern und Elfmetern reden.

Unerträglich wird die Zeit hier werden.
Kann da jemand uns Männer überhaupt verstehen?

Viel wichtiger als 2011 finde ich das Jahr 2014!

Da findet die Weltmeisterschaft der männlichen Balltreter in Brasilien statt. Dann lässt es sich unter Männern wieder vorzüglich über Abseits, Stürmern und Elfmetern reden.

Und über brasilianische Frauen im Allgemeinen und Speziellen sowieso.

Denn man merke:
In Brasilien gibt es bekanntermaßen nur Nutten und Fußballer …

Lufttaxi Fortaleza

Beim Rumstöbern im Internet nach Fluglinien, welche brasilianische Flughäfen anfliegen, fand ich eine interessante Taxi-Linie:
Die Táxi Aéreo Fortaleza, oder kurz TAF abgekürzt.
Richtig heißt sie TAF Linhas Aéreas S/A und besitzt auch eine Homepage.
Sie fliegt aber nur Regional innerhalb Brasiliens, am liebsten die nordöstlichen Rennstrecken Brasiliens:
Fortaleza, São Luis, Belém, Manus, Salvador, Recife etc..
Insgesamt 16 Flughäfen will sie dieses Jahr im Portfolio nachweisen können (2006: 9 Flughäfen). Und transportiern will die TAF im Jahr 2007 an die 434000 Passagiere (2006: 142.000 Passagiere).
Die TAF verfügt offenbar auch über diverse Fliegzeugtypen. Vorzugsweise Kleinstfliegzeuge wie Learjet C 24 D (6 Passagiere) oder Caravan C 208 (9 Passagiere). Für den kleinen Zwischenhandeltransport (no drugs, please!) gibt es auch ein „Eichhörnchen“ der Firma Eurocopter: den Esquilo.
Und wenn man sich so die Generation der Flugzeuge anschaut, so sind es sicherlich nicht die neusten Fliegzeuge, die die TAF besitzt. Dafür war sie aber im Jahr 2006 pünktlicher und flugausfallsicherer als die VARIG (knapp an einer Pleite vorbei geflogen), die TAM oder GOL.

Wieso schreib ich das?

Die TAF besitzt nämlich auch noch drei Fliegzeuge der Marke Boeing 737 für ca. 115 Passagiere.
Aber auch das ist nicht wirklich interessant.

Interessant finde ich dabei eher, dass ich entdeckte, dass die TAF über einen Frachtflieger der Marke Boeing 737-230 C mit der Seriennummer 20254-230 verfügt.
Genau dieses Flugzeug hatte vor 30 Jahren als Passagierflugzeug eine historische Rolle gespielt hat. Bei der Boeing 737-230 C mit der Seriennummer 20254-230 handelt sich um die „Landshut„, welche 1977 im Zuge der Schleyer-Entführung in Mogadischu von der GSG9 befreit wurde.
Auf diesen Fakt stieß ich über Wikipedia, als ich mich über die TAF informieren wollte.
Allerdings wird es wohl den Wikipediaeintrag nicht mehr allzu lange geben. Er wurde bereits zur Löschung vorgeschlagen.
Argument: „kaum relevant“.
So wird auch diese interessante Historie wohl bald in den Bits und Bytes des Internetnirvanas verschwinden.
Also anschauen, solange es den Beitrag noch gibt:
Die TAF bei Wikipedia

Rio de Janeiro: Jeden Tag eine neue Ansicht

(c) Ivo Korytowski


Aufgrund meiner Artikel zum Weltwunder in Rio de Janeiro hat mir Ivo Korytowski den Link zu seinem Blog geschickt.
Jeden Tag hat er ein neues Foto aus Rio de Janeiro dort drin. Sein Blog steht jetzt bei mir Sage-Feedreader.
Seinem Blog einen Besuch abzustatten lohnt sich.