Gesucht – gefunden

Bei MensHealth.de fand ich unter der Rubrik Gut geflirtet, ist halb gesexelt“:

Perfektionieren Sie die Real-Madrid-Mimik. Eine interessante Frau schauen Sie immer mit dem Gesichtsausdruck an, den Sie haben, wenn im Fernsehen Real gegen Bayern läuft (aber sagen sie bloß nicht aus alter Gewohnheit dazu: „Das ertrage ich nur mit einem Bier!“).

Aber hallo!
Lesen hier auch Bayern-München-Fans mit?
Ich kenn die Manchester-United-Mimik.
Aber kann mir mal wer diesen Real-Madrid-Mimik näher beschreiben?

Nichts außer Gutes über Tote … oder: no-go-areas

„Die Bundesregierung wird gegen die Soldaten, die dabei eine Rolle spielen, ermitteln und mit aller Härte durchgreifen.“

„Dieses Verhalten der Soldaten ist schlecht für das Ansehen der Bundeswehr.“

„Absolut abstoßend und Ekel erregend.“

„Ein solches Verhalten ist durch nichts zu entschuldigen.“

„Natürlich besteht die Gefahr, dass gegnerische Gruppierungen wie die Taliban oder Al-Kaida solche Fotos instrumentalisieren und ihren Landsleuten sagen: Seht mal, so gehen die Ungläubigen, so gehen die Deutschen mit unseren Toten um.“

„Die schockierenden Bilder werden natürlich in der islamischen Welt verbreitet werden. Diese Aufnahmen werden von Taliban und El Kaida gegen uns instrumentalisiert werden. Das ist gefährlich und fatal, weil es nicht nur unsere Reputation beschädigt, sondern auch Demonstrationen provozieren kann.“

„Solche Vorfälle liefern islamistischen Extremisten Munition für weitere Radikalisierung. Das erhöht die Gefahr weiter, dass deutsche Interessen im In- und Ausland Ziel islamistischer Terroristen werden können.“

„Zur Erinnerung: Im Fall der beiden Kofferbomber reichte bereits die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen als Motiv aus.“

„Mir wurde signalisiert, dass diese Inszenierung nicht nur eine Bedrohung für die Deutsche Oper darstellte, sondern für die gesamte Bundesrepublik und Einrichtungen im Ausland. Diese Bedrohung wurde mir sehr drastisch geschildert, und ich bin sehr verwundert, dass das plötzlich eine Bagatelle gewesen sein soll.“

„Wir müssen aufpassen, dass wir nicht aus Angst vor gewaltbereiten Radikalen immer mehr zurückweichen. Selbstzensur aus Angst ist nicht erträglich.“

„Kniefall vor Terroristen“

„traurigen Beleg dafür, dass islamistisch-extremistische Agitation gegen die Meinungsfreiheit in unserer Gesellschaft offenbar bereits Wirkung zeigt“

„Wenn wir alles, was wir tun, untersuchen auf das, was daraus resultieren mag, dann gerät unsere Freiheit wirklich zutiefst in Gefahr.“

Quellen der obigen Politikerzitate: deutsche Presselandschaft

Muss man aus den Fotos Konsequenzen ziehen? Welche?

Sie sollten in hoher Auflage in allen Fraktionen kursieren, wenn wieder die Abschaffung der Wehrpflicht propagiert wird. Nachdem auch hohe Offiziere schlechten Sold, gesellschaftliche Verrohung, seelische Überforderung und morbide Faszination des Grauens als Erklärungen heranführen, kann man sich nun anschauen, wie eine reine Berufsarmee aussähe und was man mit ihr alles anstellen kann. Auch zur Abstimmung über Schäubles „Einsätze der Bundeswehr im Inneren“ sind Belege über die typische Dynamik von Soldateska hilfreich. Das verbliebene beste Argument für die Wehrpflicht sind die Einsätze von Zivildienstleistenden auf internationalen Soldatenfriedhöfen.
(Quelle: hier)

Aktuelle Wetterdurchsage … (2)

Hab noch mal vorsichtig und scheu rausgeschaut, raus aus dem Fenster.

Nein, da war nichts mehr in der Luft. War wohl doch ne Halluzi. Aber irgendwer hat Zucker (oder Mehl?) über die parkenden Autos gestreut.

Ich schätze, die Polizei dürfte den einkassiert haben. Schliesslich sind die hier gegenüber und richtig aufmerksam.

Möglicherweise sitzt der Täter gerade im Verhörzimmer und hat ne grelle Lampe in sein Gesicht gerichtet. Geschieht ihm ganz recht, dem Umweltverschmutzer.

Egal.

Gute Nacht da draußen, was oder wo immer ihr auch sein mögt. :wave:

Aktuelle Wetterdurchsage …

Das neuste vom Wetter:

Irgendwo da draussen muss wohl ein Kohlekraftwerk brennen. Oder vielleicht die Dachpappe eines Kernkraftwerkes. Denn draussen fällt weisse Umweltverschmutzung vom Himmel.

Meterologen werden mir jetzt sicherlich widersprechen und sagen, dass es harmloser Schnee sei. Kann aber auch nicht sein. Gestern um diese Uhrzeit waren es noch 15 °C. Okay, jetzt sind es nur noch drei. Aber ob es Schnee ist oder dicker Fall-out werd ich jetzt nicht auskundschaften.

Ist es Umweltverschmutzung, ist es ungesund. Ist es Schnee, ist es kalt und im Endeffekt auch nicht gesund. Und ist es Schnee, ist es im Endeffekt auch Umweltverschmutzung.

Ich geh jetzt zu Bett und schau morgen wieder aus dem Fenster. Vielleicht halluziniere ich ja auch …

Internationaler Weltspartag: Spare, koste was es wolle …

Hey, heute ist internationaler Weltspartag!

Aber nicht bei uns. Nicht in Deutschland. Der heutige war bei uns schon gestern.

Und was macht Deutschland dann heute am internationalen Weltspartag?

Das, was wir jeden Tag machen: Schulden.

<font face="ComicSansMS">War das heute für dich ein Scheißtag?</font>

Gesucht, gefunden.
Der Ursprung des Wortes „Scheißtag“:

Als „Scheißtage“ wurden in Süddeutschland und Österreich unter Knechten (in früheren Zeiten angestellte Arbeiter in bäuerlichen Betrieben) die zusätzlichen ein bis drei unbezahlten Arbeitstage bezeichnet, die die von ihnen beanspruchte Zeit für die Verrichtung der Notdurft während der vereinbarten Anstellung ausgleichen sollten. Häufig war der „Scheißtag“ der 29. Dezember.

Quelle: wikipedia.de

Und?

=> War der heutige Tag dein 29. Dezember?
Oder war er letzte Woche schon? :)

<font face="ComicSansMS" size="3">Hallo Wien!</font>

Zulange in ’ner Kneipe rumgesumpft, mit Augen versucht das Bier aus dem Glas zum Verdampfen zu bringen, hab es dann aus Verzweiflung einfach runtergeschüttet.

Meine Frau kam mit nem Tempo vorbei, ihr „Hat-der-Kleine-wieder-gesabbert“-Blick konnte mich schon gar nicht mehr treffen, solange ich mein Bierglas noch heben kann, ist mir das Kinn-Abwischen auch noch keine Kunst.

Nur die Gäste sahen mich an, als ob ich die „Sinfonie des Grauens“ persönlich sei. Ja, Herrschaftszeiten, haben wir denn nun Halloween oder nicht?!? Darf ich nun dafür sorgen, dass andere ’ne Gänsehaut angesichts meines leicht delirenden Zustandes bekommen oder nicht?!?
„Nein“, sagte mir der Kellner unisono mit meiner Frau zusammen.

„Zusammen“ – das war auch das Wort, welches beide verwendeten. Und dann redeten beide noch vom „Reißen“. Kapiert habe ich es nicht. Mein Freund Heiner sagte mir dann noch in nem leichten schwül kumpelhaften Säuferton, ich solle gefälligst sauber bleiben.

Sauber.

Dabei hatte meine Nachbarin in ihrem Dekolleté ziemlich viel Kunstblut verspritzt und dort, wo sich normalerweise der Blick hin verirrt, klaffte ein dickes aufgeklebtes PVC-Wundenimitat. Auf ihrem Rücken stand Zombie, in ihrem Cocktailglas befand sich wohl ähnliches, denn sie beaugapfelte ihr Make-up andauernd durch nen Klappspiegel.

Ich hab mir daher keinen „Zombie“ bestellt. Nachher lauf ich auch noch dauernd aufs Klo und muss mich auch noch zwanghaft im Spiegel anschauen.

Jemand sagt, ich solle mich amüsieren. Ich hebe mein Bierglas der Gegenüber entgegen, die öffnet ihren Mund, ich sehe ihre Zähne und mein Lächeln gefriert. Widerlich! Das Glucksen der Frau mir gegenüber verrät mir, dass sie diesen Effekt erwartet hatte. Ich setzte mein Glas ab und verfalle in dumpfes Brüten.

Gott sei Dank ist übermorgen Allerheiligen.
Friedhofsrundgang ist angesagt. Und das gleichzeitige Gräber-Mobben beim Gruftnachbarn.
„Schau mal. Der hat überhaupt nichts an seinem Grab getan.“
„Unser Grab ist das schönste in der Reihe!“
„Schau dir mal den mickrigen Kranz dort drüben an. Die sollten sich was schämen.“
„Und so was nennt sich bei denen Totenehrung! Die haben noch nicht mal das Glas ihrer Grableuchten geputzt!“
„Letztes Jahr haben wir noch drei Grabgestecke auf unsere Gruft abgelegt, aber dieses Jahr nur zwei. Die sind halt so teuer geworden. Dafür haben wir aber mehr reinstecken lassen. Man möchte sich ja nichts nachsagen lassen.“

Nein, der November gehört verboten.
Nur triste Tage und dann noch das ganze nekrophile Gedöns: Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag, Totensonntag …
Ein Monat, um zum gnadenlosen Alkoholiker zu werden.

Oder wie damals jener,der zur abgehalfterten Möbelhausattraktion wurde. Jener Rex Gildo. Das war dem armen Jungen wohl doch zu viel und daher ist er wohl gehopst. Acht Tage vor Allerheiligen vor sieben Jahren. Alkohol hatte er ja schon genug. Zwei Tage vor Halloween wurde er begraben …
Und wie auf Kommando knallt das Ralf Siegel Machwerk durch die Lautsprecher der Kneipe: Hossa.
Fiesta Mexikana.
Hossa.
Und übermorgen stehen die Fans wieder um einen Hügel Erde und Kränze.
Hossa.
Es ist ja Halloween.
Hossa.

Über dem Tresen baumelt ein Skelett. Meine Frau streichelt es zärtlich und schaut mich dabei an. Instinktiv rechne ich meine Lebensversicherung gegen das Abendessen von ihr heute auf. Hossa. Alles im grünen Bereich, kam alles aus der Dose und schmeckte so fade, wie es bei ALDI halt so schmeckt.

Eine Vampirella drängt sich neben mir und prostet mir zu. Die Hälfte ihres Biers landet auf meine Hose und alle um mich herum lachen und rufen „Halloween“.

Ich überlege, ob ich wieder sabbern sollte. Meine Frau scheint den Gedanken erraten zu haben und schaut mich streng an.

Ob sie mich umbringen wird, wenn ich nochmals sabbere? Es ist schließlich Halloween. Und – das wichtigste von allem – sie ist glaubensfeste Katholikin. Was die Kirche sagt, ist ihr heilig. Solange sie sich natürlich nicht in ihr Privatleben einmischt.

Heute – oder war es schon gestern? -hat sie vor Freude gegluckst, als sie sich ihre Vampirzähne für den Abend einsetzte und ihren Kopf zum Totenkopf umschminkte.

Im Radio lief vor einigen Jahren die Kurzmeldung, Katholiken und Protestanten hätten sich jetzt darauf geeinigt, dass ab nun der Mensch allein auf Grunde seines Glaubens schon im Himmelreich aufgenommen werden würde. Gute Taten dafür braucht es nun nicht mehr.

Nachtigall ick hör dir trapsen, war schon damals mein erster Gedanke. Wollen die beiden Kirchen nun wieder Kreuzzüge ausrufen? Ist das die Antwort auf die hohe Anzahl der Kriege? Der Joan d’Arc-Effekt? Die soll ja persönlich um jeden geweint haben, dem sie zuvor die Kehle zerteilt hatte. Dafür wurde sie ja auch u.a. heilig gesprochen. Demnächst werden wohl der Sachsenschlächter Karl der Grosse oder der Indiofresser Cortez oder der grausame Christopher Kolumbus ins Reich der Heiligen aufgenommen. Denn gläubig waren sie bis zuletzt. Zuerst die Heiden getauft und dann – rumps – die Omme ab.
Alles im Namen Gottes.
Das nun aufgrund der Kirchenentscheidung ein Veto Gottes zu befürchten ist, steht nicht zu erwarten. Gott hat ja überhaupt keine Rechte bei der Mitsprache, er könnte sich auch nicht ausweisen und würde dann wohl in ein sicheres Drittstaatenland abgeschoben.

Ich schau mich um. Ein Mann mit einem Skeletttuchumhang wankt an mir vorbei und rammt mir mein Bierglas aus der Hand. Der Inhalt ergießt sich über die Verkleidung meiner Frau.

„Du Idiot! Wir gehen jetzt, du Säufer! Hast mein schönes Halloween versaut!“

Das Skelett übergibt sich gerade auf dem Tresen, aus der Lautsprecherbox tönt wieder mal ein zweifaches „Hossa!“ und die Umstehenden wenden sich mit Grausen ab.

Eine Symphonie des Grauens.

’s halt Halloween …

Never change a winning team …

Das neue ist immer das bessere.
Besser als das vorherige.
Und das vorvorherige.
Vor zwnazig Jahren musste ich bei Fernstgesprächen teilweise noch recht heftig ins Telefon schreien. Aber es wurde besser. Inzwischen höre ich Stecknadeln in anderen Ländern fallen, so stark hat sich das Festnetz verbessert.
Aber es ist halt nur Festnetz.
Nicht mehr und nicht weniger.
Dann kamen die Mobilfunktelefone auf. Dicke Koffer, die über geostationäre Satelliten, Verbindung herstellten.
Schlechte Sprachqualität.
Aber immerhin fiel man damit in der Öffentlichkeit auf.
Dann tauchten die ersten Handys auf. Verpönt von jedermann.
Inzwischen hatte das Festnetz beeindruckende Sprachqualität.
Aber der Hype auf Handys mit einer Sprachqualität wie beim Festnetz vor 15 Jahren hob ab.
Neuer ist besser? Das gilt für die digitalen W-Lan-Handys. Dort wird zum Teil noch ein künstliches Rauschen eingespielt, damit der Nutzer weiss, dass sein Mobilteil gerade ne Verbindung hat …

Neuer ist besser?
Ich habe seit vorgestern das neue Betriebssyytem „Ubuntu Edgy“ auf meinen PC gespielt. Es sollte mein bisheriges Betriebssystem „Ubuntu Dapper“ ersetzen.
Doch.
„Ubuntu Edgy“ lief ganz akzeptabel.
Aber es lief nur, wenn es erstmal hochgekommen ist.
wenn
Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär …
Never change a winning team.

Ich bin jetzt wieder bei „Ubuntu Dapper“ und wieder zufrieden.