Ein Herz für Leichen

Da spielen Deutsche pietätlos mit den Totenschädeln sowjetischer Soldaten in Afghanistan, da warnt Merkel davor, dass die Afghanen verstimmt drauf reagieren würden. Man solle doch lieber deren „Köpfe“ (so Merkel!) gewinnen. Hoffentlich nehmen die deutschen Soldaten diese Anregung nicht zu wörtlich. Andererseits, würde man denen empfehlen zur Beruhigung nen „Schwarzen Afghanen“ zu rauchen … wer weiss, wie verzweifelt die deutschen Soldaten dann dort nen Schwarzen suchen würden, um das Opfer dann in deren Pfeife zu stopfen …

In der Zwischenzeit entrüstet sich das BILDungsblatt mit dem Aufmacher weiterhin über die Leichenfledderei und Totenstörung durch deutsche Waffenträger in Afghanistan.

Und weil es zu dem Thema „Tote unter Deutschen“ so gut passt, fragt dieses BILDungsblatt paar Seiten später indirekt gleich auch noch entrüstet, warum man kein Herz für Moshammers tote Hündin Daisy habe und sie nicht in seiner Gruft versenke?

Wobei, die letzte Frage zeugt nicht wirklich von wirtschaftlichem Geist. Man sollte die Daisy schnell noch schockfrosten und nach Süd-Korea verkaufen, bevor sie zu Gammelfleisch verkommt und dann keinen Heller mehr wert sein wird …

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Nachrichten, die die Welt benötigt

Eine absolut unendbehrliche Nachricht:

Moshammers Hündin Daisy ist gestorben.

Das, was niemand erwähnte: der neue Hundebesitzer hatte der Hündin Daisy zuvor mehrfach das Hörbuch „Bekenntnisse einer Hundedame“ vorgespielt, das von Moshammer persönlich gesprochen ward …

Tja, es gibt schönere Todesursachen als der durch Folter mit Moshammer CDs …

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Kopflos in Afghanistan

Das ist nicht schön.
Nicht wirklich schön.
Da ist in genau einer Woche „Allerheiligen“ – ein Tag also, an dem die ganze restkatholische Bevölkerung nachmittags zu ihren Gräbern pilgert und kleine bunte Lichterchen in Gedenken ihrer Toten aufstellt – und dann sieht man Soldaten mit Totenschädel posieren.
Klar, andere buddeln freiwillig irgendwo herum, graben Totenschädel aus, schreiben darauf Dutzende von Büchern und nennen sich Archäologen. Wieder andere graben Gräber aus und werfen die Gebeine in Öfen zum Einäschern. Die nennt man Friedhofsgärtner oder so.

Aber Soldaten?
Und es sind nicht irgendwelche Soldaten.
Es sind deutsche Soldaten in Afghanistan.
Sie stören die Totenruhe, schreit die Volksseele
Und was die Volksseele so als Aufmacher auf Seite 1 aufkocht, dass muss ja schon verwerflich sein.
Geschunden von der blindgängerischen Granaten der publizierten Volksseele werden sich die armen Soldaten instinktiv bei ihrem gelernten Handwerk wieder in ihre bombensicheren Unterstände ducken. Dabei haben Soldaten an sich doch den lockeren Umgang mit dem Tod anderer erst salonfähig gemacht.

Es ist auch gemein.
Nirgendwo dürfen unsere Soldaten sich mal austoben. Immer stehen sie unter der Beobachtung irgendwelcher Dolchträger im Innenland. Warum sollten sie denn keine Totenschädel den Fotografen präsentieren? Wäre die Volksseele beruhigter, würden noch Fleisch und Blut dran haften? Abgetrennte Köpfe gibt es doch in der afghanischen Umgebung zu dutzenden: abgeschnittene, abgehakte, abgesprengte.
Da haben unsere Jungs jahrelang auf der Playstation Krieg geübt, dann hat man sie hingeschickt und jetzt will es keiner mehr sehen, wenn sie ein wenig Spässken machen?

Gut, hätten die das am 31. Oktober zu Halloween gemacht, dann hätten wir alle verständnisvoll genickt. Schliesslich schicken wir ja unsere Kinder mit Scream-Masken, Totenkopfschminke und Leichenkopfhemdchen auf die Strasse und lassen die an jeder Haustüre um „Süsses oder Saures“ betteln.

„Trick or treat.“

Ursprünglich war ja Halloween am 31. Oktober ein keltisches Fest, bei dem die Druiden forderten, dass ihnen um Mitternacht ein Kind als Opfer für ihren Totengott gegeben würde, welches sie lebendig in einem Weidegeflecht verbrennen würden.
Nächstes Mal lade ich die Kinder zu mir ein und erzähl Ihnen das und hol dann mein Druidengewand mit der Druidensichel aus dem schrank hervor. Sollten die Kinder dann nicht schon schreiend flüchten, kann ich ja noch ein wenig die Sichel mit dem Wetzstab bearbeiten und die Kinder irre anschauen …
…ist ja Halloween.

Na, wenn schon die Kinder lernen, dass sie das elterngegebene Recht haben, anderen Schaden zuzufügen, gesetzt den Fall andere Menschen beugen sich nicht deren Willen, dann sollte man auch den Soldaten in Afghanistan zugestehen, ein wenig Totenschädel auszubuddeln.
Schliesslich wird gerade im nächsten Monat den Toten in Deutschland gehuldigt. „Allerheiligen“, „Allerseelen“, „Volkstrauertag“ in verbindung mit einem „Buß- und Bettag“ sind so richtig gut dafür gemacht, den November zu dem depressiven Monat eines Jahres werden zu lassen. Da hilft dann auch nicht mehr der Beginn der Karnevals-Session am 11.11. um 11 Uhr 11.

Eben.
Und daher rührt auch das moralisch Verwerfliche der Soldaten:
Einfach so fröhlich mit Totenköpfen vor Digitalkameras rum zu joinglieren und Soldatenhumor zu demonstrieren. Damit nehmen die uns doch die ganze November-Depri. Das muß nicht sein.
Denn wer im November nicht dem Depressiven fröhnt, der darf auch in zwei Monaten zu Weihnachten nicht demonstrativ dazu auffordern, froh und munter zu sein.
Sowas führt halt zu militärischen Kollateralschaden in der Presse.
Kollateralschaden.
Mehr nicht halt.

Und schliesslich gestehe ich hier auch ganz offen:
Selbst ich könnte noch heute den Totenschädel jenes Mannes streicheln, der Urlaub und Wochenende erfunden hat.
Und das sogar vor einer Digitalkamera.
Richtig fröhlich in die Kamera lächelnd …

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Schröder erinnert sich …

Morgens um sieben Uhr ist die Welt noch in Ordnung …

… und zwar genau bis eben zu jenem Punkt, wo ich die Zeitungskästen passiere.

Da ist Deutschlands Meinungsbildner Nummer Eins auch dabei.
Heute stand rechts oben in deren Ecke entscheidendes:

Exklusiv! Gerhard Schröders Erinnerungen

Und irgendwie fiel mir da ein Stein vom Herzen. Er hat es also geschafft, seine Memoiren unterzubringen.

Mir fiel dabei gleichzeitig eine Fotomontage am Anfang dieses Jahres ein. Sie befand sich in der Satire-Zeitschrift TITANIC:

Aus rechtlichen Gründen musste ich das Bild leider entfernen.
Sorry.

Hat Gerhard also seine fünf Seiten nun endlich doch in der Öffentlichkeit unter gebracht …

Aftermath: Robbie Williams CD "Rudebox"

Nachdem ich per Zufall vor 10 Tagen die neue CD von Robbie Williams hören durfte – obwohl sie erst vor zwei Tagen erschien; also eine Woche vor dessen offiziellem Erscheinen – war klar, was meine letzten Posts bis zum letzten Freitag sein würden. Zu jedem Cd-Titel einen Text.

Und jetzt bin ich ausgepowert.

Nicht alles von mir passte wirklich zu den Texten von RW wie die Faust aufs Auge.

Die CD mit ihren Texte hatte einiges bei mir aufgerührt. Er hat seinen Soundtrack zu seinem Leben geschrieben und in mir sprudelte es ebenso bei jedem Lied, das ich von der CD hörte. Drei, vier Texte existierten schon zuvor, nur die anderen entstanden zu den Liedern …

Also wundert euch jetzt nicht, dass nicht wirklich kreatives bei mir momentan heraussprudelt. Muss erst wieder Wasser zum Sprudeln sammeln … .

Leßt einfach die Einträge vom 16-Oktober ab, genießt – falls möglich – und hofft bei mir auf wieder normalisierte Zeiten …

Ich fühl mich jetzt leer und ausgeschrieben

By the way: Der neue Editor von blog.de ist ne Bescheidenheit an und für sich. Meckern nützt ja bekanntlich wenig, denn die Progger des blog.de-Himmels wissen um dessen bescheidenen Hinlänglichkeit … immerhin ist er besser als der alte, wenn man die Tücken des neuen als Risiko abzuschätzen weiss …

…Und danke an die Mitleser von den siebzehn Rudebox-Posts. Ich hatte noch nie so hohe Mitleserzahlen hier im Blog und bin beeindruckt von eurem leserischen Durchhaltevermögen. Nicht alles war leicht leserlich. Danke auch denen von den Lesern, die sich getraut hatten zu kommentieren.

Für alle, die erstmal reinschnuppern möchten, bevor sie 10 Euro für die neue von RW ausgeben wollen:
Ein paar wenige musikalische Eindrücke erhaltet Ihr auch im Podcast von teddykrieger.

Gedanken zur rabenschwarzen Nacht – Millionäre auf hoher See

Sir, ihre Frau ist gerade ins Wasser gefallen. Soll ich das Rettungsboot herablassen?

Ja! Retten Sie ihren Schmuck!

  

Schubladen

In Brasilien gibt es doch nur Fussballer und Nutten.

Na hören Sie mal! Ich bin mit einer Brasilianerin verheiratet!

Ach echt? In welchem Verein spielt die denn?

We’re the Pet Shop Boys

War beim Arzt. Sagte ihm ich hätte ne tierische Erkältung, dass ich mich hundemüde fühle. Zudem hatte ich auch noch von so’nem jungen Schnösel nen Pferdekuss erhalten. Ich sagte, ich bräuchte seine Hilfe.
Er öffnete sofort Probenschränkchen und gab mir Pferde-Salbe.
Beim Gehen erhielt ich noch ne Überweisung für Tierarzt.
Fragte vergeblich in Bekanntenkreis nach gutem Tierarzt. Nur Unverständnis geerntet. Fühle mich wie ’n Ochs vorm Berg.

Je suis des garçons d’un magasin de bêtes.

Maybe it’s a habit

Maybe it’s a sin

But I find out