Noch weiterhin warten

Wir Statisten warten weiter
Warten 2

Warten

Statisten warten.
Warten

Abkürzungsfimmel?

Frage: wenn sich eine Firma „Hensel European Security Services“ nennt und deren Akronym „H.E.S.S.“ bei Verfassungsschützern unverdächtigt durchgehen kann, wird dann eine Sicherheitsfirma namens „Hilfe in totaler Loyalität ehener Rechtsstaatslichkeit“ auch ihren straff organisierten Betrieb unverdächtig aufnehmen können? Ich meine, NSU war damals auch nur eine unverdächtige Abkürzung, die damals maximal jeder nur mit Audi verband …

Ich frag ja nur …

Fragen an das Leben

Rechtsstaat ahoi und niemand schaut hin …

Mollath

Möglicherweise unbedeutend und wegschneidbar, was mich anbetrifft

Heute erhielt ich die Nachricht, dass ich bei den Filmaufnahmen für Stoersender.tv als Statist akzeptiert wurde. Nachdem ich das Projekt selber finanziell unterstützt hatte, ist es mir so etwas wie eine stolze Ehre daran mitwirken zu dürfen, weil das Projekt es verdient (nicht mich, aber dessen Realisierung).

Stoersender.tv ist ein internetbasiertes Crowdfounding-Projekt (s.a. im empfehlenswerten Blog von Andre Tautenhan http://tautenhahn.blog.de/2012/12/04/stoersender-tv-dieter-hildebrandt-15280482 ). Auf die Beine wurde es von Stefan Hanitsch gestellt. Ziel des Projekts ist es, Kabarett außerhalb des reglementierten Fernsehens im Internet als Internet-Sendung zu finanzieren und entsprechend zu realisieren. Das Projekt benötigte 125.000 Euro als Startkapital. Es übertraf das Ziel mit über 25.000 Euro.
Teammitglieder dieses Crowdfoundings sind der Karikaturist Dieter Hanitsch (Vater des Crowdfounding-Leiters), Dieter Hildebrandt (Kabarettist), Dr. Uwe Kirst (http://www.xing.com/profile/Uwe_Kirst) und HeBra (mir völlig unbekannt).

Bekannte Unterstützer dieses Projekts sind:
Urban Priol, Marcus Barwasser, Konstantin Wecker, H.G. Butzko, Sigi Zimmerschmied, Angela Merkel, Reinhard Brüderle und Phillip Rössler (okay, die letzteren drei sind es nicht, das ist von mir brutalst möglichst gelogen … Tschuldigung für diese äußerst billige Wahlkampfhilfe …).

Ich bin gespannt auf die Aufnahmen am Set, auch wenn mir das Schicksal eines jeden Statisten drohen sollte: unbedeutend und weggeschitten.

Allein, es zählt für mich so etwas wie der „olympische Gedanke“ (ohne Doping und ohne finanzielle Interessen, einfach mal dabei sein) und die Filmset-Kabarett-Atmosphäre …

Der Preusse in mir

47

„0“ ist der Ursprung. Der Ursprungspunkt. Undefinierbar. Wenn es keine anderen Standpunkte gibt, dann ist der Punkt nicht räumlich definierbar. Er ist überall und nirgends. Er wird als Beobachterposition gebraucht. Er ist da, aber hat keine Dimension, keine Ausdehnung. Einfach nur ein Punkt. Einfach nur anwesend. Mehr nicht. Er zählt nicht.
Darum gehe ich gleich über zur „1“.

Im Arabischen wird die „1“ durch den ersten Buchstaben „Alif“ ausgedrückt. Es ist auch das Symbol Allahs. Die Juden und Moslems akzeptieren nur einen Gott. Die „1“ hat die Eigenschaft, dass sie mit sich selbst multipliziert unveränderlich ist.

Die „3“ gilt als die heilige Zahl schlechthin. Vater, Sohn und Heiliger Geist. Anfang, Mitte, Ende. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Wodan, Donar, Ziu. Weihnachten, Ostern, Pfingsten. Caspar, Melchior, Balthasar.

Setzt man beide zusammen, ergibt sich die „13“.
Die Zahl „13“ war zwar die allererste gezogene Zahl bei den deutschen Lotto-Ziehungen „6 aus 49“, ist seitdem aber die mit Abstand am seltensten gezogene Zahl. Hierbei ist sie keine Unglückszahl, sondern bezeichnet Bäcker oder Fleischer, die dem Kunden statt der verlangten 12 Stücke 13 einpackten, um sich beim Verzählen nicht strafbar zu machen. Vielflieger wissen, dass die 13.te Sitzreihe nicht buchbar ist. Und selbst wenn das Flugzeug abstürzt und alle überleben, niemand kommt danach in das Zimmer #13 oder in den 13ten Stock.

Einspruch? Es schlägt jetzt gleich dreizehn? Dann das aber gleich zweimal!
Macht nach Eva Winzig (der Gattin von Adam Riese, welche zusammen mit ihm mathematisch den durchschnittlichen Otto-Normalverwutzer zeugte): „46“.

Setzt man auf diese Nummer nochmals die „1“, dann erhält man die „47“.
„47“ ist die 15te Primzahl. „47“ ist die Anzahl der Atome in Silber und in Kombination mit einem „+“ die Landesvorwahl von Norwegen. Der Mexikaner Pancho Villa soll durch 47 Kugeln getötet worden sein. „47 Ronin“ ist die japanische Geschichte der 47 Samurai, die den Tod ihres Herrn rächen. Eine diatonisch gestimmte Harfe hat 47 Saiten. Der Schriftstellervereinigung „Gruppe 47“ hatte Günther Grass maßgeblich seinen Erfolg mit „Die Blechtrommel“ zu verdanken.

„47“.
Auf die „47“ kann ich so viele „0“ addieren wie ich möchte, „47“ bleibt „47“. Lediglich das Produkt der „47“ mit der „0“ ist zu scheuen. Denn dann wird alles wieder zur „0“. Undefinierbar. Ohne Dimension, keine Ausdehnung. Einfach nur ein Punkt. Einfach nur anwesend. Mehr nicht. Er zählt nicht.

Da bleib ich heute mal bei der „47“.
„47“.
Man gönnt sich ja sonst nichts.

Ertrage die Clowns (5): Aufmerksamkeit für Aufmerksamkeitsstörungen lenken …

Im Jahr 1949 steckte sich der junge Joachim Fest einen Zettel ins Portemonnaie, den er bis zu seinem Tode mit sich führte. Auf dem Zettel stand der Satz:

„Ertrage die Clowns!“

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Zwischen Abendbrot und Filzpantoffel lässt den geneigten 19:00-Nachrichtenkonsumenten eine Schreckensmeldung in seinem zufriedenen wohligen Katastrophenhalbschlaf zusammenzucken:

Immer mehr Kinder in Deutschland sind ADHS-erkrankt, an jene Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen, was auch flapsig mit dem Begriff „Zappelphilipp-Syndrom“ umschrieben wird. Besonders seien Kinder davon betroffen, deren Eltern zu den unteren Einkommensschichten zählen oder arbeitslos sind. Da nickt der Pantoffelheld beifällig dem Nachrichten-Moderator zu und denkt an all die brutalen Überfälle von Kindern auf Erwachsenen in Deutschland …

… oder auch nicht …

Interessant an der Meldung ist der Zeitpunkt.
In der USA wurde eine Woche zuvor im Fachmagazin „JAMA Pediatrics“ berichtet, dass die ADHS-Diagosen in den USA angestiegen waren ( Quelle: http://archpedi.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1558056 ) . Basis dieser Studie war die Untersuchung von 842.830 Personen im Zeitraum von Januar 2001 bis Dezember 2010 auf Basis der „Kaiser Permanente Southern California“ Gesundheitsvorsorgeversicherung. Es wurde ein Anstieg der ADHS-Diagnosezahlen (2001: 2,5%; 2010: 3,1%) festgestellt. Ein weiterer Punkt der Studie war dabei auch die Feststellung, dass besonders auffällig sei, dass die größte Anzahl der ADHS-positiv diagnostizierten Kinder aus wohlhabenden Familien stammen.

Die Zahlen, die heute in den Nachrichten verkündet wurden kamen von der Barmer Kasse und sahen teilweise anders aus ( Quelle: https://www.barmer-gek.de/barmer/web/Portale/Versicherte/Rundum-gutversichert/Infothek/Wissenschaft-Forschung/Reports/Arztreport-2013/Arztreport-2013.html?w-cm=CenterColumn_t302962 ) :
2006 wurde 2,92% ADHS-positive Diagnosen getätigt, 2010 waren es bereits 4,14% (bei insgesamt 750.000 untersuchten Personen). Ebenso wie die Amerikaner stellten auch die deutschen Forscher einen Zusammenhang bei Kindern und deren finanziellen Hintergrund fest: Je ärmer, desto eher ADHS.
Soweit so gut.

Ein Blick in die Barmer-Forschungsdokumentation verrät allerdings auch noch anderes: die Forscher stellten fest, in dem wohlhabenden Bundesland Bayern wurden mehr ADHS-Fälle diagnostiziert als in ADHS-Fälle armen Bundesländern Bremen oder Mecklenburg-Vorpommern. Besonders die Umgebung von Würzburg verzeichnet ein erhöhtes Auftreten von ADHS-Diagnosefällen. Warum das so ist, dass es im Raum Würzburg mehr ADHS-Fälle gibt, dafür fanden die Forscher keine Ursache (jedenfalls kein Elendsviertel Deutschlands sondern eher die Heimat von Gutsituierten wie beispielsweise die Umgebung des Copy&Paste-Freiherrn von und zu Guttenberg). Selbst das wohlhabende München liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Selbst die Bundesländer mit hoher Arbeitslosigkeit gehören gemäß der Barmer-Forschungsdokumentation zu den Bundesländern mit sehr geringen ADHS-positiv Diagnosefälle.

Der signifikante Unterschied zwischen der amerikanischen und der deutschen Studie liegt also nicht in der Altersklasse und der geschlechtsspezifischen Anfälligkeit von ADHS, sondern sie liegt in der Beurteilung, welche Schichten eher ADHS diagnostiziert bekommen:
In der USA sind es nach Angaben der amerikanischen Forscher die obere Mittel- bis Oberschicht, in Deutschland nach Angaben der deutschen Forscher die untere Mittel- bis Unterschicht.

Was wollen uns also die Medien mit der Nachricht über das Ansteigen von ADHS-Diagnosen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland jetzt erklären?
Dient die Nachricht als Beruhigsmittel und Absolution reicherer Gesellschaftsschichten?
Oder als Generalverdacht der Kindesfehlerziehung finanzschwacher Familien?
Oder erfordert es Handlungsbedarf wie z.B. durch die Verschärfung des Jugendstrafrechts?

Freilich, das sind jetzt alles aus meinem eigenen Daumen gesaugte Zerrbilder, was ich mir denken könnte, was sich die Medien so dabei denken, wenn sie an die deutsche Studie denken. Sehr interessant fand ich bis jetzt allerdings, dass kein Journalist den Gegensatz zur amerikanischen Forscher-Studie (vor einer Woche veröffentlicht) zur deutschen Studie herausgearbeitet hat. Vielleicht würde es die deutsche Studie dadurch unseriöser erscheinen lassen.
Wer weiß.
Drum redet die deutsche Presse jetzt auch nur gemeinsam über die eine Studie. Über die andere auch noch zu reden, dass würde Erklärungen und Nachdenken erfordern. Das wäre eine größe Herausforderung für die deutsche Presse. Aber das passiert nicht. In einem Land, wo maximal Stadien überdacht werden, aber seltenst Positionen …

Oder in Anlehnung von Erich Maria Remarque mal gehässig für den Grundtenor der deutschen Presse gesprochen:
Am Besten nichts Neues.

Danke für das Weglesen dieses meines Blogeintrages.

Herzlichst

Careca

Freio! Ich bin im Freio!

Na also.
Es geht doch.
Das, wofür die Grünen Anfangs der 80er des letzten Jahrhunderts eintraten, eben das setzen die Amerikaner jetzt um: Gleichberechtigung von Mann und Frau. Demnächst dürfen auch Frauen in vorderster Front Seit an Seit mit den Männern auf deren gemeinsame Feinde schießen.
Jeder Schuss ein absolutes Muss, jeder Stoß begleitet mit Vollmantelgeschoss, jeder Tritt mit fraulichem Igittigitt, jeder Klaps geführt durch ein Bein mit Straps, selbst Arabien soll daran darbien.
Sowieso.

England und Abu-Ghuraib waren das erste Signal der neuen Gleichberechtigung. Gleichberechtigung im Stile einer neuen Zeit als Orientierung für Mann und Frau.
Mit England ist jetzt nicht jene winzig kleine Insel zwischen dem europäischen und amerikanischen Festland gemeint. Nein, nicht jene europäische Insel »England«, welche für militärische Muskelspiele weltweit zu haben ist. Die Insel, welche enge, adlige verwandtschaftliche Beziehungen zu Deutschland hat und die vom »hört, hört, hört«-Regisseur David Cameron hollywoodreif gelenkt wird (bitte den britischen David nicht mit dem amerikanischen James verwechseln, okay?)
Vielmehr beziehe ich mich auf Lynndie England. Jene Frau, die an einem Hundehalsband einen Mann wie einen Dackel durch die Folterkammern Abu-Ghuraibs hinter sich her schleifte. Jener nackte Mann war pressetechnisch »nur« ein Gefangener, ein potentieller Islamist, ein Unter- und Gefolgsmensch jener damaligen irakischen Tyrannei. Ein Gefangener, der moralbefreit so behandelt durfte wie einer der vielen Gefangenen auf Guantanamo. Lynndie England bereut sicherlich noch heute ihr menschenverachtendes, militärisches Posing vor der Kamera. Jenes Foto der Lynndie England und des Gefangenen hat sich wie ein Fanal einer fatalen Siegermentalität in unsere Gehirnen eingebrannt.

Nur, ist so etwas ein Thema für das hehere Thema »Gleichberechtigung«? Ist es ein Thema, dass der »Grüne« Joschka Fischer sich damals pressewirksam über den Fall Abu-Ghuraib echauffierte?

Als Hinweis ist der Begriff »Grüne« jetzt nicht so weit weg. Damals hatten jene die Wähler der Grünen glauben gemacht, eines der Ziele der Grünen wäre der Pazifismus an sich und eine Abschaffung der Bundeswehr sowieso. Nur heute beweisen die Frauen der »Grünen«, worum es bei den Zielen wirklich geht. Gleichberechtigung steht nicht nur als Quote für das Ziel diktiert. Eine vorzeitige Abschaffung der Bundeswehr hätte den Frauen gerade jene Möglichkeit der Gleichberechtigung innerhalb einer der letzten Männerbastionen – dem Krieg und des willkürlichen Tötens – ersatzlos beraubt.
Das geht nun wirklich nicht. Von Alice Schwarzer über Christina Schröder und Andrea Nahles bis Claudia Roth befürwortet keine politische Frau eine solche Idee. Denn erst wenn Gleichberechtigung hergestellt ist, könnte erneut tendenziell angefangen werden, über eine Abschaffung nachzudenken. Unter diesem Blickwinkel könnte der Selbstmord als vorzeitige, feige Kapitulation der »Grünen«-Mitgründerin Petra Kelly und deren Ehemann Gert Bastian (General a.D.) vor über 20 Jahren im Oktober 1992 Sinn ergeben. Es gäbe auch der damaligen und jetzigen Argumentation eines Joschka Fischers und seiner Gefolgsleute für Einsätze der Bundeswehr in Nicht-Verteidigungsfällen einen weiteren Sinn.

»Gleichberechtigung« als Schlagwort der Zukunft. Denn wer die Bundeswehr vor der Gleichberechtigung abgeschafft will, der beraubt de facto der Gleichberechtigung eine weiteren Chancen in Aktion zu treten.
Die Amerikaner haben der Gleichberechtigung jetzt eine weitere Tür aufgestoßen. Sicherlich, medientechnisch redet jetzt jeder davon, dass ohne nachweislichen Kerben am eigenen Gewehrkolben für jeden persönlich Getöten kein Aufstieg in der Militärhierachie möglich wäre.
Die eigene Karriere als Hauptmotiv.
Selbst Prince Harry von England (gemeint ist jetzt das Land »England«, nicht jene Lynndie England) benötigt eigene Getötete zur Reputation seiner Befähigung als potentieller König von England und für die Staatsräson einer Demokratie. Das hat unsere Presse erst letztens mit der Condicio-sine-qua-non-Formel (»„Bedingung, ohne die nicht«-Formel) runtergebetet. Eine Sinnhaftigkeit davon wurde nicht hinterfragt.

Verschwiegen wird dabei, dass die Gleichberechtigung jetzt endlich auch mal auf einem ganz anderen Feld erreicht werden kann. Fakt ist derweil, dass die amerikanischen Militärkräfte mehr Leute durch Selbstmord verlieren als durch deren zielgerichtete Kriegseinsätze. »Gods own Country« strebt nun die totale Gleichberechtigung an. Es kann nicht sein, dass mehr Selbstmörder des amerikanischen Militärs beerdigt werden als Selbstmörderinnen des gleichen staatlichen Karnevalvereins mit sühnebefreiten Totschlagauftrag. Um diesen ungemütlichen statistischen Fakten ein Gegengewicht zu geben, werden demnächst auch amerikanische Frauen in vorderster Linie mitkämpfen und zu psychischen Wracks degenerieren. Auf dass die Selbstmordquote paritätisch verteilt sein möge.

Und genau überlegt zeigt sich an dieser Stelle, dass die deutschen Schwarzers, Schröders, Nahles und Roths den gesamten Überblick wahren. Gleichberechtigung, an allen nur möglichen Positionen im Staat. Frauen in die Bundeswehr haben die auch auf deren Fahnen geschrieben. Hinweg mit den verhassten Männerbastionen im Namen der Gleichberechtigung?

»Freio« galt in Kindertagen als Ausruf beim Fangen-Spiel. »Freio« sicherte vor dem Fänger, um nicht abgeschlagen zu werden. »Freio« war der Schutzraum vor dem Gegner. Es machte unantastbar.

Freio.

Die Titelschlagseite des Fokus vom 14. Januar titelte letztens »Freio«:
»Wir wollen keine Frauenquote – Starke Frauen rebellieren gegen Staats-Diktat und Gleichmacherei«.
Unter den Frauenköpfen sah ich auch den von Christina Schröder. Ja, sollte das etwa ein Statement gegenüber den Einsatz in Kriegsregionen deutscher Frauen werden? Frauen befreit von einer Erstürmung der Bastion »Militär« und »Krieg«?

Dabei ist »Freio« als Schutzzone für Frauen politisch komplett inopportun. Das Militär benötigt eine Gleichberechtigung für Frauen in Hinblick auf deren Männer, auch in Sachen Erschossene und Suizidierte. Die militärische Sterbensrate kann nicht nur auf den Schultern der Männer verteilt bleiben. Das Vorrecht der Frauen, in der Statistik lediglich unrühmlich als Opfer von Kollateralschäden aufzutauchen, ist kein Idealbild mehr. Gleichberechtigung ist angesagt.
Lieber »Jeanne d’Arc« als »Florence Nightingale« oder »Mutter Theresa«. Selbst beim Sterben. Frauen an die Front. Sterben an der Front für Freiheit und Vaterland. Oder durch Suizid danach.

»O süßer Tod, für’s Vaterland, O schöner Tod der Ehre!« (aus »Deutsche Hymne« von Friedrich Stoltze)

Beim Sterben fürs Vaterland ist jeder der erste. Bis zu letzt.
Oder sollte jetzt gar die auf dem Titelbild des Focus dargestellte neue Frauenbewegung indirekt die Abschaffung der Bundeswehr fordern? Zum Schutze des eigenen Lebens und der eigenen Gleichberechtigungsmöglichkeiten?

….

Freio!
Ich bin im Freio!