Ohrwurm?

Warum erinnert mich das Lied ‚Four Minutes‘ von Madonna und Justin Timberlake vom Aufbau und Beat her an das erste Lied von jener Popstar-Gruppe ‚BroSis‘ (oder so ähnlich geschrieben)? Irgendwie erscheinen die mir verwandt. Hm.

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Eine Fackel "Made in China"

Es ist schon eine seltsame Sache:
Da wird eine Fackel über fünf Kontinente getragen und hier bekommt es auch noch jeder mit.

Als 2001 die 29. Olympischen Sommerspiele an Peking vergeben wurden, da war es doch schon klar, wohin die Spiele gingen.
„The political system is classed as “working for China”“, heißt es in der Einschätzung des olympischen Komitees. Und weiter: „The overall presence of strong governmental control and support is healthy and should improve operational efficiency of the Games organisation through the OCOG.“

Das wichtigste verkürzt auf deutsch:
Das politische System ist okay für China und die allgegenwärtige staatliche Kontrolle und Lenkung ist gesund (Quelle).

China ist für uns eine ganz andere Welt. Das wird schon an dem berühmt berüchtigten in China umfallenden „Sack Reis“ deutlich, den niemand interessiert.
Die chinesische Mentalität ist schwer für Mitteleuropäer zu verstehen. Die fünf menschlichen Elementarbeziehungen in China „Vater-Sohn“, „Herrscher-Untertan“, „Ehemann-Ehefrau“, „Älterer Bruder-Jüngerer Bruder“, „Freund-Freund“ in genau dieser hierarchischen Reihenfolge sind schon mal schwierig zu erfassen.
In Europa haben die Chinesen den Ruch von „Barbaren“. Ungehobelt, egoistisch und unverständlich sowieso.
Aber ebenso wenig interessiert die Chinesen, ob bei uns ein Sack Kartoffeln umfällt. Unsere Mentalität ist denen so fremd wie uns deren Millionenstädte. Für die sind wir ungehobelt und roh. Technisch intelligent, aber barbarisch.

Wenn in Europa gegen China gewettert wird, spielt die chinesische Regierung auf dem Instrument der chinesischen Volksseele („Herrscher-Untertan“). Denn dann ist die maximale zwischenstaatliche Beziehung „Freund-Freund“ hinüber. Harmonie ist die Hauptsache in der chinesischen Betrachtungsweise. Wer sich auf der „Freund-Freund“-Ebene befindet (wie Europa-China) und dann gegen seinen Freund wettert, der zerstört die konfuzianischen Elementarbeziehungen. Der stört die Harmonie.
Darum will und muss der Dalai Lama auch mit China reden. In Harmonie und nicht in Zwietracht, was hier niemand so recht versteht und begreift. Es geht nicht ums „Recht haben“ sondern um „harmonische Verständigung“.
Das ist eine schwer zu verstehende Lebensweise.

Der Fackellauf steht unter dem chinesischen Motto „Reise der Harmonie“. Aber der Lauf ist bislang alles andere als harmonisch.
Das Thema „Tibet“ erregt die politischen Geister („Dafur“ weniger) und deswegen kommt zu Disharmonien.
Alles wird hier genau betrachtet und analysiert, was aus China kommt. Und sei es auch nur die Fackel und deren Träger. Jeder ist überzeugt, dass sich der diktatorische Geist Chinas auch in dem Fackellauf und seinen Repräsentanten wiederspiegelt.
Und die Presse hilft mit, weil sie nicht die chinesische Lebensweise versteht. Einmal wegen Verständnisschwierigkeiten und andererseits wegen einer eher bevorzugten digitalen Denke.
Und wo es Verständnisschwierigkeiten gibt, da tauchen Animositäten auf. Nickeligkeiten bis hin zu feindschaftlichen Ansichten.

So fiel der FAZ-Online auf, dass die Fackel von chinesischen Mitläufern in blauen Overalls umgeben ist. Gut durchtrainierte chinesische Sicherheitsleute für eine Olympische Fackel. Das müsste per se schon was schlechtes sein, so dachte sich wohl der entsprechende FAZ-Journalist und schrieb drauf los:

Fackelprotest
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Es liest sich so wie man es sich wünscht: Rücksichtslose Chinesen nehmen sogar auf sich selber keine Rücksicht. Barbaren.

Und wie sah die beschriebene Szene aus?
Einfach mal diesen Link anklicken:
Das Video dazu auf YouTube

Hm.
Sieht nicht wirklich total rücksichtslos und total brutal aus.
Und beim Betrachten der verschiedenen Videos auf YouTube über den Fackellauf in London und Paris, sind die eigentlichen „Brutalos“ die jeweiligen Landespolizisten.

Bei solchen journalistischen Berichten werde ich eher verstärkt misstrauisch. Sie schaden eher der Sache „Tibet“ (denkt noch wer an Dafur?), als dieser zu nutzen.
Ganz zu schweigen davon, dass die Fackellöscher aus London oder Paris sich wohl ebenfalls zu den „Rücksichtslosen“ und „Brutalen“ zählen lassen müssen.

Dabei geht es bei der olympischen Idee doch um ganz was anderes:
Welche Nation und welcher Sportler fällt bei den 29. Olympischen Sommerspielen als erster Dopingsünder auf?
Und jetzt wird auch klar, warum die Fackel durch Kanada (Ben Johnson), England (Doping fand 1869 seine Premiere), Paris (Tour de France), USA (Marion Jones) etc. getragen wird.
Na?
Fällt jetzt der Groschen?
Eben!
Die ausgebrannten Fackeln werden dort mit Doping gefüllt, welches dann nach China gebracht wird, damit die Chinesen nachher alle Goldmedaillen kassieren …

Ups …
Ich glaub, ich störe vorsätzlich die Harmonie und lenke von Tibet ab …

Tschuldigung …

Dreifacher Kotau gen China.
Und tschüss.

Quelle des FAZ-Artikels

Warum?

Eine Schlang an der Einkaufskasse. Der klassische Flaschenhals. Ab einer bestimmten Stelle kommt der Einkaufswagen nur noch scharf kalkuliert durch die Gasse. Entweder man ist vor dem Einkaufswagen oder danach. Vorbei kommen Leute, die sich dünn machen. Dicke nie. Nicht mal im Traum.
Und dann kam er. Jung,dynamisch, Haare einskommafünf Millimeter, Bomberjacke und beleibt.
„Lassen Sie mich mal durch?“
Das war keine Bitte, sondern unmißverständlich ein versteckter Befehl. Er war ungeduldig und ich in meiner Person hinderte ihn die Kasse schnell zu passieren. Weil ich gerade eben das in den Einkaufswagen wegräumte, was der Kassierer über den Scanner zog.
„Kannst du nicht Platz machen, du Depp?“
Unberechtigt gab ich Widerworte, forderte von ihm Mäßigung und verbat mir die Bezeichnung „Depp“.
Logisch, was da folgte: er reagierte über mein widerporstiges Verhalten nicht überrascht, sondern wuchtet seinen schweren Körper sportlich über den Einkaufwagen.
„Verdammter Mongo!“ blaffte er in meine Richtung. Und als er mich passiert hatte, versuchte er einen Nierenschlag bei mir. Nur hatte er schlecht gezielt und ging weiter, als wäre sein Verhalten das normalste aller Dinge. Als wäre es vollkommen okay, so zu reagieren.
Niemand sagte irgendwas, was aber auch völlig normal ist.
In München gibt es halt eins auf die Schnauze, wenn solchen jungen dynamischen Ich-Bin-Wichtig-Menschen irgend jemand quer kommt. Ob in U-Bahn, auf der Straße oder sonstwo.
Platz da, wir sind ja wer!
Warum?
Eben.
Darum.

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Schnitzeltag

Freuen wie ein Schnitzel, das tue ich mich momentan. Zuerst stand ich wie ein Ochs vorm Berg. Dann hab ich bei meinem Gegenüber die volle Eskalation und Konfrontation gesucht. Bis es meinte, mir seine Folterinstrumente zeigen zu müssen. Einen Happen zur Versöhnung warf ich ihm hin. Er war zu gierig und roch den Braten nicht. Nein, er verschlang ihn gleich. Morgen wird er Bauchweh bekommen. Denn das ganze ist keine win-win-Situation. Morgen wird er es erkannt haben werden. Zu seiner Leidsituation. C’est la vie.

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