Póg mo thóin (übersetzt: "Küss meinen Arsch")

Dunkel war’s, der Mond schien helle,

als ich die Tür zum Sex-Shop aufschob.

Die kalte, abgasschwere Luft der Strasse liess ich hinter mir und betrat das Etablissement mit warme, gefiltert klare Luft, da wo jeder sagt, es herrsche nur Unmoral, Perversion und Männermuff.

Nachdem ich mich an den zwei obligatorischen Kundinnen bei den Anal-DVDs in den Laden hineinschob und mich so umsah, was es neues gibt auf dem Erotik-Markt, registrierte ich schlagartig die Hintergrundmusik …

Jem Finer :!:

Vielen dürfte der Name nichts sagen. Dafür aber mehr der Name The Pogues. Die irische Folk-Punk-Band, die sich anfangs noch „Pogue Mahone“ (siehe obige Überschrift) nannte.

Die Musik, die da lief, erkannte ich sofort und mir fiel die deutsche Coverversion der Kölsch-Rock-Band BAP ein: „Weihnachtsnaach“.

„The Pogues“.

Wie lang ist das jetzt her …

Die gehörten zu den 80igern wie der kalte Krieg und der NATO-Doppelbeschluss. Aber „The Pogues“ waren der positive Pol einer aufgewühlten Zeit, die mit einem Mauerfall endete.

Was in dem Erotik-Laden noch angeboten wurde, war mir egal. Ich hörte der Musik zu und als die CD endete, verliess ich den Laden und schob mich schon wieder an zwei Frauen vorbei.

Was es in dem Laden gab?
Sicher.
Männer und Frauen vor und in den Regalen mit Sex-Artikeln jeglicher Art.
Aber das war unerheblich.
Die Musik der „The Pogues“ begleitete mich bis nach Hause, bis ich die LPs fand und auflegte …

Pappnasen aller Länder …

Heute
am 11.11. um elf Uhr elf
beginnt im Rheinland der Karneval.

Wie sagte ein Nicht-Rheinländer zum Karneval ganz knackig?

„Um Sex zu haben, muss ich mich nicht verkleiden!“

Zeit ist’s zum fröhlichen Aufbruch …


Eine spannende Sache. Eine Online-Lesenacht im Teppichhaus von Trithemius.
Einfach das Bild anklicken und mitlesen.
Prädikat: Lohnenswert.

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Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne …

Morgen ist St. Martin.
Also, die Laternen hervorgerkramt und auf Hochglanz gewienert und ab auf die dunkle Strasse, den Nicht-Katholen heimleuchten.

Aber warum – das ist jetzt die Frage – warum wird am St. Martinstag eine Martinsgans gegrillt und verfuttert?

Tja.
Die katholische Kirche hat die Erklärung parat:
St. Martin sollte Bischof werden und hat sich aus Angst davor, in einem Gänsestall versteckt. Die Gänse haben Martin dann mit ihrem Geschnatter veraten.
Aus Rache wird jetzt von allen Katholen am St. Martinstag eine Gans verspeist.

Was sagt uns das?
Die Kirche feiert begeistert nen Heiligen mit Laternen, hintenrum aber rächt sie sich an Gänse (warum mussten die Gänse den kommunistischen Martin – jawohl, teilt einfach Mäntel mit Besitzlosen! – zum Bischof schnattern?!?).

Übrigens, zu Ostern verfuttern wir Eier.
Soll dass jetzt heissen, dass Jesus in seinem Grab wohlmöglich deswegen aufgewacht ist, weil die Grabbesucher Hühnereier fallen liessen?

Fragen wird man wohl doch noch dürfen …

<font face="ComicSansMS" color="red" size="3">Leben wie die POPSTARS</font>

Wer schaut die Sendung POPSTARS?

Wer will mal in dem Haus leben, wo die Mädels wohnten?

Unter Immobilienscout24.de wird die Villa für schlappe

4.600.000 Euro

angeboten.

Zahlt der gute deutsche Millionär mit Links aus der Portokasse.
Der Rest muss halt zur Bank und nach nem Kreditchen fragen …

Hier die Aussenansicht der Villa:
Klick mich

Und hier die gesamte Anzeige:
Klick mich (Alternativ: Klick mich)

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<font face="ComicSansMS">Qualitätsmanagement unter Bloggern</font>

Es wird immer wieder über Qualität gesprochen. Was ist Qualität? Es gibt keine Qualität. Weder gute noch schlechte. Gerade in Blogs nicht. Es gibt welche, die sprechen viele Menschen an, andere werden weniger gelesen. Für jeden ist etwas dabei.

Was ist Qualität?
Das obige Zitat stammt aus dem Blog von Wildschön und zeichnet eigentlich die ganze Problematik auf.
Was ist Qualität?
Ich kenne einen Journalisten, der regelmässig von „Qualitätszeitungen“ schreibt, aber nie schreibt, welche Zeitungen er damit meint. Er zwingt mir auf, meine eigenen Vorstellungen über Zeitungen für seinen Begriff zu verwenden, um überhaupt seinen Ausführungen irgendwie folgen zu können. Anders gesagt, er lässt mich im Unklaren, wo er wirklich seine Position hat.

Die Meßbarkeit ist eine elementare Vorraussetzung für eine objektive Beurteilung. Erst durch die Meßbarkeit lässt sich eine Aussage über Qualität machen.
Kann man den Inhalt von Blogs und somit den Blog überhaupt messen?
Qualität an sich bestimmt sich über die Erfüllung aller Anforderungen an ein Produkt.
Unterliegt ein Blog bestimmten objektiven, meßbaren Anforderungen, dann lässt sich auch der Erfüllungsgrad der Qualität bestimmen: gute Qualität, schlechte Qualität.
Qualität an sich ist also wertneutral.

Wer mit dem Wort „Qualität“ elitäre Gefühle erzeugen will, der verbiegt „neutrale Qualität“ für seine eigene ungenannten Zwecke: Manipulation seines Gegenüber.
Wir sagen gerne „Qualität beginnt im Kopf!“
Und diese Aussage ist durchaus mehrdeutig zu verstehen.
Wie sieht das im praktischen Leben aus?

Fakt ist, dass 90 % der Kunden, die mit der Qualität eines Produktes unzufrieden sind, dieses fortan meiden werden. Jeder dieser Kunden wird seinen Unmut mindestens 9 und teilweise über 20 weiteren Personen mitteilen. Nur 4% der unzufriedenen Kunden beschweren sich über mangelnde Qualität beim Erzeuger des Produktes. Qualität ist, wenn der Kunde zurückkommt und nicht das Produkt.

Wenn bei blog.de der Kunde der Leser und das Produkt der einzelne Blog ist, dann wird sehr schnell klar, dass es kein objektivierbare Qualitätskriterien gibt sondern nur unzählige Meinungen, was Qualitätsanforderungen sein sollen.
Und alle gehen von der eigenen Meinung aus, ab wann ein Blog seine Daseins-Berechtigung hat:

Wenn der Blog eine „gute“ Qualität hat.

Ungefragt bleibt immer der schreibende Mensch hinter dem Blog, warum dieser Mensch schreibt. Warum er so schreibt, wie er schreibt.
Finde ich es nicht gut, lese ich nicht.
Finde ich es gut, lese ich.

Den Ärger, den Wildschön in ihrem Post „blog.de und ich“ verstehe ich sehr wohl.
Aber die Kritik an Wildschön, welche auf der „Qualitätsschiene“ läuft, verstehe ich überhaupt nicht.
Oder gibt es hier seit neustem ein Qualitätsmanagement für Blogger?

Was mir dazu nur einfällt, ist das folgende:

Dämm ein sing Ühl ess dämm andere sing Naachtijall.
[…]
‚t Salz en der Supp sinn Jäjesätz. Dat Zauberwoot heiß „Toleranz“. Om eezte Schild vum Ruusemoondaachszoch steht: „Jeck, loss Jeck elans!“ Un noch ’ne Spruch ess bahl ald widder neu. Ich kenn en sick ’ner Ewigkeit: „Et jitt kei jrößer Leid, als, wat der Minsch sich selvs ahndeit.“

Textquelle: BAP „Naachtijall“

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<font face="ComicSansMS" color="red">Beständig bleibt der Wandel …</font>

Kontostand vom Sparbuch angeschaut. Nachdem ich keine Tränen mehr hatte, den Plan aufgegeben, jemals in meinem Leben ein Auto zu kaufen.

Dann gehört, dass VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder vom Chefkontrolleur und Oberstrippenzieher Ferdinand Piëch aus dem VW-Konzern gegangen worden ist. Pischetsrieder hat den Konzern mit einem Auto verlassen.

Im Radio erfahren, dass der 1. FC Köln Trainer Hanspeter Latour ebenfalls gegangen wurde. Er fuhr mit Fahrzeug aus den Job.

Ebenfalls gelesen, dass auch Donald Rumsfeld aus dem Weissen Haus aus seinem Job als Verteidigungsminister geflogen ist. Vermute, er flog mit nem Hubschrauber aus George W. Bush seinen Zirkel.

Schröder fuhr damals nach seiner Wahlniederlage erst aus seiner Haut und dann aus dem Kanzleramt mit nem Auto fort.

Idee bekommen, in meiner Firma einen Versuchsballon starten lassen.
Bin zu meinem Chef gegangen, und habe ihn direkt nachgefragt, welches Fortbewegungsmittel ich erhalten würde, würde ich gegangen werden oder gar fliegen.
Stieß auf kopfschüttelnde Unverständnis.
Schickte mich zur Personalabteilung.
Meinen Versuchsballon dort schließlich nicht fliegen lassen. Ballone fliegen nicht. Ballone fahren. Daher in Personalabteilung einen fahren lassen.
Wurde wegen Blähungen gewaltsam weiter zum Betriebsarzt geschickt.
Weiss nicht, was ich da soll.
Betriebsarzt verschreibt keine Autos.

Idee verworfen mir mein erstes Fahrzeug anzuschaffen.
Werde in meinem Leben wohl fahrzeuglos bleiben.

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Was ich bloggen darf …

Was darf ich überhaupt bloggen? Wo verstosse ich gegen Recht? Und was passiert, wenn ich mich nicht drum kümmere? Wie verhalte ich mich bei Abmahnungen? …

Ein sehr aufschlußreicher Blogartikel zu solchen Fragen findet sich hier:

http://www.spreeblick.com/2006/10/05/darf-ich-das-bloggen

Lesenswert und lohnenswert zu lesen.

Tja, da werd ich mal einige Bilder aus meinem Blog entfernen oder die links umdengeln …

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