Wir schreiben heute den 24. November 2006.
Ab jetzt gilt es.
Das Rennen in die Kaufhäuser ist eröffnet.
Und jeder muss sich die tendenziell tadelnd bedrohende Frage gefallen lassen:
„Hast Du schon Geschenke für Weihnachten?“
Nur noch 29 Tage und der Rest von heute …
Macht hoch die Tür die Tor macht weit, der Stress ist allzeit bereit.
Die Häuser oder die Wohnungen müssen noch weihnachtlich geschmückt werden.
Lichterketten in Fenster, auf Balkonen und um Bäume verteilt werden.
Wälder ausgekundschaftet werden, um heimlich – immer bereit zur Flucht vorm Förster – eine Tanne zu schlagen.
Ecken für den Weihnachtsbaum freigeräumt werden, Lametta gebügelt und Kugeln mit Buttenfett zu neuem Glanz erstrahlen lassend geputzt werden.
Atzventzkrantzkertzen (… das Wort mit den vier „TeZets“ …) in Atzventzkräntze (… nur drei „TeZets“ …) gesteckt werden.
Krippen hervorgekramt werden und die Krippenfiguren schon mal abgestaubt werden.
So steht dann alles bereit.
Wir warten aufs Christkind …
Wie jene „heilige Familie“ der Kathedrale in Rio de Janeiro.
Die wartet auch dieses Jahr vor Weihnachten wieder brav in Leinen und Papier gehüllt in einem Raum, auf dass sie bald wieder in den Kircheninnenraum zu ihren angestammten Plätzen dürfen.
Die warten halt auch aufs Christkind …
