Eine Frage treibt mich um …

Was geschieht eigentlich, wenn Frau Merkel im nächsten Jahr schwanger wird?
Kann Sie dann Schwangerschaftsurlaub beantragen?
Oder wird sie schlechter gestellt sein als andere berufstätige Frauen und muss bis zum Ende der Legislaturperiode durchmalochen?
Und werden ihr die anderen Staatsoberhäupter Glückwunschtelegramme für ihre Schwangerschaft respektive Niederkunft dann schicken?
Wird Sarkozy ihr gegenüber dann plötzlich schäfchenweich werden?

Gut. Es gehört Frau Merkel nicht wirklich zu dem Verdächtigenkreis der Schwangerschaftsgefährdeten. Und weder Indira Ghandi, Maggie Teatcher noch Tanju Cilar wurden während ihrer Regentenzeit schwanger. Nebenbei, das konnte sich niemand wirklich vorstellen.
Aber was ist mit der Ministerin Frau von der Leyen? Die ist ja wirklich nicht unverdächtig mit ihren vielen Kindern …

Aber mal im Ernst:
Wenn die Kanzlerin Merkel oder die Familienministerin von der Leyen schwanger werden und sie beantragen den ihnen gesetzlich zustehenden Schwangerschaftsurlaub inklusive Kündigungsschutz. Werden dann die Bundestagswahlen verschoben werden müssen?
Muss dann eventuell eine neue Regierungspartei Platz schaffen für die Rückkehrer Merkel oder von der Leyen?
Sieht das Gesetz Ausnahmen von der Regel vor?
Kann mir da wer kompetent und gesetzesbasiert eine Antwort geben?

Rauchende Colts wieder frei ab 18 …

ENDLICH!
Es wurde auch Zeit. Jugendliche ab 18 können wieder eine Lizenz für großkalibrige Waffen erwerben. Nach dem Massaker an jener Erfurter Schule hatten einige Politiker Bedenken, dass Jugendliche großkalibrige Waffen nicht verantwortungsvoll bedienen können. Daher wurde das Lizenzalter für großkalibrige Waffen von 18 auf 21 Jahre hoch gesetzt.

Nach fünf Jahren Marktbeobachtung kamen Politiker jetzt zu dem Schluss, dass Jugendliche sehr wohl mit großkalibrige Waffen verantwortungsvoll umgehen können. Der Beweis lässt sich darin finden, dass kein weiteres Schulmassaker stattgefunden hat. Das hat die Politiker enorm beruhigt.

Und darum dürfen auch alle 18-jährige gegebenenfalls mit großkalibrige Waffen, um sich ballern. Aber natürlich nur mit Lizenz. Wie beim Autofahren. Und wer mit großkalibrige Waffen ohne Lizenz an Schulen rumballert, wird festgenommen und eingebuchtet.
Denn Waffenbesitz ist ja nicht ursächlich dafür, dass Menschen durch Waffen sterben. Ursächlich an dem Tod durch Kugeln, ist ja leider der schlecht kugelresistente Körper der Menschen und des Bürgers Unwilligkeit permanent mit Schusswesten herum zu laufen …

Ja, nee, ist klar, nech …

Irgendwann werde ich das ganze verstehen und nicht mehr so wirres Zeug schreiben.
Denn schließlich dürfen 18-jährige schon richtig heftige Ballermänner bedienen. Bei der Bundeswehr. Und da lernen sie ja wie es so geht mit dem zielgerichteten Erlernen der Waffenfunktionalität.

Dann werde ich einen gesellschaftlich voll akzeptierten Button am Revers tragen. Und darauf könnt ihr dann lesen: „Frieden schaffen mit großkalibrigen Waffen ab 18 Jahren“.

Und dann fühle ich mich voll logisch.
Und akzeptiert.

Bislang verwirrt grüßt

Careca

Der Trojaner für den Bundestrojaner

Da hat doch der Schäuble in seinem Rollstuhl drohend den Zeigefinger gehoben und allen potentiellen (jetzigen und zukünftigen) Daten-Highway-Terroristen mit dem „Bundestrojaner“ gedroht.

Haben wir da richtig zusammen gezuckt.
Haben wir uns da beschwert.

Aber inzwischen haben uns die Chinesen mal so richtig gezeigt, was so ein Trojaner wirklich kann. Gigabyteweise wollten sie von der Bundesregierung Daten downloaden. Ohne Vorankündigung.
Da hat dann des Schäubles Zeigefinger vor Schreck richtig stark wie ein Wackeldackel gewackelt.

Inzwischen ist die Angela Merkel nach China und dort loben die chinesischen Journalisten ihre Offenheit. Auch die anderen Chinesen begrüßten den Austausch mit der Kanzlerin.
Jetzt wissen wir, welche Offenheit und welcher Austausch damit gemeint war …

Tja, liebe Leute, der „Bundestrojaner“ ist nur ein lauer Vorspülgang. Andere kündigen erst gar nicht an, dass sie mit aller Macht zuschlugen und zuschlagen können. Freut euch, wenn China den Zensus in Deutschland ohne unsere Zustimmung mal eben schnell durchführt. …

Das Projekt „Bundestrojaner“ der Bundesregierung soll starten?
China hat daraus ne Lachnummer gemacht …

Von "Ihr Kinderlein kommet" wieder ins "Gangsta-Paradise"

Ein Gespenst in Deutschland durchtrampelt die Medien:
Das Wort von der „Kinderarmut“.
Als es mir zum ersten Mal begegnete, wurde es in Verbindung mit dem Wort „Pillenknick“ verwendet.
Doch die Zeiten ändern sich. Immer häufiger beschreibt es den monetären Besitzstand der Kinder und meint damit Kinder, denen zuwenig Geld zum Leben zur Verfügung steht.

Vor einem Jahr wurde das Wort „Kinderarmut“ in einer heftigen Werbekampagne für mehr Kinder von von der Leyen verwendet. Männlein und Weiblein sollten mehr Kinder machen, damit die Kinderarmut der Familien zurückgehe und unser gesamtes wirtschaftliches System nachher nicht am Rentenstock gehe.

Dann kam die WM. Fast jede Zeitung und jeder Boulevard jubelte danach genau abgezählte 9 Monate nach dem WM-Abpfiff über einen vermeintlichen Babyboom.

Jetzt ist das Wort „Kinderarmut“ wieder dort angekommen, wo es sich vorher befand:
Bei „Hartz 4“ und deren Empfängern.
Die gefühlte Bedrohung durch „Kinderarmut“ und deren Folgen (wie Gewalt an Schulen) hat sich verstärkt. Jetzt wird wieder darüber berichtet. Und auch über „Hartz 4“-Empfänger, die deren Kindern wieder alles weg saufen. Oder über jene Gangsta-Rapper, die ja ach-so-brutal die Realitäten überzeichnet darstellen. Über jene Gangsta-Rapper, die verhindern, dass Kinder diesen Spagat zwischen Erfolg („Reich“, „cool“) und Erfolglos („Arm“, „Loser“) demütig einfach so weg stecken.

Im Fernsehen wimmelt es von Casting-Shows, die die „Coolness“ des Erfolgreich-sein gebetsmühlenartig vorkauen. Oder von Doku-Soaps, die dem Zuschauer vorgaukeln, dass das Glück, die Zufriedenheit und die geheilte Welt mit der Kamera ins Haus kommt. Zeigt nicht die Fernsehrealität, dass der arme Mob selber Schuld an seiner Armut ist?

Nur, die Straße ist härter.
Dort pflastern andere Regeln den Kindern den Weg ins Leben. Geld besorgt eine ganz andere Pflasterung der Straße. Das weiß die „PS“-Generation. Das weiß die „Vodka Bull“-Generation. Das weiß sogar die alte „Generation X“.
Sozialen Gegebenheiten und Randbedingungen seitens der öffentlichen Gemeinschaft kennt keiner besser als diejenigen, die das Wort „Kinderarmut“ mit erleben. Die Kinder einerseits. Aber auch die „Street Worker“ beispielsweise andererseits. Aber für beide steht inzwischen immer weniger Geld zur Verfügung.

Vielleicht sollte als Triviallösung die eine Kinderarmut mit der anderen Kinderarmut verknüpft werden, um die andere Kinderarmut zu senken?
Gummis und Pille für alle?
Oder vielleicht doch lieber ein nachhaltiges Programm durchführen?

Wobei, nur im nicht funktionierenden Kommunismus wurde umverteilt. Ein hemmungsloses, aber völlig unchristlich gemeintes „Ihr Kinderlein kommet“ war nicht das Thema. Denn die Kinderlein kamen und den Eltern wurde immer unter die Arme gegriffen.

Freilich überhaupt nicht uneigennützig. Aber in Deutschland ist das alte Sprichwort „Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing“ eine Blutsangelegenheit. Deutsche haben ja noch nicht mal den „Lebensborn“ als pervers verdammt, weil er ja in den eigenen Kram passt und der Brotgeber sowieso sein Volk „über alles“ singen ließ.

Im real existierenden Kapitalismus und Heuschrecken-Zeitalter jedoch ist jeder Frömmste seines Glückes eigener Schmied. Aber nur soweit es dem bösen Nachbarn gefällt. Dann wird auch mal zurück gekeilt. Eben ein Gangsta-Paradise.

Nun, ich bin mal gespannt, wohin sich diesmal die Diskussion um „Kinderarmut“ hin entwickelt. So als Ende der „Saure-Gurken-Zeit“ in einem Sommerloch taugt solch eine Diskussion ja immer.

Nebenbei:
Was ist übrigens das Gegenteil von Kinderarmut im wirtschaftlichen Sinne?

Immer schön sauber bleiben!

Günter Nooke ist Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung verlangte neulich, dass wir im Urlaub auf Menschenrechte über den normalen Touristenzaun hinaus achten sollen.

Also nicht nur einfacher Urlaubs- und Erholungskonsument sein:
Sondern kritischer Urlauber mit ethischem Anspruch und der Moral im Gepäck.

Einfacher gesagt ist das so etwas, wie wenn man sich im Supermarkt die BILD-Zeitung kauft und dann an der Kasse entschuldigend sagt:

 „Ich weiß, dass die wie gedruckt lügen. Ich kauf‘, sie mir auch nur wegen dem Sport.“

 Oder beim Playboy-Kauf:

 „Frauenverachtend, diese Zeitschrift. Aber ich kaufe sie mir ja nur wegen den Interviews.“

 Oder das Sechser-Pack HAPPY WEEKEND aus dem Beate-Uhse-Laden. Man schaut die attraktive Verkäuferin servil an und bemerkt:

 „Ich weiß, absolut pervers. Aber meine Frau braucht sie zum Draufsteigen, damit sie beim Geschirreinräumen an die oberen Regale kommt.“

 So in etwa hat sich das wohl Günter Nooke vorgestellt, wenn wir unsere Urlaubstage verbringen.
„Political correctness“ wohin das Auge schauen kann.
Also überall dort, wo man sonst seinen Allerwertesten nie hoch kriegt.
Zum Beispiel am Strand auf dem Strandtuch.
Oder so.

Jetzt hatte ich doch letztens überraschenderweise einen Urlaubstag.
Und wo habe ich den verbracht?
Natürlich nicht auf Balkonien oder Terassien.
Sondern nur dort, wo es ein Herr Nooke auch sehr gern sehen würde.
Draußen vor der Tür.
Vor der eigenen Tür.
Oder etwa nicht?

So brach ich also zu meinem Lieblingsspanier auf.
Der nahe der Flaniermeile.
Zum Brunchen.
Ein kleiner, unterwürfiger Inder räumte mir lächelnd neues Geschirr auf meinem Tisch und nahm meine Bestellung entgegen.
Ich ergriff mir die „Süddeutsche Zeitung“ und studierte das Dickgedruckte. Die Druckerschwärze präsentierte sich mir wie üblich gleichmässig lückenlos aufgetragen, als der Besitzer mit seiner Zigarillo bei mir vorbei kam.
Mit leichtem spanischen Akzent fragte er mich höflich, ob alles zu meiner Zufriedenheit sei. Ich studierte gerade die Preisangabe der Zeitung und ohne aufzublicken, nickte ich und bemerkte nur:

„Dass du mir deine Inder nur gerecht bezahlst und sie nicht unnötig schlägst, okay!“

Seine Zigarillo-Reste fand ich darauf in meinem Kaffee, auf meinen Croissants und auf dem Serano wieder.
Ein ungehobelter Rohling.

Die Sonne hatte gerade ihren Zenit überschritten, als ich das gleiche mit der Schwelle zu einem Teppichdiscounter tat. Viele billige und auch bunte Teppiche lächelten in den verführerischsten Formen. Ein Türke, offenbar der Besitzer trat auf mich zu und fragte mich ob meines Wunsches. Ich nutzte die Gelegenheit und ermahnte ihn zuerst deutlich vernehmbar, keine von Kinderhände geknüpften Teppiche zu verkaufen.
Und ging dann schlendernd in seinem Laden auf Rundreise.
Als ich einen interessanten indischen Teppich sah und mich nach dem Preis erkundigen wollte, war niemand in der Nähe.
Vielmehr erschien es mir sogar, als würde man mir ausweichen.

So disponierte ich um und ging zum McDonalds.
Dort sind alle Produkte aus deutschen Landen und da dort die Milch zum Wohle notdarbender Landwirte angeboten worden wird, beließ ich es bei sechs Cheeseburger mit Pommes und verbiß mir die Frage nach ökologischem Fleischanbau und biodynamisch gebrauter Cola.

Zur Verdauung – es war schon so gegen fünfe – setzte ich mich in einem Straßencafe und bestellte mir einen Fair-Trade-Kakao. Den Kellner machte ich noch darauf aufmerksam, dass ich keine Schuhputzer vor mir auf Knieen rutschend haben möchte.
Er sah mich verständnislos an. Aber man weiß hier ja inzwischen nie wirklich.
In diesen Hartz-4-Zeiten.
Vorbeugen ist besser als gar nichts.

Nach zwei fair-gehandelten Kakaos und vier Bier später, beschloss ich noch ein wenig ins Rotlichtviertel zu gehen.
Hm.
Danach hatte ich aber nen Filmriß.

Nachdem ich erwacht war, meinte der Polizist an meinem Bett noch zu mir, ich sollte demnächst erst denken und dann reden. Ich hätte wohl nach Zeugenaussagen im Puff zu den Zuhältern im Hinterzimmern geschrien, dass ich erstens keine beschnittene Nutten dulde, zweitens meine Nutte ihr Geld ganz behalten dürfe und drittens gäbe es Prügel von mir, wenn ich nur eine zwangsverschleppte Ruhrgebietsnutte hier unterhalb des Weißwurstäquators entdecken sollte …
Die Luden sollen – nach Angaben des Polizisten – deswegen ein wenig verstimmt gewesen sein.

Egal.

Morgen brauch‘ ich meine Brötchen nicht mehr aus der Schnabeltasche zu lutschen.
Dann werde ich Günter Nooke einen Brief über meinen Erfahrungen mit „political correctness“ während meines Urlaubstages in München schreiben.

Ob er mir nen Orden dafür schickt?

Do you wanna know a secret …

Eines der Geheimnisse von blog.de:
Warum man mit dem Tag „politik“ (s.a. mein letztes im Grunde politisches Post) im Bereich „Leben“ auftaucht.

Aber das ist ja so etwas von egal, dazu gibt es ja schon genügend Bemerkungen in diversen Blogs.
Obwohl, ein screenshot wäre jetzt wohl Realsatire …

Edit:
Ah, ja. Ich verstehen. Ich jetzt tauchen in Politik gelistet auf. Super das. Dasse isse volle normale, ne.
Ja, nee, is klar, nech.
Nich ?
Sischer, sischer …

Lübke lebt …

Lübke lebt …

… war mein erster versauter Gedanke, als ich davon erfuhr, dass CSU-Mitglieder öffentlich darüber nachdachten, dass Stoiber Köhler im Amt des Bundespräsidenten beerben solle.
Ich mein‘ damit nur, Stoiber wäre der ideale Botschafter fürs Internationale außerhalb Deutschland. Wenn der Stoiber mal wieder von der alpinen Problembärenjagd direkt am Münchener Hauptbahnhof eincheckt, um direkt von dort direkt am HERTIE mit dem Flieger nach Tokyo durchzustarten, weil er nach Hinterobertupfing muss, dann ist er doch der ideale Nachfolger Köhlers.

Stoiber soll sich auch wegen seiner Jugendaffinität unheimlich gut für das Amt eignen. Für Normalsprachliche: Jugendaffinität heißt, der Stoiber fühlt sich noch ungeheuer jugendlich. Meint die CSU. Ein Verein also, der seine Wurzeln überall dort hat, wo die Jusos nicht hinkommen. Also in etwa 98% von Bayern. Die Rest-2-Prozent finden sich gerüchteweise ja in München beim Münchener Oberbürgermeister und kleinem Dichter Ude.

„Ungeheuer jugendlich“.
Das hab ich geschrieben. Die Betonung lag dabei auf „ungeheuer“.  Nicht so sehr auf jugendlich. Aber das ist ja egal.
Wenn der Stoiber dann ungeheuerlicherweise Bundespräsident wird, dann wird die Merkel Frauenbeauftragte. Der Westerwelle wird dann Kanzler aller Big-Brother-Wohngemeinschaften. Beck und Müntefering das erste Kanzler-Duo, also so eine Art „Wildecker Herzbuben“ für Proporzanhänger des ausgeglichenen Gewichtes. Die Grünen würden dann als Abschreckungspotential für Basisdemokratie dienen und der Lafontaine hätte dann als Spalt-Tabletten-Ersatz im „Ministerium für Geist und Hirn“ seinen Platz als Hirsch. Letztendlich der Gysi, der würde als spitzfindiger Rechtsanwalt …
Moment, der Gysi ist schon Rechtsanwalt …
Egal.
Nach vierzig Jahren endlich einen Ersatz für Lübke zu erhalten? Also den Stoiber?
Nein, der Gedanke gefällt mir nicht wirklich.
Wenn der Stoiber Bundespräsident wird, dann wird doch mein schwarzes Vinyl vom 2001-Verlag mit dem LP-Titel „Lübke redet … für Deutschland“ absolut entwertet werden. Wer zahlt mir dann den sponatnen Wertverlust? Die CSU? … .
Schön wäre das nicht …

Egal.

Wichtiger als meine LPs – eine zweifelhafte Wertanlage (wer hat überhaupt noch neinen Plattenspieler?!?) – war mir dagegen die Meldung, dass der Herr Glos – seines Zeichens überzeugter CSU-Parteibuchbesitzer und viel reisender Bundeswirtschaftsminister – und die Werbeagentur „Flaskamp AG“ eine seltsame Beziehung zu haben scheinen.
„Zu haben scheinen“ müsste ich hier dick unterstreichen, denn ansonsten würde ich durch falschen Behauptungen den journalistischen Ermittlungsbemühungen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ ins Handwerk fuschen. Denn der meint, dass jene Agentur Besuche von Herrn Glos bei Zeitungsredaktionen mit ganzseitigen Partei-Anzeigen in jenen Zeitungen gegenfinanziert würden.
Ob das stimmt oder nicht, das muss erst noch bewahrheitet werden. Denn Herr Glos streitet in seiner bayrisch stringenten Art jede Beteiligung an jenem Vorhaben ab.

Irgendwie drängen sich dabei die Erinnerungen an dem Kohl’schen Vizekanzler Jürgen W. Möllemann ins Gedächtnis. Der war einer der Vorgänger vom Glos. Gleiches Ressort, gleiches Problem. Man warf ihm (dem Fallschirmspringer Möllemann) auch vor, privatwirtschaftliche Interessen mit seinem Amt verquickt zu haben. Westerwelle vegetierte damals dauernd in Möllemanns Schatten, bis Möllemann dann in einem Acker seine fliegende 18-Prozent-Pole-Position an andere FDP-Mitglieder abgab.

Egal. Das sind jetzt nur unqualifizierte Gedanken.

Aber dann ist man mit solchen Gedankengut auch nicht mehr weit entfernt davon, dass der CDU-Politiker und Vorsitzende des BND-Untersuchungsausschusses, Siegfried Kauder, ein Ermittlungsverfahren gegen 17 Journalisten wegen Geheimnisverrats einleiten ließ. Im bayrischen Raum, dem Stammgebiet der BND-Geheimnisträger,  hat die Staatsanwaltschaft schon erklärt, dass sie gegen die Journalisten der „Süddeutschen Zeitung“ nicht weiter ermitteln würde.

Jedoch kommt man bei solchen unzusammenhängenden Zusammenhängen doch schon ins Grübeln.
Wenn Agenturen in Gegenleistung Politikern Auftritte in Firmen verschaffen, dann favorisiert entweder jene Firma jenen Politiker oder sie unterstützt jene Meinung. Oder sie versucht im Windschatten von irgendwem mit zu segeln. Wenn man den journalistischen Berichten Glauben schenken darf, dann hat Herr Glos genau das gleiche Problem wie Herr Möllemann damals, als man ihn drohte, wegen Einkaufwägelchen-Chips politisch ohne Fallschirm abspringen zu lassen …

Es wird ja in diesem Zusammenhang vielfach das Cicero-Urteil zitiert. Insofern verwundert es nicht, dass die betroffenen Redaktionen aus der Anklage keinen Aufmacher für ihre Zeitungen machten, sonder sich lediglich die ARD heftigst einschaltete. 
Nur, das Cicero-Urteil hört sich kurz und gut als solches an. Jedoch wird es bei vielen mit „Roger Cicero“ verwechselt.  Das ist ein billiger aber verdammt hochdotierter Schlagersänger, den ich als Malocher um jeden Cent beneidet hatte.  Das ging genau bis zu jenem Bericht, den ich hier unter blog.de las, dass er bei einer Brötchen-Hochzeit sinnlos und schwachsinnig als Ehemotto gedient haben solle.

Nun gut, jetzt weiß ich auch nicht mehr, wie der Bogen zwischen Schwachsinn, Journalismus, Glos, Politik und Stoiber funktionieren soll.
Aber schön dass wir mal drüber gesprochen haben …

P.S.: Glos ist kein Fallschirmspringer. Die CSU ist an sich schon ein absolutes Netz nach unten bei dem Tanz auf dem Seil ohne Balanzstab und Sicherungsseil …

Wer ist Deutschland?

Du da
Weiter Karikaturen von Ralph Ruthe finden sich hier:
http://www.ruthe.de