Seltsames in der Süddeutschen Zeitung …

Diego hatte … dem KSC-Spieler Christian Eichner an den Hals gegriffen. Der Unparteiische Guido Winkmann (Kerken) hatte die Szene nicht wahrgenommen und dies auch entsprechend in seinem Schiedsrichter-Bericht vermerkt.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/sport/929/450648/text

Wie kann man etwas, was man nicht wahrgenommen hat, entsprechend in einem Bericht vermerken?

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Ergebnisorientiert

Ein trüber Tag.
Es regnet feinen Regen und es ist kalt. Eklig kalt. Ein typischer Herbsttag.

– Ich hab gehört, du hast über Gemeinsamkeiten von Köln und München geschrieben?

Er sah mich von der Seite prüfend an. Sein Kölschglas hielt er wie zur Abwehr zwischen sich und mich.
Aha. Scheint das er auch im Internet bei mir mitlist. So langsam finde ich heraus, wer meine acht dreiviertel Blog-Leser sind. Ist doch gar nicht so schwer.

– Wenn es Gemeinsamkeiten gibt, dann dass beide Bier trinken. Aber die einen es permanent imitieren und dazu ein Fest veranstalten, während wir anderen es zelebrieren.

Ich ergriff mein Kölschglas. Es hatte gefühlte Umgebungstemperatur. So um die 7 °C. Wann beginnt eigentlich die Glühweinzeit? Heute? Oder schon gestern? Normalerweise wärmt ein Kölsch von innen her. Ganz besonders im Sommer. Aber wie jedes Bier in kalten Jahreszeiten erfrischt es jetzt nicht wirklich.

– Ich meine, den „Kukupeter“, den du da erwähnst, das war nur ein lausiger Prediger. So ein „Scientologe für Arme“.

Die Scientologen. Ja, die dürfen hier in München offen auf ihrer Straße werben und sie finden ihre Hinterher-Läufer nicht nur bei den Tom-Cruise-Imitaten der Münchener Bussi-Bussi-Gesellschaft.

Der Wirt wechselt mein Glas. Eigentlich dachte ich gerade an einen heißen Zitronentee. Aber mein Gesicht sah wohl eher nach Kölsch aus.

Scientologe für Arme.
Naja.

– Gestern gab es wieder so einen Auflauf in Köln. Die Prediger riefen und 50.000 kamen. Das waren mehr als dem Kukupeter gefolgt sind. Der konnte nur an die 20.000 auf sich vereinen, als er Köln verließ.
– Aha. Und wer sollen die Prediger gewesen sein?
– Na, der Christoph Daum und der Jürgen Klinsmann.
– Komm hör auf, erinner mich nicht daran. Es war grausam. Ich hab es auf Premiere gesehen.

Mit Verzweifelung in seinen Augen spülte er den Rest aus seinem Kölschglas runter.

– 0:3. Hätte mir das vorher jemand gesagt, …
– Zweimal Luca Toni.
– Die Sau. Meine Frau gerät immer in Verzückung, wenn sie den sieht. Das ist doch Ehebruch.
– Und einmal Podolski.
– Ebenfalls Sau. Sowas macht doch kein anständiger Fussballer. Nicht gegen Köln.

Er nahm das neue Kölsch und setzte es an und trank verzweifelt.

– Och, der Podolski macht alles für gutes Geld. Wie die Scientologen.

Er schaute mich mit Verachtung an.

– Der Daum ist nicht der Kukupeter und die Fans des FC Köln keine Kreuzfahrer.
– Stimmt. Aber beim Rückspiel in München werden sie wahrscheinlich genauso abgeschlachtet wie die Fans vom Kukupeter damals. Sind halt keine Düsseldorfer. Die spielen ja in weiser Voraussicht ja schon nicht mehr in den obrigen Ligen mit.

Es wurde ein einsamer Abend in der Kneipe.
Mein Kölsch war so kalt wie die Stimmung, die ich verdarb.
Draußen ging der Nieselregen nieder. Ich beschloss zu gehen. Ob in der Kneipe oder außerhalb der Kneipe. Es machte keinen Unterschied. Kalt war es überall.
Ich hatte schon mal bessere Tage.
Scheiß Wetter.

Das ewige Duell

Liebe Österreicher,
damit Deutschland ins EM-Viertelfinale kommt, käme jetzt ein Unendschieden wirklich nicht schlecht. Wir wollen ja nicht gewinnen. Nur unendschieden. Ein 0:0 oder 1:1 wäre nicht schlecht. Wenn Ihr einwilligt, versprechen wir auch, dass Deutschland beim Unendschieden euch auch garantiert nicht ein halbes Dutzend Tore reintreten wird … .

Ach, vollkommener Quatsch!
Absoluter Quatsch!
Ich habe bei Oddset eine Sportwette am Laufen. Wenn das Endspiel Österreich-Griechenland lauten wird, kriege ich für jeden Euro 600 Euro zurück. Ich habe 2 Euro 50 eingesetzt. Macht 1497,50 Euro Gewinn.
Also, Österreich, haut die Deutschen am Montag vom Platz. Und dann noch zwei Siege der Österreicher, vier Siege der Griechen und ich sitz‘ nachher beim Spanier in Deutschland, um mir den portugiesischen Vinho Verde mit türkischen Oliven, französischem Weißbrot, holländischem Gauda und Grissini in den Wanst zu plautzen! Ohne Minzsoße!

Und jetzt zum Abschluss und in aller gebotener Ernsthaftigkeit noch die internationale Nationalhymne der Fußballzuschauer:

Oleee, olé, olé, olé, oleeeee.

Was die EM zur EM macht … (Teil 2)

Mathematische Bier-Berechnungen zur EM

Vorhin im Internet gelesen:
Bei seiner Fahrt von München nach Wien kippte einem LKW-Fahrer an der Münchener Auffahrt zur A8 seine Bierladung vom Hänger. Zu Freude der Feuerwehr waren das 350 Kästen Bier.
Quelle: hier

Achtung!

35 Einsatzkräfte der Feuerwehr benötigten dann 3 h um die Autobahn wieder frei zu machen.
Das macht nach Adam Riese und Eva Winzig 10 Kästen Bier pro Feuerwehrmann und 3 1/3 Bierkästen pro Stunde für jeden Feuerwehrmann.
Es handelte sich um 1/2-Liter-Flaschen. Unter Berücksichtigung des deutschen Reinheitsgebots macht das einen gemitteltem Verbrauch von 33 1/3 Liter pro Stunde pro Feuerwehrmann. Dass Feuerwehrleute gerne Brände löschen, ist bekannt. Und bei so einem hohen Spritverbrauch – hicks – fallen jene Feuerwehrleute in die Kategorie „SUV“, auch bekannt unter den Automobilistenfreunde als Abkürzung für „Saufen unheimlich viel“.

Jetzt hat laut Angabe der Medien die ganze Räumaktion auf der Autobahn 15.000 Euro gekostet. Umgerechnet haben also die Feuerwehrmänner jeder pro Flasche 2,14 Euro von der Autobahnauffahrt weggeputzt. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass in Gaststätten ein halber Liter Bier erheblich teurer ist.
Allerdings sieht es noch ganz anders aus, wenn man folgende Rechnung durchführt:
Umgerechnet auf die Einsatzkräfte hat die Flasche Bier rein rechnerisch nur 6 Cent pro Feuerwehrmann gekostet.

Neiderfüllt starren wir Bierflaschenwämser jetzt auf die Auffahrt der A8. Im Supermarkt zahlen wir dafür mindestens das 10-fache.

Die Ladung war übrigens sollte pünktlich zum EM-Spiel Polen-Österreich eintreffen.
Tja, das EM-Spiel in Wien wird jetzt ein wenig wohl trockener werden …

Prost.

Ballkönige, und was sonst noch wichtig sein soll

Und wieder gelang eine Fußballgeneralprobe. Gegen Serbien haben wir 2:1 gewonnen.
Ich hab es zwar erst heute morgen erfahren, dass ich gewonnen habe, aber egal. Wir haben gewonnen und das zählt.
Nur, warum fand ich nur eben heute morgen beim Brötchenholen eine weggeschmissene Deutschlandfahne in der Gosse? War wohl doch nicht so toll, was sich Podolski, Ballack und Schweini zussammengespielt hatten? Gesehen hatte ich das Spiel nicht.
Warum auch? Im Endeffekt gilt auch für die Europameisterschaft die goldene Regel:
Es kommt nur der ins Endspiel, der das Halbfinale gewinnt.
Also nicht wirklich was neues.

Neu dafür fand ich folgende Nachricht:

In Bielefeld haben sich Diebe einen kompletten Kondomautomaten ausgegraben und mitgenommen. Hört sich nach einem heftigen One-Night-Stand eines Diebespaares an. Oder waren es gesundheitsbewußte oder gar erzkonservative Priester? Der Automatenbesitzer hat 300 Euro oder Kondome frei bis zum Lebensende für die Wiederbeschaffung des Automaten versprochen.

Glaubt ihr diese Nachricht?
Genau!
Ich auch nicht.
Denn Bielefeld gibt es nicht!

Und was ist sonst noch wichtig?
Heidi Klumm ist 35 Jahre geworden und geht voll aufs Oma-Dasein zu. Bis zur Rente kann sie noch locker 35 Mal Top-Models suchen. Als Geschenk zu ihrem 35sten reicht da ein ganz billiges Geschenk als Anmache: Einen Cheeseburger vom Plattenladen McD mit einem Schuss Douglas drüber …

Wohl bekommt’s.

Und so ist der Tag gelaufen … abgelaufen …

Bring mich zum Rasen

Jetzt sind sie wieder freigelassen.
Die vermeintlichen Fußball-Experten.
Bald ist EM und schon jetzt wird Deutschland von Coca-Cola kräftig als EM-Turniersieger gefeiert.
Sowieso rechnet ja jeder mit einem Finalspiel „Deutschland-Italien“. Und dann einem eindeutigen Sieg Deutschlands. Null Tore Luca Toni, drei Tore Luka Podolski. Alles andere seien ja offenbar Hirngespinste.

Warum sollte Österreich gewinnen, fragte ich stupiderweise naiv.
Schallendes Gelächter.
Oder nicht gar die Schweiz.
Geringschätzende Blicke als Lohn meiner Bemerkung.
Oder Griechenland?
Die Fußballexperten hörten mir gar nicht mehr zu. Ich war denen zu blutiger Laie.

Es war mir irgendwie klar, dass sie sich für unfehlbare Götter des Fußballs halten.
Hm. Wie viele Götter leben gleich noch auf unserer Erde? In diesem Sinne: Lasst auch solche Fußballexperten in den Himmel einziehen! …

Es gibt nur einen Lodda Maddeeeeeus, es gibt nur …

Was lesen da meine müden Augen?
Zitat Lothar Matthäus:
„Ich hatte auch ein Gespräch mit Karl-Heinz Rummenigge.“

Nun, der Lothar wollte also den Trainerposten beim FC Hollywood.
Das ist ja nicht wirklich neues. Nachdem er als Trainer in Ungarn, in Brasilien und Österreich Kostproben seines Fußballverständnisses abgab (und dafür als Ersatz Geld kassierte …) und von den jeweiligen Teams in Folge immer nur gehaßt, geschaßt und ausgesetzt wurde, hielt er sich in kühnen Kalkül schon immer im Münchener Raum auf, damit er im Ernstfall dem FC Bayern sich andienen könne.

Mit Rummenigge will der Ex-Trainer von Rapid Wien, FK Partizan Belgrad, der Ungarischen Fußballnationalmannschaft, Clube Atlético Paranaense und dann FC Red Bull Salzburg im Gespräch gestanden haben. Das hat Rummenigge bestätigt. Wobei Rummenigge nur von einem Gespräch sprach. Und das Gespräch fand im November statt. Laut Rummenigge am 20. November 2007. Kurz darauf gab Lodda seine Trennung von Marijana Kostić bekannt.
Nun trainiert er das 20-jährigen Model Kristina Liliana.
Das hatte wohl Rummenigge verstanden.
Wie Rummenigge sagte, es war definitv ein Gespräch.
Ein Privatgespräch.
Ob sich Rummenigge wohl dabei gelangweilt hat, Lodda seine Trennungspläne anzuhören?

Aber warum denkt Lodda, dass er für den Münchener Säbenerstraßen-Verein wertvoll sein könne?
Zitat Lothar Matthäus:
„Ich könnte auch auf Englisch oder Italienisch mit den Spielern reden. Zudem habe ich ebenfalls im Ausland gearbeitet und eigentlich auch ohne Sprachkenntnisse (…) guten Kontakt zu den Spielern und auch die entsprechenden Ergebnisse gehabt.“

Hm.
Was denn nu?
Hat er Sprachkenntnisse oder nicht?
Wahrscheinlich hat er generell Sprachprobleme. Weswegen Trapattoni ihn bei Salzburg abgesägt hat. Denn da spricht man bekanntlich weder Englisch noch Italienisch.
Was meinte sein Ex-Kollege Trapattoni über Lodda?
„Ach, der Lothar, es ist immer dasselbe: viele Worte, wenig Erfolg. Wenn er als Trainer mal einen richtigen Titel gewonnen hat, darf er zu mir kommen und etwas sagen.“

Gut.
Trapattoni ist fies.
Sowas von fies.
Das muss nicht sein.
Nicht mit unserem „Lodda“

Aber was meint der oberste Hausherr des FC Bayern München – „Würstchen Uli“ – zu der Personalie „Lothar Matthäus“?

„Solange Karl-Heinz Rummenigge und ich etwas beim FC Bayern zu sagen haben, wird der bei diesem Verein nicht mal Greenkeeper im neuen Stadion.“

Tja.
Da wird also „Lodda“ weiterhin Warteschleifen in München und in Deutschland drehen müssen. Denn weder der Trainerplatz beim FC Hollywood noch der Trainerstuhl beim DFB ist frei.
Vielleicht kann er ja bei 1860 oder Unterhaching landen?
Oder bei Wacker05 im Münchener Sendling?

Da bleibt „Lodda“ nu doch noch eines zu wünschen übrig:

Lodda, du darfst den Sand jetzt nicht einfach in den Kopf stecken. Und denkt immer auch an einen weiteren Ausspruch von dir:
„Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es gerade muss.“

Tja, es gibt nur einen „Lodda Maddeeeeeeus“, es gibt nur einen „Lodda Madddeeeeeeeus“.

Alles nur eine Matthäus-Passion eben …

Wir sind … (der 2te Teil)

Erhielt gerade einen bösen Anruf.
Solle nie wieder so einen Schwachsinn schreiben wie heute.
Schließlich kämen endlich im Jahre 2011 auch Frauen nach Deutschland, mit denen deutsche Männer endlich fachgerecht fachsimpeln könnten. Die etwas von den Bedürfnissen der Männer verstehen werden.
Selbst im Bett.

Meinen Schandmaul solle ich lieber bedeckt halten und die vielen Fußballtouristinnen für 2011 nicht abschrecken.

Der Anrufer hatte recht.
Erwächst den hier fußball-verkaterten Frauen somit endlich wieder fußball-leidenschaftliche Konkurrenz durch fußball-begeisterten Touristinnen auf dem Heiratsmarkt …

Na denn.
Wenn das so ist, kann es für Männer im Jahr 2011 nur ein Motto geben:
„Auf zum public viewing area, hin zu den Frauen. Gucken gehen.“