Über Careca

Hang zur Satire, zur Ironie und zum Zynismus; Sinn für jeden Unsinn

Das Leben der anderen

Bridge Mein Eindruck verstärkt sich von Monat zu Monat:
Immer mehr Menschen meines Alters verfallen der Yellow Press. Es liegt wohl daran, dass meine Altersgruppe langsam in der Zielgruppe der Yellow Press reinwächst. Aber eigentlich ist dies nichts sonderbares. Eher der normale Lauf der Dinge …

Ich erinnere mich an meine erste BRAVO.
Mühsam hatte ich mir das Geld zusammen gespart gehabt. Von den 1,50 DM hatte ich mir das begehrte Heft gekauft, in einem Laden, wo mich garantiert niemand kannte. Ich dachte, es wäre etwas besonderes, das Heft zu kaufen, welches unter den Schulbänken kursierte und auf der Heimfahrt heimlich im Bus durchblättert wurde. Und daher war ich aufgeregt, als das diskrete Tauschgeschäft BRAVO gegen Einsfünfzig durchgeführt wurde. Das war fast so ein bisschen wie Gefangenenaustausch auf der Glienicker Brücke.

Nebenbei: Genau dieses Herzklopfen verspürte ich später wieder, als ich mir – knappe 19 Jahre alt – meinen ersten PLAYBOY kaufte.

Öffentlich war BRAVO allerdings in meinem Umkreis verpönt. Zuviel Porno für die Jugend unter 16. Wer BRAVO las war verrucht, hatte wahrscheinlich Sex und nur deswegen Pickel mit Rückenmarkserweichung. Aber in Wahrheit kauften die doch alle nur die BRAVO wegen Schwarzenegger als „Conan, der Barbar“ oder Sylvester Stallone in „Rambo 1“.

Jedenfalls, mein BRAVO-Heft hatte ich zwischen Mathe- und Deutschheft versteckt. Der billige Versuch, einem Heft kalkulierte Kultur unterzujubeln. Das Titelbild der damaligen BRAVO war jedenfalls Désirée Nosbusch. Als Bikini-Mädchen war sie ein Traum für mich. Vormals existierte Désirée Nosbusch für mich nur als Co-Moderator des Mittelwellen-Senders „Radio Tele Luxemburg“, zusammen mit Georg Bossert. Als sympatische Stimme ohne Gesicht. Da gab es die „10 vor Sieben“-Radiosendung. Für mich hieß das, praktisch die letzte Sendung vor dem Abendessen und der „Heute“-Sendung dazu …

„Radio Tele Luxemburg“ … Erinnert sich noch wer an die Telefunken-Radios? Die hatten einen RTL-Knopf, der war auf MW-Wellenlänge 1492 kHz programmiert. Man drückte ihn und hörte sofort RTL. Im Ausland aus dem Ausland. Gegenüber den öffentlich rechtlichen ein wenig anarchistisch. In Deutschland waren ja Privatsender erst in den 80ern zulässig. Tja,lang ist’s her …

Doch zurück zu Désirée Nosbusch und der BRAVO. Meiner ersten BRAVO.
Zwischen Mathe- und Deutschheft hatte ich das Heft sorgsam geschützt verborgen und trotzdem hatte die Titelseite eine Beschädigung abbekommen. Und dann auch noch genau auf dem BH ihrer linken Brust.

Nun ja. Mein Freund goß deswegen Kübel des Spotts über mich aus. Denn für ihn war es nicht bloß eine mechanische Beschädigung der Titelseite. Nein, seinen Worten nach sollte ich wohl versucht haben, den BH von Désirées Brust abzuknibbeln. Ich hatte ihn nicht verstanden. Denn wieso sollte ich Interesse daran gehabt haben, den BH wezurubbeln? Und zweitens würde doch durch jegliche Rubbelei das Papier beschädigt! Oder etwa nicht?
Der berühmt berüchtigte Radiergummieffekt, der bei mir schon manche Schulbuchseite beschädigt hatte und mir nur Ärger mit Lehrern und Eltern eingebracht hatte.

Dass mein Freund meinte, ich will der Nosbusch durch Rubbeln an die Wäsche und deren Brust freilegen, die Idee kam mir nicht.
Die Magie eines entblößten Frauenbusens sagte mir noch nichts.
Die Seiten von Dr. Sommer las ich und ich amüsierte mich, weil sich die anderen darüber amüsierten. Aber verstanden hatte ich Dr. Sommer nie.

Zwei Tage später hatte das gezielte Ärgern meines Freundes seine Wirkung erzielt. Ich schenkte ihm das gesamte Heft und mit diesem das mir den Atem raubende Titelbild von Désirée Nosbusch. Worüber Dr. Sommer in seiner Kolumne referiert hatte, das weiß ich nicht. Das war für mich wohl uninteressanter als jenes Titelmädchen.

Erst Jahre später wurde mir klar, was mir mein Freund unterschieben wollte. Dass ich den Wunsch gehabt haben sollte, Désirée Nosbusch BH wegzurubbeln, um sie somit auf dem Titelbild auszuziehen. Damals war mir jedoch schon immer klar gewesen, dass Fotos nur eine Abbildung der Realität sind und nicht die Realität selber. Und dass man auf einem Foto keine Frau nackt rubbeln kann.

Gut. Später hatte ich mal Rubbellose von Beate Uhrse und damit ging es. Das Wegrubbeln. Ausziehen mit dem rechten Zeigefingernagel. So einfach sollte es nie wieder werden, Frauen aus ihren Klamotten zu bekommen …
Aber erstens waren die Rubbellose nicht frei erhältlich und zweitens voll Porno. Und eben nicht voll BRAVO. Aber das ist ne andere Geschichte. Und jene Rubbellose landeten auch nicht bei meinem Freund sondern im anonymen Altpapiercontainer. Jene BRAVO und die darauf im Bikini abgebildete Désirée Nosbusch diente meinem Freund allerdings wohl als Wixvorlage, wie ich indirekt erfuhr.

Zudem verlagerte sich mein Bewunderungsschwerpunkt recht schnell später sowieso auf eine „Kiki“ Plate. Auf Christina Plate. Sie war in meiner späteren Jugend für länger das echte Traummädchen. Mein Alter, meine Kragenweite, mein Traum. Das hatte nichts mit Wixvorlage zu tun, sondern mit verliebter Schwärmerei. Sie hatte für mich den erotisch freundlichen, aufgeschlossenen Charme eines erfrischend warmen Sommerregens. Ich mochte ewig darin tanzen.

Und jetzt, in einem beinahe gnadenlos überfüllten Zug von Norden nach Süden fiel mir ein Produkt der Yellow Press in die Hände. Und es berichtete über Christina Plate.
Fatal, fatal.

Nein, ich lese keine Yellow Press.
Nein, um keinen Preis lese ich Yellow Press.
So alt bin ich nicht.

Das war jedenfalls immer mein Mantra der Yellow Press gegenüber.
Und so saß ich nun ohne Mantra dort und las den Artikel über Christina Plate Wort um Wort, Buchstabe um Buchstabe, Zwischenzeile um Zwischenzeile. Und die Bilder verinnerlichte ich Rasterpunkt für Rasterpunkt. Die Erinnerungen an meine jugendliche Schwärmerei und die Bilder dieser mir immer noch attraktiven Frau ließen mich inwendig warm werden. Ja, man könnte sie mir auf dem Bauch binden, ich würde freiwillig schwanger werden. Und das als Mann.
Den „Stern“ mit Titelstory zu „Michael Jackson“, der daneben verwaist gelegen hatte, verspeiste ich lediglich, indem ich ihn oberflächlich quer las. Aber diesen Klatsch- und Tratschartikel über Christina Plate … ich verschlang ihn wie Honig.

Was ist bloß aus der damaligen Jugend geworden, dass sie der Yellow Press mehr Aufmerksamkeit widmet als dem wiedererstarktem „Stern“? Yellow-Press-Leser in vollen Zügen im Zuge der eigenen Zeit?

Immer mehr meiner Altersklasse verfallen der Yellow-Press und seiner Heile-Welt-Berichterstattung aus dem Umkreis der Reichen und Schönen.
Reich und schön, das beides zusammen, das hätte jeder gern.
Oder zumindest reich.
Oder schön.
Oder zumindest Heile-Welt.
Oder alles drei zusammen.
Illusionsverlust kompensiert durch Realitätsverlust. Ein bisschen zu träumen von dem, was hätte sein können, hätten sich eigene Illusion und Realität vermischt. Statt lediglich jetzt nur in die Zielgruppe der Yellow-Press reinzuwachsen und deren Leser zu werden. Aber wo ist schon der Unterschied zwischen BRAVO und heute, wenn die Wirklichkeit keine Wirkung im eigenen Leben erzielt?
Das Leben der anderen, auf das wir leben.
Über die Yellow Press.
Kaugummi fürs Großhirn.

Journalistische Sinnsprüche vom Tage

„Durch seinen Tod wurde er unsterblich.“

What a difference a day makes …

Wenn in Deutschland die Schlagzeilen für morgen entschieden werden, dann hat Michael Jacksons Beerdigung eindeutig die operierte Nase vorn. Direkt vor den Ereignissen in West-China.

Die Beerdigung ist für Europas Zeitungen Schlagzeilen-kompatibel, gerade weil sie 11:00 Uhr Ortszeit stattfand. Bei den Uiguren und den Han-Chinesen geht dann gerade die Sonne auf, um die nächsten Massaker ans Tageslicht zu bringen. Zu spät für unsere Druckmaschinen. Und zu spät für die totgemachten Menschen. Aber immer noch rechtzeitig für den anderen totgemachten Menschen aus Amerika.

Nebenbei: Auf BBC-Radio meldeten sich zwei Chinesen (Han) aus Peking und Shanghai telefonisch, die in der laufenden thematischen Sendung erzählten, dass er sich bei den 140 Toten um 3/4 davon um Han-Chinesen gehandelt haben soll. Als der Moderator nach der Quelle fragte, beriefen sich die beiden auf Freunde und Bekannte aus Xiandong (oder wie die Provinzhauptstadt dort heißt). Auf deren Gegenfrage, ob der Moderator andere Quellen über die Zugehörigkeit der Toten habe, müsste der Moderator erklären, dass es nur die unbestätigten Annahmen westlicher Journalisten habe. Womit die unbewiesene Annahme, die Toten seien Uiguren und lediglich die Staatsmacht grausam, ziemlich schubladenmäßig daher kam.
Als darauf noch zwei Shanghai-Engländer anriefen und dieses indirekt bestätigten, fiel mir wieder ein, wer die Hoheit über morgentlichen internationale Interessen in Deutschland hat: die am Vortage festgelegte Schlagzeile …

"Hommage au King"

Andere Stadt, andere Leute, gleicher Anlaß wie überall weltweit. Meine Frage an die Leser meines mobilen Posts: Wie heisst der Fluß im Hintergrund? Wer weiß es?

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Das jüngste Gerücht (Fake der Woche)

Michael Jackson soll Selbstmord begangen haben. Nachdem ein Pater dem Jacko einen Film über barocke Engelsputten vorführte und meinte, dass solche Putten den Himmel bevölkern würden und auch auf Jacko zu Diensten sein würden, da wollte Jacko einfach nicht länger warten …

Protokoll eines gescheiterten Grabraubes

– Schlagbohrer! Gib mir jetzt den Schlagbohrer!
– Moment. Den Bosch oder die Hilti?
– Den Hilti, Mensch. Oder meinste, ich will hier Bilder aufhängen?
– Welchen Bohrer?
– Den 20er!
– Moment.
– Beeil dich.
– Jaja. So hier. Ist okay?
– Halt die Lampe!

Ein Surren erfüllt den Raum, feiner Bohrstaub durchzieht die Luft. Es kracht.

– Sag, mal spinn ich? Was ist denn das für ein Bohrer?
– 20er, wie du gesagt hattest.
– Du Volltrottel! Das ist ein Holzbohrer, du Dünnbrettbohrer! Wir brauchen den Steinbohrer! Holzbohrer, ich glaub ich spinne. Wir bohren hier doch keine Holzsärge! Das ist ein Sarkophag, du Hirni.
– Tschuldige. Hier. 20er Diamantbohrer extra hart.
– Na also, es geht doch.

Erneut erfüllt ein hartes Surren den Raum, noch feinerer Bohrstaub vernebelt das Licht der Lampe. Der Bohrer dreht im Lehrlauf hoch. Irgendetwas scheint sich um den Bohrer gewickelt zu haben. Ein Stück violettes Stofftuch.

– Violettes Tuch? Ich wette, hier war ein Schwuler begraben. Los, gib mir das Endoskop. Ich will reinschauen!
– Hier. Nimm. Und siehste was? Gold? Diamanten? Juwelen? Alte Schriftrollen?
– Nichts. Nur Knochen und offenbar Marihuanabrösel.
– Mist. Dann erstatte ich mal Meldung. Eichhörnchen an Raubkatze. Eichhörnchen an Raubkatze. Hörst du mich? Nein, Eure Exzellenz, auch in dem letzten Sarg war nichts bedeutsames.

Wenige Stunden später:
– Und wurde was dort unten entdeckt?
– Nichts.
– Überhaupt nichts?
– Nur Knochen, violette Tuche und ein Paar Brösel, von denen der verfilzte Bergmann meinte, es sei Marihuana.
– Und wo ist das Gold? Die Juwelen? Die Diamanten?
– Ich glaube, das ist nur das Grab eines Ur-Christen. Die hatten damals nicht soviel Geld für Grabbeigaben.
– Und wie überleben wir jetzt die Finanzkrise? Ohne Kredit? Wo kriegen wir das frisches Geld für die Vatikanbank jetzt her?
– Da gäb es noch eine Möglichkeit …

24 Stunden später:

Der Vatikan meldet einen sensationellen Fund: Knochen in einem Grab gefunden. Ist es der Heilige Paulus?

Papst überzeugt: Knochen sind authentisch.

Papst Benedikt XVI. hat zum Abschluss des Paulus-Jahres eine archäologische Sensation bekanntgegeben: Archäologen entdeckten in einem Sarkophag menschliche Knochenreste, einige Körner Weihrauch, ein, so der Papst, „kostbares“ Stück purpurfarbenen Leinenstoffs mit Goldpailletten und ein blaues Gewebe mit Leinenfasern.

Thomas Bernhard hätte geschossen. Aber er hat geschossen

Es gibt derzeit wohl keine intensivere Kabarett-Erfahrung, als ein Besuch bei Georg Schramms Kabarettstück „Thomas Bernhard hätte geschossen“.

Georg Schramm spielt in seinem Stück vier Rollen:
Die des Rentners „Lothar Dombrowski“, „Oberstleutnant Sanftleben“, der alte hessische Sozialdemokrat und Drucker „August“, dann noch ein Wartezimmerpatient und im ersten Teil den Moderator.

Es fängt eigentlich wie ein Vortrag (vom Moderator) an. Jemand will dem Zuschauer, die Lösung der Weltwirtschaftskrise und die Belebung der Innenkonjunktur präsentieren. Und die Zuschauer steigen drauf ein. Saßen wir nicht in einer Kabarettveranstaltung? Georg Schramm benutzt genau die Mittel, die wir von den Heizdeckenverkäufern auf den Verkaufsfahrten kennen. Verwischt die Realität oder holt sie das Kabarettpublikum ein? Und wenn dann der Oberstleutnant Sanftleben referiert, ist das nicht die Normalität, die aus dieser Rolle spricht? Diese beißende Realität? Und dann kommt zum ersten Mal der Rentner Lothar Dombrowski und es wird heftig. Die Wut spricht. Doch nur gebremst, der Moderator fängt alles ab und entlässt das Publikum in die Pause. Der Kabarettist Georg Schramm zieht ein Jacket an, und das völlig schweissdurchnässte blaueHemd verschwindet darunter.

Der zweite Teil legt dann an Bissigkeit und Tempo zu. Georg Schramm kalauert nicht, Georg Schramm lässt seine Figuren sprechen insbesondere den Rentner Lothar Dombrowski. Er stellt dort Zusammenhänge her, dass das Lachen schmerzt. Aber auch hinderlich ist, denn es unterbricht die Gedankengänge und erzeugt nur mehr Brüche, die der Rentner dann bearbeitet. Es ist schwierig zu erklären, was er genau sagt. Eine verständige Zusammenfassung würde sich kaum vom Vortrag unterscheiden.

Georg Schramm schreit seine Wut förmlich heraus. Und das Publikum hört atemlos zu. Und die erste Reihe deckt ihre Rotweingläser ab. Georg Schramm hält keine trockene Reden.

Und erst am Schluss kommt dann Thomas Bernhard ins Spiel. Aber Thomas Bernhard hat mit Georg Schramms Stück nicht viele Überschneidungen. Thomas Bernhard hätte geschossen, Georg Schramm hat es getan.

Georg Schramm

Auf dem Weg nach Hause fiel mir ein Lied von der Grande Dame des deutschen Kabaretts, Lore Lorentz, ein.
„Die Wut ist jung“ …
Dieses Lied passt zu und auf Georg Schramm.

Die Wut ist jung,
so können die nicht mit mir verfahren.
Ich schenke denen nach all den Jahren,
doch nicht mein Schweigen.
Die Wut ist jung,
doch können die mich nicht überhören.
Ich kann die Zerstörer nicht zerstören,
doch auf sie zeigen.

Ja, ich bin müde
und wissen Sie, bin auch noch prüde und teufelsolide,
dem Wohlleben gerne ergeben.
Doch ich kann schrein und spein
und und gar nichts verzeihn,
denn es geht wieder einmal ums Leben.

Die Wut ist jung,
und ich habe kein Lust,
verstummt zu zittern.
bloß werd ich nicht verbittern
Ich kann auch hassen.
Die Wut ist jung
Ich kann das Warum und das Weswegen
auch nicht mal meinen Freunden und Kollegen
ganz überlassen.
Ausschnitt, Text: Werner Schneyder

Meine Empfehlung: Reingehen und scharf aufpassen, dann wird auch nicht die Hälfte beim lachen überhört …

Zahlenspielereien

Die Erstausstellung eines neuen Personalausweis kostet 8 Euro.

Die Jahresgebühr für eine VISA-Card kostet oft 40 Euro.

130 km/h ausserhalb geschlossener Ortschaften auf Landstraßen zu fahren kostet u.a. ungefähr 103,50 Euro.

Ein illegales Straßenrennen zu veranstalten, kostet u.a. 500 Euro.

Ein 1.000 Euro-Schein gibt es bislang nicht, trotzdem zahlten schon diverse Leute auf dreister Weise mit solchen Scheinen.

1.000 Euro ist auch der Betrag, den die Bundesregierung für das nächste Jahr pro Kopf je Bundesbürger als Staatsverschuldung aufnehmen wird.

2500 Euro gibt es als Abwrackprämie für alte Fahrzeuge.

Vier Mal die Abwrackpränmie, also 10.000 Euro, musste der australische Tennisverband zahlen, weil er aufgrund der terroristischen Anschläge auf das indische Hotel Taj Mahal nicht im indischen Chennai spielen wollte

Bis zu 50.000 Euro kann derjenige sparen, wer über staatliche Zuschüsse das Wohn-Riester-Darlehen nutzt.

125.000 Euro kann der Staat einsparen, wenn seine Bürger auf die Zeugung jeweils eines Kindes verzichten. Denn dem Staat kostet das Kind bis zu dessen 18. Lebensjahr ungefähr 125.000 Euro (Quelle: ifo-Institut).

Ehepaare oder Lebensgemeinschaften können bis zu 240.000 Euro in 18 Jahren, verzichten sie auf den Verzicht auf Verhütungsverzicht. Die Zahl gilt pro Kind (Quelle: ifo-Institut).

1 Million Euro gibt es bei der Beantwortung aller Fragen bei Günther Jauchs „Wer wird Millionär“.

1,4 Millionen Euro ist die gerichtlich verordnetet Rechnung, die eine Frau wegen dem Anbieten von illegalen Downloads zahlen muss.

3,5 Millionen ist die Anzahl der Arbeitslosen, die Leistungen nach ALG1 empfangen.

6,5 Millionen erhalten dagegen Unterstützungen nach ALG2 (auch unter dem Begirff „Harz-4“ bekannt).

Würden diese 6,5 Millionen knappe 14,50 Euro zusammen legen, dann hätten sie für knappe 94 Millionen einen knackigen portugiesischen Fußballspieler kaufen und der Paris Hilton nach deren One-Night-Stand mit ihm Tantiemen abverlangen können.

OPELs Verluste monatlich entsprechen etwas mehr als die Ablösekosten, die „Real Madrid“ sein Bauunternehmer für Christiano Ronaldo an „Manchester United“ bezahlt hat.
100 Millionen Euro.

Mit 300 Millionen Euro wird inzwischen als der Verlust beziffert, den die Konzertveranstalter aufgrund des Tods von Michael Jackson und dem Ausfall seiner Londoner Konzerte kalkuliert haben.

Ebenfalls 300 Millionen Euro ist der Betrag, den die KfW am Tage der Lehman-Brothers-Pleite einer Bank noch schnell überwiesen hatte. Der Lehman-Brothers-Bank.

Auf 500 Millionen Euros sollen sich die Schulden von Michael Jackson bei dessen Tod summiert haben.

750 Millionen Platten hatte Michael Jackson zu seinen Lebzeiten verkauft haben.

1 Milliarde Überschuss hat in diesem Jahr bislang der Gesundheitsfond inzwischen erwirtschaftet.

100 Milliarden Euro ist die Summe der Staatsbürgschaft für die „Hypo Real Estate“ und deren Finanzkompetenz.

1000 Milliarden Euro werden jährlich von kriminellen Organisationen gewaschen.

Mit der gleicher Summe von 1000 Milliarden Euro wollen im übrigen die G-20-Staaten über den Internationalen Währungsfonds die globale Wirtschaftskrise bekämpfen.

1000 Milliarden Euro nennt man auch 1 Billion Euro. Das mag sprachlich opportun sein, aber inhaltlich unvorstellbar.

Als der Komet Hale-Bopp am 30.3.1997 seinen sonnennächsten Bahnpunkt mit einer Entfernung von 137 Millionen Kilometern zur Sonne erreichte, hatte er einen Staubschweif von ca. 23 Millionen Kilometern.

Wie viel diese 23 Millionen Kilometer sind? Wie kann man diese Entfernung ein wenig greifbarer machen?
Nun diese Entfernung erhält man, wenn man eine Billion Euro-Stücke nebeneinander hinlegt …

Meine fünf Cents zu medialen Zahlenspielen …