Die Geschichte von Böcken und Gärtnern und deren Berufe

Seltsam, da beteiligt sich der Staat an einer Bank in Finanznot, der Commerzbank. Nun gut, so sahen es die Hilfen ja vor, damit Banken mit maroder Wirtschaftung nicht den Bach runter gehen.

Da fielen mir die Landesbanken von NRW und Bayern ein. Rüttgers und Huber sagten unisono, dass sie nichts von deren Misswirtschaft wussten, obwohl die Länder mit in der Verantwortung der Landesbanken stehen.
Und dann war da noch die KfW. Die stand ebenfalls bereits unter staatlicher Überwachung.
Tja, weder die Politiker noch die Bankiers konnten sich dran erinnern etwas falsch gemacht zu haben.
Wieso da was falsch lief, das wusste sich niemand zu erklären. Shit happens. Dumm gelaufen. Silly running …

Wahrscheinlich nur ein Déjà-vu von mir. Alle sind ja jetzt klüger geworden. Es heißt ja bekanntermaßen, dass Schaden die Weisheit entwickelt, weil man aus Schaden klug wird. Das bei solchen Fälle die Auswahl zwischen Pest und Cholera geboten wird, das beruhigt nicht wirklich. Da keiner Schläge auf deren Hinterkopf erhalten hatte, wird wohl auch das Wachstums des Denkvermögen als Null- bis Negativwachstum verbucht werden müssen.

Jump you fuckers

„‚Jump! You Fuckers!‘ Eine Ermunterung aus persönlichem Fehlverhalten Konsequenzen zu ziehen.“

(von dem preußische Rentner Lothar Dombrowski alias Georg Schramm vom 25-November-2008 aus der ZDF-Serie „Neues aus der Anstalt“)

Als die Nachricht vom Selbstmord des Unternehmers Adolf Merckles bekannt wurde, fiel mir genau jene obige Szene ein.

In einem Kommentar in der „Süddeutschen Zeitung“ hatte Marc Beise für mehr Verständnis und eine verbesserte Fehlerkultur gebeten, die Fehler erlaubt, um aus ihnen zu lernen.

Ein Verfechter der Selbstmordforderung bin ich überhaupt nicht. Das japanische Selbstmordritual ist mir widerwärtig. Selbst dem palästinensische oder islamistische Selbstmordritual kann ich nicht das geringste abgewinnen. Sich der Verantwortung durch Selbstmord zu entziehen, ist feige. Für das, was man angerichtet hat, keine Verantwortung übernehmen zu wollen, das ist feige.
Die Zeitungen üben sich plötzlich in vornehmer Pietät und verwenden das Wort „Freitod“. Wie schön. Tod aus freien Stücken.

Wenn ein normaler Arbeiter einen entscheidenden Fehler macht, dann sucht man Forderungen nach einer verbesserten Fehlerkultur vergeblich. Da werden eher Forderungen nach Entlassung und Hartz-4-Laufbahn laut.
Wenn ein Manager zockt und verliert, dann sollte er nachher versuchen, seine Fehler in ihrer Konsequenz zu vermindern. Sich um deren Opfer zu kümmern.

Wer gewinnen will, dem muss auch ganz klar sein, wie die Konsequenzen einer Niederlage ausschauen (worst-case-Szenario). Gehe ich morgen zur Bank und nehme einen Kredit auf und kaufe mir davon Lottoscheine, dann muss mir schon klar sein, was passiert, wenn ich plötzlich keinen einzigen Treffer lande.

Die Arbeiter, die durch Adolf Merckle in Brot und Lohn standen, werden sich sicherlich verwundert entsetzt die Augen gerieben haben. Da hat sich der oberste Chef nach egomanischer Spielsucht einfach aus dem Staube gemacht …

Das, was man den Hedgefonts mit dem Wort „Heuschrecken“ vorgeworfen hat, passierte in deren eigenem Betrieb. Unten wurde gearbeitet, oben gezockt. Als das Wort „Heuschrecken“ für diese Art des neoliberalen Wirtschaftens geschaffen wurde, da schrien deutsche Manager auf und empfanden das als tiefe Beleidigung ihres wirtschaftlichen Tuns.
Offensichtlich hatte der Begriff genau das beschrieben, was die Manager ja alle nicht sein wollten.
Und nun sehen wir die Dominosteine fallen. Ein bisschen aus Self- fullfilling Prophecy, ein bisschen aus Krise, ein bisschen, weil man es so will. Die Einschläge kommen näher. Da bleibt zu hoffen, dass man sich selber nicht unter einen dieser Dominosteine aufhält.

In einer Buchhandlung fand ich die aktuellen politischen Bücher aufgestellt. So zwischen Abhandlungen zur Terrororganisation RAF und den Erinnerungen an eine rot-grüne Regierung, findet sich die provokante Aufforderung von Friedrich Merz mehr Kapitalismus zu wagen. Na, dann wollen wir mal mehr wagen. Wo ist die nächste Zockergelegenheit?

buecher

Tja, und im gesamten Bücherstapel lächelt huldvoll von oben milde der Bischof Marx mit seinem „Das Kapital“. Für seine Namensgleichheit mit Karl Marx kann er nichts, für die Titelgleichheit mit dessen Buch aber schon.

Crosstraining – Vorbereitung aus Superwahljahr

Europawahl, Bundestagswahl, Bundespräsidentenwahl, Neuwahl, Altwahl, Abwahl, Wiederwahl, Wahlkampf, Wahlplakate.

Ich habe mir schon ein kleines kariertes Blatt hervorgeholt und übe fleißig Kreuzchen machen.

Aus der letzten Bayernwahl (CSU ist ja begeisternd grausam abgestürzt)haben die Wahlmänner die Lehren gezogen. Die Kugelschreiber und Bleistifte zum Kreuzchen-machen werden nicht mehr einfach nur am Wahltisch so ausliegen. Ab sofort wird das Schreibzeug wieder an einem sehr kurzen Band geführt. Dann geht die freie Reichweite des Schreibzeugs nur maximal bis zu den Kästchen der C-Parteien. Jedoch soll es trotzdem Intelligenzler geben, die es schaffen, den Wahlzettel so zu verbiegen, um auch woanders ihr Kreuzchen machen zu können …
… aber egal, für eine einfache Mehrheit der C-Parteien sollte die Schreibzeuganbindung reichen …

Gauner, Schieber, Börsianer

Es gibt schon eigenartige Zufälle. Ich gebe die drei Worte in Google ein und schon das zweite Suchergebnis verweist auf meine unbedeutende Geschichte.

Aber im Ernst. Es berührt mich nicht. Das Google-Ergebnis macht mich nicht stolz. Denn Gauner muss man Gauner nennen dürfen. Und für Schieber gilt das Gleiche.

Und für Börsianer?
Eigentlich müsste man die als „Glücksritter“ bezeichnen. Oder auf englisch „Soldiers of fortune“. „Söldner“. Sie handeln zwar im Auftrage eines Auftraggebers, aber zuallererst immer noch auf eigene Rechnung.

Wenn Politiker die Beschränkung der Jahresgehälter der Bankmanager auf 500.000 Euro verlangen, dann ist das reiner Populismus. Da lachen die „Börsianer“. Denn „Börsianer“ machen erheblich mehr Verdienst pro Jahr.
500.000 Euro im Jahr für deren Chefs während jene Glücksritter erheblich mehr verdienen? Okay. Hauptsache die Politiker haben die Manager als Täter ausgemacht und nicht deren „Söldner“, die jahrelang durch ihre Spekulationen und Spekulationsmodelle die letzte Krise ausgelöst haben.

Ja, man könnte fast Mitleid mit den Ackermännern dieser Bankenwelt haben, da diese doch selber nicht vorher gesehen haben, dass das alles so kam.

Nun ja, vorhergesehen habe ich es ja auch nicht wirklich, auch wenn ich die schlechten Nachrichten aus den USA schon das ganze letzte Jahr verfolgte und auf einen Crash wartete. Ich verdiene allerdings auch nicht 500.000 Euro im Jahr. Und somit wird mir keiner der Politiker populistischerweise ein „Mach dich vom Acker, Mann“ vor dem Latz knallen können.

Die Börse arbeitet weiter. Unabhängig vom Getrommel der Politiker. Und erst recht unabhängig von meinem eigenen Getrommel. Die Ackermänner dieser Welt sind freilich nicht das Problem. Das Problem ist vielmehr, dass sich die Ideen, die auch ein Ackermann verkörpert, nicht verändert haben.

Und dann fand ich heute noch folgende kleine Randnotiz in der Zeitung:
Während jetzt bei uns die Rezession ausgerufen wurde, verkaufte neulich in England ein Internet-Online-Autohändler zwei Autos für den Preis von einem.
Oder besser gesagt: als dieser Autohändler Neuwagen mit 50% Rabatt für 12.500 Euro übers Internet verkaufen wollte, interessierte es niemanden. Also verdoppelte er den Preis und die Anzahl des Angebots und propagierte „zwei Fahrzeuge für den Preis von einem“.
Und? Es funktionierte. Er hatte alle rabattierten Fahrzeuge verkauft. Kunden dieser Fahrzeuge waren nach Auskunft des Autohändlers offenbar auch einige ehemalige Angestellte der Lehmann-Brothers.

Tja, tröstlich zu erfahren, dass die Werbestrategien der Banker auch bei deren eigenen Leute verfangen, wenn sie denn mal branchenfremd verwendet werden …

Gier ist gut

„Ich zerstöre keine Unternehmen, ich befreie sie. Der entscheidende Punkt ist doch: Die Gier ist gut, die Gier ist richtig, sie klärt die Dinge.“

Gordon Gecko, aus dem Film „Wall Street“

Wenn Manager ihre Krisenweisheiten auspacken …

Jeder kennt sie. Die Leute unter den Managern, die jetzt unsere Gürtel enger schnallen wollen.
Natürlich wollen die auch ihre eigenen Gürtel enger schnallen. Aber erstens wollen die selber bestimmen, von welche Marke der Gürtel ist und ob er aus Gold oder mit Edelsteinen bestickt ist, und dann wollen die auch nicht, dass die Öffentlichkeit unqualifiziert denen in die Suppe spuckt.

Daher jetzt mal ein paar richtige unternehmerfeindliche Sprüche für deren Suppe:

Zum Thema „Standort Deutschland“

„Landflucht kann ich im Krieg machen, ich werde es nicht wegen des Geldes machen.“

Zum Thema „Problemort Deutschland“

„Wer sagt, er hat ein großes Problem, der ist ein Versager.“

Zur Situation der Manager und deren Managements:

„Wir sind dem Kommunismus näher als der Marktwirtschaft.“
weil „Am Ende zahlt der Arbeitnehmer die Zeche“

Zur Frage, ob Berater die Lösung eines Problems sein können:

„Wer sich einen Unternehmensberater holt, ist ein Versager.“

Hm.
Wer hat es gesagt?
Wolfgang Grupp, 65-jährige Trigema-Chef von 1200 Mitarbeitern. Das enfant terrible der deutschen Managerzunft, weil er durch sein eigenes Unternehmertum Manageransichten widerlegt.
Für solche Aussagen könnte dieser Patriach alten Zuschnittes mir fast schon wieder sympatisch sein …
Die Aussagen machte er 2004 bei einer Podiumsdiskussion des manager magazins …

Zahlenspiegel

Die Bayern-Wahl ist gelaufen, die Hochrechnungen stabilisieren sich und geraten in die Nähe der wirklichen Wahlergebnisse.

Was für ein Tag!
Die CSU verliert über 17% und braucht jetzt einen Mithelfer beim Regieren.
Bayern, dieses Musterländle eines „50-plus-X-Prozente“-Parteienstaats.

Nun ja.

Was sagt uns dieses Ergebnis?

Die Sendung QUER des Barischen Fernsehens hat da mal nachgehakt. Und zwar vor den Wahlen. Da die Landtagswahl zum „Oktoberfest“ stattfand, hatte die Redaktion der QUER-Sendung sich wahllos Freiwillige aus den Wiesnzelten abgegriffen und diesen der Wahlzettel gereicht. Der Wahlleiter dieser Bierzeltumfrage stellte dann noch den Alkoholzustand des Befragten fest („nüchtern“,“angetrunken“ und „volltrunken“) und wertete dann später aus.

Im angetrunkenen oder volltrunkenen Zustand kam die CSU auf 60% der Stimmen, also soviel wie vor fünf Jahren.
Die SPD erreichte bei den angetrunkenen oder volltrunkenen Wählern eine Gunst von 20%.
Die FDP lag erst im nüchternen Zustand bei einer 27%igen Fangemeinde. Im volltrunkenen Zustand wollte die aber keiner wählen.
Dafür erreichten die Grünen bei volltrunkenen Wählern gerade die 20%-Marke. Nüchtern fanden sich allerdings nur bei 13,6% der Wählern ein Kreuzchen wieder. Und im angetrunkenen Zustand sank der Beliebtheitsgrad sogar auf kümmerliche 6,7 %.

Was sagt uns nun dieses nun verglichen mit der heutigen Wahl?
– Heuer waren die CSU-Wähler alle nüchtern zur Wahlurne gegangen.
– Die SPD-Wähler mussten sich vorher Mut antrinken, um ihr Kreuzchen bei der SPD zu setzen.
– Das gleiche gilt für die Wähler der Grünen. Oder liegt es daran, dass die Supermärkte zuhaben und die ganzen BIONADEntrinker zuhause blieben? Egal.
– Nur die knappen 8% der FDP lassen sich irgendwie nicht zuordnen. Denn angetrunken würden 13% diese Partei gewählt haben und im volltrunkenen Zustand niemand. Die FDP-Wähler müssen wohl in einem Zwischenstadium zwischen angetrunken und volltrunken gewesen sein, sozusagen im Bierhimmel der Glückseeligen.

Und zu guter Letzt erklärt sich nun auch die Becks-(tein)sche List, mit zwei Mass Bier für Autofahrer zu werben. Wären die Bayern mit mindestens zwei Mass Bier angetrunken oder gar volltrunken zur Wahlurne gefahren, dann läg die CSU bei berauschenden 60% vollgesoffen heute abend bei der Wahlparty unterm Tisch.

Aber so?

Kein Vollrausch.
Noch nicht einmal angetrunken.
Aber jetzt schon mit einem riesigen Kater.
So ist die CSU heute Abend aufgewacht.
Mit vier Sitzen an der absoluten Mehrheit vorbei.
Aus ist’s mit der demokratischen Einparteienherrschaft in Bayern …
Was bleibt uns da nur noch? Richtig, traurig über eine MAss die Bayernhymne zu intonieren. Gott mit dir, du Land der Bayern, Gott mit dir, dem Bayernvolke. Und erhalte dir die Farben Seines Himmels, weiß und aber nicht blau, sondern nüchtern.

Und jetzt noch ein echt bayrisches Himmiherrgottzefixallelujascheissglumpvarrecktsdozüpfüklotscher-Prost.
Und gut is.

Ach ja, die denkwürdige Umfrage der QUER-Redaktion findet sich im übrigen hier.

Die Wissenschaft hat festgestellt …

Die amerikanische „Nielsen Norman Group“ hat festgestellt, dass deren Probanten am PC die ersten Zeilen eines Textes folgten, dann aber stark mit dem Lesen nachließen, um dann in der Mitte des Textes nochmals aufmerksam zu werden und dann mit wachsender Unaufmerksamkeit den Rest zu lesen.

Insgesamt folgte die Lesegewohnheit einem F-Muster:
Erste Zeilen lesen, dann nur noch die Anfänge der nächsten Zeilen. In der Mitte vom Text wird erneut gelesen und dann bis zum Schluss wieder nur die Anfänge. So wird das untere linke vom Text noch wahrgenommen, aber das rechte untere Seitenende fast kaum noch.

Das ist auch gut so, werden jetzt einige deutsche Web-Seiten-Besitzer mit Sitz in Dubai, Saudi Arabien, Eritrea oder sonstwo denken. Denn oben befindet sich das Werbeangebot, in der Mitte muss man seine Daten eintragen und links unten ist dann der Knopf auf dem „Senden“ oder „Abschicken“ steht.
Und rechts unten steht dann in Kleinstbuchstaben „Dieses Angebot ist ein Abo und kostet 27,90 Euro im Monat.“
So tappt der unbedarfte Internetnutzer in eine Kostenfalle, auf die er durch eine Rechtsanwaltskanzlei oder ein Inkassobüro aufmerksam gemacht wird.

Dieses Internet-Leseverhalten ist nun wirklich nichts neues. Viele Menschen haben dieses Verhalten. Und bei Computer- und Internetbenutzern findet sich insbesondere dieses ausgeprägte Merkmal des „F-Muster-Querlesens“.

Selbst dieser Eintrag ist zu lang und nur wenige lesen noch diese Zeilen. Der Leser steht auf kurze knackige Einträge wie „Mir geht’s beschissen“ oder „Das Wetter ist ätzend“ oder …

… jetzt wird auch langsam klar, warum die „Kreditanstalt für Wiederaufbau“ (KfW) der amerikanischen Lehmann-Brother-Bank nach Bekanntgabe deren Konkurses (nicht „Insolvenz“) 300 Millionen Dollar noch hinterher geschoben hatten. An den PCs der KfW saßen ein extremes Exemplar Mensch von diesen „F-Muster-Querlesern“. Denn dort hatte jener wahrscheinlich folgenden Text vor sich liegen:

Liebe Leute, schöner Tag heute, nicht wahr? Die Nachrichten vom Wochenende mitbekommen? Die Welt ist ja so mies. Oder etwa nicht? Damals war alles besser. Wirklich alles war besser. Da gab es noch eine Schoki gratis, wenn man für 30 D-Mark getankt hatte.
Das Wetter
ist ja nicht
gut. Es könnte
besser sein.
Es wird bald
Winter. Dumm, nicht?
Habt ihr schon
Weihnachtsgeschenke?
Einkaufen ist ein
echt harter Job.
Ganz im Gegensatz
zum Shoppen.
Shoppen ist ja
sowas von geil.
Fast genauso wie Geiz.
Apropos harter Job. Es steht wieder mal eine Überweisung an. Damit der Arbeitgeber was verdient. Ihr müsstet einer Bank in den USA Geld überweisen. Verdammt viel Geld. So an die 300 Millionen Euro. Das ist ne drei mit acht Nullen dahinter.
Was man damit
alles machen
könnte. Shoppen.
Shoppen. Shoppen.
Oder Neuwagen
kaufen. Oder Häuser
bauen. Apropos Häuser
und Immobilienmarkt.
Wegen der Bank.
Da ist da so ne
Sache passiert. Die ist seit heute pleite. Überweisen ist also nicht.

Und schwups, weg war die drei mit den acht Nullen.
Dumm nur, dass die restlichen Nullen mit ihrer Null-Verantwortung für Hirnnutzung vor dem Monitor danach auch nicht mehr greifbar waren.

Die Null an und für sich ist ja auch nur eine künstliche Zahl. Die Umschreibung für das komplette Nichts, wenn sie den anderen Zahlen voran geschoben wird. Daher wird sie dann auch weggelassen. Aber erst hinter anderen Nummern bekommt eine Nullen verdammt viel Gewicht. Denn sie verleiht der Nummer davor immer das zehnfache an Größe.

Nun ja.
F-Muster-Querleser.

Bis hierhin ist jetzt eh keiner gestoßen.
Ich bastel mir jetzt nen Knopf.
Setz ihn hier drunter und vielleicht drückt ja jemand nur so zum Spaß drauf und überweist mir dann ein drei mit acht Nullen … .

F-Muster-Querleser bei der KfW.
So ein Quatsch.
Analphabeten sind das …

Nebenbei: Bei mir steht rechts unten „nach oben“.
Wem ist’s aufgefallen? Wetten, das interessiert mal wieder keine Sau?

F-Muster-Querleser …

Wollt‘ ich nur mal gesagt haben.
Guten Morgen.

Warum Beckstein Recht hat …

Weisheit

Beckstein kann das. Und darf das. So kurz vor der Bayern-Wahl und vor dem Bierfest in München mit ihren Wildbieslern (von Nicht-Bayern auch „Schweine“ oder auch „Wildpinkler“ genannt).

„Mit zwei Maß kann man noch fahren“, zitiert ihn die Abendzeitung und wird bewaffnet mit zwei vollen Maßkrügen in den Händen abgebildet. Und Recht hat er.

Warum?

Fünf Argumente, warum er Recht haben muss.

Erstens:
Mit zwei Maßkrügen hinterm Steuer schafft jeder das, was jeder geübter selbstdrehender Raucher kann: mit Fußen Gas geben und bremsen, mit den Oberschenkeln lenken und mit den Waden Gänge wechseln.

Zweitens:
Unser schlitzäugige Franken-Bayer hat von den japanischen Shogune gelernt. Was denen deren Sänfte ist, das ist unserem Bier-Beckstein der eigene Fahrer. Würden sich mehr Biertrinker Fahrer einstellen, gäbe es weniger Harz-IV-Empfänger.

Drittens:
„Mit zwei Maß Wasser kann man noch fahren“, kann ein bayrischer Politiker niemals nicht sagen. Würde das doch ernsthaft bedeuten, es könne überhaupt jemanden geben, der einem bayrischen Ministerpräsident jemals das Wasser reichen könne. Sowas wäre in Bayern häresie-gleich.

Viertens:
Siehe auch erstens bis drittens.

Und fünftens:
Sowieso.

Jo mei.

Da fällt einem nichts mehr zu ein. Außer vielleicht noch der CSU-Politiker Otto Wiesheu. Mit 1,75 Promille hatte er bei einem Verkehrsunfall einen seiner potentiellen Wähler getötet und einen Menschen schwer verletzt.

Soweit zum Thema, wie ungefährlich das Fahren unter Alkoholeinfluss für den Fahrer eines Autos an und für sich ist. Wiesheu war ehemals Verkehrspolitiker und sitzt jetzt bei der Deutschen Bahn im Vorstand.

Und das ist jetzt vielleicht das letzte Argument, dass man mit zwei Maß generell in Bayern auch noch vorwärts kommt. …