Über Careca

Hang zur Satire, zur Ironie und zum Zynismus; Sinn für jeden Unsinn

Dickhead

  What’s your problem, dickhead?

Ich hann met ührer Loogik nix ahm Hoot,
Ding Schachfijure hann et denke geliert.

Irgendwann auf der Londoner M25 erreichte mich der Anruf des Personalchefs.
Ich hätte doch mit Sicherheit ein besseres Angebot erhalten und deshalb habe ich gekündigt.
Nein, entgegnete ich ihm. Ich hätte wegen der Firma gekündigt. Ich spiele da nicht mehr mit. Es gebe auch noch ein Leben nach der Firma.
Was ich damit meine?
Ich meine damit die Personalpolitik. Immer mehr Aufgaben auf immer weniger Leute mit jedesmal nach oben hin angepassten Zielen bei gleichzeitig reduzierter Fähigkeit der Firma auf deren Mitarbeiter zu hören.

Ich hätte doch sicherlich schon eine neue Arbeit, warf der Personalchef ein.

Nein, entgegnete ich. Ich würde jetzt das wichtigste in meinem Leben wahr nehmen. Etwas, was diametral mit den Aufgaben der Firma entgegenstehen würde. Und zwar meine Freundin.
Ob ihm schon mal aufgefallen sei, dass die Mehrheit der Mitarbeiter der Firma geschieden sei, fragte ich den Personalchef.

I’ve nothing for your, dickhead.
Go to bed, dickhead.

Irritiert wusste er darauf nicht zu antworten.
Bei meinem Bewerbungsgesrpäch war er damals erheblich wortgewandter gewesen.

Aber nicht nur er sondern viele der Firma waren sprachlos.

Sie haben doch garantiert einen neuen Job, oder?

Das war keine Entscheidung für einen neuen Job, sondern eine Entscheidung gegen meinen gegenwärtigen Job, so war meine selbstbewusste Antwort.

I found the DICKHEAD OF THE YEAR
and you’re  fu c k ing  it.
Where is the cause?
No cause?

Ich stand noch immer im Stau der Londoner Autobahn M25, als der Personalchef mir noch ne schöne Zukunft wünschte und dann auflegte.

Er meldete sich nie wieder, obwohl er mit mir noch ein Gespräch führen wollte.

Ich erfuhr, dass in den geänderten Planungen der Arbeitsinhalt meines Jobs auf die verbleibenden Kollegen umverteilt wurde.

Wie immer zuvor auch.

Französische Personalpolitik …

Mein Zeugnis erhielt ich nur mit dem Rechtsanwalt.

Why do you   pi s s ed   me off this class, dickhead.
Isn’t it lovely,
That we can still be good friends?
Now you still want me, because I’m still lovely, baby.
Dickhead.

Nach dem Telefongespräch nahm ich mir meine CD-Mappe hervor, zog mir die CD von Eminem, schob sie in meinen CD-Player und englische Autofahrer konnten die seltsamen Gymnastik-Aufführungen eines Deutschen zu den Klängen von „Sing for the moment“ zuschauen!

Yeah!

Summertime

This is how we feel in the summertime
This is how we feel in the summer

Sie sah mich an und schüttelte den Kopf.
“ Du bist nicht nur unvernünftig, du scheinst ja auch noch verrückt zu sein.“
Ich lachte sie an.
Sie schüttelte nur den Kopf und sah mich ungläubig an.
“ Du wirst diese Nacht nicht schlafen können!“
Ich konnte jene Nacht nicht schlafen.
Wir konnten beide jene Nacht nicht schlafen.
Wir wollten nicht.
“ Du bist verrückt!“

Got my my glass of shandy
Now I feel fine
This is how I pray in the summer

“ Du wirst Dich ärgern, wenn du älter wirst. Deine Haut wird älter ausschauen, als du selber sein wirst!“
Ihre feinen Gesichtszüge umrahmt von einem gelockten Mahagoni-Schopf, der im Wind wiegend schwebte.

“ Du wirst Hautkrebs bekommen.“
Sie reichte mir eine Zigarette.
Mit nichts bekleidet ausser einer Zigarette, bedeckt mit dem Salz der wärmenden Luft und entspannt liegend auf einer Matraze aus weichem Sand.

If the more you pray
The more you stay
The less it’s gettin you down

“ Du solltest aus der Sonne rausgehen, du riskierst sonst einen Sonnenstich.“
Verbrannte Haut.
Haut mit Blasen.
Blasse Winterhaut unter der Sonne des normalen Sommers.
“ Du solltest dich abkühlen. Dort am Posto gibt es Duschen.“
Sie reichte mir den Metallbecher mit dem gekühltem Rotwein.
Mit einer natürlichen Leichtigkeit stiess sie an.
Ihre roten Lippen umschlossen den Rand des Metallbechers, ihre Augen drangen in den meinen und ihre Blicke unter meiner Haut.
Ihre Hand umschloss spielerisch den silbernen Metallbecher, als sie ihren Schluck nahm.
Der kühle Wein rannte mir durch die Kehle und zeitgleich ihre grünen Augen in mein offenes Herz.

Take a break from the strain
Get out your card
And drink a glass of wine
Admit it you feel great

“ Ich dachte, du wärest einer von uns.“
Sie ging formvollendet runter in die Hocke, raffte ihren Kanga mit der riesigen Landesflagge aus dem weissen Sand und verstaute das Tuch in ihrer flache Basttasche.
Einen Moment
verblieb sie in der Hocke.
Einen Moment zu lange.
Ihr entwaffnendes Lachen umhüllte mich wie ein Schutzschild.
Sie verlor ihr Gleichgewicht.
Sie fiel.
Sie fiel mir entgegen.
Unsere Arme umarmten sich.
Unsere Herzen kamen uns näher.
Haut auf Haut.
Zahn zu Zahn.
Gefühl zu Gefühl.
Warm und zart sich den Weg dazwischen hindurch suchend
.

What’s mine is yours
What’s yours is mine
This is how I play, yeah

“ Du musst dich eincremen. Du wirst nicht schlafen können.“
Die Nacht kam gelindert durch ihre Creme.
Zarte, kräftige Hände Zeugnis ihre Handlungsfähigkeit.
Ihre Creme, einzigartig heilend.
Perfekte Handarbeit.
Da wo die Hitze der Nacht uns umgab.
In der Hitze der Nacht.
Wo die warme Sommerbrise uns auf dem Balkon umfangen hielt.
Erhitzte Körper, gekühlt durch den leichten Windhauch, der unseren Schweiss mitnahm.
Das Rauschen des Meeres, unseren gemeinsamen Kanon untermalend hinaustragend in die ozeanischen Weiten des Meeres.
Auf und davon.
Das, was endlich zusammen gehörte, kam zusammen.
Clash zweier Kulturen in Harmonie

This is how we feel in the summertime
This is how we feel in the summer
Take it back to the summer of 89
This is how I play, yeah, oh

Später im Flieger.
Den Rücken halb vernarbt.
Andenken der Sonne des Landes und ihrer Fingernägel auf meiner Kehrseite.
Von nichts, kommt nichts.
Die Kladde auf meinen Knien, das Glas Rotwein in meiner Hand, auf den Kugelschreiber kauend.
Suchend nach Worten.
Suchend nach ihren Atem in meinem Ohr.
Ihrem Geschmack auf meiner Zunge.
Ihrem Geruch in meiner Erinnerung.
Ihrer Stimme als Echo in meinem Körper.
Ein Herz schlagend und rufend.
Eine Seele im Gleichklang schwingend und kompromisslos fordernd.
Ein Geist, beharrlich gleich dem eines Mantras, der mir stetig das Gleiche vortrug.
Das Geheimnis, welches sie mir in jener Nacht als Rezept des Lebens in mein offenes Ohr hauchte:
.
.
.
.
.
.

Lebe!!!

Autumn time leaves fallin‘ all around
Wintertime follows suit
Little bunnies freezin‘ in the snow
Winter’s such an ugly brute

She’s Madonna

 I love you baby
But face it she’s Madonna

There was no chance for dying
And no chance for living
Just one chance for loving
And then you came and crossed my road

Now I’m loving, living and dying
All the time, every day
All things together

Untill I’m gone

I’m sorry, love
Madonna’s calling me

 

The 90’s

Die Story wieder aufnehmend an dem Punkt, wo ich das Büro verließ …

Karnevalsumzüge. Ausgefallen.
1990 wegen Sturm. Einfach so.
Düsseldorf holte seinen am 19. Mai nach.
Warmer Sonnentag.
Karneval, wie er sein sollte.
Warum ist Karneval immer im Winter?
Zweiter Golfkrieg.
Lachen verboten.
Darum fällt der Karneval deutschlandweit bis auf in Köln aus.
Geisterzug in Köln wird gegründet.

… Life is a shit. …

Später BAP hinterhergereist.
„Take that“ war in Frankfurt die nächste Gruppe nach BAP.
Robbie Williams war schon in der Stadt.
Bap war mir wichtiger. Wer ist schon „Take That“?
Zufällig noch später dann den Effendi getroffen und gedacht er wär ein Hardcore-Fan. In Erfurcht erstarrt und Autogramm bekommen.

Beim Trampen Günther Gabriel vor Köln getroffen. Auf seinem fahrenden Ami-Schlittenschiff klebte Werbung für seine neue LP: „Kiss me I am a German“.
Katastrophe beim Trampen erlebt. Entkommen und am nächsten Tag das Gegenteil erlebt.

Das Leben ist verückt, Kindchen.

Auf und ab.
Hoch und tief.
Ayrton Senna stirbt wegen Lenksäulenbruch in seinen Boliden. Ich schalte dabei zufällig den Fernseher ein. Sehe den Reifen seinen Schädel einschlagen. Sehe den Krankenwagen und ein Fan sieht  sein Idol elendig sterben.
Computern gelernt und die Anfänge des WorldWideWeb kennengelernt. WWW heisst noch „Wir warten weltweit“.
Intensiv in UNITOPIA gespielt.
Nebenbei Radio gehört.
Die Nachrichten darin meldeten nachts den Autounfall Dianas in Paris.

Ich mach ihm Probleme in dieser Stadt.

Auf und ab.
Motivationsprobleme.
Hesses „Steppenwolf“ dreimal und nen Wolf vor der untergehenden Sonne auf der linken Schulter.
Unvergessliche Nacht.
Eine Nacht.
Be my lover.
La Bouche die ganze Nacht.
Und danach? Fantastische Vier „Sie ist weg“
Fange wieder an zu sparen. Organisiere mir ein Praktikum im Land meiner Leidenschaft. Erhalte mühsam Beurlaubung für drei Monate von meiner Arbeit.
Komme motiviert wieder.

Ich bin immer in Schwierigkeiten, aber ich habe aufgehört mich zu entschuldigen. Jeder ist besorgt: “ Was zum Teufel ist los mit Robbie? Er geht nicht mehr ans Telefon, er spricht nicht mehr mit mir.“

Auf und ab.
Verlasse den wilden Westen und kehre in den Süden zurück.
Auf Dienstreisen fern ab meines Wohnmittelpunktes.
Erfahre zufällig über dem Abteilungshandy vom Tod meines Vaters.
Ärgere mich familiär.
Familienbande, die einen erwürgt.
Krach, weil ich nicht so halt will, wie es sich wer dachte.

 … and now I am running away that I mean and I’m pi s s ed and I’m fu c k ed …

Neue Szene entdeckt, schwarz wie meine Seele.
Das gesellschaftliche Tabu.
Hedonismus als eigene Lebensform mit viel Spass.
Sehe die Schatten über die Erde huschen.
Die Sonne sich verfinstern, höre die Natur verstummen.
Am 11. August 1999.
Totale Sonnenfinsternis in Deutschland.
Viele kamen, aber nur wenige sahen sie wirklich.
Freitag, der 13. August 1999, die Welt ist noch immer nicht untergegangen.

 Living is crazy, Baby …

Fühle mich hohl.
Leer.
Allein unter Million.
Allein ist Spass nicht alles.
Auch nicht bei Leidenschaft Nummer 1.
Selbst nicht in den 90ern

… I can’t perform no more, I can’t perform no more …

Ich lebe …

… weiter …

… unausrottbar …

… and I put my head down. And want to wait …  

 

The 80’s

Die Dinge waren besser, als sie begannen.
So war es, als die 80er mir mein Herz brachen.

Festgehalten wie eine Taube vor dem Abflug.
Fest im Griff der Erziehung.
“ Werde ein Mensch“, sagten die Lehrer.
“ Wenn du einmal gross bist,…“, sagten meine Eltern.
Ich liess mich indoktrinieren, bequatschen, überzeugen, hin- und herschieben, angleichen und beugen.
Ich war ein guter Untertan.
Gute Miene zu manch bösem Spiel.
Der fliegbegierige Vogel, der die Theorie des Fliegens beigebracht bekommen hat, darf seine Kenntnisse in der Praxis ausprobieren.
Zögernd die Flügel gehoben zum Fliegen in die mehr oder weniger ungewisse Zukunft.

All die Jahre habe ich meine Rolle gespielt.
So war es, als die 80er mir mein Herz brachen.

Sah den fliegenden Raketenmann um drei Uhr früh. Fernsehen. Eröffnung der ersten Olympischen Spiele in den USA. Verwundert die Augen gerieben.
Live Aid.
Madonna als Hupfdohle am Bühnenrand. Das Material-Girl wurd gerade geboren.
Der Weg aus dem „zu Hause“. Die ersten Tage auf eigenen Füssen.
Unabhängig.
Träumte meine Träume.
Wie Ikarus der Sonne entgegen in der Hoffnung schlauer zu sein.
Je ne regrette rien.
Die ersten Open Airs.
Die Nachrüstungsdebatten und Kriminalisierung der eigenen Meinung.
Die ersten durchzechten Nächte mit fast weniger als nichts in der Tasche. Aber voll ausgelebt.

 Me so horny me so young and I still got my washing done.

Madonna im Kino verzweifelt gesucht und an die Wand gespielt von einer Nebenrolle.
Die ersten Begegnungen.
Die erste grosse Liebe.
Das konsequente Sparen, um SIE zu besuchen.
In der neuen Welt angekommen und wie Alice im Wunderland eine neue Leidenschaft entdeckt.
Das Herz gebrochen bekommen.

Die Dinge waren besser, als sie begannen.
So war es, als die 80er mir mein Herz brachen.

Ausgeblutet weitere Beziehungen gesucht.
Körbe dutzendweise. Zum Korbflechter umgesattelt und auch Körbe versucht zu verteilen, aber auf meine Körbe sitzen geblieben. War noch nicht mal Hahn in meiner Korbsammlung.
“ Deep throat“ nicht verstanden.
Neuneinhalb Wochen Edelstahlerotik der Börsenbroker.
Aber You can leave your hat on.
Beatrice Dalle in „Betty Blue“. 37 Grad am Morgen. Gefiebert den Film verfolgt.
Famme fatal.
Casablanca bis zum Abwinken.

Take my breath away.

Im sommerlich-warmen Regen zur Arbeit gegangen. Später in den Nachrichten erfahren, dass im Regen der radioaktive Fall-out Tchernobyls war.
Geschockt durch das Menetekel einer explodierenden Raumfähre. Erst wieder später erfahren, dass die Astronauten in ihrer Kapsel durch deren Aufprall auf den Weiten des Ozeans starben.
Im Suff die Hand mit einem Bierglas aufgeschlagen. Wollte die Zentrifugalkräfte meinen Umstehenden beweisen. Erntete tierisches Gelächter und ein Heftpflaster von der Oly-Thekenbedienung. Werde später von den Putzleuten vom Klo aufgeweckt.
Dann die Zukunft festgelegt und den Süden Deutschlands mit dem wilden Westen des Dreiländerecks getauscht.

 And I dreamt my dreams to see a prance.

Die ersten Schritte auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Sicherheitsrisiko in Printenhausen. Geschrieben, was die feder hergab. Als Gruppe „Sicherheitsrisiko“ mehrfach 99 Zuschauern öffentlich zu Tode amüsiert. Die Zuschauer antwortete mit Begeisterung.
Drei Programme, drei Treffer.
Überregionale Auftritte.
Dann den Mauerfall im Autoradio miterlebt.
Auf dem Weg zu einer Aufführung Stücke umgeschrieben, neugeschrieben. Kampf gegen die fortschreitende Geschichte und gegen die Politik die jede Satire zur Realsatire ummünzte.
Flucht im Streit. Gebrochener Fuss.
Abspaltung.
Spaltung.
Auflösung.
Ende gut?
Gar nicht gut.

I cried, she cried, we cried, you’ve died.

Dann überraschend zu einer Clique von Gleichgesinnten meiner ersteren Leidenschaft gefunden.
Sprache gelernt, Freunde gefunden.
Seh einen davon immer wieder. Und werde ihn wohl wieder sehen.
Fand auch sie durch ein Internet-Netzwerk wieder.
Andere verlor ich.
Auf nimmer wiedersehen.
Wie gewonnen, so zerronnen.


Wo kommen die Mädchen her?
Wo kommen die Mädchen her?
Das sind die 80er.
Wo schaust du hin, du Mongo?
So jung.
So lang.
So jung, so lang
Zu kurz, so lang.
Wo schaust du hin, du Mongo?
Zu kurz, so lang.
Zu kurz, so lang.
So lang.

Gelöscht …

Manche Dinge entwickeln sich in Richtungen, die mir als Kreislaufbeschleuniger dienen. Jeder Mensch ist halt ein Unikat, egal ob er über oder unter mir wohnt.
Danke für eure Kommentare.
Aber ich musste die letzten beiden Einträge löschen, denn das Ganze erregt mich in der Erinnerung. Allein das Wissen daran beim Nachlesen …
Balast ist dafür da abgeworfen zu werden. Ballonfahrer kommen nie zum Fahren, wenn sie nicht loslassen und Balast abwerfen.
Also, weg damit.
Ins Nirvana der gelöschten Bits und Bytes dieser Welt.
Kryptisch gesprochen, aber weg ist weg. Ist weg.
Und den Rest kriege ich auch noch unter Kontrolle.

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Verwundert …

Der Fernseher schnurrt und ich schau mir die Sendung mit Pilawa an.
Pisa.
Bislang hatte ich immer richtig geraten. Damit das nicht so bleibt, haue ich mir nach jeder richtigen Antwort einen Piccolo Sekt hinter die Binde. Bin schon auf dem guten Wege besoffen zu werden, trotz einer falschen Antwort.
Mir ist unheimlich.
Aber nicht wegen mir.
Denn da redet dauernd Frank Elstner. Aber da sitzt nur wer, der so aussieht wie der Frank Elstner und sich als sein Sohn ausgibt …
… unheimlich …

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Was wären wir schon ohne unsere Letztendbegründung …

Was mir denn einfallen würde, dass ich mich vordrängle?
Die fordernde und bedrohliche Stimme herrschte mich schneidend an.
Hoppla.
Was war passiert?
Ich stand am Käsestand und die Frau vor mir schaute auf die Auslage und hatte nicht auf die Frage der Thekenbedienung reagiert. Also fragte die Thekenbedienung mich, was ich denn wünsche. Bevor ich noch „Roquefort“ sagen konnte, stieß mich die junge Frau wieder verbal in die zweite Reihe der Grübler und Nachdenker zurück.
Ja, was würde mir denn einfallen? Es musste doch eine einsehbaren Begründung meiner Handlung geben.
Die junge Frau, Marke „Modell“ für H & M, bestellte unterdessen zwei Scheiben Gauda und verfiel wieder in tatenloser Entscheidungslosigkeit, während sich immer mehr Leute anstellten.
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Kommt ein Stöckchen geflogen …

In dem Blog von PoisonYvi fand ich ein Stöckchen an mich.

Sei’s drum.

Ich versuch mal zu antworten.


5 Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte
– den Lottojackpot, damit ich mindestens 10 %
hierhin (zum Projekt KINDERHORIZONTE) abführen kann.
– den nächsten Lotttojackpot auch noch, um das gleiche
nochmals zu tun

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Morgens ist die Welt noch in Ordnung …

… ich bemerke, dass ich in der Aufwachphase bin. Den Wecker habe ich schon offenbar paarmal zum Verstummen gebracht. Da ich den Wecker beim Aufwachen aber nicht ausgeschlagen hatte, bin ich wohl nach dem letzten Mal wieder eingeschlafen. Also verschlafen. Na toll … der Tag fängt ja gut an.

Draussen ist es dunkel. Wie üblich. Ist ja auch noch nicht sechs Uhr.
Wann ist eigentlich die Sommerzeit vorbei? Dann wird um diese Uhrzeit wieder Dämmerung sein, denke ich mir.

Ich tappere Richtung Dusche. Das Wasser will nicht richtig warm werden. Also regel ich das kalte Wasser raus. Lieber Warmduscher als sich den Morgen mit kaltem Wasser vernichten. Aber es will nicht warm werden.
Ich verlasse die Dusche, trockne mich ab und richte mich zurecht. Ich kenn den Mann mir gegenüber zwar nicht, aber rasieren tue ich ihn trotzdem. Wat mut, dat mut.
Mich anziehend gehe innerlich die Planungen für diesen Tag durch. Ich seufze, es gibt halt viel zu tun.

Ich ziehe meine Schuhe zu mir ran und mein Blick fällt auf meinen Wecker …

3:04 Uhr!

Mist! Ich hatte den Wecker nur geträumt. Der würde erst in zwei Stunden losgehen.
Noch zwei Stunden bis zum Aufstehen.
Ich ziehe mich wieder aus und lasse mich ins Bett fallen.

Als ich aufwache, ist es 8 Uhr vorbei.
Endgültig verschlafen.
Und ich dachte offenbar um 5 Uhr, als der Wecker schellte: „Alles nur ein Traum.“ Daran erinnere ich mich jetzt wieder. Und auch dass ich ihn daher abstellte.

Tja, morgens ist die Welt noch in Ordnung …

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Zweigleisig in die Ferne

Was zeigt der Blick nach vorn?
Was fehlt für den Blick nach hinten?
Was passiert links, was passiert rechts?
Vor allem, was kommt von hinten?
Und warum vibrieren plötzlich die Schienen?
Warum schreit das Ehepaar beim Nordic-Walking plötzlich panisch auf?

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Nimm das! Frühlings erwachen …

Hab erfahr’n, dass TAKE THAT am 24. November eine neue CD rausbringt. Nach elf Jahren! Freue mich schon riesig auf die Tournee. Werde definitiv auch hingehen. Habe ebay-Ticket für England ersteigert. Wird dort wohl eindeutig Frauenüberschuss herrschen. Hoffe allerdings, dann nicht wie vor dreizehn Jahren erneut zu sabbern. Habe schon mal mein „Ich mag Gery Barlow“-T-Shirt rausgekramt und ne Packung Viagra mir im Internet vorbestellt. Erwarte, dass mich dann eine der inzwischen endgeilen Endzwanzigerinnen abschleppen wird.
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Wenn Schnaps-Kischen die Weltherrschaft übernehmen …

Ferrero gibt bekanntermassen keine Unternehmensdaten raus. Somit kann man auch keine Ferrero-Aktien an der Börse handeln.

Aber man kann allerhand von Ferrero kaufen.
Zum Beispiel Pfefferminzpillchen mit verarbeiteten Blättchen aus der einer Minze aus der italienischen Gegend Carmagnola.
Schokoladen-ummantelte Schnaps-Kirschen, die lediglich 9 Monate im Jahr pflückbar und im Supermarkt kaufbar sind, aber garantiert nicht aus Piemont. Dafür werden die
Kirschen in eben jenen 9 Monaten zumindest von Claudia Bertani handverlesen. Hoffentlich mit gewaschenen Händen.
Oder jene byzantinischen Königsnüsse, die garantiert überall herkommen, aber garantiert nicht aus der Hauptstadt des 1453 untergegangenen oströmischen Reiches.
Oder Kokosraspeln, die ebensowenig in Deutschland aufgewachsen sind, obwohl sie vollmundig als die “ Dschömän Kleinigkeit “ angepriesen werden.

Bei soviel globalisierter Regionalität von Ferrero gab es jetzt die ersten inoffiziellen Gewinnwarnungen seitens des Ferrero-Managements.

Zwischen Salzjebäck un Bier wiesen Ferrero Manager auf ihrem wöchendlichen Piemont-Kischschnaps-Stammtisch darauf hin, dass es in nächster Zukunft an kostbaren Rohstoffen zum Verzehr von beliebten Produkten fehlen würde. Durch diesen Rohstoffmangel zum Verzehr von beliebten Produkten seien die Produktionen von Snacks wie „Kinderschokolade“, „Kinder Pingu“, „Milchschnitte“ oder „SchokoBons“ überaus gefährdet. Um die Produktion und damit die Arbeitsplätze für die nächsten Jahre sichern zu können, forderten die Manager unmissverständlich hinter vorgehaltener Hand auf, dass endlich mehr Kinder gezeugt werden müssten.

Nebenbei:
Dieser Meinungs schloss sich im übrigen die Bundesregierung unabgestimmt einstimmig an. Man gönnt sich ja sonst keine Schnaps-Ideen, wenn nicht schon ne Kirsche drin steckt …

Telepathen-Logik

Schön, dass du mal wieder anrufst. Du meldest dich ja fast nie bei mir.

D u   d i c h  aber auch nie.

 Ja, aber ich jedenfalls habe zumindest immer wieder an dich gedacht.

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Lirum, Larum, Lottospiel (Nachtrag)

Es ist eigentlich eine riesen Sauerei, dass nur einer den Lotto-Jackpot von 37 Millionen Euro gewonnen hat.
Jawohl!
Riesen-Sauerei!
37 Millionen!
Dafür musste unser Michael Schuhmacher dieses Jahr 8 1/2 Monate schuften, immer wieder am Rad (Lenkrad) drehen und immer nur im Kreis fahren …
Und so ein 41-jähriger Krankenpfleger spielt zweimal mit sechs Feldern Lotto und kassiert …
Riesen-Sauerei …
Musste mal gesagt werden.
B) B) B)

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Energiesparen leicht gemacht

Heute ist Energiespargipfel.
Es geht um das Thema „Bessere Nutzung der Energie“.
Da sitzen alle zusammen und überlegen in gut geheizten Sälen wie man mit der Energie und seinen Preisen an sich umgeht.

Das ist schön.
Das ist löblich.
Das ist wunderprächtig.
Denn wir müssen Energie besser nutzen.
Wir alle.
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Worte zur guten Nacht

 „Sag mal, lügst du mich vielleicht an!?“

 „Aber Schatz, um überhaupt lügen zu können, müßte ich doch erstmal die Wahrheit sagen, oder etwa nicht?“ 

 „Na, da bin ich aber beruhigt.“

Das Fenster zum Hof … oder: Ich sehe was, was du nicht siehst …

Bäder weiss-gefliest und mit Fenster steigern die Behaglichkeit des Wohnens. Kunstlicht im Bad ist zwar des Nachts immer erforderlich, aber wenn das Bad generell einer Dunkelkammer gleicht, wirkt der Aufenthalt eher wie ein Gefängnis statt wie Erholung. Fenster im Bad sind wirklich entspannend. Und Tageslicht macht auch erheblich ungezwungener. Insbesondere wenn man glaubt, Mattglasscheiben machen blickdicht …
Weiterlesen

Das Gespräch zum Sonntag

 „Stimmt es, was man von dir sagt, du sollst eine gottverdammte Lügnerin sein?!?“

 „Aber Schatz. Es gibt keinen Gott. Also kann ich auch nicht gottverdammt sein.“

 „Gut. Dann bin ich ja beruhigt.“

Die sichersten Städte NRWs?

Frisch gehört:
Wuppertal und Bielefeld sollen die sichersten Städte in NRW sein …

Moment!
Die Nachricht ist ein
FAKE!


Wuppertal?
Wollte da nicht mal Loriots Erwin Lindemanns Tochter im Herbst dann mit dem Papst eine Herren-Boutique in Wuppertal eröffnen?

„Und sehen wir uns nicht in dieser Welt, sehen wir uns in Wuppertal-Elberfeld.“

Alles klar.
Wuppertal ist ein Phantom und nicht von dieser Welt.

Und Bielefeld?
Bielefeld gibt es nicht!
Basta!
Widerspruch zwecklos.
Das ist halt so.

 Bielefeld gibt es nicht

Die Nachricht ist halt ein FAKE.
Und nichts anderes …

Nebenbei:
Was oder wer ist eigentlich NRW?