Lebe wild und gefährlich (Teil 17)

Auf dem Weg zum Fluchthafen D-Dorf Stadt vom Wuppertal ins Neandertal verirrt. Archäologischem Forscherdrang nachgegeben. Uraltes Automobil der Neandertaler entdeckt. Habe meinen Fund dem Dorfmarshal mitgeteilt. Wollte mir wegen Veräppelung seiner Staatsgewalt eins auf die Birne geben. Mit Neandertalern ist wohl nicht gut Kirschen essen. Bergauf aus dem Tal gen Flughafen geflüchtet. Wird Zeit eindeutig für den fliegenden Aufstieg.
Rückflucht.

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Lebe wild und gefährlich (Teil 16)

El chefe hat hier wohl mitgelesen und mir befohlen, den nächsten Flieger zurück zu nehmen. Habe auch paar Straßen weiter einen gefunden. Warte schon seit Stunden auf Check-In. Aber niemand kam. Servicewüste Wuppertal. Typisch. Wenn bis morgen keiner auftaucht, gehe ich zur Flughafen-Konkurenz nach D-Dorf Stadt.
Zudem beobachtet mich wieder Grün-Weiß Wuppertal. Grüne Männchen mit weißen Käppies. Krieg hier noch nen Überwachungsphobie.

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Lebe wild und gefährlich (Teil 15)

Minibar angeschaut und nüchtern geworden. Minibar-Revolution beschlossen. Zu den Lebensmittelliebhaber Deutschlands gegangen. Festgestellt, dass EDEKA in Wuppertal-Varresbeck schon vor Ladensschluß geschlossen hat.
Unkontrollierter Wutanfall. Mit 5-Zentner-Betonkugel Scheibe eingeworfen. Polizeisirene gehört und in den LIDL gegenüber geflüchtet.
Mit Detektiv geplaudert und von meinen Beziehungsproblemen geklagt. Hoffe, dass er das aufschreibt und der STERN es veröffentlicht. Würde dann berühmt und reich.
Habe bar bezahlt. Mit unnummerierten Scheinen, da kein Feuermelder über Kasse hing.
Enttäuscht LIDL verlassen.
BILD-Zeitung gekauft und gelesen, dass LIDL-Manager höhere Preise vorhersehen. Weniger Überwachung, höhere Preise. Voll LIDL-logisch. Hoffe BILD-Zeitung wird ebenfalls teurer. 3 Euro für BILD waren okay.

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Lebe wild und gefährlich (Teil 14)

El Chefe hat mich wieder Wuppertal geschickt.
Am Hotel gleich Parkplatz auf eigene Gefahr benutzt. Laterne gerammt. Bei Hotel sofort beschwert, dass Laterne völlig deplaziert aufgestellt worden ist. Hotelmanager entschuldigt sich und will mir eine Übernachtung erlassen. Erhandle mir stattdessen freie Minibar. Werde Manager bei Michelin für einen Stern für ausgezeichnetes Schadensmanagement vorschlagen.
Beobachte vom Hotelfenster aus, wie Polizei und Hotelmanager Laterne und mein Leihwagen begutachten und Manager plötzlich auf mich am Fenster verweist. Werde mir das mit Michelin wohl doch wieder überlegen müssen. Wuppertaler scheinen Verräter zu sein. Werde mich vorsehen müssen.

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Lebe wild und gefährlich (Teil 13) … oder: Bloggen kann kostenintensiv werden

Etwas aus dem realen Leben, wo Blog-Schreiber von dem virtuellen erbarmungslos eingeholt wurden …

Ein deutscher Blog-Schreiber namens Ron Hillmann schreibt am 22. Oktober 2006 in seinem Blog über Nachrichten, die zwei große Firmen betreffen. Die eine hat ihren Sitz in Deutschland, die andere in China. Beide Firmen klären momentan einen Sachverhalt, welchen den Vorwurf der chinesischen Urheberschutzverletzung verifizieren oder widerlegen soll.

Der Blogger schreibt nur einen Kurzkommentar dazu zusätzlich in seinem Blog, wobei er negative Attribute für die Chinesen verwendete.
Einen verhängnisvoller Kurzkommentar, der seine Meinung verdeutlichen soll.
Einen verhängnisvoller Kurzkommentar, der aber in der deutschen Industrie Konsens ist und so auch schon sinngemäß in der Süddeutschen Zeitung zu lesen war …

Und prompt erhält der Blogger Post aus China.
Ein Schreiben aus der Provinz der chinesischen Justiz. Der Blogger wird darin angeklagt und zugleich zu einer Gerichtsverhandlung nach China vorgeladen.
Verhandlungsgegenstand sollen seitens des Bloggers geäußerte, ungerechtfertigte Vorwürfe über die Verletzung der Urheberrechte sein. Verhandlungsgegenstand sind somit auch Ansprüche auf hohe Schadensersatzforderung seitens der chinesischen Firma …

Geht so etwas?
Natürlich geht so etwas.

Macht so etwas überhaupt Sinn?
Für die chinesische Firma auf alle Fälle.
Denn sollte das chinesische Gericht der Klage stattgeben, kann über ein internationales Rechtshilfegesuchen das Geld von der Privatperson eingetrieben werden.

Und dass das klappen wird, dafür stehen die guten bilateralen Beziehungen der chinesischen Regierungsform und den ertragreichen Handelsbeziehungen jenes Landes mit diesem unserem Lande. Also erscheint es erforderlich für den Blogger die Reise nach China im Juni zwecks eigener Verteidigung anzutreten, um zumindest zu versuchen, die Unkosten niedrig zu halten …

Moral aus der Geschicht?
Bloggers Meinung kommt jetzt auch international vor Gericht …

Wer näheres dazu lesen möchte, der findet unter Spiegel Online den ganzen Artikel dazu:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,458039,00.html

Und was sagt der betroffene Blogger dazu?
http://www.autoregional.de/autonews/2006/10/22/
man-reisebusse-werden-in-china-kopiert/

Lebe wild und gefährlich (Teil 12) … oder: In einem Cafe ohne Kaffee …

Hey, hast du keine Eier, oder was?

Er legt seine Pumpgun nieder und hat ein langes Messer mit Widerhaken in seiner Linken. Er befindet sich in einem verwinkelten Hallenbad. Aber niemand badet im Pool. Als er am Pool vorbei schleicht, richtet er einen kurzen Blick in den Pool. Offenbar liegen dort Granaten am Grund.

Gleich hab ich Dich!

Er schleicht sich an den Mann mit der Rückenaufschrift POLIZEI an und stosst blitzschnell zu. Einmal. Zweimal. Dreimal. Viermal. Der Polizist vor ihm klappt zusammen und fällt nieder. In dem Moment wird der Monitor mehrfach rot. Das Rot flackert wie ein Stroboskoplicht. Die Kamera fährt zurück und eine grau angezogene Person fällt flach zu Boden.

Scheisse!

Muahahaha. Du musst schon auf deinen Rücken achten, wenn du meinen Kumpel abstichst. Geschieht dir Recht!

Warte, Dich hol ich mir.

Mein Nebenmann drückt entschieden auf eine der Tasten seiner Tastatur und er ist wieder in der Rolle der grau angezogenen Person, die eine Waffe aufhebt und diese läd.

Nein.
Das war keine Szene aus einem Bürgerkrieg. Sondern ich saß in einem Internet-Cafe und neben mir spielte ein vielleicht 18-jähriger Counter-Strike im Netz. An vielen anderen PCs des Cafes saßen andere Jugendliche, die sich ebenso auf dem gleichen Server sich in dem virtuellen Hallenbad von Ecke zu Ecke durchkämpften und dabei lachten und quer durch den Raum quatschten.

Hm.

Saß ich jetzt unter potentiellen Amok-Läufern?
Oder waren es einfach nur welche der homo ludens, der menschlichen Gattung des spielenden Menschens?

Eines war mir aber sicher: Die hier hatten ihren mörderischen Spaß auf dem Counter-Strike-Server …

Lebe wild und gefährlich (Teil 11) … oder: Sushi-to-go

Sonntag 3. Dezember
Reiseproviant gekauft beim ASIA-Laden im Bahnhof. Will Sushi in vollen Zügen genießen. Schnell gegessen, vermutlich bei 160 km/h. Sushi hinkt folglich jeglichen Ansprüchen hinterher. Ist auch nur Sushi-to-go, nicht Sushi-on-the-run, wenn auch Run-of-the-mill-Sushi. Schmeckte daher eigenartig. Vermute, dass Poloniuim 210 drüber gesprüht worden ist. Würde gern sehen, ob ich strahle. Leider scheint Sonne noch zu stark.
Beim Flanieren durch den Zug strahlten mich dann alle an. Offensichtlich ist hier jeder Polonium 210 verstrahlt.
Auf Toilette festgestellt, dass Hosenschlitz weit offen. Verstehe nun Gegrinse der Frauen und Gelächter der Männer. Sehe jetzt wie ne strahlende, aber untergehende Sonne aus.
Werde demnächst wieder Unterhosen tragen.
Oder mir ne Vakuum-Pumpe bei Orion bestellen.

Lebe wild und gefährlich (Teil 10) … oder: Geldscheinvernichtung: Jugend forscht …

Verblüffung überfiel mich heute: Im Radio gehört, dass Euro-Scheine wegen Säure zerbröseln. Nach zehn Minuten grübeln habe ich sofort weitere Möglichkeiten zur Euro-Schein-Vernichtung untersucht und einen Versuchsplan detailliert aufgestellt.

Schockierendes festgestellt:
Der 5er ist nicht feuerresistent. Der 10er brennt auch ohne Hemmungen. 20er, 50er und 100er haben mich auch enttäuscht. 200er von Bank besorgt. Brannte ebenfalls, aber länger als die anderen.
Ich habe die Reste zusammengefegt und bei Landeszentralbank gegen Neuscheine versucht einzutauschen. Die wollen mich im Laufe des Monats benachrichtigen, ob ich was zurück erhalte.

Währenddessen weiter geforscht: Elf 20er-Scheine zum spurlosen verschwinden gebracht. Klo danach mit Mühe und einer Dose Rohrfrei wieder zum Funktionieren gebracht.

Privater Aktenvernichter vernichtet 100er gebündelt auch ohne Probleme.

Habe vier 50er in einem Gemisch aus Domestos, Essig, Backpulver und Maggi aufgekocht. Sie waren nach zwei Stunden spurlos verschwunden. Ich muss jetzt allerdings die Küche renovieren.

Vierzehn 5er habe ich in die Schale einer schwäbischen Klofrau gelegt und mich einmal ganz langsam umgedreht: Geldscheine danach auch weg.

Alles ganz genau notiert. Danach bin ich zum Geldautomaten gegangen. Jetzt ist Karte auch weg.

Brauche unbedingt Termin für Kredit bei meiner Bank, da das Forschungsvorhaben von mir noch nicht beendet ist …