Immer jemand, wer die Wahrheit spricht …

Nein, nicht Alice Schwarzer, die für ihr Leib- und Magenblatt die BILD-Zeitung wirbt, damit nicht nur Männer allein für diesen schmutzigen Boulevard werben.

Nein.

Die echte Frage ist:

Wie lautet die Bezeichnung für den jungen Mann vom unteren Bild, der um seine Tina an jeder Bushaltestelle im Auftrage der BILD wirbt?

Bild-Stalker

STALKER!

Hoch das internationale "ä" – Original und gespiegelt

Der NDR veröffentlichte auf seinen Internet-Seiten gestern das folgende Foto:

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Wenn man sich vom obrigen Foto einen Ausschnitt heraus greift und diesen spiegelt, vielleicht erschließt sich deswegen der Grund, was bestimmte Demonstranten so wollen …

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Solidarität mit „e“?
Naja …

Die Rückkehr der Schimmelreiter

Attac-Globalisierungsgegner sind ratlos. „Wir hatten uns nie vorgestellt, dass es so schnell und so plötzlich kommt. Ja, wir rechneten damit, dass man uns am Demonstrieren hindern würde. Aber wer konnte schon wissen, dass man uns jetzt so massiv dran hindert?“
Selbst altgediente Demonstrationsstrafrechtler wie Heiner Geissler sind schockiert. „Wer jetzt nicht aufsteht, um sich zur Sitzblokade zu setzen, der weiß nicht wo Recht und Unrecht Unzucht im Dunkeln der Vermummung begehen!“

Heiligenhafen.
Es ist eines der größten Tragödien dieses Jahres. Kameras diverser Fernsehanstalten haben die Szene live in alle Wohnzimmer übertragen. Zwei Politiker sitzen gemeinsam am Pult zusammen und heulen nach 6 Stunden gemeinsamen RTL-Dschungelcamp am Heiligenhafen gemeinsam in die Mikrofone:
„Ich bin ein Star! Holt mich hier raus!“
Angela Merkel und Vladmir Putin sollten die Kröten ihrer Diplomaten schlucken. Dabei mussten sich beinahe vor Übelkeit übergeben. Vor laufenden Kameras. Eine Weigerung, die in die Geschichte eingehen wird.
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Das Verbot von Demonstrationen am Metallgitterzaun in Heiligenhafen zum Schutz des G8-Dschungelcamps erhitzt die Gemüter: Während Globalisierungsgegner sowie Politiker von Linkspartei, FDP und SPD scharfe Kritik übten, verteidigte die Bundesregierung das Vorgehen der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern. Die Behörden müssten den friedlichen Verlauf des Gipfels sicherstellen, hieß es aus Berlin.

Doch dann geschah das Unfassbare. Angela und Vladimir wankten in die Pressekonferenz und gestanden vor den laufenden Kameras ihre Gemeinsamkeiten ein. Zum Beispiel die Unfähigkeit die servierten diplomatischen Kröten zu schlucken.

So äußerte Vladimir Putin unter Tränen, dass er im Grunde Schach liebe und er nie verstanden habe, warum Kasparow lieber auf dem Roten Platz rochiert als auf dem Brett. Und er sei absolut dagegen, dass es wegen ihm, dem Vladimir, Bauernopfer geben solle. Ein Tscheschenien sei doch wohl mehr als genug. Darum möchte er, der Ober-Bauer der Bauern, welche aus dem KGB-Holz geschnitzt sind, auch wieder raus aus dem Heiligenhafener Dschungelcamp.

Auch Angela Merkel fand die kurze Zeit völlig ausreichend und reagierte auf die Bodyguards am Metallzaun mit Unverständnis, weil sie am Verlassen des Spielgeländes mit Gewalt gehindert wurde. Angela setzte eine Zeitlang Hoffnung auf ihre Befreiung durch gewaltsame Aktionen einiger Demonstranten. Unverständnis brachte sie kopfschüttelnd den friedlichen Demonstranten entgegen. „Aber wenn jemand nichts gemacht hat, sondern nur auf dem Weg zu einer Demonstration ist, ist das aus meiner Sicht nochmal eine andere Sache“, fügte sie hinzu.

G8-Dschungelcamp-Gegner waren schon frühzeitig mit einem Demonstrationsverbot zweihundert Meter vor dem Metallzaun um das Dschungelcamp belegt worden. Regierungssprecher Thomas Steg wies in Berlin die Vorwürfe der Heiligenhafen-Dschungelcamp-Gegner zurück, mit dem Demonstrationsverbot Angela Merkel und Vladimir Putin für die SAT1-Sendung „Let’s dance“ weich kochen zu wollen. Vergleiche mit Sendungen anderer Sender seien „völlig überzogen, unbegründet, ja sogar infam“. Jeder Fernsehzuschauer habe hohen Respekt vor den jungen Leuten, die demonstrieren wollten und damit ein großes moralisches Engagement etwa für die Probleme Afrikas zeigten. „Solch friedlicher Protest soll und muss möglich sein“, betonte er. Aber für eine Demo vor den Metallzaun am Heiligenhafen zeigte er wenig Verständnis.

Eine konspirative Deich-Schlickrutscher-Gruppe namens „Hauke Haien“ kündigte an, gegen das Demonstrationsverbot der Bodyguards anwiehern zu lassen. „Notfalls werden wir unsere Schimmel von Amts wegen aktivieren“, verkündete Sprecher Günther Felslagen.

Im ARD-„Morgenmagazin“ sagte Staatssekretär August Hanning dagegen noch am Mittwoch: „Wir haben als Gastgeber die Pflicht, dass wir alles tun, um unsere Dschungelcamp-Gäste zu schützen. […] Aber wir werden auch dafür sorgen, dass Versammlungen stattfinden können, die auch den Dschungelcamp und bestimmte Aspekte der RTL-Programmstruktur kritisieren.“

Während Dschungelcamp-Gegner (Motto: „Befreit Merkel und Putin aus dem Metallzaun-Lager!“) aufgrund der Verbote noch 200 Meter vor dem Metallzaun stehen, haben Merkel und Putin gemeinsam bekräftigt, dass sie in den persönlich geführten Gesprächen viele Gemeinsamkeiten untereinander gefunden haben, und planen, am Pfingstmontag zu heiraten.
Unter Tränen bekräftigten sie dann vor laufenden Kameras noch einmal deren Wunsch und riefen gemeinsam im Gleichklang:

„Ich bin ein Star! Holt mich hier raus!“

Flashback – Backlash

Das Klingeln des Handys meines Nebenmanns reist mich aus meinen Tagträumen …

Und irgendwie taucht jene Szene vor meinen Augen auf.
Eine fast sureal anmutende Szene.
Völlig zusammenhanglos und konkret wie das Leben.

Tschechien verlassend steuer ich auf das Ende der Autobahn zu. Rote Balken und umgegrabene Landschaften türmen sich vor mir auf. Ich befinde mich an einem Autobahndreieck und geradeaus geht es theoretisch gen Nürnberg. Praktisch habe ich zwei Auswahlmöglichkeiten weiter verträumt auf der Autobahn nachts um halb neun entlang zu preschen.

Bei Tempo 200 ein Leben auf der Überholspur.

Im Radio plärren die letzten Takte „Summer wine“ aus dem Film „Das wilde Leben“. Der Moderator quatsch noch hastig und selbstsicher in die letzten Takte. Mühevoll hat er es gerade noch geschafft die journalistische Totsünde zu vermeiden, ein Lied komplett und unverquatscht durch den Äther rauschen zu lassen.

Und dann erklingt genau dieses Klingeln im Radio. Das Klingeln im Stile eines alten Wählscheibentelefons.

„Radio Blubbaquatsch. Mister Bombastic am Mikrofon. Wer da?“

„Hallo. Hier ist die Katrin. Und ich wollt mich mal beschweren.“

„Ja, Katrin, schön dass du einfach mal so anrufst. Wie kann ich dir helfen?“

„Und zwar, ich wollt mich mal beschweren. Ich hab jedes jahr an Muttertag Geburtstag. Und trotzdem erhalte ich immer nur ein Geschenk.“

„Oha. Das ist natürlich schlecht. Was sagt denn deine Familie dazu?“

„Ja, das ist richtig mies. Und die sagen einfach nur >Pech, Mama

„Das kenne ich. Ein Freund von mir hat an Heilig Abend Geburtstag und erhält auch immer nur ein Geschenk. Aber dann wenigstens richtig. Kriegen Sie denn wenigstens dann richtig viel, weil Sie ja immer Muttertag und Geburtstag zusammen haben?“

„Nö. Die geben mir immer nur ein normales Geschenk.“

„Das ist wirklich gemein, dass Sie jedes Jahr zum Muttertag nur ein Geschenk erhalten. Vielleicht sollte man mal gesetzlich veranlassen, dass …“

Mein Nebenmann und sein Handy reissen mich aus diesem Flashback.

„Nein, ich konnte dieses Jahr meine Mutter nicht besuchen, aber Blumen habe ich ihr geschickt. Aber nächstes Jahr. Da fällt Pfingsten und Muttertag auf einen Tag …“

Mir fallen die letzten Pfennige des Groschens.
Das Puzzle der nervigen Ungereimtheiten schloss sich.

„Call-Ins“ werden diese „spontanen“ Anrufer-Einbindungen im Radio genannt. Sie sollen beweisen, dass der Hörer eine starke Radiosenderbindung hat.
Diesen „spontanen“ Call-Ins bei Radiosendungen konnte ich allerdings noch nie was richtiges abgewinnen. Mir erschienen diese oftmals nur dämlich getürkt.
Solche „Spontan“-Happen mancher Radiomoderatoren schlucke ich mittlerweile als unvermeidlich bittere Pille zwischen den Musikstücken, wenn ich keine Chance habe, ebenso „spontan“ zwischen den Sendern zu wechseln.
Da hilft nur ein beherzter Griff zum Senderwahlknopf oder Fernbedienung.

Aber man ist wehrlos dämlichen Radiomoderatoren ausgeliefert, wenn man sich in einer engen Kurve eines Autobahndreiecks befindet und auch noch den Verkehr beachten muss …