Eine Show in den Niederlanden …

Nachdem ich jemanden von der von mir unten bereits erwähnten Show in den Niederlanden erzählte, kam die von mir erwartete Ekelreaktion bei jener Person:

Unglaublich! Das ist ja pervers!

Zwei Stunden später fragte dann die Person bei mir an:

Sag mal, wann wird eigentlich die Show gezeigt?

Am Freitag.

Und wo?

Die läuft um 20:15 im niederländischen Fernsehen.

Und bei uns? Über Kabel? Wo muss ich denn hinschalten, um das sehen zu können?


… no coment …
Es funktioniert für Endemol.

Sinnvolles Organ-Recycling … ?

In der Niederlande wird nächsten Freitag ein neues TV-Format der allseits beliebten Firma ENDEMOL (zuständig u.a.a. für Big Brother) über den Sender gejagt. Eine todkranke Frau lässt ihre Niere unter drei vom Tode bedrohten Menschen ausspielen. Diese drei Kandidaten können nur mit einer Ersatzniere überleben.

Die Chance steht erstmal 1:2 für die drei Kandidaten eine Niere von der todkranken Frau zu erhalten. Das Abstossungsrisiko ist erstmal nicht eingerechnet. Eingerechnet ist aber von ENDEMOL die Einschaltquoten, die Werbung und das öffentliche Aufsehen. Und das klappt ja mal wieder recht prächtig. Aufregung geriert sich allerortens. Eine publikumswirksamere Aufregung, bei der sich jeder empört ins Rampenlicht stellen möchte. Zusammen mit Endemol.

Was leider nicht so publikumswirksam ist und in dem ganzen Ballihoo untergeht, ist der Fakt, dass auf viele Organspende-Suchende nur wenige Organspender kommen. Eben weil das hier in Mitteleuropa so ist, darum funktioniert auch so eine Show. Und weil niemand glaubt, dass die Lage so ist, darum funktioniert auch die Aufregung und das Spiel mit der Quote.

Wie sieht es bei Euch aus?
Wie steht Ihr zur Organspende?
Klickt bei der unteren Umfrage und/oder hinterlasst Eure ehrliche ungeschminkte Meinung.

Danke.

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Alles Bio halt …

Sie!

Wissen Sie, die Leute sind momentan ja so gesundheitsbewußt geworden. Überall liest man heutzutage in den Regalen das Wort „Bio“, dass man meinen könnt, vorher war alles viel schlechter.

Für mich war „Bio“ immer, so sag ich mal, ein Fach in der Schule, da wo wir Frösche seziert haben, oder Kaulquappen mit unseren Gummifletschen verschossen haben. Ich mein, ich selber habe da mit ja dem Bio oder Öko kein Problem. Ich ess da auch mal ganz gerne eine Rinderlende mit Blauem Engel oder GS-Zeichen. Da weiss ich, das kann ich essen, da steckt reine Natur drin. Und mein Klo muss ich nachher auch nicht mit einer Sondermülldeponie direkt verbinden.

Wissen Sie, damals als die Amis und Russen bei uns ihre ganzen Bomben und Granaten abgeschmissen hatten, da hatte meine Mutter schon immer drauf geachtet, dass das Gemüse oder Fleisch aus Gegenden kam, wo keine Bomben gefallen war. „Man weiss ja nie, was die alles an giftigem in die Bomben noch gepackt haben.“

Heute weiss man, dass die Brandbeschleuniger in den Bomben keine richtigen heissen Brände erzeugt haben und bei den Bränden in den Bombennächten von Dresden, Hamburg oder Berlin auch unheimlich viel schädliches Dioxin oder so Furane freigesetzt haben. Die Dunkelziffer der Menschen, die daran bei den Brünsten direkt starben, ist bis heute ja noch unbekannt, woll.
Wir hatten damals unser Gemüse immer von einem Gärtner bei Münster erhalten. Bei dem ist dann in ner Dezembernacht 43 in seinem Hühnerstall eine Bombe eingeschlagen. Wir haben dann von dem kein Gemüse mehr gekauft. Der Mann kam noch zu meiner Mutter persönlich angeradelt und hat ihr unter Tränen seine Rüben angeboten. Aber Mutti ist hart geblieben. Eine richtige Mutti ist ja Gold wert. Die kannte zwar Dioxie oder Furane nicht persönlich, also aus ihrem Leben her, mein ich, aber gekauft hat sie dann trotzdem bei dem nicht.

Oder damals 85 bei der grauslichen Sache mit Tschernobyl. Ich hab meiner Gernlinde gleich gesagt, die Pilze und Haselnüsse, die uns die Nachbarin geschenkt hat, kannste gleich alle ins Klo werfen. Hat sie dann sofort auch gemacht. Runtergespült. Wir haben uns dabei gedacht, vielleicht erwischt’s ja die richtigen und das unbiologische Zeug verstrahlt ein paar Ratten da unten. Schaden kann’s ja nicht.

Na, wir leben ganz Bio und das schon lange bevor es diese Vogelfutterfresser in ihren Allpacka-Pullovern gab. Grüne sind für mich und meiner Gernlinde eh nur jene, die jedes Viech im Wald direkt beim Namen kennen oder schiessen können. Alle anderen sind ja nur so Pseudo-Grüne.

Na, wir haben ja schon immer gesund gelebt. Gernlinde und ich, wir haben jede Köhnlechner-Diät mitgemacht, bis er 2002 ungesund gestorben ist.

Aber da gibt es ja jetzt Ersatz. Kennen Sie den Bankhofer? Der Bankhofer, das ist ein uriger Typ mit seinen Gesundheitstipps aus dem ARD-ZDF-Frühstücksfernsehen. Dessen Tipps sind echtes Bio. Seine letzte Brenneselsuppen-Entschlackungskur. Grandios, sag ich Ihnen. Einfach grandios. Ich hab vorher 85 Kilo gewogen und nachher immer noch 85. Kein Gramm verloren und trotzdem entschlackt. Und das bei 165er Grösse. Das hat schon was. Dass der noch nicht für den Nobelpreis vorgeschlagen wurde.

Wie komme ich jetzt auf das ganze Bio-Zeugs?
Ach ja, richtig.

Beim morgentlichen Walken in unserer Seniorenaktivgruppe an einem Kiosk hab ich die Schlagzeile gelesen, dass die Katja Ebstein durch Eigen-Urin sich jung gehalten hat. Also, verstehn Sie, die hat sich morgens mit ihrem ersten kleinen Geschäft sozusagen die Geschäftsgrundlage für die Titelschlagzeile der BILD erwirtschaftet!

Gut, da gab es ja die gute WDR-Frau, jene „Schalke-05“ Carmen Thomas, die kreuz und quer mit ihrem Ü-Wagen durchs Land pilgerte. Die hat da so ein Buch geschrieben „Urin – ein ganz besonderer Saft“. Die hat morgens auch statt einer guten Tasse Kaffee immer ein Glas lauwarme Pi …
Na, ich kann es nicht aussprechen.
Das ist doch abartig.
Ich hab ja gehört, dass Männer Frauen aus zwielichtigen Gesellschaftskreisen – dem Rotlichtgewerbe – extra dafür bezahlen, dass diese sie anpinkeln.
Ja, es soll da ja auch Männer geben, die wie ein Hund ihre Frau beim Duschen markieren und das toll finden.
Aber dass jetzt auch Frauen sich selber …

Ich muss schon sagen, Wunder gibt es immer wieder.
Aber warum muss diese Frau jetzt mit 61 Jahren damit prahlen, dass Sie zum Frühstück etwas anderes bevorzugt statt einen guten Kaffee. Das gehört sich doch nicht!
Warum sperrt man die nicht endlich weg?
Das hat doch nichts mehr mit Öko oder gar Bio zu tun.
Man sollte doch in Würde altern. Statt sich auf Titelschlagzeilen der BILD-Zeitung herum zu treiben.

Stellen Sie sich mal vor, Gernlinde und ich würden jetzt, wo wir 77 Jahre alt sind, damit prahlen, wir würden in unseren kleinen Morgen-Geschäften baden oder dieses auch noch trinken. Man würde uns zuerst ins geschlossene Altersheim abschieben. Und dann wohlmöglich noch die Rente kürzen, weil wir eh genug zu trinken hätten.
Man würde uns für bekloppt halten.
Und da soll nun diese Katja Ebstein …?
Tanzt die nicht auch noch da bei der Tanzsendung auf 3Sat mit? Jetzt hoffe ich nur für die anderen Kandidaten, die Ebstein hat sich gewaschen.
Schön für uns Zuschauer ist ja, dass es kein Geruchsfernseher gibt.

Wobei, wenn die Ebstein auf der Mattscheibe auftaucht, kann ja jeder mal an einen Heuballen riechen. Dann weiß jeder, wie die da riecht. Woll.

In diesem Sinne gehe ich jetzt mal aufs Klo.
Den Ratten was zu trinken und essen geben.
Alles Bio halt.

Schönen Tag noch.

Eurovision Song Contest 2011

Liebe Leute,
endlich, ja endlich hat es geklappt!

55 Jahre nach dem Einsteigerbeitrag „Im Wartesaal zum großen Glück“.
29 Jahre nach dem Siegertitel „Ein bisschen Frieden“.
15 Jahre nach dem bitteren Urteil, sich nicht qualifiziert zu haben.
Ein Jahr nach dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika.
Endlich hat es geklappt!

Ein deutscher Beitrag hat beim Eurovision Song Contest 2011 den ersten Platz belegt. Sogar den zweiten und dritten Platz haben deutsche Beiträge belegt. Getrübt wurde das Bild nur von Österreich und der Schweiz, welches die Plätze vier und fünf belegt hatten. Dafür gingen dann die Plätze sechs bis zehn wieder an deutsche Beiträge.

Zwar gibt es Neider, die behaupteten, die verschiedenen deutschen Teilnehmer hätten sich die Punkte zugeschoben und jetzt ein Ändern des Punktereglements fordern. Das kann aber nur als Infamie der osteuropäischen Länder bezeichnet werden. Schließlich muss berücksichtigt werden, dass sich die Bundesrepublik extra für diesen Songcontest friedlich in 16 Teilstaaten aufgelöst hatte. Und nur weil diese osteuropäischen Länder die letzten 5 Eurovision Song Contest Siegerkronen einkassiert hatten, muss das längst kein Anspruch auf ein Sieger-Abo sein. Ohne den deutschen Plan zur Erringung der Contest Krone, wäre die „Balkan-Mafia“ und Ost-Dominanz noch immer ungebrochen.

Und man darf nicht vergessen, dass Bayern für den Berlin-Brandenburgischen Titel keinen einzigen Punkt übrig hatte. Somit ist es also nicht so weit her mit den von osteuropäischen Einzelstaaten uns angelasteten Seilschaften und den Verschwörungstheorien.
Dass zudem der Staat Berlin-Brandenburg für den bayrischen Siegertitel „Saufa mia es“ nur einen einzigen Punkt übrig hatte, sagt ja wohl alles. Aber dafür gab zum Ausgleich aus Österreich und aus der Schweiz die volle Punktzahl. Und dass, obwohl sie von Bayern nicht einen einzigen Punkt erhielten.

Selbst wenn die internationalen Juroren alle einen Bierseidel erhielten, hat dieses vielleicht und auch nur maximal eventuell die Aufmerksamkeit der Juroren direkt auf den ersten Beitrag, den späteren Siegertitel, der 40 Teilnehmertitel gelenkt. Aber das sollte man nicht wirklich überbewerten.

Fakt ist, Bayern stellt den in deren eigenen Mundart gesungen Siegertitel und alle Juroren hat das Starkbier in deren Bierkrügen gemundet.

Was wollen wir mehr beim Eurovision Song Contest?
„Saufa mia es“ sagen wir nur dazu und freun uns schon, wenn München Ende September nächsten Jahres den nächsten Contest auf dem Oktoberfest im Hippodrom-Zelt ausrichtet.

Und morgen vereinigen sich die 16 Teilstaaten wieder friedlich zu einem Gesamtstaat, der den alten, neuen Namen „Bundesrepublik Deutschland“ tragen wird. Die Mission zwecks Erlangung der „Eurovision Song Contest“-Siegerkrone ist beendet, der Sieg unser.

Darauf einen Humpen Bier!

Prost!

Poltrait

“Wir haben heuer nal eine Weltreise gemacht. Aber ich sag’s Ihnen gleich, wie es ist: Da fahren wir nimmer hin.”

von Gerhard Polt “Die Weltreise”

… Hinweis auf ein Programm über Gerhard Polt, das im BF gerade beginnt …

Herr Ober!

Das war ein gespritzer Apfelsaft. Macht drei achtzig.

Drei achtzig? Teuer genug!

Dialogsequenz aus dem Film “Herr Ober” von 1992.
Zur Zeiten der D-Mark …

Hey, du Spießer, du hast da ne Falte in der Markise!

Wie bekannt, gab es da den Moped-Fahrer, der vom Opel-Fahrer ausgestochen wurde, aber später dann dem Eigenhausbesitzer gestehen muß, er wohne noch bei Mutti.

Dann war da der Bauwagenbewohner, dem ein Mädchen namens LENA vorschwärmt, dass ihre Freunde in einem eigenem Haus in ihrem eigenen Zimmer leben. Dazu hat der kaffeetrinkende Bauwagenbewohner nur ein trockenes SPIEßER auf den Lippen. Worauf das Mädchen LENA ihm ein „Wenn ich groß bin, will ich auch Spießer werden.“ in die Kaffeetasse spukt.

Und jetzt gibt es wieder was neues von der LBS im Fernsehen:
FaltenHarleyWährend der alte Rocker mit Rauschebart in seinem eigenem Garten vor seinem eigenen Haus eigens herumwerkelt, kommt eine Gruppe Easy Rider auf ihren Harleys vorbei, halten an und schauen grimmig. Während der Alt-Rocker erschrocken ängstlich zusammenzuckt, dringt es aus einen der haarigen Harley-Gestalten ein

„Du hast da ne Falte in der Markise!“

hervor.
Und nun hat diesen Werbespot ein Hauptkommissar gesehen. Beim Anblick stand er senkrecht im Fernsehsessel. Da fuhr doch einer der Harley-Gestalten seine liebevoll zusammengebaute Harley, die ihm vor drei Jahren aus seiner eigenen Garage von seinem eigenem Haus geklaut worden war!

Die LBS hatte damit nichts zu tun. Sie beauftragte für einen Werbespot eine deutsche Firma, die die Verfilmung des Werbespots einer Firma in Riga/Rußland vergab. Und diese Firma trommelte einige Harley-Fahrer zusammen …

Dem Hauptkommissar kam der Kommissar Zufall zu Hilfe.

Da sage noch wer, Werbung taugt für nichts.

Der Hauptkommissar versucht jetzt per Rechtsanwalt seine Maschine zurück zu erhalten …

Tja, da hat wer jener Harley-Zukunft ein Zuhause gegeben. Irgendwo bei Riga …

Quelle: WDR-Fernsehen

Stilblüte

Irgendwo in Blog.de las ich folgenden Satz:

Im deutschen Fernsehen (ARD) läuft heute eine Art ‚Themenabend‘ zum Thema Flucht und Vertreibung, unter anderem SABINE CHRISTIANSEN um 21.45 Uhr.


Und jetzt?

Es will mir einfach nicht aus dem Kopf:
WAS hat Sabine Christiansen mit Flucht und Vertreibung zu tun?

Vielleicht auf dem ersten Blick nichts.

Außer jedoch es geht darum, wie man Leute vorm Fernseher mit einer Talk-Show unter der Leitung der Frau Christiansen zu Flucht und Verteibung veranlassen könnte …

Überhaupt: Wo ist Eva Hermann?!?