Eurovision Song Contest 2011

Liebe Leute,
endlich, ja endlich hat es geklappt!

55 Jahre nach dem Einsteigerbeitrag „Im Wartesaal zum großen Glück“.
29 Jahre nach dem Siegertitel „Ein bisschen Frieden“.
15 Jahre nach dem bitteren Urteil, sich nicht qualifiziert zu haben.
Ein Jahr nach dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika.
Endlich hat es geklappt!

Ein deutscher Beitrag hat beim Eurovision Song Contest 2011 den ersten Platz belegt. Sogar den zweiten und dritten Platz haben deutsche Beiträge belegt. Getrübt wurde das Bild nur von Österreich und der Schweiz, welches die Plätze vier und fünf belegt hatten. Dafür gingen dann die Plätze sechs bis zehn wieder an deutsche Beiträge.

Zwar gibt es Neider, die behaupteten, die verschiedenen deutschen Teilnehmer hätten sich die Punkte zugeschoben und jetzt ein Ändern des Punktereglements fordern. Das kann aber nur als Infamie der osteuropäischen Länder bezeichnet werden. Schließlich muss berücksichtigt werden, dass sich die Bundesrepublik extra für diesen Songcontest friedlich in 16 Teilstaaten aufgelöst hatte. Und nur weil diese osteuropäischen Länder die letzten 5 Eurovision Song Contest Siegerkronen einkassiert hatten, muss das längst kein Anspruch auf ein Sieger-Abo sein. Ohne den deutschen Plan zur Erringung der Contest Krone, wäre die „Balkan-Mafia“ und Ost-Dominanz noch immer ungebrochen.

Und man darf nicht vergessen, dass Bayern für den Berlin-Brandenburgischen Titel keinen einzigen Punkt übrig hatte. Somit ist es also nicht so weit her mit den von osteuropäischen Einzelstaaten uns angelasteten Seilschaften und den Verschwörungstheorien.
Dass zudem der Staat Berlin-Brandenburg für den bayrischen Siegertitel „Saufa mia es“ nur einen einzigen Punkt übrig hatte, sagt ja wohl alles. Aber dafür gab zum Ausgleich aus Österreich und aus der Schweiz die volle Punktzahl. Und dass, obwohl sie von Bayern nicht einen einzigen Punkt erhielten.

Selbst wenn die internationalen Juroren alle einen Bierseidel erhielten, hat dieses vielleicht und auch nur maximal eventuell die Aufmerksamkeit der Juroren direkt auf den ersten Beitrag, den späteren Siegertitel, der 40 Teilnehmertitel gelenkt. Aber das sollte man nicht wirklich überbewerten.

Fakt ist, Bayern stellt den in deren eigenen Mundart gesungen Siegertitel und alle Juroren hat das Starkbier in deren Bierkrügen gemundet.

Was wollen wir mehr beim Eurovision Song Contest?
„Saufa mia es“ sagen wir nur dazu und freun uns schon, wenn München Ende September nächsten Jahres den nächsten Contest auf dem Oktoberfest im Hippodrom-Zelt ausrichtet.

Und morgen vereinigen sich die 16 Teilstaaten wieder friedlich zu einem Gesamtstaat, der den alten, neuen Namen „Bundesrepublik Deutschland“ tragen wird. Die Mission zwecks Erlangung der „Eurovision Song Contest“-Siegerkrone ist beendet, der Sieg unser.

Darauf einen Humpen Bier!

Prost!

16 Gedanken zu „Eurovision Song Contest 2011

  1. Was haben eigentlich die Sieger und Platzierten davon, beim Song Contest vorne zu liegen?? Gibts da Kohle? Vielleicht kaufen mehr Leute die Platten, aber dann auch nur in Osteuropa. Die West-Europs machen sich doch mit den Schiebern nicht voll, oder?

    Also kann es Cicero und Co doch Brust sein, wie sie abschneiden, da der hiesige Markt nach anderen Kriterien funktioniert. Vielleicht lassen sich die Medienmacher ja auch was als Konkurrenz einfallen, wo dann die Ostis immer gedisst werden…

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  2. Auch von Sängern sowie ich letztens eines von Bruce Springsteen hören sehen und mit erleben konnte, im Fernsehen.
    Das ist mein Ding, so etwas.

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  3. Gut geschrieben, ;)abtörnen;), mich törnt das Fernsehen ab und solche Sendungen sowie *raten,Musik, nur die Liebe zählt* und so weiter das ist nichts für mich. Konzerte ja, aber sonst…!

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  4. Ich sehe es mir eigentlich überhaupt nie an. Ausnahmen waren die Teilnahme von Guildo Horn und Stefan Raab. Und jedes mal waren die Kommentare bezüglich Seilschaften die gleichen.
    Zum anderen törnt mich auch die deutsche Moderation komplett ab … :(

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  5. Wirsollten ganz vorsichtig sein, sonst spaltet sich die Schweiz aus RachefürDJ Bobo in ihre einzelnen Kantone auf. Dann gibt es plötzlich Konkurenz und die „Alpen-Connection“ wird das Synonym für das Wort „Mafia“ … ;)

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  6. Die Idee, Deutschland in die einzelnen Bundesländer aufzuteilen, hatte ich auch. Allerdings fehlte mir die Fantasie, das so weit auszuschmücken, wie Du.
    Herrlich! So machen wir es!

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  7. Ich habe mir DAS nicht mehr angesehen, weil es mir seit einiger Zeit nicht gefallen hatte. Kann sein ich bin altmodisch und anderes gewöhnt.

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  8. Hmm deutschland aufteilen. Diese Idee hatten wir gestern auch. Daneben wollten wir noch Polen aufteilen (aber die haben uns ja eh keinen Punkt gegeben… Achja und wer zwingt die Türkei endlich mal dazu, uns 12 punkte zurückzugeben ;-)

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  9. Ich gestehe, ich hab es auch gesehen.

    Eine schöne Idee, die Du da entwickelt hast.

    Natürlich fand ich es gestern abend auch EIN BISSCHEN doof, dass das Vaterland so abgeschlagen auf Platz 19 vor sich hindümpelte.
    Warum aber?

    Was den Deutschen gefällt, muss nicht dem Rest von Europa gefallen, das ist einfach so.
    Finnland als Sieger des letzten Jahres gehört ja weder zum „Ostblock“ noch zur „Balkan-Mafia“.
    Und wer wem Punkte „zuschachert“, finde ich eh ein wenig weit hergeholt. Werden im Vorfeld des Grand Prix in Armenien und Serbien Direktiven ausgegeben, für wen die Privatperson abzustimmen hat?
    BTW: Die Deutschen, die eigentlich regelmässig von Schweiz und Österreich Punkte kassieren, honorieren das äusserst selten.
    Die einzige Connection, die ich erkennen kann, sind die Einwanderer, die dann für das Abstammungsland anrufen. Wer wollte es ihnen verdenken, wenn ich auch persönlich mit dem türkischen Beitrag eher wenig anfangen konnte.

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  10. Diese Sendung ist eine Dino-Veranstaltung. Genauso wie „Mainz bleibt Mainz“ oder die Volksmusik-Sendungen. Und das eigentlich seltsame is, viele empfinden das ganze als „Kult“ und schauen es erst reht drum …

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  11. Hmmmm …. logisch bissig formuliert. Nur der Witz erschließt sich mir nicht ganz. Immerhin zahlen deutsche GEZ-Gebührenzahlen neben Franzosen, Engländern und Spaniern den Riesenbrocken, daß die Schieberschau stattfinden kann.

    Meinetwegen können die Oststaaten gerne ausgelagert werden und ihren Ost-Eurovisions-Kram machen. Und die Westeuropäer ihren Part.

    Damit wäre jeder zufrieden und diese Wasserkopfveranstaltung hätte auch wieder einen Sinn. Trotz EU, kulturell kann ich persönlich mit dem ganzen ehemaligen Ostblock-Teil nicht viel anfangen.

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